Lockerungen für Gastronomie und andere Bereiche im Landkreis Ludwigsburg voraussichtlich ab Pfingstmontag

LUDWIGSBURG. Die Inzidenz im Landkreis Ludwigsburg ist weiter rückläufig und ist zuletzt stabil unter der 100er-Marke. Das bedeutet Lockerungen in vielen Bereichen, hierunter etwa die Gastronomie, die – falls der Trend sich fortsetzt – ab Pfingstmontag wieder öffnen könnte. Landrat Dietmar Allgaier freut sich über den Trend, mahnt aber weiter zur Vorsicht: „Wir dürfen das mühsam Erreichte nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“

Die Regelungen der aktualisierten Corona-Verordnung des Landes und der Bundesnotbremse sehen vor, dass die Inzidenz fünf Werktage in Folge stabil unter 100 liegen muss, damit Lockerungen möglich werden. Die Lockerungen treten dann am übernächsten Tag in Kraft.

Im Landkreis Ludwigsburg lag der Wert erstmals am Dienstag, 18. Mai, unter diesem Grenzwert. Falls sich der positive Trend bei den Infektionszahlen fortsetzt, würde die nächste Lockerungsstufe damit ab Montag, 24. Mai in Kraft treten. Damit wäre ab Pfingstmontag eine Öffnung der Gastronomie möglich. Darüber hinaus könnten Museen, Volkshochschulen, körpernahe Dienstleistungen oder Außenbereiche von Schwimmbädern unter Auflagen wieder öffnen. Freizeitsport im Freien ist mit bis zu 20 Personen wieder möglich. Auch Kulturveranstaltungen im Außenbereich mit bis zu 100 Personen sind dann möglich. Die Kontaktbeschränkungen werden gelockert, sodass wieder Treffen von bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sind. Die nächtliche Ausgangssperre fiele zudem weg.

Weitere Lockerungen (Öffnungsstufe 2) sind in Aussicht, wenn die Inzidenz im Landkreis nach diesem Öffnungsschritt 14 Tage lang weiterhin eine sinkende Tendenz aufweist. „Ich bin froh, dass wir Licht am Ende des Tunnels sehen, wir haben gemeinsam viel erreicht“, sagt Landrat Dietmar Allgaier. Allerdings dürfe der Trend eines sinkenden Infektionsgeschehens nicht zum Leichtsinn verführen. „Wir müssen weiter diszipliniert sein, um das mühsam in den vergangenen Wochen und Monaten Erreichte nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen“, so der Landrat.

red

Kreissparkasse Ludwigsburg fördert 2020 mit fast 3,5 Millionen Euro gemeinnützige Projekte

Von Uwe Roth

Man kennt die Kreissparkasse (KSK) Ludwigsburg als Kreditinstitut. Über 230.000 Kreisbürger haben dort ihr Konto. 11,5 Milliarden Euro betrug die Bilanzsumme im vergangenen Jahr. Damit gehört sie zu den 20 größten Sparkassen in Deutschland. Die fünf Stiftungen der KSK sind in der Öffentlichkeit dagegen weniger bekannt, aber umso mehr in Vereinen und anderen Organisationen, die finanzielle Unterstützung gut gebrauchen können. 35 Millionen Euro beträgt das Stiftungskapital. Zwei Millionen Euro mehr als 2020. Die sind für die Gesundheitsförderung reserviert. Im zurückliegenden Jahr hat das Gesamtvolumen für 572 gemeinnützige Projekte nahezu 3,5 Millionen Euro betragen. Das hat die Kreissparkasse am Mittwoch in ihrem Jahresbericht bekanntgegeben.

