Inflation steigt auf 7,3 Prozent – höchster Stand seit mehr als 40 Jahren

Die Inflationsrate in Deutschland wird im März 2022 voraussichtlich 7,3 Prozent betragen – sie ist damit so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Ähnlich hoch war die Inflationsrate demnach zuletzt im Herbst 1981, als infolge der Auswirkungen des Ersten Golfkrieges die Mineralölpreise ebenfalls stark gestiegen waren.

Auf Jahressicht war in Westdeutschland die Inflation zuletzt 1973 mit 7,1 Prozent vergleichbar hoch – damals war die erste Ölpreiskrise die Ursache. Noch höher war die Inflationsrate im Jahr 1951 mit auf Jahressicht 7,8 Prozent höheren Preisen – drei Jahre nach Einführung der D-Mark. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise im März um 2,5 Prozent.

Im Februar hatte die jährliche Inflationsrate noch bei 5,1 Prozent gelegen. Die Preise für Energie erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 39,5 Prozent. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine stiegen vor allem die Preise für Erdgas und Mineralölprodukte nochmals merklich an – sie beeinflussen die hohe Inflationsrate erheblich.

Hinzu kommen Lieferengpässe durch unterbrochene Lieferketten aufgrund der Corona-Pandemie und die deutlichen Preisanstiege bei Energieprodukten auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen. Die Preise für Nahrungsmittel legten im Vorjahresvergleich um 6,2 Prozent zu. Dienstleistungen kosteten 2,8 Prozent mehr als im März 2021.

red / dts

 

 

 

 

Notfallplan Gas ausgerufen: Bundesregierung erwartet erhebliche Verschlechterung der Gasversorgung

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die Frühwarnstufe des Nationalen Notfallplans Gas ausgerufen. Man bereite sich vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges auf eine erhebliche Verschlechterung der Gasversorgung vor, sagte der Minister am Mittwochmorgen in Berlin. Die Versorgungssicherheit sei aber gewährleistet, fügte er hinzu.

Der Grünen-Politiker kündigte an, einen Krisenstab einzuberufen, der täglich tagen werde. Ziel der Vorwarnstufe ist es, die Versorgung mit Erdgas auch nach einem möglichen Lieferstopp zu gewährleisten. Russland hatte zuletzt angekündigt, Gaszahlungen künftig nur noch in Rubel akzeptieren zu wollen, Deutschland lehnt dies aber ab.

Ob Russland tatsächlich das Gas abdrehen werde, sei unklar, so Habeck. Der Notfallplan Gas erlaubt es im Extremfall unter anderem, bestimmte Verbraucher vom Netz nehmen – allerdings erst in der dritten Stufe. Dies würde dann aber nicht die privaten Haushalte, sondern einzelne Großkunden aus der Industrie treffen.

red / dts

Viele Unternehmen wollen Preise erhöhen

Immer mehr Firmen in Deutschland planen, ihre Preise in den kommenden drei Monaten zu erhöhen. Das geht aus einer aktuellen Befragung des Ifo-Instituts hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Dabei wurde ein neuer Höchstwert von 54,6 Punkten erreicht, nach 47,6 im Februar.

Vor allem in den konsumnahen Branchen müssen die Menschen demnach mit stark steigenden Preisen rechnen. Im Nahrungsmittel-Einzelhandel stiegen die Preiserwartungen auf 94,0 Punkte, im übrigen Einzelhandel auf 68,2 Punkte und bei den konsumnahen Dienstleistern auf 64,0 Punkte. „Der Angriff Russlands auf die Ukraine treibt nicht nur die Energiekosten in die Höhe, sondern auch die Preise vieler Agrarrohstoffe“, sagte Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen.

„Damit dürfte die Inflationsrate in diesem Jahr auf deutlich über 5 Prozent steigen.“ Das habe es in Deutschland zuletzt vor über 40 Jahren gegeben, als die Inflationsrate nach der zweiten Ölpreiskrise im Jahr 1981 auf 6,3 Prozent kletterte. Auch in den Wirtschaftszweigen, die dem privaten Konsum vorgelagert sind, nimmt der Preisdruck weiter zu.

Im Großhandel stiegen die Preiserwartungen auf 78,1 Punkte, in der Industrie auf 66,3 Punkte, im Baugewerbe auf 48,9 Punkte, und bei den Dienstleistern auf 42,7 Punkte. Die Punkte bei den Preisplänen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen.

Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei +100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei -100.

red / glp

Automobil-Umfrage: Lediglich 12 Prozent würden sich für einen Diesel entscheiden

Es ist den Deutschen lieb und teuer, das Automobil. Vor allem teuer. Denn kostspielig wird das Autofahren ja zunehmend. Die Prüforganisation KÜS hat eine Umfrage zum Thema durchgeführt. „Die Deutschen haben immer noch Spaß am Autofahren – so viel vorneweg“, teilt KÜS mit. Jedoch: Kosten spielten eine Rolle, auch das habe der Trend-Tacho festgestellt.

Als absolut richtig sei nach Meinung von 71 Prozent der Befragten die Aussage, dass man mit dem Auto immer flexibel ist, der Besitz eines Autos ist demnach sehr wichtig für 63 Prozent und 48 Prozent haben Spaß am Autofahren. Im Jahresvergleich weniger wichtig geworden sind moderne Technik, Optik und Markenrenommee. Interessant: In Corona-Zeiten hat das Auto für 71 Prozent der Befragten an Bedeutung gewonnen.

Umweltschutz und Kostenersparnis sind nach wie vor ein Thema. Weniger das Auto nutzen würden der Umwelt zuliebe 44 Prozent und um Kosten zu sparen 61 Prozent, der vielgerühmte E-Antrieb wäre aus Umweltgründen für 29 Prozent ein Thema, aus Kostengründen für 19 Prozent.

Wenn es um den Kauf eines Neuwagens geht, dann wollen 27 Prozent der vom Trend-Tacho Befragten das in den nächsten zwölf Monaten. Grundsätzlich würden 45 Prozent einen Gebrauchten nehmen, 32 Prozent einen Neuwagen, 20 Prozent einen Vorführwagen und 18 Prozent ein Auto aus der Tageszulassung. Die Entscheidung für ein Auto-Abo würden zwei Prozent treffen.

Ein Blick auf die Antriebsart beim Neufahrzeug: 40 Prozent Benzin, 18 Prozent Hybrid, zwölf Prozent Diesel, acht Prozent Elektro, drei Prozent Brennstoffzelle und je ein Prozent Auto- oder Erdgas – so würde die Verteilung aussehen. Ein Thema sind auch die Lieferzeiten. Maximal sechs Monate wollen 80 Prozent der Befragten warten.

Der Autokauf an sich würde im Autohaus der bisher genutzten Marke bei 49 Prozent getätigt, beim markenunabhängigen Händler vor Ort bei 29 Prozent, bei der bevorzugten Marke online bei sechs Prozent, markenunabhängig online ebenfalls bei sechs Prozent. Bezahlen wollen laut Trend-Tacho 53 Prozent der Befragten in bar, 33 Prozent wollen finanzieren, acht Prozent bevorzugen Leasing und vier Prozent entscheiden sich für das Auto-Abo.

wal / glp

Energiepreise steigen teilweise um 130 Prozent

Die Energiepreise stiegen im Februar 2022 im Vergleich zum Februar 2021 auf allen Wirtschaftsstufen stark an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war importierte Energie 129,5 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, im Inland erzeugte Energie kostete 68,0 Prozent mehr und Verbraucherinnen und Verbraucher mussten für Haushaltsenergie und Kraftstoffe 22,5 Prozent mehr zahlen als im Februar 2021.

Hauptverantwortlich für den hohen Anstieg der Energiepreise auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen war jeweils die Entwicklung der Erdgaspreise. Importiertes Erdgas war im Februar 2022 dreieinhalb Mal so teuer wie ein Jahr zuvor (+256,5 Prozent), Erdgas in der Verteilung kostete über alle Abnehmergruppen betrachtet mehr als doppelt so viel (+125,4 Prozent) wie ein Jahr zuvor.

Auf der Stufe des privaten Verbrauchs war der Anstieg der Energiepreise im Vorjahresvergleich vor allem durch die um 30,2 Prozent gestiegenen Heizöl- und Kraftstoffpreise verursacht.

