Deutsche machen weniger Überstunden

Groß-Gerau – In fast jedem Job gehören Überstunden zur Tagesordnung. Im ersten Quartal 2019 hat die arbeitende Bevölkerung in Deutschland etwas weniger Mehrarbeit geleistet als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die bezahlten und unbezahlten Überstunden je Arbeitnehmer sind demnach gegenüber dem Vorjahr um jeweils 0,4 Stunden gesunken. Damit summieren sich die bezahlten Überstunden auf 6,4 Stunden, die unbezahlten auf 6,0 Stunden – und das bei einer Arbeitszeit pro Erwerbstätigem von 347,9 Stunden. Im Durchschnitt betrug in den ersten drei Monaten 2019 die vereinbarte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten 38 Stunden, die der Teilzeitbeschäftigten 17 Stunden. wid/Mst

Arbeitslosenzahlen Mai – Spitzenwerte in Ludwigsburg

Quote bei 2,7% bzw. 8.535 Menschen ohne Beschäftigung.

Grund zur Freude bei den Arbeitnehmern. Die Agentur für Arbeit hat die neuesten Zahlen für den Landkreis Ludwigsburg veröffentlicht.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich die Arbeitslosenquote um 0,3% verringert. In Zahlen sind das 652 Menschen wenigerdie jetzt Erwerbslos gemeldet sind. Im Vergleich zum Vormonat ist die Quote gleich geblieben. Saisonbedingt waren im Mai 2019 somit 2,7% bzw. 8.535 Erwerbslose gemeldet. Im Vorjahresmonat waren es noch 3,0% bzw. 9.187 Erwerbslose im Landkreis Ludwigsburg.

In Baden-Württemberg liegt die Quote bei 3,1% bzw. 191.306 Menschen ohne Job

Im Landkreis Böblingen bleibt die Quote bei konstant 2,7%, und hat nun gemeinsam mit dem Landkreis Ludwigsburg in der Gesamtregion Stuttgart die niedrigste Arbeitslosenquote. In Stuttgart beträgt die Quote 3,4%. Im Landkreis Waiblingen/Rems-Murr liegt sie bei 2,9%. In Baden-Württemberg sind es 3,1%.

Die Zahl der offenen Stellen im Landkreis Ludwigsburg liegt aktuell bei 4.418 Stellen. Das sind 444 Stellen weniger als ein Jahr zuvor.

Arbeitsmarkt im Überblick – Berichtsmonat Mai 2019 – Ludwigsburg
Ausgewählte Merkmale Aktueller Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
Arbeitslose insgesamt 8.535 – 652
Arbeitslose SGB III 4.301 31
Arbeitslose SGB II 4.234 – 683
Arbeitslosenquote insgesamt 2,7 -0,3
Gemeldete Arbeitsstellen 4.418 – 444

Quelle Arbeitsagentur

red

Smartphone-Geschäft gerät ins Stocken

Die Smartphones haben den Rückwärtsgang eingelegt. Laut der Marktforscher von Gartner ist die Zahl der weltweit verkauften mobilen Telefongeräte im ersten Quartal 2019 um 2,7 Prozent auf 373 Millionen gesunken. Obwohl Huawei am US-Markt nicht teilnimmt, behauptete die chinesische Marke die Position als Nummer zwei der Smartphone-Anbieter weltweit hinter Branchen-Primus Samsung.

“Die Nachfrage nach Premium-Smartphones blieb geringer als die nach herkömmlichen Smartphones, wovon Marken wie Samsung und Apple betroffen waren, die einen bedeutenden Anteil an hochwertigen Smartphones haben”, sagt Anshul Gupta, Research Direktor bei Gartner.

Darüber hinaus sei die Nachfrage nach Utility-Smartphones gesunken, da sich die Upgrade-Rate von Feature-Phones zu Smartphones verlangsamte. Zudem bieten 4G-Feature-Phones den Benutzern große Vorteile bei geringeren Kosten.

Der Umsatz der Huawei-Smartphones wuchs in allen Regionen. “Huawei hat sich in zwei seiner größten Zielmärkte, Europa und dem Großraum China, gut entwickelt. Hier wuchs der Smartphone-Umsatz um 69 Prozent beziehungsweise 33 Prozent”, erläutert Gupta.

Die anhaltende Dominanz von Huawei im Großraum China, wo das Unternehmen über einen Marktanteil von 29,5 Prozent verfügt, trug dazu bei, dass Huawei sich im ersten Quartal 2019 als zweitgrößter globaler Smartphone-Hersteller im Ranking positionierte – daran konnten auch die US-Sanktionen nichts ändern. cid/rlo

Einzelhandel mit deutlichem Plus

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im April 2019 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 4,8 Prozent mehr umgesetzt als im April 2018. Beide Monate hatten jeweils 24 Verkaufstage.

