SWLB gewinnen 2. Platz beim Stadtwerke-Zukunftspreis 2020

Ludwigsburg, Kornwestheim. Der Stadtwerke-Zukunftspreis wird jährlich von Energie & Management und Euroforum vergeben. Vergangenen Freitag, 15. Januar 2021, fand die Preisverleihung wegen der Corona-Pandemie erstmals digital statt. Die vier nominierten Unternehmen des Wettbewerbs waren die Stadtwerke Ludwigsburg- Kornwestheim, Stadtwerke München, ThüGa und Wiener Linien.

Der Preis stand ganz im Zeichen des Mottos „Mit Partnerschaften zum Erfolg“. Ausgezeichnet wurden Stadtwerke, die ihre Strategien und Projekte mit Partnern realisiert und gemeinsam etwas Neues entwickelt oder etwas Vorhandenes neu entdeckt haben. Eine achtköpfige Jury hat unter allen Bewerbungen die vier besten Projekte nach dem Kreativitäts- und Innovationspotenzial im Stadtwerk nominiert.

Die Wiener Linien sind zusammen mit ihren Projektpartnern die Gewinnerin des Stadtwerke-Zukunftspreises 2020. Ihr Projekt „RemiHub“ leistet in Kooperation mit Forschung und Start-ups einen innovativen Beitrag zur Mobilitätswende und sorgt für eine Reduzierung von Lärm und CO2 in Innenstädten.

Den zweiten Platz belegen die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim mit „SolarHeatGrid“. Die Solarthermie-Anlage wurde im Mai 2020 fertiggestellt. Gemeinsam mit den Partnern AVAT Automation GmbH aus Tübingen und der IBS Ingenieursgesellschaft aus Bietigheim hat das kommunale Unternehmen aus Ludwigsburg das Bundesförderprojekt auf die Beine gestellt. Die Anlage spart pro Jahr rund 3.700 Tonnen CO2 ein und stellt eine konsequente Weiterverfolgung der seit 2008 verankerten nachhaltigen Unternehmensstrategie der Stadtwerke dar.

Johannes Rager, Geschäftsführer der SWLB, freut sich sehr über die Auszeichnung: „Unter vielen renommierten Stadtwerke-Bewerbern den 2. Platz beim Zukunftspreis zu belegen ist großartig! Wir haben die größte Solarthermie-Anlage Deutschlands in Rekordzeit geplant, gebaut und ans Netz genommen. Seither produzieren wir erfolgreich Wärme aus Sonnenenergie für die Region. Die Auszeichnung belohnt nicht nur unser Engagement, die Energiewende vor Ort konsequent umzusetzen, sondern auch das konzertierte Miteinander und damit das partnerschaftliche und produktive Ineinandergreifen aller Projektbeteiligten.“

Platz drei geht an die Thüga AG aus München für ihr Projekt „Kundenfinder“, bei dem sie gemeinsam mit einem jungen Unternehmen anhand von Künstlicher Intelligenz und Verknüpfung von Daten eine Digitalisierungsstrategie effizient umsetzen.

Zusätzlich zu den ersten drei Gewinnern geht ein Sonderpreis an die Stadtwerke München. Mit „M-Login“ vernetzen sie äußerst kundennah, an einem Ort Partnerangebote zu Mobilität, Energie, Kultur und Freizeit in München.

Der Preis wird zum 11. Mal verliehen. Träger des Preises ist Energie & Management, der zusammen mit dem Konferenzveranstalter Euroforum vergeben wird. Begonnen unter dem Namen „Stadtwerke-Award“ findet der Preis mit unverändertem Konzept eine Fortsetzung unter der Bezeichnung „Stadtwerke-Zukunftspreis“.

