Bahnstreik gestartet: Güterverkehr bereits lahmgelegt – Personenverkehr ab 22 Uhr betroffen

Der angekündigte Streik der Lokführergewerkschaft GDL im Bahnverkehr hat begonnen. Der Güterverkehr soll seit 18 Uhr lahmgelegt sein, gefolgt vom Personenverkehr ab 22 Uhr. Dieser Ausstand ist für einen Zeitraum von 24 Stunden bis Freitagabend, 22 Uhr, geplant. Die Deutsche Bahn erwartet aufgrund des Streiks bundesweit Verspätungen und Zugausfälle. Der Streik zielt darauf ab, nicht nur höhere Gehälter, sondern auch kürzere Arbeitszeiten durchzusetzen.

Der Notfahrplan sichere nur “ein sehr begrenztes Zugangebot im Fern-, Regional- und S-Bahn Verkehr der DB”, teilte der Staatskonzern mit. Alle Fahrgäste, die ihre für den Donnerstagabend und Freitag geplante Reise verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen – die Zugbindung für Sparpreis-Tickets ist aufgehoben. Ticket gelten dabei für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort, auch mit einer geänderten Streckenführung, Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden.

red

Rechnungshof kritisiert Verschwendung im Auswärtigen Amt: Millionen für ungenutzte Liegenschaften ausgegeben

Die Leitung des Auswärtigen Amts unter der Führung von Annalena Baerbock (Grüne) sieht sich schweren Vorwürfen des Bundesrechnungshofs (BRH) gegenüber. Laut einem Bericht des BRH missachtet das Außenministerium seit Jahren die gesetzlichen Vorgaben zur Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bei Erwerb und Pflege seiner Auslandsimmobilien. Als Beispiel für die Verschwendung von Millionensummen wird ein Grundstückskauf im Nahen Osten für knapp fünf Millionen Euro genannt, mit dem die Errichtung einer deutschen Auslandsschule geplant war. Dies geht aus einem Bericht des Bundesrechnungshofs hervor, über den die Zeitungen des “Redaktionsnetzwerks Deutschland” in ihren Freitagsausgaben berichten.

Laut Bericht darf das Grundstück jedoch nicht bebaut werden, weil es nur als Gartenland ausgewiesen ist. In Brüssel erwarb das Auswärtige Amt nach Angaben der Rechnungsprüfer für acht Millionen Euro eine 15.000 Quadratmeter große Immobilie mit Innen-Schwimmhalle und Tennisplatz, obwohl dort bereits drei Vertretungen mit repräsentativen Residenzen und eine weitere Immobilie unterhalten würden. Der BRH nannte weitere Fälle, in denen Geld verschwendet worden sei.

So gebe es in einer Auslandsvertretung in Europa ungenutzte Liegenschaften für die Kanzlei der Botschaft, während der laufende Kanzleibetrieb in angemieteten Räumlichkeiten geführt werde. In einer Auslandsvertretung in Afrika sei für eine nahezu unbewohnte Residenz zusätzlich ein Grundstück gekauft worden, um dort eine Kanzlei zu errichten. Am Ende wurde dem Bericht zufolge die Kanzlei aber auf einem zusätzlich gemieteten Grundstück gebaut.

In den genannten Beispielen habe das Auswärtige Amt weder den Bedarf nachgewiesen und Alternativen geprüft, noch eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung erstellt. “Es hat in der Folge unwirtschaftliche Entscheidungen getroffen, die Ausgaben in Millionenhöhe nach sich ziehen.” Das Ministerium verfüge bis heute weder über eine Liegenschaftsstrategie noch über ein strategisches Liegenschaftsmanagement, beklagt der BRH. Zwar habe sich das AA mehrfach extern zu dieser Frage beraten lassen, die entsprechenden Empfehlungen seien aber “entweder gar nicht oder nur schleppend umgesetzt” worden.

