Maskenpflicht in der Innenstadt: An diesen Plätzen in Ludwigsburg müssen Masken getragen werden

Corona-Risikogebiet Ludwigsburg: Bereits gestern hat die Stadtverwaltung von Ludwigsburg bekannt gegeben, dass in einer definierten Zone im Bereich der Innenstadt von Ludwigsburg das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend werden soll. (wir berichteten) Unklar war für die Behörde lediglich in welchem exakten Gebiet dies geschehen soll. In einer Mitteilung des Rathauses am Donnerstagabend steht nun fest: In der Ludwigsburger Innenstadt muss ab Freitag, 16. Oktober, auch im Freien eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Das Gebiet, in der die Regelung gilt, wird begrenzt durch die Stuttgarter Straße, die Schlossstraße, die Marstallstraße, die Körnerstraße, die Arsenalstraße, die Schillerstraße, die Bahnhofstraße und die Karlstraße. (siehe Karte)

Quelle: Stadt Ludwigsburg
Quelle: Stadt Ludwigsburg

Grund für die erweiterte Maskenpflicht sind die steigenden Corona-Infektionszahlen. Im Landkreis Ludwigsburg hat am Mittwoch (14. Oktober 2020) die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – den Wert von 51,5 erreicht und damit den kritischen Wert von 50 überschritten. Der Landkreis hat daraufhin eine Allgemeinverfügung mit weitreichenden Beschränkungen erlassen, die am Donnerstag, 15. Oktober, in Kraft getreten ist.

Eine davon besagt, dass im öffentlichen Raum im Freien sowie in geschlossenen Räumen eine Maske zu tragen ist, falls der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Da es in vielen Bereichen der Innenstadt nicht möglich ist, immer einen Abstand von 1,5 Metern einzuhalten, hat die Stadt Ludwigsburg konsequenterweise eine generelle Maskenpflicht für die Innenstadt beschlossen. Plakate und Flyer informieren über die Maßnahmen, außerdem wird es Lautsprecheransagen in der Innenstadt und am Bahnhof geben.

„Es kommt jetzt darauf an, eine weitere Ausbreitung des Virus zu stoppen“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Wir alle sind in der Pflicht. Ich weiß, dass diese Regeln die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt beeinträchtigen und damit auch Gastronomie und Einzelhandel treffen können, aber sie sind nötig, um weitergehende Folgen für Gesundheit und Wirtschaft zu verhindern. “

Um die Einhaltung der Maßnahmen zu kontrollieren, stockt der städtische Fachbereich Sicherheit und Ordnung sein Personal auf. Die Stadtverwaltung hat außerdem einen privaten Sicherheitsdienst beauftragt, der die Stadt bei den Kontrollen unterstützt. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Dies beträgt 70 Euro, wenn man in der Innenstadt keine Maske trägt, heißt es in der Mitteilung.

red

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen für den Kreis Ludwigsburg aus

Die Lage am Donnerstag (15.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Nach dem am Mittwoch der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist.

57 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Ludwigsburg ist am Donnerstag im Vergleich zum Vortag gesunken. Nach dem am Mittwoch mit 82 Neuinfektionen, der höchste Wert seit April, gemeldet wurden, hat das Landratsamt in Ludwigsburg für Donnerstag weitere 57 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. (Stand; 15.10. 16Uhr)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt am Donnerstag bei 51,7. Am Vortag lag der Wert bei 51,5 (Stand:15.10.) Damit liegt der Landkreis weiterhin über der  kritische Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Diese Regelungen gelten ab Donnerstag (15.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

