Rund 179 Milliarden Euro höhere Steuereinnahmen bis zum Jahr 2025

Berlin (dts) – Bund, Länder und Gemeinden können für die nächsten Jahre mit noch mehr Geld rechnen als bisher geplant. Das geht aus der Steuerschätzung hervor, die am Donnerstag vorgestellt wurde. Demnach stehen von 2021 bis 2025 inklusive EU-Steuern rund 179 Milliarden Euro mehr zur Verfügung als noch im Mai kalkuliert.

Zuvor gab es Medienberichte über ein Plus von rund 160 Milliarden Euro. Schon für 2021 wird jetzt mit 812,0 Milliarden Euro gerechnet, 38,5 Milliarden mehr als bei der Steuerschätzung im Mai. Für 2022 sollen die Steuereinnahmen von 812,1 Milliarden um 36,8 auf 848,9 Milliarden Euro steigen.

In ähnlichem Umfang wird auch für die Folgejahre mit mehr Geld gerechnet, bei insgesamt ansteigender Summe. Für 2023 erwarten die Steuerschätzer jetzt 882,1 Milliarden Euro (+33,8), für 2024 919,0 Milliarden Euro (+33,6) und für 2025 953,8 Milliarden Euro (+36,3). Für das Jahr 2026 wurde erstmals eine Prognose abgegeben: dann sollen 987,5 Milliarden Euro in die Staatskasse fließen.

“Die Hilfspolitik war goldrichtig”, kommentierte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) die Zahlen. Hunderttausende Unternehmen und Millionen von Arbeitsplätzen seien gerettet worden.

 

Kündigung bei Energieanbietern: Umzug der häufigste Grund

Warum kündigen Verbraucher den Vertrag bei ihrem Energieanbieter? Und bei welchem Anbieter gehen die meisten Kündigungen ein? Der Kündigungsservice Volders hat die häufigsten Kündigungsgründe 2020 und 2021 sowie die Anbieter, bei denen die meisten Verträge beendet werden, analysiert.

Der am meisten angegebene Kündigungsgrund ist ein Umzug – mehr als jeder Dritte (circa 36 Prozent) beendet deshalb den Vertrag mit dem Energieanbieter. Mit großem Abstand folgen dann finanzielle Gründe (rund 16 Prozent) oder die Ursache, einen festen Partner gefunden zu haben – was eine Zusammenführung der Haushalte bedeuten kann – (etwa sechs Prozent), die zur Kündigung führen. Den Wechsel zu einem umweltfreundlicheren Anbieter sehen lediglich zwei Prozent als ausreichendes Motiv für eine Vertragsbeendigung. Einen schlechten Kundenservice nehmen 1,6 Prozent zum Anlass zu kündigen.

Unter den gekündigten Energieanbietern fällt der größte Anteil mit rund 13 Prozent auf Vattenfall. Darauf folgt Eon mit circa sieben Prozent der Vertragsbeendigungen 2020 bis 2021 im Energiesektor. Ein Prozent weniger Kündigungen (etwa sechs Prozent) weist eprimo auf. Komplettiert werden die fünf am häufigsten gekündigten Energieanbieter von Yellowstrom (rund fünf Prozent) und EnBW (ca. drei Prozent).

Andreas Reiners / glp

Klima: 45 Prozent beziehen Strom aus erneuerbaren Energien

Öko-Strom ist kein Nischenprodukt mehr. Das ist eine gute Nachricht für jeden, der den Klimawandel als ernste Gefahr betrachtet. Wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht, kommt es auf jeden Einzelnen an. Denn viel hängt davon ab, wie wir unseren Energiebedarf künftig decken.

Das heißt aber nicht, dass jeder eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installieren kann oder möchte. Denn zum Glück gibt es ja in Deutschland gut 1.300 Stromanbieter, und viele davon mit einem oder mehreren Öko-Tarifen. Schon heute nutzt fast die Hälfte (45 Prozent) der Menschen in Deutschland zwischen 20 und 50 Jahren nach eigenen Angaben zu Hause ausschließlich Ökostrom.

