Stadt Ludwigsburg führt kostenpflichtiges Parken in der Süd- und Weststadt ein

Zum 1. April wird in der Südstadt und der Weststadt die Parkraumbewirtschaftung eingeführt. Das bedeutet: Parken auf öffentlichen Stellplätzen wird zukünftig kostenpflichtig. Die Stadt will damit die dortigen Anwohnerinnen und Anwohner entlasten, etwa vom Parksuchverkehr. In dieser Woche werden die betroffenen Bewohner dazu entsprechende Unterlagen in ihrem Briefkasten finden, die Stadt informiert außerdem über ihre Social-Media-Kanäle.

In der Ludwigsburger Innenstadt sowie der Oststadt gibt es die Parkraumbewirtschaftung schon, nun wird sie erweitert. Viele Rückmeldungen aus der Bürgerschaft und Untersuchungen der Stadtverwaltung haben gezeigt: Sowohl in der Weststadt als auch in der Südstadt ist der Parkdruck enorm. Mitarbeitende dort ansässiger Firmen und Besucher kurven auf der Suche nach einem kostenlosen Parkplatz durch die Straßen. Die Anwohnerinnen und Anwohner leiden unter Lärm und Abgasen und finden mitunter selbst keinen Platz mehr für ihr Auto, heißt es in der Pressemitteilung der Stadtverwaltung am Montag. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat der Gemeinderat auf Empfehlung der Stadtverwaltung unter Mitwirkung von Bewohnern und Gewerbetreibenden beschlossen, Parkgebühren für den öffentlichen Straßenraum einzuführen. Die Einnahmen aus der Parkraumbewirtschaftung fließen in den städtischen Haushalt, aus dem wiederum die städtischen Aufwendungen für den Unterhalt von Straßen und Parkflächen finanziert werden, teilt die Stadtverwaltung mit.

Zusammen mit einem Anschreiben von Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht erhalten die Bewohner der neuen Parkzonen einen Flyer mit Informationen zu den neuen Regelungen. Bewohner mit Hauptwohnsitz in einem der Bewohnerparkbereiche, die über keinen privaten Stellplatz verfügen, können für eine Gebühr von 30 Euro pro Jahr einen Bewohnerparkausweis beantragen. Das genaue Verfahren wird im Flyer beschrieben.

Die Parkzone in der Südstadt umfasst das Gebiet zwischen den Bahngleisen, der Königinallee und der Stadtgrenze. Sie ist in zwei Bewohnerparkbereiche aufgeteilt. Das Areal in der Weststadt liegt zwischen der Siedlungsgrenze und Pflugfelden, hier gibt es fünf Bewohnerparkbereiche. Die jeweiligen Bewohner können ihr Auto in dem Parkbereich abstellen, der ihrer Wohnadresse zugeordnet ist.

Autofahrer ohne Bewohnerparkausweis müssen ein Ticket am Parkscheinautomaten lösen. Eine Stunde parken wird einen Euro kosten, der Tagessatz liegt bei fünf Euro. Eine Ausnahme ist das Gebiet „Rund um den Bahnhof“ in der Weststadt. Hier gelten dieselben Gebühren wie in der Innenstadt: Eine Stunde kostet 2,40 Euro, die maximale Parkdauer liegt bei zwei Stunden. In der Weststadt kann außerdem für 40 Euro ein Monatsticket gelöst werden.

Die Anliegerstraßen bleiben erhalten. Auch hier benötigen die Anwohner zukünftig einen Bewohnerparkausweis. Weitere berechtigte Anlieger, die keinen Bewohnerparkausweis haben (zum Beispiel Besucherinnen und Besucher, Patienten von Arztpraxen, Gäste in Restaurants) lösen ein Ticket am Parkscheinautomaten.

Weitere Informationen zum Thema sind auch im Internet unter www.ludwigsburg.de/bewohnerparken verfügbar. Außerdem stellt sich der Fachbereich Nachhaltige Mobilität den Fragen zum Parkraummanagement in einem „Q&A“ auf dem Instagram-Profil der Stadtverwaltung (@ludwigsburg.de). Ein „Q&A“ (Questions and Answers, auf Deutsch „Fragen und Antworten“) ist ein besonderes Format auf Instagram: Am Abend des 9. Februar gibt es die Möglichkeit, auf www.instagram.com/ludwigsburg.de Fragen direkt einzureichen. Matthias Knobloch, der Leiter des Fachbereichs Nachhaltige Mobilität, wird sie dann am 10. Februar von 17 bis 18.30 Uhr in der Story auf Instagram beantworten. Die Fragen können außerdem vorab bis 10. Februar, 12 Uhr, per E-Mail an mobilitaet@ludwigsburg.de geschickt werden.

red

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Verkehrsbericht für Ludwigsburg: Welche Straße diese Wochen gesperrt sind

Bönnigheimer Straße
Im Bereich der Kreuzung Bönnigheimer Straße / Ingersheimer Straße besteht eine halbseitige Sperrung über eine Länge von etwa 20 Metern

Brahmsweg (Schlösslesfeldschule)
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen der Max-Reger-Straße und der Bücherei der Schlösslesfeldschule. Der Gehweg auf der Westseite ist offen. Die Arbeiten sind witterungsabhängig  und dauern voraussichtlich bis Mitte Februar.

