Das verdienen Fachkräfte in Krankenhäusern und Heimen in Deutschland

Schon vor der Corona-Krise herrschte ein Mangel an Pflegekräften in Deutschland. Seit Ausbruch der Pandemie mehren sich jedoch die Berichte über Personalmangel und deutlich überlastete Pflegefachkräfte in Kliniken und Heimen sowie die Forderungen nach einer besseren Bezahlung für die Pflegenden. Zu Beginn gab es viel Applaus. Zahlreiche Menschen standen an Fenstern und bedankten sich mit minutenlangen Beifall für den Einsatz der Pflegekräfte. Doch wie haben sich die Gehälter für diese systemrelevanten Berufe in den letzten 10 Jahren entwickelt?

Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger verdienten im Jahr 2020 nach Angaben des Statistischen Bundesamts im Durchschnitt 3.578 Euro brutto im Monat. Das sind 32,9 % mehr als noch 2010. Zieht man allerdings davon die Inflation der letzten 10 Jahre ab, so bleiben davon nur noch 19,1% brutto im Monat übrig. Fachkräfte in Pflegeheimen kamen auf durchschnittlich 3 363 Euro (+32,8 % gegenüber 2010) (inflationsbereinigt 19,1% ), jene in Altenheimen, darunter Altenpflegerinnen und -pfleger, auf 3 291 Euro (+38,6 % gegenüber 2010) (inflationsbereinigt 24,8% ). Die Unterschiede sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass in der Krankenpflege vielfach Tariflöhne gezahlt werden.

Überwiegender Teil der Pflegekräfte arbeitete 2019 in Heimen

1,41 Millionen Menschen waren 2019 in Deutschland mit der Pflege, Betreuung oder Unterstützung Pflegebedürftiger beschäftigt. Gut zwei Fünftel von ihnen arbeiteten in Pflegeheimen (593 000), etwa ein Viertel in ambulanten Pflegediensten (361 000) sowie gut ein Drittel im Pflegedienst in Krankenhäusern (458 000).

74 % der Kranken- und 79 % der Altenpfleger/-innen arbeiten regelmäßig am Wochenende

Pflegekräfte sind häufiger rund um die Uhr im Einsatz als die meisten anderen Erwerbstätigen, Schicht- und Wochenendarbeit verlangen ihnen auch ohne eine pandemische Ausnahmesituation viel ab. Rund 60 % der Krankenpflegerinnen und -pfleger und deutlich mehr als die Hälfte (57 %) der Altenpflegerinnen und -pfleger arbeiteten im Jahr 2019 im Schichtdienst. Insgesamt traf das nur auf jede siebte erwerbstätige Person in Deutschland zu (14 %). Noch häufiger als vom Schichtdienst waren Pflegekräfte von Wochenendarbeit betroffen: 74 % der Kranken- und 79 % der Altenpflegerinnen und -pfleger arbeiteten 2019 regelmäßig samstags und sonntags. Insgesamt traf das nur auf gut jede dritte erwerbstätige Person zu (36 %).

Die unregelmäßigen Arbeitszeiten können mit ein Grund dafür sein, dass die Teilzeitquote in Pflegeberufen deutlich höher ausfällt als bei den Erwerbstätigen insgesamt. So war im Jahr 2019 gut ein Drittel (37 %) aller Krankenpflegerinnen und -pfleger in Teilzeit beschäftigt, unter den in der Altenpflege Tätigen war es nahezu jeder und jede zweite (46 %). Zum Vergleich: Über alle Berufsgruppen hinweg lag die Teilzeitquote bei 29 %. Vor allem dürfte die höhere Teilzeitquote aber dem Umstand geschuldet sein, dass vier von fünf Pflegekräften Frauen sind (79 %) – erwerbstätige Frauen arbeiten allgemein aus vielfältigen Gründen häufiger in Teilzeit als Männer.

44 900 Ausbildungsabschlüsse im Jahr 2019: +25 % gegenüber 2009

Trotz der unregelmäßigen Arbeitszeiten hatten die Pflegeberufe vor Ausbruch der Corona-Pandemie für den Nachwuchs nicht an Attraktivität verloren – im Gegenteil. Im Jahr 2019 begannen 71 300 Menschen eine Ausbildung in einem Pflegeberuf. Das waren 8 % mehr als im Vorjahr und 39 % mehr als noch zehn Jahre zuvor. 44 900 Nachwuchskräfte schlossen 2019 ihre Ausbildung in einem Pflegeberuf erfolgreich ab – auch hier gab es einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (+3 %) und im Zehnjahresvergleich (+25 %).

