Steigende Bierpreise erwartet

Berlin (dts) – Angesichts fehlender Rohstoffe müssen sich die Verbraucher wohl auf steigende Bierpreise einstellen. Getränkehersteller seien massiv von der Verknappung und Verteuerung einzelner Komponenten und Rohstoffe betroffen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauerbundes, Holger Eichele, der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). „In der gesamten Branche sind die Kostensteigerungen auf vielen Feldern so massiv, dass sie sich über kurz oder lang wahrscheinlich auf die Preise auswirken werden.“Zugleich sagte Eichele: „Die Versorgung ist gesichert.“ Aber der Brauerbund beobachte mit wachsender Sorge die extremen Preissprünge bei einzelnen Rohstoffen. Vor allem Braugerste sei derzeit teuer und knapp.

„Auf Jahressicht sind die Preise um etwa 50 Prozent gestiegen“, so Eichele. Zudem sei die Erzeugung von Malz energieintensiv. „Mit steigenden Energiekosten, wie wir sie derzeit erleben, steigen also auch die Kosten für Malz“, sagte der Hauptgeschäftsführer.

 

 

Fachkräfte im Gütertransport werden unterdurchschnittlich entlohnt

Wiesbaden (dts) – Die Bruttoverdienste für Fachkräfte im Gütertransport fallen in Deutschland verhältnismäßig gering aus. 2020 erhielten sie in Vollzeit durchschnittlich 14,21 Euro die Stunde, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mit. Angelernte Kräfte, also beispielsweise Lkw-Fahrer ohne entsprechenden Ausbildungsabschluss, erhielten im Schnitt 12,91 Euro.

Zum Vergleich: In der Wirtschaft insgesamt lag der durchschnittliche Stundenverdienst für Fachkräfte bei 19,97 Euro brutto, für Angelernte bei 16,02 Euro. Auf den Monat gesehen ergibt das einen Durchschnittsverdienst für Fachkräfte wie ausgebildete Berufskraftfahrer von 2.623 Euro brutto – das waren gut 660 Euro weniger als Beschäftigte mit einer vergleichbaren Ausbildung und Berufserfahrung in der Wirtschaft insgesamt verdienten (3.286 Euro). Angelernte Kräfte verdienten durchschnittlich 2.313 Euro brutto im Monat.

In der Wirtschaft insgesamt lag der Durchschnittsverdienst für diese Leistungsgruppe fast 300 Euro höher (2.611 Euro monatlich). Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit hat 2020 in Deutschland 937.000 Fachkräfte im Bereich Fahrzeugführung im Straßenverkehr erfasst, zu dem neben Berufskraftfahrern auch Bus- sowie Kurierfahrer gehören. Das waren etwa ein Prozent weniger als im Vorjahr, so die Statistiker.

Diese Berufe werden demnach fast ausschließlich von Männern ausgeübt (Anteil 94 Prozent). Ein größerer Teil dürfte in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden: Ein Drittel (33 Prozent) war mindestens 55 Jahre alt. Demgegenüber ist die Zahl der Einsteiger unter 25 Jahren recht gering: Sie machten mit 33.400 nur knapp vier Prozent aus.

Schneller ansteigender CO2-Preis vom Tisch?

 Steigende Energiepreise belasten unter anderem die Portemonnaies privater Haushalte. Insbesondere Autofahrer sind betroffen. Der ADAC appelliert nun an die künftige Regierungskoalition, die Bevölkerung nicht zu überlasten. ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand und ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze sehen eine der größten Herausforderungen darin, Klimaschutzziele zu erreichen, ohne die Bevölkerung zu überfordern oder Mobilität unverhältnismäßig einzuschränken.

In diesem Zusammenhang sei für den Automobilclub klar, dass Klimaschutzziele erreicht werden müssen. Deshalb müsse es jetzt darum gehen, die Verbesserung des Angebots an klimaneutraler Mobilität zu beschleunigen und bei Anpassungen im Abgabensystem immer die finanzielle Gesamtwirkung auf die Verbraucher im Blick zu behalten.