Dietrich-Bonhoeffer-Weg
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen dem Dietrich-Bonhoeffer-Weg 18 und 20.

Einsteinstraße
Zwischen der Einsteinstraße 17 und der Daimlerstraße besteht bis voraussichtlich Mitte April eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.

Eugenstraße
Hier besteht bis voraussichtlich bis Ende Juni 2022 eine Vollsperrung auf Höhe der Eugenstraße 30/1.

Friedrichstraße Nordseite
Hier steht bis voraussichtlich März zwischen der Solitudestraße und der Stuttgarter Straße (B 27) nur jeweils eine Fahrspur in jeder Richtung zur Verfügung. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt oder teilweise nicht möglich.

Grönerstraße
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen der Gänsfußallee und der Bushaltestelle. Die Arbeiten sind witterungsabhängig  und dauern voraussichtlich bis Mitte Februar.

Johannesstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang März eine Vollsperrung zwischen der Wernerstraße und Ulrichstraße.

Kallenberg´sches Areal
Die Leonberger Straße ist zwischen der Solitudestraße und dem Zentralen Omnibus-bahnhof (ZOB) für den Individualverkehr gesperrt. Die Solitudestraße ist halbseitig gesperrt – die Verkehrsführung erfolgt stadteinwärts zwischen der Friedrichstraße und der Leonberger Straße.

Karl-Marx-Straße /Friedensschule (Kleinspielfeld)
Hier besteht ein Halteverbot.

Keplerstraße
Hier kommt es voraussichtlich bis Mitte Februar zu einer Vollsperrung zwischen der Keplerstraße 8 und der Keplerstraße 10.

Kronenstraße (östlich der Bietigheimer Straße)
Hier besteht bis voraussichtlich bis März eine Vollsperrung.

L 1140
Bedingt durch die Umbaumaßnahmen an der Ostrampe der Autobahn-Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd sind Verkehrsbeeinträchtigungen auf der L 1140 möglich.

Neckarhalde
Hier besteht bis voraussichtlich bis Ende März eine Vollsperrung auf Höhe der Neckarhalde 39.

Neißestraße / Pregelstraße
Es besteht bis voraussichtlich Ende Februar eine Vollsperrung der Neißestraße ab der Abzweigung Pregelstraße.

Marderweg
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Februar eine Vollsperrung gegenüber dem Marderweg 14.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.   

Schmiedgässle / Kronenstraße (komplett)
Es besteht eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten bis voraussichtlich
März.

Steinbeissstraße
Hier besteht eine Vollsperrung im Bauabschnitt 3 bis voraussichtlich bis Ende Februar.

Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle bis zu Beginn der Schifffahrtsaison, der Radweg ist frei.

Unter dem Hohen Rain
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Februar eine Vollsperrung  auf Höhe des Gebäudes
Unter dem Hohen Rain 20.

Untere Kasernenstraße – Parkplatz Untere Stadt
Der Parkplatz Untere Stadt ist im Zuge der Umgestaltung des Walckerparks gesperrt. Im Bereich der Unteren Kasernenstraße, der Oberen Kasernenstraße und der Bietigheimer Straße sind daher die öffentlichen Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt (Bewohnerparkbereich 1).

Untere Kasernenstraße
Es besteht eine Vollsperrung zwischen der Bietigheimer Straße und dem Postgässle.

Westrandstraße (im Bau) – Liebigstraße / Beim Bierkeller / Wöhlerstraße
Hier kann es zu Behinderungen im Bereich Liebigstraße / Beim Bierkeller kommen. Zudem bestehen Halteverbote  in der Wöhlerstraße, Liebigstraße und in der Straße Beim Bierkeller.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Für Senioren ab 80 – Stadt Ludwigsburg richtet Impf-Hotline ein

Über-80-Jährige können sich jetzt gegen das Coronavirus impfen lassen. Doch noch ist der Corona-Impfstoff knapp – und deshalb ist es schwierig, Termine für die zwei nötigen Impfungen beim Kreisimpfzentrum zu erhalten. Einige Seniorinnen und Senioren, die keine Hilfe durch Angehörige haben, fühlen sich mit der Terminvereinbarung überfordert. Anderen fehlen grundlegende Informationen zu den Impfungen oder sie wissen nicht, wie sie die Anfahrt zum Kreisimpfzentrum organisieren sollen.

Für diese Menschen richtet die Stadt Ludwigsburg unter der Nummer 07141 910-3064 jetzt eine telefonische Hotline ein. Sie ist ab Montag, 1. Februar 2021, geschaltet und montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr sowie freitags von 10 bis 13 Uhr erreichbar.

Bei der Hotline können nur Personen anrufen, die 80 Jahre und älter sind und in Ludwigsburg wohnen. Wichtig ist auch, dass sie sich noch nicht woanders um Unterstützung bemüht haben – zum Beispiel beim DRK.

