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Bei Daimler nimmt Brennstoffzelle Fahrt auf

Daimler mischte schon vor 20 Jahren mit bei der Brennstoffzellen-Technik. Nun nimmt die Arbeit am Wasserstofffahrzeug noch weiter Fahrt auf. Gegenwärtig sind Aktivitäten der Daimler-Tochter NuCellSys am Standort Nabern bei Kirchheim-Teck in der Nähe der Stuttgarter Zentrale gebündelt. Wie die “Automobilwoche” berichtet, firmiert das Unternehmen seit Jahresbeginn unter dem Namen Mercedes-Benz Fuel Cell GmbH.

Hinter dem Namenswechsel steckt auch ein Programm: “Mit der Umfirmierung senden wir ein klares Signal und untermauern die künftige Relevanz der Brennstoffzellentechnologie. Wir verzahnen uns zudem noch ein Stück mehr mit der Daimler AG”, sagt Christian Mohrdieck, Brennstoffzellen-Entwicklungschef und Geschäftsführer der Mercedes-Benz Fuel Cell GmbH in der “Automobilwoche”.

Mit dem GLC F-Cell habe Daimler als einziger deutscher Hersteller bisher ein Serienfahrzeug auf dem Markt, das allerdings nur in einer kleinen dreistelligen Stückzahl gebaut werden soll. Den F-Cell lässt kann man zwar nicht kaufen, aber für 799 Euro im Monat mieten. Das Fahrzeug hat zusätzlich zur Brennstoffzelle auch eine an der Steckdose aufladbare Batterie an Bord, um die Reichweite zu verlängern. Damit soll das Auto kombiniert 480 Kilometer schaffen. mid/wal

Volvo mit Rekordjahr in Deutschland

Jedes Jahr zu Jahresbeginn ziehen Unternehmen Bilanz und blicken auf die vergangenen zwölf Monate zurück. Volvo macht das diesmal mit einem breiten Grinsen – denn die Schweden unter chinesischer Aufsicht haben 2018 in Deutschland mehr Autos verkauft als je zuvor.

2018 hat die Volvo Car Germany GmbH, der Importeur der schwedischen Premium-Marke für den deutschen Markt, mit mehr als 45.000 Neuzulassungen ein Rekordjahr hingelegt. Gegenüber 2018 bedeutet das Ergebnis eine Steigerung von elf Prozent. Besonders erfolgreiche war Volvo im Dezember: 5.800 Zulassungen bedeuten auch einen Rekordwert im Monatsvergleich.

Der Marktanteil von Volvo beträgt rund 1,3 Prozent. Besonders beliebt bei den Kunden sind die SUV-Modelle mit dem Kürzel “XC” im Namen: XC 40, XC 60 und XC 90 brachten es im vergangenen Jahr auf über 60 Prozent. mid/Mst

Steuer-Bonbon für E-Autos

Mit einem kleinen Steuer-Bonbon will die Bundesregierung der E-Mobilität auf die Sprünge helfen. So gilt bei privater Nutzung eines Stromer-Dienstwagens seit Jahresbeginn ein reduzierter Steuersatz. Statt einem müssen also nur noch 0,5 Prozent des Bruttolistenpreises versteuert werden.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht diese Neuerung positiv. VDA-Präsident Bernhard Mattes bezeichnet sie als “wichtigen Schritt, damit sich noch mehr Dienstwagennutzer für ein Elektroauto entscheiden”. Interessant für viele Firmen: Auch Gebrauchtwagen, die erstmals ab Januar als Dienstwagen genutzt werden, können unter die Regelung fallen. Ebenso Plug-in-Hybride, wenn sie rein elektrisch mindestens 40 Kilometer schaffen oder maximal 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. mid/rhu

Netzwächter 2018 rund 6.000 Mal im Einsatz

Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur ist der TÜV des Funknetzes. Im vergangenen Jahr haben die Spezialisten fast 6.000 Funkstörungen und elektromagnetische Unverträglichkeiten beheben müssen.

Wenn der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur seine Arbeit aufnimmt, dann liegt irgendwo eine Störung vor – manchmal auch von Nutzern verursacht, zum Beispiel bei Frequenznutzungen oder bei der Einhaltung von Grenzwerten der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit, für die die Agentur ebenfalls zuständig ist.

Im Jahr 2018 hat der Prüf- und Messdienst in rund 4.700 Fällen Funkstörungen und elektromagnetische Unverträglichkeiten, 1.200 in sicherheitsrelevanten Bereichen wie Flugfunk, Funkverkehr von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei, Bahnfunk und öffentlichem Mobilfunknetz, beseitigt.

