Stadtverwaltung appeliert: Toiletten sind keine Mülleimer

In der Toilette und damit auch im Abwasser landen häufig Stoffe, die dort nicht hingehören – Essensreste, Feuchttücher, Katzenstreu und Medikamente zum Beispiel. Die Kanalisation und die Kläranlagen stellt das oft vor große Herausforderungen. Außerdem können solche Stoffe letztendlich der Wasserqualität schaden. Darauf weist die Stadtverwaltung Ludwigsburg hin.

In Deutschland wird Trinkwasser aus Grundwasser, Quellwasser, Seen, Talsperren und teilweise aus Flüssen über die sogenannte Uferfiltration gewonnen. Um das Trinkwasser weiterhin sauber zu halten, ist es wichtig, keine schädlichen oder sogar giftigen Stoffe über die Toilette in den Wasserkreislauf einzubringen: Denn gereinigtes Abwasser wird nach Passage einer Abwasserreinigungsanlage den Gewässern zugeführt. Kaum jemand denkt daran, dass die Stoffe, welche in die Toilette geworfen werden, sowohl der Umwelt direkt, als auch der Maschinen- und Verfahrenstechnik schaden können. Durch dieses Verhalten wird nicht nur die Wasserqualität der Seen und Flüsse gemindert, sondern letztlich auch die des eigenen Trinkwassers.

Einige Substanzen sind sowohl für das Kanalnetz als auch für die Kläranlage eine Herausforderung oder können sogar zu Störungen im biologischen Reinigungsprozess der Kläranlage führen. Deshalb gehören diese Stoffe nicht in die Toilette.

Feststoffe, Baumaterial
Feststoffe aller Art belasten die Kanalisation unnötig und führen zu Ablagerungen und Verstopfungen. Das kann so weit gehen, dass sich das Abwasser zurückstaut und aus der Kanalisation austritt.

Medikamente aller Art
Selbst in modernen Kläranlagen können Medikamentenrückstände nur zum Teil oder gar nicht entfernt werden – gelangen diese Stoffe in den Wasserkreislauf, belasten sie die Umwelt und sind eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier. Alte Arzneimittel werden am besten im Restmüll entsorgt oder können eventuell in der Apotheke abgegeben werden.

Feuchte Reinigungs-, Baby-, Erfrischungs- und Abschminktücher
Ein Großteil der Feuchttücher besteht aus Kunststofffasern, die thermisch verfestigt sind. Solche Feuchttücher, wie zum Beispiel Babyfeuchttücher, sind damit sehr reißfest und lösen sich – im Gegensatz zu Toilettenpapier – auch bei sehr langer Verweildauer im Wasser nicht auf. Werden Feuchttücher über die Toilette entsorgt, landen sie im Kanal und werden mit dem Abwasser zur Kläranlage geschwemmt. Auf dem Weg dorthin werden sie zum Teil über Pumpwerke gefördert. Dort verknoten sich die Tücher mit anderen Feststoffen zu sogenannten „Zöpfen“ und verstopfen das Laufrad der Pumpe. Das führt zu Rückstau im Kanal. Mit großem Aufwand müssen die Pumpen dann gereinigt werden; im schlimmsten Fall gehen die Pumpen durch die Feuchttücher sogar kaputt. Deshalb gehören Feuchttücher unbedingt in die Restmülltonne.

Wattestäbchen
Auch Wattestäbchen, die ebenfalls heute oft aus Kunststofffasern bestehen, können Pumpen verstopfen und so den Abwassertransport zur Kläranlage behindern. Dort angekommen, können sie von der Rechenanlage nicht immer entfernt werden und gelangen so in den Neckar. Auch Wattestäbchen gehören in den Restmüll.

Hygieneartikel, Zigarettenkippen und Sonstiges
Windeln, Slipeinlagen und Tampons gehören genauso wenig ins Abwasser wie Kondome. Das Gleiche gilt für Katzenstreu, Textilien und Zigarettenkippen. Diese Abfälle können das Kanalsystem verstopfen und führen zu einem großen Reinigungsaufwand auf der Kläranlage. Diese Stoffe gehören ebenfalls in den Restmüll.

Farben, Altöl, Maschinenöl, Benzin, Lösungsmittel und Chemikalien
Diese Flüssigkeiten können in der Kanalisation explosive oder giftige Gase bilden, die das Personal der Kläranlagen oder gar die Allgemeinheit gefährden. Auf der Kläranlage kann der biologische Teil des Reinigungsprozesses gestört oder sogar zerstört werden. Die Inhaltstoffe werden in der Kläranlage nur zum Teil oder gar nicht entfernt. Diese Flüssigkeiten können beim Schadstoffmobil abgegeben werden.