Der Rechnungshof fordert das Ministerium auf, eine strategische Planung einzuführen und nicht benötigte Immobilien schnell und “möglichst verlustfrei” zu verkaufen, speziell mindestens eines der Grundstücke in Brüssel.

red

GDL macht Winterpause: Keine Streiks mehr bis Januar

Claus Weselsky, der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), hat sich gegen Kritik verteidigt, die aufgrund des erneuten Bahnstreiks aufgekommen ist. Es bleibe zudem der letzte Ausstand in diesem Jahr, sagte Weselsky am Mittwochabend unter anderem bei “RTL Direkt” und in den ARD-Tagesthemen. “Klare Botschaft: Das ist für dieses Jahr der letzte Streik. Wir werden auch die erste Januarwoche keine Arbeitskämpfe machen.” Nach dem 7. Januar sei jedoch mit “längeren und intensiveren Streiks zu rechnen”. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler warf Weselsky vor, nicht auf die Kernforderung der Gewerkschaft nach einer 35-Stunden-Woche für Schichtarbeiter einzugehen.

Eine Rückkehr an den Verhandlungstisch sei daher “keine Option”, so Weselsky. “Wir müssen den Verhandlungsführer der DB AG zum Jagen tragen. Und dann leiden darunter die Reisenden der Eisenbahn”, sagte er RTL. Am Mittwoch hatte die GDL zu einem 24-stündigen Streik bei der Deutschen Bahn und privaten Bahnbetreibern aufgerufen.

Der Ausstand im Personenverkehr soll am Donnerstagabend um 22 Uhr beginnen und bis Freitag 22 Uhr andauern. Bahn-Personalvorstand Seiler kritisierte den Streikaufruf als “verantwortungslos und egoistisch”. Mitte November waren bei Arbeitsniederlegungen der Gewerkschaft rund 80 Prozent aller Fernverkehrszüge ausgefallen.

Am 24. November hatte Weselsky die Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt.

red

Rekordverdächtig: DHL meldet Millionen Pakete in der Vorweihnachtszeit

Während der aktuellen Weihnachtszeit wurden bereits Millionen von Paketen verschickt, wie der Marktführer DHL mitteilte. Sarah Preuß, Sprecherin von DHL, betonte, dass die Sendungsmengen seit etwa zwei Wochen auf einem äußerst hohen Niveau liegen. Im Verlauf des laufenden Dezembers plant das Unternehmen, an einzelnen Tagen mehr als elf Millionen Pakete bei den Kunden zuzustellen.

“An normalen Tagen im Jahr sind es etwa 6,2 Millionen Pakete”, so Preuß. Bislang liege die Sendungsmenge ähnlich hoch wie in der Weihnachtszeit des Vorjahres. Die Sprecherin erklärte, der massive Wintereinbruch in Teilen Deutschlands sei eine Herausforderung.

“Vor allem nicht geräumte Straßen haben zur Folge, dass sich die Laufzeiten von Briefen und Paketen dort verzögern können”, sagte Preuß. Grundsätzlich bitte man alle Kunden, Weihnachtsgeschenke möglichst frühzeitig zu bestellen und zu verschicken, “damit sie pünktlich an Heiligabend unter dem Weihnachtsbaum liegen”.

red

Bericht: Deutschland will wohl neuer EU-Gentechnik-Regelung nicht zustimmen

Deutschland wird nach aktuellen Informationen dem europäischen Vorschlag zur Kennzeichnung von Gentechnik im EU-Agrarrat am Montag voraussichtlich nicht zustimmen. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) unter Berufung auf das Landwirtschaftsministerium. Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) betonte, dass es ihm wichtig sei, nicht nur die Interessen der Wissenschaft, sondern auch die der Landwirtschaft, der Verbraucher und der Lebensmittelwirtschaft zu wahren.

Die Interessen der Bürger sowie der Wirtschaft zu missachten und für eigene Überzeugungen Freiheiten anderer einzuschränken, sei sicherlich keine gute Idee, so Özdemir. Ein Vorschlag der spanischen Ratspräsidentschaft zu neuen genomischen Techniken (NGT) sieht vor, dass der größte Teil der NGT-Pflanzen künftig ohne Risikoprüfung und ohne Kennzeichnung der Endprodukte auf den Markt kommen kann. Damit könnten Verbraucher nicht mehr unterscheiden, ob die Lebensmittel mit oder ohne gentechnische Verfahren produziert wurden.

