Generalprobe im Impfzentrum des Landkreises Ludwigsburg – Los geht’s aber erst am 22. Januar

Es sah alles echt aus: Impfwillige mit Mundschutz warteten vor dem Eingang geduldig in einer Schlange. In der Halle wurden sie registriert und bekamen einen Laufzettel mit QR-Code. Es folgte eine medizinische Beratung in Echtzeit. Sogar Spritzen gab es. Doch die waren ohne den begehrten Corona-Impfstoff. Denn alles war an diesem Donnerstagnachmittag lediglich eine Übung. Los geht es erst am Freitag, 22. Januar. Das Impfzentrum ist nicht nur für die Stadt Ludwigsburg, sondern für alle Kreisbewohner zuständig.

Für Landrat Dietmar Allgaier war die Generalprobe Gelegenheit, gemeinsam mit Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht und dem Sozialbürgermeister Konrad Seigfried Medienvertretern das 1600 Quadratmeter große Impfzentrum des Landkreises vorzustellen. Es ist in einem ehemaligen Fernsehstudio im Westen der Stadt in der Grönerstraße 33 untergebracht. Das Zweckgebäude liegt verkehrsgünstig in Autobahnnähe mit einigen Parkplätzen auf dem Gelände. Auch Linienbusse halten in der Nähe. Das Deutsche Rote Kreuz hat angekündigt, für Senioren einen Fahrdienst einzurichten.

Die Impfwilligen waren an diesem Statisten, zahlreiche Mitarbeiter des Landratsamts, die sich freiwillig beteiligten, wie der Landrat betonte. Das medizinische Fachpersonal war hingegen echt. Das Impfzentrum hat in der Endstufe eine Kapazität 2500 Impfungen am Tag. Weil die Mengen anfangs beschränkt sein werden, für die ersten beiden Wochen erwartet der Landrat lediglich 2000 Impfdosen, liegt die Hochrechnung bei 160 Impfungen pro Tag. „Das ist so. Aber wir stehen am Start und nicht am Ende“, so Allgaier, der sich überzeugt zeigte, dass die Liefermengen nach und nach zunehmen werden.

Termine werden über die bundesweit geltende Nummer 116117 vergeben oder über die Webseite https://www.impfterminservice.de/impftermine. Die Termine für alle Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg, also auch für das in Ludwigsburg, werden voraussichtlich ab dem Dienstag, 19. Januar freigeschaltet. „Eine andere Terminvergabe gibt es nicht“, stellt ein ‚Sprecher des Landrats klar. Für die Terminvergabe sei nicht der Landkreis zuständig. Höchste Priorität haben zu Beginn die über 80-Jährigen. Wer sich einen Termin besorgt, dieses Alter aber laut seinem Personalausweis noch nicht erreicht hat, kommt in die Halle nicht rein. Das Alter werde strikt kontrolliert, hieß es. Vetterleswirtschaft werde nicht möglich sein.

Andy Dorroch ist der Kreisbrandmeister. Aber als Katastrophenschutzbeauftragter ist er seit Wochen mehr damit beschäftigt, für einen reibungslosen Ablauf der Reihenimpfung zu sorgen. „Dummy-run“, nannte er den aufwendigen Probelauf unter Realbedingungen. „Wir haben den Ablauf sehr effektiv gestaltet“, so Dorroch. „Das Impfzentrum ist keine Wohlfühloase“, betonte er. Das Zentrum wird sieben Tage in der Woche von 7 bis 21 Uhr geöffnet sein. Die Belegschaft arbeitet im Zwei-Schichtbetrieb. Sicherheitskräfte bewachen rund um die Uhr die Impfvorräte, die in Containern bei minus 70 Grad Celcius untergebracht sind.