  1. Feiern werden beschränkt auf maximal zehn Personen in privater Umgebung und maximal 25 in öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten.
  2. Mund-Nasen-Schutz ist auf öffentlichen Plätzen Pflicht, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Das gilt zum Beispiel innerhalb Warteschlangen und in belebten Einkaufsstraßen. Eine durchgängige Maskenpflicht besteht dagegen auf Messen und Märkten
  3. Jede Schulleitung kann individuell entscheiden und auf die jeweilige Situation reagieren, ob auf dem Schulhof und/oder in den Gebäuden sowie im Unterricht ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Diese Maßnahme gilt für Berufs- und für die weiterführenden Schulen. Ausgenommen von dieser Regelung sind: Kitas und Grundschulen
  4. Bezüglich Alkoholverbot und Sperrstunde gibt es keine Regeländerung. Städte und Kommunen können bei individuell entscheiden.
  5. Für Sportveranstaltungen bleibt alles wie gehabt. Das bisherige Konzept wird nicht geändert.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 3.294 Menschen im Kreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach Angaben der Behörde unverändert bei 72. Das ist einer mehr als gestern. Mindestens 2.747 (+17) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen des Gesundheitsamts überstanden.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 15.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 22 | 0 )
Asperg ( 85 | 0 )
Benningen am Neckar ( 48 | 0 )
Besigheim ( 52 | 1 )
Bietigheim-Bissingen ( 336 | 7 )
Bönnigheim ( 54 | 1 )
Ditzingen ( 136 | 2 )
Eberdingen ( 37 | 4 )
Erdmannhausen ( 33 | 0 )
Erligheim ( 12 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 79 | 0 )
Freudental ( 42 | 2 )
Gemmrigheim ( 22 | 1 )
Gerlingen ( 105 | 2 )
Großbottwar ( 41 | 0 )
Hemmingen ( 53 | 0 )
Hessigheim ( 14 | 0 )
Ingersheim ( 36 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 32 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 128 | 5 )
Kornwestheim ( 230 | 2 )
Löchgau ( 31 | 0 )
Ludwigsburg ( 578 | 6 )
Marbach am Neckar ( 89 | 0 )
Markgröningen ( 84 | 0 )
Möglingen ( 67 | 2 )
Mundelsheim ( 17 | 0 )
Murr ( 39 | 0 )
Oberriexingen ( 19 | 2 )
Oberstenfeld ( 49 | 0 )
Pleidelsheim ( 52 | 1 )
Remseck am Neckar ( 148 | 2 )
Sachsenheim ( 119 | 5 )
Schwieberdingen ( 48 | 2 )
Sersheim ( 56 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 70 | 2 )
Tamm ( 59 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 158 | 6 )
Walheim ( 13 | 0 )

red

Kreissparkasse Ludwigsburg: Corona hat Wohnungsmarkt nicht geschwächt

Von Uwe Roth

Der Bericht zum Immobilienmarkt 2020 der Kreissparkasse (KSK) Ludwigsburg enthält keine gute Nachricht für Wohnungssuchende: „Die Nachfrage nach Immobilien ist weiterhin größer als das Angebot“, sagte KSK-Vorstandsmitglied Thomas Raab am Mittwoch bei der Präsentation des Berichts. Er rechnet mit einem weiteren Preisanstieg auch im kommenden Jahr. Der Lockdown wegen der Corona-Pandemie habe daran wenig geändert. Zwar sei der Markt zwischen Mitte März du Mitte April nahezu tot gewesen. Doch das habe sich rasch wieder geändert. Auch die meisten Immobilienkunden seien wegen Corona finanziell wohl nicht geschwächt worden: Etwa 1000 Kreditnehmer hätten die Sparkasse um eine vorübergehende Minderung der Ratenzahlung gebeten, sagte Raab. Geplatzte Verträge oder gar Zwangsvollstreckungen habe es nicht gegeben. Und der Vorstand rechnet auch in in nächster Zeit nicht mit solchen Kundenotlagen.

Inzwischen blieben die Umsätze mit Immobilien nur geringfügig hinter denen des Vorjahres zurück. Raab blickte in seinen Ausführungen optimistisch in die Zukunft und zeigte sich überzeugt, dass der Immobilienmarkt im kommenden Jahr und darüber hinaus stabil bleiben werde. Er rechnet mit einer sich jährlich wiederholenden Preissteigerung von bis zu acht Prozent. Allein diese werde der Kreissparkasse weiterhin eine Umsatzsteigerung bringen. Lediglich die unsichere Entwicklung der Automobilbranche bereite ihm etwas Sorge, sagte er. Da der Wohnungsmarkt nicht so schnell wachse, wie es der Bedarf erfordere, bleibe der Baufinanzierer hinter den Möglichkeiten zurück. Der Markt für gewerbliche Immobilien habe sich dagegen leicht entspannt, heißt es im Marktbericht der KSK. Insbesondere Flächen für den Einzelhandel (vor allem Textilhandel) seien weniger nachgefragt. In unattraktive Lagen stünden Flächen auch länger leer.

