Was am Black Friday am gefragtesten ist

Mode- und Elektronikhändler profitieren am meisten von den umsatzstarken Tagen vom Black Friday bis zum Cyber Monday. 3,1 Milliarden Euro gaben die Verbraucher im Jahr 2019 aus. Setzt sich das durchschnittliche Wachstum der letzten Jahre fort, sind es diesmal schon 4,2 Milliarden Euro.

Laut einer Analyse des Verbraucherforums mydealz interessierte sich gut jeder dritte Wochenend-Einkäufer (34,65 Prozent) für Elektronikartikel wie Fernseher, Smartphones, Notebooks, Kopfhörer oder Smart-Home-Zubehör. Mode folgte mit 15,68 Prozent auf Rang zwei der populärsten Warengruppen. Auf dem Plätzen folgten Videospiele und Spielkonsolen (13,67 Prozent), Möbel und Haushaltsartikel (6,40 Prozent) sowie Lebensmittel (3,22 Prozent).

Zubehör fürs Auto oder Motorrad ist laut der Studie ganz offensichtlich kein klassisches Black-Friday-Produkt: Gerade mal 0,51 Prozent der Verbraucher interessierten sich 2018 und 2019 für diesen Bereich.

Rudolf Huber / glp

Top-Ranking: Das sind die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland

In welchem Unternehmen in Deutschland arbeiten die Menschen am liebsten? Wie bewerten aktuelle und ehemalige Mitarbeiter ihren Arbeitgeber? Das interessiert vor allem Bewerber auf der Suche nach dem richtigen Job – fast ein Drittel wünscht sich laut einer StepStone Umfrage sogar noch mehr Informationen dazu, als sie häufig finden können. „Je mehr Informationen Bewerber bei der Jobsuche zur Verfügung haben und je transparenter diese sind, desto einfacher finden sie den Job, der zu ihnen passt“, sagt StepStone Karriereexpertin Inga Rottländer. Auf Basis von insgesamt 1,1 Mio. Daten hat die Jobplattform StepStone ein Ranking der Top Arbeitgeber für 2020 erstellt, die Arbeitnehmer auf stepstone.de abgegeben haben.

Platz 1: Dm-drogerie markt GmbH + Co. KG

Der Drogeriemarkt aus Karlsruhe ist laut StepStone Ranking der beliebteste Arbeitgeber Deutschlands. Dm wurde 1973 gegründet und beschäftigt mehr als 41.000 Mitarbeiter in Deutschland – und die sind besonders glücklich an ihrem Arbeitsplatz. Besonders loben Mitarbeiter die Unternehmenskultur. Ein Mitarbeiter fasst zusammen: „Firmenphilosophie und das Miteinander sind überragend.“

Platz 2: Techniker Krankenkasse

Der Versicherer aus Hamburg sichert sich die Silbermedaille im Ranking. Rund 14.000 Mitarbeiter sind in Deutschland bei der Techniker Krankenkasse beschäftigt. Das Versicherungsunternehmen punktet unter anderem mit einer guten Work-Life-Balance. Die Mitarbeiter loben zudem die „hohe Gestaltungsfreiheit“ und das „vielfältige Aufgabengebiet“.

Platz 3: Ford-Werke GmbH

Auf dem Treppchen landet auch ein Automobilhersteller: Die Ford-Werke GmbH mit Hauptsitz in Köln. Die Mitarbeiter des 1925 gegründeten Unternehmens bewerten vor allem die Kultur des Arbeitgebers positiv – und schätzen auch die angemessene Bezahlung. So lobt ein Ford-Mitarbeiter die „Flexibilität des Arbeitsplatzes, dynamische, junge Teams, breite Entwicklungsmöglichkeiten in verschiedensten Bereichen und das internationale Umfeld.“

Platz 4: Porsche AG

Mit Porsche befindet sich ein weiterer Automobilhersteller unter den Top 5 der beliebtesten Arbeitgeber und verpasst nur knapp die Bronzemedaille. Der Stuttgarter Autokonzern zählt rund 35.000 Mitarbeiter in Deutschland, unter denen auf stepstone.de viele die abwechslungsreiche Themenvielfalt im Job positiv hervorheben: „Das Unternehmen bietet ein sehr umfangreiches Tätigkeitsfeld, eine tolle Marke, angenehme Atmosphäre in einem internationalen Umfeld.“