Phosphate
Phosphate fördern das Algenwachstum und tragen damit maßgeblich zur Störung des biologischen Gleichgewichts unserer Gewässer bei. Durch die Kläranlage kann zwar ein großer Teil der Phosphate entfernt werden, trotzdem ist es besser, wenn Phosphate erst gar nicht ins Abwasser gelangen. Deshalb lautet der Tipp der Stadtverwaltung, phosphatfreie Reinigungsmittel zu verwenden.

Speisereste, Öl und Fett
Nahrungsmittel im Abwasser locken Ratten an, Öl und Fett verschmutzen und verstopfen die Abwasseranlagen. Die Reinigung, zum Beispiel des Kanals, ist dann sehr mühselig und kostenintensiv. Außerdem kann es zu Geruchsbelästigungen aus dem Kanal kommen. Fettrückstände können mit einem Papiertuch aufgenommen und im Restmüll entsorgt werden. Auch Speisereste gehören in den Biomüll oder in den Restmüll.

red

Corona-Teststelle in Ludwigsburg: Wie man am einfachsten einen Termin vereinbart

LUDWIGSBURG. „Wir beobachten immer wieder, dass fehlende Kenntnisse zu Organisation und Ablauf der Corona-Testungen Missverständnisse und in der Folge Unmut in der Bevölkerung verursachen. Deshalb wollen wir nochmals über den Ablauf informieren“, so Dr. Thomas Schönauer, Gesundheitsdezernent des Landratsamts Ludwigsburg.

Die Corona-Teststelle Ludwigsburg befindet sich 50 Meter rechts von Haupteingang der Klinik Ludwigsburg und ist ausgeschildert. „Unsere Corona-Teststelle am Klinikum Ludwigsburg arbeitet trotz aller widrigen Umstände sehr gut und recht reibungslos. Wir danken Herrn Dr. Kolepke und seinem Team für das große Engagement, mit dem sie die Corona-Testungen für die Bewohner*innen des Landkreises sicherstellen“, sagt Dr. Carola Maitra, die Pandemiebeauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW).

Tests für Reiserückkehrer sind bis Mitte September kostenfrei, danach nur noch für Rückkehrer aus ausgewiesenen Risikogebieten. Tests auf eigenen Wunsch oder auf Arbeitgeberwunsch ohne Symptome werden privat in Rechnung gestellt. Tests für Lehrer*innen und Erzieher*innen mit Berechtigungsschein können noch kostenlos bis Ende September erfolgen. Diese Tests können in der Teststelle, aber auch in allen Hausarztpraxen durchgeführt werden, die diese anbieten.

Termine für Corona-Tests können am einfachsten auf der Webseite „Corona-Teststelle-Ludwigsburg.de“ online vereinbart werden, alternativ über die Telefonnummer 07141 908997. Die Öffnungszeiten werden dem Bedarf angepasst und können der Webseite entnommen werden. Auch wichtige und aktuelle Hinweise finden sich hier.

Die einfachste Art, sein Testergebnis mitgeteilt zu bekommen, ist über die „Corona Warn App“: Das Labor übermittelt es auf das Telefon der oder des Getesteten. Hierfür muss der Tracking-Teil der Warn-App nicht aktiviert werden. Jede und jeder erhält an der Teststelle eine schriftliche Anweisung, wie die App herunterzuladen ist. Die Ergebnisse können auch in Schriftform bei der Teststelle oder in der Praxis Dr. Kolepke, Erlachhofstraße 1 in 71640 Ludwigsburg abgeholt werden. Dies kann aber bis zu einer Woche dauern. Ein Versenden der Testergebnisse und eine telefonische Befundmitteilung sind bei der Menge der Tests leider nicht möglich. Die Wartezeit auf das Testergebnis liegt wegen der Auslastung der Labore durch die vielen Reiserückkehrer nicht mehr bei 24 Stunden, sondern derzeit bei mindestens 48 bis 72 Stunden, ohne Berechnung der Wochenenden. Hierfür bitten alle Verantwortlichen um Verständnis.