Dieses Ergebnis basiert auf einer forsa-Umfrage im Auftrag von Direktversicherer CosmosDirekt. Weitere 36 Prozent würden künftig gerne komplett auf nachhaltige Stromquellen setzen. Für nur gut jeden Zehnten (13 Prozent) kommt grüner Strom aus der Steckdose eher nicht in Frage.

Lars Wallerang / glp

Fast 1.000 Beschwerden wegen überhöhter Kontogebühren

Bonn (dts) – Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) sind schon fast 1.000 Beschwerden von Verbrauchern eingegangen, die von ihren Banken unrechtmäßig gezahlte Gebühren zurückfordern. Das berichtet die Wochenzeitung “Die Zeit”. Hintergrund ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs aus dem April, demzufolge Gebührenerhöhungen von Banken unwirksam sind, sofern man ihnen als Kunde nicht aktiv zugestimmt hat.

Daraus folgt, dass eine Vielzahl von Kunden Ansprüche auf eine Rückerstattung zu viel gezahlter Gebühren haben dürfte. Die Bafin hatte von den Banken bereits im Oktober gefordert, dass sie “das Urteil des BGH zu unwirksamen Gebührenanpassungen beachten”. Seitdem werden viele Bankkunden schriftlich oder beim Log-In ins Online-Banking aufgefordert, Gebührenerhöhungen zuzustimmen, wobei meist offenbleibt, was im Fall einer Ablehnung passieren wird.

Preise für Corona-Schnelltests steigen

Berlin (dts) – Corona-Schnelltests werden immer knapper. In vielen Supermärkten sind sie ausverkauft und wo es sie noch gibt steigen die Preise. Jetzt warnt sogar der Apothekerverband Nordrhein.

“Die aktuell stark steigenden Infektionszahlen führen zu einer erhöhten Nachfrage nach Schnelltests in den Apotheken. Vielerorts sind Tests nicht mehr erhältlich”, sagte Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands, der “Rheinischen Post” (Mittwoch). “Auch die Zulieferer für die Apotheken können nicht mehr alle Bestellungen unserer Mitgliedsapotheken bedienen. Wir haben deshalb mit Engpässen bei Tests für Laien und bei professionellen Tests für unsere Teststellen zu kämpfen. Das führt auch zu steigenden Preisen.” Noch im Sommer waren die Preise für Corona-Selbsttests zur Eigenanwendung bei manchem Discounter unter die 1-Euro-Marke gerutscht, mittlerweile haben sie wieder deutlich angezogen – auf das Doppelt- bis Dreifache.

Mit dem Ende der kostenlosen Bürgertests haben auch einige Apotheken ihr Angebot als Teststelle aufgegeben, sind aber bereit, wieder loszulegen: “Das Teststellen-Netz der Apotheken ist jetzt immer noch so dicht, um kurzfristig flächendeckend wieder testen zu können”, sagte Preis. Zugleich forderte er eine ausreichende Vergütung für die Durchführung von Schnelltests: “Nur so können wir den stark steigenden Einkaufspreisen begegnen.” Ein erster Gesetzesentwurf der Ampel-Fraktionen zu Bürgertests wird am Donnerstag im Bundestag diskutiert.

“Wir brauchen deshalb schnell eine eindeutige Entscheidung der Politik”, so Preis. Angesichts sich ständig ändernder Rahmenbedingungen werde es mit großer Anstrengung verbunden sei, Testangebote wieder hochzufahren.

 

Mehr Übernachtungen: Tourismus in Deutschland erholt sich weiter

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Tourismus in Deutschland zieht weiter an, hat das Vor-Corona-Niveau aber noch nicht wieder erreicht. Im September 2021 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 45,3 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste, 10,1 Prozent mehr Übernachtungen als im September 2020, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Allerdings lagen die Übernachtungszahlen noch 5,0 Prozent unter dem Niveau vom September des Vorkrisenjahres 2019. Die Trends zum Urlaub im eigenen Land und zum Camping hielten im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum an.

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im September 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,1 Prozent auf 40,8 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland erhöhte sich um 30,2 Prozent auf 4,5 Millionen. Im Vergleich zum September 2019 war die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland sogar 3,0 Prozent höher.

