Heizkosten mit Homeoffice-Aufschlag

Viele Mieter kennen das aus leidvoller Erfahrung: Die Heizkostenabrechnung kommt – und verursacht einen ordentlichen Schock. Diesmal erwarten die Experten von der Verbraucherzentrale Bayern, dass durch das Arbeiten und Lernen zuhause für viele die Kosten noch höher als gewohnt ausfallen. Ihr Rat: „Vor allem wenn eine hohe Nachzahlung gefordert wird ist es empfehlenswert, die Heizkostenabrechnung überprüfen zu lassen.“

Grundsätzlich wird der sparsame Umgang mit Energie immer wichtiger. Denn es kommt ein neuer Preisfaktor hinzu: Seit Anfang 2021 gilt die neue CO2-Bepreisung, dadurch wird das Heizen mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl teurer. Für 2021 werden bei einer 80 Quadratmeter großen Wohnung für die Gasheizung Mehrkosten von etwa 60 Euro fällig, für die Ölheizung sogar von 80 Euro.

Um den Energieverbrauch beim Heizen zu verringern, helfen oft schon kleine Maßnahmen. So empfehlen die Energieberater, mehrmals täglich für nur wenige Minuten mit weit geöffneten Fenstern zu lüften. Durch den schnellen Austausch der Raumluft behalten Möbel und Wände die gespeicherte Wärme und müssen nicht stets aufs Neue teuer aufgeheizt werden.

Auch das Thermostat am Heizkörper ist ein echter Energiesparhelfer. Stufe 3 steht dabei für eine „Wohlfühlwärme“ von etwa 20 Grad. Nachts und vor Verlassen der Wohnung sollte man die Thermostate auf Stufe 1 oder 2 herunterdrehen.

Rudolf Huber / glp

Es wird weniger Alkohol getrunken – Bierumsatz geht 2020 weiter zurück

WIESBADEN – Geschlossene Restaurants und Bars, abgesagte Veranstaltungen, eingeschränkter Grenzverkehr: Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben zu einem Rückgang des Alkoholverbrauchs pro Einwohnerin und Einwohner in Deutschland im Jahr 2020 geführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilt, wurden im vergangenen Jahr pro Kopf durchschnittlich 3,3 Liter Schaumwein und 2,1 Liter Alkohol in Spirituosen verbraucht. Das war ein Rückgang von 2,1 % beziehungsweise 0,9 % gegenüber dem Jahr 2019. Den stärksten Einbruch zeigte der Bierverbrauch pro Kopf mit einem Minus von 5,4 % auf 86,9 Liter – das war der stärkste Rückgang innerhalb der letzten zehn Jahre. Damit konsumierte jeder Einwohner und jede Einwohnerin 2020 im Durchschnitt knapp fünf Liter Bier weniger als im Vorjahr. Demgegenüber konnte der Verbrauch so genannter Zwischenerzeugnisse – dazu zählen im Wesentlichen mit Alkohol verstärkte Weine wie Sherry, Madeira oder Portwein – auch 2020 und damit das fünfte Jahr in Folge einen Zuwachs verzeichnen: Durchschnittlich 0,2 Liter wurden davon pro Kopf verbraucht, ein Plus von 7,7 % gegenüber 2019.

Verbraucherpreise für alkoholische Getränke sinken

Im Umfeld des rückläufigen Verbrauchs von Bier, Schaumwein und Spirituosen sowie bedingt durch die temporäre Senkung der Mehrwertsteuersätze in der 2. Jahreshälfte 2020 sanken die Verbraucherpreise für diese alkoholischen Getränke im Corona-Jahr 2020. Den stärksten Preisrückgang verzeichneten die Schaumweinprodukte Sekt, Prosecco und Champagner (-1,2 % im Jahresdurchschnitt 2020 gegenüber 2019), gefolgt von Bier (-0,9 %) und Spirituosen (-0,3 %).