red

Corona-Trendwende im Landkreis Ludwigsburg ? – Inzidenzwert fällt unter 100

Der Landkreis Ludwigsburg ist schon seit Wochen im Shutdown, doch die Infektionszahlen blieben auf einem hohen Niveau. Seit einigen Tagen scheint sich jetzt jedoch der Trend zu drehen: Und so sehen die Corona-Zahlen am Montag (18.01.) im Kreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden +32 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Montag in der Vorwoche sank die Zahl sehr deutlich. Damals wurden 75 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 97 Fälle.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg fällt unter 100 und beträgt 97,1.(Stand: 18.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 15.282 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um drei auf 276. Rund 13.975 (+117Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 18.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 61 COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 51 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 10 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 8 beatmet werden. (Stand: 18.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 18.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 94 | 0 )
Asperg ( 396 | 1 )
Benningen am Neckar ( 134 | 1 )
Besigheim ( 396 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.430 | 9 )
Bönnigheim ( 375 | 1 )
Ditzingen ( 663 | 0 )
Eberdingen ( 188 | 0 )
Erdmannhausen ( 113 | 0 )
Erligheim ( 102 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 347 | 4 )
Freudental ( 122 | 0 )
Gemmrigheim ( 154 | 0 )
Gerlingen ( 464 | 1 )
Großbottwar ( 179 | 1 )
Hemmingen ( 228 | 0 )
Hessigheim ( 33 | 0 )
Ingersheim ( 128 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 249 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 537 | 0 )
Kornwestheim ( 1.011 | 2 )
Löchgau ( 159 | 1 )
Ludwigsburg ( 2.858 | 5 )
Marbach am Neckar ( 435 | 2 )
Markgröningen ( 373 | 0 )
Möglingen ( 424 | 1 )
Mundelsheim ( 73 | 0 )
Murr ( 154 | 0 )
Oberriexingen ( 62 | 0 )
Oberstenfeld ( 148 | 0 )
Pleidelsheim ( 185 | 3 )
Remseck am Neckar ( 716 | 0 )
Sachsenheim ( 559 | 0 )
Schwieberdingen ( 244 | 1 )
Sersheim ( 188 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 284 | 4 )
Tamm ( 253 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 740 | 3 )
Walheim ( 84 | 0 )

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Montag gab es laut dem Sozialministerium in Baden-Württemberg weitere 608 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 275.414, davon sind ungefähr 232.902 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um 108 auf insgesamt 6.218. (Stand: 18.01.)

red

Verkehrsbericht für Ludwigsburg: Welche Straße diese Wochen gesperrt sind

Brahmsweg (Schlösslesfeldschule)
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen der Max-Reger-Straße und der Bücherei der Schlösslesfeldschule. Der Gehweg auf der Westseite ist offen.

Dietrich-Bonhoeffer-Weg
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen dem Dietrich-Bonhoeffer-Weg 18 und 20.

Friedrichstraße Nordseite
Hier steht bis voraussichtlich März 2021 zwischen der Solitudestraße und der Stuttgarter Straße (B 27) nur jeweils eine Fahrspur in jeder Richtung zur Verfügung. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt oder teilweise nicht möglich.

Johannesstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang März 2021 eine Vollsperrung zwischen der Wernerstraße und Ulrichstraße.

Kallenberg´sches Areal
Die Leonberger Straße ist zwischen der Solitudestraße und dem Zentralen Omnibus-bahnhof (ZOB) für den Individualverkehr gesperrt. Die Solitudestraße ist halbseitig gesperrt – die Verkehrsführung erfolgt stadteinwärts zwischen der Friedrichstraße und der Leonberger Straße.

L 1140
Bedingt durch die Umbaumaßnahmen an der Ostrampe der Autobahn-Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd sind Verkehrsbeeinträchtigungen auf der L 1140 möglich.

Neißestraße / Pregelstraße
Es besteht bis voraussichtlich Ende Februar 2021 eine Vollsperrung der Neißestraße ab der Abzweigung Pregelstraße.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.   

Schmiedgässle / Kronenstraße (komplett)
Es besteht eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten bis voraussichtlich
März 2021.

Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und die Dauer derzeit noch nicht genau absehbar.

Untere Kasernenstraße – Parkplatz Untere Stadt
Der Parkplatz Untere Stadt ist im Zuge der Umgestaltung des Walckerparks gesperrt. Im Bereich der Unteren Kasernenstraße, der Oberen Kasernenstraße und der Bietigheimer Straße sind daher die öffentlichen Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt (Bewohnerparkbereich 1).

Untere Kasernenstraße
Es besteht eine Vollsperrung zwischen der Bietigheimer Straße und dem Postgässle.