„Wir möchten die älteren Menschen in dieser Situation nicht alleine lassen“, erläutert Erster Bürgermeister Konrad Seigfried die Einrichtung der Hotline. Er weist aber darauf hin, dass die Stadtverwaltung nicht schneller an Termine kommt als Privatpersonen.

Die Menschen, die über die städtische Hotline um Unterstützung bei der Impfterminvergabe bitten, werden auf eine Warteliste gesetzt. Die Mitarbeitenden des städtischen Seniorenbüros, bei dem die Hotline angesiedelt ist, arbeiten dann die Liste nach und nach ab und machen im Namen der Seniorinnen und Senioren Termine über die zentrale Homepage zur Impfvergabe (impfterminservice.de) aus. Da nur sehr wenige Termine zur Verfügung stehen, ist mit einer Wartezeit von mehreren Wochen zu rechnen.

red

Landtagswahl: Stadt Ludwigsburg richtet sich auf hohen Anteil an Briefwählern ein

Am 14. März wählen die Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg einen neuen Landtag. In Ludwigsburg laufen die Vorbereitungen für die Wahl auf Hochtouren. „Wir rechnen aufgrund der Corona-Pandemie mit einem sehr hohen Anteil an Briefwählern“, so Jürgen Schindler, Leiter des städtischen Fachbereichs Bürgerdienste. Deshalb hat die Stadtverwaltung das Dreifache an Briefwahlunterlagen bestellt.

Ab Anfang Februar werden die Wahlbenachrichtigungen an die Ludwigsburger Wahlberechtigten verschickt. Wer die Wahlbenachrichtigung erhalten hat, kann die Briefwahl ganz einfach online beantragen – auf www.ludwigsburg.de/wahlen mit Angabe von Wählernummer und Wahlbezirk, die auf der Wahlbenachrichtigung vermerkt sind.

Der schriftliche Antrag auf Briefwahl kann am einfachsten mit dem Rücksendeformular aus der Wahlbenachrichtigung gestellt werden. Der Antrag kann entweder in einem frankierten Umschlag an den Fachbereich Bürgerdienste geschickt werden oder in einen der Briefkästen der Stadtverwaltung am Rathaus (Wilhelmstraße 11) eingeworfen werden. Eine Beantragung per E-Mail an wahlen@ludwigsburg.de ist mit Angabe von Wählernummer und Wahlbezirk sowie vollständigem Namen und Adresse ebenfalls möglich.

Eine telefonische Beantragung der Briefwahl ist nicht möglich. Für Fragen zur Briefwahl und zur Wahl allgemein hat die Stadt Ludwigsburg aber ein Info-Telefon eingerichtet. Es ist ab sofort montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 07141 910-2409 erreichbar.

Coronabedingt sollten die Bürgerinnen und Bürger für Fragen und Anliegen zur Wahl nur im Notfall persönlich vorbeikommen. Für das Wahlbüro in der Wilhelmstraße 9 ist eine Einlasskontrolle eingerichtet, damit sich nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Gebäude aufhalten und Abstände eingehalten werden können. Beim Warten vor dem Gebäude sowie im Gebäude ist eine FFP2-Maske oder eine OP-Maske zu tragen. Das Wahlbüro ist wie folgt geöffnet: Montags bis mittwochs von 7.30 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr; donnerstags von 8 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr und freitags von 7.30 bis 12 Uhr. Am Freitag, 12. März, ist zusätzlich von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

Wer bis Sonntag, 21. Februar, keine Wahlbenachrichtigung von der Stadt erhalten hat, aber glaubt, wahlberechtigt zu sein, kann von Montag, 22. Februar, bis Freitag, 26. Februar, um 12 Uhr beim Wahlbüro des städtischen Fachbereichs Bürgerdienste das Wählerverzeichnis einsehen und Einspruch einlegen.

Für die Landtagswahl sind in Ludwigsburg rund 59.000 Menschen wahlberechtigt. Wahlberechtigt ist, wer Deutsche oder Deutscher im Sinne von Artikel 116 Abs. 1 des Grundgesetzes ist, das 18. Lebensjahr vollendet hat, seit mindestens drei Monaten seine Hauptwohnung in Baden-Württemberg hat oder sich sonst gewöhnlich dort aufhält.

In den 59 Wahllokalen der Stadt gelten strenge Abstands- und Hygieneregeln. So dürfen sich in den Wahlräumen – außer dem Wahlvorstand und den Hilfskräften – gleichzeitig höchstens so viele Wählerinnen und Wähler zur Stimmabgabe aufhalten, wie Wahlkabinen aufgestellt sind, und höchstens zwei sonstige Personen. Alle Wahllokale werden mit Plexiglaswänden und Desinfektionsmittel ausgestattet. Der Zutritt ist nur mit FFP2-Maske oder OP-Maske erlaubt, auch beim Warten vor dem Wahllokal sind die Masken zu tragen.