Minusrekord: Bierabsatz liegt im Januar 2021 um 27 % unter dem des Vorjahresmonats

Besonders deutlich zeigen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie beim Bierabsatz. Insgesamt setzten die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager 2020 rund 8,7 Milliarden Liter alkoholhaltiges Bier und damit 508,2 Millionen Liter weniger als 2019 ab. Dieser Rückgang von 5,5 % gegenüber dem Vorjahr fiel wesentlich stärker aus als der durchschnittliche Rückgang in den Jahren 2011 bis 2019, der bei etwa 0,7 % lag. Ein Blick auf die unterjährigen Monatszahlen zum Bierabsatz illustriert den Einfluss der Gastronomie-Schließungen und abgesagten Großveranstaltungen. So ging der Bierabsatz in den Lockdown-Monaten besonders deutlich zurück: Der bislang stärkste Absatzrückgang gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat ist mit -27 % im Januar 2021 zu verzeichnen.

Die Zahl der in Deutschland betriebenen Braustätten ging im Corona-Jahr 2020 ebenfalls zurück: um 24 Brauereien auf insgesamt 1 528. Damit endete ein seit 2012 anhaltender stetiger Zuwachs an insbesondere kleineren Braustätten.

red

Quelle: Statistische Bundesamt

Fast 2,2 Billionen Euro Staatsschulden in 2020

WIESBADEN – Der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) war zum Jahresende 2020 mit 2 171,8 Milliarden Euro verschuldet. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 26 128 Euro. In 2019 lag die Verschuldung pro Kopf bei 22 857 Euro.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Donnerstag mitteilt, stieg die öffentliche Verschuldung damit gegenüber dem Jahresende 2019 um 14,4 % oder 273,1 Milliarden Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen in der Aufnahme finanzieller Mittel zur Bewältigung der Corona-Krise begründet. Gegenüber dem 3. Quartal 2020, als der höchste jemals in der Schuldenstatistik gemessene Schuldenstand verzeichnet worden war, sank die Verschuldung im 4. Quartal 2020 um 1,0 % oder 22,6 Milliarden Euro.

Schulden des Bundes wachsen um 18,1 % 

Mit Ausnahme der Sozialversicherung waren am Jahresende 2020 alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts stärker verschuldet als Ende 2019. Insgesamt verzeichnete der Bund mit einem Anstieg um 18,1 % beziehungsweise 214,9 Milliarden Euro auf 1 403,4 Milliarden Euro den stärksten Schuldenzuwachs. Gegenüber dem 3. Quartal 2020 sanken die Schulden des Bundes im 4. Quartal 2020 um 1,9 % beziehungsweise 26,8 Milliarden Euro.

Schulden der Länder steigen um 9,9 % 

Die Länder waren Ende 2020 mit 635,8 Milliarden Euro verschuldet, das waren 9,9 % beziehungsweise 57,1 Milliarden Euro mehr als Ende 2019. Die Verschuldung ist in allen Ländern gestiegen, prozentual nahm sie in Sachsen am stärksten zu (+344,0 %), gefolgt von Bayern (+38,0 %) und Bremen (+31,0 %). Die geringste Zunahme war in Sachsen-Anhalt (+1,6 %), Rheinland-Pfalz (+3,4 %) und Schleswig-Holstein (+3,9 %) zu verzeichnen. Die Länder mit den höchsten absoluten Zuwächsen waren Bremen (+9,3 Milliarden Euro), Nordrhein-Westfalen (+8,3 Milliarden Euro) und Niedersachsen (+6,8 Milliarden Euro).

In den meisten Ländern stand die höhere Verschuldung größtenteils im Zusammenhang mit der Corona-Krise. In Bremen ist der Anstieg vor allem auf Schuldenaufnahmen für die Bereitstellung von Barsicherheiten für Derivat-Geschäfte zurückzuführen. Gegenüber dem 3. Quartal 2020 stiegen die Schulden der Länder im 4. Quartal 2020 um 0,9 % beziehungsweise 5,5 Milliarden Euro.

Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände nehmen um 1,1 Milliarden Euro zu 

Die Gemeinden und Gemeindeverbände waren Ende 2020 mit 132,5 Milliarden Euro verschuldet. Im Vergleich zum Bund und zu den Ländern war der Anstieg um 0,9 % beziehungsweise 1,1 Milliarden Euro gegenüber dem Jahresende 2019 jedoch gering. Die Entwicklung verlief allerdings regional unterschiedlich: Die Schulden stiegen vor allem in den Gemeinden und Gemeindeverbänden in Baden-Württemberg (+7,7 %), Bayern (+6,8 %) und Hessen (+6,2 %). Dagegen sanken die Schulden insbesondere im Saarland (‑13,8 %), in Sachsen (‑11,3 %) und in Brandenburg (-10,6 %). Gegenüber dem 3. Quartal 2020 gingen die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände im 4. Quartal 2020 um 1,0 % beziehungsweise 1,4 Milliarden Euro zurück. Der Schuldenrückgang der saarländischen Gemeinden und Gemeindeverbände ist zum Großteil dadurch begründet, dass das vom Land verwaltete „Sondervermögen Saarlandpakt“ über das Jahr 2020 hinweg 408,5 Millionen Euro an kommunalen Kassenkrediten übernommen hat.

red
Quelle: Statistische Bundesamt

Earth Hour: Schluss mit Stand-by

Elektrogeräte im Stand-by nutzen kaum, verursachen aber hohe Kosten. In Zahlen: Jede Stunde verbrauchen deutsche Privathaushalte rund 1,2 Millionen Kilowattstunden (kWh) für Elektronik im Ruhemodus. Das entspricht Stromkosten von circa 350.000 Euro pro Stunde. Von der Umweltbelastung ganz zu schweigen.

Anders ausgedrückt: Die Deutschen verschwenden im Jahr etwa zehn Milliarden kWh Strom, um ihre Elektrogeräte im Stand-by-Modus zu betreiben. Das entspricht in etwa der Jahresleistung eines mittleren Kernkraftwerks. „Dadurch entstehen vermeidbare Kosten in Höhe von drei Milliarden Euro“, heißt es beim Vergleichsportal Check24.

Zur Earth Hour am Samstag, 27. März 2021, schalten viele Städte weltweit für eine Stunde die Beleuchtung von öffentlichen Gebäuden aus, um auf den Klimawandel hinzuweisen. Auch „normale“ Verbraucher können sich an der Aktion beteiligen, etwa indem sie nicht verwendete Elektrogeräte wie Fernseher, Ladekabel oder Mikrowellen vom Stromnetz trennen. Das spart nicht nur Geld, sondern hilft auch, CO2-Emissionen zu reduzieren. Und möglicherweise ist die Earth Hour der Anstoß zum Umdenken – etwa durch den Kauf abschaltbarer Steckerleisten, um die Stand-by-Energieverschwendung dauerhaft zu beenden.

Schließlich verursacht die in Deutschland pro Stunde einen CO2-Ausstoß von 465.000 Kilogramm. Das entspricht rund vier Millionen Tonnen im Jahr.

Rudolf Huber / glp

Autohandel: „Die Geduld ist aufgebraucht!“

Die Beschlüsse des Corona-Gipfels vom 23. März mit einer erneuten Verlängerung und Verschärfung des Lockdown verstärken die Krise im Automobilhandel weiter. „Der zentrale Vertriebskanal der volkswirtschaftlich bedeutenden Automobilbranche bleibt dicht, und das schon seit Mitte Dezember 2020“, so ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. „Nicht nur im Handel müssen wir uns auf ein desaströses Autojahr 2021 einstellen. Viele Existenzen im mittelständischen Kraftfahrzeuggewerbe stehen auf dem Spiel.“

