So sehen die aktuellen Zahlen am Montag für den Landkreis Ludwigsburg aus

Seit Montag, 08. März gilt für Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung:

Und so sehen die Corona-Zahlen am Montag 08.03. – 16Uhr für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe weitere 28 Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Montag vor einer Woche ist die Zahl der Neuinfizierten deutlich gestiegen. Damals wurden 19 Neuinfektionen verzeichnet.

Erfahrungsgemäß fallen die Zahlen am Wochenende und zu Wochenbeginn niedriger aus, da unter anderem weniger getestet wird.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg weiter über kritischem Wert 

Auch die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt leicht und liegt am Montag bei 51,5 (+0,9). Vor genau einer Woche betrug der Inzidenzwert für den Landkreis 45,8. (Stand: 08.03. – 16Uhr). Der Stadtkreis Ludwigsburg weist am Montag einen Inzidenzwert von 41,7 aus.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 17.374 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion blieb unverändert bei 412. Rund 16.508 (+54) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 08.03.- 16Uhr))

Laut den RKH Kliniken sind 24 COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 17 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 7 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 6 beatmet werden. (Stand: 08.03.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 08.03.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 105 | 0 )
Asperg ( 448 | 1 )
Benningen am Neckar ( 167 | 0 )
Besigheim ( 450 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.613 | 1 )
Bönnigheim ( 427 | 0 )
Ditzingen ( 782 | 1 )
Eberdingen ( 205 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 117 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 391 | 1 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 172 | 0 )
Gerlingen ( 517 | 0 )
Großbottwar ( 224 | 0 )
Hemmingen ( 267 | 0 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 147 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 284 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 591 | 0 )
Kornwestheim ( 1.162 | 2 )
Löchgau ( 199 | 3 )
Ludwigsburg ( 3.189 | 8 )
Marbach am Neckar ( 483 | 1 )
Markgröningen ( 444 | 0 )
Möglingen ( 478 | 1 )
Mundelsheim ( 83 | 0 )
Murr ( 178 | 1 )
Oberriexingen ( 76 | 1 )
Oberstenfeld ( 169 | 0 )
Pleidelsheim ( 200 | 0 )
Remseck am Neckar ( 808 | 0 )
Sachsenheim ( 635 | 2 )
Schwieberdingen ( 280 | 1 )
Sersheim ( 202 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 328 | 0 )
Tamm ( 268 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 896 | 2 )
Walheim ( 99 | 0 )

red

Verkehrsbericht für Ludwigsburg: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Brahmsweg (Schlösslesfeldschule)
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen der Max-Reger-Straße und der Bücherei der Schlösslesfeldschule. Die Gehwege sind im Brahmsweg auf der Ostseite und in der Max-Reger-Straße auf der Nordseite gesperrt.

Einsteinstraße
Zwischen der Einsteinstraße 17 und der Daimlerstraße besteht bis voraussichtlich Mitte April eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.

Eugenstraße
Hier besteht bis voraussichtlich bis Ende Juni 2022 eine Vollsperrung auf Höhe der Eugenstraße 30/1.

Friedrichstraße Nordseite
Hier kommt es im jeweiligen Bauabschnitt bis voraussichtlich Mitte März zwischen der Solitudestraße und der Stuttgarter Straße (B 27) zu Sperrungen von Fahrspuren auf der nördlichen Straßenseite. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt oder teilweise nicht möglich.

Friedrichstraße / Keplerstraße Südseite
Hier steht zwischen der Saarstraße und der Stuttgarter Straße (B 27) bis voraussichtlich Oktober nur noch jeweils eine Fahrspur pro Richtung zur Verfügung.

Friedrichstraße (südliche Fahrspur)
Zwischen der Stuttgarter Straße (B 27) und der Keplerbrücke besteht eine einspurige Verkehrsführung im Baufeld. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt oder teilweise nicht möglich.

Gänsfußallee
Hier besteht bis voraussichtlich Mitte April eine halbseitige Sperrung zwischen der Karl-Hüller-Straße und der Mörikestraße. Außerdem ist hier eine Einbahnstraßenregelung in Fahrtrichtung Schwieberdinger Straße eingerichtet.

Johannesstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Ende März eine Vollsperrung zwischen der Wernerstraße und der Osterholzallee. Im Gehwegbereich zwischen der Wilhelm-Blos-Straße und der Osterholzallee ist stellenweise mit Einschränkungen zu rechnen.