Wegen der Ansteckungsgefahr gibt es – anders als sonst – keine Wahllokale in Senioreneinrichtungen. Diese Wahllokale wurden an einen anderen Ort verlegt.

Mit Ausnahme des Wahllokals „Kindertageseinrichtung Talstraße“ sind alle Wahllokale rollstuhlgerecht zu erreichen. Im Gebäude Talstraße ist dennoch ein Bereich so eingerichtet, dass dort auch Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen wählen können. Auf der Wahlbenachrichtigung findet sich eine Telefonnummer, unter der es weitere Informationen zur Rollstuhlgerechtigkeit, etwa zur Lage und zu den Zugängen der jeweiligen Wahllokale, gibt.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Trend setzt sich fort: 63 Corona-Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg

Und so sehen die Corona-Zahlen am Freitag 29.01. im Kreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden +63 neue Corona-Infizierte. Damit setzt sich der Abwärtstrend der Neuinfektionen weiter fort. Im Vergleich zum Freitag in der Vorwoche sank die Zahl der Neuinfektionen. Damals wurden 84 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 73 Fälle.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg fällt weiter und beträgt am Freitag 68,2. Am Vortag lag der Wert bei 69,3. (Stand: 29.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 16.082 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um eins auf 318. Rund 14.994 (+72) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 29.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 57 ( +2 ) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 44 (+/- 0  Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 13 ( +2 ) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 8 (+19) beatmet werden. (Stand: 29.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 29.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 94 | 0 )
Asperg ( 409 | 2 )
Benningen am Neckar ( 151 | 1 )
Besigheim ( 421 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.486 | 6 )
Bönnigheim ( 412 | 2 )
Ditzingen ( 722 | 3 )
Eberdingen ( 199 | 0 )
Erdmannhausen ( 115 | 0 )
Erligheim ( 110 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 354 | -1 )
Freudental ( 125 | 1 )
Gemmrigheim ( 159 | 0 )
Gerlingen ( 491 | 3 )
Großbottwar ( 206 | 4 )
Hemmingen ( 238 | 0 )
Hessigheim ( 39 | 1 )
Ingersheim ( 138 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 265 | 3 )
Korntal-Münchingen ( 556 | 3 )
Kornwestheim ( 1.052 | 6 )
Löchgau ( 168 | 1 )
Ludwigsburg ( 2.993 | 10 )
Marbach am Neckar ( 447 | 1 )
Markgröningen ( 396 | 3 )
Möglingen ( 447 | 3 )
Mundelsheim ( 78 | 0 )
Murr ( 160 | 0 )
Oberriexingen ( 65 | 0 )
Oberstenfeld ( 157 | 2 )
Pleidelsheim ( 195 | 0 )
Remseck am Neckar ( 743 | 2 )
Sachsenheim ( 583 | -1 )
Schwieberdingen ( 259 | 2 )
Sersheim ( 192 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 292 | 0 )
Tamm ( 259 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 805 | 5 )
Walheim ( 88 | 1 )

red

Januar-Zahlen: Arbeitslosenquote steigt im Landkreis Ludwigsburg auf 3,8 Prozent

LANDKREIS LUDWIGSBURG. Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Ludwigsburg hat über den Jahreswechsel saisonüblich zugenommen. Die Agentur für Arbeit Ludwigsburg und das kommunale Jobcenter Landkreis Ludwigsburg zählten am Statistiktag im Januar insgesamt 11.981 arbeitslose Menschen. Das waren 797 Personen oder 7,1 Prozent mehr als im Vormonat und 2.235 Personen oder 22,9 Prozent mehr als im Januar 2020. Die Arbeitslosenquote stieg von Dezember auf Januar um 0,2 Prozentpunkte auf 3,8 Prozent und lag damit um 0,7 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat (3,1 Prozent).

„Die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Ludwigsburg liegen weiterhin deutlich über dem Niveau des Vorjahres und die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich entsprechend des aktuellen Pandemiegeschehens drastisch verringert. Erfreulich ist, dass die Zunahme der Arbeitslosigkeit zum Jahresbeginn geringer ausfiel als in den Vorjahren und die Kurzarbeit nach wie vor den Arbeitsmarkt spürbar stabilisiert.“, beschreibt Martin Scheel, der Leiter der Ludwigsburger Arbeitsagentur, die aktuelle Lage.

Anstieg der Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen

Bei allen Personengruppen war ein Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahresmonat festzustellen. Besonders stark hat sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen (ein Jahr und länger arbeitslos) mit einem Anstieg um 49,0 Prozent auf 3.166 erhöht. So war im Januar mehr als jede vierte (26,4 Prozent) arbeitslos gemeldete Person von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen. Auch bei den Personengruppen „50 Jahre und älter“ mit einem Anstieg um 26,3 Prozent und Frauen mit einem Anstieg um 27,3 Prozent ist die Arbeitslosigkeit überdurchschnittlich angewachsen

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Bei der Agentur für Arbeit Ludwigsburg, dem Bereich der beitragsfinanzierten Arbeitslosenversicherung nach dem dritten Sozialgesetzbuch (SGB III), waren im Januar 7.222 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Dies waren im Vergleich zum Vormonat 656 Personen mehr (plus 10,0 Prozent) und 1.902 Personen (plus 35,8 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Die anteilige Arbeitslosenquote stieg zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent. Im Januar des Vorjahres lag die Quote noch bei 1,7 Prozent.