Nach drei Monaten Berufsverbot seien Verständnis und Geduld der Autohändler inzwischen komplett aufgebraucht. „Große Verkaufsräume, geringe Kundenfrequenz, erprobte Einhaltung der Corona-Schutzauflagen: Autohäuser sind auch laut Robert-Koch-Institut fast so sicher wie Aufenthalte im Freien“, betont Karpinski. „Wenn die Autohäuser also praktisch nichts zum Infektionsgeschehen beitragen, wie soll ihre Schließung dann bei der Eindämmung des Virus helfen? Und mit welcher Rechtfertigung soll den Unternehmen ein derartiges Opfer aufgezwungen werden?“

Reinhard Zirpel, Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), schlägt in die selbe Kerbe: „Mit der heutigen Entscheidung wird der Autohandel in vielen Regionen Deutschlands wieder zurückgeschickt in den Lockdown. Wirtschaftlich kann das verheerend sein, weil das für die Autobranche so immens wichtige Frühjahrsgeschäft erneut wie schon 2020 stark eingeschränkt wird.“

Autohäuser würden über sehr große Verkaufsflächen in Relation zur täglichen Kundenzahl verfügen. Terminshopping könne man hier auch weiterhin infektionssicher umsetzen. Zirpel: „Deswegen braucht es Regelungen, die bei unterschiedlichen Voraussetzungen auch unterschiedliche Maßnahmen zur Folge haben.“

Rudolf Huber / glp

Einfamilienhäuser ganz vorne

Das Ergebnis überrascht nicht wirklich: Die meisten Menschen würden am liebsten in Einfamilienhäusern am Rande der Stadt wohnen. Dafür nähmen sie auch etwas längere Fahrzeiten ins Zentrum in Kauf, so eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Besonders unbeliebt sind demnach große Mehrfamilienhäuser.

Eine schnelle Anbindung ans Zentrum wollen zwar alle, doch die Befragung unter 1.000 Bürgern zeigt, dass erst ab einer Fahrtzeit von mehr als 40 Minuten ins Zentrum eine Wohnoption negativ bewertet wird. „Viele Stadtbewohner könnten sich also vorstellen, ins Umland zu ziehen, wenn sie dort gut angebunden in einem Einfamilienhaus leben können“, so das IW.

Dabei sind die meisten Befragten bereit, 40 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen auszugeben. Die beliebteste Wohnungsgröße sind 90 bis 120, für kleinere Haushalte sind es 50 bis 75 Quadratmeter. Wichtiger als die Größe ist vielen Befragten, dass die Wohnfläche mehr Räume bietet. „Dies bedeutet, dass Projektentwickler gefordert sind, nicht immer größere Wohnungen zu bauen, sondern die Wohnfläche besser nutzbar zu machen“, sagt IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer.

Rudolf Huber / glp

Gastgewerbe-Umsätze seit Beginn der Pandemie um fast die Hälfte gesunken

WIESBADEN – Nach mehrmonatigen Schließungen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens wird über eine schrittweise Wiederbelebung des Gastgewerbes diskutiert. Hotels, Restaurants und Cafés leiden seit März 2020 unter den Folgen der Corona-Pandemie besonders schwer. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mitteilt, lag der Umsatz im Gastgewerbe insgesamt im Zeitraum von März 2020 bis Januar 2021 real (preisbereinigt) um 47,1 % unter dem des Vorjahreszeitraums.

Seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 gab es noch keinen Monat, in dem die Umsätze im Gastgewerbe real wieder das Niveau des jeweiligen Vorjahresmonats erreichten. Besonders hoch waren die Einbrüche in den Lockdown-Monaten April 2020 und Dezember 2020 mit –74,7 % beziehungsweise -71,1 %. In dieser Zeit waren die Gaststätten bis auf Abhol- und Lieferangebote geschlossen, Hotels durften allenfalls Geschäftsreisende beherbergen. Doch auch die weitreichenden Lockerungen der Pandemie-Beschränkungen während der Sommermonate brachten keine vollständige Erholung für die Branche: Auch im August 2020, dem für das Gastgewerbe umsatzstärksten Monat des vergangenen Jahres, wurde 20,5 % weniger umgesetzt als im August 2019.