Westrandstraße (im Bau) – Liebigstraße / Beim Bierkeller / Wöhlerstraße
Hier kann es zu Behinderungen im Bereich Liebigstraße / Beim Bierkeller kommen. Zudem bestehen Halteverbote  in der Wöhlerstraße, Liebigstraße und in der Straße Beim Bierkeller.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Keine Kita-Gebühren im Lockdown – neue Einnahmeverluste von voraussichtlich rund 700.000 Euro

Seit Mitte Dezember sind die Kindergärten und Kindertageseinrichtungen in Ludwigsburg dicht: Die Stadt Ludwigsburg hat im Frühjahr 2020 beim ersten Lockdown, der zur Schließung von Kindertageseinrichtungen führte, den Eltern die Elternbeiträge zurückerstattet. Davon profitierten nicht nur die Eltern der 20 städtischen Kindertageseinrichtungen, sondern auch alle anderen Eltern, deren Kinder von anderen Trägern betreut werden.

Insgesamt wurden nach Angaben der Stadt Elternbeiträge mit einem Volumen von rund 3 Millionen Euro zurückerstattet, was den städtischen Haushalt erheblich belastete. „Dankenswerterweise hat uns damals das Land mit einer Ausgleichszahlung in Höhe von 2,1 Millionen unterstützt“, so Erster Bürgermeister Konrad Seigfried. „Genau das erwarten wir aber auch in der aktuellen Situation“.

Stadt erwartet Hilfe vom Land

Seit dem 16. Dezember sind die Kindertageseinrichtungen bis auf eine Notbetreuung wieder geschlossen. Und seit dem 16. Dezember erstattet die Stadt im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen den Müttern und Vätern, deren Kinder nicht in der Notbetreuung sind, erneut die Elternbeiträge, die vom zuständigen Fachbereich Bildung und Familie eingezogen werden. Eine Unterstützung durch das Land ist nach Angaben der Stadtverwaltung aber bisher nicht in Sicht.

Neue Einnahmeverluste von voraussichtlich rund 700.000 Euro

„Die Eltern, deren Kinder nicht in der Notbetreuung sind, erwarten selbstverständlich, dass sie keine Elternbeiträge bezahlen müssen, wofür ich volles Verständnis habe“, unterstreicht der Erste Bürgermeister. Bis Ende des Monats Januar entstehen der Stadt nun neue Einnahmeverluste von voraussichtlich rund 700.000 Euro. Seitens der Stadt besteht die klare Erwartung, dass nun das Land erneut den Kommunen unter die Arme greift. „Ohne eine angemessene Unterstützung werden sich neue Löcher im Haushalt auftun, die vor allem auch die kommunale Investitionstätigkeit für Schulen und Kindergärten gefährden“, so Seigfried.

red

Landkreis Ludwigsburg: Müllgebühren steigen wegen hoher Kosten der Entsorgung und Deponien

Von Uwe Roth

Die Müllgebühren im Landkreis Ludwigsburg steigen um 13,7 Prozent. Ein Vier-Personenhaushalt zahlte im vergangenen Jahr im Schnitt 190 Euro für die regelmäßige Abholung des Haus-, Bio- und Sperrmülls. Im laufenden Jahr 2021 werden es 216 Euro sein, also 26 Euro mehr. Ein Zwei-Personenhaushalt zahlt rund zehn Euro mehr. Das hat der Kreistag am Freitag nach einem langwierigen Entscheidungsprozess fast einstimmig beschlossen. Der Betrag, den ein Haushalt am Jahresende für den Abtransport des Mülls zu bezahlen hat, besteht aus drei Komponenten: einer Jahresgebühr, die nach der Zahl der Personen in einem Haushalt gestaffelt ist, der Größe des Restmüllbehälters sowie der Zahl der Leerungen. Die Jahresgebühren werden um zwölf und die Kosten der Leerungen um acht Prozent erhöht. Auch die Abholung des Biomülls wird zwischen 50 Cent und einem Euro teurer.

Für die zweite spürbare Preiserhöhung in Folge gibt es vor allem zwei Gründe: Restmüll wird verbrannt. Er darf nicht auf die Deponie. Doch die wenigen Anlagen zur thermischen Entsorgung sind beinahe ausgelastet. Es wird nach wie vor viel Müll produziert. Daher ist die Nachfrage groß, das Angebot zur Abnahme des Restmülls hingegen klein. Folglich können die Entsorger mangels Wettbewerbs hohe Preise durchsetzen.