Karl-Marx-Straße /Friedensschule (Kleinspielfeld)
Hier besteht ein Halteverbot.

Kronenstraße (östlich der Bietigheimer Straße)
Hier besteht voraussichtlich bis Ende März eine Vollsperrung.

L 1140
Bedingt durch die Umbaumaßnahmen an der Ostrampe der Autobahn-Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd sind Verkehrsbeeinträchtigungen auf der L 1140 möglich.

Neckarhalde
Hier besteht bis voraussichtlich Ende März eine Vollsperrung auf Höhe der Neckarhalde 39.

Poppenweilerstraße
Wegen Fahrbahninstandsetzungen besteht am Donnerstag, 11. März, und Freitag, 12. März, eine halbseitige Sperrung auf Höhe der Poppenweilerstraße 79.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.

Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle bis zu Beginn der Schifffahrtsaison, der Radweg ist frei.

Untere Kasernenstraße – Parkplatz Untere Stadt
Der Parkplatz Untere Stadt ist im Zuge der Umgestaltung des Walckerparks gesperrt. Im Bereich der Unteren Kasernenstraße, der Oberen Kasernenstraße und der Bietigheimer Straße sind daher die öffentlichen Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt (Bewohnerparkbereich 1).

Untere Kasernenstraße
Es besteht eine Vollsperrung zwischen der Bietigheimer Straße und dem Postgässle.

Westrandstraße (im Bau) – Liebigstraße / Beim Bierkeller / Wöhlerstraße
Hier kann es zu Behinderungen im Bereich Liebigstraße / Beim Bierkeller kommen. Zudem bestehen Halteverbote  in der Wöhlerstraße, Liebigstraße und in der Straße Beim Bierkeller.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Ab Montag: Was die neue Corona-Verordnung für Auswirkungen auf den Landkreis Ludwigsburg hat

LUDWIGSBURG. Seine neue Corona-Verordnung hat das Land Baden-Württemberg am Sonntag erlassen. Sie tritt am Montag (08.03.21) in Kraft und sieht abhängig vom Infektionsgeschehen auf Landkreisebene die stufenweise Öffnung vieler geschlossener Bereiche vor. Je nachdem, ob das Infektionsgeschehen im jeweiligen Landkreis nach den Feststellungen seines Gesundheitsamts bei über 100, bei unter 100, bei unter 50 oder bei unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt, sind Lockerungsmaßnahmen mit verschiedenem Umfang vorgesehen. Nimmt das Infektionsgeschehen hingegen wesentlich zu, sind Lockerungsschritte auch wieder zurückzunehmen oder Maßnahmen sogar zu verschärfen.

Im Landkreis Ludwigsburg liegt die 7-Tages-Inzidenz derzeit bei 50,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Stand: 07.03 – 16Uhr). Damit erfolgt im Landkreis Ludwigsburg unter anderem die beschränkte Öffnung des Einzelhandels („click and meet“) und des Kulturbereichs. Zusätzliche Lockerungen sind außerdem zum Beispiel für Buchhandlungen, Gärtnereien, Blumenläden und Baumärkte vorgesehen. Erlaubt sind wieder körpernahe Dienstleistungen und bestimmte Angebote des Amateur- und Individualsports. Ab sofort sind zudem wieder Treffen von bis zu fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten möglich.

Landrat Allgaier bittet die Bevölkerung, weiter die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. „Wenn wir weiterhin achtsam sind und uns an die AHA-Regeln halten, bin ich zuversichtlich, dass wir weitere Öffnungsschritte zeitnah veranlassen können“, so der Landrat. Die Corona-Verordnung sieht vor, dass bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 50 weitere wesentliche Lockerungen möglich sind, beispielsweise die vollständige Öffnung des Einzelhandels oder im Bereich der Kultur- und Sportgestaltung.

Der Landkreis Ludwigsburg war mit seinem Inzidenzwert in den letzten Tagen meist um den sogenannten Schwellenwert von 50. Um die Stabilität im Sinne der Corona-Verordnung zu erreichen, ist es notwendig, an fünf Tagen aufeinanderfolgend unter dem Wert von 50 zu liegen.

red

Quelle: Landratsamt Ludwigsburg

Inzidenzwert im Landkreis Ludwigsburg wieder über kritischem Wert

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern will das Land Baden-Württemberg trotz der Lockdown-Verlängerung bis zum 28. März weitere Lockerungen zulassen. Abhängig will das die Landesregierung von der Zahl der Neuinfektionen machen. Als Maßstab soll die regionale Sieben-Tage-Inzidenz in den Stadt- und Landkreisen herangezogen werden.

