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Leitzins wird bis 2020 nicht angetastet

Börse von der Zinspolitik enttäuscht

Die von vielen erhoffte Zinswende bleibt aus: Angesichts der unsicheren konjunkturellen Lage will die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins bis mindestens Mitte 2020 nicht antasten. Die Finanzmärkte reagierten mit gemischten Gefühlen.

Am Devisenmarkt profitiert der Euro von dem Zinsentscheid. An den Börsen dagegen zeigten sich die Anleger enttäuscht. Manche hatten offenbar auf eine noch lockerere Geldpolitik der EZB und womöglich gar eine Senkung der Schlüsselzinsen spekuliert. Der Dax büßte seine Kursgewinne komplett ein.

Hintergrund: Ursprünglich hatte die EZB nur bis zum Ende des Sommers 2019 in Aussicht gestellt, an ihren Zinsen nicht zu rütteln. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Geld liegt seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

Die Geldpolitik hängt stark von der Entwicklung der Inflation ab, erklären Experten. Mittelfristig strebt die EZB eine Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an, berichtet tagesschau.de. Von diesem Niveau ist der Euro-Raum derzeit jedoch weit entfernt. Im Mai 2019 lagen die Verbraucherpreise im Euroraum nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat um 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. wid/rlo

Geldwäsche nimmt weiter zu

Geldwäsche klingt zunächst einmal nach Mafia und dunklen Geschäften. Doch sie ist längst mitten unter uns, wie NDR und Süddeutsche Zeitung berichten. Demnach erhielt die auf Geldwäsche spezialisierte Zolleinheit Financial Intelligence Unit (FIU) 2018 deutlich mehr als 70.000 Verdachtsmeldungen. 2017 waren es noch 59.000, vor zehn Jahren lediglich 7.300.

Recherchen beider Medien zufolge werden für die Geldwäsche vermehrt Konten von Online-Banken genutzt. Diese Bankkonten werden oft von ahnungslosen Dritten eröffnet, von Kriminellen gekapert und verkauft.

Betreiber sogenannter “Fake-Shops” wickeln mit diesen Konten dann ihre illegalen Geschäfte im Internet ab und lassen eingenommenes Geld in dunklen Kanälen verschwinden. Alle Banken sind verpflichtet, einen Verdacht auf Geldwäsche sofort zu melden und bei Auffälligkeiten Konten zu schließen. wid/rlo

Getrübte Stimmung im deutschen Kfz-Gewerbe

Die Stimmung in den Autohäusern und Werkstätten in Deutschland ist momentan gedämpft – und das Geschäft wird von den Unternehmern ganz unterschiedlich bewertet. Das zeigt der aktuelle Geschäftsklima-Index des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Der Index weist für das zweite Quartal 2019 in den Bereichen Neuwagen, Gebrauchte und Service 103,7 Punkte aus, 1,5 Punkte mehr als im Vergleichszeitraum 2018. 31,4 Prozent der Befragten bewerten den Neuwagen-Verkauf mit “gut”, fast ein Viertel (24,5 Prozent) jedoch mit “schlecht”.

Ähnlich fallen die Bewertungen bei den Gebrauchtwagen aus. Die Zahl der unzufriedenen Kfz-Unternehmer sei aber nach wie vor viel zu hoch, so der ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. Rund 59 Prozent der Unternehmen sind mit ihrer Werkstattauslastung zufrieden, vor einem Jahr waren es noch zwei Drittel. Für das dritte Quartal erwartet der Verband einen “saisonüblichen Geschäftsverlauf über alle drei Bereiche”. Allerdings rechnen 17,1 Prozent, also fast jeder fünfte der Befragten, mit einem schlechteren Geschäft. mid/Mst

Deutsche machen weniger Überstunden

Groß-Gerau – In fast jedem Job gehören Überstunden zur Tagesordnung. Im ersten Quartal 2019 hat die arbeitende Bevölkerung in Deutschland etwas weniger Mehrarbeit geleistet als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die bezahlten und unbezahlten Überstunden je Arbeitnehmer sind demnach gegenüber dem Vorjahr um jeweils 0,4 Stunden gesunken. Damit summieren sich die bezahlten Überstunden auf 6,4 Stunden, die unbezahlten auf 6,0 Stunden – und das bei einer Arbeitszeit pro Erwerbstätigem von 347,9 Stunden. Im Durchschnitt betrug in den ersten drei Monaten 2019 die vereinbarte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten 38 Stunden, die der Teilzeitbeschäftigten 17 Stunden. wid/Mst

Arbeitslosenzahlen Mai – Spitzenwerte in Ludwigsburg

Quote bei 2,7% bzw. 8.535 Menschen ohne Beschäftigung.