Von einer Immobilienblase auf dem Wohnungsmarkt, die bei einem schweren Konjunktureinbruch befürchtet worden war, sei der Markt angesichts der schnellen Erholung jedenfalls weit entfernt, versicherte der KSK-Vorstand. „Im Landkreis herrscht bei 12000 gemeldeten Arbeitslosen nahezu Vollbeschäftigung, und der Wunsch der Menschen nach eigenen vier Wänden ist ungebrochen hoch“, stellte Raab fest. 5450 Suchaufträge verwalten die Mitarbeiter der Immobilienabteilung. Die Hälfte davon betrifft die Suche nach einer Wohnung. Und das Eigenheim solle möglichst groß sein, erfahren die KSK-Berater von den Kunden. Sie fragen immer öfter ein getrenntes Arbeitszimmer nach, um dort von der Familie ungestört im Homeoffice zu sein. Ein großer Balkon oder sogar eine Terrasse darf nicht fehlen. Zudem müsse die Lage 1A sein. Für Immobilien in etwas schlechteren B-Lagen dauere die Vermarktung trotz der hohen Nachfrage gleich etwas länger, sagt der Marktbericht.

Die Ansprüche seien über alle Generationen gleich hoch, sagte im Pressegespräch Christopher Gentzcke, Abteilungsleiter des Immobiliencenters der Kreissparkasse. Die hohen Ansprüche der Kunden haben nicht zuletzt ihren Preis – von hohen Grundstücks- und Baukosten abgesehen, die ebenfalls den Kreditbedarf erhöhten. Mit welchen Investitionen Kaufwillige angesichts des angespannten Marktes rechnen müssen, zeigte Gentzcke an einem Beispiel: Eine Neubauwohnung mit drei Zimmern auf 70 Quadratmeter kostet angenommen 400 000 Euro. Zusammen mit den marktüblichen Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar und Makler (etwa zwölf Prozent) ergibt sich ein Gesamtkaufpreis von 448 000 Euro. Mit einem Eigenkapitaleinsatz von rund 20 Prozent verbleibt somit ein Finanzierungsbedarf von etwa 358 000 Euro. Die monatliche Kreditrate beträgt in diesem Beispiel für Zins und Tilgung knapp 900 Euro, so Gentzcke. Zu dieser monatlichen Belastung kommen noch weitere 500 Euro für die Wohnnebenkosten. Insgesamt sei es auf Dauer ein Wohnungskauf günstiger als Miete zu zahlen.

Stadt Ludwigburg will Maskenpflicht auch innerhalb der Innenstadt

Im Landkreis Ludwigsburg wurde am Mittwoch (14. Oktober 2020) die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – von 51,5 erreicht. Durch die Überschreitung des kritischen Grenzwerts von 50 treten nun weiterreichende Beschränkungen in Kraft. Der Landkreis hat dazu eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab Donnerstag, 15. Oktober 2020, in Kraft tritt.

Die Allgemeinverfügung beinhaltet unter anderen das Verbot von privaten Veranstaltungen mit über 25 Personen in öffentlichen oder angemieteten Räumen sowie das Verbot von privaten Veranstaltungen mit über zehn Personen in privaten Räumen. Außerdem gibt es die Pflicht, auch im öffentlichen Bereich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dies gilt im Freien sowie in geschlossenen Räumen, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Bei der Regelung zur Mund-Nasen-Bedeckung ermächtigt der Landkreis die Städte, den Anwendungsbereich auszuweiten. Dies wird die Stadt Ludwigsburg in den nächsten Tagen tun: In einer Zone in der Innenstadt wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend werden. Zurzeit wird das Gebiet definiert. Der genaue Zeitpunkt des Inkrafttretens der Regelung steht noch nicht fest, so die Stadtverwaltung.

red

Risikogebiet Kreis Ludwigsburg: Das sind die Corona-Regeln

LUDWIGSBURG. Die Sieben-Tage-Inzidenz für den Landkreis Ludwigsburg hat mit 51,5 am heutigen Mittwoch (14.10.20) den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Deshalb veröffentlicht der Landkreis Ludwigsburg noch am gleichen Tag eine am morgigen Donnerstag, 15.10.20, in Kraft tretende Allgemeinverfügung mit weiteren Schutzmaßnahmen gegen COVID-19. „Die Lage ist ernst. Mit den Maßnahmen hoffen wir, die weitere Ausbreitung des Virus eindämmen zu können. Dabei sind wir darauf angewiesen, dass uns die Bürger*innen im Kampf gegen COVID-19 unterstützen, in dem sie die Maßnahmen einhalten. Deshalb appellieren wir an die Vernunft der Menschen – im Interesse aller“, sagt Landrat Dietmar Allgaier.