Platz 5: Evonik Industries AG

Der Chemiekonzern aus Essen sichert sich Platz 5 im Arbeitgeberranking. Das Unternehmen wurde 2006 gegründet und beschäftigt mittlerweile mehr als 32.000 Personen. Die Mitarbeiter heben vor allem die Sicherheit des Arbeitsplatzes hervor und bewerten die Sozialleistungen als sehr positiv.

Platz 6: Merck KgaA

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck landet auf Platz 6 unter den besten Arbeitgebern. Rund 12.000 Mitarbeiter arbeiten in Deutschland für das Unternehmen aus Darmstadt, der sich als eines der ältesten pharmazeutisch-chemischen Unternehmen der Welt bezeichnet. Mitarbeiter empfinden gerade das soziale Miteinander und die Arbeitsatmosphäre positiv. „Ein gutes Kollegiales Verhältnis über Hierarchien hinweg ermöglicht es jeden Tag gerne zur Arbeit zu gehen.“

Platz 7: Bayer AG

Die Bayer AG ist Merck eng auf den Fersen: Der Leverkusener Chemie-Riese ist mit deutschlandweit 25.000 Mitarbeitern in der Chemie- und Pharmabranche einer der größten Arbeitgeber und landet ebenfalls unter den Top 10 der beliebtesten Unternehmen. Neben dem attraktiven Standort loben Mitarbeiter die Arbeitnehmerfreundlichkeit: „Tolle Arbeitsatmosphäre und Teamgeist. Die persönliche Entwicklung wird sehr stark gefördert und die Möglichkeiten im Rahmen der Work-Life-Balance sind sehr gut.“

Platz 8: BMW Group

Mit BMW gesellt sich ein weiterer Automobilkonzern unter die Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber. Das Unternehmen wurde 1917 gegründet und hat weltweit mehr als 133.000 Mitarbeiter, von denen allein 8.000 im Münchener Stammwerk beschäftigt sind. Unter anderem die vielseitigen Tätigkeiten und die Sozialleistungen werden hier von den Mitarbeitern gelobt.

Platz 9: Deloitte

Mit Deloitte ist auch ein weltweit anerkanntes Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen unter den Top 10 der besten Arbeitgeber Deutschlands vertreten. In Deutschland arbeiten rund 9.000 Menschen für Deloitte. Was sie an ihrem Arbeitgeber besonders schätzen? Viele führen die das interessante Aufgabenspektrum an. So fasst ein Mitarbeiter in seiner Bewertung zusammen: „Spannende Projekte mit den besten Teams und eine steile Lern-Kurve und viel eigenverantwortliches kreatives Arbeiten.“

Patz 10: Roche Deutschland Holding GmbH

Mit Roche findet sich ein weiterer Konzern aus der Pharmabranche in der Liste der attraktivsten Arbeitgeber wieder. Das Unternehmen wurde 1896 in der Schweiz gegründet und beschäftigt rund 16.700 Mitarbeiter in Deutschland im Bereich Pharma und Diagnostik. Als besondere Stärke heben die Mitarbeiter neben einer angemessenen Bezahlung vor allem Flexibilität und die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten hervor: „Viele Möglichkeiten sich zu entfalten und einzubringen. Auch Weiterbildungen werden gefördert.“

red

Steuereinnahmen in Baden-Württemberg stabilisieren sich weiter

Die Corona-Krise hat dafür gesorgt, dass die Steuereinnahmen weiter deutlich unter dem Niveau, liegt dass sie vor der Pandemie-Zeit hatten. Gleichwohl setzt sich in der November-Steuerschätzung der Trend zur Stabilisierung fort, das gab das Finanzministerium am Montag bekannt.