Zahl der anerkannten Auslandsabschlüsse in der Krankenpflege seit 2013 kontinuierlich gestiegen

Die wachsende Zahl Auszubildender hat nichts daran geändert, dass die Bundesregierung seit Jahren einen Fachkräftemangel in allen Pflegeberufen konstatiert. Um diesen auszugleichen, wird verstärkt auf Pflegekräfte aus dem Ausland gesetzt. Allein 2019 wurden 15 500 ausländische Abschlüsse in der Gesundheits- und Krankenpflege anerkannt – 49 % mehr als im Jahr zuvor. Im Vergleich zum Jahr 2013 – dem ersten Jahr seit Start der Erhebung – hat sich die Zahl mehr als versechsfacht (2 400). Im Jahr 2019 wurden knapp zwei Drittel der anerkannten Abschlüsse in Europa (9 700) gemacht, knapp ein Drittel in Asien (4 500). Am häufigsten hatten die Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, die in Deutschland arbeiten wollten, ihre Ausbildung auf den Philippinen (2 900 anerkannte Abschlüsse), in Bosnien und Herzegowina (2 300) sowie in Serbien (2 000) absolviert.

In der Altenpflege, in der vielfach auch ungelernte Kräfte zum Einsatz kommen, spielt die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse eine deutlich geringere Rolle: 2019 wurde in nur 87 Fällen die im Ausland absolvierte Ausbildung zum Altenpfleger oder zur Altenpflegerin anerkannt.

red

 

Export-Zuwachs treibt die Bauholz-Preise

Die Preise für Bauholz steigen und steigen, längst gibt es in Deutschland massive Lieferprobleme. Ein Grund: Der Bauboom während der Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach dem Naturstoff im In- und vor allem im Ausland angekurbelt.

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) exportierte Deutschland 2020 rund 12,7 Millionen Kubikmeter Rohholz im Wert von 845 Millionen Euro. Im Vergleich zum Jahr 2019 ist dies eine mengenmäßige Steigerung um mehr als ein Drittel (42,6 Prozent).

Im langfristigen Vergleich hat sich die Menge von ausgeführtem Rohholz seit 2015 mehr als verdreifacht (+238 Prozent). 2015 waren es noch 3,8 Millionen Kubikmeter im Wert von rund 329 Millionen Euro. Die Importmenge ging im gleichen Zeitraum um ein Drittel (-32,4 Prozent) auf 5,9 Millionen Kubikmeter zurück.

Zu Beginn des Jahres 2021 setzte sich der Exportzuwachs zunächst nicht fort: Im Januar und Februar 2021 sank er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,4 Prozent auf 1,5 Millionen Kubikmeter (Wert: 100 Millionen Euro).

Rudolf Huber / glp

Experten-Tipps zum Wassersparen

Trinkwasser ist ein kostbares Gut – das vergessen wir im Alltag leider allzu leicht. Dabei schont jeder eingesparte Liter Warmwasser die Umwelt und spart zusätzlich Geld. Die Verbraucherzentrale Bayern hat zusammengefasst, worauf Verbraucher bei der Abrechnung ihres Warmwasserkonsums achten sollten.

In Mehrfamilienhäusern mit Zentralheizungen werden die Kosten für Heizung und Warmwasser nach Verbrauch verteilt. „Mit Warmwasserzählern in jeder Wohnung kann der persönliche Verbrauch festgestellt und mit üblichen Durchschnittswerten verglichen werden“, so die Verbraucherzentrale.

Eine Faustregel: Sparsam sind Haushalte, die weniger als 30 Liter pro Person und Tag verbrauchen. Wer darüber liegt, hat in der Regel erhebliche Einsparmöglichkeiten, etwa durch den Einbau eines Spar-Duschkopfs. Dieser kostet rund 20 Euro, spart aber bis zu 50 Prozent des Warmwasserverbrauchs ein. Beim Kauf gilt es zu beachten, dass der Duschkopf einen Wasserdurchfluss (Schüttmenge) von weniger als neun Litern pro Minute hat.

Bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale können die Verbrauchsdaten der gesamten Heizkostenabrechnung individuell bewertet und die Höhe der Heizkosten der Wohnung geprüft werden. Die Beratung findet derzeit online und telefonisch statt. Termine können unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 809 802 400 vereinbart werden.

Rudolf Huber / glp

Tourismus in Deutschland: 43 Prozent weniger Übernachtungen als im März 2020

Im März 2021 gab es in den Beherbergungsbetrieben in Deutschland 9,1 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Montag mitteilt, waren das 42,7 % weniger Übernachtungen als im März 2020. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland sank im Vergleich zum März 2020 um 41,1 % auf 8,2 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland verringerte sich um 53,5 % auf 0,9 Millionen.

Im Vergleich zu den Monaten Januar und Februar 2021 (jeweils 76 % weniger Übernachtungen in- und ausländischer Gäste gegenüber dem Vorjahresmonat) fiel der Rückgang im März 2021 relativ moderat aus, da sich die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie bereits im März 2020 erheblich auf die Zahl der Gästeübernachtungen in Deutschland ausgewirkt hatte. Maßgeblich dafür war das seit Mitte März 2020 geltende Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste. Das Ausmaß des Rückgangs der Übernachtungszahlen infolge der Corona-Krise zeigt der Vergleich mit dem Vorkrisenmonat März 2019, als 33,0 Millionen Übernachtungen gezählt worden waren: Im Vergleich dazu ergibt sich für den März 2021 ein Rückgang der Übernachtungen von 72,4 %.

Diese Ergebnisse zeigen deutlich die Folgen der Corona-Krise mit wiederholten Beherbergungsverboten oder -einschränkungen. Von den etwa 52 000 erfassten Beherbergungsbetrieben hatten im März 2021 lediglich 30 114 geöffnet.

1. Quartal 2021: Gut zwei Drittel weniger Übernachtungen als im Vorjahresquartal

Von Januar bis März 2021 konnten die Beherbergungsbetriebe insgesamt 22,6 Millionen Übernachtungen verbuchen. Das waren 68,8 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Nur 20,2 Millionen Übernachtungen inländischer Gäste wurden in diesem Zeitraum verzeichnet (-66,2 %). Noch deutlicher war der Einbruch bei den ausländischen Gästen: 2,4 Millionen Übernachtungen bedeuteten hier ein Minus von 81,1 %.

red

Das sollten Sie bei der Steuererklärung beachten

Steuerberater im Stress: Denn sie haben alle Hände voll damit zu tun, die Hilfsanträge für Corona-geschädigte Unternehmen und Selbstständige zu stellen. Um ihnen für diese Aufgabe mehr Zeit einzuräumen, wurde die Abgabefrist für die Steuererklärung 2019 von Ende Februar 2021 auf Ende August 2021 verlängert. Für Steuerzahler, die keinen Steuerberater beauftragt haben, bleibt es bei der Abgabefrist vom 31. Juli des Folgejahres.

Der Gesetzgeber vermutet in bestimmten Fällen, dass er trotz Lohnsteuerabzug und/oder Vorauszahlungen während des Jahres von einigen Steuerzahlern zu wenig Einkommensteuer bekommen hat. Deshalb müssen Arbeitnehmer nach Auskunft von Steuer-Experten unter anderem eine Einkommensteuererklärung abgeben, wenn sie bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt waren oder unversteuerte Einkünfte über 410 Euro hatten; etwa Honorare, Renten oder Mieten.

Werden berufstätige Ehepartner zusammen veranlagt und wird einer der beiden Partner nach Steuerklasse V oder VI besteuert oder wurde mit der Steuerklassenkombination IV/IV das Faktorverfahren gewählt, ist ebenfalls eine Steuererklärung fällig. Ebenso, wenn Lohnersatzleistungen von mehr als 410 Euro bezogen wurden, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, zum Beispiel Elterngeld, Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld.