In der Halle sind zehn Impfstraßen eingerichtet, in denen der Ablauf derselbe ist: Nach der Registrierung schaut sich der Impfkandidat einen sechsminütigen Informationsfilm an. Sprache und Lautstärke kann er selbst wählen. Anschließend folgt ein Beratungsgespräch mit einem Arzt oder Ärztin. Das kann zwischen zehn und 30 Minuten, manchmal länger dauern. „Man kann jederzeit den Ablauf abbrechen und das Impfzentrum ohne Begründung wieder verlassen, falls Bedenken aufkommen sollten“, versicherte der Kreisbrandmeister. Die vorletzte Station ist die eigentliche Impfung durch einen Arzt. Zum Schluss kommt man in einen Wartebereich mit 70 Stühlen, in dem sich der Geimpfte eine halbe Stunde aufhalten soll, falls eine Nebenwirkung auftreten sollte. Der Bereich wird von Sanitätern, einem Arzt oder einer Ärztin überwacht. Es stünden genügend Ärzte*innen zur Verfügung. Ihre Anwesenheit wird mit 130 Euro vergütet.

Für die Impfwilligen ist der rund einstündige Durchlauf der Impfstraße unabhängig von ihrem Versicherungsstatus kostenlos. Der Bund bezahlt den Impfstoff. Die Kosten für den Betrieb des Impfzentrums werden vom Land Baden-Württemberg gemeinsam mit den Krankenversicherungen getragen. Die mobilen Impfteams werden ab dem 22. Januar zuerst zu den Alten- und Pflegeheimen fahren. Über 80-Jährige, die zuhause leben, können wegen der beschränkten Impfmengen nicht besucht werden. In einer zweiten Phase sollen die Impfungen zu einem Großteil über die Arztpraxen abgewickelt werden.

Uwe Roth

Rund-um-Service ab 18. Januar für impfberechtige Senioren mit Gehbehinderung im Kreis Ludwigsburg

LUDWIGSBURG. Für impfberechtigte Senioren bietet der DRK-Kreisverband ab 18. Januar einen Rund-um-Service zur COVID-19-Impfung an: Impfberechtigte Seniorinnen und Senioren, die gehbehindert und auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können den Service über die Hotline-Nummer 07141 120222 in Anspruch nehmen: Das DRK vereinbart dann für die impfberechtigten Senioren beide Impftermine, organisiert den Transport zum Kreisimpfzentrum (KIZ) in Ludwigsburg und nach der Impfung vom KIZ wieder nach Hause. Die Fahrer begleiten die zu impfende Person bis ins KIZ. Das teilte das Landratsamt Ludwigsburg am Donnerstag mit.

Der Terminservice kann auch ohne Transport genutzt werden. Die Hotline berät die Anrufer auch zur Frage einer möglichen Kostenübernahme durch die Krankenkasse sowie zu den Möglichkeiten eines Liegendtransports. Die Transporte finden unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen statt.

„Das ist ein wichtiges Angebot, das sicherlich von vielen Seniorinnen und Senioren, die zu Hause gepflegt werden oder auf Hilfe angewiesen sind, in Anspruch genommen wird. Ich bin dem DRK-Kreisverband Ludwigsburg für diese Initiative sehr dankbar“, sagt Landrat Dietmar Allgaier. Der Landrat hofft, dass es in naher Zukunft noch mehr solcher Angebote geben wird.

red

Corona-Zahlen am Donnerstag, 14. Januar für den Landkreis Ludwigsburg

Die Lage am Donnerstag, 14.01. im Landkreis Ludwigsburg: 