Die Steuereinnahmen Baden-Württembergs liegen weiter deutlich unter dem Niveau, das sie vor der Corona-Pandemie hatten. Nachdem jedoch bereits die außerordentliche Steuerschätzung vom September eine Stabilisierung ergeben hatte, setzt sich dieser Trend in der November-Steuerschätzung nun fort: Für 2020 gehen die Prognosen von einem Plus von 541 Millionen Euro im Vergleich zum zweiten Nachtragshaushalt aus, heißt es in der Mitteilung. Dieser zweite Nachtrag basiert auf den Ergebnissen der Steuerschätzung vom September. Im kommenden Jahr könnten 295 Millionen Euro mehr Steuereinnahmen fließen als zuletzt angenommen. Nach der aktuellen Steuerschätzung könnte im Jahr 2022 wieder an Steuereinnahmen in einer Größenordnung wie vor der Krise angeknüpft werden, so das Finanzministerium.

Situation ist und bleibt eine große Herausforderung

„Die Pandemie und die Unsicherheit halten an. Die Situation ist und bleibt eine große Herausforderung für uns alle. Das gilt auch in finanzieller Hinsicht. Wir müssen die Entwicklung weiterhin sehr genau im Blick behalten“, sagte Finanzministerin Edith Sitzmann. „In den vergangenen Monaten haben wir uns mit allen Mitteln gegen die Krise gestemmt. Das war notwendig – und die aktuelle Steuerschätzung zeigt, dass es erfolgreich war. Mit den umfangreichen Hilfen von Bund und Ländern haben wir viele Unternehmen in der Krise unterstützen können. Die Wirtschaft und mit ihr die Einnahmen Baden-Württembergs scheinen sich zu stabilisieren. Vieles hängt jedoch von der weiteren Pandemieentwicklung ab – bei uns, in Europa und weltweit.“

Im zweiten Nachtrag zum Haushalt 2020/21, den der Landtag Mitte Oktober beschlossen hatte, sind für 2020 Netto-Steuereinnahmen von rund 27,73 Milliarden Euro veranschlagt. Die November-Steuerschätzung geht nun von Einnahmen in Höhe von 28,27 Milliarden Euro aus (plus 541 Millionen Euro). Für 2021 rechnen die Steuerschätzer mit rund 30,37 Milliarden Euro (plus 295 Millionen Euro), im Nachtragshaushalt sind knapp 30,08 Milliarden Euro etatisiert.

Nach der aktuellen Prognose ist 2022 mit Einnahmen von 30,99 Milliarden Euro zu rechnen. Damit lägen die Netto-Steuereinnahmen in zwei Jahren erstmals über denen des letzten Jahres vor der Krise: 2019 betrugen die Netto-Steuereinnahmen Baden-Württembergs rund 30,47 Milliarden Euro. Im Vergleich zur Mittelfristigen Finanzplanungen für die Jahre 2019 bis 2023 (vom März 2020) fehlen dem Land im Jahr 2020 Netto-Steuereinnahmen von rund 3 Milliarden Euro. Danach sind es jährlich rund 2 Milliarden Euro.

„Die Pandemie verlangt einen langen Atem. Vieles bleibt weiterhin ungewiss“, stellte Sitzmann fest. „Wir werden auch künftig alles tun, um die Krise bestmöglich zu meistern.“ Im zweiten Nachtragshaushalt habe der Landtag deshalb 800 Millionen Euro zusätzlich für die Pandemievorsorge zurückgelegt. Hinzu komme das Paket „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Euro.

Die November-Steuerschätzung enthält auch Berechnungen für die Einnahmen der Kommunen in Baden-Württemberg. Dabei wurde der kommunale Stabilitäts- und Zukunftspakt mit einem Volumen von 4,27 Milliarden Euro einbezogen. Land und kommunale Landesverbände hatten ihn bereits im Sommer geschlossen, um coronabedingte Einnahmerückgänge der Kommunen sowie Mehraufwendungen im Jahr 2020 zu kompensieren. Der Pakt sieht vor allem einen Ausgleich der Ausfälle im kommunalen Finanzausgleich und bei der Gewerbesteuer vor. Gegenüber der letzten Schätzung vor der Krise im Oktober 2019 ergibt sich für Kreise, Städte und Gemeinden im Jahr 2020 damit ein leichtes Plus von 34 Millionen Euro. 2021 müssen die Kommunen mit einem Minus von 2,3 Milliarden Euro im Vergleich zur Herbst-Steuerschätzung 2019 rechnen.