Umweltverbände und Lebensmittelhändler wollen diese Neuregelung verhindern. Sie sehen ihre Existenz und die Kennzeichnung von Bioprodukten, die bewusst ohne Gentechnik hergestellt werden, in Gefahr. “Ich möchte, dass weiterhin jeder für sich entscheiden kann, Produkte mit oder ohne Gentechnik zu nutzen”, sagte Özdemir.

“Wer gentechnikfrei wirtschaften möchte, ob konventionell oder ökologisch, soll dies auch in Zukunft tun können. Dafür brauchen wir Regeln für die Koexistenz, damit ein funktionierender, milliardenschwerer Markt nicht zerstört wird.”

red

Freitag und Montag: Beliebteste Homeoffice-Tage in deutschen Unternehmen

In der deutschen Wirtschaft sind die am häufigsten genutzten Homeoffice-Tage der Freitag und der Montag. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Ifo-Instituts hervor. In 55 Prozent der Unternehmen ist der Freitag der bevorzugte Tag für die Arbeit von zu Hause, gefolgt vom Montag mit 35 Prozent. Im Gegensatz dazu sind Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in der Regel Präsenztage, selbst für Beschäftigte, die teilweise im Homeoffice arbeiten, so der Ifo-Forscher Simon Krause.

Dieses Muster zeigt sich in allen Wirtschaftszweigen und bei kleineren, mittleren wie größeren Firmen, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau. “Insbesondere an Freitagen stehen in Unternehmen mit hoher Homeoffice-Quote zahlreiche Büros leer”, fügte Krause hinzu. Über alle Wirtschaftszweige hinweg wird in etwa 64 Prozent der Unternehmen Homeoffice genutzt, vor allem in Großunternehmen.

Industrie und Dienstleister bieten diese Möglichkeit häufiger an als Handel und Baugewerbe. Freitag ist der Haupt-Homeoffice-Tag bei 66 Prozent der Industrieunternehmen und 58 Prozent der Dienstleister, während dieser Anteil im Handel und im Baugewerbe nur etwa 28 Prozent beträgt. Da die Umfrage Mehrfachnennungen zugelassen hat, addieren sich die Anteile der Tage zu mehr als 100 Prozent auf.

“Aus wissenschaftlicher Sicht verbindet ein strukturiertes hybrides Arbeitsmodell – also eine Festlegung von Präsenz- und Homeoffice-Tagen – die Interessen von Unternehmen und Beschäftigten am besten”, so Krause weiter. In diesem Arbeitsmodell fänden kreative Teamarbeit, Besprechungen und Mentoring vorrangig an den Präsenztagen statt, während die Homeoffice-Tage für konzentrierte und ungestörte Arbeit genutzt werden. Dabei profitierten die Beschäftigten von mehr Flexibilität und gesparten Pendelwegen an den Homeoffice-Tagen, während die Firmen eine gleichbleibende Produktivität und höhere Mitarbeiterbindung erzielten.

“Das Büro entwickelt sich vom Arbeitsort zu einem Ort des persönlichen Austauschs”, sagte der Ifo-Forscher. “In einigen Firmen gibt es keine festen Schreibtische mehr, leere Arbeitsplätze werden zu Besprechungsräumen und Lounges. Damit verringern Unternehmen ihren Flächenbedarf und sparen Kosten ein.”

Der Nachfragerückgang nach Büroflächen mache sich zwar am Immobilienmarkt bemerkbar, aber werde durch die hybriden Modelle mit festen Präsenztagen etwas abgeschwächt. “In den Städten trifft die geringere Büronutzung besonders stark die Innenstädte mit großer Bürodichte, die wegen Homeoffice auch unter niedrigeren Einzelhandelsumsätzen leiden.” Die Umfrage wurde unter mehr als 9.000 Unternehmen in Deutschland im Oktober 2023 durchgeführt.

red

Deutschlands Autozulassungen im November: Elektroautos brechen um 22,5% ein

 Die Zahl der Fahrzeugzulassungen in Deutschland ist im November gesunken. Insgesamt wurden 245.701 Pkw neu zugelassen und damit 5,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Dienstag mit. Die Anzahl der gewerblichen Neuzulassungen nahm um 4,1 Prozent ab, ihr Anteil betrug 64,9 Prozent, private Neuzulassungen gingen um 8,6 Prozent zurück.