Das schriftlich festgehaltene Ergebnis der Sondierungsgespräche lasse Aussagen zur zukünftigen Entwicklung des CO2-Preises und zur konkreten Ausgestaltung des angekündigten Subventionsabbaus offen. Es sei zu hoffen, dass das Bewusstsein aller Verhandlungspartner für finanzielle Belastungsgrenzen der Verbraucher gestiegen sei und die Maßnahmen jenseits von Kostensteigerungen und Verboten im Fokus der weiteren Verhandlungen stehen würden.

„Mobilität und Klimaschutz dürfen kein Widerspruch sein“, betont Hillebrand. Niemand dürfe über steigende Kosten von der Möglichkeit ausgeschlossen werden, mobil zu sein. „Ich hoffe – und gehe angesichts der aktuellen Spritpreissteigerung davon aus, dass ein noch schneller ansteigender CO2-Preis vom Tisch ist.“

Bei der von den Sondierungsparteien in Aussicht gestellten konsequenten Weiterentwicklung des Klimaschutzgesetzes dürfe es im Sinne der Berechenbarkeit und Zuverlässigkeit von Politik weder um einen schnelleren Anstieg des CO2-Preises noch um andere drastische Verteuerungen von Verkehr gehen, so Hillebrand. Es sei wichtig, die Gesamtwirkung auf den Verbraucher im Blick zu halten und nicht nur einzelne Instrumente wie eine City-Maut isoliert zu betrachten. Dazu gehöre auch die politisch in den letzten Jahren bereits beschlossene Verteuerung des Anwohnerparkens in vielen Kommunen.

Für viele Verbraucher fehlten noch Alternativen zum Pkw, mit denen die Menschen emissionsarm unterwegs sein können. Die Pläne der Parteien zu Investitionen in Ladeinfrastruktur, öffentlichen Verkehr und Digitalisierung sowie zur Verbesserung der Mobilität im ländlichen Raum lassen den Willen erkennen, auf dem Weg zu klimaneutraler Mobilität weiter voran zu kommen.

Klimaschutz dürfe nicht aus der Perspektive der Stadt gedacht werden. Insbesondere Menschen auf dem Land, die lange Wege zur Arbeit zurücklegen, müssen entlastet werden. Im Koalitionsvertrag müsse die Anhebung der Entfernungspauschale mit der Anrechenbarkeit ab dem ersten Kilometer festgeschrieben werden, um finanzielle Mehrbelastungen abzufedern.

Unterdessen begrüßt Technikpräsident Schulze das ausdrückliche Bekenntnis zur Technologieoffenheit und die Erwähnung von eFuels als Option für Neufahrzeuge. „Ich erwarte aber, dass die Verhandlungsparteien in einem Koalitionsvertrag eFuels auch für den Pkw-Bestand in den Blick nehmen und Planungssicherheit für die Nutzung von eFuels im Straßenverkehr schaffen.“ Ohne eFuels würden die mittelfristigen Klimaschutzziele nicht zu erreichen sein.

Lars Wallerang / glp

Flughäfen mit abgehobenen Preisen fürs Parken

Parken wird immer teurer. Nicht nur Innenstädte drehen an der Preisschraube. Auch an Flughäfen steigen die Gebühren in die Höhe. Besonders abgehoben beim Kurzparken: der Flughafen Düsseldorf.

Da Parkplätze mit Videotechnologie effizienter und kostensparender bewirtschaftet werden können, hat der Anbieter für Videomanagementsoftware „Milestone Systems“ (www.milestonesys.com) die Parkplatzkosten an Flughäfen sowie von Privatparkplätzen in deren Nähe analysiert. Dabei berücksichtigte das Unternehmen unterschiedliche Kategorien wie das kurzzeitige Abstellen des Autos, einstündiges, eintägiges sowie einwöchiges Parken.