Positiv auf die Umsatzentwicklung im April 2019 im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich die Lage der Osterfeiertage aus: Das Ostergeschäft 2018 lag überwiegend im März, im April gingen die Umsätze zurück. Das Ostergeschäft 2019 lag dagegen überwiegend im April.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im April 2019 real 8,2 Prozent und nominal 8,4 Prozent mehr um als im April 2018. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, den SB-Warenhäusern und den Verbrauchermärkten real um 9,0 Prozent und nominal um 9,2 Prozent über dem des Vorjahresmonats.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln stiegen die Umsätze im April 2019 zum Vorjahresmonat real um 1,6 Prozent, nominal lagen sie um 2,5 Prozent höher. Das größte Umsatzplus mit real 5,0 Prozent und nominal 5,8 Prozent erzielte der sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, wie Waren- und Kaufhäuser. wid/rlo

Deutschland ist bei ausländischen Fachkräften nicht erste Wahl

Deutschland bei ausländischen Fachkräften nicht gefragt

Der Industrie-Standort Deutschland klagt schon seit geraumer Zeit über einen Mangel an Fachkräften aus dem Ausland. An diesem Zustand dürfte sich so schnell auch nicht ändern, wie eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, die jetzt in Berlin vorgestellt wurde.

Demnach ist Deutschland für hoch qualifizierte Arbeitnehmer aus dem Ausland nicht die erste Wahl. Die Autoren der Studie stellen fest, dass Deutschland in der Rangfolge der attraktivsten Standorte für Fachkräfte mit Master-Abschluss oder Doktortitel nur den zwölften Rang belegt. Auf dem ersten Platz sehen die Forscher Australien, gefolgt von Schweden und der Schweiz. Die USA landen auf Platz sieben. Schlusslicht unter den 35 untersuchten Staaten ist die Türkei.

Untersucht wurden die Qualität der beruflichen Chancen, Einkommen, Steuern, Möglichkeiten für Familienangehörige, Einreise- und Aufenthaltsbedingungen, Zukunftsaussichten, das “Kompetenzumfeld” sowie gesellschaftliche Diversität und Lebensqualität.

“Für Fachkräfte ist die Geschwindigkeit der Visa-Erteilung ein wichtiger Faktor, aber für viele Hochqualifizierte sind auch die Rahmenbedingungen für Partner und Kinder wichtig”, sagte der OECD-Direktor für Arbeit und Soziales, Stefano Scarpetta. wid/rlo

Fusions-Hammer: Fiat Chrysler und Renault wollen fusionieren

Die Zeiten für die großen Automobilhersteller sind stürmisch. Einen Fahrplan zum Erfolg hat aktuell niemand parat. Benziner, Diesel, Stromer oder Brennstoffzelle: Noch ist nicht entschieden, welcher Antrieb in den kommenden Jahren das Rennen macht – vom autonomen Fahren ganz zu schweigen.

Aus diesem Grund schließen Autobauer Allianzen. Gemeinsam wollen sie in ruhigeres Fahrwasser steuern. Jüngstes Beispiel: Der Autokonzern Fiat Chrysler (FCA) schlägt eine Fusion mit Renault vor. Das teilte das Unternehmen offiziell mit. Demnach sollten nach einem Zusammenschluss beide Seiten jeweils 50 Prozent, heißt es. Bei einer Fusion würde einer der größten Autokonzerne der Welt entstehen. Die Allianz aus FCA und Renault käme auf etwa 8,7 Millionen verkaufte Autos pro Jahr in allen wichtigen Märkten rund um den Globus, berichtet das Handelsblatt. Da müssten sich auch die Marktführer Volkswagen und Toyota warm anziehen.

Renault bestätigte inzwischen, den Vorschlag erhalten zu haben. Der Verwaltungsrat des französischen Konzerns wird nun über die Offerte beraten und sich danach schriftlich äußern, teilte das Unternehmen in Boulogne-Billancourt bei Paris mit.

“Der vorgeschlagene Zusammenschluss würde einen globalen Autohersteller schaffen, herausragend in Bezug auf Umsatz, Volumen, Rentabilität und Technologie sowie von Vorteil für die Anteilseigner der Unternehmen”, heißt es in einer Mitteilung von Fiat Chrysler. Es habe auch schon Gespräche zwischen beiden Unternehmen gegeben, um Produkte und Regionen für eine Zusammenarbeit zu identifizieren. mid/rlo

Weniger Aufträge im Baugewerbe

Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2019 um 1,9 Prozent niedriger als im Februar 2019. Dieser Rückgang ist auf das mittlerweile sehr hohe Auftragseingangsniveau, bedingt durch die besonders gute Entwicklung der letzten Berichtsmonate, zurückzuführen.

Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich sank das Volumen der saison-,
arbeitstäglich- und preisbereinigten Auftragseingänge von Januar bis März 2019 gegenüber Oktober bis Dezember 2018 ebenfalls um 1,9 Prozent. wid/rlo

Heizölkunden zahlen drauf

Der vergleichsweise milde Winter 2018/2019 hat dafür gesorgt, dass Verbraucher sieben Prozent weniger Energie für das Heizen ihrer Wohnung benötigten als in der Vorsaison. Das brachte Gaskunden Entlastung, doch Heizölkunden zahlten drauf, wie das Vergleichsportal Check24 berichtet.