Und so entwickelt sich die Corona-Lage im Kreis Ludwigsburg: Das Landratsamt verzeichnet binnen 24 Stunden +108 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Donnerstag in der Vorwoche stieg die Zahl. Damals wurden 70 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 123 Fälle.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg beträgt 131,5. (+ 4) (Stand: 14.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 15.033 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um eins auf 264. Rund 13.585 (+43Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 14.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 68 (-6) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 55 (-5) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 13 (-1) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 9 (-1) beatmet werden. (Stand: 14.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 14.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 92 | 0 )
Asperg ( 393 | 3 )
Benningen am Neckar ( 133 | 0 )
Besigheim ( 387 | 6 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.405 | 7 )
Bönnigheim ( 360 | 3 )
Ditzingen ( 645 | 5 )
Eberdingen ( 182 | 3 )
Erdmannhausen ( 112 | 0 )
Erligheim ( 100 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 337 | 3 )
Freudental ( 122 | 0 )
Gemmrigheim ( 154 | 3 )
Gerlingen ( 456 | 4 )
Großbottwar ( 174 | 0 )
Hemmingen ( 225 | 0 )
Hessigheim ( 33 | 0 )
Ingersheim ( 126 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 246 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 530 | 4 )
Kornwestheim ( 997 | 9 )
Löchgau ( 155 | 1 )
Ludwigsburg ( 2.811 | 20 )
Marbach am Neckar ( 431 | 4 )
Markgröningen ( 367 | 1 )
Möglingen ( 417 | 2 )
Mundelsheim ( 73 | 1 )
Murr ( 153 | 2 )
Oberriexingen ( 61 | 1 )
Oberstenfeld ( 145 | 0 )
Pleidelsheim ( 179 | -1 )
Remseck am Neckar ( 708 | 6 )
Sachsenheim ( 552 | 1 )
Schwieberdingen ( 243 | 1 )
Sersheim ( 185 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 274 | 4 )
Tamm ( 249 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 732 | 10 )
Walheim ( 81 | 2 )

red

Folgen der Corona-Pandemie: Neue Broschüre zu Häuslicher Gewalt

LUDWIGSBURG. Geldsorgen, Probleme bei der Arbeit, Einsamkeit: Immer wieder wurde vor mehr häuslicher Gewalt in Corona-Zeiten gewarnt. Mit der neuen Broschüre „STOPP: Keine Gewalt“ reagiert der Landkreis auf die steigenden Zahlen von Häuslicher Gewalt und den Erfahrungen aus dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020.

Damit die Broschüre leicht verständlich ist, wurde eine einfache Sprache verwendet. In Folge soll die Broschüre noch in arabischer, türkischer und englischer Sprache aufgelegt werden.

Exemplare in Papierform zum Auslegen oder Verteilen können per E-Mail unter gleichstellungsbeauftragte@landkreis-ludwigsburg.de angefordert werden. Die digitale Form, in welcher die Beratungsstellen bereits verlinkt sind, ist steht auf der Homepage des Kreises beim Fachbereich 14 – Gleichstellungsbeauftragte zum Download bereit:

Anklicken: Hier geht es zum Download

Die Broschüre wird von der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Cynthia Schönau, in Abstimmung mit dem „Runden Tisch gegen Häusliche Gewalt in Stadt und Landkreis Ludwigsburg“ herausgegeben.

red

Ludwigsburg OB Knecht wendet sich an Bevölkerung – „Die Corona-Lage ist weiter sehr ernst“

Trotz verschärftem Lockdown ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in der Stadt Ludwigsburg wieder gestiegen. Lag die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – in der Stadt Anfang Januar bei 150 oder sogar darunter, hat sie nun erneut einen Wert über 200 erreicht. Auch die Situation in den Kliniken bleibt sehr angespannt. Angesichts der kritischen Situation wendet sich Ludwigsburgs OB Matthias Knecht an die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt:

„Wir müssen weiterhin alles tun, um die Zahl der Corona-Neuinfektionen drastisch zu reduzieren. Vor allem in Hinblick darauf, dass die hoch ansteckenden Coronavirus-Mutationen auch hier um sich greifen könnten. Das hätte dramatische Auswirkungen. Die Lage ist sehr ernst. Ich bitte die Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger deshalb eindringlich, sich an die verschärften Regeln des Lockdowns zu halten“, appelliert Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht.

„Ich verstehe sehr gut, dass viele diese Appelle nicht mehr hören können und wollen. Zumal sich die allermeisten an die Regeln halten. Ich weiß, dass es vielen nach der langen Zeit unendlich schwerfällt, die persönlichen Kontakte jetzt noch einmal auf das absolute Minimum zu reduzieren. Aber es gibt keine Alternative dazu. Nicht mit anderen Menschen zusammenzutreffen, ist ein sehr wirksames Mittel, um sich selbst und andere nicht anzustecken. Und das haben wir selbst in der Hand!