Die Abfallwirtschaft des Landkreises (AVL) musste ein teures Angebot akzeptieren, weil es trotz zweimaliger Ausschreibung keinen zweiten Anbieter mit günstigeren Konditionen gegeben hatte. So steigt laut dem Wirtschafts- und Finanzplan der AVL der Aufwand für die Entsorgung von insgesamt 23,7 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 25,3 Millionen laufenden Jahr 2021. Das ist ein Mehrbetrag von 1,5 Millionen Euro innerhalb eines Jahres. Zum Vergleich: 2017 lag die Summe noch bei 21,8 Millionen Euro.

Weiterer Kostentreiber bei den Müllgebühren sind die Deponien des Landkreises: Für die Stilllegung und Nachsorge waren bislang 33 Millionen Euro kalkuliert worden. Diesem Betrag entsprechend wurden Rücklagen gebildet. Ein neues Gutachten ergab jedoch, dass die tatsächlichen Kosten bei 125 Millionen Euro liegen werden. Es fehlen 92 Millionen Euro, um Entsorgungssünden aus der Vergangenheit zu begleichen. Noch bis in die 1980er Jahre hinein landete fast jeglicher Abfall auf der Deponie. Nun drohen flüssige Giftreste ins Grundwasser zu geraten. Ohne eine aufwendige Abdichtung wären die Müllhalden von früher eine tickende Zeitbombe, die keiner haben will.

Im Kreistag bestand folglich Einigung, dass die Millionenbeträge für die Nachsorge notwendig seien. Die Kreispolitiker*innen waren sich anfänglich hingegen uneinig, wer für die Kosten aufzukommen habe: die Gebührenzahlenden oder die Kreiskasse. Gleich zwei juristische Gutachten kamen zu der Auffassung, dass die Nachsorge aus den Gebühreneinnahmen finanziert werden müsse und nicht dem Kreishaushalt angelastet werden dürfe. So wurde es im Kreistag am Freitag mehrheitlich beschlossen. Statt 2,5 Millionen Euro werden nun jährlich 3,5 Millionen auf die hohe Kante gelegt, um späte die Nachfolgekosten aufzufangen.

Das Aufkommen an Restmüll sinkt seit einigen Jahren leicht, weil diesem mehr Wertstoffe entnommen und recycelt werden. Manche Verbraucher sparen zudem Müll ein. Dennoch produziert jeder der rund 545800 Kreisbürger im Jahr etwa 140 Kilogramm Abfall. Das sind zusammen fast 76000 Tonnen. Dazu kommen der Verpackungsmüll, Papier, Kartonagen und Altglas. Das zusammen wird in den grünen Tonnen unabhängig vom Landkreis gesondert abtransportiert. Die Entsorgung des Verpackungsmüll ist für die Bürger gebührenfrei, doch nicht kostenlos. Sie ist bereits beim Einkauf mitbezahlt worden.

Christian Sußner ist im Landratsamt für die Abfallwirtschaft verantwortlich. Der Dezernatsleiter musste sich gegen den Vorwurf wehren, mit der Gebührentabelle stünde der Landkreis an der Spitze in der Region Stuttgart. Sußner verteidigte das Ludwigsburger Gebührenmodell. Auf den ersten Blick seien die Grundgebühren in den benachbarten Landkreisen günstiger. Doch die AVL biete für die höhere Grundgebühr mehr Serviceleistungen an. So würden Elektroschrott und Sperrmüll kostenlos abgeholt und entsorgt werden. In anderem Landkreisen würde dafür Extragebühren fällig. „Wir sind mitnichten teurer als andere Landkreise“, versicherte er den Kreistagsmitgliedern. Auch mit der jetzt beschlossenen Erhöhung der Gebühren werde dies weiterhin so bleiben.

