Mütter leiden unter der Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat vor allem bei Müttern Spuren hinterlassen. Sie litten während der Pandemie deutlich häufiger unter depressiven Verstimmungen als Väter und fühlten sich häufiger überfordert, wie eine Datenanalyse von rbb|24 basierend auf bundesweiten Erhebungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) ergab.

Während vor der Pandemie 29 Prozent der Mütter in Beziehung und 21 Prozent der alleinerziehenden Mütter angaben, sich manchmal oder häufiger niedergeschlagen und hoffnungslos zu fühlen, waren es in der Pandemie 64 Prozent der Mütter in Beziehungen und 74 Prozent der Single-Mütter. Zum Vergleich: Bei Vätern stieg der Anteil derjenigen mit depressiven Verstimmungen von 33 Prozent auf 48 Prozent.

Dass Mütter in der Pandemie deutlich mehr leiden, überrascht auf den ersten Blick.

Denn zugleich war die Mehrarbeit wie zum Beispiel durch Schul- und Kita-Schließungen vergleichsweise fair zwischen den Geschlechtern verteilt. Mütter mit Partner übernahmen im Schnitt etwa drei Stunden mehr Sorgearbeit und kümmerten sich um Kinder und den Haushalt. Väter mit Partnerin investierten in etwa zweieinhalb Stunden mehr an sogenannter Care-Arbeit.

Der entscheidende Punkt ist aber nach Meinung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, wie viel Care-Arbeit Mütter und Väter jeweils vor der Pandemie leisteten. Während Väter vor der Corona-Krise in etwa drei Stunden Care-Arbeit pro Tag übernahmen, waren es bei Frauen sechs bis sieben Stunden. Bei Müttern mit Partner erhöhte sich so die Sorgearbeit in der Pandemie von gut sieben auf mehr als zehn Stunden pro Tag. Dies führte nach Einschätzung der Sozialpsychologin Theresa Entringer vom DIW zu mehr Erschöpfung und Überforderung. „Wenn ich die achte, neunte oder zehnte Stunde den Haushalt schmeiße, ist das nicht dasselbe, wie wenn ich fünf bis sechs Stunden mithelfe statt zwei oder drei Stunden“, so Entringer.

Entringer fordert darum, das Psychotherapieangebot speziell für Frauen auszubauen. Entringer und andere Forscherinnen warnen zudem ausdrücklich davor, dass für die Schulen und Kitas im Herbst und Winter andere Lösungen als Homeschooling gefunden werden müssten als letztes Jahr. Sonst drohe einer ganzen Generation von Müttern der Burnout.

Andreas Reiners / glp

Augen auf beim Immobilienkauf

Der Wunsch nach einer eigenen Immobilie ist bei den Deutschen weit verbreitet, denn ein Eigenheim ist derzeit die beliebteste Kapitalanlage. Negativzinsen für Bankguthaben und niedrige Zinsen für Immobilienkredite machen sie attraktiv, aber auch die Corona-Pandemie und Arbeit im Home Office haben den Wunsch nach den eigenen vier Wänden nochmals gesteigert. Trotzdem sollte jedes Haus vor dem Kauf eingehend geprüft werden. Denn übersehene und kaschierte Feuchteschäden, Schimmel & Co. können im Nachhinein teuer werden.

Das knappe Angebot auf dem Immobilienmarkt führt nicht nur zu steigenden Preisen, sondern manchmal auch zu „Schnellschüssen“ beim Kauf. Dabei sind gerade bei Bestandsbauten ein klarer Blick und die Prüfung durch einen Gutachter empfehlenswert. Denn neben schlechter Energieeffizienz, Schadstoff- und Asbestbelastung versteckt sich in vielen Altbauten häufig ein weiteres Problemfeld: Feuchteschäden. Diese relativieren nicht nur den objektiven Wert einer Immobilie. „Gerade bei Feuchteschäden und Schimmel sind zusätzlich subjektive Ängste potentieller Käufer absolut ein Thema“, weiß Kai Enders, Vorstandsmitglied der international tätigen Immobiliengruppe Engel & Völkers.

