Milchwirtschaft prognostiziert deutliche Preisanstiege

Die Milchwirtschaft in Deutschland erwartet weitere deutliche Preisanstiege bei Milch und Butter. „Die Verbraucher hat erst ein Teil der Preiserhöhungen erreicht“, sagte Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des Milchindustrie-Verbands dem „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe). Die Großhandelspreise hätten schon viel kräftiger angezogen, kämen aber erst gegen Sommer bei den Konsumenten an.

„Der Liter Milch geht auf jeden Fall über einen Euro“, so Heuser. Bei Butter rechnet er mit 10 Cent mehr pro Packung. Das liege nicht nur an den gestiegenen Kosten für die Produzenten, sondern auch an den Hamsterkäufen der Verbraucher.

„Das Hamstern spielt beim Preisanstieg leider eine Rolle“, sagte Heuser. „Die Verbraucher frieren Butter ein und decken sich mit H-Milch ein.“ Aber auch die Nahrungsmittelhersteller selber hamsterten.

„Sie lagern mehr Vorräte an Milch, Butter und Käse ein, um immer lieferfähig zu sein.“ Dies habe bereits zu einem relativ starken Preisanstieg geführt. Dabei gebe es insbesondere bei Milch keine Knappheit in Deutschland.

Das Land erzeugt viel mehr als es selber verbraucht.

red / dts

 

Wirecard-Skandal: Deutsche Behörden beantragen von Russland Auslieferung von Marsalek

Die deutsche Justiz hat im Fall des mutmaßlichen Wirecard-Betrügers Jan Marsalek ein Rechtshilfeersuchen an die russische Regierung gestellt, um dessen Auslieferung zu erreichen. Das berichtet „Bild“ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise. Noch vor Ostern schickte demnach die Staatsanwaltschaft München (zuständig für die Strafverfolgung der Milliardenbetrüger der Skandalbank) an den Kreml ein sogenanntes „Inhaftnahmeersuchen“ ab.

Darin verlangen die Ermittler von der russischen Justiz, den seit zwei Jahren als „Most Wanted“ vom BKA weltweit gesuchten Finanz-Betrüger aus seinem mutmaßlichen FSB-Versteck in Moskau zu holen, in Haft zu nehmen und an Deutschland auszuliefern. Denn Marsalek soll in München vor Gericht gestellt werden. Das Ersuchen enthält den angeblichen genauen Fluchtort Marsaleks aus dem Januar 2021, mit den entsprechenden Koordinaten.

Am Dienstag vor Ostern Sollen sich zwei Münchener Staatsanwälte auf den Weg nach Berlin gemacht haben, um in der BND-Zentrale die geheimen Marsalek-Akten einzusehen – angeblich angestoßen durch einen Bericht der „Bild“, wie die Zeitung selbst schreibt. In den Akten befinden sich laut „Bild“ ein BND-Bericht aus Moskau und ein Dokument, das beweist, dass der BND das Bundeskanzleramt vollständig über den Fluchtort des Betrügers informiert hatte. Auch das Angebot der Russen, dass Deutschland Marsalek verhören darf, befindet sich in den Akten.

Die Ermittler in München, die Marsalek dringend finden wollten, erfuhren davon aber nicht. Dabei soll es nach „Bild“-Informationen sogar ein „sicherheitspolitischer Berater“ Putins gewesen sein, der dem BND-Residenten in Moskau das Verhör Marsaleks angeboten hatte.

red / dts

 Luftverkehrswirtschaft hält Energieembargo für verkraftbar

Die deutsche Luftverkehrswirtschaft würde ein Energieembargo gegen Russland nach eigener Einschätzung verkraften können. Zu großen Ausfällen sollte ein Embargo nicht führen, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Peter Gerber, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). „Wir würden Einschränkungen erleben und höhere Preise. Schon heute kommt aber das meiste Öl, das die Branche nutzt, in den Nordseehäfen an.“ Auch am Hauptstadtflughafen BER sei ein vollständiger Stillstand laut Gerber nicht realistisch, sollte die sich in Hand von Rosneft befindende Raffinerie Schwedt ausfallen. „Auf der anderen Seite ist zuletzt einiges eingetreten, was lange als unvorstellbar galt, daher sollte man nichts ausschließen“, warnte Gerber.