Dietmar Allgaier (CDU) ist nicht nur Landrat, sondern auch Vorsitzender der fünf Stiftungen. Im Pressegespräch betonte er, dass er es an diesem Tag genießen könne, auch mal gute Nachrichten an die Medien weiterzugeben. In den vergangenen Monaten musste er regelmäßig schlechte Nachrichten nach draußen geben, weil der Landkreis wegen steigender Infektionszahlen die Corona-Regeln verschärfen musste oder weil die Intensivbetten mit Schwerstkranken nahezu vollbelegt waren. Als Stiftungsvorsitzender lobte er „die unverzichtbare Hilfe auf vielen Gebieten“. Als Landrat betonte er, dass von dem Geld aus den Stiftungen Menschen in allen 39 Kreiskommunen profitieren. „Über Spenden- und Sponsoringmaßnahmen fließen Jahr für Jahr Hunderten von Projekten Mittel zu, die dabei helfen, das Leben vieler Menschen im Kreis lebenswerter zu machen“, sagte Allgaier.

Das Stiftungskapitel von 35 Millionen Euro verteilt sich auf die Bereiche Jugendförderung, Arbeit und Soziales (16 Millionen Euro, Kunst, Kultur und Bildung (8 Millionen Euro), Umwelt und Naturschutz (7 Millionen Euro), Gesundheit (4 Millionen Euro) und auf das Schullandheim Strümpfelbrunn (5,9 Millionen Euro). Die Projekte sind vielfältig. Die bekanntesten Unterstützer hat die „Aktion Schulstart: Kein Kind ohne Schulranzen!“: Es sind die Kölner Tatort-Kommissare Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt. Sie sind aktiv in dem von ihnen gründeten Verein „Tatort – Straßen der Welt“. Schauspieler Behrendt hatte eine Videobotschaft zum Jahresbericht nach Ludwigsburg geschickt. Mit dem tiefen Tempre seiner bekannten Stimme bedanke er sich bei den Geldgebern.

Träger der Schulranzen-Aktion vor Ort ist der Kreisdiakonieverband Ludwigsburg. Geschäftsführer Martin Strecker freute sich darüber, dass im vergangenen Jahr fast 1000 Schulranzen an Erst- und Fünftklässler aus einkommensschwachen Familien verteilt werden konnten. „Wir legen Wert darauf, dass es neue Schulranzen sind und nicht gebrauchte“, betonte er. Die Kinder sollten sich wertgeschätzt fühlen. Insgesamt wurden 960 Schulranzen ausgegeben. Davon konnten 250 Schulranzen mit einem Verkaufswert von insgesamt 50.000 Euro, so Strecker, „nur mit Hilfe der Kreissparkasse für einen unbeschwerten Schulstart“ an glückliche Kinder ausgegeben werden. Ein guter und mit dem nötigen Material gefüllter Schulranzen kostet bis zu 150 Euro. Das sei sehr viel Geld für eine Familie, die von Hartz IV oder etwas darüber lebt.

Der Kreisdiakonieverband nutzt die Aktion, um diese Familien kennenzulernen und ihnen gegebenenfalls weitere Beratungsangebote zu machen. Diese Hilfe sei auch weiterhin sehr wichtig, sagte Strecker, „denn nur mit ausreichenden Spendengeldern können im folgenden Schuljahr 2021/2022 Ranzen an Erst -und Fünftklässler aus bedürftigen Familien verteilt werden.“ Schön sei, dass „der Start des Folge-Projekts schon bevorsteht“. Beginnen werde man schon bald, konkret am 28. Juni, so Strecker.

Ein weiteres Stiftungsprojekt stellte Markus Schmitt, der Leiter der im Januar 2011 gegründeten Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg vor: „Viele Grundschüler benötigen beim Erlernen der deutschen Sprache zusätzliche Unterstützung. Das ist sehr wichtig, denn das Erlernen der deutschen Sprache schafft die Basis“, sagte er über das Projekt „Sprachförderung an Grundschulen“. Es ist bei der Stadt Ludwigsburg angesiedelt. Diese Aufgabe übernehmen unter anderem engagierte ehrenamtliche Sprachförder-Paten. „Die ‚Projektstelle Sprachförderung Grundschule‘ koordiniert und leistet auf verschiedene Arten unverzichtbare Hilfe für Kinder, die ohne diese Unterstützung deutlich schlechtere Chancen auf ihrem Bildungsweg hätten“, so Schmitt.