Werden Feuchteschäden vom Verkäufer des Objekts benannt oder während des Verkaufsprozesses festgestellt, ist der Makler gehalten, das sofort zu thematisieren. „An dieser Stelle schalten wir sinnvollerweise einen Gutachter ein, der den Schaden genau bewerten und die konkreten Sanierungskosten beziffern kann“, so Kai Enders. „Wir empfehlen, den Sanierungsbedarf bei der Kaufpreisbindung fair zu berücksichtigen und dann dem Käufer die Beseitigung in Eigenregie zu überlassen.“ So hat dieser die Möglichkeit, mit einem Unternehmen seiner Wahl eine für ihn passende Sanierung ausführen zu lassen.

Bis etwa ins Jahr 1970 war es üblich, Gebäude mit Streifenfundamenten und ohne durchgehende Bodenplatte direkt ins Erdreich zu gründen. „Daher kann die Feuchtigkeit aus dem Boden ungehindert im Mauerwerk kapillar aufsteigen. Horizontalsperren, die das verhindern könnten, sind meist nicht vorhanden“, analysiert Dipl.-Ing. Thomas Molitor von Isotec, einer Unternehmensgruppe mit der Spezialisierung auf Feuchte- und Schimmelschäden. Ähnlich verhält es sich beim Thema Außenabdichtung des Mauerwerks: In der Regel ist sie gar nicht vorhanden oder, falls doch, oft beschädigt. Durch diese „Achillesfersen“ dringt dann ungehindert Feuchtigkeit ins Mauerwerk ein. „Erst nach genauer Identifizierung der konkreten Ursachen sollte das jeweilige Problem passgenau behoben werden“, betont Molitor. „Mit einer nachträglichen Horizontalsperre bei kapillar aufsteigender bzw. einer Außen- oder Innenabdichtung bei seitlich eindringender Feuchtigkeit.“

Im Ergebnis werden damit nicht nur Kellerräume zu trockenen Lager,- Hobby- oder sogar Wohnräumen, sondern ein Gebäude als Ganzes wird in seinem Wert erhalten.

Andreas Reiners / glp

Geld sparen durch Wechsel des Internetanbieters

Ein Wechsel des Internetanbieters kann sich lohnen. Denn Kunden können bares Geld sparen, im vergangenen Jahr waren es 201 Millionen Euro. Das ist das Ergebnis des Forschungsinstituts IPRI, das im Auftrag von Check24 die Kundenersparnis bei Internetneuverträgen über das Vergleichsportal gegenüber dem Markt berechnet hat. Dafür verglichen sie die Kosten eines Neuvertrages über Check24 mit der Vertragsverlängerung des Standardtarifs der Telekom.

„Die Studie hat gezeigt, dass Check24-Kunden im vergangenen Jahr so viel bei einem Wechsel des Internetanbieters gespart haben wie noch nie und wir zu unserem Versprechen stehen, immer das günstigste Angebot zu haben“, sagt Dr. Markus Schramm, Geschäftsführer Telekommunikation bei dem Vergleichsportal. „Mit unserem DSL-Vergleich kommen Kunden günstiger, schneller und einfacher an einen neuen Tarif für Highspeed-Internet.“

In den vergangenen zehn Jahren summiert sich die Ersparnis auf 863 Millionen Euro. Ein Grund: Beim Abschluss eines Internetvertrags über Check24 erhalten Kunden einen Cashback, den sie beim Anbieter in dieser Form nicht bekommen. Im Jahr 2020 betrug der Cashback im Schnitt 134 Euro.

Wechselten Verbraucher seit 2012 alle zwei Jahre ihren Internetanbieter, sparten sie insgesamt 2.050 Euro im Vergleich zum Standardtarif. Das entspricht rund 41 Prozent der Kosten.

Gleichzeitig profitierten Konsumenten bei einem Wechsel auch von besseren Leistungen, da häufig Tarife mit höherer Geschwindigkeit abgeschlossen wurden.

