Jogger von Luftgewehr-Projektil getroffen; Aggressiver Gast landet in Gewahrsam

Ludwigsburg: Jogger von Luftgewehr-Projektil getroffen

Beim Joggen auf einem Feldweg in Verlängerung der Gneisenaustraße entlang der dortigen Eisenbahngleise ist ein 31-jähriger Jogger am Donnerstagabend gegen 19:30 Uhr von einem Projektil getroffen worden, das vermutlich aus einem Luftdruckgewehr abgeschossen wurde. Der dadurch am rechten Bein leicht verletzte Mann wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, das er aber nach ambulanter Versorgung wieder verlassen konnte. Die Polizei leitete mit mehreren Streifenbesatzungen und mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers umgehend Fahndungsmaßnahmen nach dem unbekannten Schützen ein, die jedoch nicht zum Erfolg führten. Personen, die zur fraglichen Zeit verdächtige Wahrnehmungen im Bereich Gneisenaustraße/Schillstraße und den dortigen Gleisanlagen in Pflugfelden gemacht haben, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, zu melden.

Ludwigsburg: Renitenter Gast

In der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers endete in der Nacht zum Freitag für einen 57-Jährigen ein Gaststättenbesuch am Ludwigsburger Marktplatz. Gegen 00:20 Uhr hatte der Inhaber die Polizei verständigt, nachdem der 57-Jährige das Lokal nicht verlassen wollte und aggressiv geworden war. Dieses Verhalten setzte der deutlich alkoholisierte Mann auch nach Eintreffen der Polizisten fort und kam einem Platzverweis nicht nach. Er wurde daraufhin in Gewahrsam genommen und musste die restliche Nacht beim Polizeirevier verbringen.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Studie: Wachsender Teil der Arbeitsplätze im Kreis Ludwigsburg durch Computer ersetzbar

Wenn der Kollege Computer übernimmt: Der digitale Umbruch in der Arbeitswelt könnte im Landkreis Ludwigsburg Tausende Jobs kosten. Davor warnt die Gewerkschaft NGG in einer Pressemitteilung am Donnerstag und verweist auf eine Regionalstudie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Danach sind im Kreis Ludwigsburg 26 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in hohem Maße durch die Digitalisierung bedroht. Bei diesen Stellen könnten bereits heute mindestens 70 Prozent aller Tätigkeiten von computergesteuerten Maschinen erledigt werden. Grundsätzlich könne die Digitalisierung sowohl zur Aufwertung von Berufen führen als auch zu deren Abbau, so die Forscher. 

Die NGG spricht von „alarmierenden Zahlen“, warnt jedoch vor „Schwarzmalerei“: „Vom Homeoffice bis zur Videokonferenz: Corona hat dem digitalen Wandel der Arbeitswelt einen zusätzlichen Schub gegeben. Ob Computer tatsächlich so viele Jobs ersetzen, das liegt auch an den Unternehmen und den Beschäftigten. Dort, wo Mitarbeiter für die digitale Zukunft fit gemacht werden, kann die Industrie 4.0 eine große Chance sein“, sagt Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG Stuttgart. Nötig sei eine Qualifikationsoffensive. Wer seine Mitarbeiter jetzt nicht fortbilde, verschlafe die Veränderungen in der Arbeitswelt, so Zacher. „Dabei sollten auch die Betriebsräte ein Wort mitreden. Sie wissen, wo der Bedarf in der Firma am größten ist.“ 

Das zeige sich etwa an der Ernährungsindustrie – mit rund 3.800 Beschäftigten ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor“ im Kreis Ludwigsburg: „In der Branche kümmern sich Arbeitnehmervertreter seit Jahren darum, dass Automatisierung und Digitalisierung nicht zulasten der Mitarbeiter gehen. Während der Pandemie handeln sie Regeln aus, damit die Heimarbeit etwa in Verwaltungsjobs die Menschen nicht rund um die Uhr belastet“, erklärt Zacher. Viele Beschäftigte, die früher am Fließband standen, arbeiteten heute in der Qualitätskontrolle. Und Lagerlogistiker bauten auf die Unterstützung von vernetzten Computern, die Zutaten automatisch dann bestellen, wenn sie zur Neige gehen. 

Nach Angaben des IAB hat die Digitalisierung in den letzten Jahren deutlich an Fahrt gewonnen: Allein zwischen 2013 und 2016 stieg der Anteil der Arbeitsplätze, die potentiell zu einem Großteil durch Maschinen ersetzbar sind, bundesweit von 15 auf 25 Prozent. Berufe in der Fertigung sind demnach besonders betroffen. 