Der Stichtag für die Abgabe der Steuererklärung ist der 31. Juli des Folgejahres. Die Erklärung für 2020 muss also Ende Juli 2021 auf dem Tisch des Finanzbeamten liegen. Wer diesen Termin verpasst, kann einen Steuerberater beauftragen. So verlängert sich die Frist automatisch auf den 28. oder 29. Februar des übernächsten Jahres.

Für die Steuererklärung 2020 wäre das also Ende Februar 2022. Allerdings kann das Finanzamt ausdrücklich eine frühere Abgabe verlangen. Der Grund für den späteren Termin ist simpel: Den Steuerexperten ist es nicht zuzumuten, die ganze Arbeit in den ersten sieben Monaten des Jahres zu erledigen. Diese Regelung gilt auch, wenn man seine Steuerunterlagen von einem Lohnsteuerhilfeverein bearbeiten und einreichen lässt.

Ralf Loweg / glp

Deutsche Außenhandelsbilanz im März mit dicken Überschuss

Im März 2021 sind die Exporte in Deutschland gegenüber Februar 2021 kalender- und saisonbereinigt um 1,2 % und die Importe um 6,5 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse am Freitag mitteilt, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 0,9 % unter und die Importe 6,7 % über dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Im März 2021 wurden von Deutschland Waren im Wert von 126,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 105,9 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2020 stiegen die Exporte im März 2021 um 16,1 % und die Importe um 15,5 %. Damit wurde export- und importseitig nominal der jeweils höchste je gemessene Monatswert in der Außenhandelsstatistik verzeichnet.

Die Außenhandelsbilanz schloss im März 2021 mit einem Überschuss von 20,5 Milliarden Euro ab. Im März 2020 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 17,2 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im März 2021 bei 14,3 Milliarden Euro.

Die deutsche Leistungsbilanz schloss unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel (+23,3 Milliarden Euro), Dienstleistungen (+1,3 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+10,0 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-4,5 Milliarden Euro) im März 2021 mit einem Überschuss von 30,2 Milliarden Euro ab. Im März 2020 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 24,8 Milliarden Euro ausgewiesen.

Außenhandel mit EU-Staaten 

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im März 2021 Waren im Wert von 67,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 57,7 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber März 2020 stiegen die Exporte in die EU-Staaten um 21,2 % und die Importe aus diesen Staaten um 18,4 %. In die Staaten der Eurozone wurden im März 2021 Waren im Wert von 47,0 Milliarden Euro (+22,6 %) exportiert und Waren im Wert von 39,4 Milliarden Euro (+16,2 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im März 2021 Waren im Wert von 20,4 Milliarden Euro (+18,1 %) exportiert und Waren im Wert von 18,3 Milliarden Euro (+23,6 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten 

In die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) wurden im März 2021 Waren im Wert von 59,0 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 48,2 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber März 2020 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 10,8 % und die Importe von dort um 12,2 % zu.

Außenhandel mit dem Vereinigten Königreich 

Die Exporte in das Vereinigte Königreich sanken im März 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,2 % auf 6,5 Milliarden Euro. Die deutschen Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 1,6 % auf 3,1 Milliarden Euro zu.

Am 1. Januar 2021 trat der zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelte Partnerschaftsvertrag vorläufig in Kraft. Mit dem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion ist der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU endgültig vollzogen. Weitere Informationen zum Brexit sowie eine Auswahl statistischer Indikatoren, bei denen von einem Einfluss des Brexits auszugehen ist, bietet der „Brexit-Monitor“ des Statistischen Bundesamtes.

Außenhandel mit weiteren ausgewählten Staaten 

Im März 2021 stiegen die Exporte in die Volksrepublik China gegenüber März 2020 um 37,9 % auf 10,3 Milliarden Euro. Die Exporte in die Vereinigten Staaten nahmen um 8,8 % auf 11,1 Milliarden Euro zu.

Die meisten Importe kamen im März 2021 aus der Volksrepublik China nach Deutschland. Von dort wurden Waren im Wert von 11,7 Milliarden Euro eingeführt (+46,6 % zum Vorjahresmonat). Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen im März 2021 um 1,5 % auf einen Wert von 6,7 Milliarden Euro.

red

Kreuzfahrtbranche erleidet Schiffbruch

Der Bau von Kreuzfahrtschiffen sorgte jahrelang für einen Boom. Doch in der Corona-Krise hat die Branche Schiffbruch erlitten. Tausende Arbeitsplätze und viele Standorte sind gefährdet.