Andreas Reiners / glp

 

Zulassungszahlen: Wenige Gewinner, viele Verlierer

Die deutsche Automobilindustrie ist weiter im Krisenmodus unterwegs. Im August wurden in Deutschland 193.300 Pkw neu zugelassen. Das sind 23 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Und: In den ersten acht Monaten wurde zwar mit 1,8 Millionen neu zugelassener Pkw der Vorjahreswert um zwei Prozent überschritten. „Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2019 wurden jedoch gut ein Viertel weniger Pkw neu zugelassen“, so der Verband der Automobilindustrie (VDA). „Das Vorkrisenniveau auf dem deutschen Pkw-Markt ist weiterhin nicht in Sicht.“

Die Elektro-Neuzulassungen stiegen im August massiv, und zwar um 61 Prozent auf 53.400 Einheiten. Der Anteil von E-Pkw an den gesamten Neuzulassungen betrug damit 27,6 Prozent. Damit wurde laut VDA „der bisherige Höchstwert aus dem Dezember des vergangenen Jahres deutlich übertroffen“. Die Neuzulassungen von rein batterieelektrischen Pkw (BEV) legten um 80 Prozent zu, die von Plug-in-Hybriden (PHEV) um 43 Prozent.

Unter den deutschen Marken verzeichnete Opel mit einem Plus von 7,9 Prozent laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) erneut als einzige Zugewinne in der Neuzulassungsstatistik. Die Rückgänge fielen bei Mercedes mit minus 50 Prozent am stärksten aus, gefolgt von Ford (- 45,8 Prozent), Mini (- 41,6 Prozent) und Smart (- 40,8 Prozent). Mit 18,7 Prozent war VW (- 17,4 Prozent) weiter anteilstärkste deutsche Marke.

Bei den Importmarken übertrafen nur Suzuki mit plus 37,2 Prozent, Tesla (+ 33,9 Prozent), Mazda (+ 19,3 Prozent) und Ssangyong (+ 0,5 Prozent) ihr Zulassungsergebnis aus dem Vorjahresmonat. Rückgänge von mehr als 40 Prozent zeigten sich laut KBA-Statistik bei Jeep (- 59,1 Prozent), DS (- 57,4 Prozent) und Nissan (- 46,2 Prozent), den geringsten Rückgang verzeichnete Toyota mit minus 0,8 Prozent. Hyundai war mit einem Neuzulassungsanteil von 5,2 Prozent die stärkste Importmarke, knapp gefolgt von Skoda mit 5,0 Prozent.

Die Minis erreichte als einziges Segment einen Zuwachs, und zwar um 18 Prozent. Ihr Anteil an den Neuzulassungen betrug 7,0 Prozent. Bei den übrigen Segmenten zeigten sich Rückgänge. Bei den Großraum-Vans (- 48,5 Prozent), den Utilities (- 44,9 Prozent), der Oberen Mittelklasse (- 43,1 Prozent) und den Mini-Vans (- 42,5 Prozent) fielen sie am deutlichsten aus.

Die SUVs waren trotz eines Rückgangs um 8,4 Prozent das anteilsstärkste Segment (27,2 Prozent), gefolgt von der Kompaktklasse mit 18,6 Prozent sowie den Kleinwagen mit 13,4 Prozent.

Rudolf Huber / glp

Elektroauto: Diese Vorteile hat eine Photovoltaik-Anlage

Die unzureichende Zahl öffentlicher Ladesäulen hält viele Deutsche vom Kauf eines Elektroautos ab. Die Stromer können aber auch zuhause geladen werden. Mehr noch: Interessant ist das für Haushalte mit eigener Photovoltaik-Anlage, denn die bekommen ihren Strom kostenlos und CO2-neutral vom Dach. Eine Kombination von Photovoltaik und Elektroauto hat aber auch ihre Herausforderungen, wie die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg erklärt.

Ein Kilowatt Peak (kWp) Leistung erzeugt je nach Standort zwischen 800 und 1.000 Kilowattstunden Strom (kWh) im Jahr. Der ist umso lukrativer, je mehr davon im eigenen Haushalt verbraucht wird. Für Solarstrom, der nicht verbraucht wird, erhalten Haushalte eine Einspeisevergütung. Das regelmäßige Laden eines Fahrzeugs kann den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erheblich erhöhen. Deshalb empfiehlt die Energieberatung der Verbraucherzentrale, möglichst viel der geeigneten Flächen für die Photovoltaik-Anlage zu nutzen.

Die Installationskosten für Photovoltaik-Anlagen können mit etwa 1.600 Euro je kWp kalkuliert werden. Je größer die Anlage ausfällt, desto niedriger der spezifische Preis. Für laufende Kosten wie Wartung, Stromzähler und Versicherungen können etwa 150 Euro pro Jahr veranschlagt werden. Wer eine Anlage finanzieren will, kann dafür einen KfW-Kredit bekommen. Nicht vergessen: PV-Anlagen müssen spätestens einen Monat nach der Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden.