Angesichts des Krieges in der Ukraine forderte der BDL-Präsident die Politik auf, der Luftfahrt einen hohen Stellenwert einzuräumen. „Europa mit seiner Wirtschaftskraft braucht eine Verbindung zur Welt – und die liefert das Fliegen.“ Man sollte aufpassen, dass man sich nicht in eine ähnliche Lage wie beim Militär oder der Energieversorgung manövriere.

Fluggesellschaften aus den USA oder Nahen und Fernen Osten seien teils besser aus der Pandemie bekommen, weil sie üppige Hilfen erhalten hätten. Bei der Ausgestaltung der Klimaschutzauflagen müsse man darauf achten, sich nicht selbst zu schwächen, warnte Gerber. Es brauche ein Modell, mit dem Mehrkosten für nachhaltiges Kerosin ausgeglichen werden würden.

Dies könne mit einer endzielabhängigen Abgabe erreicht werden.

red / dts

Elon Musk will Twitter für 41,4 Milliarden US-Dollar komplett kaufen

Tesla-Chef Elon Musk will den Kurznachrichtendienst Twitter komplett übernehmen. Das berichtete am Donnerstag unter anderem Bloomberg unter Berufung auf die Aufsichtsbehörden. Musk bietet demnach allen Aktionären 54,20 US-Dollar pro Aktie.

Insgesamt dürfte eine Komplettübernahme damit etwa 41,4 Milliarden US-Dollar kosten. Im Anschluss könnte er das Unternehmen von der Börse nehmen. Musk war zuletzt bereits zum größten Einzelaktionär des Unternehmens geworden.

Er hatte in der letzten Woche mitgeteilt, dass er 9,2 Prozent an Twitter hält. In den Verwaltungsrat zog er aber nicht wie zuvor angekündigt ein. Der Unternehmer war in der Vergangenheit immer wieder als reger Nutzer des Kurznachrichtendiensts aufgefallen.

Er hat selbst mehr als 80 Millionen Follower. Die Twitter-Aktie legte am Donnerstag vorbörslich deutlich zu.

red / dts

Wirtschaftsministerium plant Kaufprämie für Plug-in-Hybride früher zu beenden

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz plant, die staatlichen Kaufprämien für sogenannte Plug-in-Hybride schneller zu beenden als im Koalitionsvertrag eigentlich vorgesehen. Die Zuschüsse für Fahrzeuge mit einer Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor sollen bereits am 31.12.2022 enden. Das geht aus einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs Michael Kellner (Grüne) hervor, über das die FAZ (Donnerstagsgabe) berichtet.

„Eine Förderung von Plug-in-Hybridfahrzeugen in Abhängigkeit von der elektrischen Fahrleistung hätte zu unverhältnismäßig hohem Aufwand geführt und wurde deshalb verworfen“, heißt es darin. Im Koalitionsvertrag war noch vorgesehen, die Förderung von 2023 an von der elektrischen Mindestreichweite abhängig zu machen. Der Entwurf für eine Reform der Umweltbonus-Richtlinie sieht darüber hinaus vor, dass für rein elektrisch betriebene Fahrzeuge der Bundeszuschuss schrittweise sinken soll.

Für 2023 sind noch 4.000 Euro vorgesehen, für 2024 und 2025 dann nur noch 3.000 Euro. Zudem soll ein „Förderdeckel“ bei einem Gesamtfahrzeugpreis von 65.000 Euro eingezogen werden, „um bei begrenzten Fördermitteln und steigenden Antragszahlen weiterhin eine soziale Ausgewogenheit zu gewährleisten“, wie es in dem Schreiben heißt. Die Mindesthaltedauer soll von 6 auf 12 Monate steigen.