Corona-Aktuell im Landkreis Ludwigsburg – Inzidenzwert fällt auf 109,2

Es sah alles so echt aus: Impfwillige mit Mundschutz warteten am Donnerstag vor dem Eingang geduldig in einer Schlange. In der Halle wurden sie registriert und bekamen einen Laufzettel mit QR-Code. Es folgte eine medizinische Beratung in Echtzeit. Sogar Spritzen gab es. Doch die waren ohne den begehrten Corona-Impfstoff. Denn alles war an diesem Donnerstagnachmittag lediglich eine Übung. Los geht es erst am Freitag, 22. Januar. Das Impfzentrum in Ludwigsburg ist dann nicht nur für die Stadt Ludwigsburg, sondern für alle Kreisbewohner zuständig

Und so sehen die Corona-Zahlen am Freitag (15.01.) im Kreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt verzeichnet binnen 24 Stunden +107 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Freitag in der Vorwoche sank die Zahl deutlich. Damals wurden 246 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 108 Fälle.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg beträgt 109,2. (-22,3) (Stand: 15.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 15.140 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um sieben auf 271. Rund 13.603 (+18Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 15.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 61 (-7) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 50 (-5) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 11 (-2) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 9 beatmet werden. (Stand: 15.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 15.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 92 | 0 )
Asperg ( 394 | 1 )
Benningen am Neckar ( 133 | 0 )
Besigheim ( 394 | 7 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.412 | 7 )
Bönnigheim ( 363 | 3 )
Ditzingen ( 652 | 7 )
Eberdingen ( 187 | 5 )
Erdmannhausen ( 112 | 0 )
Erligheim ( 101 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 339 | 2 )
Freudental ( 122 | 0 )
Gemmrigheim ( 154 | 0 )
Gerlingen ( 459 | 3 )
Großbottwar ( 175 | 1 )
Hemmingen ( 228 | 3 )
Hessigheim ( 33 | 0 )
Ingersheim ( 127 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 247 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 531 | 1 )
Kornwestheim ( 1.009 | 12 )
Löchgau ( 156 | 1 )
Ludwigsburg ( 2.832 | 21 )
Marbach am Neckar ( 432 | 1 )
Markgröningen ( 368 | 1 )
Möglingen ( 420 | 3 )
Mundelsheim ( 73 | 0 )
Murr ( 153 | 0 )
Oberriexingen ( 62 | 1 )
Oberstenfeld ( 147 | 2 )
Pleidelsheim ( 182 | 3 )
Remseck am Neckar ( 715 | 7 )
Sachsenheim ( 555 | 3 )
Schwieberdingen ( 243 | 0 )
Sersheim ( 186 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 276 | 2 )
Tamm ( 252 | 3 )
Vaihingen an der Enz ( 733 | 1 )
Walheim ( 83 | 2 )

red

Generalprobe im Impfzentrum des Landkreises Ludwigsburg – Los geht’s aber erst am 22. Januar

Es sah alles echt aus: Impfwillige mit Mundschutz warteten vor dem Eingang geduldig in einer Schlange. In der Halle wurden sie registriert und bekamen einen Laufzettel mit QR-Code. Es folgte eine medizinische Beratung in Echtzeit. Sogar Spritzen gab es. Doch die waren ohne den begehrten Corona-Impfstoff. Denn alles war an diesem Donnerstagnachmittag lediglich eine Übung. Los geht es erst am Freitag, 22. Januar. Das Impfzentrum ist nicht nur für die Stadt Ludwigsburg, sondern für alle Kreisbewohner zuständig.

Für Landrat Dietmar Allgaier war die Generalprobe Gelegenheit, gemeinsam mit Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht und dem Sozialbürgermeister Konrad Seigfried Medienvertretern das 1600 Quadratmeter große Impfzentrum des Landkreises vorzustellen. Es ist in einem ehemaligen Fernsehstudio im Westen der Stadt in der Grönerstraße 33 untergebracht. Das Zweckgebäude liegt verkehrsgünstig in Autobahnnähe mit einigen Parkplätzen auf dem Gelände. Auch Linienbusse halten in der Nähe. Das Deutsche Rote Kreuz hat angekündigt, für Senioren einen Fahrdienst einzurichten.

Die Impfwilligen waren an diesem Statisten, zahlreiche Mitarbeiter des Landratsamts, die sich freiwillig beteiligten, wie der Landrat betonte. Das medizinische Fachpersonal war hingegen echt. Das Impfzentrum hat in der Endstufe eine Kapazität 2500 Impfungen am Tag. Weil die Mengen anfangs beschränkt sein werden, für die ersten beiden Wochen erwartet der Landrat lediglich 2000 Impfdosen, liegt die Hochrechnung bei 160 Impfungen pro Tag. „Das ist so. Aber wir stehen am Start und nicht am Ende“, so Allgaier, der sich überzeugt zeigte, dass die Liefermengen nach und nach zunehmen werden.