red

Corona-Krise: Flughafenverband schlägt Alarm

Die Folgen der Corona-Krise und der strengen Maßnahmen trifft nicht nur die Fluggesellschaften, sondern auch die Flughäfen. Denn das Passagieraufkommen liegt im Vergleich zum Vorjahr bei nur noch knapp über zehn Prozent. Das ist ein Rückgang um 88,1 Prozent.

Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, skizziert ein düsteres Bild: „Unsere Befürchtungen bewahrheiten sich. Die negative Entwicklung der Passagierzahlen nimmt dramatische Züge an. Alle Verkehrskennzahlen sind rückläufig. Das betrifft die Sitzplatzangebote, die Auslastung in den wenigen noch fliegenden Flugzeugen sowie die Luftverkehrsnachfrage und Buchungszahlen insgesamt.“

Wie der ADV mitteilt, würden die Flughäfen jeden Tag zehn Millionen Euro verlieren. Die Verluste in den Jahren 2020 und 2021 werden auf etwa drei Milliarden Euro beziffert, nach einem Vorsteuergewinn von fast 800 Millionen Euro im Jahr 2019. Die Situation verschärfe sich von Tag zu Tag, heißt es, weshalb viele Flughäfen am Limit und in ihrem Fortbestand gefährdet seien.

„Der Luftverkehrsgipfel vor einer Woche hat ein wichtiges Signal für die notleidenden Flughäfen gesetzt. Jetzt ist entschlossenes Handeln gefragt. Die Flughäfen sind auf nicht rückzahlbare Zuschüsse zur wirtschaftlichen Stabilisierung angewiesen“, so Beisels Forderung. Nur so könnten „irreparable Strukturbrüche“ verhindert werden. Besonders der Winter werde für die Branche zum erneuten Belastungstest. Um den Luftverkehr wieder zu beleben,wären verbesserte Teststrategien statt pauschale Quarantäneregelungen nötig.

Andreas Reiners / glp

So steht es um das Weihnachtsgeld

Alle Jahre wieder: Knapp neun von zehn Tarifbeschäftigten in Deutschland (87,4 Prozent) erhalten im Jahr 2020 Weihnachtsgeld. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist dies ein etwas höherer Anteil als im Jahr 2019 (86,9 Prozent).

Während der Anteil der Tarifbeschäftigten mit Weihnachtsgeldanspruch in Ostdeutschland im Vorjahresvergleich von 86,4 auf 90,0 Prozent gestiegen ist, ist der Anteil in Westdeutschland gleich geblieben (jeweils 87,0 Prozent).

Die Höhe des Weihnachtsgeldes dieser Tarifbeschäftigten liegt im Jahr 2020 bei durchschnittlich 2.661 Euro brutto. Das sind 1,1 Prozent mehr als 2019. Dabei ist das durchschnittliche Weihnachtsgeld der Tarifbeschäftigten in Westdeutschland (2.684 Euro) um 7,2 Prozent höher als in Ostdeutschland (2.503 Euro).

Und noch etwas: Corona-bedingte Aufkündigungen von tarifvertraglich vereinbartem Weihnachtsgeld sind bislang nicht zu erkennen.

Ralf Loweg / glp

Steuereinnahmen höher als erwartet

Damit war nun wirklich nicht zu rechnen: Bund, Länder und Kommunen können trotz der Corona-Krise und der damit verbundenen Einschränkungen für das Jahr 2021 mit höheren Steuereinnahmen kalkulieren als zuletzt gedacht. Das teilte das Finanzministerium mit. Der Arbeitskreis Steuerschätzung rechnet 2021 mit rund 3,4 Milliarden Euro Mehreinnahmen gegenüber der letzten Prognose im September 2020.

Für 2020 erwarten die Steuerschätzer insgesamt 10,6 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen als bisher gedacht und erklären dies mit einem überraschend robusten Aufschwung im Sommer.