Elektroautos können zwar an normalen Haushaltssteckdosen aufgeladen werden: Dies ist jedoch nicht zu empfehlen, da diese nicht für langes Laden unter hoher Last ausgelegt sind. Wer höhere Ladeleistungen übertragen will, verwendet dafür am besten eine Wandladestation, auch Wallbox genannt. Die ermöglicht nicht nur schnelleres Laden, sondern erlaubt auch eine elektronische Kommunikation mit dem Fahrzeug und verringert Ladeverluste. Je nach Modell ist es zudem möglich, eine Wallbox elektronisch anzusteuern und damit gezielt Überschussstrom aus einer Photovoltaik-Anlage zum Laden zu nutzen.

Eine Wallbox ist durch einen Elektrofachbetrieb zu installieren. Je nach Leistung muss diese beim Verteilnetzbetreiber angezeigt oder sogar von diesem genehmigt werden. Die Kosten für die Installation einer Ladestation bis 22 Kilowatt (kW) variieren je nach Hersteller und Ausstattung zwischen 600 und 2.500 Euro. Für die Installation der Kabelverbindung vom Hauptverteiler im Haus entstehen im Einzelfall weitere Ausgaben (ca. 300 bis 1.000 Euro). Ein zusätzlicher Stromzähler und eine Schnittstelle zur Kommunikation können ebenfalls Zusatzkosten verursachen.

Privatpersonen können bei der KfW einen Zuschuss von 900 Euro für den Kauf und Aufbau einer Ladestation bis 11 kW Leistung beantragen. Viele Photovoltaik-Anlagen werden mit einem stationären Batteriespeicher in Betrieb genommen. Der Heimspeicher kann den Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erhöhen. Die Kapazität des Speichers wird ausgehend vom Haushaltsstrombedarf bei ungefähr einer kWh je 1.000 kWh Strombedarf empfohlen. Das Laden eines Elektroautos über den Batteriespeicher ist nicht empfehlenswert, weil der Heimspeicher nur für den regelmäßigen Stromverbrauch im Haushalt dimensioniert ist.

Die Kosten für Batteriespeicher liegen zwischen 800 bis 1.400 Euro pro kWh Kapazität (inkl. Umsatzsteuer und Installation). In einzelnen Bundesländern werden Batteriespeicher bezuschusst.

Andreas Reiners / glp

 

Immobilienpreise: Der Süden ist am teuersten

Berge, Seen und Wälder: Oberbayern zählt zu den landschaftlich schönsten Regionen Deutschlands. Wer sich dort den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen: Alle neun teuersten Stadt- und Landkreise Deutschlands liegen in Oberbayern. Das zeigt eine aktuelle immowelt-Analyse der Angebotspreise von Einfamilienhäusern in 392 deutschen Stadt- und Landkreisen.

Am teuersten ist es demnach im Landkreis Miesbach, wo Immobilienkäufer im Median 1,45 Millionen Euro für ein Haus bezahlen müssen. Die Region rund um den Tegernsee ist eine der exklusivsten Wohngegenden des Landes und sogar noch teurer als die Stadt München (1,35 Millionen Euro).

Im anderen südlichen Bundesland Baden-Württemberg müssen Interessenten ebenfalls mit hohen Preisen rechnen: Dort stechen aber vor allem die Städte als Hotspots heraus: Stuttgart (879.000 Euro), Heidelberg (869.000 Euro) und Lindau (859.000 Euro).

Auf einem ähnlichen Preisniveau liegt die Region rund um Frankfurt am Main. Mit einem mittleren Preis von 840.000 Euro zählt bereits die Bankenmetropole zu den teuersten Städten in Deutschland. Der angrenzende Main-Taunus-Kreis ist mit 899.000 Euro sogar noch teurer und die einzige Region in den Top 10, die nicht in Bayern liegt.

Aber nicht in allen Regionen in Deutschland müssen Interessenten für ein Einfamilienhaus mit hohen sechsstelligen Kaufpreisen rechnen. In ländlichen Regionen in Ostdeutschland liegen die Angebotspreise teilweise bei weniger als 100.000 Euro: Im thüringischen Landkreis Hildburghausen werden Einfamilienhäuser im Mittel für 98.000 Euro angeboten, im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt für 85.000 Euro.