Doch wie dramatisch die Folgen tatsächlich sind, das hängt laut IAB nicht nur von den Unternehmen und den Beschäftigten ab. „So wird es weiterhin Handwerksbäckereien geben, wenn Verbraucher ein handgebackenes Brot mehr wertschätzen als ein maschinell gefertigtes“, schreiben die Forscher. 

red

Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg und Ludwigsburg

Die Lage in Ludwigsburg:

Das Landratsamt meldete am Donnerstag 13 weitere Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg stieg am Donnerstag (27.08. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2112. Gestern wurden 14 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.898 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 18 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Donnerstag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 283 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 41.247, davon sind ungefähr 36.381 Personen wieder genesen. Gestern wurden 277 bestätige Infektionen gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um einen auf 1.864. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Donnerstag mit R 1,04 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

„Sauberkeit rettet Leben“: Gewerkschaft fordert mehr Geld für Reinigungskräfte

Hygiene-Garanten in der Pandemie: Die rund 3.300 Reinigungskräfte im Landkreis Ludwigsburg sollen mehr Geld bekommen. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Durch Corona werde deutlich, wie sehr es auf die oft unsichtbare Arbeit von Gebäudereinigerinnen ankomme. „Ohne ihren Einsatz in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Supermärkten würde die Gesellschaft kaum so glimpflich durch die Krise kommen. Letztlich rettet Sauberkeit Leben“, so Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart in einer Pressemitteilung vom Donnerstag.

Die Arbeitsbelastung der Reinigungskräfte habe pandemiebedingt stark zugenommen. „Um die neuen Hygienevorschriften einzuhalten, muss noch häufiger gereinigt werden. Etwa in Schulen soll jede Klinke mehrfach am Tag desinfiziert werden“, erklärt Paul. Trotz der zusätzlichen Aufgaben sei jedoch meist kein weiteres Personal eingestellt worden. Auch Bonus-Zahlungen habe es nicht gegeben – „obwohl die Beschäftigten täglich einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind“.

In der laufenden Lohn-Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk fordert die IG BAU ein Plus von 1,20 Euro pro Stunde für die zwei Mindestlöhne der Branche. Damit erhöhe sich der Einstiegsverdienst auf zwölf Euro pro Stunde. Glas- und Fassadenreiniger kämen auf 15,30 Euro. Auszubildende sollen 100 Euro mehr pro Monat erhalten. Außerdem drängt die Gewerkschaft auf den Startschuss für das bereits im vergangenen Jahr geforderte Weihnachtsgeld in Höhe von 80 Stundenlöhnen. 

Die IG BAU ruft die Arbeitgeber auf, in der nächsten Tarifverhandlung ein „akzeptables Angebot“ vorzulegen. Die Beschäftigten erwarteten die Anerkennung für ihre unverzichtbare Arbeit. Hinzu kämen massive Lohneinbußen derer, die über Monate mit dem Kurzarbeitergeld auskommen mussten, heißt es in Mitteilung weiter. „Nach dieser Durststrecke ist nun jeder zusätzliche Euro wichtig.“

Die Tarifverhandlungen zwischen der IG BAU und dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) gehen am 3. September in Köln in die zweite Runde.

red

 

 

Kriminalkommissariat Ludwigsburg unter neuer Leitung

Das Kriminalkommissariat in Ludwigsburg hat einen neuen Leiter.  Kriminaloberrat Ullrich Gruber hat am 01. August die Leitung des Kriminalkommissariats Ludwigsburg übernommen. Er tritt damit die Nachfolge von Kriminaldirektor Martin Rathgeb an, der mit Ablauf des Monats Januar in die Landeshauptstadt wechselte und die Leitung des Polizeireviers in Stuttgart-Zuffenhausen übernahm. Die Aufgaben des Leiters des Kriminalkommissariats hatte seither Erster Kriminalhauptkommissar Joachim Buchhäusl kommissarisch übernommen.