Im September 2018 habe man mit dem Projekt „Vorlese-Paten“ in Kindergärten eine neue, noch früher im Kindesalter ansetzende Hilfsmaßnahme gestartet, das ebenfalls von der Kreissparkassenstiftung unterstützt werde, so Schmitt. Seit dem Schuljahr 2013/2014 – dem Beginn der Förderung – sind in das Thema „Sprachförderung“ in Summe nahezu 800000 Euro geflossen.

Für Landrat Dietmar Allgaier und Kreissparkassenvorstand Dr. Heinz-Werner Schulte und steht fest, dass „die Kreissparkasse und ihre Stiftungen auch in Zukunft Kindern dabei helfen werden, Bildung zu erwerben.

Was in Ludwigsburg und der Region los war

Tamm: Unfall mit 17.000 Euro Sachschaden

Am Mittwoch gegen 23.30 Uhr kam es im Kreuzungsbereich der Ludwigsburger Straße und der Frankfurter Straße in Tamm zu einem Unfall, bei dem ein Sachschaden von etwa 17.000 Euro entstand. Ein 41 Jahre alter Mercedes-Fahrer wollte aus Richtung Tamm kommend geradeaus auf die Bundesstraße 27 Fahrtrichtung Ludwigsburg auffahren. Zeitgleich fuhr eine 28-jährige Seat-Lenkerin von der B 27 aus Ludwigsburg kommend ebenfalls in den Kreuzungsbereich ein. Dort kam es zum Zusammenstoß zwischen beiden Verkehrsteilnehmern. Beide gaben an, bei Grünlicht gefahren zu sein. Der Mercedes und der Seat waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, sucht Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und insbesondere Hinweise zur Ampelschaltung geben können.

 

Kornwestheim: Alkoholisierter Kunde im Supermarkt

Am Mittwoch kam es gegen 21:15 Uhr in einem Supermarkt in der Stuttgarter Straße in Kornwestheim zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 34-jährigen Sicherheitsdienstmitarbeiter und einem offensichtlich stark alkoholisierten 28-jährigen Kunden.

Begonnen hatte das Ganze im Eingangsbereich des Supermarktes, als der 28-Jährige den Markt ohne Einkaufswagen betreten wollte. Nach einer verbalen Auseinandersetzung fügte sich der alkoholisierte Mann, um dann kurz darauf an der Kasse wieder für Aufsehen zu sorgen. Dort wollte er anscheinend seinen Einkauf nicht bezahlen. Nach einer erneuten Diskussion und weil der Mann seinen Einkauf wohl vehement nicht bezahlen wollte, brachte der Sicherheitsdienstmitarbeiter den 28-Jährigen dann ohne seinen Einkauf vor die Tür. Dort soll es zu einer Rangelei der Beiden gekommen sein.

Als die verständigten Polizisten dazu kamen, hatte sich der 28-Jährige bereits mit einem Fahrrad auf den Weg gemacht. Die Beamten hielten den Schlangenlinien fahrenden Mann in der Kantstraße an und unterzogen ihn einer Kontrolle. Bei einem Atemalkoholtest bestätigte sich der Verdacht einer erheblichen Alkoholisierung des 28-Jährigen mit einem Wert von knapp über 1,7 Promille. Er musste sich anschließend einer Blutentnahme unterziehen. Die Beamten stellten das Fahrrad sicher.