Beim kommunalen Jobcenter Landkreis Ludwigsburg, dem Bereich der steuerfinanzierten Grundsicherung nach dem zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II), waren im vergangenen Monat 4.759 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, ein Anstieg um 141 Personen (plus 3,1 Prozent) zum Vormonat und 333 Personen (plus 7,5 Prozent) zum Vorjahresmonat. Die anteilige Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 1,5 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie bei 1,6 Prozent.

Aktuell nur geringe Nachfrage nach Arbeitskräften

Die Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service der Ludwigsburger Arbeitsagentur im Berichtsmonat Januar 427 neu zu besetzende Arbeitsstellen. Das waren 253 Stellen (minus 37,2 Prozent) weniger als im Vormonat und 295 Stellen oder 40,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Der Bestand an gemeldeten Stellen ging im Vergleich zum Vormonat leicht um 123 (minus 4,4 Prozent) auf 2.652 zurück. Im Vergleich zum Januar 2020 waren 537 (minus 16,8 Prozent) weniger Stellen gemeldet.

Für An- und Ungelernte gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich beruflich zu qualifizieren oder einen Abschluss als Fachkraft zu erwerben. Aber auch Personen, deren berufliche Qualifikationen vor dem Hintergrund des technologischen Wandels nicht mehr aktuell sind, können gezielt gefördert werden. Die Kontaktaufnahme zur Arbeitsagentur erfolgt telefonisch unter 0800 4 555500 (gebührenfrei) oder alternativ unter 07141 137 900. Für Arbeitgeber stehen die persönlich bekannten Ansprechpartner des Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit Ludwigsburg mit Rat und Tat zur Verfügung. Telefonisch zu erreichen über die kostenfreie Arbeitgeber-Hotline unter 0800 4 5555 20.

Kurzarbeit im Landkreis Ludwigsburg

Im Januar zeigten 388 Unternehmen für 3.658 Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Damit gingen von März bis Januar insgesamt 6.983 Anzeigen für 103.586 Personen ein.

Jahresrückblick in Zahlen:

Entwicklung der Erwerbstätigkeit (Stand Juni 2020)

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Ludwigsburg hat von Juni 2019 bis Juni 2020 um 1.061 oder 0,5 Prozent abgenommen und lag zum Stichtag (30. Juni 2020) bei 206.752. Am stärksten betroffen waren Arbeitsplätze im Verarbeitenden Gewerbe, der Arbeitnehmerüberlassung, dem Gastgewerbe sowie in Dienstleistungsberufen.

Realisierte Kurzarbeit von März bis Juli  (Stand 25.01.2021)

Im März waren 1.984 Unternehmen mit 13.928 Mitarbeitern in realisierter Kurzarbeit. Im April 3.721 Unternehmen mit 42.263 Mitarbeitern, im Mai 3.427 mit 42.787 Mitarbeitern, im Juni 2.727 Unternehmen mit 33.822 Mitarbeitern und im Juli 2.283 Unternehmen mit 28.329 Mitarbeitern.

Arbeitslosigkeit im Landkreis

Im Jahresdurchschnitt 2020 waren im Landkreis 11.142 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 2.345 oder 26,7 Prozent mehr. Die Arbeitslosenquote stieg zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent und blieb damit im Vergleich zu Baden-Württemberg unter der Landesquote von 4,1 Prozent.

Bei allen Personengruppen stieg die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt an. Bei Frauen lag die durchschnittliche Arbeitslosigkeit 22,9 Prozent und bei Männern 29,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Ein überdurchschnittlicher Zugang war bei den Jüngeren bis 25 Jahren mit 35,8 Prozent und Ausländern mit 27,3 Prozent zu verzeichnen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg im Jahresdurchschnitt um 16,5 Prozent an.

Stellenmarkt im Jahr 2020

Im gesamten Jahr 2020 meldeten die Arbeitgeber aus dem Landkreis dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Ludwigsburg 9.334 Arbeitsstellen zur Besetzung, 4.227 oder 31,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Durchschnittlich waren 2.792 Stellen monatlich im Bestand der Agentur für Arbeit gemeldet.

Quelle: Agentur für Arbeit Ludwigsburg

Die „Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg“ besteht seit zehn Jahren

LUDWIGSGBURG. Auf ihr zehnjähriges Bestehen kann jetzt die Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg zurückblicken. „Mich hat schon als Kreisrat die Idee, dass sich Bildung vor allem gemeinsam erfolgreich gestalten lässt, von Anfang an überzeugt. Es freut mich sehr, dass wir unsere Bildungsregion nun schon zehn Jahre haben. Sie leistet mit ihren zahlreichen Projekten einen wichtigen Beitrag, dass junge Menschen bei uns im Landkreis sehr gute Bildungschancen haben. Mein Dank gilt deshalb allen Beteiligten, den Vertretern in den Gremien, den Bildungseinrichtungen, den Ehrenamtlichen, den Förderern und allen weiteren Kooperationspartnern, die dies durch ihre gute Zusammenarbeit erst ermöglicht haben“, sagt Landrat Dietmar Allgaier.

