Der Einfluss der Präsidenten auf die US-Börsen

Joe Biden hat den Erfolg an die Wall Street zurückgebracht. Seit der Amtseinführung der neuen US-Präsidenten verzeichnete der Dow Jones ein Plus von 10,12 Prozent. Noch nie hatten die ersten 100 Tage einer Präsidentschaft positivere Auswirkung auf den Dow Jones.

Beim S&P 500 sieht es ähnlich aus: Die Verbesserung um 10,86 Prozent seit Amtseinführung ist ebenfalls beispiellos. Das Finanzportal Aktien-Depot.de (www.aktien-depot.de) weiß, welche Präsidentschaft seit 1961 den positivsten Effekt auf die wichtigen Aktienindizes der USA hatte. In einer aktuellen Analyse hat das Unternehmen die Kurse des Dow Jones und S&P 500 nach einem, zehn und 100 Tage im Amt sowie nach der ersten und zweiten Amtszeit erfasst und die prozentuale Entwicklung im Vergleich zum Vorabend der Vereidigung ermittelt.

Am Tag nach der Amtseinführung von Präsident Joseph Biden reagierte der Dow Jones mit einem Plus von 0,83 Prozent – seit über 60 Jahren schien sich keine Vereidigung derart positiv auf den Aktienindex auszuwirken. Den zweit- und drittbesten Sofort-Effekt hatten die Vereidigungen von Donald Trump und John F. Kennedy: Im Januar 2017 und 1961 stiegen die Kurse um 0,48 bzw 0,32 Prozent. Die schlechteste Entwicklung im Vergleich zum Vortag erfuhr der Dow Jones nach dem Amtsantritt von Barack Obama: 2009 sank der Kurs um 4,01 Prozent.

Der Dow Jones stieg in den letzten 100 Tagen von 30.930,52 auf 34.060,36 Punkte – eine Verbesserung von 10,12 Prozent. Noch nie hatte eine präsidiale 100-Tage-Bilanz einen positiveren Effekt auf den Dow Jones wie unter Biden.

Ähnliche Bullenmärkte konnten George Bush Sr. und JFK vorweisen: Unter ihnen kletterte der Dow Jones um 7,86 und 7,07 Prozent. Die mit Abstand wirtschaftlich schlechteste 100-Tage-Bilanz ließ sich unter Gerald Ford erfassen: 1974 fielen der älteste noch bestehende Aktienindex der USA um 20,38 Prozent.

Keine erste Amtszeit hatte auf Dow Jones sowie S&P 500 einen besseren Effekt als Bill Clintons erste Legislaturperiode: Der Dow Jones stieg um 110,19 Prozent, während der S&P 500 um 78,5 Prozent zulegte. Obamas erste Amtszeit konnte in Bezug auf den Dow Jones ein 64,83 prozentiges Wirtschaftswachstum vorweisen – Platz zwei des Rankings.

Donald Trump dagegen, der sich stets mit der Entwicklung der Märkte brüstete, erwirkte nach vier Jahren im Amt einen deutlich geringeren Anstieg als sein Vorgänger: Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten erreichte nur ein Plus von 58,06 Prozent und landet damit auf Platz drei.

Am meisten litt der Aktienkurs des Dow Jones unter der ersten Amtszeit von Richard Nixon: Zwischen 1969 und 1973 verlor dieser, laut Aktien-Depot.de, 12,98 Prozent.

Auch nach der zweiten Amtszeit konnte Bill Clinton das größte Wachstum vorweisen: Zwischen 1997 und 2001 stieg der Dow Jones um weitere 115 Prozent, sodass sich der Kurs des Aktienindex unter Clinton insgesamt um 225,17 Prozent verbesserte. Bei George W. Bush sah es schlechter aus: Am letzten Tag seiner Präsidentschaft lag der Dow Jones 24,92 Prozent unter dem Niveau des Vorabends seiner Vereidigung. Auf den Aktienkurs unter der Regierung von Bush Junior nahm vor allem die Weltfinanzkrise von 2007 starken Einfluss.

