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VW drosselt Golf-Produktion

Er ist Kultauto und Bestseller, kein anderes aktuelles Modell hat die Marke VW so geprägt wie der Golf. Allerdings schwächelt der Verkauf des Kompakten – was VW zu Maßnahmen veranlasst.

Wegen schwacher Nachfrage wird Volkswagen eine von drei Schichten für die Golf-Produktion im Stammwerk Wolfsburg bis auf weiteres streichen, vermeldet das Branchenblatt “Automobilwoche”. Betroffen seien rund 240 Mitarbeiter, die andere Montagearbeiten verrichten sollen.

Volkswagen hat den Stopp der zweiten Schicht an der Montagelinie 2 bestätigt und eingeräumt, dass die Kapazitätsgrenze mit einer Zahl von 540 Autos am Tag unterschritten sei. mid/Mst

Brexit: Airbus CEO Tom Enders droht mit Verlagerung

Der Brexit wird nicht nur immer chaotischer. Fest steht: Er wird auch Arbeitsplätze auf der Insel vernichten. So hat der Flugzeugbauer Airbus für den Fall eines ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der EU mit der Verlagerung seiner Produktionen gedroht. “Wenn es einen No-Deal-Brexit gibt, müssen wir möglicherweise sehr schädliche Entscheidungen für das Vereinigte Königreich treffen”, sagte Konzernchef Tom Enders. Er betonte, dass dies keine leere Drohung sei: “All jene, die daran zweifeln, Airbus könnte Geschäfte von Großbritannien abziehen, liegen falsch.” Die britische Luftfahrt stehe jetzt am Abgrund.

Es sei ein Trugschluss, anzunehmen, Airbus würde die Produktion nicht verlagern, nur weil in Großbritannien große Fabriken stünden: “Bitte hören Sie nicht auf den Wahnsinn der Brexiteers.” Es sei zwar nicht möglich, diese sofort in andere Teile der Welt zu verlagern. Aber im Fall eines No-Deal-Brexit werde Airbus seine Investitionen umlenken. Es gebe viele Länder, wo Airbus seine Flugzeuge bauen könne.

Der weltweit zweitgrößte Flugzeugkonzern hinter Boeing beschäftigt auf der Insel 14.000 Mitarbeiter, 6.000 davon in der Fabrik im walisischen Broughton, wo Flugzeugflügel gebaut werden, und 3.000 in Filton im Westen Englands. wid

Meistverkauften Automobile weltweit: Renault-Nissan-Mitsubishi

Renault-Nissan-Mitsubishi ist die Nummer 1

Wenn es um Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (ohne LKW) geht, dann ist ein Konzern seit Jahren ganz vorn mit dabei: Die Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi hat 2018 ihre Position als weltweit verkaufsstärkste Automobilgruppe behauptet.

Die Neuzulassungen sind Konzernangaben zufolge um 1,4 Prozent auf 10,76 Millionen Einheiten gestiegen. Jeder neunte verkaufte Neuwagen bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen war demnach im Vorjahr aus der Renault-Nissan-Mitsubishi-Firmengruppe.

Im Einzelnen entfallen die Zulassungszahlen wie folgt auf die Autobauer: Die Renault Gruppe steigerte im vergangenen Jahr ihre Zulassungen um 3,2 Prozent auf 3.884.300 Fahrzeuge. Die Nissan Motor Co. Ltd. büßte 2,8 Prozent ein und kam auf insgesamt 5.653.700 Fahrzeuge. Mitsubishi Motors legte gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 1.218.900 weltweit verkaufte Fahrzeuge zu. Die E-Auto-Verkäufe der Allianz seien um 34 Prozent angestiegen.