Auch an der Arbeitsstelle sollten Sie weiter Kontakte vermeiden. Ich appelliere deshalb an die Ludwigsburger Firmen, so vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie möglich Homeoffice anzubieten. Jede und jeder, der nicht mit Kolleginnen und Kollegen zusammentrifft oder sich im ÖPNV auf den Weg zur Arbeit macht, hilft, das Infektionsgeschehen zu verringern. Natürlich ist Homeoffice nicht überall möglich. Auch uns in der Stadtverwaltung sind Grenzen gesetzt, beispielsweise bei den Technischen Diensten, in den Bürgerbüros oder den Kitas. Aber inzwischen arbeiten über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei uns ganz oder teilweise daheim.

Außerdem wichtig: Achten Sie beim Einkauf auf Abstände. Click & Collect ist ein gutes Mittel, mit Abstand einzukaufen.

Wir können diese schwierige Situation nur gemeinsam meistern. Wir müssen weiter achtsam sein und uns gegenseitig schützen. Helfen Sie mit“, so Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht.

red

Corona-Zahlen am Mittwoch, 13. Januar für den Landkreis Ludwigsburg

Die Lage am Mittwoch, 13.01. im Landkreis Ludwigsburg: 

Und so entwickelt sich die Corona-Lage im Kreis Ludwigsburg: Das Landratsamt verzeichnet binnen 24 Stunden +123 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Mittwoch in der Vorwoche bleibt die Zahl nahezu unverändert. Damals wurden 119 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 162 Fälle.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg beträgt unverändert 127,5. (Stand: 13.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 14.925 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um vier auf 263. Rund 13.543 (+28Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 13.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 74 (+3) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 60 (+5) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 14 (-2) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 10 (-1) beatmet werden. (Stand: 13.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 13.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 92 | 0 )
Asperg ( 390 | 1 )
Benningen am Neckar ( 133 | 0 )
Besigheim ( 381 | 12 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.398 | 12 )
Bönnigheim ( 357 | 4 )
Ditzingen ( 640 | 7 )
Eberdingen ( 179 | 1 )
Erdmannhausen ( 112 | 0 )
Erligheim ( 100 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 334 | 1 )
Freudental ( 122 | 0 )
Gemmrigheim ( 151 | 0 )
Gerlingen ( 452 | 4 )
Großbottwar ( 174 | 1 )
Hemmingen ( 225 | 3 )
Hessigheim ( 33 | 0 )
Ingersheim ( 126 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 246 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 526 | 0 )
Kornwestheim ( 988 | 5 )
Löchgau ( 154 | 1 )
Ludwigsburg ( 2.791 | 24 )
Marbach am Neckar ( 427 | 2 )
Markgröningen ( 366 | 1 )
Möglingen ( 415 | 6 )
Mundelsheim ( 72 | 0 )
Murr ( 151 | 3 )
Oberriexingen ( 60 | 0 )
Oberstenfeld ( 145 | 0 )
Pleidelsheim ( 180 | 4 )
Remseck am Neckar ( 702 | 4 )
Sachsenheim ( 551 | 3 )
Schwieberdingen ( 242 | 1 )
Sersheim ( 183 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 270 | 4 )
Tamm ( 248 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 722 | 14 )
Walheim ( 79 | 2 )

red

Ludwigsburgs Bürgermeister Michael Ilk tritt nicht zur Wiederwahl an

Große Überraschung in Ludwigsburg: Bürgermeister Michael Ilk hat sich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, für eine Wiederwahl in diesem Sommer nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Seine Tätigkeit als Bürgermeister des Dezernats Mobilität, Technik, Umwelt endet somit nach achtjähriger Amtszeit am 30. September 2021.

„Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen“, erklärt Michael Ilk. „Das liegt zum einen an den hochengagierten und hochmotivierten Mitarbeitenden im Dezernat und zum anderen an den spannenden und wichtigen Aufgaben, die zu bewältigen sind – beides verliere ich nur ungern.“

Dazu zählen seiner Aussage nach auch die zahlreichen und teilweise recht emotional geführten Diskussionen, sei es in einem der Ausschüsse oder im Gemeinderat. „Doch diese hatten stets das Ziel, für eine anstehende Aufgabe die ideale Lösung herauszuarbeiten, die naturgemäß von den verschiedenen Fraktionen, Gruppierungen und Einzelstadträten jeweils anders auszusehen hätte“, stellt er rückblickend fest.