Das bedeutet, dass bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern im betreffenden Stadt- oder Landkreis der Einzelhandel geöffnet werden kann.

Und so sehen die Corona-Zahlen am Samstag 06.03. – 16Uhr für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe weitere 62 Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Samstag vor einer Woche ist die Zahl der Neuinfizierten damit deutlich gestiegen. Damals wurden 44 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 32 bestätige Fälle registriert.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg steigt über kritischen Wert 

Auch die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt über den kritischen Wert von 50 und liegt am Samstag bei 51,5. Am Vortag lag der Inzidenzwert bei 48,7. Vor genau einer Woche betrug der Inzidenzwert für den Landkreis 48,7. (Stand: 06.03. – 16Uhr). Der Stadtkreis Ludwigsburg weist am Freitag einen Inzidenzwert von 39,5 aus.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 17.337 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 1 auf 412. Rund 16.410 (+29) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 06.03.- 16Uhr))

Laut den RKH Kliniken sind 27 COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 21 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 6 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 4 beatmet werden. (Stand: 06.03.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 06.03.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 105 | 0 )
Asperg ( 445 | 4 )
Benningen am Neckar ( 167 | 0 )
Besigheim ( 450 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.611 | 2 )
Bönnigheim ( 427 | 0 )
Ditzingen ( 781 | 1 )
Eberdingen ( 205 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 117 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 390 | 2 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 172 | 0 )
Gerlingen ( 517 | 1 )
Großbottwar ( 224 | 2 )
Hemmingen ( 267 | 3 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 147 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 284 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 591 | 5 )
Kornwestheim ( 1.158 | 11 )
Löchgau ( 196 | 1 )
Ludwigsburg ( 3.180 | 3 )
Marbach am Neckar ( 482 | 2 )
Markgröningen ( 444 | 0 )
Möglingen ( 477 | 1 )
Mundelsheim ( 83 | 0 )
Murr ( 176 | 2 )
Oberriexingen ( 75 | 0 )
Oberstenfeld ( 169 | 4 )
Pleidelsheim ( 200 | 0 )
Remseck am Neckar ( 808 | 2 )
Sachsenheim ( 633 | 3 )
Schwieberdingen ( 279 | 1 )
Sersheim ( 200 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 328 | 2 )
Tamm ( 268 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 892 | 6 )
Walheim ( 99 | 1 )

red

Wahlkreis Ludwigsburg: Sechs Kandidierende proben ihren ersten Sprung in den Landtag

Von Uwe Roth

Corona gibt den Kandidierenden für die Landtagswahl am 14. März selten Gelegenheit zu einem persönlichen Schlagabtausch – in einem echten Raum und nicht auf einer Videoplattform von Zuhause aus. Am Dienstag hatten die sechs Bewerber*innen des Wahlkreises Ludwigsburg die Chance, in einer klassischen Diskussionsrunde ihre politischen Argumente auszutauschen. Da saßen sie mit gebührendem Abstand an kleinen Tischchen im großen Kinosaal des Scala Ludwigsburg. Publikum war logischerweise keines in den Rängen. Dafür standen mehrere Videokameras im Raum. Wenn es interessierte, verfolgte die knapp zweistündige Veranstaltung auf YouTube. 430 Zuschaltungen waren es.  Auf der populären Videoplattform ist diese weiterhin abrufbar. Organisatorin war die Landeszentrale für politische Bildung (LpB), die demnächst in Ludwigsburg eine Außenstelle eröffnen wird. LpB-Mitarbeiterin Rebecca Beider und der SWR-Journalist Jonas Keinert moderierten den Abend, wobei sie sich über den Ablauf der verschiedenen Fragerunden nicht immer einig war.

Das Besondere an dieser Zusammensetzung der Kandidierenden im Wahlkreis Ludwigsburg ist, dass es keinen Platzhirsch gibt, also keinen Landtagsabgeordneten, der sein Mandat verteidigt. Bei der vorangegangenen Wahl 2016 hatte die CDU ihr Mandat im Wahlkreis verloren. Die Grünen entthronten kurz vor der Nominierungsveranstaltung ihren langjährigen Vertreter Jürgen Walter. Die übrigen Parteien waren damals leer ausgegangen.