Die Vorschläge aus dem Ministerium von Robert Habeck (Grüne) sind noch nicht innerhalb der Koalition abgestimmt. Mit einem weiteren Gesetz solle das Sondervermögen tatsächlich geschaffen werden. „Aus dem Sondervermögen werden Ausgaben für komplexe überjährige Maßnahmen zur Ausstattung der Streitkräfte geleistet“, zitiert die FAZ aus dem Entwurf des Finanzministeriums.

Weiter heiße es: „Das Sondervermögen ist nicht rechtsfähig. Es kann unter seinem Namen im Rechtsverkehr handeln, klagen und verklagt werden.“ Das Bundesfinanzministerium soll das Sondervermögen verwalten.

red / dts

Handelsverband sieht Hamsterphase bei Lebensmitteln beendet

Nach zahlreichen Vorratseinkäufen in den vergangenen Wochen glaubt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), dass die Zeit des Hamsterns von Lebensmitteln vorbei ist. „Zu Ostern wird immer verstärkt eingekauft, aber das Kundenverhalten hat sich jetzt ein bisschen normalisiert“, sagte Genth der der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). „Der Lebensmittelhandel läuft ordentlich, die Leute verhalten sich offenbar besonnener als vor zwei oder drei Wochen.“

Dazu gehöre auch, dass nicht alle am Samstag einkaufen sollten, sondern auch schon am Donnerstag. „Und bitte nicht alle zeitgleich einkaufen, sondern auch außerhalb der Stoßzeiten. Und natürlich gern mit Maske“, sagte Genth.

red / dts

Gewerkschaft: 68.000 junge Menschen in Deutschland ohne Ausbildungsplatz

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) beklagt zu wenig Angebote am Lehrstellenmarkt – und das, obwohl die Fachkräfte ausgehen und eigentlich dringend Nachwuchs gesucht wird. „Trotz der leichten Erholung sind fast 68.000 junge Menschen ohne Ausbildung geblieben, obwohl sie sich als Bewerber bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet waren“, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Sie fordert angesichts der neuen Ausbildungszahlen für 2021 die Bundesregierung auf, „schnell die Ausbildungsgarantie auf den Weg bringen“.

Dazu gehöre auch eine Beteiligung der Wirtschaft an den Ausbildungskosten durch einen umlagefinanzierten Zukunftsfonds, denn „der Weg zu einer Normalisierung auf dem Ausbildungsmarkt ist noch sehr weit.“ Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, sagte, im Handwerk seien 20.000 Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben. „Die Auswirkungen spüren viele von uns bereits im Alltag: Die Wartezeiten auf einen Handwerkstermin sind lang“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe).

„Und man muss kein Prophet sein, um vorauszusehen, dass all die zusätzlichen Vorhaben besonders im Klima- und Umweltschutz mit dem jetzigen Stamm an Beschäftigten wohl kaum zu schaffen sind.“ Der ZDH wolle „alles daransetzen, um noch mehr junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen“. Jetzt, wo die Corona-Regeln gelockert werden, müssten die Schulen nun schnell und breit wieder Berufsorientierung anbieten.

„Wir müssen den jungen Leuten klar machen, dass unsere Betriebe tausende Ausbildungschancen in über 130 Berufen bieten. Mit der Höheren Berufsbildung und dem Meisterabschluss kann der Karriereweg bis zum eigenen Betrieb führen.“

red / dts

Mindestens 5,35 Prozent: Grünes Licht für Rentenerhöhung ab 1. Juli

Die Bundesregierung hat den Weg für eine deutliche Erhöhung der Renten zum 1. Juli freigemacht. Das Bundeskabinett fasste am Mittwoch einen entsprechenden Beschluss. Zum 1. Juli 2022 soll es demnach ein Rentenplus von 5,35 Prozent in Westdeutschland sowie von 6,12 Prozent in Ostdeutschland geben.

