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Rekord: 64,8 Millionen Kraftfahrzeuge in Deutschland

Der Bestand an Kraftfahrzeugen hat sich in Deutschland innerhalb eines Jahres um gut eine Million erhöht. Zum Stichtag 1. Januar 2019 waren beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rund 64,8 Millionen Kfz registriert. Ein neuer Rekord.

Pkw liegen mit gut 47 Millionen Exemplaren und einem Plus von 1,3 Prozent nach wie vor weit vorn. Das KBA: “Die deutschen Marken VW, Opel, Mercedes, Ford, BMW und Audi waren im Bestand am häufigsten vertreten.” Die Top-Drei-Anteile im Detail: VW 21,3 Prozent, Opel 9,5 Prozent und Mercedes 9,4 Prozent.

Bei den Importmarken führt Skoda mit einem Anteil von 4,6 Prozent vor Renault mit 3,8 und Toyota mit 2,8 Prozent. Die höchsten Zuwachsraten konstatierte die Behörde bei den SUVs: Plus 19,9 Prozent. Wohnmobile legten um 9,4 und Geländewagen um 8,6 Prozent zu.

Benzin-Pkw haben aktuell einen Anteil von 65,9 Prozent, der von Diesel-Autos nahm um 0,5 auf 32,2 Prozent ab. “Erhebliche Steigerungen bei den alternativen Antriebsarten hatten erneut Elektro- und Hybridfahrzeuge vorzuweisen”, so das KBA. So wuchs der E-Auto-Bestand um 54,4 Prozent auf 83.175, der von Hybriden um 44,2 Prozent auf 341.411 Fahrzeuge. Plug-in-Hybride legten um 50,8 Prozent auf 66.997 Einheiten zu.

Die “Vergreisung” des deutschen Pkw-Bestands setzte sich auch im vergangenen Jahr fort, das Durchschnittsalter lag am 1. Januar 2019 bei 9,5 Jahren, das sind 0,1 Jahre mehr als 2018. Und: “Die Zahl der Pkw, die älter als 30 Jahre waren, stieg um 12,1 Prozent auf 756.572 Einheiten”, so die Statistiker. mid/rhu

Spitze: Übernachtungszahlen steigen in 2018 auf Rekordwert

Ludwigsburg erneut mit Übernachtungsrekord

Tourismus & Events Ludwigsburg vermeldet erneut ein Rekordjahr: So viele Menschen wie nie zuvor übernachteten 2018 in den statistisch erfassten Beherbergungsbetrieben der Barockstadt. Laut Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden für die 26 Hotels und Pensionen mit insgesamt 2.147 Betten im Jahr 2018 exakt 342.479 Übernachtungen verzeichnet; dies bedeutet einen Anstieg von circa 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr (316.032). „Der kräftige Übernachtungszuwachs ist umso bemerkenswerter, als die zur Verfügung stehende Kapazität von 2.147 Betten im Jahr 2018 nur knapp über dem Vorjahresniveau (2.129) lag“, stellt Elmar Kunz, stellvertretender Geschäftsführer bei Tourismus & Events Ludwigsburg fest.

Der Anstieg der Übernachtungszahlen bescherte den Ludwigsburger Beherbergungsbetrieben auch ein sattes Plus bei der Bettenauslastung: Diese lag mit 42,1 Prozent um 0,7 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer konnte mit 1,9 Tagen gegenüber dem Vorjahr gehalten und stabilisiert werden. Betrachtet man den Zeitraum der letzten zehn Jahre, so nahmen die Übernachtungen in Ludwigsburg seit 2009 um etwa 52 Prozent zu. „Die aktuelle Statistik für 2018 bestätigt nochmals eindrücklich den Bedarf an neuen Hotelkapazitäten, den wir auch in der Tourismuskonzeption für Ludwigsburg als zentrale Notwendigkeit formuliert haben“, so Tourismusmanager Elmar Kunz.

Im Jahr 2018 waren die nachfragestärksten Monate wie schon im Vorjahr der Juli (32.475 Übernachtungen), der September (31.372) und der Oktober (31.113). Im Juli und Oktober wirkten sich zum wiederholten Male zwei große Kongresse im Forum am Schlosspark positiv auf die Übernachtungsnachfrage aus: die Sommerakademie des Zahnmedizinischen Fortbildungszentrums und der internationale Software-Kongress EclipseCon Europe. Im September lockte unter anderem die alle zwei Jahre stattfindende Venezianische Messe Übernachtungsgäste aus dem In- und Ausland nach Ludwigsburg.