Kurzzeitiges Parken ist in Düsseldorf am teuersten: Wer nicht selbst in den Urlaub fliegt, sondern nur Reisende an einem Flughafen absetzt oder abholt, braucht trotzdem einen Parkplatz, wenn auch nur kurzzeitig. 30-minütiges Parken ist am Flughafen Düsseldorf mit 20 Euro am teuersten.

Gefolgt wird Düsseldorf von Köln / Bonn, wo die 30-minütige Standzeit zwölf Euro kostet. Am Flughafen Hannover hingegen ist das kurzzeitige Parken der Untersuchung zufolge bis zu einer halben Stunde kostenlos. Von den kostenpflichtigen Parkplätzen ist das Abholen und Bringen von Reisenden innerhalb von 30 Minuten in Frankfurt am Main und Dresden mit einem bzw. 1,50 Euro am günstigsten.

Die langzeitige Unterbringung des Autos ist wiederum am Flughafen Frankfurt am Main am teuersten: Mit 210 Euro pro Woche sind die Kosten für das Parken am Flughafen Frankfurt am Main für Flugreisende am höchsten. 56 Euro weniger (154 Euro) kostet der einwöchige Parkplatz in Hamburg. Am Flughafen in Dresden ist das Abstellen des eigenen Autos für den gleichen Zeitraum mit 15 Euro am günstigsten. Auch am Flughafen Leipzig / Halle ist das Parken mit 20 Euro für eine Woche vergleichsweise preiswert.

Bei den meisten Flughäfen kann ein Parkplatz auch schon im Voraus online gebucht werden, was in der Regel günstiger ist. An den Flughäfen mit den teuersten Parkplätzen, Frankfurt am Main und Hamburg, bezahlen Reisende dann nur noch 88 Euro statt 210 Euro bzw. 73 Euro statt 154 Euro.

Private Alternativen sind meist günstiger als die offiziellen Parkplätze der Flughäfen

Das Auto für eine Woche direkt am Flughafen stehenzulassen und in den Urlaub zu fliegen, kostet in Deutschland am Parkscheinautomaten durchschnittlich 78,54 Euro. Um viele Flughäfen gibt es inzwischen aber Privatparkplätze als Alternative, die Reisende ebenfalls nutzen können. Hier kostet das Parken für eine Woche durchschnittlich 43,75 Euro, also ca. 35 Euro weniger, ist aber auch mit längeren Wegen oder gar Shuttlefahrten zu den Terminals verbunden.

In Stuttgart und Köln / Bonn bezahlen Reisende für die Nutzung von alternativen Parkplätzen mit ca. 65 Euro für eine Woche am meisten. Gefolgt werden die Städte von Hamburg mit 63 Euro. Am günstigsten sind alternative Parkmöglichkeiten am Flughafen Leipzig / Halle mit 28 Euro für eine Woche. In Bremen bezahlen Parkende auf privaten Parkplätzen 30 Euro.

„Parkraum ist in vielen Großstädten sowie an Flughäfen und Bahnhöfen stark begrenzt“, sagt Ulf Hüther von Milestone Systems über die Ergebnisse der Untersuchung. Videotechnologie könne dabei unterstützen, Parkraum effizienter zu bewirtschaften, was wiederum auch einen positiven Einfluss auf die Parkgebühren haben könne.

„Eine intelligente Parkraumbewirtschaftung mit Videotechnologie kann zudem die Suche nach einem passenden Parkplatz verkürzen, was weniger Verkehr und damit weniger Schadstoffe bedeutet“, erklärt Hüther. Nicht zuletzt komme eine derartige Verbesserung der Bewirtschaftung auch den Endverbrauchern in dem Sinne zugute, dass sie sich durch die ausbleibende Suche viel Stress sparen.

Lars Wallerang / glp

Wirtschaft überwindet nur langsam die Corona-Krise

Eine Gemeinschaftsstudie führender Wirtschaftsinstitute verbreitet vorsichtigen Optimismus: Die Wirtschaftskrise werde überwunden – wenn auch nur allmählich. An der Analyse beteiligt sind: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München in Kooperation mit der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich, Institut für Weltwirtschaft (IfW) Kiel, RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Kooperation mit dem Institut für Höhere Studien Wien.

„Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist nach wie vor von der Corona-Pandemie gekennzeichnet“, heißt es in dem Bericht. Eine vollständige Normalisierung Kontakt-intensiver Aktivitäten sei kurzfristig nicht zu erwarten. Außerdem würden Lieferengpässe vorerst das Verarbeitende Gewerbe behindern. „Im Verlauf des Jahres 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder die Normalauslastung erreichen.“ Gemäß Prognose der Institute steige das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 2,4 Prozent und werde im Jahr 2022 um 4,8 Prozent zulegen.

Nachdem neue Infektionswellen die Erholung im Winterhalbjahr 2020/2021 verzögert hatten, steige das Bruttoinlandsprodukt seit dem Abebben des Infektionsgeschehens im Frühjahr deutlich. Allerdings behindern im Verarbeitenden Gewerbe Lieferengpässe bei Vorprodukten die Produktion, so dass nur die konsumnahen Dienstleistungsbranchen zulegen.

„Im Winterhalbjahr 2021/2022 dürfte die Erholung weiterhin gebremst werden“, heißt es in dem Papier. So sei davon auszugehen, dass in der kalten Jahreszeit die Aktivität im Dienstleistungsbereich auch bei geringem Infektionsgeschehen unter dem sonst üblichen Niveau bleiben werde. Zudem würden die Lieferengpässe die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe vorerst weiter belasten.

Im kommenden Jahr werden die Beeinträchtigungen durch Pandemie und Lieferengpässe nach Einschätzung der Institute allmählich überwunden, so dass die Normalauslastung wieder erreicht wird. „Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 um 2,4 Prozent und im Jahr 2022 um 4,8 Prozent zulegen“, sagt Oliver Holtemöller, Vizepräsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Die Institute rechnen mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um drei Prozent im laufenden Jahr und um 2,5 Prozent im Jahr 2022. Das Defizit der öffentlichen Haushalte dürfte von 4,9 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr auf 2,1 Prozent im Folgejahr zurückgehen. Angesichts der kräftigen Zunahme des nominalen Bruttoinlandsprodukts werde die öffentliche Schuldenstandsquote wohl von 71 Prozent im Jahr 2021 auf 67 Prozent im Jahr 2022 abnehmen.

Zwar dürften die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise mit der Rückkehr zur Normalauslastung allmählich überwunden werden. Allerdings würden die Herausforderungen des Klimawandels und das demografisch bedingt absehbar niedrigere Wirtschaftswachstum zu geringeren Konsummöglichkeiten führen.

Lars Wallerang / glp

Autohandel leidet unter Halbleitermangel

Der Lieferengpass bei Halbleitern bereitet dem Autohandel große Sorgen. Man stehe mit dem Rücken zur Wand, sagt der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK). Hauptprobleme seien verärgerte Kunden, verunsicherte Mitarbeiter und wirtschaftliche Einbußen für die Betriebe.

Der ZDK geht davon aus, dass sich durch die Situation in den nächsten Wochen und Monaten weitere Beeinträchtigungen ergeben und die aktuell große Nachfrage nach Neufahrzeugen nicht annähernd bedient werden kann.

Der Blick auf die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) aus dem vergangenen Monat verdeutlicht die Lage: Mit 197.000 Pkw lagen die Neuzulassungen im September bereits 25,7 Prozent unter dem Vergleichswert im Vorjahresmonat. Das ist der schwächste September-Wert seit 30 Jahren.

„Nicht nur unsere Kollegen haben große Sorge, sondern auch unsere Kunden haben kein Verständnis mehr für unsere Aussagen und Vertröstungen“, betont ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. „Uns laufen nicht nur die Kunden, sondern auch die Verkäufer weg.“ So stehe der Handel vor großen Herausforderungen. Nach dem monatelangen Lockdown zu Beginn des Jahres hätten die Händler auf ein starkes zweites Halbjahr gehofft. Nun fehlten die Umsätze, Bonusziele seien nicht erreichbar, und das komplette Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen sei wohl erst in einigen Monaten abschätzbar.