Dies zeigt weiterhin einen starken Trend zum Urlaub im eigenen Land. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland lag jedoch trotz des deutlichen Anstiegs gegenüber dem Vorjahresmonat immer noch 45,7 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Untergliedert nach Unterkunftstypen entfielen knapp 58 Prozent der Übernachtungen im September 2021 auf Hotels, Gasthöfe und Pensionen.

Ferienunterkünfte und ähnliche Beherbergungsstätten machten knapp 22 Prozent der Übernachtungen aus, gefolgt von den Campingplätzen und den sonstigen tourismusrelevanten Unterkünften mit je 10 Prozent. Die Verteilung hat sich im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 vor allem zugunsten des Campingbereichs verändert. So entfielen im September 2019 lediglich 7 Prozent der Übernachtungen auf Campingplätze, im September 2020 waren es 13 Prozent.

Hier lässt sich eine coronabedingte Verschiebung vermuten, da auf Campingplätzen eine kontaktarme Unterbringung leichter realisierbar ist als in anderen Unterkünften. Von Januar bis September 2021 konnten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 224,0 Millionen Übernachtungen verbuchen. Das waren 11,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Dabei war die erste Jahreshälfte 2021 allerdings über einen längeren Zeitraum (teilweise bis Anfang Juni) durch ein coronabedingtes Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste beeinflusst. Im Jahr 2020 waren in der ersten Jahreshälfte dagegen nur etwa zwei Monate (Mitte März bis Mitte Mai) davon betroffen. Bis einschließlich Februar 2020 war der Tourismus in Deutschland über viele Jahre hinweg stabil im Aufwärtstrend, bevor die Pandemie die Branche stark beeinträchtigte.

Das erste Corona-Jahr 2020 brachte neben massiven Schwankungen der Übernachtungszahlen in der Beherbergung insgesamt auch schwerwiegende Einbußen für die Hotellerie. Insbesondere in städtischen Zentren, die oft stark auf Geschäftstourismus und internationale Gäste ausgerichtet sind, brachen die Übernachtungszahlen ein. So nahmen die Übernachtungszahlen in den Städten 2020 um mehr als die Hälfte (-54,3 Prozent) gegenüber 2019 ab.

In den kleineren Städten und Vororten fielen die Einbußen mit einem knappen Drittel (-32,9 Prozent) etwas geringer aus und in den ländlichen Gebieten musste ein Minus von gut einem Viertel (-27,6 Prozent) hingenommen werden. Gäste aus dem Ausland blieben aufgrund von Reisebeschränkungen und pandemiebedingten Veränderungen im individuellen Reiseverhalten deutschlandweit phasenweise fast vollständig aus.

 

 

Energiekrise: Füllstand der Erdgasspeicher in Deutschland steigen wieder

Berlin (dts) – Die Erdgasspeicher in Deutschland füllen sich wieder. “Aktuell überwiegen in Deutschland insgesamt die Einspeicherungen die Ausspeicherungen, der Füllstand der Speicher steigt also im Moment”, sagte Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (INES), dem “Handelsblatt” (Mittwochausgabe). Das trifft nach Angaben Bleschkes auch auf die Gasspeicher in Deutschland zu, die von der russischen Gazprom-Gruppe betrieben werden.

Dort steige der Füllstand seit dem 6. November, sagte Bleschke. Dies “könnte ein Indiz dafür sein, dass die Ankündigung von Einspeicherungen nun operativ umgesetzt wird”, ergänzte Bleschke. INES repräsentiert nach eigenen Angaben mit 14 Mitgliedsunternehmen über 90 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazitäten.

Die INES-Mitglieder betreiben damit auch knapp 25 Prozent aller Gasspeicherkapazitäten in der EU. Auch ein anderer Indikator weist darauf hin, dass wieder mehr russisches Gas in die EU strömt: Daten der europäischen Gasfernleitungsbetreiber-Organisation ENTSOG belegen, dass der Gasfluss an der Übergangsstelle Mallnow in Brandenburg an der Grenze zu Polen in den vergangenen Tagen gestiegen ist. In Mallnow erreicht Erdgas aus Russland deutsches Staatsgebiet. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte in der letzten Oktoberwoche die Befüllung europäischer Gasspeicher angekündigt.