Der Anteil der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland lag mit rund 23 Prozent etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die meisten Übernachtungen gehen dabei auf das Konto von Gästen aus Spanien (12.433 Übernachtungen), der Schweiz (4.871), den USA (4.561), Indien (4.052) und Frankreich (3.531).

Tourismus & Events nutzt im touristischen Marketing verschiedene Plattformen und Kanäle, etwa in Kooperation mit der Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH, der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg und der Deutschen Zentrale für Tourismus, um national und international für die Destination Ludwigsburg zu werben.

Das Ende 2018 vorgelegte Tourismuskonzept legt den Fokus dabei auf eine noch stärkere Bündelung der Marketingaktivitäten mit Blick auf wichtige Quellmärkte.

Um für Ludwigsburg zu werben,  war Tourismus & Events im Jahr 2018 auf fünf Tourismus- und Fachmessen in Deutschland präsent und betreute mehrere Ludwigsburg-Inforeisen für Branchenvertreter. Unter anderem waren mehrere chinesische Delegationen zu Gast, bestehend aus Reiseagenturen, Reisejournalisten und Bloggern.

Bezirkskammer Ludwigsburg schult erstmals Azubis mit Fluchthintergrund

Bezirkskammer Ludwigsburg schult erstmals Azubis mit Fluchthintergrund
Neue Ausbildungsbotschafter mit Vorbildfunktion

Seit diesem Jahr schult die IHK in Ludwigsburg Auszubildende mit Fluchthintergrund zu Botschaftern für die duale Ausbildung. Mit diesem Schritt will die IHK gezielter auf die Bedürfnisse junger Geflüchteter – durch Ansprechpartner auf Augenhöhe –eingehen und damit deren Integration in den Ausbildungsmarkt verbessern.

„Ausbildungsbotschafter vermitteln auf authentische Weise, dass die duale Ausbildung eine hohe Anerkennung genießt und ein erster Schritt in den Beruf sein kann. Umso mehr freut es mich, dass wir unser Vorhaben dieses Jahr in die Tat umgesetzt haben, denn Ausbildungsbotschafter mit Fluchthintergrund haben eine ganz besondere Vorbildfunktion“, erklärt Sigrid Zimmerling, Geschäftsführerin der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg. „Sie erreichen andere junge Geflüchtete am besten, da sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben, gleiche Ängste und Sorgen teilen und auch gleiche Hürden meistern mussten, wie Deutsch zu lernen.“

Alisar Alshoufy ist eine dieser ersten Ausbildungsbotschafter mit Vorbildfunktion. Sie ist vor etwa vier Jahren aus Syrien geflüchtet und macht seit September 2018 eine  Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten bei der AOK in Ludwigsburg. Die vergangenen Jahre erhielt Alshoufy Unterstützung durch das „Kümmerer-Programm“. In der Bezirkskammer Ludwigsburg wurde sie zur dualen Ausbildung beraten und erhielt Hilfe bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz. So erfuhr sie auch von der Initiative „Ausbildungsbotschafter“ und war sofort davon begeistert. „Das ist ein großer Schritt für mich. Ich bin sehr stolz, dass ich es so weit gebracht habe und möchte anderen Mut machen, nicht aufzugeben.“

Die duale Ausbildung ist für Geflüchtete oftmals unbekannt. Sie haben kaum Informationen über die Chancen und Perspektiven einer Ausbildung und sind dadurch verunsichert. Deshalb sind die Initiative „Ausbildungsbotschafter“ und das „Kümmerer-Programm“ bei der Bezirkskammer Ludwigsburg eng verzahnt. So besuchen Ausbildungsbotschafter seit September 2018 auch verstärkt Berufsschulklassen mit einem hohen Anteil an Neuzugewanderten

Oberbürgermeister Spec tankt Strom bei der IHK

IHK elektrisiert: Zwei Elektrotankstellen für Besucher

Seit kurzem stehen für Besucher der IHK in Ludwigsburg zwei Parkplätze für Elektroautos mit kostenloser Ladestation zur Verfügung. „Nachdem ganz Ludwigsburg elektrisiert, zieht nun auch die IHK nach. Bisher wird das Angebot zwar noch nicht so groß genutzt, aber unsere Besucher sollen wissen, dass Sie hier jederzeit auftanken können“, so Albrecht Kruse, Präsident der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg.