Ralf Loweg / glp

Einzelhandel in Deutschland im März mit starkem Plus

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im März 2021 nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 7,7 % und nominal (nicht preisbereinigt) 7,4 % mehr umgesetzt als im Februar 2021. Dies war sowohl real als auch nominal das zweitstärkste Umsatzplus gegenüber einem Vormonat seit Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie in Deutschland im März 2020. Im Vergleich zum Vorkrisenmonat Februar 2020 war der Umsatz im März 2021 kalender- und saisonbereinigt real 4,4 % höher. meldete das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag.

Ohne Kalender- und Saisonbereinigung stieg der Einzelhandelsumsatz im März 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2020 real um 11,0 % und nominal um 12,3 %. Dies war real und nominal der stärkste Umsatzanstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994. Der März 2021 hatte mit 27 Verkaufstagen allerdings einen Verkaufstag mehr als der März 2020.

Umsatz in allen Branchen höher als im Lockdown-Monat März 2020 

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im März 2021 real 2,9 % und nominal 4,6 % mehr um als im März 2020. Der Umsatz der Supermärkte, SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte lag dabei real 3,1 % und nominal 4,7 % über dem des Vorjahresmonats. Der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (wie zum Beispiel der Facheinzelhandel mit Obst und Gemüse, Fleisch, Backwaren oder Getränken) setzte im entsprechenden Vergleich real 1,4 % und nominal 3,7 % mehr um.

Deutliche Steigerungen gab es im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln. Hier waren die Umsätze im März 2021 real 17,5 % und nominal 18,4 % höher als im Vorjahresmonat. Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren sowie der Einzelhandel mit Waren verschiedener Art (zum Beispiel Waren- und Kaufhäuser) verzeichnete ein Umsatzplus von real 27,7 % beziehungsweise 23,0 % gegenüber März 2020, in dem viele Geschäfte in der zweiten Monatshälfte geschlossen waren. Ebenso war der Umsatz im Handel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf real 16,6 % höher im Vergleich zu März 2020.

Die höchste Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat gab es im Internet- und Versandhandel mit einem Anstieg von real und nominal 42,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch dieser Anstieg war real und nominal der stärkste gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994.

red

Direktbanken: Vergleichen lohnt sich

Die durchschnittliche Tagesgeld-Verzinsung von 0,002 Prozent bei Direktbanken ist kaum renditestärker als ein Sparstrumpf. Trotzdem bieten die Institute oft gute Konditionen, etwa im Zahlungsverkehr, bei Ratenkrediten und Baufinanzierung. Dass sich ein Vergleich lohnt, zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ).

Die sieben untersuchten Direktbanken verfehlen nur knapp ein gutes Gesamtergebnis. Sowohl bei den Konditionen als auch beim Aspekt Sicherheit, etwa in puncto Legitimationsverfahren, schneidet die Branche positiv ab. Die Serviceleistungen zeigen dagegen einige Schwächen und erreichen insgesamt nur ein befriedigendes Niveau. Teilweise liegt die Tücke im Detail. So sind einige Konten und Depots nur zu bestimmten Bedingungen ohne Grundgebühr, beispielsweise bei einem regelmäßigen monatlichen Geldeingang oder einem monatlichen Orderminimum.

Im Bereich Brokerage lohnt der Vergleich des Kostenfaktors Ordergebühren: Je nach Ordervolumen kassiert die teuerste Direktbank gegenüber dem günstigsten Anbieter im Einzelfall mehr als das Dreieinhalbfache.

Nur zwei Direktbanken bieten einen guten Service; insgesamt schneidet die Branche befriedigend ab. Die Domäne ist der Online-Service, wobei die Websites mehrheitlich mit Nutzerfreundlichkeit und hohem Informationsgehalt punkten können. Der Service per E-Mail ist zumindest befriedigend, dagegen zeigen sich an den Hotlines größere Defizite: Lange Wartezeiten sowie oft unvollständige und wenig individuelle Informationen prägen das Bild. An Kompetenz mangelt es jedoch nicht – im Test beantworten die Berater die Fachfragen der Interessenten ausnahmslos korrekt.

Die Comdirect geht mit dem Qualitätsurteil „gut“ als Testsieger aus der Studie hervor. Die Commerzbank-Marke bietet den insgesamt besten Service. Dafür sorgen der ausgesprochen gute Online-Service sowie die zuverlässige E-Mail-Bearbeitung. Rang zwei nimmt die 1822direkt (Qualitätsurteil: „gut“) ein. Der telefonische Service ist führend: Alle Gespräche kommen im ersten Kontaktversuch zustande und die Berater antworten stets korrekt und inhaltlich verständlich.