Der ZDK fordert von den Herstellern eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Handel. Auch diese Krise müsse gemeinsam bewältigt werden. „Es entsteht der Eindruck, dass es Versäumnisse in der Beschaffungspolitik der Hersteller gegeben hat“, so Karpinski. Das wäre nicht akzeptabel. „Der Autohandel in Deutschland brauche eine kurzfristige Perspektive, sonst stünden Existenzen auf dem Spiel.“

Lars Wallerang / glp

So lassen sich Heizkosten senken

Heizen kostet immer mehr Kohle. Die Verbraucherzentrale gibt daher Tipps, wie sich Heizkosten senken lassen.

Jedes Grad weniger spart sechs Prozent: Ist die Raumtemperatur höher als erforderlich, bedeutet das unnötig verbrauchte Energie. „Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch um etwa sechs Prozent“, so Jahn. Eine gemütliche Wärme kann man bereits mit Stufe 3 des Thermostats erreichen. Bei längerer Abwesenheit kann man zusätzlich Energie einsparen, indem man die Raumtemperatur senkt. Dies kann per Hand oder mit programmierbaren bzw. smarten Thermostaten erfolgen.

Ein weiterer Tipp: „Befreien Sie Ihre Heizkörper!“ Diese gehören zwar nicht zu den schönsten Accessoires in Wohnräumen. Damit sie effizient heizen, sollten sie trotzdem nicht hinter Verkleidungen, Vorhängen oder Möbeln versteckt werden. Die Raumluft sollte die Heizkörper gut umströmen können. Möbel haben am besten einen Abstand von mindestens 30 Zentimetern.

Tipp drei: „Entlüften Sie die Heizung!“ Gluckert ein Heizkörper, könnte sich Luft im Heizsystem befinden. Mit einem Entlüfter-Schlüssel lässt sich schnell und unkompliziert die Luft aus warmen Heizkörpern entfernen. Ist der Heizkörper wieder komplett mit Wasser gefüllt, wird weniger Energie gebraucht, um ihn zu erwärmen. Sollte die Heizung auch nach dem Entlüften noch gluckern, hilft ein Fachbetrieb weiter.

Tipp vier: „Stellen Sie Ihre Heizungsanlage passend ein!“ Viele Heizungen werden über Jahre in der ausgelieferten Werkseinstellung betrieben. Das führt zu einem um zehn bis fünfzehn Prozent zu hohen Energieverbrauch, da die Vorlauftemperatur höher als erforderlich ist. „Je niedriger die Vorlauftemperatur im Heizsystem, desto geringer ist der Wärmeverlust“, so der Verbraucherschützer.

Tipp fünf: Heizung hydraulisch abgleichen lassen. Der hydraulische Abgleich reduziert sowohl die Wärmeverluste der Heizung als auch den Stromverbrauch für die Heizungspumpe. Hierzu stellt ein Fachbetrieb die Heizung so ein, dass die Wärme gleichmäßig in der Wohnung oder dem Haus verteilt wird. Das spare Energie und werde auch noch mit 20 Prozent durch den Staat gefördert, erläutern die Verbraucherschützer.

Lars Wallerang / glp

PKW-Haftpflicht zwölf Prozent günstiger als im Sommer

Während der durchschnittliche Haftpflichtbeitrag einer Kfz-Versicherung im Juli noch bei 325 Euro lag, sind es jetzt, wie eine aktuelle Auswertung des Vergleichsportals Check24 ergibt, nur 286 Euro. Damit lag der Wert im September 2021 bereits sechs Prozent unter dem Preis des Vorjahresmonats (305 Euro). Als Grund für den Preisrückgang vermutet Check24 den Wettbewerb um Wechselwillige zum Ende der Kündigungsfrist zum 30.November.