Grund zur Freude bei den Arbeitnehmern. Die Agentur für Arbeit hat die neuesten Zahlen für den Landkreis Ludwigsburg veröffentlicht.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich die Arbeitslosenquote um 0,3% verringert. In Zahlen sind das 652 Menschen wenigerdie jetzt Erwerbslos gemeldet sind. Im Vergleich zum Vormonat ist die Quote gleich geblieben. Saisonbedingt waren im Mai 2019 somit 2,7% bzw. 8.535 Erwerbslose gemeldet. Im Vorjahresmonat waren es noch 3,0% bzw. 9.187 Erwerbslose im Landkreis Ludwigsburg.

In Baden-Württemberg liegt die Quote bei 3,1% bzw. 191.306 Menschen ohne Job

Im Landkreis Böblingen bleibt die Quote bei konstant 2,7%, und hat nun gemeinsam mit dem Landkreis Ludwigsburg in der Gesamtregion Stuttgart die niedrigste Arbeitslosenquote. In Stuttgart beträgt die Quote 3,4%. Im Landkreis Waiblingen/Rems-Murr liegt sie bei 2,9%. In Baden-Württemberg sind es 3,1%.

Die Zahl der offenen Stellen im Landkreis Ludwigsburg liegt aktuell bei 4.418 Stellen. Das sind 444 Stellen weniger als ein Jahr zuvor.

Arbeitsmarkt im Überblick – Berichtsmonat Mai 2019 – Ludwigsburg
Ausgewählte Merkmale Aktueller Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
Arbeitslose insgesamt 8.535 – 652
Arbeitslose SGB III 4.301 31
Arbeitslose SGB II 4.234 – 683
Arbeitslosenquote insgesamt 2,7 -0,3
Gemeldete Arbeitsstellen 4.418 – 444

Quelle Arbeitsagentur

red

Smartphone-Geschäft gerät ins Stocken

Die Smartphones haben den Rückwärtsgang eingelegt. Laut der Marktforscher von Gartner ist die Zahl der weltweit verkauften mobilen Telefongeräte im ersten Quartal 2019 um 2,7 Prozent auf 373 Millionen gesunken. Obwohl Huawei am US-Markt nicht teilnimmt, behauptete die chinesische Marke die Position als Nummer zwei der Smartphone-Anbieter weltweit hinter Branchen-Primus Samsung.

“Die Nachfrage nach Premium-Smartphones blieb geringer als die nach herkömmlichen Smartphones, wovon Marken wie Samsung und Apple betroffen waren, die einen bedeutenden Anteil an hochwertigen Smartphones haben”, sagt Anshul Gupta, Research Direktor bei Gartner.

Darüber hinaus sei die Nachfrage nach Utility-Smartphones gesunken, da sich die Upgrade-Rate von Feature-Phones zu Smartphones verlangsamte. Zudem bieten 4G-Feature-Phones den Benutzern große Vorteile bei geringeren Kosten.

Der Umsatz der Huawei-Smartphones wuchs in allen Regionen. “Huawei hat sich in zwei seiner größten Zielmärkte, Europa und dem Großraum China, gut entwickelt. Hier wuchs der Smartphone-Umsatz um 69 Prozent beziehungsweise 33 Prozent”, erläutert Gupta.

Die anhaltende Dominanz von Huawei im Großraum China, wo das Unternehmen über einen Marktanteil von 29,5 Prozent verfügt, trug dazu bei, dass Huawei sich im ersten Quartal 2019 als zweitgrößter globaler Smartphone-Hersteller im Ranking positionierte – daran konnten auch die US-Sanktionen nichts ändern. cid/rlo

Einzelhandel mit deutlichem Plus

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im April 2019 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 4,8 Prozent mehr umgesetzt als im April 2018. Beide Monate hatten jeweils 24 Verkaufstage.