In Zahlen bedeutet das: Ein Musterhaushalt mit Gasheizung zahlte in der Heizperiode September 2018 bis April 2019 im Schnitt 1.075 Euro. Das sind 33 Euro weniger als im Winter 2017/2018. Für Verbraucher mit Ölheizung stiegen die Kosten dagegen um neun Prozent – von 1.140 Euro auf 1.248 Euro.

“Die Kostenschere zwischen Gas und Heizöl hat sich im Vergleich zur Vorsaison wieder deutlich geöffnet”, sagt Dr. Oliver Bohr, Geschäftsführer Energie bei Check24. Doch was ist der Grund dafür? “Das liegt vor allem daran, dass die Ölpreise in diesem Winter höher waren als im Vorjahreszeitraum”, so der Experte.

Der durchschnittliche Preis für Heizöl stieg im Vergleich der vergangenen beiden Heizperioden September bis April um 19 Prozent. Dieser Preisanstieg konnte durch den geringeren Energiebedarf nicht ausgeglichen werden. Der Gaspreis erhöhte sich nur um durchschnittlich drei Prozent. Somit war Heizen mit Öl 16 Prozent teurer als mit Gas. wid/rlo

Armutsrisiko steigt

Das Armutsrisiko von Rentnern ist in vielen Ländern der Europäischen Union gewachsen. Betroffen sind vor allem ältere Rentner ab 75 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik, in der die Änderungen der Anpassungsmodalitäten für Bestandsrenten im Zeitraum von 2008 bis 2017 in den EU-Staaten untersucht wurden.

Die Analyse der Experten kommt zu dem Schluss, dass gerade Renten mit einem niedrigen Einstiegsniveau regelmäßig angepasst werden müssen. Denn eine restriktive Rentenanpassung berücksichtigt zwei Punkte nicht: 1. Renten werden zunehmend länger bezogen, da die Lebenserwartung in den meisten Ländern kontinuierlich steigt. 2. Werden die Renten über die Jahre nicht angemessen an das Wohlstandsniveau eines Landes angepasst, lassen Preissteigerungen ihre Kaufkraft sinken.

“Bei unzureichender Anpassung der Renten ohne Anbindung an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten einer Gesellschaft wächst das Risiko von Altersarmut, und wiederum dies gefährdet wiederum den sozialen Zusammenhalt”, sagt Dr. Eva Maria Hohnerlein, die die Untersuchung durchgeführt hat.

Modellrechnungen der EU für das Jahr 2066 zeigen, dass infolge der Reformen nach zehn Jahren die ausgezahlten Renten deutlich niedriger liegen werden als die Zugangsrenten. Die größte Rentenerosion mit 10 Prozentpunkten oder mehr wurde für Portugal, Ungarn, Belgien und Österreich prognostiziert.

Angesichts dessen haben vor allem Länder in Osteuropa nun begonnen, der drohenden Altersarmut von insbesondere älteren Rentnern entgegenzuwirken, darunter die Tschechische Republik, Kroatien und die Slowakei. Eine interessante Neuerung in diesem Zusammenhang ist das “Günstigkeitsprinzip”, eine Variante, die in Großbritannien schon seit 2011 praktiziert wird. So wird in Polen und der Tschechischen Republik beispielsweise der Preisindex zur Berechnung herangezogen, der sich auf die Rentenanpassung am positivsten auswirkt. wid/rlo

Trump verschiebt Entscheidung und lässt die Autoindustrie weiter zittern

Auto-Zölle: Trump verschiebt Entscheidung

Verschnaufpause für die deutsche Autoindustrie: US-Präsident Donald Trump hat seine Entscheidung über die mögliche Erhebung von Sonderzöllen auf Auto-Importe um sechs Monate verschoben.

Die USA werden bis auf weiteres keine Sonderzölle auf Importe der europäischen Automobilindustrie erheben, heißt es aus dem Weißen Haus in Washington. Der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer solle in den kommenden 180 Tagen weitere Verhandlungen führen, berichtet “tagesschau.de“.

Experten zufolge habe sich der US-Präsident der Sichtweise seines Handelsministeriums angeschlossen. Dieses hatte in einem Prüfbericht festgestellt, dass Sonderzölle auf Auto-Importe auch die heimische Wirtschaft treffen könnten und damit die nationale Sicherheit beeinträchtigen würden.

Und wie beurteilt die deutsche Autoindustrie die Entscheidung? “Die Frist von 180 Tagen muss nun intensiv genutzt werden, um in den Verhandlungen zwischen der EU und den USA zu guten Ergebnissen zu kommen”, sagt Bernhard Mattes, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Zölle oder Quoten würden gleichermaßen den internationalen Handel beschränken, so Bernhard Mattes weiter. “Sie schaden allen Unternehmen und Kunden in den betroffenen Ländern und führen zu Wohlfahrtsverlusten. Beide großen Wirtschaftsräume brauchen einander.”

Das Ziel der transatlantischen Verhandlungen müsse es nun sein, die Möglichkeiten für freien und fairen Handel auszuweiten und offene Märkte auf allen Seiten sicherzustellen, betont der VDA-Präsident: “Der Erfolg der deutschen Automobilindustrie basiert zu einem großen Teil auf dem freien Zugang zu den Märkten.” mid/rlo

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