Mit jeweils 75.000 Euro finden sich die niedrigsten Preise der Untersuchung im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Sonneberg – beide in Thüringen. In dieser Preisklasse sind Häuser aber oft in renovierungsbedürftigem Zustand. Käufer müssen also häufig mit weiteren Kosten für umfassende Sanierungen rechnen.

Rudolf Huber / glp

In diesen Städten sind Döner, Pizza & Co. am teuersten

Wo gibt es die günstigsten Restaurants in Deutschland – und wo ist das Auswärts-Essen am teuersten? Das Online-Portal Speisekartenweb.de hat die Preise von über fünf Millionen Gerichten in rund 40.000 Restaurants analysiert. Klarer Preissieger ist Wuppertal, gefolgt von Dortmund, Krefeld und Kassel. Am teuersten ist es in München, Stuttgart und Karlsruhe. Die Ergebnisse im Detail:

Pizza:

Wer in Deutschland günstig Pizza essen möchte, muss nach Nordrhein-Westfalen. Tatsächlich liegen hier die zehn günstigsten Pizza-Städte. Angeführt von Herne (5,58 Euro), Gelsenkirchen (5,74 Euro) und Hamm (6,08 Euro) setzt sich die Liste bis Oberhausen (Platz 10, 6,69 Euro) fort.

Stuttgart kann sich mit durchschnittlich 9,93 Euro als teuerste Pizza-Stadt in Deutschland bezeichnen. Und welche Sorte gibt es in Deutschland am häufigsten? Hier gewinnt ein Klassiker, die Pizza Margherita, gefolgt von Hawaii und Salami.

Schnitzel:

In Berlin gibt es nicht nur das größte Angebot an Pizza, auch die meisten Schnitzel-Restaurants findet man hier. Die günstigsten Preise gibt es in Wuppertal, hier bekommt man ein Schnitzelgericht für durchschnittlich 7,73 Euro.

Döner:

Die Anzahl der Imbisse in Deutschland wächst kontinuierlich auf zuletzt über 37.000. Während der Döner mit 5,77 Euro in Dortmund am günstigsten ist, muss man in München durchschnittlich 7,81 Euro dafür ausgeben.

Kaviar:

Wenn es etwas exklusiver sein soll, lohnt sich ein Blick auf die Kaviar-Hotspots. Am einfachsten ist es in München, ein passendes Restaurant zu finden, gefolgt von Berlin und Hamburg. Auch am nördlichsten Punkt Deutschlands, auf Sylt, gibt es die edlen Fischeier auf den Speisekarten. Im Osten von Deutschland bildet neben Berlin auch Halle an der Saale eine Anlaufstelle für Liebhaber.

Rudolf Huber / glp

 

Gewerkschaft fordert: Nächste Bundesregierung soll sachgrundlose Befristungen abschaffen

Gewerkschaft übt Kritik an unsicheren Jobs: Im Kreis Ludwigsburg waren zuletzt 35 Prozent aller neu abgeschlossenen Arbeitsverträge befristet. 2.961 von insgesamt 8.460 Neueinstellungen hatten im zweiten Quartal 2020 ein Verfallsdatum. Darauf macht die Gewerkschaft Nahrung-Genuss- Gaststätten (NGG) aufmerksam und beruft sich hierbei auf Zahlen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. „Befristete Jobs sind besonders stark im Lebensmittelhandwerk und im Gastgewerbe, aber auch in der Ernährungsindustrie verbreitet – und können gerade für jüngere Beschäftigte zur Falle werden“, sagt Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart. Wer nur eine Stelle auf Zeit habe, bekomme etwa nur schwer eine Wohnung oder einen Kredit. Sogar die Familienplanung werde erschwert. Die nächste Bundesregierung müsse das Problem dringend in den Griff kriegen und Befristungen eindämmen.