 

Ludwigsburg: Alkoholisierte 27-jährige Radfahrerin in der Nacht unterwegs

Im Rahmen einer Streifenfahrt bemerkten Polizeibeamte am Donnerstag gegen 03:20 Uhr eine offensichtlich stark alkoholisierte 27-Jährige auf einem Fahrrad in der Schwieberdinger Straße in Ludwigsburg. Bevor die Polizisten die junge Frau anhalten konnten, fuhr sie in Schlangenlinien und über mehrere Fahrstreifen auch über eine rote Ampel, wobei sie aufgrund ruckartiger Lenkbewegungen fast vom Fahrrad stürzte. Bei der Kontrolle in der Franckstraße nahmen die Polizisten dann starken Alkoholgeruch wahr und die junge Dame räumte auch ein, dass sie stark alkoholisiert sei. Da sie den angebotenen Atemalkoholtest vehement verweigerte, musste sie sich in der Folge einer Blutentnahme unterziehen.

 

BAB81/ Asperg: Unfall im Baustellenbereich verursacht langen Rückstau

Ein Verkehrsunfall im Baustellenbereich zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und Ludwigsburg-Nord verursachte auf der Bundesautobahn 81 (A81) in Fahrtrichtung Würzburg am Mittwoch gegen 15:20 Uhr einen erheblichen Rückstau.

Ein 47-jähriger Lkw-Fahrer hatte den Fahrstreifen nach links gewechselt, als er gerade von einem 44-jährigen VW-Lenker überholt wurde. Bei der anschließenden Kollision drehte sich der VW mehrfach und kam auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand. Hierbei zog sich der 44-Jährige leichte Verletzungen zu und wurde durch den Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehren aus Asperg und Möglingen waren mit sieben Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften vor Ort. Der VW musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden. Der Gesamtschaden betrug etwa 6.000 Euro.

Korntal-Münchingen: 4.000 Euro Sachschaden bei Unfallflucht

Vermutlich im Vorbeifahren streifte ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer einen in der Goethestraße in Münchingen abgestellten Mazda und verursachte einen Sachschaden in Höhe von etwa 4.000 Euro. Die Tat muss sich zwischen Montag, 19:00 Uhr und Mittwoch, 09:00 Uhr ereignet haben und dem Spurenbild nach handelte es sich bei dem Unfallverursacher mutmaßlich um einen Radfahrer. Das Polizeirevier Ditzingen ist für Zeugenhinweise unter Tel. 07156 4352 0 erreichbar.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Wem gehören diese wertvollen Schmuckstücke? Polizei sucht Besitzer

Seit mehreren Monaten ermittelt die Kripo in Aachen gegen eine Bande von Wohnungseinbrechern, die nicht nur in der Region Aachen, sondern auch überregional (Düren, Düsseldorf, Kaarst, Mühlheim an der Ruhr, Ludwigsburg und Karlsruhe in Baden-Württemberg) Einbrüche begangen haben.

Bei Durchsuchungsmaßnahmen fanden die Ermittler eine große Anzahl Beutestücke, die bislang den rechtmäßigen Eigentümern noch nicht zugeordnet werden konnten.

Alle Schmuckstücke sind auf der Internetseite der Polizei Aachen zu sehen:

https://polizei.nrw/fahndungen/sichergestellte-gegenstaende/dueren-sichergestellter-schmuck

Wer Angaben zur Herkunft der Gegenstände oder deren rechtmäßige Besitzer machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizei unter den folgenden Telefonnummern 0241/9577-31401 oder – 31423 zu melden.

red

Deutlicher Rückgang: Inzidenz im Landkreis Ludwigsburg sinkt weiter

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist am Mittwoch erneut deutlich gesunken. Das Landratsamt in Ludwigsburg teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit 87,6 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner nachgewiesen wurden. Am Dienstag hatte der Inzidenzwert bei 96,8 gelegen und genau vor einer Woche waren es 134,2(Stand – 19.05. – 16Uhr)

Innerhalb eines Tages wurden 111 Neuinfektionen registriert. Das sind 69 weniger als vor genau einer Woche. Gestern waren es 144 Corona-Fälle. Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 480. Rund 24.273 (+125) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 40 (-4). Auf der Normalstation werden 27 (-5) Patienten behandelt. 13 (+1) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 9 (+1) beatmet werden. (Stand: 19.05.)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 19.05.)