Ausschlaggebend für seine Entscheidung sei sein Wunsch gewesen, sich beruflich noch einmal neu zu orientieren, solange die „5“ noch die erste Ziffer seines Alters darstelle. „Ich habe mich dafür entschieden, mich weiter zu qualifizieren zum Mediator mit Schwerpunkt Wirtschaft. Mein Ziel ist es, künftig als zertifizierter Mediator Konflikte beispielsweise in der Bauwirtschaft frühzeitig zu entschärfen, um so langwierige und teure Gerichtsverhandlungen zu vermeiden. Im Grunde ist dies die konsequente Fortführung von Tätigkeiten, die ich auch als Bürgermeister häufig und gerne übernommen habe“, so Ilk weiter.

Als Nebeneffekt hofft Ilk auf etwas mehr Zeit für ein privates Vorhaben. Im vergangenen Jahr hat er gemeinsam mit seiner Ehefrau ein denkmalgeschütztes Gebäude erworben, das darauf wartet, wieder zu neuem Leben erweckt zu werden. „Nach vielen Jahren der eher bürolastigen Tätigkeit freue ich mich nun darauf, auch handwerklich wieder Bleibendes schaffen zu können.“

Zunächst aber wird der Bürgermeister die Zeit bis zum 30. September 2021 noch nutzen, um Entwicklungen voranzutreiben, die für die Stadt Ludwigsburg von Bedeutung sind.

Der 57-jährige Bauingenieur war nach seinem Studium und erfolgreich absolvierter Großer Staatsprüfung von 1992 bis 2010 bei der Landeshauptstadt Stuttgart tätig, zuletzt als Leiter der Bauabteilung Mitte/Nord im Tiefbauamt. Im Anschluss wechselte er als Baureferent ins oberfränkische Bamberg, bevor er am 1. Oktober 2013 seine Stelle als Bürgermeister in Ludwigsburg antrat.

red

Corona-Zahlen am Dienstag, 12. Januar für den Landkreis Ludwigsburg

Die Lage am Dienstag, 12.01. im Landkreis Ludwigsburg: 

Und so entwickelt sich die Corona-Lage im Kreis Ludwigsburg: Das Landratsamt verzeichnet binnen 24 Stunden +162 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche ist die Zahl leicht gestiegen. Damals wurden 147 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 75 Fälle.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg sinkt auf 127,5 (-2,8). (Stand: 12.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 14.802 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um eins auf 259. Rund 13.515 (+108Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 12.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 71 (+7) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 55 (+5) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 16 (+2) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 11 (+2) beatmet werden. (Stand: 12.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 12.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 92 | 0 )
Asperg ( 389 | 5 )
Benningen am Neckar ( 133 | 3 )
Besigheim ( 369 | 24 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.386 | 8 )
Bönnigheim ( 353 | 6 )
Ditzingen ( 633 | 7 )
Eberdingen ( 178 | 2 )
Erdmannhausen ( 112 | 0 )
Erligheim ( 100 | 2 )
Freiberg am Neckar ( 333 | -3 )
Freudental ( 122 | 0 )
Gemmrigheim ( 151 | 2 )
Gerlingen ( 448 | 1 )
Großbottwar ( 173 | 2 )
Hemmingen ( 222 | 3 )
Hessigheim ( 33 | 0 )
Ingersheim ( 126 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 245 | 5 )
Korntal-Münchingen ( 526 | 0 )
Kornwestheim ( 983 | 3 )
Löchgau ( 153 | 3 )
Ludwigsburg ( 2.767 | 28 )
Marbach am Neckar ( 425 | 3 )
Markgröningen ( 365 | 5 )
Möglingen ( 409 | 7 )
Mundelsheim ( 72 | 1 )
Murr ( 148 | 3 )
Oberriexingen ( 60 | 0 )
Oberstenfeld ( 145 | 0 )
Pleidelsheim ( 176 | 1 )
Remseck am Neckar ( 698 | 5 )
Sachsenheim ( 548 | 12 )
Schwieberdingen ( 241 | 2 )
Sersheim ( 182 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 266 | 1 )
Tamm ( 248 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 708 | 11 )
Walheim ( 77 | 3 )