Die wesentlichen Beschränkungen der Allgemeinverfügung sind:

1. Begrenzung privater Feiern auf 25 Personen in öffentlichen oder angemieteten Räumen und auf 10 Personen im privaten Bereich, jeweils ohne Ausnahmemöglichkeit.

2. Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum, wenn das Einhalten eines Abstandes von 1,5 Metern nicht möglich ist, beispielsweise in belebten Einkaufsstraßen oder innerhalb von Warteschlangen. Auf Messen und Märkten wird eine durchgängige Maskenpflicht festgelegt. Zudem erhalten die Kommunen durch eine Öffnungsklausel die Möglichkeit, in bestimmten Verdichtungszonen, in denen regelmäßig mit einer Unterschreitung des Mindestabstandes von 1,5 Metern zu rechnen ist, eine weitergehende Maskenpflicht lokal vor Ort zu regeln.

3. Für weitergehende und berufsbildende Schulen wird die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen- Schutzes auch während des Unterrichtsbetriebs am Sitzplatz dringend empfohlen, ausgenommen da-von sind Kindertageseinrichtungen und Grundschulen.

Sollte die Zahl der Neuinfektionen weiterhin so stark ansteigen wie in den vergangenen Wochen, sei eine Ergänzung und Verschärfung der Maßnahmen möglich, so Landrat Allgaier.

Kreis Ludwigsburg ist ab heute Corona-Risikogebiet

Die Lage am Mittwoch (14.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Jetzt hat es auch den Landkreis Ludwigsburg erwischt: Nach Esslingen, Stuttgart gehört der Landkreis Ludwigsburg seit heute (14.10.) zum Corona-Hotspot. Ab Donnerstag (15.10.) müssen sich die Menschen im Landkreis auf zusätzliche Einschränkungen einstellen. Landrat Dietmar Allgaier teilte bereits gestern in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit, dass die aktuell gemeldeten Neuinfektionen sich dem Siebentage-Grenzwert 50 schnell näherten und dass er erwarte, daß der kritische Wert in den nächsten Tagen gerissen wird. „Die Vorwarnstufe von 35 ist bereits deutlich überschritten“, sagte er. Die Obergrenze bezieht sich auf die Anzahl der Fälle pro 100 000 Einwohner. Der Landkreis Ludwigsburg hat knapp 540 000 Einwohner.

82 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Ludwigsburg ist am Mittwoch deutlich gestiegen. Nach dem am Dienstag 63 Neuinfektionen gemeldet wurden, hat das Landratsamt in Ludwigsburg für Mittwoch weitere 82 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das ist der höchste Wert seit April.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt am Mittwoch bei 51,5. Am Vortag lag der Wert bei 46,9 (Stand:14.10.) Damit wurde die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht. Siehe Artikel: (Landkreis Ludwigsburg reißt wahrscheinlich kritischen Grenzwert – Landrat Allgaier: „Lage ist ernst“)

Diese Regelungen gelten ab Donnerstag (15.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