Der Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg, Werner Spec, ist von der Neuerung begeistert und nutzte direkt letzte Woche die Möglichkeit, sein E-Auto mit Strom zu versorgen. Er war mit weiteren Vertretern der Stadt Ludwigsburg zu Gast bei der IHK, um über die hiesige Situation im Einzelhandel, die ÖPNV-Optimierung, den Glasfaserausbau und über Gewerbeansiedlungen zu sprechen.

VW-Prozess: BGH sagt: Abschalteinrichtung ist Mangel

Auf die Autobauer könnten in der Diesel-Affäre weitere Klagen zukommen. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) hat illegale Abschalteinrichtungen an Fahrzeugen als Sachmangel eingestuft. Damit wird zugleich die Position betroffener Diesel-Käufer gestärkt.

Das geht aus einer Mitteilung hervor, mit der sich das Gericht in Karlsruhe zum ersten Mal mit einer rechtlichen Einschätzung zu Wort meldete. Es kündigte dazu “in Kürze” die Veröffentlichung eines umfangreichen Hinweisbeschlusses vom 8. Januar an. (Az. VIII ZR 225/17).

“Der Bundesgerichtshof hat deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die Verwendung einer illegalen Abschalteinrichtung in einem Dieselfahrzeug einen Sachmangel darstellt”, sagte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale-Bundesverbands. Beklagte sei in diesem Fall zwar nicht die Volkswagen AG, sondern ein Händler gewesen. Dennoch habe auch dies für die Musterfeststellungsklage des Verbraucherzentrale-Bundesverbands gegen Volkswagen Signalwirkung, so Klaus Müller: “Denn es ist nun klar, dass auch nach höchstrichterlicher Auffassung die Verwendung der Abschalteinrichtung nicht hinzunehmen ist. Vor allem ist zu begrüßen, dass die Strategie von Volkswagen nicht erfolgreich war, eine inhaltliche Positionierung des BGH durch einen Vergleich zu verhindern. Für Verbraucher sei die Mitteilung des BGH eine wirklich gute Nachricht.

Wenn es sich um einen Sachmangel handele, dann müsse der Kunde den Hersteller zunächst auffordern, den Mangel zu beseitigen, erläutert Rechtsanwalt und Branchenexperte Christian Genzow auf Anfrage der Zeitung Automobilwoche: “Durch die Mangelbeseitigung dürfen aber keine neuen Mängel entstehen, etwa ein höherer Verbrauch nach einem Software-Update.”

Lasse sich der Mangel nicht beseitigen, dann habe der Kunde Anspruch auf Minderung des Preises oder könne vom Kaufvertrag zurücktreten, so der Experte weiter. Das werden die Autobauer ganz sicher nicht gerne hören. mid/rlo

Volkswagen steigert trotz Diesel-Affäre Gewinn

Die Diesel-Affäre hat den Volkswagen-Konzern nicht gebremst. Bei Umsatzerlösen, die um 6,3 Milliarden Euro auf 235,8 Milliarden Euro stiegen, lag das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen mit 17,1 Milliarden Euro leicht über dem Niveau des Vorjahres (17,0 Milliarden). Die operative Umsatzrendite vor Sondereinflüssen lag mit 7,3 Prozent laut VW am oberen Ende des für das Jahr 2018 angestrebten Zielkorridors. Das teilte der Wolfsburger Autobauer nach einer Aufsichtsratssitzung mit.

“Wir haben uns 2018 ordentlich geschlagen, gerade vor dem Hintergrund der WLTP-Umstellung, die zu erheblichen Verwerfungen in unserer Absatzentwicklung geführt hat”, kommentierte Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, die Ergebnisse.

Für das Jahr 2019 erwartet er allerdings nochmals stärkeren Gegenwind in den wichtigen Automärkten. Um die großen Herausforderungen zu meistern, setzt der VW-Chef klar und deutlich auf die Elektromobilität: “Unsere E-Offensive wird mit neuen Modellen Fahrt aufnehmen. Insgesamt werden aber erhebliche Anstrengungen notwendig sein, um auch im neuen Geschäftsjahr unsere ambitionierten Ziele zu erreichen.” mid/rlo

BMW und Daimler als Mobilitätspartner

BMW und Daimler tun sich zusammen, um den globalen Carsharing- und Mobilitätsdienstemarkt aufzumischen. Die beiden Premium-Kontrahenten geben etwa eine Milliarde Euro aus, um neue Angebote zu etablieren und bestehende auszubauen. Dazu können sie schon jetzt auf insgesamt rund 60 Millionen aktive Nutzer zurückgreifen.