Ullrich Gruber trat 1991 in den Polizeidienst ein. Nach verschiedenen Verwendungen bei der damaligen Landespolizeidirektion Stuttgart II begann er 1997 mit der zweijährigen Ausbildung zum gehobenen Dienst. Es schlossen sich Aufgaben im Bereich Eigentumskriminalität bei der Kriminalpolizei in Stuttgart, im Referat Einsatz des Führungs- und Einsatzstabes und als stellvertretender Leiter des Kriminaldauerdienstes an, bevor er 2004 mit der Ausbildung zum höheren Dienst begann. Ab 2006 leitete Gruber das Dezernat Sonderfälle/Organisierte Kriminalität bei der Landespolizeidirektion Stuttgart I, bevor er 2011 zum Landeskriminalamt Baden-Württemberg wechselte und dort verschiedene Inspektionen leitete. Ullrich Gruber hat nunmehr in Ludwigsburg die Leitung eines der personalstärksten Kriminalkommissariate im Land übernommen.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Polizei gelingt Schlag gegen international operierende Drogenbande

Den Ermittlern der Kriminalpolizeidirektionen der Polizeipräsidien Ludwigsburg und Aalen sind im Kampf gegen den Drogenhandel nach eigenen Angaben ein wichtiger Schlag gelungen. In Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart, dem Landespolizeikommando und dem Landeskriminalamt Vorarlberg sowie der Kantonspolizei St. Gallen wurde eine international agierende, vorwiegend albanische Tätergruppe ausgehoben, die größere Mengen Kokain und Marihuana sowohl in Süd- und Mitteldeutschland als auch in Österreich und der Schweiz abgesetzt haben soll. Im Zuge des Verfahrens stellten die Ermittler 74 Kilogramm Marihuana, etwa 1,8 Kilogramm Kokain und über 160.000 Euro Bargeld sicher. 14 Tatverdächtige befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft. Das gab das Polizeipräsidium am Mittwoch in einer Pressemitteilung bekannt.

Bereits im Frühjahr 2019 hatten sich bei der Kriminalpolizeidirektion Waiblingen erste Hinweise auf einen 39-jährigen bulgarisch-albanischen Staatsangehörigen aus dem Rems-Murr-Kreis und dessen 43-jährigen Komplizen aus Ludwigsburg ergeben, heißt es in der Mitteilung. Diese Hinweise korrespondierten mit Erkenntnissen der Ludwigsburger Kripo. Die weiteren Ermittlungen wurden daher im Rahmen einer Kooperation in Ludwigsburg geführt. Im Sommer 2019 zog der 43-Jährige nach Offenbach um und organisierte von dort aus den Rauschgifthandel in Richtung Süddeutschland. Die mitunter verdeckt geführten Ermittlungen führten schließlich am 16. Mai 2020 zur Sicherstellung von über 65 kg Marihuana auf einem Firmenparkplatz in Steinheim an der Murr, das mit einem Lkw aus Spanien angeliefert worden war, heißt in der Mitteilung weiter. Der 34-jährige Fahrer sowie die beiden 30 und 27 Jahre alten Abholer aus Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen wurden festgenommen. Gegen den 34-Jährigen wird zwischenzeitlich auch wegen internationalen Waffenhandels ermittelt. Ein 43-jähriger Bosnier aus Bielefeld, der den Transport koordiniert hatte, wurde laut der Meldung am 14. August festgenommen.

Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, hatte der 39-Jährige zusammen mit einem Familienmitglied und einem ebenfalls albanischen Fahrer unterdessen zahlreiche Rauschgiftbeschaffungsfahrten sowohl in Deutschland als auch ins Ausland durchgeführt und versorgte zahlreiche Abnehmer in Süddeutschland und im schweizerisch-österreichischen Grenzgebiet mit Kokain und Marihuana im Kilogrammbereich, gab die Polizei bekannt. Während sich das Familienmitglied und der Mittäter ins Ausland absetzten, soll der 39-Jährige die Rauschgiftgeschäfte ab Januar 2020 zunächst alleine weiter geführt haben.

Hier setzten nunmehr intensive grenzüberschreitende Ermittlungen ein, die am 19.06.2020 zur Festnahme des 39-Jährigen in Österreich führten, nachdem er dort einen türkischen Abnehmer mit zuvor in Karlsruhe gelagertem Marihuana beliefern wollte. In seinem Pkw stellten die österreichischen Einsatzkräfte in einem professionellen Versteck 5,5 kg Marihuana sicher. Die Gruppierung steht nach Abschluss der dortigen Ermittlungen im Verdacht, unter maßgeblicher Vermittlung eines aus der Schweiz agierenden kroatischen Staatsangehörigen zumindest seit Sommer 2019 bis Mitte Juni 2020, im Großraum Dornbirn und Bregenz insgesamt etwa 25 kg Marihuana an türkische und türkischstämmige Abnehmer im Großraum Bregenz und Dornbirn geliefert, verkauft und mehrere 100 Gramm Kokain an einen Abnehmer in Vorarlberg übergeben zu haben. Darüber hinaus schmuggelten sie Marihuana und Kokain von Deutschland durch Vorarlberg in die Schweiz, heißt es in der Mitteilung.