Insgesamt wurden in den ersten elf Monaten des Jahres 11,4 Prozent mehr Pkw neu zugelassen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bei der Betrachtung der einzelnen Bereiche entfiel der größte Neuzulassungsanteil im November mit 29,2 Prozent auf das Segment der SUVs, der im Berichtsmonat um 5,3 Prozent geringer ausfiel als im Vorjahresmonat, gefolgt von der Kompaktklasse, deren Anteil, nach einem Plus von 1,0 Prozent, 17,2 Prozent betrug. Die Kleinwagen erreichten ein Plus von 7,5 Prozent und einen Anteil von 12,6 Prozent, die Geländewagen büßten 2,3 Prozent ein und erreichten einen Anteil von 12,0 Prozent.

Insgesamt 44.942 Elektro-Neuwagen kamen zur Zulassung, 22,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, ihr Anteil betrug 18,3 Prozent. 78.587 Pkw und damit 11,0 Prozent weniger als im Vergleichsmonat waren mit einem hybriden Antrieb ausgestattet, darunter 18.124 Plug-in-Hybride, deren Anzahl um 59,3 Prozent zurückging und einen Anteil von 7,4 Prozent bewirkte. 81.734 Pkw waren mit einem Benzinantrieb ausgestattet, 12,5 Prozent mehr als im November des Vorjahres.

Ihr Anteil betrug 33,3 Prozent. 39.470 Neuwagen waren mit einem Dieselantrieb ausgestattet, das waren 1,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, ihr Anteil betrug 16,1 Prozent. Es kamen 913 flüssiggasbetriebene Pkw zur Neuzulassung (0,4 Prozent/-38,7 Prozent) und 50 Pkw mit Erdgasantrieb (0,0 Prozent/-58,0 Prozent).

Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen im November betrug 111,2 g/km (+15,1 Prozent). Bei den Nutzfahrzeugen erreichten die Sattelzugmaschinen einen Zuwachs von 11,6 Prozent, die Zugmaschinen insgesamt bilanzierten mit -0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Kraftomnibusse erreichten ein Neuzulassungsplus von 5,1 Prozent.

Die Zulassung fabrikneuer Lastkraftwagen (Lkw) lag im November um 2,3 Prozent unter dem Ergebnis des Vergleichsmonats. Die Neuzulassungen Sonstiger Kraftfahrzeuge (Kfz) nahmen um 20,5 Prozent ab. Bei den Krafträdern zeigte sich im November ein Rückgang von 40,0 Prozent, so das Bundesamt weiter.

Insgesamt wurden 287.555 Kfz und 19.478 Kfz-Anhänger (-14,5 Prozent) neu zugelassen. Der Gebrauchtwagenmarkt bilanzierte in der Zulassungsstatistik insgesamt freundlich: Im November wechselten insgesamt 594.611 Kfz (+7,1 Prozent) und 32.622 Kfz-Anhänger (-2,6 Prozent) den Halter.

red

Stromerzeugung in Deutschland: Rückgang um 20,3 Prozent im 3. Quartal 2023

Im 3. Quartal 2023 wurden in Deutschland 94,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Mittwoch mitteilte, waren das 20,3 Prozent weniger als im 3. Quartal 2022. Gründe für den Rückgang dürften ein geringerer Strombedarf infolge der konjunkturellen Abschwächung in den energieintensiven Industriezweigen und der vermehrte Import von Strom aus dem Ausland gewesen sein, so die Statistiker. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg im 3. Quartal 2023 um 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und erreichte einen Anteil von 60,2 Prozent des insgesamt erzeugten Stroms (3. Quartal 2022: 44,4 Prozent).