Termine werden über die bundesweit geltende Nummer 116117 vergeben oder über die Webseite https://www.impfterminservice.de/impftermine. Die Termine für alle Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg, also auch für das in Ludwigsburg, werden voraussichtlich ab dem Dienstag, 19. Januar freigeschaltet. „Eine andere Terminvergabe gibt es nicht“, stellt ein ‚Sprecher des Landrats klar. Für die Terminvergabe sei nicht der Landkreis zuständig. Höchste Priorität haben zu Beginn die über 80-Jährigen. Wer sich einen Termin besorgt, dieses Alter aber laut seinem Personalausweis noch nicht erreicht hat, kommt in die Halle nicht rein. Das Alter werde strikt kontrolliert, hieß es. Vetterleswirtschaft werde nicht möglich sein.

Andy Dorroch ist der Kreisbrandmeister. Aber als Katastrophenschutzbeauftragter ist er seit Wochen mehr damit beschäftigt, für einen reibungslosen Ablauf der Reihenimpfung zu sorgen. „Dummy-run“, nannte er den aufwendigen Probelauf unter Realbedingungen. „Wir haben den Ablauf sehr effektiv gestaltet“, so Dorroch. „Das Impfzentrum ist keine Wohlfühloase“, betonte er. Das Zentrum wird sieben Tage in der Woche von 7 bis 21 Uhr geöffnet sein. Die Belegschaft arbeitet im Zwei-Schichtbetrieb. Sicherheitskräfte bewachen rund um die Uhr die Impfvorräte, die in Containern bei minus 70 Grad Celcius untergebracht sind.

In der Halle sind zehn Impfstraßen eingerichtet, in denen der Ablauf derselbe ist: Nach der Registrierung schaut sich der Impfkandidat einen sechsminütigen Informationsfilm an. Sprache und Lautstärke kann er selbst wählen. Anschließend folgt ein Beratungsgespräch mit einem Arzt oder Ärztin. Das kann zwischen zehn und 30 Minuten, manchmal länger dauern. „Man kann jederzeit den Ablauf abbrechen und das Impfzentrum ohne Begründung wieder verlassen, falls Bedenken aufkommen sollten“, versicherte der Kreisbrandmeister. Die vorletzte Station ist die eigentliche Impfung durch einen Arzt. Zum Schluss kommt man in einen Wartebereich mit 70 Stühlen, in dem sich der Geimpfte eine halbe Stunde aufhalten soll, falls eine Nebenwirkung auftreten sollte. Der Bereich wird von Sanitätern, einem Arzt oder einer Ärztin überwacht. Es stünden genügend Ärzte*innen zur Verfügung. Ihre Anwesenheit wird mit 130 Euro vergütet.

Für die Impfwilligen ist der rund einstündige Durchlauf der Impfstraße unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos. Der Bund bezahlt den Impfstoff. Die Kosten für den Betrieb des Impfzentrums werden vom Land Baden-Württemberg gemeinsam mit den Krankenversicherungen getragen. Die mobilen Impfteams werden ab dem 22. Januar zuerst zu den Alten- und Pflegeheimen fahren. Über 80-Jährige, die zuhause leben, können wegen der beschränkten Impfmengen nicht besucht werden. In einer zweiten Phase sollen die Impfungen zu einem Großteil über die Arztpraxen abgewickelt werden.

Uwe Roth

Rund-um-Service ab 18. Januar für impfberechtige Senioren mit Gehbehinderung im Kreis Ludwigsburg

LUDWIGSBURG. Für impfberechtigte Senioren bietet der DRK-Kreisverband ab 18. Januar einen Rund-um-Service zur COVID-19-Impfung an: Impfberechtigte Seniorinnen und Senioren, die gehbehindert und auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können den Service über die Hotline-Nummer 07141 120222 in Anspruch nehmen: Das DRK vereinbart dann für die impfberechtigten Senioren beide Impftermine, organisiert den Transport zum Kreisimpfzentrum (KIZ) in Ludwigsburg und nach der Impfung vom KIZ wieder nach Hause. Die Fahrer begleiten die zu impfende Person bis ins KIZ. Das teilte das Landratsamt Ludwigsburg am Donnerstag mit.