  1. Feiern werden beschränkt auf maximal zehn Personen in privater Umgebung und maximal 25 in öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten.
  2. Mund-Nasen-Schutz ist auf öffentlichen Plätzen Pflicht, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Das gilt zum Beispiel innerhalb Warteschlangen und in belebten Einkaufsstraßen. Eine durchgängige Maskenpflicht besteht dagegen auf Messen und Märkten
  3. Jede Schulleitung kann individuell entscheiden und auf die jeweilige Situation reagieren, ob auf dem Schulhof und/oder in den Gebäuden sowie im Unterricht ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Diese Maßnahme gilt für Berufs- und für die weiterführenden Schulen. Ausgenommen von dieser Regelung sind: Kitas und Grundschulen
  4. Bezüglich Alkoholverbot und Sperrstunde gibt es keine Regeländerung. Städte und Kommunen können bei individuell entscheiden.
  5. Für Sportveranstaltungen bleibt alles wie gehabt. Das bisherige Konzept wird nicht geändert.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 3.237 Menschen im Kreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach Angaben der Behörde bei 72. Das ist einer mehr als gestern. Mindestens 2.730 (+37) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen des Gesundheitsamts überstanden.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 14.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 22 | 0 )
Asperg ( 85 | 1 )
Benningen am Neckar ( 48 | 0 )
Besigheim ( 51 | 1 )
Bietigheim-Bissingen ( 329 | 13 )
Bönnigheim ( 53 | 0 )
Ditzingen ( 134 | 4 )
Eberdingen ( 33 | 5 )
Erdmannhausen ( 33 | 0 )
Erligheim ( 12 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 79 | 2 )
Freudental ( 40 | 0 )
Gemmrigheim ( 21 | 1 )
Gerlingen ( 103 | 3 )
Großbottwar ( 41 | 0 )
Hemmingen ( 53 | 1 )
Hessigheim ( 14 | 0 )
Ingersheim ( 36 | 3 )
Kirchheim am Neckar ( 32 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 123 | 6 )
Kornwestheim ( 228 | 7 )
Löchgau ( 31 | 2 )
Ludwigsburg ( 572 | 8 )
Marbach am Neckar ( 89 | 0 )
Markgröningen ( 84 | 1 )
Möglingen ( 65 | 2 )
Mundelsheim ( 17 | 0 )
Murr ( 39 | 1 )
Oberriexingen ( 17 | 0 )
Oberstenfeld ( 49 | 1 )
Pleidelsheim ( 51 | 4 )
Remseck am Neckar ( 146 | 5 )
Sachsenheim ( 114 | 1 )
Schwieberdingen ( 46 | 0 )
Sersheim ( 55 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 68 | 0 )
Tamm ( 58 | 2 )
Vaihingen an der Enz ( 152 | 6 )
Walheim ( 13 | 2 )

red

Wie wird Mund-Nasen-Schutz richtig entsorgt?

Mund-Nasen-Schutz und Atemschutzmasken gehören inzwischen zum neuen Corona-Alltag. Masken und Handschuhe, die im Plastikmüll landen, bereiten den Entsorgern zunehmend Probleme. Daher gibt aus aktuellem Anlass die Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg (AVL) Entsorgungshinweise für Hygieneabfälle und Mundschutz.

Generell muss getragener Mundschutz in der schwarzen Restmülltonne entsorgt werden – ebenso wie alle Hygieneabfälle von Erkrankten. Um sicherzugehen, dass keine Infektionsgefahr besteht, dürfen die Abfälle nicht lose in die Restmülltonnen eingeworfen werden, sondern nur in einer fest zugeknoteten Plastiktüte. Der Deckel der Tonne muss geschlossen sein, um eine Verunreinigung der Straße zu vermeiden.

Restmüll wird verbrannt. Viren und andere Krankheitserreger werden sicher abgetötet. Deshalb besteht kein weiteres Infektionsrisiko.

Mundschutz, benutzte Taschentücher und sonstige Hygienepapiere von erkrankten Menschen dürfen nicht in die Biotonne gegeben werden. Für Gesunde gilt weiterhin: Hygienepapier wie Papierküchentücher, Papiertaschentücher, Papierservietten dürfen in die Biotonne.

Übrigens: Mundschutz und Hygienepapiere gehören niemals in die Grüne Tonne FLACH.

Streiks in städtischen Kindertageseinrichtungen

Die Gewerkschaft ver.di hat für Donnerstag, 15. Oktober, alle Ludwigsburger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Einige städtische Kindertageseinrichtungen in Ludwigsburg werden betroffen sein. Es ist davon auszugehen, dass Einrichtungen komplett geschlossen sind oder einzelne Gruppen schließen, Öffnungszeiten reduzieren und Essensangebote einstellen.

Eine Übersicht über streikende Einrichtungen ist auf der Startseite der städtischen Homepage www.ludwigsburg.de zu finden. Außerdem sind an den Eingangstüren der Kindertageseinrichtungen Hinweise zum Streik angebracht. Möglicherweise entscheiden sich einzelne Fachkräfte auch noch am Donnerstagmorgen für die Teilnahme am Streik, so dass in Einzelfällen Einrichtungen kurzfristig schließen. Für Nachfragen hat die Stadtverwaltung eine Hotline geschaltet. Unter der Nummer 07141 910-2772 ist sie am Donnerstag ab 7 Uhr zu erreichen.