Voraussetzung sei, dass zunächst Russlands eigene Speicher aufgefüllt würden, sagte Putin. Danach sollten die Level in den Gasspeichern in Österreich und Deutschland erhöht werden. Dies werde die Lage auf den europäischen Energiemärkten entspannen, prophezeite der russische Präsident.

Gazprom-Chef Alexej Miller hatte im Anschluss erklärt, die russischen Speicher dürften bis zum 8. November vollständig gefüllt sein.

 

VW-Konzern baut komplett neues Werk für E-Autos

Wolfsburg (dts) – Der Autobauer Volkswagen plant eine komplett neue Fabrik in der Region Wolfsburg. Für das neue Elektro-Modell “Trinity”, das 2026 auf den Markt kommen soll, werde eine neue Produktion außerhalb des Stammwerks aufgebaut, kündige VW am Dienstag an. “Wenn Sie sich den Plan des Wolfsburger Werks ansehen, werden Sie keine großen ungenutzten Flächen finden”, sagte VW-Markenchef Ralf Brandstätter dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Mittwochausgaben).

Trinity werde ein Auto neuen Typs mit wenigen Varianten und einer schlanken Produktion. “Die nötigen Umbaumaßnahmen könnten wir in der vorhandenen Struktur bei laufendem Betrieb nur mit kostenintensiven Maßnahmen realisieren. Deshalb halten wir eine neue Fabrik im Umland für die beste, weil wirtschaftlichste Lösung”, so der VW-Manager.

Die Investitionsentscheidung, der der Aufsichtsrat noch zustimmen muss, sei keine Absage an das Stammwerk in Wolfsburg, so Brandstätter weiter. “Hier werden weiter sehr erfolgreich Autos gebaut. In den nächsten Jahren werden das vor allem Golf und Tiguan sein. Und klar ist: Die neue Fabrik wird ebenfalls zum Standort Wolfsburg gehören”. Das langfristige Bild für Wolfsburg zeige, dass auf zwei Linien weiter Verbrenner gefertigt würden. Auf den frei gewordenen Flächen wolle man eine weitere Trinity-Variante fertigen.

“Trinity ist ein strategisch extrem wichtiges Projekt, mit dem wir auch nachhaltig die Zukunft des Standortes sichern”, sagte VW-Personalvorstand Gunnar Kilian dem RND. In der Wolfsburger VW-Belegschaft gibt es derzeit viel Unruhe, weil das Stammwerk wegen des Mangels an Halbleitern nicht ausgelastet ist. Der Betriebsrat fordert, kurzfristig ein zusätzliches Elektroauto in Wolfsburg zu bauen, um Stellen in der Produktion zu sichern. Die Frage sei noch nicht entschieden, sagte VW-Markenchef Brandstätter dem RND. “Darüber reden wir gerade, aber klar ist: es muss wirtschaftlich Sinn ergeben.”

 

 

 

Kreative Orte in der Region Stuttgart gesucht

Beim Wettbewerb „Creative Spaces Region Stuttgart“ sucht die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) zusammen mit der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) erneut neue Konzepte für kreativwirtschaftliche Orte in der Region Stuttgart. Der Wettbewerb wird in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgelobt.

Unterstützt werden bei „Creative Spaces Region Stuttgart“ innovative und nachhaltige Entwürfe für Orte kreativen Arbeitens. Insgesamt werden 25.000 Euro vergeben, 5.000 Euro pro Projekt. Ausgelobt sind neben den drei Hauptpreisen jeweils ein Sonderpreis in den Bereichen „Nachwuchsförderung“ und „Regionaler Impuls“. Teilnehmen können Privatpersonen, Netzwerke, Unternehmen und Einrichtungen aller Art, die branchenübergreifende Kreativflächen in der Region Stuttgart betreiben oder vorbereiten.