2022 und 2023 bewertet der Arbeitskreis ebenfalls positiver als in seiner Septemberschätzung. Erst für 2024 rechnen die Experten wieder mit einem Minus.

Normalerweise schätzt der Arbeitskreis Steuerschätzung die voraussichtlichen Einnahmen jeweils zweimal jährlich im Mai und im November. Wegen der Corona-Krise gab es diesmal eine zusätzliche Schätzung im September.

In die jüngste Schätzung sind nun auch die erwarteten Auswirkungen der November-Maßnahmen mit eingeflossen.

Ralf Loweg / glp

Viel Ärger um Flugticket-Rückerstattung

Immer noch müssen viele Kunden in der Corona-Krise auf ihre Flugticket-Rückerstattung warten. Und da geht es teilweise um eine Menge Geld. Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert jetzt angesichts der Verzögerungen bei der Kostenerstattung für gestrichene Flüge eine Abschaffung der bisherigen Vorkasse-Regelungen.

Künftig solle das Ticket erst wenige Tage vor Flugantritt bezahlt werden müssen, verlangte vzbv-Chef Klaus Müller in der „Rheinischen Post“. Dazu brauche es eine neue Gesetzgebung. Es könne nicht sein, dass Airline-Kunden seit Monaten auf teils mehrere hundert Euro warten müssten und völlig unklar sei, „wann sie das Geld jemals wiedersehen werden“, kritisierte Müller. Dieses Vorgehen der Unternehmen sei peinlich und skandalös, zumal sie mit Milliardenhilfen der Steuerzahler unterstützt würden.

Die Verbraucherzentralen haben laut Müller 2020 bereits das Zwanzigfache an Beschwerden über Flug- und Reiseunternehmen im Vergleich zu normalen Jahren gezählt. In absoluten Zahlen waren dies demnach mehr als 80.000 Fälle. „Das ist zu einem großen Teil dem Ärger um nicht oder zu spät erfolgte Rückerstattungen von Vorkasse-Zahlungen nach Ausbruch der Corona-Pandemie geschuldet“, erläuterte der vzbv-Chef.

Ralf Loweg / glp

Deutsche Exporte steigen

Die Exporte deutscher Unternehmen haben im September 2020 um 2,3 Prozent gegenüber dem August zugelegt – es ist der fünfte Monat in Serie, der einen Anstieg verzeichnet. Dennoch haben die Exporte das Niveau aus der Zeit vor der Corona-Krise noch nicht wieder erreicht.

Der Handel mit den verschiedenen Weltregionen entwickelte sich dabei zuletzt sehr unterschiedlich. Die Exporte nach China übertrafen den Vergleichswert aus dem Vorjahresmonat um mehr als ein Zehntel. Dagegen sanken die Ausfuhren in die USA um fast sechs Prozent und nach Großbritannien sogar um 12,4 Prozent.

Die weitere Entwicklung des Außenhandels ist durch die steigenden Infektionszahlen und die politischen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ungewiss. Die Corona-Beschränkungen in verschiedenen Ländern könnten Geschäftsreisen wieder deutlich erschweren und zu weniger Aufträgen für deutsche Unternehmen führen. Zudem droht wichtigen Handelspartnern ein Rückfall in die Rezession. Auch das könnte die Nachfrage drücken.

Ralf Loweg / glp

Das sind die Marken des Jahres

Mit den berühmten Lego-Steinen ist in Deutschland wohl jedes Kind schon einmal in Berührung gekommen. Und da verwundert es nicht, dass der Spielzeug-Hersteller wie bereits in den vorherigen zwei Jahren abermals der absolute Verbraucherliebling der Deutschen ist.

Im Ranking „Marke des Jahres“ der Data und Analytics Group YouGov, das seit 2015 in Kooperation mit der Zeitung „Handelsblatt“ die aus Verbrauchersicht besten Marken in Deutschland auszeichnet, gibt das dänische Unternehmen trotz leichter Einbußen im Vergleich zum Vorjahr (-0,7 Punkte) mit 60,2 Score-Punkten das Zepter nicht aus der Hand. Grundlage für das Ranking bilden bevölkerungsrepräsentative Daten des Markenmonitors YouGov BrandIndex.