Im Januar 2011 gingen alle Beteiligten mit viel positiver Energie gleich an die Arbeit: Die Steuergruppe und die Arbeitsgruppen sowie das Bildungsbüro der Bildungsregion nahmen ihre Arbeit auf. „Die beiden Themen ,Übergang Kita – Schule‘ und ,Schule – Beruf‘ wurden als Schwerpunkte gewählt, da für Kinder und Jugendliche gelingende Bildungsübergänge wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bildungsbiografie sind“, berichtet Markus Schmitt, der Leiter des Bildungsbüros.

Die Akteure des Bildungsregion-Netzwerks treffen sich regelmäßig und tauschen sich aus. Dabei erkennen und bestimmen sie gemeinsam Bedarfe, bündeln ihr Wissen und Know-how und arbeiten bei der Entwicklung und Umsetzung von Projekten zusammen. Aktuell werden zehn Projekte umgesetzt. „Ziel der Bildungsregion ist es, dass die Angebote möglichst vielen Städten und Gemeinden zu Gute kommen und sie die jungen Menschen direkt erreichen“, sagt Schmitt.

Neben einem gut funktionierenden Netzwerk ist der engagierte Einsatz von fast 200 Ehrenamtlichen zentral für die erfolgreiche Arbeit der Bildungsregion. So dolmetschen 40 Interkulturelle Sprach- und Kulturvermittler, die zumeist ausländische Wurzeln haben, in aktuell 24 Sprachen Gespräche für Kitas, Schulen und das Jugendamt. Bei dem Projekt „Sprachförderpaten an Grundschulen“, das gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt umgesetzt wird, unterstützen rund 100 Ehrenamtliche die Lehrkräfte beim Unterrichten der deutschen Sprache.

„Während der Corona-Pandemie leistet der Einsatz der Sprachförderpaten auch einen wesentlichen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit für die Kinder, die die deutsche Sprache noch nicht umfassend beherrschen und außerhalb der Schule nur selten üben können“, berichtet Dorothea Moll, die Leiterin der „Projektstelle Sprachförderung Grundschule“.

Das Thema Sprachförderung liegt auch der Kreissparkassen-Stiftung sehr am Herzen. Sie fördert bereits viele Jahre die Sprachförderung an Grundschulen und Kitas im Landkreis. Insgesamt hat die Bildungsregion in den zehn  Jahren ihres Bestehens bereits weit über eine Million Euro an Drittmitteln akquiriert.

Ein digitales Angebot, mit dem Schülerinnen und Schüler auch gut während der Corona-Krise erreicht werden können, ist die benutzerfreundliche Internetplattform www.wegweiser-beruf.de. „Dort können sich Jugendliche schnell einen Überblick über die 200 Angebote und die Veranstaltungen im Landkreis rund um die Themen Schulabschluss, Berufswahl und Berufseinstieg verschaffen. Auch Lehrkräfte, Berater und Eltern nutzen sie, um Jugendliche umfassend beraten zu können“, berichtet Beate Jacobsen, die die Plattform aufgebaut hat und betreut.

Seit 2017 gibt es einen neuen großen Schwerpunkt bei der Bildungsregion: das Landesprogramm „Modellvorhaben Neugestaltung Übergang Schule – Beruf in Baden-Württemberg“. Zentrales Element ist der praxisorientierte Bildungsgang „Ausbildungsvorbereitung dual“ (AVdual) an Beruflichen Schulen. AVdual-Begleiterinnen (Jobcoaches) unterstützen und begleiten Jugendliche intensiv bei den Themen Bewerbung, Praktika und Ausbildungsplatz. 2017 / 2018 startete die erste AVdual-Klasse an der Robert-Franck-Schule, inzwischen gibt es neun AVdual-Klassen an vier Beruflichen Schulen im Landkreis. Die Carl-Schaefer-Schule wird im September folgen.

„AVdual ist eine echte Chance für Jugendliche, die eine schwierige Schullaufbahn hinter sich haben, trotzdem einen Schulabschluss zu erreichen und einen Ausbildungsplatz zu finden“, sagt Andrea Horlacher, AVdual-Teamleiterin im Bildungsbüro, die sich über die großzügige AVdual-Förderung des Wirtschaftsministeriums und des Europäischen Sozialfonds (ESF) freut.