“Funkanwendungen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur sorgt deutschlandweit dafür, dass Frequenzen störungsfrei und effizient genutzt werden können”, erläutert Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Außerdem wurden in über 1.600 Fällen Geräte und WLAN-Netze außer Betrieb genommen, die auf einer nicht zugeteilten Frequenz und damit illegal betrieben wurden. cid/Mst

US-Strafzölle: Hängepartie für die Autobauer

Seit Monaten droht Präsident Donald Trump nun schon mit US-Autozöllen. Auch ein Termin mit den führenden europäischen Auto-Bossen im Weißen Haus brachte keine Klarheit. Und die Hersteller bleiben wohl auch über Weihnachten und Neujahr in der Warteschleife. Wegen Nachbesserungen werde sich der abschließende Bericht vermutlich bis Mitte Januar 2019 verschieben, berichtet die Fachzeitschrift “Wirtschaftswoche”. “Der Bericht ist bei der Ressortabstimmung durchgefallen”, heißt es in EU-Kreisen.

Nun bessere das US-Handelsministerium nach und wolle in etwa vier Wochen neue Berechnungen zu den Auswirkungen von Autoimporten auf den US-Markt vorlegen. In einem Entwurf des Berichtes sollen 25 Prozent Zoll auf alle ausländischen Importe empfohlen worden sein. Das hatte natürlich in Brüssel für Unruhe gesorgt. Viele rechneten bereits damit, dass US-Präsident Donald Trump noch 2019 Zölle auf europäische Pkw verhängen würde.

Innerhalb der US-Regierung gab es nun offensichtlich Kritik an den Berechnungen des Handelsministeriums. In der Automobilbranche werden die Nachbesserungen positiv aufgenommen. “Das ist eine gute Nachricht”, heißt es. Doch bei der Unberechenbarkeit des US-Präsidenten ist die Gefahr noch lange nicht vom Tisch. mid/rlo

Rückruf: Panamera muss in die Werkstatt

Nach den Skisäcken machen bei Porsche jetzt die Steuergeräte der Servolenkung Probleme. Deshalb rufen die Schwaben weltweit 74.585 Panamera der aktuellen Generation in die Werkstätten. Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 21. März 2016 und dem 6. Dezember 2018 gebaut wurden.

Wegen eines Software-Fehlers kann es vorkommen, dass die elektrische Lenkkraftunterstützung für einen begrenzten Zeitraum nicht verfügbar ist. Das Lenken gerät dann zum Kraftakt. Deshalb muss laut Porsche das Steuergerät vorsorglich neu programmiert werden. “Die betroffenen Kunden werden angeschrieben und gebeten, möglichst bald ihr Porsche-Zentrum aufzusuchen”, so ein Sprecher. Die Aktion nimmt etwa eine Stunde in Anspruch und ist für die Kunden kostenlos. mid/rhu

100 Milliarden Euro für Akku-Fertigung

100 Milliarden Euro – eine Wahnsinnssumme, die Europa investieren müsste, um langfristig im Batteriezell-Geschäft erfolgreich sein. Andere Länder sind nämlich aktuell dabei, der Alten Welt den Rang abzulaufen – allen voran China. So steht es im Energiespeicher-Monitoring 2018 des Fraunhofer ISI.

In diesem Zahlenwerk geht es darum, welche Länder bei Batterietechnologien für Elektromobilität führend sind. Der aktuelle Stand ist beunruhigend, aber noch nicht hoffnungslos. So konnte Deutschland seine Position zwar in den letzten zwei Jahren zumindest stabilisieren. “Die Dynamik lässt wie bei allen untersuchten Ländern jedoch nach – mit Ausnahme Chinas, das seine Führungsposition weiter ausbaut”, so das Untersuchungsergebnis.

Noch bis zum Jahr 2025 geben die Forscher Deutschland Zeit, um eine wettbewerbsfähige Zellfertigung aufzubauen. Dann soll der sogenannte “Tipping Point” erreicht sein, der Übergang der Elektromobilität vom Nischen- zum Massenmarkt. Und was bis dahin unternommen wird, gilt als entscheidend für die globale Transformation hin zur elektromobilen Ära.

Kurzfristig sind für eine wettbewerbsfähige Produktion rund zehn, langfristig die erwähnten 100 Milliarden Euro nötig, so das Fraunhofer ISI, das allerdings in seiner Prognose keinen übermäßigen Optimismus verbreitet: Es gebe derzeit “erhebliche Probleme” beim Aufbau einer deutschen, beziehungsweise einer europäischen Zellfertigung. mid/rhu

Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz

Viele Menschen stehen der Künstlichen Intelligenz (KI) skeptisch gegenüber. Vor allem in der Arbeitswelt gibt es Vorbehalte. Die vorherrschende Meinung: Roboter und intelligente Maschinen kosten Jobs. Dabei kann Künstliche Intelligenz den Arbeitsalltag erleichtern.

Eine Forschungskooperation von Unternehmen und Wissenschaft entwickelt KI-gestützte Modelllösungen für personalisierte Assistenz- und Wissensdienste. An diesem Projekt beteiligt sind Airbus, Festo, Lufthansa und das Berufsförderungswerk, geleitet wird es von “Das Demographie Netzwerk e.V.” (ddn) und wissenschaftlich unterstützt durch das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und die Jacobs University Bremen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit knapp einer Million Euro in den kommenden drei Jahren.