Die Grünen ersetzten den Asperger Jürgen Walter mit der Ludwigsburgerin Silke Gericke. Die CDU schickt ebenfalls aus Ludwigsbug Professorin Dr. Andrea Wechsler ins Rennen und die SPD den Remsecker Colin Sauerzapf (SPD). Stefanie Knecht ist gleichfalls aus Ludwigsburg und bewirbt sich für die FDP. Nadia Schmidt ist auch aus Ludwigsburg und steht für Die Linke bereit. Friedemann Johannes Meyer von der AfD kandidiert zudem für den Wahlkreis Vaihingen. Er sagt von sich, dass er nicht vorhatte zu kandidieren. Aber als es seiner Partei an Freiwilligen fehlte, habe er nicht Nein sagen können. In jedem Fall ist die Konstellation so: Wer aus dem Sechserkreis die meisten Stimmen der rund 125000 Wahlberechtigten im Wahlkreis 12 (Ludwigsburg) erhält, wird als Neuling in den Landtag von Baden-Württemberg einziehen.

Gericke und Meyer kennen den Landtag als Mitarbeitende im Büro einer Abgeordneten und eines Abgeordneten. Die Grünen-Politikerin erlebt zumindest zeitweise die Regierungsarbeit der grün-schwarzen Koalition aus nächster Nähe mit. Gericke hat als Gemeinderätin in Ludwigsburg zudem kommunalpolitische Erfahrung wie auch FDP-Frau Knecht. Sauerzapft ist Gemeinderat in Remseck. Denjenigen, denen es an eigener landespolitischer Erfahrung mangelte, brachten im Wesentlichen die Vorgaben ihrer jeweiligen Partei in die Gesprächsrunden ein. Kandidatin Knecht tat dies von Beginn an mit viel Angriffslust, wie es derzeit ihr Parteikollege, der Fraktionsvorsitzende Hans-Ulrich Rülke vormacht.

Die Ludwigsburger Gemeinderätin ließ kein gutes Haar an der Landesregierung und deren Corona-Politik. Sie sprach von einer “bräsigen Politik”, die “undurchdacht und planlos” sei und forderte beinahe aggressiv eine sofortige Abschaffung des Lockdowns mit einer durchdachten Öffnungsstrategie. Da fühlte sich sogar Sauerzapf aufgerufen, der mit 23 Jahren jüngste Kandidat in der Runde, die Landesregierung zu verteidigen, obwohl die SPD im Landtag in der Opposition ist. Es sei nicht fair, “einfach nur gegen die Landesregierung zu schießen”, sagte er. Es gebe keine Erfahrung im Umgang mit einer solchen Pandemie. “Wir sind noch lange nicht überm Berg und müssen vorsichtig sein”, warnte er vor voreiligen Schlüssen, wie sie aus seiner Sicht Knecht aus der aktuellen Lage ziehe. Damit war er sich mit der CDU-Politikerin Wechsler einig. Auch Gericke und Schmidt widersprachen der Liberalin.

Wechsler sprach von der Notwendigkeit einer “intelligenten Öffnungsstrategie” und möglichst baldigen Rückkehr zu einer freien Marktwirtschaft – “weg von der Rettungsschirmpolitik”. So bald wie möglich müsse die Sparpolitik wieder greifen. “Die CDU steht weiter klar hinter der schwarzen Null”, versicherte sie. Gericke zeigte sich überzeugt, dass dies nicht so schnell gelingen werde. Corona werde ein großes Thema bleiben. Dementsprechend sei weiteres Geld notwendig, um aus der Krise zu kommen. Sauerzapf plädierte dafür, gegebenenfalls Kredite bereitzustellen, um den Investitionsstau abzubauen, der aus seiner Sicht durch die CDU-Sparpolitik entstanden sei. Den Investitionsstau beizubehalten, sei für die junge Generationen eine größere Belastung, als Schulden beizubehalten, sagte er. Für was der AfD-Kandidat seht, ist in seinen Antworten nicht deutlich geworden. Meyer sprach von einer “individuellen Freiheit”, die es zu sichern gelte. “Lassen Sie sich nicht leben, sondern leben Sie selbst”, wandte er sich an die Zuschauer der Wahlveranstaltung.