Wie 2019 kann sich die Drogeriekette dm, mit 55,4 Punkten den zweiten Platz sichern, und kann sogar noch einen Score-Punkt hinzugewinnen. Den dritten Platz belegt nach wie vor Ravensburger mit 53,7 Punkten. Auch der Spieleverlag kann im Vergleich zum Vorjahr aufholen und 0,8 Score-Punkte gutmachen.

Wie 2018 schafft es Miele auf Rang vier, mit 50,2 Punkten. Zwei Plätze aufholen kann der Konzern Bosch: Belegte das Unternehmen 2019 noch Platz sieben, kann es nun mit 48,9 Punkten Platz fünf erobern. Der Technologiekonzern Samsung kann in zwei Kategorien punkten: In der Kategorie Unterhaltungselektronik landet die Marke mit 48,8 Punkten auf Rang sechs, in der Kategorie Klein- und Großelektronik mit 47,9 Punkten auf Rang acht.

Dazwischen reiht sich die Beiersdorf-Marke Nivea mit 48,6 Punkten ein und sichert sich damit Rang sieben. Erstmals gelangt die dm-Eigenmarke dm Bio unter die Top 10 und belegt mit 46,4 Punkten den neunten Platz. Rang zehn mit 46,3 Punkten kann Rossmann einfahren. Die Drogeriekette ist damit das erste Mal seit 2016 wieder in den Top 10 des „Marke des Jahres“ Rankings zu finden und zählt somit ebenfalls wieder zu den aus Verbrauchersicht besten Marken in Deutschland.

Ralf Loweg / glp

Sparen bei den Heizkosten

Der Winter kommt, und damit werden in vielen Wohnungen auch wieder die Heizungen aufgedreht. Man möchte es ja mollig warm haben, wenn es draußen stürmt und regnet. Und da können sich Verbraucher jetzt freuen: Obwohl sich der Heizbedarf im Vergleich zu 2019 kaum verändert hat, zahlen sie aktuell weniger fürs Heizen – denn sowohl der Gas- als auch der Heizölpreis sind 2020 deutlich gesunken.

Der Gaspreis erreicht im Oktober 2020 den niedrigsten Wert seit zehn Jahren. Daher fällt die Heizrechnung für Kunden mit Gasheizung im September und Oktober 2020 acht Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum.

Obwohl die Gaspreise aktuell niedrig sind, lohnt sich der Anbietervergleich: 20.000 kWh Gas kosten bei den günstigsten alternativen Gasanbietern 37 Prozent weniger als in der Grundversorgung.

Auch Heizöl war zuletzt so günstig wie nie zuvor in den vergangenen zehn Jahren. Im September und Oktober 2020 hatten Heizölkunden daher 43 Prozent niedrigere Heizkosten als im Vorjahreszeitraum.

„Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden schwachen Weltkonjunktur sind die Energiepreise 2020 deutlich gesunken, dazu kommt seit Juli der niedrigere Mehrwertsteuersatz“, sagt Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie beim Vergleichsportal Check24.

Beispiel gefällig? Eine Musterfamilie, die ihr Reihenhaus mit Gas heizt, zahlte dafür im September und Oktober 2020 insgesamt 136 Euro. Eine Familie mit Ölheizung zahlte in diesem Zeitraum 92 Euro. Mit Öl heizen Verbraucher in der aktuellen Heizperiode also 32 Prozent günstiger als mit Gas. Allerdings belastet die CO2-Bepreisung Kunden mit Ölheizung ab 2021 stärker.

Ab Januar 2021 kommen wieder höhere Energiepreise auf Verbraucher zu. Dann werden für den Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid (CO2) 25 Euro fällig. Ein Musterhaushalt mit 20.000 kWh Energieverbrauch zahlt durch die CO2-Abgabe 119 Euro (Gas) beziehungsweise 158 Euro (Heizöl) pro Jahr mehr.

Ralf Loweg / glp