Den dritten Rang belegt die DKB Deutsche Kreditbank, ebenfalls mit dem Qualitätsurteil „gut“. Die Direktbank ist Konditionensieger und platziert sich gleich in den drei Teilbereichen auf Rang eins: Zahlungsverkehr, Tagesgeld sowie Ratenkredit.

Rudolf Huber / glp

Deutsche Wirtschaft: Der Optimismus überwiegt

 Corona und kein Ende: Die Pandemie hat bundesweit tiefe Spuren hinterlassen. Für rund drei Viertel der über 2.800 Unternehmen, die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zwischen Ende März und Mitte April befragt hat, hat sich die aktuelle Geschäftslage im Vergleich zum Frühjahr 2020 nicht verbessert. Ein Drittel sieht sich sogar in einer schlechteren Situation als vor einem Jahr. Dennoch gibt es bei den Erwartungen für das Gesamtjahr 2021 mehr Optimisten als Pessimisten.

40 Prozent der befragten Firmen planen im Vergleich zum Vorjahr mehr zu produzieren, nur 24 Prozent weniger. Knapp 30 Prozent wollen Personal einstellen, ein Drittel will mehr investieren. „Im Hier und Jetzt kämpfen die Unternehmen weiterhin mit den vielfältigen Beschränkungen“, sagt IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. „Allerdings sorgen die fortschreitenden Impfungen dafür, dass die Unternehmen überwiegend zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte schauen.“

Vor allem exportorientierte Firmen sind im Aufwind. Getragen werden sie von der erstarkenden Konjunktur in den USA und in China. Im Dienstleistungssektor herrscht dagegen Niedergeschlagenheit, weil die meisten Geschäfte weiterhin geschlossen sind: 36 Prozent der Dienstleister sehen sich in einer noch schlechteren Position als während des ersten Lockdowns, nur 18 Prozent empfinden die Situation als besser. Aber auch hier hellt sich die Lage auf – weit mehr als ein Drittel erwartet für das Gesamtjahr 2021 ein Plus und nur noch ein Viertel ein Minus.

Rudolf Huber / glp

Fast jeder zehnte Erwerbstätige arbeitet mehr als 48 Stunden pro Woche

In der Corona-Pandemie hat die Debatte über eine Entgrenzung von Arbeit und Privatleben an Fahrt aufgenommen. Schon vor Ausbruch der Pandemie waren überlange Arbeitszeiten bei Beschäftigten in Deutschland keine Seltenheit: Fast jede zehnte in Vollzeit erwerbstätige Person (9,7 %) gab 2019 an, gewöhnlich mehr als 48 Stunden pro Woche zu arbeiten, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai mitteilt. Das Ausmaß überlanger Arbeit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert: 1991 betrug der Anteil der betroffenen Erwerbstätigen 10,3 %.

Selbstständige und Führungskräfte besonders oft von überlangen Arbeitszeiten betroffen

Einzelne Gruppen von Erwerbstätigen sind unterschiedlich stark von überlangen Arbeitszeiten betroffen. Für Selbstständige gehören lange Arbeitstage besonders häufig zum Alltag: Nahezu die Hälfte (46,3 %) arbeitete gewöhnlich mehr als 48 Stunden in der Woche. Der Anteil war allerdings 1991 deutlich höher: 61,4 %. Im selben Zeitraum stieg der Anteil von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit überlangen Arbeitstagen von 4,9 % auf 5,4 % im Jahr 2019. Hier waren es zuletzt vor allem Führungskräfte, die sehr lange arbeiteten: Auf fast jede dritte (30,3 %) traf dies zu.

Wochenarbeitszeit aller Erwerbstätigen durch mehr Teilzeit auf 34,8 Stunden gesunken

Trotz der anhaltenden öffentlichen Diskussion über eine Verkürzung der Arbeitszeit hat sich diese für Vollzeiterwerbstätige in den vergangenen Jahrzehnten kaum verringert. 2019 arbeiteten diese im Schnitt 41,0 Stunden pro Woche – 1991 waren es noch 41,4 Stunden. Durch die wachsende Zahl von Teilzeitbeschäftigten ist die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller Erwerbstätigen seit 1992 allerdings deutlich zurückgegangen: 2019 lag sie bei 34,8 Stunden, das waren fast vier Stunden weniger als 1991 (38,4 Stunden). Teilzeitbeschäftigte arbeiteten zuletzt durchschnittlich 19,5 Stunden pro Woche.