Achtung: Die Befundübermittlung erfolgt zunächst direkt vom Labor an die Getesteten. Auf die Geschwindigkeit der Befundübermittlung nach Testentnahme hat die Teststelle keinen Einfluss. Sollte ein Testergebnis länger als eine Woche auf sich warten lassen, melden sich die Betroffenen bitte bei der Teststelle, die den Befund dann für die Betroffenen recherchiert. Möglicherweise ist dann der Befund durch einen Übertragungsfehler vom Labor nicht auf ihrer App angekommen. In jedem Fall benachrichtigt das Gesundheitsamt bei einem positiven Testergebnis den Betroffenen oder die Betroffene unverzüglich.

Ein negatives Testergebnis beendet bei Reiserückkehrern die Quarantäne. Dies gilt nicht für Kontaktpersonen von nachgewiesen positiven Patient*innen. Ein Quarantäne-Merkblatt liegt in der Teststelle aus und ist auf der Webseite einzusehen. Weitergehende Fragen zu Quarantäne und Isolierung oder zum Verfahren bei positiven Testergebnissen in Schulen fallen nicht in den Verantwortungsbereich der Corona-Teststelle, sondern in den des Gesundheitsamtes, Infos bei der Bürger Hotline Gesundheitsamt: 07141 144-69400 oder auf der Homepage des Landratsamts Ludwigsburg www.landkreis-ludwigsburg.de.

red
Quelle: Landratsamt Ludwigsburg

So sehen die Zahlen vor dem Wochenende für den Landkreis Ludwigsburg aus

Die Lage in Ludwigsburg:

Die Zahl der Neuinfizierten im Landkreis steigt nach Angaben des Landratsamts am Freitag um weitere 17 Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Mindestens 10 Reiserückkehrer davon kommen aus Kroatien, Italien, Ungarn, Rumänien und dem Kosovo. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Freitag (04.09. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2.246. Gestern wurden 18 Neuinfizierte gemeldet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.975 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 21,8 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Freitag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 333 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 43.251, davon sind ungefähr 37.702 Personen wieder genesen. Gestern wurden 311 Corona-Infektionen gemeldet. Dem Landesgesundheitsamt wurde heute kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle bleibt bei 1.864Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Donnerstag mit R 0,89 angegeben. (Datenstand: 04.09. 16Uhr).

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Maskenpflicht-Kontrolle auch in Ludwigsburg: Rund 3200 Personen überprüft

Nach Angaben des Polizeipräsidiums in Ludwigsburg wurde in Abstimmung mit dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart am Donnerstag mit Unterstützung von Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz eine größer angelegte Kontrollaktion zur Maskentragepflicht im Öffentlichen Personenverkehr durchgeführt. Die Einsatzkräfte kontrollierten dabei Bahnhöfe und Busbahnhöfe in Böblingen, Sindelfingen, Herrenberg und Leonberg, in Ditzingen, Vaihingen/Enz und Marbach am Neckar sowie in Ludwigsburg, Bietigheim-Bissingen und Kornwestheim. Daneben fuhren sie in den dazwischen verkehrenden S-Bahn-Zügen mit, heißt es in der Mitteilung.

Insgesamt kontrollierten die Beamtinnen und Beamten rund 3.200 Personen. Hiervon wurden 1.070 Personen angetroffen, die entweder keine, eine nicht richtig platzierte oder eine unzureichende Mund-Nasen-Bedeckung trugen, gab die Polizei an. Auf ihr Fehlverhalten angesprochen reagierte die ganz überwiegende Mehrheit aber einsichtig und kooperativ und die Einsatzkräfte beließen es bei einem aufklärenden Gespräch und einem Appell an das Verantwortungsbewusstsein. Elf nicht einsichtige Personen wurden dagegen angezeigt und müssen jetzt mit einem Bußgeld von bis zu 250 Euro rechnen.

Im Wesentlichen wurden Verstöße gegen die Maskenpflicht an Bus- und Bahnsteigen festgestellt , auf denen die Corona-Verordnung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorschreibt, so die Polizei. Die Einsatzkräfte gewannen dabei den Eindruck, dass vielen Menschen dieser Umstand insbesondere im Bereich der Busbahnhöfe nicht bekannt war.