Die Kantonspolizei St. Gallen legt den Tatverdächtigen nach umfangreichen Ermittlungen den Erwerb und Weiterverkauf von rund 800 Gramm Kokain und 27 kg Marihuana zur Last.

Nach der Festnahme des 39-Jährigen griffen die deutschen Ermittler in Karlsruhe zu und nahmen mit einem albanischen Brüderpaar im Alter von 37 und 42 Jahren weitere Mittäter des 39-Jährigen sowie einen weiteren Komplizen fest. Bei ihrer Festnahme transportierten die Brüder neben 2,4 kg Marihuana und 1,1 kg Kokain in ihrem Auto auch 52.000 Euro Drogengeld.

Mutmaßlich unter dem Eindruck der polizeilichen Maßnahmen wollte sich der 43-Jährige zusammen mit einem 25-Jährigen, als Kurierfahrer eingesetzten Mittäter nunmehr aus Deutschland absetzen. Sie wurden jedoch am 25. Juni auf der Tank- und Rastanlage Sindelfinger Wald an der A 8 festgenommen. Ein weiterer Kurierfahrer ging den Ermittlern mit einem präparierten Fahrzeug in Offenbach ins Netz. In diesem Auto stellten die Beamten knapp 70.000 Euro Bargeld sicher.

Am 06. Juli kam es in Ludwigsburg und Leinfelden-Echterdingen zur Festnahme zweier weiterer, 25 und 29 Jahre alter Tatverdächtiger sowie zur weiteren Sicherstellung von Bargeld und 100 Gramm Kokain. Am Rande dieses umfangreichen Ermittlungsverfahrens erfolgte am 05. August nach einem vereinbarten Rauschgiftgeschäft in der Ludwigsburger Innenstadt im Marstall-Center die Festnahme eines 34-jährigen Kosovaren und eines 33-jährigen Serben, die zuvor im Besitz von 500 Gramm Kokain waren. Die Festgenommenen waren laut der Polizei seit einiger Zeit im Bereich des Ludwigsburger Holzmarktes aktiv und sollen dort verschiedene Abnehmer versorgt haben. Bei dieser Festnahme kam es – wie wir bereits berichteten – zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch, nachdem ein 30-Jähriger Albaner bei seiner Flucht auf einen Polizeibeamten zugefahren war und ihn leicht verletzt hatte. Der 30-Jährige ist weiterhin auf der Flucht und hat sich laut der Polizei mutmaßlich ins Ausland abgesetzt.

Laut der Polizei agierten die Tatverdächtigen äußerst konspirativ und kommunizierten mitunter über abhörsichere Mobiltelefone. Zudem nutzten sie Störsender um Überwachungsmaßnahmen zu verhindern.

„Ich kann alle mit den Ermittlungen betrauten Kolleginnen und Kollegen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu diesem herausragenden Erfolg nur beglückwünschen,“ so Polizeivizepräsident Frank Spitzmüller. „Wir haben es hier mit europaweit organisierter Kriminalität zu tun, deren Strukturen auch nur mit langem Atem und den notwendigen personellen wie finanziellen polizeilichen Ressourcen in grenzüberschreitender, vertrauensvoller Zusammenarbeit mit hochmotivierten Ermittlern und Staatsanwälten aufgebrochen werden können.“

red

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Restaurantbesuch endet in Gewahrsamnahme: 35-Jähriger pöbelt Gäste an

Für einen uneinsichtigen 35 Jahre alten Mann endete der Dienstagabend in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers Ludwigsburg. Der 35-Jährige pöbelte gegen 22.00 Uhr die Gäste sowie die Angestellten eines Restaurants in der Seestraße an.

Vermutlich um ihn zur Räson zu bringen, soll ein 69 Jahre alter Gast versucht haben ihm eine Ohrfeige zu geben, was jedoch misslang. Im Zuge dessen wurde die Polizei alarmiert. Aufgrund seines vorausgegangenen rüpelhaften Verhaltens und da der 35-Jährige mutmaßlich alkoholisiert war, erteilten ihm die Polizeibeamten einen Platzverweis für den Innenstadtbereich. Noch während die Polizisten die Anzeige wegen versuchter Körperverletzung gegen den 69-Jährigen aufnahmen, bemerkten sie den 35-Jährigen im Nahbereich. Dieser gab vor, abgeholt zu werden, so dass die Polizisten ihm das Warten zugestanden. Allerdings gaben sie ihm ebenfalls zu verstehen, dass ein Nichtbefolgen des Platzverweises mit der Gewahrsamnahme enden könne. Schließlich entdeckten die Beamten, als sie die Tatörtlichkeit mit dem Streifenwagen ein weiteres Mal überprüften, den 35 Jahre alten Mann erneut. Wieder provozierte er Passanten und Gäste des Restaurants, so dass er letztlich in Gewahrsam genommen wurde. Bei seiner Durchsuchung fanden die Polizisten eine kleinere Menge Betäubungsmittel auf. Der 35-Jährige musste bis Mittwochmorgen in der Gewahrsamseinrichtung bleiben. Mit einer Anzeige wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz muss er darüber hinaus rechnen.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Corona-Infektionen: Neueste Zahlen für Baden-Württemberg und Ludwigsburg