Kriterien für die Auswahl der eingereichten Konzepte sind: die Nachhaltigkeit, die eigene Tragfähigkeit des Projekts, der Innovationsgrad, das Ausmaß an Vernetzung innerhalb der Branche und mit unterschiedlichen Akteuren, die Reichweite vor Ort und online sowie die Realisierbarkeit des Projekts. Zudem wird bei der Auswahl die Qualität und Attraktivität des Angebots bewertet.

Projektvorschläge für den Wettbewerb „Creative Spaces Region Stuttgart“ können ab jetzt bis zum 15. Dezember 2021 eingereicht werden. Weitere Informationen finden sich auf der Website kreativ.region-stuttgart.de/creativespaces.

Über die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH

Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) versteht sich als zentrale Ansprechpartnerin für Unternehmen in der Stadt Stuttgart und den fünf umliegenden Landkreisen. Mit ihrer Arbeit macht die WRS die Qualitäten der Region Stuttgart bekannt und fördert mit zahlreichen Projekten und Angeboten die wirtschaftliche Entwicklung des Standortes. Die WRS wurde im Jahr 1995 gegründet. Als Tochter des Verband Region Stuttgart und mit weiteren Gesellschaftern ist sie ein öffentlich getragenes Unternehmen. wrs.region-stuttgart.de

Über die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27)

Genau 100 Jahre nachdem die europäische Architekten-Avantgarde in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung ihr damals radikales „Wohnprogramm für den modernen Großstadtmenschen“ vorstellte, soll die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27) ganz neue Antworten finden auf die Frage: Wie leben, wohnen, arbeiten wir im digitalen und globalen Zeitalter? Gesteuert wird die Bauausstellung von der IBA’27 GmbH. Gesellschafterinnen sind die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Architektenkammer Baden-Württemberg sowie die Universität Stuttgart. Die Gesellschafterinnen übernehmen anteilig die laufende Finanzierung der GmbH. Zusätzliche Unterstützung erhält die IBA’27 vom Land Baden-Württemberg und aus der Wirtschaft. Der 2021 gegründete Verein IBA’27 Friends e.V. fördert und initiiert Veranstaltungen und Projekte, die die IBA begleiten.

iba27.de

Energiepreise steigen auf Rekordniveau

Nach wie vor heizt der überwiegende Teil der Menschheit mit Erdöl, zieht fossile Energien aus der Steckdose und bewegt sein Auto mit Kraftstoffen statt mit Strom. Das wird für den Verbrauer immer teurer. Berechnungen des Vergleichsportals Verivox zeigen, dass sich gegenüber dem Vorjahresmonat Energie in Deutschland um 35 Prozent verteuert hat.

Das Heizen mit Öl verteuerte sich auf Jahressicht um 143,9 Prozent. Wurden für 20 Hektoliter Heizöl im Oktober 2020 noch 849 Euro fällig, waren es ein Jahr später bereits 2.071 Euro. Beim Gas stiegen die Kosten für 20.000 Kilowattstunden von 1.095 Euro auf 1.402 Euro. Das entspricht einer Steigerung von 28,2 Prozent.

Die Kosten für Benzin (plus 34 Prozent) und Diesel (plus 47 Prozent) sind ebenfalls deutlich gestiegen. Im Schnitt müssen Verbraucher 38 Prozent mehr fürs Tanken ausgeben. Strom hat sich in den letzten 12 Monaten um 9,3 Prozent verteuert und markiert im Oktober den vierten Monat in Folge ein neues Allzeithoch. Für einen Privathaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh stiegen die Stromkosten von 1.148 Euro auf 1.255 Euro.

“Die Preisrallye bei den fossilen Brennstoffen heizt die Inflation an und treibt die laufenden Lebenshaltungskosten der Haushalte nach oben”, erklärt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. “Angesichts der hohen internationalen Rohstoffpreise und dem steigenden CO2-Preis wird dieser Trend mittelfristig weiter anhalten. Auch beim Strom erwarten wir zum Jahreswechsel keine signifikante Entlastung. Zwar sinkt die EEG-Umlage, gleichzeitig sorgen steigende Netzgebühren und hohe Beschaffungskosten für einen anhaltenden Preisdruck”, fügt Thorsten Storck hinzu.