„Mit dieser ersten großen Kontrollaktion in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg wollen wir der zuletzt festgestellten, schwindenden Akzeptanz gegenüber der Maskentragepflicht im Öffentlichen Personenverkehr entgegenwirken und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung als effektive Maßnahme des Gesundheitsschutzes für sich selbst und für andere noch mehr in die Köpfe der Menschen bringen,“ so Polizeivizepräsident Frank Spitzmüller. Er kündigte dabei auch an, dass es nicht bei dieser einen Kontrollaktion bleiben wird und die Einsatzkräfte festgestellte Verstöße dann niederschwelliger zur Anzeige bringen werden.

red

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

 

Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen sich melden

Noch sind Sommerferien in Baden-Württemberg, viele Urlauber kehren derzeit zurück nach Hause – auch aus Gegenden, die im Hinblick auf das Coronavirus als Risikogebiete eingestuft sind. Dazu gehören beispielsweise einige Balkanländer, aber auch das spanische Festland, die Balearen sowie verschiedene Regionen in Frankreich und Kroatien. Aus gegebenem Anlass weist die Stadt Ludwigsburg darauf hin, dass für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eine Quarantänepflicht sowie eine Meldepflicht bestehen.Personen, die auf dem Land-, See- oder Luftweg aus dem Ausland nach Baden-Württemberg einreisen und sich in den 14 Tagen vor Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sind verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise in Quarantäne zu begeben – heißt, auf direktem Weg die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft aufzusuchen und sich für einen Zeitraum von zwei Wochen nach der Einreise ständig dort aufzuhalten.

Zudem besteht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten aktuell eine Testpflicht. Dafür können sich Einreisende kostenlos an Teststellen zum Beispiel an Flughäfen, Bahnhöfen oder Autobahnraststätten im Land testen lassen. Weiter können niedergelassene Ärzte sowie die Notfallpraxis beim Klinikum Ludwigsburg entsprechende Tests vornehmen.

Wer aus einem Risikogebiet nach Ludwigsburg zurückkehrt, muss außerdem den städtischen Fachbereich Sicherheit und Ordnung darüber informieren, und zwar per E-Mail an: corona@ludwigsburg.de. Dieser wird dann die Einhaltung der Quarantäne überprüfen beziehungsweise kann Reisende auch davon befreien – sofern sie dem Fachbereich Sicherheit und Ordnung einen Test in deutscher oder englischer Sprache vorlegen, der bescheinigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus vorhanden sind. Dieser Test muss sich auf eine molekularbiologische Testung auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus stützen (PCR-Test).

Weitere Informationen zu den Vorschriften für Reiserückkehrer sowie zur aktuellen Corona-Situation stehen auf der städtischen Website unter www.ludwigsburg.de/coronavirus zur Verfügung.

red

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Aktuelle Corona-Zahlen vom Landkreis Ludwigsburg

Die Lage in Ludwigsburg:

Die Zahl der Neuinfizierten im Landkreis steigt nach Angaben des Landratsamts am Donnerstag um weitere 18 Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Laut dem Landratsamt sind davon mindestens 16 Reiserückkehrer: Aus der Türkei, dem Kosovo, Kroatien, Ungarn, Ukraine, Spanien, Italien, Nordmazedonien und Bosnien. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Donnerstag (03.09. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2.229. Gestern wurden 16 Neuinfizierte gemeldet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.968 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 21,4 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

 

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Donnerstag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 311 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 42.918, davon sind ungefähr 37.494 Personen wieder genesen. Gestern wurden 242 Corona-Infektionen gemeldet. Dem Landesgesundheitsamt wurde heute kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle wurde nach Angaben des Landesgesundheitsamts um drei Fälle weniger auf 1.864 korrigiertDie Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Donnerstag mit R 0,89 angegeben. (Datenstand: 03.09. 16Uhr).

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Alkoholisierter Mann und alkoholisierte Frau schlagen sich am Bahnhofsbereich

Mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Ludwigsburg rückten am Mittwochabend zum Zentralen Busbahnhof in Ludwigsburg aus, nachdem dort gegen 21.15 Uhr ein Schlägerei zwischen mehreren Personen gemeldet worden war.

Nach Angaben der Polizei kam es zwischen einer 36 Jahre alten Frau und einem 25-jährigen Mann aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Streiterei. Der Streit eskalierte schließlich und beide sollen aufeinander eingeschlagen haben, so die Polizei. Die Frau und der Mann erlitten jeweils leichte Verletzungen. Beide standen nach Angaben der Beamten unter Alkoholeinfluss. Den Streitenden sowie ihren Begleitpersonen wurde ein Platzverweis für den Bahnhofsbereich und die Ludwigsburger Innenstadt bis zum Donnerstagmorgen erteilt. Die Personen verließen den Bahnhof hierauf. Die 36-Jährige und der 25 Jahre alte Mann müssen jeweils mit Anzeigen wegen Körperverletzung rechnen.

red

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

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Kreis-CDU schickt Fabian Gramling ins Rennen um das Bundestagsmandat Neckar-Zaber