Die Lage in Ludwigsburg:

Das Landratsamt meldete am Mittwoch 14 weitere Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg stieg am Mittwoch (26.08. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2099. Gestern wurden 21 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.895 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 17,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt weitere 277 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 40.964, davon sind ungefähr 36.240 Personen wieder genesen. Gestern wurden 327 bestätige Infektionen gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um einen auf 1.863. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Dienstag mit R 1,21 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Corona-Infektionen steigen: Baden-Württemberg meldet 327 neue Fälle

Die Lage in Ludwigsburg:

Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Ludwigsburg steigen weiter. Das Landratsamt meldete am Dienstag 21 weitere Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg stieg am Dienstag (25.08. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2085. Gestern wurden 16 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.879 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 17,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Dienstag gab es laut dem Sozialministerium in Baden-Württemberg weitere 327 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 40.687, davon sind ungefähr 36.135 Personen wieder genesen. Gestern wurden 184 bestätige Infektionen gemeldet.

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Dienstag mit R 1,21 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Illegale Werbung auf Anhängern entlang von Straßen

LUDWIGSBURG / BERLIN. Darüber hat sich sicherlich schon jeder Autofahrer geärgert: Illegale Werbung auf Anhängern, die entlang von Straßen abgestellt werden und zudem die immer knapper werdenden Parkplatzflächen dem öffentlichen Raum entziehen. Weil Landrat Dietmar Allgaier der Meinung ist, dass dies zu einem immer größeren Problem wird, hat er sich jetzt deswegen mit einem Brief an MdB Steffen Bilger gewandt, Staatssekretär für Verkehr und digitale Infrastruktur.

In den Städten und Gemeinden entlang von Haupt- und Nebenstraßen, sogar in Wohngebieten, werden zunehmend Werbeanhänger abgestellt. Nach Einschätzung des Landratsamts Ludwigsburg, aber auch nach Einschätzung vieler Ortspolizeibehörden nimmt dieses Verhalten immer mehr zu. In den meisten Fällen – so das Landratsamt – werden diese Anhänger nur zum Zweck der Werbung auf öffentlichen Flächen abgestellt. Das ist nicht nur verboten, son dern entzieht auch dem öffentlichen Raum die dringend benötigten Parkplatzflächen.

Landrat Dietmar Allgaier fordert die Bundesregierung auf, sich dieses Themas anzunehmen.Die Entfernung solcher Anhänger aus dem öffentlichen Straßenraum gestaltet sich nämlich durchaus als schwierig. Denn aus straßenrechtlicher Sicht benötigt ein solcher Anhänger zwar eine Sondernutzungserlaubnis, wenn er den Gemeingebrauch überschreitet, und darf nicht mehr als vierzehn Tage ohne Zugfahrzeug auf einem öffentlichen Parkplatz stehen. Allerdings ist es oftmals schwer festzustellen, ob der Anhänger nur dem Zweck der Werbung dient oder ein normaler Anhänger mit Firmenaufdruck ist, der nur kurzfristig geparkt wurde – auf Verdacht kann er nicht einfach abgeschleppt werden.

Die derzeitigen Rahmenbedingungen würden Firmen leider dazu ermutigen, den Graubereich auszunutzen und ihre Werbung strategisch entlang von Straßen zu platzieren – kostenfrei versteht sich. Falls es jedoch gelinge, einer Firma diese Werbung nachzuweisen, sei das Bußgeld meist so gering, dass es als Abschreckung nicht wirke, stellt Landrat Allgaier fest.

Am Ende des Briefs schreibt der Chef der Kreisverwaltung: „Wir sollten diese Thematik angehen und nach Möglichkeiten suchen, gegen dieses Verhalten zielgerichtet vorzugehen. Aus meiner Sicht ist der Gesetzgeber gefordert, dieser Unsitte Einhalt zu gebieten. Dazu bitte ich um Ihre Unterstützung.“

red