Weitere Informationen zur Bildungsregion finden Interessierte  im Internet unter:
www.bildungsregion-landkreis-ludwigsburg.de
www.firmensommer.de
www.wegweiser-beruf.de

Mitglieder der Steuergruppe der Bildungsregion sind:

.    Agentur für Arbeit Ludwigsburg
.    Beruflichen Schulen
.    Evangelische Kirche
.    IHK Region Stuttgart, Bezirkskammer Ludwigsburg
.    Katholische Kirche
.    Kommunen
.    Kreishandwerkerschaft
.    Kreistagsfraktionen
.    Kreisverwaltung
.    Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
.    Regierungspräsidium Stuttgart
.    Staatliches Schulamt Ludwigsburg
.    Liga der freien Wohlfahrtsverbände Ludwigsburg

Systemwechsel bei der Einsammlung von Wertstoffen im Landkreis könnte 2022 kommen

Das Sammel-System „Flach“ und „Rund“ wird – wenn alle zuständigen Gremien zustimmen – ab 2022 umgestellt. Was aber bleibt: auch künftig werden alle Haushaltsabfälle im Landkreis Ludwigsburg direkt bei den Menschen vor der Haustür abgeholt. Schon seit einiger Zeit hatte sich abgezeichnet, dass der Landkreis Ludwigsburg die Sammelsystematik „Flach/Rund“ aus rechtlichen Gründen nicht weiter praktizieren kann. Nun haben die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises (AVL) und der Landkreis mit den Dualen Systemen eine Lösung gefunden, bei der der gewohnte Abholservice erhalten bleibt. Das neue System schont zudem noch die Gebührenkasse. Die neue Systematik kann – Beschlüsse der zuständigen Gremien vorausgesetzt – schon im Januar 2022 an den Start gehen. Die wesentlichen Eckpunkte der neuen Regelung wurden kürzlich den AVL-Aufsichtsräten und den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt und Technik des Kreistags vorgestellt:

  • Künftig könnte es in jedem Haushalt außer der braunen Biotonne und der schwarzen Restmüll-Tonne einen Behälter NUR für Papier und Kartons geben; hinzu kämen ein Behälter, der – wie die Gelbe Tonne in anderen Kreisen – für Verpackungen reserviert ist. In diese Kategorie fallen künftig auch Kunststofffolien und Styropor.
  • Glas könnte künftig in blauen Boxen oder Glas-Tonnen (siehe Foto) gesammelt werden. Diese werden dann wie bisher auch abgeholt. Zusätzlich können Altglas-Container auf den Wertstoffhöfen oder Altglas-Depotcontainer genutzt werden, von denen es im Landkreis Ludwigsburg immer noch mehr als 100 gibt.

„Uns war während der gesamten Verhandlungen elementar wichtig, dass für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis keine Nachteile beim Thema Komfort und Service entstehen“, sagt Tilman Hepperle, Geschäftsführer der AVL. „Ganz entscheidend war und ist für uns aber auch, dass wir beim Thema Kosten keinerlei Nachteile haben“, so Hepperle weiter. 

Hintergrundinfos:

Wieso gibt es im LK LB „Flach“ und „Rund“?

Das ist historisch bedingt. Vor 1990 gab es im Landkreis Ludwigsburg grüne Tonnen für Glas und Papier. Als dann Anfang der 90er Jahren die Verpackungsverordnung in Kraft trat, die die haushaltsnahe Erfassung von Verkaufsverpackungen vorschrieb, musste das bislang existierende System angepasst werden. Man wollte dabei das vorhandene Sammelsystem weiter nutzen und nach einem Weg suchen, wie es für die Miterfassung von Verpackungen genutzt werden konnte. Die Ludwigsburger Abfallentsorgung einigte sich mit dem „Dualen System Deutschland“ auf ein Sondersammelsystem, das sich am amerikanischen System „slides“ und „bottles“ orientierte. Dies war die Geburtsstunde vom Ludwigsburger FLACH und RUND.

Wer sind die Dualen Systeme?

Was in den Anfangsjahren das „Duale System Deutschland“ war, sind inzwischen mehrere privatwirtschaftlich organisierte duale Systeme. Sie organisieren bundesweit die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen und sind dafür verantwortlich, dass die vom Gesetzgeber nach Verpackungsgesetz vorgeschriebenen Recycling- bzw. Verwertungsquoten erreicht werden. Die Finanzierung dieser Leistungen erfolgt über sogenannte Lizenzgebühren, die jeder Hersteller für das Inverkehrbringen der Verpackungen an die dualen Systeme zahlen muss.

Die dualen Systeme müssen mit den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern – also dem Landkreis Ludwigsburg bzw. der AVL – sogenannte Abstimmungsvereinbarungen abschließen, damit diese parallele Entsorgungsstruktur aus privatwirtschaftlicher und kommunaler Zuständigkeit geregelt und koordiniert werden kann.

Solch eine Vereinbarung auf das System FLACH und RUND hatte man Anfang der 90er Jahre mit dem „Dualen System Deutschland“ getroffen. Derzeit befinden wir uns – aufgrund des Verpackungsgesetzes von 2019 – wieder in Verhandlungen mit den dualen Systemen.