Von Uwe Roth

Fabian Gramling ist seit 2016 Landtagsabgeordneter der CDU. In einem Jahre könnte er den nächsten Sprung seiner Karriere schaffen und für den Wahlkreis Neckar-Zaber in den Deutschen Bundestag einziehen. Die erste Hürde dazu hat der 33-Jährige am Mittwoch (2. September) in der Reblandhalle in Neckarwestheim (Landkreis Heilbronn) genommen: 93 Parteimitglieder aus den Städten und Gemeinden des Wahlkreises 266 nominierten Gramling zu ihrem Bundestagskandidaten. Zehn Anwesende sprachen sich gegen den stellvertretenden Ludwigsburg Kreisvorsitzenden aus. Vier enthielten sich. Der Wahlkreis Neckar-Zaber entspricht dem nördlichen Landkreis Ludwigsburg und dem südlichen Landkreis Heilbronn.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Tagungspräsident der Versammlung Steffen Bilger stellt nach der Stimmenauszählung fest, dass dies einer Zustimmungsquote von 87,7 Prozent entspreche. Trotz der andauernden Sommerferien und Corona-Einschränkungen seien erfreulich viele Mitglieder zur Wahlveranstaltung erschienen, freute sich der Ludwigsburger Bundestagsabgeordnete Bilger. Sein Parteifreund Gramling war der einzige Bewerber um die Nachfolge von Eberhard Gienger, der seit 2002 den Wahlkreis in Berlin vertritt. Der 69-jährige ehemalige Kunstturner hatte nach fünf Wahlperioden nicht mehr kandidiert.

In seiner Bewerbungsrede zeigte sich Gramling davon überzeugt, dass die Gesellschaft nach Ende des Sommers „behutsam Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren wird.“ Selbstverständlich dürfe man wegen der weiter gegebenen Ansteckungsgefahr durch den Covid-19-Virus nicht leichtsinnig werden. Der Bankkaufmann und studierte Betriebswirt geht nach seinen Worten davon aus, dass die Corona-Zeit in der Gesellschaft kaum Spuren hinterlassen werde. So ist er überzeugt, „dass es nach Corona nicht weniger Mobilität gibt“.

Die Menschen mit staatlichen Verboten zu einer Änderung ihres Verhaltens zu bringen, ist für ihn der falsche Weg, sagte er mehrmals, um sich damit nicht zuletzt von den Grünen abzuheben. Die deutsche Wirtschaft hält der ehemalige Wirtschaftsprüfer für ausreichend kompetent, damit sie mit Innovationen dem Klimawandel entgegentreten und den Umweltschutz stärken könne. Gramling plädierte für „Technologieoffenheit und Toleranz gegenüber neuen Technologien“. Nur so könnten Arbeitsplätze und Wohlstand erhalten bleiben. Beides sieht er für die Mittelschicht und insbesondere für Familien allerdings gefährdet. Er wolle, um die Menschen in der Mitte der Gesellschaft finanziell zu stärken, an einer „neuen, großen Steuerreform mitarbeiten“, versprach er, und „eine verlässliche und kompetente Stimme in Berlin sein“.

Die Aussprache im Anschluss an seine Bewerbungsrede war kurz. Aber drei CDU-Mitglieder im fortgeschrittenen Alter ermahnten den 33-Jähren über den Tellerrand seines Wahlkreises hinaus zu schauen. So sagte einer, Gramling solle „sich nicht nur für uns einsetzen, sondern auch für Menschen in anderen Ländern, denen es nicht so gut geht“. Er meinte die Protestanden, die in Belarus gegen das Regime kämpfen und Demokratie einfordern. Oder auch die Unruhen in den USA.

Der Bundestagskandidat erwiderte, ihm laufe es bei den TV-Bilder „kalt den Rücken runter“. Doch es könne nicht sein, dass Deutschland „die Demokratie der ganzen Welt verordnet“. Gramling hält Handelsabkommen für den besseren Weg, „um unsere Standards“ weiterzutragen. Aber es sei grundsätzlich richtig, „dass man mehr schauen muss, was in der Welt passiert.“ Ein Redner im Saal sagte, dass ihm die Ausführung Gramlings zum Klimawandel zu kurz geraten seien. „Am Ende meines Lebens“ müsse er feststellen, „dass wir die Welt an die Wand fahren.“ Direkt an den Kandidaten gewandt, fragte er den „lieben jungen Fabian“, wir er sich dazu äußern wolle. Gramling wiederholte, dass Verbote nicht der richtige Weg seien. Im Übrigen „sind wir nachhaltiger, als es unserem Ruf entspricht. Wir verkaufen uns deutlich unter unserem Wert“, ist er im Gegensatz zum CDU-Mitglied, das sich zu Wort gemeldet hat, überzeugt.