Kostenloser Lieferservice für den Ludwigsburger Einzelhandel

Im Rahmen des städtischen Aktionsprogramms für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen bieten die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) seit dieser Woche einen kostenlosen Lieferservice für den Innenstadt-Einzelhandel an. Zusammen mit der Stadt und dem Ludwigsburger Innenstadt Verein LUIS e.V. leistet die SWLB damit einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der regionalen Wirtschaft in der Pandemie.

Und so funktioniert der Lieferservice: Einzelhändlerinnen und Einzelhändler in der Innenstadt übermitteln ihren Auslieferungswunsch inklusive der vollständigen Lieferadresse per E-Mail (lieferservice@swlb.de) oder Telefon  (0176 1910-2000 oder 0176 1910-2001) an die Stadtwerke. Diese nehmen die Aufträge von Montag bis Samstag jeweils von 9 bis 13 Uhr an. Die Kundinnen und Kunden erhalten dann noch am selben Tag zwischen 15 und 18 Uhr ihre Einkäufe – kostenlos und dank Fahrrad oder E-Mobil der SWLB absolut emissionsfrei. Ausgeliefert wird innerhalb des Ludwigsburger Stadtgebiets.

Der Service wird schon jetzt gut vom Einzelhandel angenommen. Die ersten Lieferungen wurden bereits erfolgreich durch die SWLB zugestellt. Aktuell ist der Lieferdienst bis zum 20. März 2021 vorgesehen. Weitere Informationen unter: www.luis-ludwigsburg.de.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Zweckverband Kreisbreitband Ludwigsburg sichert 6,4 Millionen Euro Fördermittel

LUDWIGSBURG. Schnelles Internet für insgesamt 64 Schulen und zwei Kliniken in 32 Kommunen: Der Zweckverband Kreisbreitband Ludwigsburg hat als erster in der Region allen förderfähigen Schulen und Krankenhäusern einen Zuschuss von Bund und Land gesichert. „Darauf sind wir stolz – und das zeigt, dass das Thema Breitbandausbau bei uns höchste Priorität genießt“, sagt Landrat Dietmar Allgaier.

„Beim Thema Verbindungsgeschwindigkeit sind die Schulen ein neuralgischer Punkt“, so der Landrat weiter. „Die Schule ist der Ort, an dem die junge Generation so barrierefrei wie nirgendwo sonst den Umgang mit digitalen Lösungen lernen kann. Genau deshalb liegen uns die Schulen hier auch besonders am Herzen.“

Der nächste Schritt folgt auf dem Fuße: Der Zweckverband Kreisbreitband Ludwigsburg hat begonnen, die Bauarbeiten für die Ausstattung der Schulen und Kliniken mit Glasfaserverbindungen öffentlich auszuschreiben. „Wir wollen keine Zeit verlieren, um wirklich sicher gehen zu können, dass wir den Ausbau bis spätestens 2025 in allen beteiligten Schulen über die Bühne bekommen. Wenn alles nach Plan läuft, sogar noch deutlich schneller“, erläutert Viktor Kostic, Geschäftsführer des Zweckverbands.(Ludwigsburg24 berichtete darüber)

„Die beschleunigte Versorgung der Schulen ist dieses Jahr ein Schwerpunkt im regionalen Gigabitprogramm“, erklärt Hans-Jürgen Bahde, Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart GmbH und Breitbandbeauftragter der Region Stuttgart. „Ein Glasfaseranschluss bildet die Grundlage für die Digitalisierung der Schule, deshalb begrüßen wir es sehr, dass der Land- kreis hier frühzeitig aktiv geworden ist.“

Teilnehmen am Sonderprogramm „Breitbandausbau für die Schulen im Landkreis“ konnten alle Schulen, deren Internetverbindung langsamer als 30 Megabit pro Sekunde – und zwar pro Schulklasse gerechnet – ist. Das Land hat nun eine Summe von insgesamt 2,44 Millionen Euro für den Ausbau beigesteuert. Damit stehen für das Sonderprogramm nun rund 6,3 Milli- onen Euro zur Verfügung. Der Zweckverband plant, noch bis zum Sommer die ersten Vergaben für den Glasfaserausbau machen zu können.

red

Inzidenzwert im Landkreis Ludwigsburg fällt wieder unter 50

Nach dem Beschluss von Bund und Ländern will das Land Baden-Württemberg trotz der Lockdown-Verlängerung bis zum 28. März weitere Lockerungen zulassen. Abhängig will das die Landesregierung von der Zahl der Neuinfektionen machen. Als Maßstab soll die regionale Sieben-Tage-Inzidenz in den Stadt- und Landkreisen herangezogen werden.