Bis zum Jahr 2022 sollen 75 Prozent der Fahrzeuge gemeinsame Antriebsstränge nutzen, zwölf rein elektrische Fahrzeuge auf den Markt kommen sowie 40 Fahrzeuge mit Systemen für automatisiertes Fahren lanciert werden. mid/Mst

Immer mehr Menschen kaufen Bücher online

Bei Büchern blüht der Online-Handel

Shopping im Internet erfreut sich großer Beliebtheit. Doch nicht alle Produkte laufen gut im Online-Handel. Jetzt gibt es eine neue Untersuchung: das Whitepaper “E-Commerce-Trends 2019” des Vergleichsportals Idealo. Fast alle Befragten überzeugt die neutrale Beratung im Internet – 88 Prozent mögen es, dass sie sich online in Ruhe über ein Produkt informieren können, ohne dass sie ständig ein Verkäufer anspricht.

Gleichzeitig finden sie es doch eher wichtig, Produktinformationen und Beratung im stationären Handel zu bekommen (73Prozent), insbesondere bei Elektronikprodukten (59 Prozent) und Medikamenten (56 Prozent).

Zudem schafft es der stationäre Handel, Sinne anzusprechen, die der Online-Handel nicht bedienen kann. Daher schaut sich ein Drittel der Deutschen Produkte im stationären Handel an, bevor diese online erworben werden. Und bei bestimmten Produktgruppen favorisieren die Deutschen den stationären Handel nach wie vor. Lebensmittel werden lieber stationär (92 Prozent) als online (sieben Prozent) gekauft – ebenso Möbel und Einrichtungsgegenstände (64 Prozent stationär vs. 32 Prozent online).

Bei Büchern und Unterhaltungselektronik blüht allerdings der Online-Handel (74 Prozent). Auch Computer und andere elektronische Geräte werden überwiegend (71 Prozent) online gekauft. cid/wal

Mehr Tempo beim Netzausbau

Die Bundesregierung macht Druck mit dem flächendeckenden Netzausbau. Sie will bis Mitte 2019 unter der Ägide des Verkehrs- und Infrastrukturministeriums eine “Gesamtstrategie zur Schließung verbleibender Mobilfunklücken vorlegen” – und damit den notwendigen Maßnahmenplan für eine leistungs- und zukunftsfähige Mobilfunkversorgung auch im ländlichen Raum festlegen.

So steht es jedenfalls in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion. Auch die Kommunen könnten die Netzbetreiber beim Aufbau unterstützen, etwa durch vereinfachte Genehmigungsverfahren und Standort-Angebote.

Eine gesetzliche Grundlage für eine abgestimmte Planung der Netzbetreiber bei der Abdeckung des ländlichen Raums gibt es laut der Antwort aber nicht. Über den Ausbau der Mobilfunknetze würden die Betreiber entscheiden.

Und auch zur 5G-Zukunft äußerte sich die Regierung. Offenbar hat inzwischen ein Meinungsumschwung stattgefunden, denn inzwischen geht man in Berlin doch von 5G an jeder Milchkanne aus: Ziel sei eine zukunftsfähige Versorgung mit 5G – “auch in ländlichen Räumen”. cid/rhu

Alte Diesel sterben aus – Zahl nimmt rapide ab

Die Anzahl älterer Diesel in Deutschland nimmt zügig ab. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor.

Demnach gab es zum Stichtag 1. Oktober 2018 in der Bundesrepublik 47,14 Millionen Pkw, zwischen September 2017 und November 2018 wurden 4,32 Millionen Pkw neu zugelassen. Die Verbreitung von Selbstzündern der Schadstoffklassen Euro 1, Euro 2 und Euro 3 war laut der Vorlage stark rückläufig, sie lag am 1. Oktober 2018 bei 2,22 Millionen Exemplaren – und damit um rund 400.000 unter dem Vorjahreswert von 2,61 Millionen. mid/rhu

Turbulenzen bei den Franzosen – Renault mit neuer Führung

Renault kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Rücktritt des in Japan inhaftierten Konzernchefs Carlos Ghosn hat der Autobauer eine neue Führung installiert. Wie der Verwaltungsrat des Unternehmens mitteilte, werden die Kompetenzen des ehemaligen Chefs künftig aufgeteilt.