red

Weniger Unternehmensinsolvenzen als im Oktober 2019

WIESBADEN – Im Oktober 2020 haben die deutschen Amtsgerichte 1.084 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach einer Meldung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom Montag 31,9 % weniger als im Oktober 2019. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelt sich somit bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider. Ein Grund dafür ist, dass die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt wurde. Die bereits ab Oktober 2020 wieder geltende Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen wird unter anderem aufgrund der Bearbeitungszeit der Gerichte erst später Auswirkungen auf die Zahlen haben, teilte Destatis mit.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im Oktober 2020 im Baugewerbe mit 170 Fällen (Oktober 2019: 241). Unternehmen des Wirtschaftsbereichs Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) sowie Unternehmen des Bereichs Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen stellten jeweils 134 Insolvenzanträge (Oktober 2019: 254 beziehungsweise 165). Im Gastgewerbe wurden 120 (Oktober 2019: 170) Insolvenzanträge gemeldet.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen im Oktober 2020 beliefen sich auf knapp 2,1 Milliarden Euro. Im Oktober 2019 hatten sie noch bei knapp 3,4 Milliarden Euro gelegen.

Neue Entwicklung bei eröffneten Regelinsolvenzverfahren: Im Dezember 18 % mehr Insolvenzbekanntmachungen als im Vormonat 

Bei der vorläufigen Zahl der eröffneten Regelinsolvenzen im Dezember deutet sich dagegen eine neue Entwicklung an. Zwar lag, wie in den vorangegangenen Monaten des Jahres 2020, die vorläufige Zahl der eröffneten Regelinsolvenzen unter dem Vorjahreswert (-9 %). Allerdings stieg sie im Vergleich zum Vormonat um 18 % an. Dies stellt zusammen mit einem Anstieg um 5 % im November eine Abkehr vom bisherigen Verlauf stetig sinkender Verfahrenszahlen seit Beginn der Corona-Pandemie dar.

red

Das sind die beliebtesten Vornamen 2020 in Ludwigsburg

Emilia und Leon waren im vergangenen Jahr die beliebtesten Vornamen in Ludwigsburg. Das Standesamt Ludwigsburg beurkundete 2020 nach eigenen Angaben insgesamt 2553 Geburten – 1200 Mädchen und 1353 Jungen.

Ein Jahr zuvor waren es 2558 Geburten, die beurkundet wurden. Von den 1217 Mädchen und 1341 Jungen die in 2019 in Ludwigsburg das Licht erblickten waren die beliebtesten Namen „Mia“ und „Leon“ – 21 Mädchen beziehungsweise 20 Jungen wurden so genannt. 2018 waren es noch insgesamt 2789 Geburten.

Bei den Mädchen war Emilia der am häufigsten vergebene Vorname: 23 frischgebackene Eltern nannten ihre Tochter so. Auf Platz 2 der beliebtesten Namen steht Emma (16-mal vergeben), auf Platz 3 Mila (15-mal). Es folgen der beliebteste Name des Vorjahres Mia (14-mal), Lea (13-mal) und Lara (12-mal)

Der beliebteste Jungen-Name war Leon – wie bereits im Vorjahr. 23 Jungen erhielten im Jahr 2020 diesen Namen. Ebenfalls beliebt waren die Namen Noah (20-mal), Emil (18-mal) sowie Paul und Samuel (je 14-mal).

Die Mehrheit von 1535 Kindern erhielt von ihren Eltern nur einen Vornamen. 950 Kinder haben zwei Vornamen. Mit drei Vornamen können sich 65 Kinder schmücken, drei haben sogar mehr als drei Vornamen. Die beliebtesten Zweitnamen bei den Mädchen waren Marie (37-mal) und Sophie (29-mal), bei den Jungen Elias (12-mal) und Alexander (11-mal).

Das Standesamt Ludwigsburg beurkundet die Geburten aller Kinder, die in Ludwigsburg zur Welt kommen – entweder im Klinikum Ludwigsburg oder zuhause.

red