Hotels und Getränkeausschank besonders stark betroffen

Dabei trafen die Umsatzeinbußen die einzelnen Bereiche in Gastronomie und Beherbergung unterschiedlich stark: In der Beherbergung fiel der Umsatzverlust in diesem Zeitraum mit -54,8 % besonders hoch aus. In der Gastronomie gingen die Umsätze von März 2020 bis Januar 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 42,7 % zurück. Das Ausbleiben ausländischer Gäste und der Wegfall von Großveranstaltungen und Messen machte sich vor allem bei Hotels, Gasthöfen und Pensionen bemerkbar: Hier gingen die Umsätze von März 2020 bis Januar 2021 um real 57,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Dagegen fiel im selben Zeitraum das Minus bei Ferienunterkünften und ähnlichen Beherbergungsstätten mit 41,8 % etwas geringer aus. Die Betreiber von Campingplätzen konnten dank Lockerungen und verstärktem Inlands-Individualtourismus in den Monaten Juli bis Oktober 2020 sogar mehr Umsatz erwirtschaften als im Vorjahr – insgesamt lagen die Umsätze von März 2020 bis Januar 2021 deshalb nur 9,7 % unter dem Vorjahreszeitraum.

Innerhalb der Gastronomie waren all jene Lokale besonders stark betroffen, die ihr Geld mit dem Ausschank von Getränken verdienen: In dieser Sparte brach der reale Umsatz von März bis Januar 2021 um 62,2 % ein. Dagegen konnten Restaurants, Gaststätten und Imbisslokale offenbar mit Lieferdiensten und Ab-Haus-Verkäufen einen Teil des Gästeschwunds kompensieren: Hier lagen die Umsätze von März bis Januar 2021 um 41,3 % unter denen des Vorjahreszeitraums.

Zahl der Beschäftigten im Gastgewerbe schrumpft um ein Fünftel

Die Umsatzverluste durch die Corona-Krise führten auch zu einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen im Gastgewerbe: Diese lagen im Zeitraum von März 2020 bis Januar 2021 um 19,2 % unter denen des Vorjahreszeitraums.

Während die von Umsatzrückgängen verhältnismäßig stark getroffenen Hotels, Gasthöfe und Pensionen im selben Zeitraum mit -17,8 % etwas weniger Personal abbauten, war der Rückgang der Beschäftigten im Bereich Getränkeausschank besonders hoch (-38,9 %). Dabei ist zu beachten, dass Kurzarbeitende weiterhin als Beschäftigte zählen.

red

Quelle: Statistische Bundesamt

Rentenerhöhung im Westen gestrichen

Deutschlands Rentner werden in den alten Bundesländern im Sommer 2021 erstmals seit Jahren leer ausgehen. Wegen der Corona-Krise wird eine Rentenerhöhung gestrichen. Im Osten wird es dagegen eine Mini-Anhebung um 0,72 Prozent geben. Zeitverzögert wirke sich die Krise nun auch auf die Rentenanpassung aus, heißt es aus der Politik.

Im vergangenen Jahr hatte es zunächst noch einmal eine kräftige Steigerung um 4,2 Prozent im Osten und 3,45 Prozent im Westen gegeben. Zum letzten Mal war 2010 – im Jahr nach der Finanzkrise – eine Rentenerhöhung ausgefallen. Seitdem sind die Renten jedes Jahr gestiegen.

Grundlage für die jährliche Anpassung ist unter anderem die Lohnentwicklung im Vorjahr. Die Berechnung basiert auf Daten des Statistischen Bundesamtes. Demnach betrug die maßgebliche Lohnentwicklung im Jahr 2020 im Westen -2,34 Prozent. Rechnerisch würde sich daraus sogar eine Rentenkürzung ergeben. Das ist aber durch eine „gesetzliche Rentengarantie“ ausgeschlossen.