Die Entwicklung der Preise für Erdgas war laut Destatis in den Jahren 2020 und 2021 stark von dem durch die Pandemie verursachten wirtschaftlichen Einbruch sowie der rasch folgenden Erholung der Wirtschaft geprägt. In den vergangenen Monaten seien Unsicherheiten vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine hinzugekommen. Der geringe Füllstand der Gasspeicher in Deutschland habe die ohnehin angespannte Lage verschärft. Unterdessen seien die aktuellen Preisentwicklungen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine in den Ergebnissen noch nicht enthalten.

wal / glp

Airbus-Defence-Chef: 100 Milliarden werden nicht ausreichen

Der Chef der Airbus-Verteidigungssparte Defence and Space, Michael Schoellhorn, sieht trotz des geplanten 100-Milliarden-Euro-Sondervermögens für die Bundeswehr zusätzlichen Finanzbedarf. „Nach einer reinen Bedarfsanalyse werden die 100 Milliarden Euro nicht ausreichen“, sagte der Manager dem „Handelsblatt“. Das geplante Investment schaffe zwar Sicherheit und Stabilität für die Planung und Umsetzung großer Projekte, die für die Landesverteidigung unbedingt nötig seien, aber: „Wir werden dauerhaft zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Etat für unsere Sicherheit reservieren müssen“.

Bis vor Kurzem habe er noch erklären müssen, „warum unsere Industrie nicht in die Schmuddelecke gehört“, sagte Schoellhorn weiter. Aber Deutschland müsse lernen, dass Außen- und Sicherheitspolitik auch etwas mit der Durchsetzung von Interessen zu tun habe und eine Militärkomponente dazugehöre. „Bisher haben wir das ein wenig naiv betrachtet.“

Der Manager hofft, dass die Bundeswehr trotz der geplanten Anschaffung von F-35-Jets auch weitere Eurofighter bei Airbus ordert – über die 15 für die elektronische Kampfführung vorgesehenen hinaus. So müsse noch Ersatz gefunden werden für die verbliebenen Tornado-Einheiten in der konventionellen Jagdbomberrolle. „Hier reden wir immerhin noch über 40 Maschinen und dafür bietet sich der Eurofighter geradezu an“, so Schoellhorn.

Eine große Schwäche Deutschlands sieht der Airbus-Defence-Chef bei der Luftabwehr. „Da sind wir ungenügend aufgestellt.“ Das deutsch-amerikanische Entwicklungsprojekt eines taktischen Luftverteidigungssystems (TLVS) sei bedauerlicherweise von der alten Bundesregierung nicht fortgeführt worden.

„Dabei bräuchten wir diese Fähigkeit dringend.“

red / dts

So hoch betragen die Gehaltssteigerungen der Regierungsmitglieder

Ab dem 1. April steigen die Amtsbezüge der Regierungsmitglieder und des Bundespräsidenten um 1,8 Prozent. Das geht aus Daten des Bundesinnenministeriums hervor, über die die „Bild“ (Dienstagausgabe) berichtet. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erhält demnach eine Gehaltserhöhung von rund 345 Euro/Monat, die übrigen Minister eine Erhöhung von 275 Euro.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erhält zusätzliche Bezüge von 382 Euro. Grund dafür ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Dort wurde ein Plus von 1,8 Prozent für die Bundesbeamten ausgehandelt.

Und nach deren Bezügen richten sich die Regierungs-Gehälter. Reiner Holznagel, Präsident des Steuerzahlerbundes, forderte Mäßigung. „Wenn schon der Tarifabschluss übernommen wird, dann sollten Bundespräsident, Kanzler, Minister und Parlamentarische Staatssekretäre einen Abschlag bei der Angleichung vornehmen – das wäre in diesen Zeiten ein faires Signal“, sagte er zu „Bild“.

red / dts

 

 

G7-Staaten: Keine Gaszahlungen in Rubel an Moskau

Die G7-Staaten lehnen Gaszahlungen an Moskau in Rubel ab. Das sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Montag nach einer G7-Konferenz in Berlin. Unternehmen sollten den Forderungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin keine Folge leisten.

Eine Zahlung in Rubel sei „nicht akzeptabel“. Die Verträge müssten eingehalten werden. Diese sehen keine Zahlungen in Rubel vor.

Putin hatte in der vergangenen Woche angekündigt, für Gaslieferungen an den Westen künftig nur noch die russische Währung als Zahlungsmethode akzeptieren zu wollen. Die Zahlungsmethode bei Gaslieferungen an „unfreundliche Staaten“ sollte demnach zeitnah umgestellt werden. Wie genau die Umsetzung der Maßnahme aussehen sollte, war zunächst aber unklar geblieben.

red / dts

Wohnungsmarkt: Überdurchschnittlich starke Preissteigerungen

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im vierten Quartal 2021 weiter deutlich gestiegen. Sie legten um durchschnittlich 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. Dies war erneut der stärkste Preisanstieg bei den Wohnimmobilientransaktionen seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2000.