Auch in Kornwestheim finden in dieser Woche weitere Warnstreiks im Öffentlichen Dienst statt. Davon sind am Donnerstag, 15. Oktober 2020, auch städtische Kindertagesstätten in Kornwestheim und in Pattonville betroffen. Mehrere Einrichtungen sind komplett geschlossen, einige Kitas haben nur teilweise geöffnet. Eine Notbetreuung kann coronabedingt nicht angeboten werden, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Eltern werden per Aushang an den jeweilige Einrichtungen informiert.

Weitere Infos unter: www.kornwestheim.de

red

Landkreis Ludwigsburg reißt wahrscheinlich kritischen Grenzwert – Landrat Allgaier: „Lage ist ernst“

Von Uwe Roth und Ayhan Eren Güneş

Nach Esslingen, Stuttgart wird der Landkreis Ludwigsburg höchstwahrscheinlich Dienstag (13.10.) oder spätestens am Mittwoch zum Corona-Hotspot. Es ist mit zusätzlichen Einschränkungen zu rechnen. Landrat Dietmar Allgaier teilte in einer am Dienstagvormittag kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mit, dass die aktuell gemeldeten Neuinfektionen sich dem Siebentage-Grenzwert 50 schnell näherten. „Die Vorwarnstufe von 35 ist bereits deutlich überschritten“, sagte er. Die Obergrenze bezieht sich auf die Anzahl der Fälle pro 100 000 Einwohner. Der Landkreis Ludwigsburg hat knapp 540 000 Einwohner.

Das Landratsamt erwägt, Bundeswehrkräfte einzusetzen, die das Gesundheitsamt bei der Adressennachverfolgung unterstützen sollen. „Wir führen dazu Gespräche“, so Allgaier. Viele Infizierte seien nicht ehrlich und gäben nicht an, mit wem sie in Kontakt gekommen seien. „Das macht die Sache für das Gesundheitsamt sehr viel schwieriger“, sagte der Landrat. Er betonte, dass bei Verstößen Bußgelder drohten und die Polizei weiterhin Schwerpunkt-Kontrollen plane. Da die Labore an den Wochenenden keine Proben auswerteten, sei nun angedacht, dass das Klinikum zumindest an den Samstagen und Sonntagen diese Tätigkeit übernimmt.

Insgesamt sei die Lage diffus, räumte Allgaier ein. Es gebe nicht lokale Hotspots, die gut einzukreisen seien. Die Meldungen, die das Gesundheitsamt in der Kreisverwaltung erreichten, kämen aus unterschiedlichen Orten. Somit sei der gesamte Landkreis als Infektionsgebiet zu betrachten. Nach Angaben des Landratsamts sind ein Schwerpunkt Pflege- und Betreuungsheime. Nachdem es lange Zeit keine Todesfälle gegeben hat, sind nun zwei neue aus einem Pflegeheim gemeldet worden. Zwei Patienten liegen im Klinikum, die beatmet werden müssen. Auch aus insgesamt 37 Schulen des Landkreis Ludwigsburg, sind Infektionen gemeldet worden. Aus der Erich-Bracher-Schule in Pattonville (Kornwestheim) gingen sechs Klassen und sieben Lehrkräfte in Quarantäne.

In einem Gespräch des Landrats mit den Rathauschefs hat man sich auf eine abgestimmte Vorgehensweise geeinigt. Dazu zählen laut Landratsamt:

  1. Feiern werden beschränkt auf maximal zehn Personen in privater Umgebung und maximal 25 in öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten.
  2. Mund-Nasen-Schutz ist auf öffentlichen Plätzen Pflicht, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Das gilt zum Beispiel innerhalb Warteschlangen und in belebten Einkaufsstraßen. Eine durchgängige Maskenpflicht besteht dagegen auf Messen und Märkten
  3. Jede Schulleitung kann individuell entscheiden und auf die jeweilige Situation reagieren, ob auf dem Schulhof und/oder in den Gebäuden sowie im Unterricht ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss. Diese Maßnahme gilt für Berufs- und für die weiterführenden Schulen. Ausgenommen von dieser Regelung sind: Kitas und Grundschulen
  4. Bezüglich Alkoholverbot und Sperrstunde gibt es keine Regeländerung. Städte und Kommunen können bei individuell entscheiden.
  5. Für Sportveranstaltungen bleibt alles wie gehabt. Das bisherige Konzept wird nicht geändert.