Wegen der weltweiten Corona-Beschränkungen hatten die großen Kreuzfahrt-Reedereien 2020 mit zweistelligen Milliardenverlusten zu kämpfen. Die Bestellungen für neue Schiffe blieben daher aus. Mit neuen Bestellungen in signifikantem Umfang sei vor 2024 nicht zu rechnen, heißt es im Jahresbericht des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM).

Die Folgen für die Auftragslage sind dramatisch. Laut VSM schrumpften die Auftragseingänge deutscher Seeschiffswerften 2020 auf 0,9 Milliarden Euro. Das ist ein Minus von rund 80 Prozent gegenüber den Jahren vor der Pandemie, so der Verband.

Mit Zulieferern bietet die Branche etwa 200.000 Arbeitsplätze. Neben dem Bau neuer Schiffe zählen Wartung, Reparaturen und Umbauten zum Geschäft. Die maritime Wirtschaft gehört laut Bundeswirtschaftsministerium mit einem jährlichen Umsatzvolumen von rund 50 Milliarden Euro zu den wichtigen Wirtschaftszweigen in Deutschland.

Ralf Loweg / glp

Pkw-Geschäft im April mit fettem Plus

Deutliches Plus: Mit 229.650 neu zugelassenen Personenkraftwagen (Pkw) lag der April 2021 um 90,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Da hatte allerdings ein scharfer Lockdown wegen der Corona-Pandemie das Geschäft praktisch zum Erliegen gebracht.

Die bisherige Jahresbilanz weist mit 886.102 Pkw einen Zuwachs von 7,8 Prozent aus. Die gewerblichen Zulassungen (65,7 Prozent) stiegen gegenüber dem Vergleichsmonat um 115,0 Prozent, die der Privaten (34,3 Prozent) um 55,5 Prozent.

Alle deutschen Marken konnten in der Neuzulassungsstatistik Zuwächse verzeichnen, die bei Opel (+174,6 Prozent), Mercedes (+158,5 Prozent) und VW (+108,4 Prozent) sogar dreistellig ausfielen. Den größten Anteil an den Neuzulassungen beanspruchte die Marke VW (18,8 Prozent).

Bei den Importmarken sorgten Mazda (+147,2 Prozent, Nissan (+146,1 Prozent), Jeep (+141,8 Prozent), Hyundai (+135,0 Prozent), Peugeot (+123,4 Prozent, Citroen (+115,2 Prozent) und Ssangyong (+106,9 Prozent für die höchsten Zulassungssteigerungen in der Monatsbilanz.

Bis auf Tesla (-23,8 Prozent) gab es bei allen anderen Importmarken ebenfalls Zuwächse. Mit einem Neuzulassungsanteil von 5,9 Prozent war Skoda (+88,4 Prozent) erneut die anteilsstärkste Importmarke.

Mit 24,4 Prozent waren die meisten Neuwagen den SUVs zuzuordnen (+128,5 Prozent). Die Kompaktklasse erreichte nach einer Steigerung um 68,2 Prozent einen Anteil von 17,8 Prozent und war damit das zweitstärkste Segment vor den Kleinwagen (14,2 Prozent).

Ralf Loweg / glp

Wohnen in der Pandemie

In der Corona-Krise hat mehr als jeder vierte Bundesbürger Anschaffungen für den eigenen Haushalt getätigt, die sonst nicht geplant waren. Das ergab jetzt eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Check24.

43 Prozent der Befragten gaben an, ihren Haushalt für Home-Office und Homeschooling aufgerüstet zu haben, zum Beispiel mit Notebooks, Monitoren oder Headsets. 29 Prozent haben in Küchengeräte wie Spülmaschinen oder Kühlschränke investiert.

Auch Produkte aus dem Entertainment-Bereich standen noch recht hoch im Kurs: 23 Prozent der Befragten, die aufgrund der Pandemie in den vergangenen zwölf Monaten Neuanschaffungen getätigt haben, kauften sich TV-Geräte, Heimlautsprecher oder Spielekonsolen.