Gewerkschaft appelliert: „Wildwest-Zustände in der Fleischbranche beenden“

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Ludwigsburg auf, in Berlin für das geplante Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischwirtschaft zu stimmen. Corona-Ausbrüche in mehreren Fleischunternehmen hätten gezeigt, wohin die Missstände führen können.

„Für die überwiegend osteuropäischen Beschäftigten in Subunternehmen sind extreme Arbeitsbelastung, Lohn-Prellerei und Unterbringung in abrissreifen Wohnungen seit Jahren an der Tagesordnung. Mit solchen Wildwest-Methoden muss endlich Schluss sein“, fordert Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart.

Das geplante „Arbeitsschutzkontrollgesetz“ könne die Fleischbranche zugleich stärken: Nach Angaben der Arbeitsagentur sank die Zahl der Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe im Landkreis Ludwigsburg innerhalb von 20 Jahren um 64 Prozent. Von 129 Betrieben im Jahr 1999 gibt es heute nur noch 46. „Diese Konzentration hat dazu geführt, dass reguläre Stellen verloren gingen und Arbeiten an Subunternehmen ausgelagert wurden – zu prekären Bedingungen“, betont Zacher. Die Zahl sozialversicherungspflichtiger Fleisch-Jobs sank laut Arbeitsagentur im Landkreis binnen 20 Jahren um 45 Prozent – währenddie reguläre Beschäftigung in allen Branchen insgesamt um 28 Prozent zulegte. „Mit Hilfe des neuen Gesetzes müssen nun die Stammbelegschaften wieder aufgebaut und muss die Mitbestimmung gestärkt werden. Das führt zu höheren Löhnen. Sozialabgaben und Steuereinnahmen steigen“, so die NGG.

Nach dem Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums sollen ab 1. Januar 2021 Werkverträge und ab 1. April 2021 Leiharbeit in Fleischbetrieben mit mehr als 49 Personen verboten werden. „In den vergangenen Jahren sind alle Versuche gescheitert, die Branche zum Umdenken zu bewegen – weder durch freiwillige Selbstverpflichtungen und selbst mit dem Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft nicht. Das Verbot ist überfällig“, so Zacher.

Der Gewerkschafter warnt jedoch vor Tricksereien. Unternehmen dürften nicht versuchen, das Gesetz durch neu gegründete Tochtergesellschaften oder andere Schlupflöcher zu umgehen: „Vom Schlachten bis zum Verpacken – alle Arbeitsschritte in der
Fleischproduktion müssen von Beschäftigten erledigt werden, die direkt beim Unternehmen angestellt sind.“ Das Gesetz zum Verbot von Leiharbeit und Werkvertrag sei der erste Schritt. „Und dann brauchen wir als zweiten Schritt einen Tarifvertrag, der für alle Beschäftigten in den rund 7.700 Unternehmen der Branche gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen absichert. Wir sind gespannt, ob die Unternehmen hierzu ernsthaft bereit sind.“

Das Argument von Lobbyverbänden, die Fleischbranche sei auf Werkverträge und Leiharbeit angewiesen, um Auftragsspitzen etwa zur Grillsaison abzufedern, überzeuge nicht. „Möglich wären beispielsweise auch befristete Arbeitsverträge. Besser noch:
Arbeitszeiten lassen sich per Tarifvertrag und Arbeitszeitkonten regeln – wie das auch in anderen Bereichen der Lebensmittelbranche seit langem üblich ist“, so Zacher.

red

Aktuelle Corona-Zahlen vom Landkreis Ludwigsburg

Die Lage in Ludwigsburg:

Die Zahl der Neuinfizierten im Landkreis steigt nach Angaben des Landratsamts am Mittwoch um weitere 16 Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Mittwoch (02.09. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2.211. Gestern wurden 23 Neuinfizierte gemeldet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.961 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 20,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt weitere 242 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 42.607, davon sind ungefähr 37.240 Personen wieder genesen. Gestern wurden 248 Corona-Infektionen gemeldet. Dem Landesgesundheitsamt wurde heute ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle steigt somit auf 1.867. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Donnerstag mit R 0,9 angegeben. (Datenstand: 02.09. 16Uhr).

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red