Das bedeutet, dass bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern im betreffenden Stadt- oder Landkreis der Einzelhandel geöffnet werden kann.

Und so sehen die Corona-Zahlen am Freitag 05.03. – 16Uhr für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe weitere 32 Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Freitag vor einer Woche ist die Zahl der Neuinfizierten gesunken. Damals wurden 45 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 52 bestätige Fälle registriert.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg sinkt auf 48,7 

Auch die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg sinkt wieder unter den kritischen Wert von 50 und liegt am Freitag bei 48.7. Am Vortag lag der Inzidenzwert bei 50,6. Vor genau einer Woche betrug der Inzidenzwert für den Landkreis noch 44,7. (Stand: 05.03. – 16Uhr). Im Stadtkreis Ludwigsburg beträgt der Inzidenzwert am Donnerstag bei 41,7.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 17.275 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 4 auf 411. Rund 17.381 (+10) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 05.03.)

Laut den RKH Kliniken sind 27 COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 21 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 6 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 4 beatmet werden. (Stand: 05.03.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 05.03.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 105 | 0 )
Asperg ( 441 | 2 )
Benningen am Neckar ( 167 | 0 )
Besigheim ( 450 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.609 | 4 )
Bönnigheim ( 427 | 0 )
Ditzingen ( 780 | 1 )
Eberdingen ( 205 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 117 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 388 | 0 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 172 | 0 )
Gerlingen ( 516 | 0 )
Großbottwar ( 222 | 0 )
Hemmingen ( 264 | 0 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 147 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 282 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 586 | 1 )
Kornwestheim ( 1.147 | 5 )
Löchgau ( 195 | 0 )
Ludwigsburg ( 3.177 | 7 )
Marbach am Neckar ( 480 | 0 )
Markgröningen ( 444 | 1 )
Möglingen ( 476 | 0 )
Mundelsheim ( 83 | 1 )
Murr ( 174 | 1 )
Oberriexingen ( 75 | 2 )
Oberstenfeld ( 165 | 0 )
Pleidelsheim ( 200 | 0 )
Remseck am Neckar ( 806 | 3 )
Sachsenheim ( 630 | 0 )
Schwieberdingen ( 278 | 0 )
Sersheim ( 199 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 326 | 0 )
Tamm ( 268 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 886 | 2 )
Walheim ( 98 | 1 )

red

Frauen im Kreis Ludwigsburg besonders stark von Folgen der Pandemie betroffen

Sie kümmern sich stärker um Haushalt und Kinder, haben niedrigere Einkommen und müssen häufiger um ihren Job fürchten: Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März hat die Gewerkschaft IG BAU vor einem Rückschritt bei der Gleichberechtigung in Folge der Corona-Pandemie im Landkreis Ludwigsburg gewarnt. „Insbesondere Minijobs werden in der Krise zunehmend zur Karrierefalle“, kritisiert Bezirksvorsitzender Mike Paul. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind aktuell 59 Prozent der insgesamt rund 47.500 geringfügig entlohnten Arbeitsverhältnisse im Kreis Ludwigsburg in Frauenhand. In der Gebäudereinigung liegt der Frauenanteil bei den 450-Euro-Stellen ebenfalls bei 59 Prozent.

„Geringfügig Beschäftigte gehen nicht nur beim Kurzarbeitergeld leer aus. Sie sind auch häufiger von Entlassungen betroffen“, so Paul. Die IG BAU plädiert dafür, die Minijobs in der jetzigen Form abzuschaffen und sozialversicherungspflichtig zu machen. Eine Anhebung der Verdienstgrenze auf 600 Euro, wie sie einige Arbeitgeberverbände fordern, liefe hingegen auf einen Ausbau prekärer Arbeitsverhältnisse hinaus.

Zudem stehe das Ehegatten-Splitting einer echten Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt im Weg. „Durch hohe Abzüge in der Steuerklasse 5 bleibt vielen Frauen nur wenig vom Bruttoverdienst. Das führt auch zu geringen Arbeitslosenansprüchen und Einbußen beim Elterngeld“, kritisiert Paul. Die Politik müsse das Thema in diesem Wahljahr anpacken und eine Reform der Einkommenssteuer voranbringen.