Ghosns bisheriger Stellvertreter Thierry Bolloré leitet künftig als Generaldirektor das operative Geschäft, heißt es. Der scheidende Michelin-Chef Jean-Dominique Senard wiederum übernimmt den Präsidentenposten im Renault-Verwaltungsrat. Der 65-Jährige sei für die Auto-Allianz mit dem japanischen Hersteller Nissan verantwortlich. mid/rlo

VW und Audi weiten Diesel-Prämien aus

Volkswagen und Audi weiten den Geltungsbereich ihrer Wechsel- und Umweltprämien aus. Statt wie bisher nur in “besonders belasteten Intensivstädten” bieten beide Hersteller die Umstiegsanreize jetzt bundesweit an.

Bei VW liegt die Wechselprämie für Neuwagen je nach gewähltem Modell bis 30. April 2019 zwischen 500 und 7.000 Euro. In Anspruch nehmen können sie alle Halter von Euro-4- und Euro-5-Dieselfahrzeugen. Wird ein Euro-1- bis Euro-4-Diesel verschrottet, gibt es bis auf Widerruf beim Umstieg auf einen Neu- oder Jahreswagen von VW deutschlandweit die Umweltprämie. Sie liegt zwischen 1.500 und 8.000 Euro.

So funktionieren diese beiden Angebote auch bei Audi, dort liegen die Wechselprämien zwischen 2.000 und 9.000 Euro, die Verschrottungs-Gutschriften bei bis zu 10.000 Euro. mid/rhu

Deutsche Elektroindustrie auf Wachstumskurs

 Die deutsche Elektroindustrie hat ihren Wachstumskurs auch 2018 fortgesetzt. Die preisbereinigte Produktion der Elektroindustrie stieg von Januar bis November 2018 um 2,8 Prozent gegenüber Vorjahr. Der Umsatz – der auch Dienstleistungen und Software umfasst – nahm im gleichen Zeitraum um 3,2 Prozent auf 179,8 Milliarden Euro zu. Für das gesamte Jahr sollte er sich auf mindestens 197 Milliarden Euro belaufen, heißt es.

Von Januar bis November nahmen die gesamten Branchenausfuhren, einschließlich Re-Exporten, um 5,4 Prozent auf 195,4 Milliarden Euro zu. Im Gesamtjahr wurden nach Schätzungen 212 Milliarden Euro erreicht, das fünfte Allzeithoch in Folge. Allerdings lag das Wachstum der Exporte damit nur noch halb so hoch wie 2017.

China blieb größter Abnehmer, gefolgt von den USA. Zwischen Januar und November 2018 gingen Ausfuhren im Wert von 19,4 Milliarden Euro nach China – ein Plus von 11,4 Prozent gegenüber Vorjahr. Die Exporte in die USA erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 3,8 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro. cid/rlo

Die Grundrente für Geringverdiener?

Rentner träumen von einem ruhigen Lebensabend. Doch beim Blick ins Portemonnaie kommen die Tränen. In Deutschland geht die Angst vor der Altersarmut um. Daran will die Politik schon seit längerem etwas ändern. Jetzt ist der nächste Vorschlag auf dem Tisch.

Wer mindestens 35 Jahre lang als Arbeitnehmer Rentenbeiträge gezahlt, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat, soll einen Betrag von 100 Euro über der Grundsicherung bekommen. Das jedenfalls plant Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) laut einem Bericht der “Frankfurter Allgemeine Zeitung”.

Und so soll es gehen: Auf die Grundsicherung, die derzeit 424 Euro im Monat plus Unterkunftskosten beträgt, soll es einen Aufschlag von 25 Prozent geben. So errechnet sich der Betrag von 100 Euro monatlich. Damit würde die von Heil geplante Grundrente für Geringverdiener Gestalt annehmen.

Das Ministerium rechnet dem Bericht zufolge mit 130.000 Anspruchsberechtigten. Den Finanzminister soll die Grundrente rund 200 Millionen Euro im Jahr kosten. Neue Behörden und Verwaltungsverfahren sollen für die Grundrente nicht aufgebaut werden, heißt es. Bleibt abzuwarten, ob auch dieser Vorschlag wieder in der Schublade verschwindet. mid/rl

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