18 % der Erwerbstätigen waren regelmäßig abends im Einsatz

Eine regelmäßige Beschäftigung in den Abend- und Nachtstunden oder am Wochenende – zu Zeiten also, in denen die Mehrheit der Erwerbstätigen ihre Freizeit genießt – kann als zusätzliche Belastung empfunden werden. Der Anteil der Erwerbstätigen, die regelmäßig abends zwischen 18 und 23 Uhr arbeiten, hat in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen. Im Jahr 2019 arbeitete fast jede fünfte erwerbstätige Person regelmäßig abends (18,1 %). In der Gruppe der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war der Anteil mit 16,7 % etwas geringer. Unter den Selbstständigen mit Beschäftigten machte dagegen 2019 mehr als ein Drittel regelmäßig spät Feierabend (39,0 %).

Ein deutlich einheitlicheres Bild zeigt sich beim Anteil der Erwerbstätigen, die regelmäßig nachts arbeiten: 2019 machten sowohl unter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als auch unter den Selbstständigen mit Beschäftigten arbeitete jede beziehungsweise jeder zwanzigste regelmäßig oder ständig nachts (4,9 % beziehungsweise 5,1 %).

Nahezu jede vierte erwerbstätige Person arbeitete regelmäßig samstags

Die Arbeitszeiten in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur stärker in die Abendstunden verlagert –  auch die Arbeit am Wochenende ist inzwischen verbreiteter als vor 30 Jahren. Nahezu jede beziehungsweise jeder vierte Erwerbstätige (24,1 %) arbeitete 2019 regelmäßig an Samstagen; der Sonntag war zuletzt für etwa jede achte erwerbstätige Person (12,8 %) regelmäßig ein Arbeitstag. Vor allem Selbstständige sind am Wochenende im Einsatz: Mehr als die Hälfte der Selbstständigen mit Beschäftigten (54,2 %) arbeiteten 2019 am Samstag. Bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern waren es 21,8 %. Sonntags ging gut jede vierte selbstständige Person ihrer Erwerbstätigkeit nach (26,4 %), bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nur gut jede zehnte (11,7 %).

21 % der Erwerbstätigen in Deutschland konnten ihre Arbeitszeit völlig frei einteilen

Eine flexiblere Ausgestaltung der Arbeitszeit ist gerade in Corona-Zeiten für viele Erwerbstätige wünschenswert, beispielsweise angesichts zeitweise geschlossener Schulen und Kindergärten. Vor Ausbruch der Pandemie im Jahr 2019 gab nahezu jede zweite erwerbstätige Person zwischen 15 und 74 Jahren in Deutschland an, sich ihre Arbeitszeit flexibel einteilen zu können: 21 % konnten komplett frei über ihre Arbeitszeit verfügen, weitere 28 % zumindest teilweise. Damit müssen sich Erwerbstätige in Deutschland seltener nach vorgegebenen Arbeitszeiten richten als in anderen Staaten der Europäischen Union: Im EU-Durchschnitt war zuletzt für 61 % der Erwerbstätigen die Arbeitszeit durch Arbeitgeber, oder andere Regelungen vorgegeben. Nur 18 % der Erwerbstätigen konnten völlig frei über Beginn und Ende der eigenen Arbeitszeit entscheiden, 21 % zumindest teilweise.

red

 

Photovoltaik: Auch Ost- und Westdächer sind geeignet

Der Wirkungsgrad steigt, die Preise sinken: Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auf dem Dach ist für viele Hausbesitzer sinnvoll und rentabel. Doch manche meinen, dass ihr Ost-West-Dach ungeeignet ist. Stimmt aber nicht, so die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Zwar erzielt eine Ausrichtung nach Süden den höchsten Sonnenertrag, aber moderne Anlagen funktionieren auch mit Abweichungen von bis zu 30 Prozent in Richtung Osten oder Westen. Ein Dach muss also keine perfekte Südausrichtung besitzen, damit die Solaranlage effektiv arbeitet.