Affalterbach ( 160 | 2 )
Asperg ( 709 | 2 )
Benningen am Neckar ( 244 | 2 )
Besigheim ( 636 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.407 | 7 )
Bönnigheim ( 530 | 2 )
Ditzingen ( 1.156 | 8 )
Eberdingen ( 294 | 0 )
Erdmannhausen ( 166 | 1 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 580 | 3 )
Freudental ( 160 | 3 )
Gemmrigheim ( 259 | 0 )
Gerlingen ( 702 | 3 )
Großbottwar ( 341 | 0 )
Hemmingen ( 308 | 1 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 269 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 360 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 830 | 1 )
Kornwestheim ( 1.919 | 10 )
Löchgau ( 285 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.691 | 24 )
Marbach am Neckar ( 683 | 3 )
Markgröningen ( 729 | 2 )
Möglingen ( 640 | 3 )
Mundelsheim ( 134 | 2 )
Murr ( 248 | 2 )
Oberriexingen ( 122 | 1 )
Oberstenfeld ( 370 | 4 )
Pleidelsheim ( 301 | 3 )
Remseck am Neckar ( 1.190 | 4 )
Sachsenheim ( 996 | 5 )
Schwieberdingen ( 445 | 2 )
Sersheim ( 292 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 456 | 0 )
Tamm ( 415 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 1.398 | 5 )
Walheim ( 136 | 0 )

red

Click & Meet im Ludwigsburger Einzelhandel ab heute wieder erlaubt

Der Einzelhandel im Landkreis Ludwigsburg darf ab heute wieder „Click & Meet“ anbieten. Das bedeutet: Kunden können wieder mit vorheriger Terminbuchung und mit aktuellem negativen Corona-Test shoppen gehen. Ausgenommen von der Vorlage eines Schnelltests sind vollständig Geimpfte und Genesene (Ludwigsburg24 berichtete).

Aufgrund der rückläufigen Entwicklung der Inzidenzzahlen im Landkreis Ludwigsburg zeichneten sich weitere Lockerungen bereits abDa der Inzidenzwert von 150 erstmals am Dienstag, 11. Mai, unterschritten wurde und an fünf hintereinander folgenden Werktagen unter der Schwelle lag, treten Corona-Lockerungen für den Einzelhandel in Kraft.

Und das gilt es beim Einkaufen zu beachten:

Stadt- und Landkreise mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 150

In Stadt- und Landkreisen, in denen an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 7-Tage-Inzidenz über 100 und unter 150 liegt,  gelten folgende Regelungen:
Voraussetzung für „Click & Meet“-Angebote im geschlossenen Einzelhandel:
  • * Kundinnen und Kunden können nach vorheriger Terminabsprache sich in einem festen Zeitfenster in einem Laden beraten lassen und einkaufen
    * Ein durch eine offizielle Stelle durchgeführter negativer Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf und die Erhebung der Kontaktdaten des/der Kunden/Kundin.
    Ausgenommen von der Vorlage eines Schnelltests sind vollständig Geimpfte und Genesene
    * Kundinnen, Kunden und Beschäftige müssen eine medizinische oder FFP2-/KN95-/N95/KF94 /KF99-Maske tragen
    * Dokumentation der Kontaktdaten ist erforderlich.
    * dabei darf nicht mehr als ein Kunde pro angefangenen 40 Quadratmetern  gleichzeitig anwesend sein. In einem Geschäft mit 420 m² Verkaufsfläche dürfen also gleichzeitig elf Kunden nach vorheriger Terminabsprache anwesend sein – dies gilt auch für Bau- und Raiffeisenmärkte.
  • für den nicht zu schließenden Einzelhandel gilt: Auf den ersten 800 Quadratmetern Verkaufsfläche darf sich pro 20 m² Verkaufsfläche nur ein Kunde aufhalten. Darüber hinaus darf sich nur ein Kunde pro 40 m² Verkaufsfläche aufhalten. In einem Ladengeschäft mit 600 m² Verkaufsfläche dürfen sich also maximal 30 Kundinnen und Kunden aufhalten. Bei 1.200 m² Verkaufsfläche wäre das Limit bei 50 Kundinnen und Kunden erreicht
  • Maskenpflicht
  • Es gelten Ausgangsbeschränkung von 22 Uhr bis 5 Uhr. Zusätzlich ist zwischen 22 Uhr und 24 Uhr im Freien allein ausgeübte körperliche Bewegung erlaubt. Dies gilt jedoch nicht für Sportstätten.
  • Click & Collect bleibt für geschlossenen Einzelhandelsbetriebe auch in der Notbremse weiterhin möglich.
  • Steigt in einem Landkreis die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 150, entfallen diese Lockerungen wieder