„Wir beobachten jedes Jahr, dass die Preise für die Kfz-Versicherung bis kurz vor dem Wechselstichtag am 30. November fallen“, sagt Dr. Rainer Klipp, Geschäftsführer Kfz-Versicherungen bei CHECK24. „Versicherer versuchen, neben den Leistungen auch durch attraktive Preise wechselwillige Kunden und Kundinnen zu gewinnen.“ Man gehe davon aus, dass die Preise im Laufe des Oktobers und Novembers noch weiter sinken werden.

Wie sich die Coronapandemie auf die Preise im aktuellen Wechselgeschäft auswirken wird, sei aber noch unklar. Im Sommer des aktuellen Jahres lagen die Preise für Kfz-Versicherungen zwischen sechs und sieben Prozent unter dem Preisniveau von 2019, so Check 24.

„Die Versicherer mussten im vergangenen Jahr durch eine geringere Fahrleistung in der Coronapandemie weniger Unfälle regulieren und gaben diese Ersparnis teilweise an ihre Kunden und Kundinnen weiter“, erklärt Klipp. „Ob der Trend auch für das Jahresendgeschäft anhält, ist ungewiss, da zuletzt z. B. durch Flut oder Hagel die Elementarschäden und damit auch die Kosten für Versicherer zugenommen haben.“

Solveig Grewe / glp

So heizen Sie am effizientesten

Die Heizperiode steht in den Startlöchern. Bei den angespannten Energiepreisen fragen sich Verbraucher, wie sie am effizientesten heizen und lüften – und dabei Kosten sparen können. Der Deutsche Verband Flüssiggas (DVFG) gibt Tipps.

Beim effizienten Heizen irrt der Spruch: Viel hilft viel. Denn es ist deutlich energiesparender, konstant auf niedriger oder mittlerer Stufe zu heizen, als ständig zwischen „voll aufdrehen“ und „ganz abdrehen“ zu wechseln. Das gilt insbesondere bei schlecht gedämmten Bestandsgebäuden. „Wer sein Thermostat maximal aufdreht, heizt damit die Wohnung nicht automatisch in kürzerer Zeit“, sagt Markus Lau, Technikexperte beim DVFG. „Viel effizienter ist es, sich für eine Raumtemperatur zu entscheiden – und diese konstant zu halten. Das verringert das Risiko, durch häufiges Hoch- und Runterdrehen der Heizung unnötig viel Energie und damit Heizkosten zu verbrauchen.“ Sein Tipp: In Wohnräumen das Thermostat immer zwischen den Werten 1,5 und 3,5 belassen – also auf mittlerer Stufe. Wer die Wohnung für einige Stunden verlässt, sollte die Heizung nicht vollständig abschalten, sondern nur etwas herunterdrehen.

Auch beim Lüften im Herbst sollte nichts dem Zufall überlassen werden. Das Wichtigste zuerst: Lüften ist auch bei nasskaltem Herbstwetter Pflicht. Denn regelmäßige Frischluft sorgt für ein angenehmes Raumklima, beugt Schimmelbildung vor und spart Energiekosten. „Am besten drei- bis viermal am Tag für etwa zehn Minuten Stoßlüften oder idealerweise sogar Querlüften, also gegenüberliegende Fenster öffnen und Frischluft reinlassen“, rät Lau.

Selbst wenn es regnet und draußen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, gilt es, diese Lüftungsstrategie zu befolgen. Denn wird frische „feuchte“ Luft hereingelassen, sinkt durch deren Erwärmung auch die im Raum vorhandene Feuchtigkeit schnell ab. Hingegen nicht zu empfehlen im Herbst: Dauerlüften mit gekippten Fenstern. „Im Fensterbereich besteht ansonsten das Risiko, dass sich die Wände abkühlen und feucht werden. Die Heizung müsste mit hohem Aufwand dagegen arbeiten. Ein echter Energiefresser, der durch richtiges Lüften einfach vermieden werden kann“, sagt Lau.