Positiv auf die Umsatzentwicklung im April 2019 im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich die Lage der Osterfeiertage aus: Das Ostergeschäft 2018 lag überwiegend im März, im April gingen die Umsätze zurück. Das Ostergeschäft 2019 lag dagegen überwiegend im April.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im April 2019 real 8,2 Prozent und nominal 8,4 Prozent mehr um als im April 2018. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, den SB-Warenhäusern und den Verbrauchermärkten real um 9,0 Prozent und nominal um 9,2 Prozent über dem des Vorjahresmonats.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im April 2019 zum Vorjahresmonat real um 1,6 Prozent, nominal lagen sie um 2,5 Prozent höher. Das größte Umsatzplus mit real 5,0 Prozent und nominal 5,8 Prozent erzielte der sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, wie Waren- und Kaufhäuser. wid/rlo

Deutschland ist bei ausländischen Fachkräften nicht erste Wahl

Deutschland bei ausländischen Fachkräften nicht gefragt

Der Industrie-Standort Deutschland klagt schon seit geraumer Zeit über einen Mangel an Fachkräften aus dem Ausland. An diesem Zustand dürfte sich so schnell auch nicht ändern, wie eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, die jetzt in Berlin vorgestellt wurde.

Demnach ist Deutschland für hoch qualifizierte Arbeitnehmer aus dem Ausland nicht die erste Wahl. Die Autoren der Studie stellen fest, dass Deutschland in der Rangfolge der attraktivsten Standorte für Fachkräfte mit Master-Abschluss oder Doktortitel nur den zwölften Rang belegt. Auf dem ersten Platz sehen die Forscher Australien, gefolgt von Schweden und der Schweiz. Die USA landen auf Platz sieben. Schlusslicht unter den 35 untersuchten Staaten ist die Türkei.

Untersucht wurden die Qualität der beruflichen Chancen, Einkommen, Steuern, Möglichkeiten für Familienangehörige, Einreise- und Aufenthaltsbedingungen, Zukunftsaussichten, das “Kompetenzumfeld” sowie gesellschaftliche Diversität und Lebensqualität.

“Für Fachkräfte ist die Geschwindigkeit der Visa-Erteilung ein wichtiger Faktor, aber für viele Hochqualifizierte sind auch die Rahmenbedingungen für Partner und Kinder wichtig”, sagte der OECD-Direktor für Arbeit und Soziales, Stefano Scarpetta. wid/rlo

Fusions-Hammer: Fiat Chrysler und Renault wollen fusionieren

Die Zeiten für die großen Automobilhersteller sind stürmisch. Einen Fahrplan zum Erfolg hat aktuell niemand parat. Benziner, Diesel, Stromer oder Brennstoffzelle: Noch ist nicht entschieden, welcher Antrieb in den kommenden Jahren das Rennen macht – vom autonomen Fahren ganz zu schweigen.

Aus diesem Grund schließen Autobauer Allianzen. Gemeinsam wollen sie in ruhigeres Fahrwasser steuern. Jüngstes Beispiel: Der Autokonzern Fiat Chrysler (FCA) schlägt eine Fusion mit Renault vor. Das teilte das Unternehmen offiziell mit. Demnach sollten nach einem Zusammenschluss beide Seiten jeweils 50 Prozent, heißt es. Bei einer Fusion würde einer der größten Autokonzerne der Welt entstehen. Die Allianz aus FCA und Renault käme auf etwa 8,7 Millionen verkaufte Autos pro Jahr in allen wichtigen Märkten rund um den Globus, berichtet das Handelsblatt. Da müssten sich auch die Marktführer Volkswagen und Toyota warm anziehen.

Renault bestätigte inzwischen, den Vorschlag erhalten zu haben. Der Verwaltungsrat des französischen Konzerns wird nun über die Offerte beraten und sich danach schriftlich äußern, teilte das Unternehmen in Boulogne-Billancourt bei Paris mit.

“Der vorgeschlagene Zusammenschluss würde einen globalen Autohersteller schaffen, herausragend in Bezug auf Umsatz, Volumen, Rentabilität und Technologie sowie von Vorteil für die Anteilseigner der Unternehmen”, heißt es in einer Mitteilung von Fiat Chrysler. Es habe auch schon Gespräche zwischen beiden Unternehmen gegeben, um Produkte und Regionen für eine Zusammenarbeit zu identifizieren. mid/rlo

Weniger Aufträge im Baugewerbe

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2019 um 1,9 Prozent niedriger als im Februar 2019. Dieser Rückgang ist auf das mittlerweile sehr hohe Auftragseingangsniveau, bedingt durch die besonders gute Entwicklung der letzten Berichtsmonate, zurückzuführen.

Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich sank das Volumen der saison-,
arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von Januar bis März 2019 gegenüber Oktober bis Dezember 2018 ebenfalls um 1,9 Prozent. wid/rlo

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