red

 

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg sinkt weiter

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist erneut leicht gesunken. Das Landratsamt in Ludwigsburg teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit 96,8 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner nachgewiesen wurden. Am Montag hatte der Inzidenzwert bei 99,9 gelegen und genau vor einer Woche waren es 136,6.

Innerhalb eines Tages wurden 144 Neuinfektionen registriert. Das sind 19 weniger als vor einer Woche. Gestern waren es 61 Fälle. Heute wurde zudem 1 neuer Todesfall nach einer Infektion mit dem Coronavirus verzeichnet. Damit liegt die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg mittlerweile bei mindestens 480. Rund 24.148 (+138) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand – 18.05. – 16Uhr)

»Mehr zum Thema Corona im Kreis Ludwigsburg:  Das große Interview mit Kliniken-Chef Prof. Dr. Jörg Martin: „Die Mitarbeiter in den Corona-Bereichen sind mittlerweile ausgebrannt und leer“«

Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 44 (-5)Auf der Normalstation werden 32 (-2) Patienten behandelt. 12 (-3) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 8 (-3) beatmet werden. (Stand: 18.05.)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 18.05.)

Affalterbach ( 158 | 6 )
Asperg ( 707 | 1 )
Benningen am Neckar ( 242 | 1 )
Besigheim ( 633 | 4 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.400 | 10 )
Bönnigheim ( 528 | 7 )
Ditzingen ( 1.148 | 3 )
Eberdingen ( 294 | 0 )
Erdmannhausen ( 165 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 577 | 3 )
Freudental ( 157 | 0 )
Gemmrigheim ( 259 | 2 )
Gerlingen ( 699 | 3 )
Großbottwar ( 341 | 6 )
Hemmingen ( 307 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 268 | 10 )
Kirchheim am Neckar ( 360 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 829 | 2 )
Kornwestheim ( 1.909 | 12 )
Löchgau ( 285 | 5 )
Ludwigsburg ( 4.667 | 19 )
Marbach am Neckar ( 680 | 1 )
Markgröningen ( 727 | 4 )
Möglingen ( 637 | 1 )
Mundelsheim ( 132 | 4 )
Murr ( 246 | 2 )
Oberriexingen ( 121 | 1 )
Oberstenfeld ( 366 | 1 )
Pleidelsheim ( 298 | 1 )
Remseck am Neckar ( 1.186 | 5 )
Sachsenheim ( 991 | 1 )
Schwieberdingen ( 443 | 3 )
Sersheim ( 291 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 456 | 0 )
Tamm ( 414 | 3 )
Vaihingen an der Enz ( 1.393 | 20 )
Walheim ( 136 | 0 )