Beschäftigten in Produktionstätigkeiten sollen neuartige Unterstützungsmöglichkeiten in Form intelligenter Assistenz- und Wissensdienste das Leben leichter machen. Ziel des Projektes sei die Reduzierung der individuellen Beanspruchung, so dass Beschäftigte länger gesund arbeiten können.

“Wir freuen uns, dass wir unsere Erkenntnisse zur Arbeitsgestaltung aus der Zusammenarbeit mit zahlreichen namhaften Unternehmen in das Projekt einbringen dürfen. Die Belegschaften sind durch den demografischen Wandel in ihrer Altersstruktur heterogener geworden”, sagt der Organisationspsychologe Prof. Dr. Christian Stamov Roßnagel von Jacobs University. cid/rlo

Volkswagen: Neues Vergütungssystem und eine Übernahme

Der Volkswagen-Konzern stellt sich nicht nur bei der Automobilproduktion neu auf. Auch für die Mitarbeiter, vor allem für die Führungskräfte, wird sich einiges ändern. Und deshalb hat das Unternehmen jetzt das Vergütungssystem für das Top-Management überarbeitet.

Die neue Regelung soll an das System der Vorstandsvergütung anknüpfen, teilt der Konzern mit. Damit wolle man den Konzerngedanken stärken und die Zusammenarbeit zwischen Marken, Regionen und Ländern fördern. “Darüber hinaus werden die Renditeziele des Unternehmens berücksichtigt und ein stärkerer Aktienbezug hergestellt”, heißt es in Wolfsburg.

Durch die Neuerungen soll auch die Teamleistung einen deutlich höheren Stellenwert bekommt. Denn das System bietet die Möglichkeit, individuelles Fehlverhalten bei der Festlegung der variablen Vergütung mindernd zu berücksichtigen. Das neue Vergütungssystem gilt ab dem Geschäftsjahr 2019.

“Das neue Vergütungssystem trägt dem Kulturwandel unseres Unternehmens Rechnung. Wir stellen damit die gemeinsame Leistung klar in den Vordergrund. Wir stärken nachhaltig Teamgeist und Konzerndenken, indem wir das Leitmotiv der TOGETHER-Strategie 2025 auch im Vergütungssystem für unser Management umsetzen und den Fokus auf stabile Rentabilität und robuste Entwicklung des Unternehmens legen. Konzern, Marken und Regionen ziehen dabei gemeinsam an einem Strang”, sagt Personalvorstand Gunnar Kilian.

Auch für das Autogeschäft verkündete das Unternehmen Neuigkeiten. Um die Vernetzung der Fahrzeuge voranzutreiben, übernimmt der Volkswagen-Konzern 75,1 Prozent am schwedischen Telematik-Spezialisten “WirelessCar” von Volvo. Die Mehrheitsübernahme soll im ersten Halbjahr 2019 offiziell vollzogen werden, heißt es in Wolfsburg.

Was steckt hinter der Übernahme? “Unsere Kunden werden digitale Mehrwertdienste in ihren Autos oder mit ihren mobilen Endgeräten jederzeit nutzen können. Bei dieser Entwicklung drücken wir aufs Tempo und haben mit WirelessCar nun den dritten großen Partner gewinnen können. Jetzt starten wir durch und konzentrieren uns auf die Integration der Technologien”, sagt Christoph Hartung, Leiter Digital & New Business / Mobility Services der Marke Volkswagen. mid/rlo

Autojahr 2018: Diesel stabil, Autos werden jünger

Das Autojahr 2018 war turbulent in Deutschland: Dieselkrise, WLTP-Umstellung, Fahrverbote sind nur einige Themen, die Autofahrer, Käufer und Verkäufer auf Trab gehalten haben. Trotzdem hat sich die Marktsituation stabil gezeigt, wie Deutschlands größter Online-Fahrzeugmarkt mobile.de ermittelt hat.

“Wir schauen auf ein wirklich bewegtes Autojahr zurück”, sagt Malte Krüger, Geschäftsführer von mobile.de. Dennoch habe sich der Automarkt überraschend stabil gezeigt. Verlangen Verkäufer im Januar noch durchschnittlich 19.685 Euro, lag der Angebotspreis im November bei etwa 20.290 Euro im Schnitt, was einem Plus von rund 3,1 Prozent entspricht. Bei den Diesel-Angeboten lag der Durchschnittspreis sogar bei 22.096 Euro.

Beim Online-Portal hat sich die WLTP-Umstellung bemerkbar gemacht. Bis Ende August seien viele Tageszulassungen angeboten worden, die noch nicht entsprechend zertifiziert waren, was das Angebot verjüngt und die Preise hochgetrieben habe, so Krüger. Über 83.000 Autos waren Ende August höchstens einen Monat alt. mid/Mst

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