Der Terminservice kann auch ohne Transport genutzt werden. Die Hotline berät die Anrufer auch zur Frage einer möglichen Kostenübernahme durch die Krankenkasse sowie zu den Möglichkeiten eines Liegendtransports. Die Transporte finden unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen statt.

„Das ist ein wichtiges Angebot, das sicherlich von vielen Seniorinnen und Senioren, die zu Hause gepflegt werden oder auf Hilfe angewiesen sind, in Anspruch genommen wird. Ich bin dem DRK-Kreisverband Ludwigsburg für diese Initiative sehr dankbar“, sagt Landrat Dietmar Allgaier. Der Landrat hofft, dass es in naher Zukunft noch mehr solcher Angebote geben wird.

red

Corona-Zahlen am Donnerstag, 14. Januar für den Landkreis Ludwigsburg

Die Lage am Donnerstag, 14.01. im Landkreis Ludwigsburg: 

Und so entwickelt sich die Corona-Lage im Kreis Ludwigsburg: Das Landratsamt verzeichnet binnen 24 Stunden +108 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Donnerstag in der Vorwoche stieg die Zahl. Damals wurden 70 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 123 Fälle.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg beträgt 131,5. (+ 4) (Stand: 14.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 15.033 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um eins auf 264. Rund 13.585 (+43Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 14.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 68 (-6) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 55 (-5) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 13 (-1) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 9 (-1) beatmet werden. (Stand: 14.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 14.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 92 | 0 )
Asperg ( 393 | 3 )
Benningen am Neckar ( 133 | 0 )
Besigheim ( 387 | 6 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.405 | 7 )
Bönnigheim ( 360 | 3 )
Ditzingen ( 645 | 5 )
Eberdingen ( 182 | 3 )
Erdmannhausen ( 112 | 0 )
Erligheim ( 100 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 337 | 3 )
Freudental ( 122 | 0 )
Gemmrigheim ( 154 | 3 )
Gerlingen ( 456 | 4 )
Großbottwar ( 174 | 0 )
Hemmingen ( 225 | 0 )
Hessigheim ( 33 | 0 )
Ingersheim ( 126 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 246 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 530 | 4 )
Kornwestheim ( 997 | 9 )
Löchgau ( 155 | 1 )
Ludwigsburg ( 2.811 | 20 )
Marbach am Neckar ( 431 | 4 )
Markgröningen ( 367 | 1 )
Möglingen ( 417 | 2 )
Mundelsheim ( 73 | 1 )
Murr ( 153 | 2 )
Oberriexingen ( 61 | 1 )
Oberstenfeld ( 145 | 0 )
Pleidelsheim ( 179 | -1 )
Remseck am Neckar ( 708 | 6 )
Sachsenheim ( 552 | 1 )
Schwieberdingen ( 243 | 1 )
Sersheim ( 185 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 274 | 4 )
Tamm ( 249 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 732 | 10 )
Walheim ( 81 | 2 )

red

Folgen der Corona-Pandemie: Neue Broschüre zu Häuslicher Gewalt

LUDWIGSBURG. Geldsorgen, Probleme bei der Arbeit, Einsamkeit: Immer wieder wurde vor mehr häuslicher Gewalt in Corona-Zeiten gewarnt. Mit der neuen Broschüre „STOPP: Keine Gewalt“ reagiert der Landkreis auf die steigenden Zahlen von Häuslicher Gewalt und den Erfahrungen aus dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020.

Damit die Broschüre leicht verständlich ist, wurde eine einfache Sprache verwendet. In Folge soll die Broschüre noch in arabischer, türkischer und englischer Sprache aufgelegt werden.

Exemplare in Papierform zum Auslegen oder Verteilen können per E-Mail unter gleichstellungsbeauftragte@landkreis-ludwigsburg.de angefordert werden. Die digitale Form, in welcher die Beratungsstellen bereits verlinkt sind, ist steht auf der Homepage des Kreises beim Fachbereich 14 – Gleichstellungsbeauftragte zum Download bereit:

Anklicken: Hier geht es zum Download

Die Broschüre wird von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Cynthia Schönau, in Abstimmung mit dem „Runden Tisch gegen Häusliche Gewalt in Stadt und Landkreis Ludwigsburg“ herausgegeben.

red