„Ost- und Westdächer passen besser zum typischen Verbrauchsverhalten eines Privathaushalts. Denn hier liefern die Module in den Morgen- und Abendstunden Strom – dann, wenn in den meisten Haushalten mehr Energie als sonst benötigt wird“, erklärt Tina Götsch, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Tagsüber sind die Familienmitglieder in der Regel nicht zu Hause. Folglich ist in dieser Zeit der Energiebedarf vergleichsweise niedrig. Der Großteil des auf Süddächern produzierten Solarstroms fließt somit ins öffentliche Netz. Dafür gibt es derzeit für Anlagen bis zehn Kilowatt Spitzenleistung 7,91 Cent pro Kilowattstunde als Einspeisevergütung.

„Da wird es interessanter, den Strom der Photovoltaikanlage selbst zu verbrauchen. Denn der Strom vom Dach liegt angesichts stark gesunkener Preise für Photovoltaik-Module mittlerweile nur noch bei zehn bis 13 Cent pro Kilowattstunde, wenn die Anschaffungskosten und die geplante Nutzungsdauer pro Kilowattstunde runter gerechnet werden“, so Götsch. Im Gegensatz dazu stelle der Energieversorger knapp 30 Cent für jede bezogene Kilowattstunde in Rechnung. Damit seien Ost- und vor allem Westdächer für Solaranlagen sehr attraktiv und versprächen eine gute Rendite.

Rudolf Huber / glp

Vorsicht beim digitalen Bezahlen

Digitale Bezahlsysteme etwa beim Online-Shopping sind vergleichsweise sicher, weil sich alle Zahlungsdienstleister gesetzlich an hohe Schutzmaßnahmen halten müssen. Trotzdem rät die Verbraucherzentrale Bayern zur Vorsicht.

Ein Grund: Bei der Anmeldung müssen Verbraucher sensible Daten wie die Konto- oder Kreditkartennummer hinterlegen. „Um sich vor Missbrauch zu schützen, sollten Nutzer für den Zugang zu den Bezahlsystemen sichere und lange Passwörter verwenden,“ rät Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern.

Einige Zahlungsdienstleister bieten einen eigenen Käuferschutz an. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Leistung, die gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Deshalb gelten die jeweiligen Bedingungen des Anbieters. „Verbraucher sollten genau prüfen, welche Fälle der angebotene Käuferschutz tatsächlich umfasst,“ so die Expertin. „Meist beschränkt sich ein solcher Schutz auf Situationen, in denen die Ware nicht ankommt oder das falsche Produkt geliefert wird.“

Wenn es Probleme bei einem Online-Kauf gibt, ist es empfehlenswert, sich erst an den Händler zu wenden. Käufer sollten sich aber nicht hinhalten lassen, um Fristen bei Zahlungsdienstleistern nicht zu versäumen.

Zusätzlich ist es ratsam, den jeweiligen Betreiber des Bezahlsystems zu informieren. „So kann eine Zahlungsforderung ausgesetzt werden, bis die Angelegenheit geklärt ist“, sagt Halm.

Rudolf Huber / glp

Die 25-Top-Firmen in Deutschland

Sie ist ein Who-is-Who der deutschen Wirtschaft: die Liste der 25 Top Companies in Deutschland. Das Netzwerk LinkedIn hat sie jetzt zum vierten Mal erstellt. Auf die ersten Plätze schaffen es in diesem Jahr Siemens, der Volkswagen Konzern, Adidas, die Hypovereinsbank und Henkel.

Für die Bewertung wurden Faktoren wie Entwicklungsmöglichkeiten, Kompetenzwachstum, Geschlechterstruktur und Unternehmensaffinität betrachtet. Auffällig: Besonders stark schneiden Unternehmen aus Rechnungsprüfung und Unternehmensberatung ab. Ebenfalls im Fokus stehen die Branchen Pharma und Gesundheitswirtschaft. „Auch deutsche Traditionsunternehmen wie Schott, Zeiss oder Claas können punkten“, so LinkedIn. Mit der Auswertung wolle man Arbeitnehmern ein Tool an die Hand geben, um besser beurteilen zu können, bei welchen Firmen sie die besten Chancen auf eine berufliche Weiterentwicklung haben.