Sollten der Grenzwert noch am heutigen Dienstag überschritten werden, gilt die Allgemeinverfügung von Donnerstag, 15. Oktober an. Diese bleibt in Kraft, bis die Sieben-Tagen-Inzidenz wieder unter den Grenzwert fällt. Diese ist als Messzahl für eine Bewertung des Infektionsgeschehens und entsprechender Kontrollmaßnahmen festgelegt. Sie entspricht der Anzahl der in den vergangen sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100000 Einwohner. Für Baden-Württemberg liegt sie laut Landesregierung aktuell im Durchschnitt bei 31,5.

Nächste Alarmstufe wird bei einem Grenzwert von 70 Erkrankungen je 100000 Einwohnern erreicht. Sollte dieses Szenario eintreten, wird der Landkreis, so die Ankündigung von Landrat Allgaier, mit den Rathäusern weitere Schutz- und Vorsorgemaßnahmen festlegen.

Zahlen am Dienstag für den Kreis Ludwigsburg: Amt meldet 63 Corona-Neuinfizierte

Die Lage am Dienstag (13.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Ludwigsburg ist erwartungsgemäß am Dienstag wieder deutlich gestiegen. Nach dem am Montag 19 Neuinfektionen gemeldet wurden, hat das Landratsamt in Ludwigsburg für Dienstag weitere 63 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um 16. Damals waren 47 neue Corona-Fälle gemeldet worden.

Am vergangenen Samstag meldete das Landratsamt mit 70 Neuinfektionen den höchsten Wert seit April 2020. Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt bei 46,9. Am Vortag lag der Wert bei 43,2. (Stand:13.10.) Damit wurde die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner noch nicht erreicht. Landrat Allgaier hatte in einer heute kurzfristig einberufenen Pressekonferenz gesagt, dass er erwarte, dass dieser Wert in den kommenden Tagen überschritten wird. Siehe Artikel: (Landkreis Ludwigsburg reißt wahrscheinlich kritischen Grenzwert – Landrat Allgaier: „Lage ist ernst“)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 3.155 Menschen im Kreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach Angaben der Behörde unverändert bei 71. Mindestens 2.693 (+21) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen des Gesundheitsamts überstanden.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 13.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 22 | 0 )
Asperg ( 84 | 4 )
Benningen am Neckar ( 48 | 0 )
Besigheim ( 50 | 1 )
Bietigheim-Bissingen ( 316 | 11 )
Bönnigheim ( 53 | 0 )
Ditzingen ( 130 | 4 )
Eberdingen ( 28 | 0 )
Erdmannhausen ( 33 | 0 )
Erligheim ( 12 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 77 | 1 )
Freudental ( 40 | 1 )
Gemmrigheim ( 20 | 0 )
Gerlingen ( 100 | 1 )
Großbottwar ( 41 | 1 )
Hemmingen ( 52 | 0 )
Hessigheim ( 14 | 0 )
Ingersheim ( 33 | -1 )
Kirchheim am Neckar ( 32 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 117 | 6 )
Kornwestheim ( 221 | 4 )
Löchgau ( 29 | 2 )
Ludwigsburg ( 564 | 9 )
Marbach am Neckar ( 89 | 0 )
Markgröningen ( 83 | 1 )
Möglingen ( 63 | 1 )
Mundelsheim ( 17 | 0 )
Murr ( 38 | 1 )
Oberriexingen ( 17 | 0 )
Oberstenfeld ( 48 | 0 )
Pleidelsheim ( 47 | 2 )
Remseck am Neckar ( 141 | 0 )
Sachsenheim ( 113 | 3 )
Schwieberdingen ( 46 | 1 )
Sersheim ( 55 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 68 | 1 )
Tamm ( 56 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 146 | 7 )
Walheim ( 11 | 0 )

 

Die Lage in Baden-Württemberg:

Die Zahlen für Baden-Württemberg vom 13.10. lagen noch nicht vor.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red