Dagegen sank die Erzeugung aus konventionellen Energieträgern um 42,9 Prozent, das entsprach einem Anteil von 39,8 Prozent der gesamten Stromerzeugung (3. Quartal 2022: 55,6 Prozent). Die Stromerzeugung aus Windkraft stieg im 3. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2022 um 16,2 Prozent. Mit einem Anteil von 24,4 Prozent des insgesamt erzeugten Stroms (3. Quartal 2022: 16,8 Prozent) war die Windkraft im 3. Quartal 2023 wie bereits im 1. Halbjahr 2023 der wichtigste Energieträger in der inländischen Stromerzeugung.

Die Einspeisung von Strom aus Photovoltaik erhöhte sich um 6,6 Prozent und machte damit einen Anteil von 21,5 Prozent der inländischen Stromeinspeisung aus (3. Quartal 2022: 16,1 Prozent). Die in Kohlekraftwerken erzeugte Strommenge ging im 3. Quartal 2023 um 47,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Der Anteil des Stroms aus Kohlekraftwerken an der Stromerzeugung war mit 23,9 Prozent wie schon im 1. Halbjahr 2023 niedriger als der Anteil des Stroms aus Windkraft.

Im 3. Quartal 2022 hatte Kohlestrom noch 36,2 Prozent der inländischen Stromerzeugung ausgemacht und war auch im Gesamtjahr 2022 der wichtigste Energieträger in der Stromerzeugung. Nach der Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke zum 15. April 2023 gab es im 3. Quartal 2023 in Deutschland keine Stromerzeugung aus Kernenergie mehr. Im 3. Quartal 2022 hatten die Kernkraftwerke noch 8,7 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und damit 7,4 Prozent zur inländischen Stromeinspeisung beigetragen.

Die Einspeisung von aus Erdgas erzeugtem Strom stieg im 3. Quartal 2023 um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, das waren 12,7 Prozent der gesamten Stromeinspeisung (3. Quartal 2022: 9,3 Prozent). Im 3. Quartal 2023 wurde deutlich mehr Strom nach Deutschland importiert als aus Deutschland exportiert: Die nach Deutschland importierte Strommenge stieg im 3. Quartal 2023 im Vergleich zum 3. Quartal 2022 um 78,6 Prozent auf 23,1 Milliarden Kilowattstunden. Wichtige Importstaaten waren Dänemark, Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Österreich und die Schweiz.

Gleichzeitig ging die exportierte Strommenge um 38,2 Prozent auf 9,9 Milliarden Kilowattstunden zurück. Der Importüberschuss betrug 13,2 Milliarden Kilowattstunden. Im 3. Quartal 2022 hatte es noch einen Exportüberschuss von 3,0 Milliarden Kilowattstunden gegeben, so das Bundesamt.

red

Bürgergeld: Senkung zum Jahresbeginn 2024 nicht mehr möglich

Eine Senkung der Bürgergeld-Regelsätze ist zum Jahresbeginn 2024 technisch nicht mehr möglich. “Die Auszahlungsprozesse laufen bereits”, sagte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben). “Es ist technisch nicht mehr möglich, für Januar 2024 andere als die bisher veröffentlichten Werte umzusetzen.”

Die Bundesagentur für Arbeit passe den Regelbedarf mit den bekannten Werten auf Basis der geltenden Rechtslage an. In der Debatte um Einsparungen im Bundeshaushalt pochen Union und FDP auf Kürzungen beim Bürgergeld. Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich den Forderungen entgegengestellt.

Mit der Novelle des Arbeitslosengeldes sollen die Regelsätze künftig schneller an Preissteigerungen angepasst werden. Im Januar steigen die Sätze damit automatisch für Alleinstehende um 61 Euro auf 563 Euro. Die Sätze für Paare und Kinder fallen geringer aus.

red

Von höheren Spritpreisen über Assistenzsysteme bis zu Winterreifen: Das erwartet Autofahrer 2024

Das Jahr 2024 bringt für Autofahrer sowohl zum Jahresanfang als auch in den kommenden Monaten zahlreiche Neuerungen mit sich. Der ADAC hat die bedeutendsten Änderungen zusammengefasst, die das Fahrerlebnis und die Finanzen beeinflussen werden.