Doch wie sollte man heizen, wenn gerade frische Luft benötigt wird? Wer keine Heizenergie verschwenden möchte, sollte es vermeiden, nach draußen zu heizen. „Bei geöffneten Fenstern also die Thermostate der Heizkörper immer komplett zudrehen“, sagt Lau. Der Grund: Sind die Thermostate beim Lüften noch aufgedreht, führt die einströmende kalte Luft dazu, dass sich die Heizkörper zu stark aufheizen. Die Konsequenz: Der Energieverbrauch ist höher, als er sein müsste – unnötig hohe Heizkosten die Folge. Daher beim Lüften Thermostate immer komplett zudrehen.

Andreas Reiners / glp

Homeoffice: Größere Identifikation mit Arbeitgeber

Homeoffice wird auch bedingt durch die Coronakrise immer wichtiger. Der Trend zur Arbeit in den eigenen vier Wänden dürfte sich auch ohne Pandemie fortsetzen. Wer im Homeoffice arbeitet, identifiziert sie sich zudem stärker mit dem Unternehmen. Das gilt besonders für diejenigen, die Arbeit und Freizeit gut auseinanderhalten können. Damit das gelingt, ist Fairness im Verhältnis zum Vorgesetzten wichtig. Umgekehrt sinkt die Bereitschaft, sich für den Arbeitgeber zu engagieren, wenn Beschäftigte die Erfahrung machen, dass die Grenze zwischen Beruflichem und Privatem im Homeoffice verschwimmt.

Das ist das Ergebnis einer Studie von Dr. Yvonne Lott, Forscherin am Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, und Prof. Dr. Anja Abendroth von der Universität Bielefeld. Lott und Abendroth haben dafür Befragungsdaten aus dem Linked Personal Panel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ausgewertet. Die Daten stammen aus der Befragungswelle von 2014/15. Eine Verzerrung durch Sondereffekte der Coronakrise, als ein großer Teil der Beschäftigten zeitweise von zu Hause arbeiten musste, ist damit ausgeschlossen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Unternehmen in Deutschland mit mehr als 50 Beschäftigten.

Knapp 16 Prozent aller Beschäftigten haben zum Zeitpunkt der Befragung zumindest zeitweise von zu Hause aus gearbeitet. Der Studie zufolge fiel ihre Identifikation mit dem Arbeitgeber im Schnitt höher aus als bei Beschäftigten, die keine Möglichkeit haben, im Homeoffice zu arbeiten. Allerdings gibt es unter den Beschäftigten im Homeoffice große Unterschiede: Etwa die Hälfte gibt an, dass sich ihre Work-Life-Balance durch Heimarbeit verbessert. Das wiederum kann sich positiv auf die Motivation auswirken – und auf die Identifikation mit dem Arbeitgeber. Die andere Hälfte der Beschäftigten im Homeoffice macht eine gegenteilige Erfahrung: Für sie verschwimmt die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit, etwa weil sie ständig erreichbar sein müssen oder weil sie das Gefühl haben, besonders viel und lange arbeiten zu müssen, um zu beweisen, dass sie im häuslichen Umfeld produktiv sind. Letztlich kann darunter die Identifikation mit dem Unternehmen leiden.

Ob die Beschäftigten positive oder negative Erfahrungen im Homeoffice machen, hängt eng zusammen mit den Arbeitsbeziehungen im Unternehmen. Sind diese von Fairness geprägt, haben Beschäftigte seltener das Gefühl von Entgrenzung. Ein Mangel an Fairness bewirkt das Gegenteil.

Unternehmen müssten die Interessen der Beschäftigten in Bezug auf Homeoffice stärker berücksichtigen, so die Wissenschaftlerinnen. Außerdem müsse ein vertrauenswürdiges und faires Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern gefördert werden. Entscheidend sei, dass beide Seiten von der gewonnenen Flexibilität profitieren. Dies sei auch wichtig, um Arbeitskräfte zu halten. Denn: Sinkt die Identifikation mit dem Arbeitgeber, steigt das Risiko einer Kündigung. „Angesichts der zunehmenden Forderungen der Arbeitnehmer nach Vereinbarkeit, ist zu erwarten, dass mitarbeiterorientierte Flexibilität eine noch wichtigere Rolle spielen wird“, analysiert Lott.

Andreas Reiners / glp