Hintergrund für das kräftige Plus: Eigentlich ist das Rentenniveau in Deutschland an die Lohnentwicklung gekoppelt, wobei es bei sinkendem Lohnniveau aber nicht abgesenkt werden darf – genau das passierte im zurückliegenden Jahr in Westdeutschland. Eigentlich hätten die Renten wegen der Coronakrise sinken müssen, stattdessen gab es eine Nullrunde. Ostdeutsche Rentner bekamen wegen der gewollten Angleichung von Ost und West trotz Krise sogar ein kleines Plus.

Grundlage der regelmäßigen Erhöhungen ist die sogenannte Rentenanpassungsformel. Unter anderem steigen die Renten anhand der Bruttolöhne und -gehälter des Vorjahres. Aber auch weitere Faktoren, wie zum Beispiel Veränderungen bei den Rentenversicherungsbeiträgen der Beschäftigten, spielen eine Rolle.

red / dts

Einkommens-Ranking: In diesen Städten verdienen die Menschen am meisten bzw. am wenigsten

Laut einer aktuellen Studie sind die regionalen Einkommensunterschiede in Deutschland weiterhin enorm.

Unter den 401 deutschen Kreisen lassen sich beachtliche Einkommensunterschiede feststellen: Während das durchschnittliche verfügbare Pro-Kopf-Einkommen 2019 in der Stadt Heilbronn 42.275 Euro und im Landkreis Starnberg 38.509 Euro erreichte, war es in Gelsenkirchen mit 17.015 Euro und in Duisburg 17.741 Euro nicht einmal halb so hoch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, die sich auf die aktuellsten verfügbaren Daten aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung der Länder für 2019 stützt.

Auch das Einkommensgefälle von West nach Ost ist mehr drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung nicht verschwunden. So gibt es in den neuen Ländern mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark (24.127 Euro) nur einen Kreis, in dem das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen den Durchschnitt für die Bundesrepublik insgesamt von 23.706 Euro überschreitet. In den alten Ländern besteht zudem ein Süd-Nord-Gefälle. Im Durchschnitt liegt das Pro-Kopf-Einkommen in Bayern und Baden-Württemberg etwa 2.600 Euro höher als im übrigen Westdeutschland.

Der Landkreis Ludwigsburg liegt mit einem durchschnittlich verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen von 27.604 Euro auf Rang 28. Die Landeshauptstadt Stuttgart auf 33 (26.806 Euro)

Einkommens-Ranking der Top 100:

Stadt-/Landkreis Verfügbares Einkommen pro Kopf in € (nominal)
Heilbronn, Stadtkreis 42275
Starnberg, Landkreis 38509
Miesbach, Landkreis 35599
Hochtaunuskreis 35238
München, Landkreis 32348
München, Landeshauptstadt, Kreisfreie Stadt 32039
Olpe, Kreis 31052
Baden-Baden, Stadtkreis 29731
Main-Taunus-Kreis 29389
Ulm, Universitätsstadt, Stadtkreis 28976
Ebersberg, Landkreis 28878
Memmingen, Kreisfreie Stadt 28812
Lörrach, Landkreis 28091
Bad Tölz-Wolfratshausen, Landkreis 27587
Herzogtum Lauenburg, Kreis 27538
Landsberg am Lech, Landkreis 27421
Lindau (Bodensee), Landkreis 27411
Schwabach, Kreisfreie Stadt 27401
Aichach-Friedberg, Landkreis 27388
Erlangen-Höchstadt, Landkreis 27361
Bodenseekreis 27300
Fürstenfeldbruck, Landkreis 27292
Rheinisch-Bergischer Kreis 27254
Düsseldorf, Kreisfreie Stadt 27199
Pfaffenhofen a.d.Ilm, Landkreis 27159
Bad Dürkheim, Landkreis 27144
Rhein-Pfalz-Kreis 27081
Ludwigsburg, Landkreis 27064
Enzkreis 26978
Tuttlingen, Landkreis 26965
Nürnberger Land, Landkreis 26945
Dachau, Landkreis 26825
Stuttgart, Landeshauptstadt, Stadtkreis 26806
Rheingau-Taunus-Kreis 26775
Fürth, Landkreis 26771
Weilheim-Schongau, Landkreis 26734
Coburg, Landkreis 26719
Rosenheim, Landkreis 26661
Esslingen, Landkreis 26660
Harburg, Landkreis 26627
Nordfriesland, Kreis 26595
Augsburg, Landkreis 26576
Erding, Landkreis 26544
Stormarn, Kreis 26493
Garmisch-Partenkirchen, Landkreis 26479
Böblingen, Landkreis 26468
Neustadt an der Weinstraße, Kreisfreie Stadt 26431
Zollernalbkreis 26337
Mettmann, Kreis 26333
Rems-Murr-Kreis 26208
Rottweil, Landkreis 26165
Würzburg, Kreisfreie Stadt 26159
Unterallgäu, Landkreis 26095
Rhein-Kreis Neuss, Kreis 26088
Oberallgäu, Landkreis 26031
Konstanz, Landkreis 26021
Traunstein, Landkreis 26000
Mainz-Bingen, Landkreis 25989
Donau-Ries, Landkreis 25963
Aschaffenburg, Kreisfreie Stadt 25957
Heilbronn, Landkreis 25935
Waldshut, Landkreis 25920
Roth, Landkreis 25910
Landshut, Kreisfreie Stadt 25882
Coburg, Kreisfreie Stadt 25860
Rhein-Neckar-Kreis 25860
Erlangen, Kreisfreie Stadt 25815
Hamburg 25808
Hohenlohekreis 25785
Schwarzwald-Baar-Kreis 25758
Breisgau-Hochschwarzwald, Landkreis 25735
Aschaffenburg, Landkreis 25733
Reutlingen, Landkreis 25703
Freudenstadt, Landkreis 25660
Wiesbaden, Landeshauptstadt, Kreisfreie Stadt 25645
Dillingen a.d.Donau, Landkreis 25638
Bergstraße, Landkreis 25607
Gütersloh, Kreis 25606
Darmstadt-Dieburg, Landkreis 25578
Dingolfing-Landau, Landkreis 25558
Märkischer Kreis 25545
Forchheim, Landkreis 25526
Hochsauerlandkreis 25497
Neu-Ulm, Landkreis 25494
Offenbach, Landkreis 25489
Neumarkt i.d.OPf., Landkreis 25480
Pinneberg, Kreis 25433
Freising, Landkreis 25426
Regensburg, Landkreis 25420
Eichstätt, Landkreis 25403
Günzburg, Landkreis 25328
Landshut, Landkreis 25320
Ostalbkreis 25318
Ostallgäu, Landkreis 25252
Biberach, Landkreis 25221

red

Condor-Chef: „Fliegen wird in jedem Fall teurer“

Die Fluggesellschaft Condor rechnet mit einem spürbaren Preisanstieg für Flugtickets in den nächsten Jahren, der über nahende Mehrkosten für teureres Kerosin hinausgeht. „Fliegen wird in jedem Fall teurer“, sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Treibstoff mache etwa ein Drittel der Kosten einer Airline aus.

„Wenn Kerosin 40 Prozent mehr kostet, müssen Ticketpreise um 12 Prozent steigen.“ Dazu komme ab 2023 das EU-Klimapaket Fit for 55. „Der Klimaschutz ist in unserem Interesse, um unser Geschäft zu erhalten. Er wird Fliegen aber signifikant verteuern.“

Für den kommenden Sommer ist er dennoch zuversichtlich: „Der Flug macht nur einen Teil des Preises einer Pauschalreise von 700 oder 800 Euro aus. Wenn der 20 Euro mehr kostet, verhindert das Buchungen nicht.“ In Summe hätten zwar noch alle Airlines weniger Buchungen als 2019, „aber die Perspektiven sind sehr gut, dass die Flugzeuge voll werden“, sagte Teckentrup.

In den nächsten fünf, sechs Jahren bleibe der Sommerurlaub für weite Teile der Bevölkerung erschwinglich. „Danach wird es nach heutiger Einschätzung sehr viel teurer.“

red / dts