red

Schlossstraße Ludwigsburg: Erste Filtersäulen kommen Ende Mai 

VON UWE ROTH

Die Stadt Ludwigsburg hat am Montag in einer Stellungnahme betont, dass die Luftqualität im Stadtgebiet lediglich noch ein lokales Problem sei. Die Messwerte für Stickstoffdioxid (NO2) seien kontinuierlich gesunken, heißt es darin. Nur an der viel befahrenen Schlossstraße würde „der Grenzwert noch punktuell überschritten“. Um hier gegenzusteuern, lässt die Stadt Ende Mai Filtersäulen in der Straße aufstellen, die sowohl Stickstoffdioxid als auch Feinstaub aus der Luft absorbieren. „Das Land Baden-Württemberg stellt dafür umfangreiche Fördermittel bereit“, betonte eine Sprecherin im Rathaus. Bislang war bekannt gewesen, dass es für einzelne Teile der Filtersäulen Lieferschwierigkeiten gibt.

In ihrer Stellungnahme zitiert die Stadt Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne): „Die Luftqualität im Land ist insgesamt deutlich besser geworden. Ich freue mich, dass wir nun auch in Ludwigsburg mit den Filtersäulen kurzfristig die Luftqualität für die Bürgerinnen und Bürger verbessern können. Das ist wichtig, um auch in dieser Stadt die Grenzwerte für Stickstoffdioxid zeitnah flächendeckend einzuhalten. Noch wichtiger ist es, dass die Autos sauberer werden durch neue umwelt- und klimafreundliche Antriebe.“

Zum Einsatz kommen Filterwürfel (Filter Cubes) des Ludwigsburger Unternehmens MANN+HUMMEL. Sie saugen die verunreinigte Luft an und binden über 80 Prozent des darin enthaltenen Stickstoffdioxids und Feinstaubs. Herzstück dieser Technologie ist ein Kombifilter. Dieser verfügt über eine hochwirksame Filteranlage für Feinstaubpartikel und Aktivkohlelagen, die Stickstoffdioxid adsorbieren.

„Wir sind uns alle einig: Am besten wäre es, wenn unsere Luft so sauber wäre, dass sie gar nicht gereinigt werden müsste. Leider ist sie es nicht überall. Städte und Ballungsräume stehen weltweit vor enormen Herausforderungen. Bei MANN+HUMMEL haben wir es uns seit acht Jahrzehnten zur Aufgabe gemacht, das Nützliche vom Schädlichen zu trennen. Mit modernster Filtertechnologie für saubere Luft zu sorgen, ist eine unserer Hauptaufgaben“, sagt Jan-Eric Raschke, Director Air Solution Systems bei MANN+HUMMEL.

Bis zu drei Filter Cubes lassen sich zu einer Filtersäule stapeln. Zehn solcher Säulen wird die Stadt bis Ende Mai in der Schlossstraße aufstellen, weitere fünf folgen zeitnah. Die Filtersäulen haben sich bewährt, um die Konzentrationen von Stickstoffdioxid und Feinstaub an lokalen Belastungsschwerpunkten zu senken. Wie die Rathaus-Sprecherin betonte, ergänzten die Filter Cubes „eine Reihe von Maßnahmen, die die Stadt Ludwigsburg – in Zusammenarbeit mit dem Land Baden-Württemberg – schon zur Luftreinhaltung getroffen hat“.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg fällt unter 100er-Marke

Baden-Württemberg hat einen konkreten Fahrplan für die weiteren Öffnungsschritte bei einer 7-Tage-Inzidenz von unter 100 festgelegt: Ab Samstag können Cafés und Restaurants unter bestimmten Voraussetzungen sowohl im Außen- als auch im Innenbereich wieder öffnen. Dabei gelten Test- und Hygienekonzepte sowie Maskenpflicht und Kontaktnachverfolgung. Das Landesregierung hat das am letzte Woche mitgeteilt. (wir berichteten)