Die IG BAU Stuttgart verweist zugleich auf die gestiegene Belastung von Frauen in der Pandemie. „In Zeiten geschlossener Kitas und Schulen bleibt die Kinderbetreuung nach wie vor meist an den Frauen hängen. Hinzu kommen die Arbeit im Haushalt und die Pflege von Angehörigen“, unterstreicht Paul. Neben besseren politischen Rahmenbedingungen sei hier auch ein gesellschaftliches Umdenken nötig. „Männer, die beruflich etwas zurücktreten, können der Partnerin helfen, den nächsten Karriereschritt zu gehen und Lasten in derFamilie fairer zu verteilen.“

Nach einer repräsentativen Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung ist die durchschnittliche Erwerbsarbeitszeit von Frauen im Zuge der Corona-Krise stärker gesunken als die von Männern. Vor Ausbruch der Pandemie arbeiteten Frauen demnach im Durchschnitt fünf Stunden pro Woche weniger als Männer in einem bezahlten Job. Im Herbst 2020 betrug die Differenz bei Erwerbstätigen mit betreuungsbedürftigen Kindern elf Stunden pro Woche. Zwei Drittel der befragten berufstätigen Frauen mit Kindern gab an, in der Partnerschaft den größeren Teil der Kinderbetreuung zu übernehmen. Sieben Prozent sahen die Hauptverantwortung bei ihrem Partner, 27 Prozent sprachen von einer Gleichverteilung der Sorgearbeit.

red

Ludwigsburgs OB Knecht zu den jüngsten Corona-Beschlüssen: Öffnungsschritte sind ein wichtiger Impuls

Ludwigsburgs Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht begrüßt grundsätzlich die Beschlüsse des gestrigen Bund-Länder-Gipfels zum weiteren Fahrplan in der Corona-Pandemie. Bei aller weiteren gebotenen Vorsicht spricht sich der OB aber für die Schaffung weiterer Perspektiven, vor allem für Einzelhandel und Gastronomie, aus.

Die Bundeskanzlerin sowie die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben gestern (3. März) eine grundsätzliche Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März beschlossen. Die Beschlüsse sehen jedoch auch schrittweise Lockerungen vor, jeweils abhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz in der Region. „Die Öffnungsschritte gehen grundsätzlich in die richtige Richtung“, erklärt dazu Oberbürgermeister Knecht. Im Hinblick auf Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen hält er die gestern beschlossenen Regelungen aber teilweise für zu kompliziert und nicht weitreichend genug. „Ich befürworte Öffnungsszenarien. Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister kämpfen um ihre Existenz. Sie brauchen jetzt unbedingt Planungssicherheit und eine wirtschaftliche Perspektive – das können die gestrigen Beschlüsse noch nicht vollständig leisten.“ Diesbezüglich geht die Forderung des OBs an das Land Baden-Württemberg, hier nachzuarbeiten und beispielsweise sinnvolle und insbesondere leicht umsetzbare Regelungen für den Einzelhandel, etwa in Abhängigkeit von der Größe der Flächen, zu finden. Auch die Öffnungsperspektive für die Außengastronomie bezeichnet Oberbürgermeister Dr. Knecht als zu zurückhaltend festgelegt.

Der Oberbürgermeister begrüßt es weiter, dass es für das Blühende Barock Aussichten auf eine baldige Öffnung gibt: Es ist vorgesehen, dass botanische Gärten unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen dürfen. „Hierzu werden das Land Baden-Württemberg und die Stadt Ludwigsburg als Gesellschafterinnen des Blühenden Barocks zeitnah das Öffnungsszenario vorstellen “, berichtet Matthias Knecht. „Denn viele Menschen in Ludwigsburg freuen sich darauf, wieder durch den Schlossgarten flanieren zu können.“

Knecht appelliert aber auch an die Eigenverantwortung und die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger: „Wir alle haben es in der Hand, wie sich die Inzidenzzahlen entwickeln und dementsprechend die weiteren Lockerungen ausfallen. Gerade deshalb müssen die bestehenden Regeln weiter eingehalten werden. Das bedeutet: Abstand halten, Hygienevorschriften beachten, Maske tragen und vor allem im privaten Bereich Kontakte weiterhin zu reduzieren. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir die Pandemie in Verbindung mit den Schnelltests und einer zunehmenden Zahl an Impfungen in den Griff bekommen.“

red