“Durch die intelligente Verknüpfung unserer Joint Ventures gestalten wir gemeinsam die urbane Mobilität von heute und morgen”, sagt Daimler-Chef Dieter Zetsche. “Wir nutzen dabei konsequent die Chancen, die sich durch Digitalisierung, Shared Services und das steigende Mobilitätsbedürfnis unserer Kunden ergeben.”

BMW-Boss Harald Krüger: “Die Kooperation ist für uns der optimale Ansatz, um in einem Wachstumsmarkt die Chancen zu maximieren und gleichzeitig Investitionen zu teilen.” Dazu würden konsequent die fünf Angebote Reach Now (Multimodal), Charge Now (Laden), Free Now (Ride-Hailing), Park Now (Parken) und Share Now (Carsharing) zu einem Mobilitäts-Angebot mit vollelektrischen, selbstfahrenden Flotten verschmolzen, die sich eigenständig aufladen und parken sowie mit anderen Verkehrsmitteln vernetzen ließen. mid/rhu

Das sind die fairsten Arbeitgeber

Fairness ist für viele Beschäftigte ein wichtiger Faktor am Arbeitsplatz. Doch wie sieht das in der Praxis aus? Dieser Frage ist das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) mithilfe einer kombinierten Fragebogen- und Social-Listening-Analyse im Auftrag von Focus und Focus Money nachgegangen.

Untersucht wurden die nach Mitarbeiteranzahl größten 20.000 Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Dabei wurden die Faktoren Unternehmenskultur, Arbeitsklima und Fairness analysiert. Diese Werte herrschen augenscheinlich in der Pharmaindustrie vor. Denn in dieser Branche wurden gleich zehn Unternehmen ausgezeichnet und damit so viele, wie in keinem anderen Bereich.

Besonders fair geht es demnach bei Pfizer zu, dem größten Pharmaunternehmen der Welt mit Deutschlandsitz in Berlin. Pfizer ist beispielsweise Gewinner der Franz-von-Mendelssohn-Medaille 2017 für sein soziales Engagement. Diese und andere Kriterien flossen in die Bewertung ein und brachten dem Branchensieger 100 Punkte. Den schwedisch-britischen Konzern AstraZeneca trennen nur 0,2 Punkte vom 1. Platz.

Neben den internationalen Konzernen landen mit dem Darmstädter Chemie- und Pharmaunternehmen Merck und der Aachener Grünenthal GmbH auch deutsche Firmen auf den vorderen Plätzen im Fairness-Ranking. Merck gilt beispielsweise als großer Kultur- und Breitensportförderer in der Region und richtet in Hessen “Jugend forscht” aus. wid/rlo

Strom und Gas werden teurer

Das hören Verbraucher gar nicht gerne: Für Februar, März und April 2019 erhöhen 97 örtliche Versorger die Strompreise. Der Strompreis erreicht in Deutschland damit ein Rekordwert. Auch bei den Gaspreisen zählen die Energieexperten von Verivox 64 Preiserhöhungen.

Im bundesdeutschen Durchschnitt sind die Strompreise bereits von Dezember 2018 auf Januar 2019 um rund 2,0 Prozent angestiegen. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) kletterten die Stromkosten damit auf durchschnittlich 1.153 Euro und erreichten ein Allzeithoch.

Dieser Wert wird in den kommenden Monaten noch deutlich übertroffen werden: Für Februar, März und April haben aktuell 97 örtliche Grundversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 6,0 Prozent angekündigt. Bei 4.000 kWh Jahresverbrauch entspricht das rund 75 Euro zusätzlicher Kosten.

Die Entwicklung bei den Gaspreisen verläuft ähnlich. Die durchschnittlichen Gaskosten in Deutschland sind von Dezember 2018 auf Januar 2019 um über 2,0 Prozent gestiegen. Ein Haushalt mit einem jährlichen Gasverbrauch von 20.000 kWh startete mit Durchschnittskosten von 1.197 Euro ins neue Jahr.