Die Preise waren bereits im zweiten Quartal 2021 um 10,8 Prozent und im dritten Quartal um 12,0 Prozent gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal gestiegen. Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser wurden in den letzten drei Monaten 2021 gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um 3,1 Prozent teurer. Besonders stark stiegen die Preise hier in dünn besiedelten ländlichen Kreisen mit +15,9 Prozent.

Eigentumswohnungen verteuerten sich dort um 13,2 Prozent. In dichter besiedelten ländlichen Kreisen stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 14,5 Prozent und die Preise für Eigentumswohnungen um 11,2 Prozent. Überdurchschnittlich starke Preissteigerungen verzeichneten auch die Top-7-Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf).

In diesen erhöhten sich die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser um 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, die Preise für Eigentumswohnungen um 12,7 Prozent. Am aktuellen Rand lässt sich hier jedoch eine Abschwächung der Dynamik beobachten: Gegenüber dem dritten Quartal stiegen die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser in Metropolen um 1,4 Prozent, für Eigentumswohnungen um 0,7 Prozent, während sie im dritten Quartal noch um 3,5 Prozent beziehungsweise 3,8 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen waren, so die Statistiker. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland 2021 insgesamt um 11,0 Prozent.

Im Jahr 2020 hatte der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr noch 7,8 Prozent betragen.

red

410.000 Hartz-IV-Bezieher zahlen bei Wohnkosten drauf

Mehrere hunderttausend Hartz-IV-Haushalte in Deutschland geben nach Auskunft der Bundesregierung mehr für Wohnkosten aus, als von den Sozialbehörden übernommen wird. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) unter Berufung auf eine Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken im Bundestag. Zuletzt hätten die laufenden Kosten etwa für Strom und Gas in rund 410.000 Bedarfsgemeinschaften höher gelegen, als von den Ämtern anerkannt worden sei, zitieren die Funke-Zeitungen aus der Auskunft.

Das sei ein Anteil von 14 Prozent aller Bedarfsgemeinschaften. Die sogenannte Wohnkostenlücke, also die Gesamtdifferenz zwischen entstandenen und anerkannten Kosten in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften, summierte sich laut Ministerium innerhalb eines Jahres auf rund 460 Millionen Euro. Berücksichtigt wird der Zeitraum von Dezember 2020 bis November 2021. Die Höchststände bei den Energiepreisen infolge des russischen Überfalls auf die Ukraine sind damit noch nicht berücksichtigt.

Die Linken-Sozialpolitikerin im Bundestag, Caren Lay, kritisierte, die Kosten für Miete, Heizung und Strom seien in den Sätzen der Grundsicherung „viel zu niedrig angesetzt“. Jeder siebte Hartz-IV-Haushalt „zahlt drauf und muss an Essen, Kleidung oder Bildung sparen. Diese Ungleichheit ist nicht haltbar“, sagte Lay den Funke-Zeitungen.

Laut der Linken-Politikerin sind es im Schnitt 93 Euro pro Monat und Bedarfsgemeinschaft, die aus den Regelbedarfen privat beigesteuert werden müssen. Dies sei ein Anstieg um acht Prozent gegenüber 2019 und 20 Prozent gegenüber 2017. Lay hob hervor: „Die Periode der Heizkostensteigerungen in diesem Winter ist noch nicht berücksichtigt.“ Zudem basieren die Regelbedarfe der Grundsicherung weiterhin auf Daten aus dem Jahr 2018, „was die Lücke zwischen den wahren Kosten der Haushalte und dem SGB II-Satz angesichts der enormen Preissteigerungen bei Strom, Heizkosten und Mieten noch vergrößert“.

Lay verlangte, angesichts explodierender Mieten, Heiz- und Energiekosten müssten „dauerhaft die realen Wohn- und Energiekosten übernommen werden“. Ein einmaliger Zuschuss genüge nicht. Das Entlastungspaket der Bundesregierung müsse „sozial ausgewogen sein und insbesondere Menschen mit geringen Einkommen entlasten. Denn sie sind am stärksten von Wohnungsnot und Energiearmut betroffen“.

red / dts