Weitere Infos unter: www.muelltrennungwirkt.de

red

Landratsamt meldet 73 Corona-Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg – Inzidenzwert fällt unter 70

Und so sehen die Corona-Zahlen am Donnerstag 28.01. im Kreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden +73 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Donnerstag in der Vorwoche sank die Zahl der Neuinfektionen. Damals wurden 85 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 87 Fälle.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg fällt weiter und beträgt am Donnerstag 69,3. Am Vortag lag der Wert bei 72,2. (Stand: 28.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 16.019 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um drei auf 317. Rund 14.922 Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 28.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 55 ( -6 ) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 44  ( -4) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 11 ( -2 ) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 7 beatmet werden. (Stand: 28.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 28.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 94 | 0 )
Asperg ( 407 | 0 )
Benningen am Neckar ( 150 | 0 )
Besigheim ( 421 | 1 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.480 | 6 )
Bönnigheim ( 410 | 4 )
Ditzingen ( 719 | 3 )
Eberdingen ( 199 | -1 )
Erdmannhausen ( 115 | 1 )
Erligheim ( 110 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 355 | 2 )
Freudental ( 124 | 0 )
Gemmrigheim ( 159 | 1 )
Gerlingen ( 488 | 4 )
Großbottwar ( 202 | 4 )
Hemmingen ( 238 | 0 )
Hessigheim ( 38 | 0 )
Ingersheim ( 138 | 2 )
Kirchheim am Neckar ( 262 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 553 | 2 )
Kornwestheim ( 1.046 | 6 )
Löchgau ( 167 | 1 )
Ludwigsburg ( 2.983 | 8 )
Marbach am Neckar ( 446 | 2 )
Markgröningen ( 393 | 2 )
Möglingen ( 444 | 1 )
Mundelsheim ( 78 | 0 )
Murr ( 160 | 0 )
Oberriexingen ( 65 | 0 )
Oberstenfeld ( 155 | 2 )
Pleidelsheim ( 195 | 0 )
Remseck am Neckar ( 741 | 2 )
Sachsenheim ( 584 | 5 )
Schwieberdingen ( 257 | 1 )
Sersheim ( 192 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 292 | 1 )
Tamm ( 259 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 800 | 7 )
Walheim ( 87 | 1 )

 

red

Gewerkschaft NGG: 17 Prozent weniger Minijobs im Gastgewerbe im Landkreis Ludwigsburg

Wenn die Pandemie den Job kostet: Im Zuge der Coronakrise ist die Zahl der Minijobs im Landkreis Ludwigsburg um 6 Prozent gesunken. Mitte vergangenen Jahres gab es rund 47.500 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse – ein Jahr zuvor waren es noch 50.400. Besonders stark war der Rückgang im Gastgewerbe. In der Branche gingen binnen eines Jahres 867 Minijobs verloren – ein Minus von 17 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf neueste Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „450-Euro-Kräfte zählen zu den Hauptverlierern der Wirtschaftskrise. Sie haben bislang keinen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, werden häufiger gekündigt und sind sozial kaum abgesichert“, sagt Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart.

Die Statistik spiegele eine „enorme Unwucht“ auf dem heimischen Arbeitsmarkt wider. Während dank staatlicher Hilfen wie der Kurzarbeit die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Region nahezu konstant geblieben sei, treffe die Pandemie prekär Beschäftigte besonders hart. Nach dem Prinzip „Hire and Fire“ (Heuern und Feuern) lebten sie in ständiger Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. „Betroffen sind gerade Frauen, die eine 450-Euro- Stelle als Kellnerin oder Küchenhilfe oft als einzige Einnahmequelle haben. Auch für viele Studierende, die sich nebenher etwas hinzuverdienen, sind die Folgen des Jobverlustes dramatisch“, betont Zacher.

Der Gewerkschafter kritisiert die Entlassungen, hat aber angesichts der historischen Krise Verständnis für die Lage der Hotels und Restaurants. „Das Problem ist vielmehr, dass die Politik durch abgabenfreie Minijobs schon seit Jahren falsche Anreize setzt. Es ist höchste Zeit, diese Stellen sozialversicherungspflichtig zu machen.“ Nur wenn Sozialabgaben, Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt würden, könnten Beschäftigte wirksam geschützt werden.

Eine Heraufsetzung der Verdienstgrenze bei den Minijobs auf monatlich 600 Euro, wie sie derzeit Teile der Union fordern, gehe dagegen „in die völlig falsche Richtung“, so Zacher. Damit werde eine prekäre Beschäftigungsform weiter ausgebaut, statt sie einzudämmen. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) würden durch eine Heraufsetzung bundesweit rund 470.000 Menschen mit regulären Stellen ungewollt zu Minijobbern. „Die Coronakrise hat den Blick auf viele gesellschaftliche Probleme gelenkt. Dazu gehören die Minijobs. Die Politik muss hier arbeitsmarktpolitisch umsteuern“, fordert Zacher.

Zum Vergleich: Laut Arbeitsagentur nahm die Zahl sozialversicherungspflichtiger Stellen im Landkreis Ludwigsburg zwischen Juni 2019 und Juni 2020 um lediglich 0,5 Prozent ab.

red