Die Bezüge bleiben daher im Westen auf dem aktuellen Niveau. „Auch und insbesondere in Krisenzeiten wie der aktuellen Covid-19-Pandemie können sich die Rentnerinnen und Rentner auf die gesetzliche Rente verlassen“, teilt die Politik mit.

Dass die Renten im Osten trotz der Corona-Krise anders als im Westen leicht steigen, liegt an der sogenannten Angleichungstreppe: Bis 2024 wird der Rentenwert im Osten schrittweise an den im Westen angepasst, bis er gleich hoch ist.

Ralf Loweg / glp

Konjunktur erholt sich in kleinen Schritten

Die „Wirtschaftsweisen“ erwarten eine langsamere Erholung der Konjunktur in Deutschland. Für 2021 wird jetzt mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 3,1 Prozent gerechnet. Im Herbst war der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung noch von 3,7 Prozent ausgegangen.

Für das erste Quartal 2021 erwarten die Wirtschaftsweisen angesichts der andauernden Einschränkungen und weiterhin hohen Infektionszahlen sogar einen Rückgang um 2,0 Prozent. Es gebe allerdings Chancen für eine bessere wirtschaftliche Entwicklung, wenn die Bevölkerung schneller als erwartet geimpft und Maßnahmen aufgehoben werden.

Zum Jahreswechsel 2021/22 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder Vorkrisenniveau erreichen, heißt es. Für das Jahr 2022 prognostiziert das Experten-Gremium ein Wachstum von 4,0 Prozent.

Ralf Loweg / glp

Corona-Schutzmasken im Wert von rund 6 Milliarden Euro eingeführt – China größter Gewinner

WIESBADEN – Das Jahr 2020 wird untrennbar mit dem Tragen von Gesichtsschutzmasken in Deutschland verbunden sein. Durch die Corona-Pandemie etablierte sich ein neuer Artikel im deutschen Außenhandel. Im Jahr 2020 wurden nach vorläufigen geschätzten Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) Gesichtsschutzmasken im Wert von rund 6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Eingeführt wurden die Masken fast ausschließlich aus der Volksrepublik China. Allein in den Monaten April und Mai 2020 wurden Masken im Wert von 3,5 Milliarden Euro von dort importiert. Im Juni und Juli kamen weitere Masken im Wert von 1,4 Milliarden Euro aus China hinzu. Damit fanden 80 % der Importe von Gesichtsschutzmasken des Jahres 2020 in den Monaten April bis Juli statt.

Wegen der Maskenimporte aus der Volksrepublik China im Jahr 2020 stiegen die Importe in der Warengruppe der Textilien ohne Bekleidung – gegenläufig zum starken Rückgang der deutschen Gesamtimporte –um 49,4 % auf 16,6 Milliarden Euro. Im Jahr 2019 hatten die deutschen Importe in dieser Warengruppe 11,1 Milliarden Euro betragen.

Januar 2021: 1,4 Milliarden Masken nach Deutschland importiert

Aufgrund der großen Bedeutung von Schutzmasken bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie wurden die entsprechenden Warenklassifikationen europaweit angepasst und die Gesichtsschutzmasken werden ab Berichtsmonat Januar 2021 separat nachgewiesen. Damit ist es möglich, Stückzahlen für die Maskenimporte zu erfassen. Im Januar 2021 wurden 1,4 Milliarden Gesichtsschutzmasken im Wert von 186,7 Millionen Euro importiert. Davon waren 1,1 Milliarden Stück filtrierende Halbmasken (zum Beispiel FFP2-Masken) für 166,7 Millionen Euro. 94 % dieser Masken kamen aus der Volksrepublik China.

red

Quelle: Statistische Bundesamt