Neben den drei Spitzenreitern in den Top Ten: Hypovereinsbank / Unicredit, Henkel, Schaeffler, Accenture, Capgemini, Bosch und PwC. Auch auf den folgenden Plätzen bis Rang 25 findet sich kein Autohersteller mehr – VW nimmt also in dieser Liste eine Alleinstellung ein.

Rudolf Huber / glp

Urlaub 2021: Ein Drittel ist noch unentschlossen

Reisen in Corona-Zeiten ist kompliziert: Im Zweifelsfall steht das Wunsch-Ziel auf der Risikoliste, nach der Rückkehr droht Quarantäne und ob die Impfung noch vor dem Trip stattfinden kann, ist unklar. Trotzdem haben gut 40 Prozent der Deutschen eine Urlaubsreise für 2021 geplant oder sogar bereits gebucht.

Aber: Fast ein Drittel ist noch unentschlossen und für ein Viertel der Deutschen ist Reisen bis zum Jahresende gar kein Thema mehr, sie nennen als wichtigsten Grund die Angst vor einer Infektion mit Covid-19 (58 Prozent). Das ergab eine Befragung von 1.000 Menschen in Deutschland zwischen 18 und 65 Jahren im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland.

Für zwei von drei Befragten (63 Prozent) ist es wichtig, dass klar definierte Storno-Bedingungen für coronabedingte Änderungen ihrer Reise gelten. Ebenso viele geben an, dass sie nur Angebote buchen würden, bei denen sie im Falle einer Stornierung ihr Geld zurückbekommen.

Fast jeder zweite Reisewillige würde seinen Urlaub stornieren, wenn er bei der Rückkehr in Quarantäne müsste (47 Prozent) oder wenn das Reiseziel ein Gebiet mit einem erhöhten Infektions-Risiko wäre (44 Prozent). Ausgangsbeschränkungen und fehlende Gastronomie- und Kulturangebote am Reisezielort sind ebenfalls für 40 Prozent ein triftiger Stornierungsgrund.

Eine klare Tendenz ist beim Lieblings-Reiseland zu erkennen. Auf Platz eins rangiert mit 52 Prozent die Individualreise in Deutschland. 41 Prozent könnten sich auch eine Pauschalreise im eigenen Land vorstellen. Dieser Trend wird sich in Zukunft fortsetzen, so PwC: Gut jeder Zweite ist davon überzeugt, dass der Urlaub im eigenen Land weiter an Bedeutung gewinnen wird. Rund ein Drittel liebäugelt mit einem Ziel innerhalb Europas. Immerhin jeder Vierte zieht in diesem Jahr aber auch das nichteuropäische Ausland in Betracht.

Rudolf Huber / glp

Immobilienpreise steigen weiter

Auch nach der Corona-Krise werden die Preise am deutschen Wohnungsmarkt steigen. So steht es im Postbank Wohnatlas 2021, für den Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) eine Kaufpreisprognose bis 2030 erstellt haben. Ihre Erkenntnis: Vor allem in den und um die urbanen Zentren ist mit weiteren Preisaufschlägen zu rechnen. In mehr als der Hälfte der 401 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte können Haus- und Wohnungsbesitzer davon ausgehen, dass ihre Immobilie bis mindestens 2030 real an Wert gewinnt.

Den mit Abstand stärksten Preisanstieg unter den sogenannten „Big Seven“, den größten deutschen Metropolen, wird Deutschlands ohnehin schon teuerste Stadt erleben: Für München prognostizieren die Experten bis 2030 ein jährliches Plus von real 1,99 Prozent. Im Schnitt rund 8.600 Euro pro Quadratmeter mussten Immobilienkäufer bereits 2020 in der bayerischen Landeshauptstadt investieren.

Auf den Plätzen zwei und drei im Metropolen-Ranking folgen Düsseldorf mit einer durchschnittlichen Steigerungsrate von 1,09 Prozent und Berlin mit 1,07 Prozent. In Frankfurt am Main steigen die Preise bis 2030 jährlich voraussichtlich um 1,02 Prozent. Den langsamsten Anstieg unter den „Big Seven“ dürfte Stuttgart erleben. Laut Prognosen liegt dort das jährliche Plus bis 2030 bei 0,78 Prozent.

Rudolf Hube / glp