Zum 1. Januar wird der CO2-Preis von 30 auf 40 Euro pro Tonne angehoben. Dies bedeutet einen Aufschlag von etwa drei Cent pro Liter Benzin und Diesel. Diese Veränderung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Kosten an der Tankstelle und wird die Aufmerksamkeit vieler Autofahrer auf sich ziehen.

Für Autokäufer, die sich nach dem Jahreswechsel für ein Elektroauto entscheiden, bleibt die Förderung für das Jahr 2024 noch unsicher, da die Haushaltsverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Ursprünglich war eine Förderung von 3000 Euro für reine Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge mit einem Nettolistenpreis bis zu 45.000 Euro geplant. Durch den Beitrag der Hersteller in Höhe von 1500 Euro würde die Gesamtfördersumme auf 4500 Euro steigen.

Zahlreiche Assistenzsysteme, die schon seit Sommer 2022 für neue Fahrzeugtypen vorgeschrieben sind, müssen ab Juli 2024 auch in jedem neu zugelassenen Pkw vorhanden sein. Zu den wichtigsten zählen der Intelligente Geschwindigkeitsassistent (ISA), der den Fahrer bei Übertreten der Höchstgeschwindigkeit warnt, der Notbremsassistent, der das Fahrzeug in Gefahrensituationen selbstständig abbremst und der Rückfahrassistent, der den Bereich hinter dem Fahrzeug überwacht.

Vorgeschrieben ist ab Juli auch eine Schnittstelle für die Nachrüstung eines sogenannten Alkohol-Interlock-System, also einer alkohol-empfindlichen Wegfahrsperre. Die Wegfahrsperre selbst muss nicht verbaut werden.

Ebenfalls ab Sommer 2024 muss der Event Data Recorder (EDR) in jedem neuen Auto verbaut sein. Wie eine Blackbox im Flugzeug, sollen die Daten des EDR bei einem Crash helfen, den Unfallhergang zu rekonstruieren.

Mitte kommenden Jahres werden auch die ebenfalls schon 2022 eingeführten Datenschutzregelungen für alle neu zugelassenen Autos verbindlich. Die Hersteller müssen ihre Autos umfassend vor Cyber-Angriffen schützen – unabhängig vom Software-Stand.

Mit Beginn der nächsten Wintersaison im Oktober 2024 erkennt der Gesetzgeber bei Pkw nur noch Winterreifen (oder Ganzjahresreifen) mit Alpine-Symbol (Schneeflocke und Berg) als solche an. Die M+S-Kennzeichnung allein reicht nicht mehr aus! Wer mit Reifen ohne Alpine-Symbol bei winterlichen Straßenbedingungen unterwegs ist, riskiert bis zu 80 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg; dem Halter des Fahrzeugs drohen 75 Euro Bußgeld und ebenfalls ein Punkt.

Voraussichtlich ab Anfang 2024 wird der deutsch-schweizerische Polizeivertrag in Kraft treten. Damit können dann auch deutsche Autofahrer, die in der Schweiz geblitzt werden, einfacher zur Kasse gebeten werden und umgekehrt. Voraussetzung ist, dass das Bußgeld inklusive der Verfahrenskosten die Bagatellgrenze von 70 Euro in Deutschland bzw. 80 Schweizer Franken in der Schweiz übersteigt.

In Italien sollen die Bußgelder für einige Verkehrsdelikte deutlich steigen. Grund der Verschärfungen sind die deutlich gestiegenen Unfallzahlen auf italienischen Straßen. Vor allem Ablenkung, Handynutzung und Alkohol am Steuer sollen härter belangt werden. Das Parlament muss das Vorhaben noch bestätigen, dann könnten die neuen Regelungen bereits im Januar 2024 in Kraft treten.

mid/asg/red

 

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