Die Gaspreise werden weiter anziehen. Für Februar, März und April haben derzeit 64 örtliche Gasversorger Preiserhöhungen von durchschnittlich 10,0 Prozent angekündigt. Die Mehrkosten betragen laut Experten rund 130 Euro pro Jahr. wid/rlo

Spielbanken in Baden-Württemberg durchbrechen 90 Mio. Euro Umsatz-Marke

Die Baden-Württembergischen Spielbanken verbesserten ihr Ergebnis im Geschäftsjahr 2018 um 4,7 Prozent. Sie wuchsen an den drei Standorten Stuttgart, Baden-Baden und Konstanz  in etwa in gleicher Höhe wie im Vorjahr (4,9 Prozent): 2018 übersteigt der Gesamt-Bruttospielertrag (BSE, vergleichbar Umsatz) erstmals 90 Mio. Euro (90,2 Mio. Euro. (2017; 86,1 Mio. Euro,). Dabei erzielt die Spielbank Stuttgart zwar etwa die Hälfte des Gesamt-BSEs im Südwesten. Das Casino Baden Baden jedoch zeigte eine außergewöhnlich gute Form. Es konnte seinen Ertrag um 10,4 Prozent verbessern. Allein das „klassische Spiel“ mit Roulette und Black Jack erreichte 2018 mit +20 Prozent bei diesen Spielen das größte Plus. (2018: 7,69 Mio. Euro, 2017: 6.41 Mio. Euro).

Damit haben die drei in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft geführten Casinos ihre positive Entwicklung kontinuierlich verfestigt. So lag der BSE 2014 bei 68,9 Mio. Euro, 2015 bei 78,3 Mio. Euro, 2016: 82,1 Mio. Euro. Die Besucherzahl sank 2018 leicht um 1,1 Prozent auf 587.256 (2017: 594.000.Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 598 (+2,4 Prozent, 2017: 585). Dank des positiven Geschäftsverlaufes platziert sich der Landesbetrieb „Baden-Württembergische Spielbanken GmbH & Co KG“ mit seinen drei Standorten auf Position 2 der stärksten Spielbankgesellschaften im Vergleich der Bundesländer – vor dem einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen mit vier Standorten.

Otto Wulferding, Geschäftsführer Baden-Württembergische Spielbanken: „Derzeit spielt uns nicht nur die gute Konjunktur in die Karten. Jetzt zahlen sich auch Investitionen aus, um unsere Casinos zukunftssicher zu machen. Unsere Gäste können spielen, aber auch mehr erleben. Sie treffen auf eine Spielkultur in einer Unterhaltungswelt, mit Roulette und Poker, aber auch mit Lesungen, Shows und mehr. Das gibt’s im Internet nicht. Wir müssen im Wettbewerb mit Online-Casinos bestehen, indem wir einen Mehrwert anbieten – und eben legales Spiel im Unterschied zu Online-Casinos. Wulferding nimmt Bezug auf die aktuelle  Entwicklung. Danach ist die 2012 in Schleswig-Holstein beschlossene Ausnahmeregulierung  für Online-Glücksspiel erloschen. Die dafür erteilten Lizenzen sind also auch in diesem Bundesland wieder verboten. „Dennoch  können Spieler Online weiter um Geld spielen, Online Casinos werben weiter, obwohl ihre Angebote in Deutschland illegal sind“, kritisiert Wulferding.  Er fordert „keine Sonder-Werbeerlaubnis für Spielbanken, sondern ein Glücksspielrecht, das für jedes Glücksspiel anzuwenden ist, für alle gleich gilt und auch im Internet durchgesetzt wird.“

red

 

Info:

Die Baden-Württembergische Spielbanken GmbH & Co. KG wurde zum 1. 8. 2003 gegründet und besteht aus den Spielbanken Baden-Baden, Stuttgart und Konstanz. Die 100-prozentige Landestochter wird von einem Aufsichtsrat mit sechs Mitgliedern geführt. Sie beschäftigt 598 Mitarbeiter, 197 in Baden-Baden, 120 in Konstanz und 281 in Stuttgart. Seit der Eröffnung in Stuttgart 1996 und der Übernahme der Spielbanken Baden-Baden und Konstanz 2003 überwies die Gesellschaft mehr als eine Milliarde Euro an das Land; etwa die Hälfte davon ging an gemeinnützige Zwecke

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