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) waren im vergangenen Jahr bundesweit 56 Prozent aller Neueinstellungen im Nahrungs- und Genussmittelgewerbe befristet. Im Gastgewerbe lag die Quote mit 45 Prozent ebenfalls weit über dem branchenübergreifenden Durchschnitt von 38 Prozent. „Im Zuge der Corona-Pandemie können Befristungen für die Betroffenen zu einem großen Problem werden, weil viele Firmen ihreArbeitsverträge auslaufen lassen“, warnt Zacher. Es sei überfällig, dass die Politik Befristungen ohne einen sogenannten Sachgrund eindämme. Als Sachgründe gelten etwa eine Elternzeitvertretung oder eine Probezeit.

An die Beschäftigten aus den Branchen der NGG appelliert der Gewerkschafter, sich vor der Bundestagswahl über die Wahlprogramme der Parteien in puncto Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik zu informieren und am 26. September wählen zu gehen. „Am Thema Befristungen zeigt sich, wie sehr es auch auf die Stimme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ankommt“, unterstreicht Zacher. Wer im Kreis Ludwigsburg in der Ernährungsindustrie, in Hotels und Gaststätten, Bäckereien oder Fleischereien arbeite, für den stehe bei dieser Wahl viel auf dem Spiel. „Denn wie viele Stunden die Menschen arbeiten müssen, welche Rente sie am Ende bekommen oder ob aus einem Minijob eine feste Stelle wird – das entscheidet sich auch bei der Bundestagswahl“, so Zacher.

Wichtig sei auch, dass die kommende Bundesregierung die Tarifbindung stärke. Laut IAB arbeiteten im letzten Jahr lediglich 45 Prozent aller westdeutschen Beschäftigten nach einem Branchentarifvertrag. Im Jahr 2000 waren es noch 63 Prozent. Zugleich fordert die Gewerkschaft NGG, die Lasten der Corona-Krise gerecht zu verteilen. „Es kann nicht sein, dass einzelne Unternehmen Dividende an ihre Aktionäre ausschütten, nachdem sie vom Staat großzügig mitdem Kurzarbeitergeld unterstützt wurden“, so Zacher.

red

Mahle schafft die Wende, Ausblick verhalten

Die Branche der Automobilzulieferer hat wie viele Bereiche im vergangenen Jahr stark unter der Coronakrise gelitten. Mahle hat nun die Wende geschafft und im ersten Halbjahr 2021 Umsatz und Ertrag deutlich gesteigert. Das gab das Unternehmen am Dienstag bekannt.

So erhöhte sich im Zeitraum von Januar bis Juni 2021 der Konzernumsatz um 32 Prozent – wechselkursbereinigt um 36 Prozent – auf rund 5,7 Milliarden Euro. Der Technologiekonzern wuchs damit schneller als der globale Automobilmarkt. Die höchsten Zuwächse verzeichnete der Bereich Elektronik und Mechatronik. Das EBIT lag im ersten Halbjahr bei 201 Millionen Euro, nachdem Mahle im Vorjahr – auch coronabedingt – noch ein Minus verbucht hatte.

Dabei konnten Mehrumsatz, Produktivitätssteigerungen sowie zahlreiche Initiativen zur Kostensenkung negative Effekte wie gestiegene Materialpreise ausgleichen. Auch das Konzernergebnis nach Steuern ist mit 55 Millionen wieder positiv. „Wir haben damit den angestrebten Turnaround erreicht. Die positiven Zahlen belegen, dass wir insgesamt profitabler und effizienter geworden sind,“ sagte Michael Frick, Vorsitzender der Konzern-Geschäftsführung (ad interim) sowie CFO von Mahle bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen.

Nach der positiven ersten Halbzeit ist die Aussicht aber zurückhaltender, für das zweite Halbjahr geben sich die Stuttgarter vorsichtiger. Diverse Risiken wie hohe Rohstoffpreise und Halbleiter-Engpässe könnten es volatiler werden lassen. Mahle erwartet trotzdem, das Gesamtjahr mit Umsatzwachstum und positivem Ergebnis abzuschließen.

Auf der IAA Mobility in München (7. bis 12. September 2021) präsentiert das Unternehmen im sogenannten Open Space am Königsplatz dem breiten Publikum und auf dem Mobility Summit (Messegelände) seinen Kunden E-Mobilität der nächsten Generation.