„Für viele Bürger ist das Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden seit Beginn der Corona-Pandemie noch mehr in den Fokus gerückt“, sagt Braulio Dario Rissi, Managing Director Hausratversicherung bei Check24. „Wir sehen nicht nur eine steigende Attraktivität des Umlandes von Großstädten, wo die Wohnungen in der Regel größer sind, sondern auch mehr Ausgaben für die private Einrichtung.“

Die Mehrheit der Neuanschaffungen für den Haushalt lag im Preisbereich bis 1.000 Euro. Zehn Prozent der Befragten gaben 5.000 Euro und mehr für Gegenstände aus, die sie ohne die Corona-Pandemie (noch) nicht gekauft hätten. Bei knapp vier Prozent waren es sogar mindestens 10.000 Euro.

Ein Blick auf die Haushalte zeigt: Befragte mit Kindern haben fast doppelt so häufig 5.000 Euro und mehr für Corona-bedingte Neuanschaffungen bezahlt wie Befragte ohne Kinder.

Im Vergleich der Altersgruppen haben mehr Befragte zwischen 35 und 54 Jahren aufgrund der Corona-Pandemie mindestens 5.000 Euro ausgegeben. In dieser Gruppe sind am häufigsten schulpflichtige Kinder im Haushalt.

Ralf Loweg / glp

Der Weg zum schnellen Internet

Viele Menschen arbeiten in der Corona-Krise im Home-Office. Computer und Smartphone sind da natürlich immer dabei. Da kann das Internet schnell an seine Grenzen stoßen. Gerade ältere Verträge bieten meist weniger Leistung und sind dazu noch oft zu teuer. Die Profis von „Finanztip“ raten deshalb, den Internet-Tarif alle zwei Jahre zu prüfen und zu aktualisieren – durch einen Wechsel in einen besseren Vertrag oder zu einem anderen Anbieter.

Laut Statistischem Bundesamt verfügen inzwischen mehr als 90 Prozent der Haushalte in Deutschland über einen Breitband-Internet-Anschluss. Doch wenn der Vertrag zu alt ist, kann es teuer werden: „Die meisten DSL- und Kabeltarife sind in den ersten zwei Jahren wesentlich günstiger, um Neukunden anzulocken. Danach steigt die monatliche Grundgebühr oft erheblich an“, sagt Arne Düsterhöft, Telekommunikations-Experte bei Finanztip.

Wer seinen Tarif über das dritte, vierte oder fünfte Jahr einfach weiterlaufen lässt, zahlt jährlich bis zu 200 Euro drauf, so der Experte. Hinzu kommt, dass ältere Verträge auch im Hinblick auf die im Tarif enthaltenen Leistungen oftmals nicht mehr auf der Höhe der Zeit sind.

Wer mit seinem Anbieter eigentlich zufrieden ist, den Vertrag aber zu teuer findet, kann einen Rabatt aushandeln. „Oft reicht ein Anruf beim Kundenservice und schon bekommt man für die nächsten zwei Jahre einen neuen Rabatt“, sagt Düsterhöft.

Zur Vorbereitung des Gesprächs ist es ratsam, aktuelle Konditionen und Preise auch der Konkurrenz mit Hilfe eines Vergleichportals zu recherchieren. Will der Anbieter auf den Rabattwunsch nicht eingehen, sollten Verbraucher den Vertrag kündigen und den Anbieter wechseln.

Die technische Umstellung kann beim Anbieterwechsel einige Wochen dauern. Damit man zwischenzeitlich nicht ohne Internet dasteht, gibt es einen Trick: „Es ist ratsam, beim neuen Anbieter anzugeben, dass der neue Vertrag an dem Tag beginnen soll, an dem der alte endet“, sagt Düsterhöft. „Hierzu am besten den neuen Anbieter damit beauftragen, den alten Vertrag zu kündigen. Dann kümmert sich der neue Anbieter um alle Formalitäten.“

Wichtig ist, penibel auf die richtigen Angaben zu achten. Name und Anschrift des neuen Anschlussinhabers müssen exakt mit dem alten Anschlussinhaber übereinstimmen. Schon ein falsches Zeichen kann den problemlosen Wechsel scheitern lassen, betonen die Profis. Läuft alles glatt, dürften Verbraucher höchstens einen Tag ohne Internet dastehen.

Ralf Loweg / glp