„Mahle hat seine Transformation beschleunigt. Wir werden die bisherigen Erfolge unserer technologischen wie auch strukturellen Neuausrichtung konsequent weiter ausbauen,“ sagte Frick. Ein Schlüssel dafür seien hohe Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, die rund sechs Prozent vom Umsatz betragen. Mehr als 80 Prozent davon fließen in Zukunftstechnologien und Entwicklungen rund um klimaneutrale Antriebe.

„Wir haben den Vorteil, dass wir über ein sehr weit gefächertes Produktangebot verfügen, das sich in vielen Bereichen recht schnell von konventionellen Verbrenner- hin zu E-Mobilitäts-Anwendungen transferieren lässt“, beschreibt Frick die Chancen für Mahle. Bis 2030 will das Unternehmen den Umsatzanteil, der unabhängig von Pkw-Verbrennern ist, von aktuell 60 Prozent auf 75 Prozent steigern.

Andreas Reiners / glp

Home Office: Das gilt bei der Rückkehr ins Büro

In der Coronakrise hat sich die Arbeit im Home-Office für viele Menschen bewährt. Arbeitgeber mussten vielen Arbeitnehmern die Regelung ermöglichen. Doch immer mehr Beschäftigte kehren nun – zumindest teilweise – an ihren Schreibtisch im Betrieb zurück. Was rechtlich bei der Rückkehr ins Büro für Beschäftigte und Arbeitgeber gilt, erläutern die Experten.

Für knapp die Hälfte aller Arbeitgeber ist es laut Chefsache Jahresreport 2021 sehr wichtig, dass ihre Mitarbeiter vor Ort arbeiten. Doch die Experten weisen darauf hin, dass der Infektionsschutz am Arbeitsplatz weiterhin gilt. Verlangt der Chef also eine Rückkehr ins Büro, muss er dafür sorgen, dass seine Mitarbeiter nach Vorgaben der Corona-Arbeitsschutzverordnung, die noch mindestens bis zum 10. September gilt, arbeiten. Dazu gehört beispielsweise die Bereitstellung von Corona-Tests und Masken oder die Reduktion der Personenkontakte auf ein Minimum.

Während es für die einen ein Segen war, von zu Hause aus arbeiten zu können, um Beruf und Familie besser unter einen Hut zu bekommen, sehnen sich andere nach dem gewohnten Arbeitsumfeld im Betrieb. Und für Unternehmen bedeutete Home-Office nicht nur eine organisatorische, sondern vor allem eine technische und arbeitsrechtliche Herausforderung.

Vermutlich wird es – ähnlich wie an Schulen – zu einem Wechselmodell zwischen Präsenz am Arbeitsplatz und Home-Office kommen. Wer in solch einem hybriden Modell nur noch tageweise im Betrieb arbeitet, hat nach Auskunft der ARAG-Experten keinen Anspruch auf einen festen Schreibtischplatz. Bei diesem so genannten Desk Sharing (engl.: Schreibtisch teilen) fällt der personalisierte Arbeitsplatz weg. Ob also das Familienfoto, der Glücksbringer oder die Pflanze auf dem Schreibtisch stehen bleiben dürfen, muss mit dem Chef geklärt und sollte vor allem auch mit dem teilenden Kollegen besprochen werden.

In Deutschland bestimmt grundsätzlich der Arbeitgeber den Arbeitsort seiner Angestellten. Ein Recht auf das Arbeiten von zu Hause aus haben daher nur Arbeitnehmer, deren Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung die Arbeit im Home-Office regelt. In manchen Unternehmen ist klar definiert, wie viel Prozent der Arbeitszeit im Home-Office verbracht werden kann. Genauso gibt es Firmen die verlangen, dass nach Jobantritt zunächst eine bestimmte Zeit im Büro gearbeitet werden muss, bevor der Wechsel ins Home-Office genehmigt wird.

Andersherum kann ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter nicht gegen ihren Willen ins Home-Office verbannen. Da deren Privatsphäre geschützt ist, verbietet sich eine Zwangs-Versetzung und sie dürfen die Heimarbeit ablehnen. Dabei weisen die ARAG Experten auf eine Ausnahme hin: Wurde das Home-Office arbeitsvertraglich festgeschrieben, muss man bei einer Weigerung mit Abmahnung oder Kündigung rechnen.

Natürlich ist es auch möglich, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern die Entscheidung überlassen, ob sie weiterhin von zu Hause aus arbeiten wollen.

Andreas Reiners / glp