Und so sehen die Corona-Zahlen am Montag (17.05. – 16 Uhr) für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldete binnen 24 Stunden in der Summe weitere 61 Corona-Infizierte. Aus der Stadt Ludwigsburg wurden 20 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Montag vor einer Woche waren es 38 bestätigte Neuinfektionen, gestern waren es 33 Fälle.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner liegt laut dem Landratsamt  kreisweit bei 99,9. Am Vortag hatte das Kreisgesundheitsamt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 110,7 angegeben am Samstag waren es 107,1 und genau vor einer Woche 152,4. (Stand – 17.05. – 16Uhr)

»Mehr zum Thema Corona im Kreis Ludwigsburg:  Das große Interview mit Kliniken-Chef Prof. Dr. Jörg Martin: „Die Mitarbeiter in den Corona-Bereichen sind mittlerweile ausgebrannt und leer“«

Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 49. Auf der Normalstation werden 34 Patienten behandelt. 15 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 11 beatmet werden. (Stand: 17.05.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 25.526 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 2 auf 479. Rund 24.010 (+193) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 17.05.- 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 17.05.)

Affalterbach ( 152 | 0 )
Asperg ( 706 | 4 )
Benningen am Neckar ( 241 | 0 )
Besigheim ( 629 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.390 | 3 )
Bönnigheim ( 521 | 1 )
Ditzingen ( 1.145 | 1 )
Eberdingen ( 294 | 1 )
Erdmannhausen ( 165 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 574 | 2 )
Freudental ( 157 | 0 )
Gemmrigheim ( 257 | 0 )
Gerlingen ( 696 | 0 )
Großbottwar ( 335 | 1 )
Hemmingen ( 307 | 1 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 258 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 358 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 827 | 1 )
Kornwestheim ( 1.897 | 3 )
Löchgau ( 280 | 1 )
Ludwigsburg ( 4.648 | 20 )
Marbach am Neckar ( 679 | 0 )
Markgröningen ( 723 | 4 )
Möglingen ( 636 | 2 )
Mundelsheim ( 128 | 0 )
Murr ( 244 | 0 )
Oberriexingen ( 120 | 0 )
Oberstenfeld ( 365 | 1 )
Pleidelsheim ( 297 | 4 )
Remseck am Neckar ( 1.181 | 5 )
Sachsenheim ( 990 | 0 )
Schwieberdingen ( 440 | 1 )
Sersheim ( 290 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 456 | 3 )
Tamm ( 411 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 1.373 | 1 )
Walheim ( 136 | 0 )

red

Gewerkschaft fordert: Bäckerei-Azubis im Kreis Ludwigsburg fit für die Abschlussprüfung machen

Nachwuchssorgen im Bäckerhandwerk: Auszubildende, die im Kreis Ludwigsburg kurz vor ihrer Abschlussprüfung zur Bäckergesellin oder zum Fachverkäufer stehen, sollen besser auf ihre Klausur vorbereitet werden. Das fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). „Weil der Berufsschulunterricht pandemiebedingt über Monate ausgefallen ist oder nur digital stattfand, haben viele Azubis wichtigen Stoff verpasst und blicken mit Bauchschmerzen auf die anstehende Prüfung“, sagt Hartmut Zacher von der NGG-Region Stuttgart.

Die heimischen Bäckereien sollen ihren Nachwuchskräften mehr Zeit fürs Lernen geben und einen zusätzlichen Vorbereitungskurs anbieten, so die Gewerkschaft. Nach einer neuen Förderrichtlinie werden die Kosten für solche Kurse zur Hälfte vom Bund übernommen – maximal 500 Euro. Laut Arbeitsagentur arbeiten im Landkreis Ludwigsburg aktuell rund 2.600 Menschen in Bäckereien – unter ihnen 130 Azubis.

„Die Branche hat ohnehin große Schwierigkeiten, genügend Nachwuchs für die harte Arbeit in der Backstube oder am Verkaufstresen zu finden. Eine hohe Durchfallquote bei den Gesellenprüfungen würde den Fachkräftemangel weiter verschärfen“, warnt Zacher. Prüfungsvorbereitungskurse werden unter anderem von den Bildungseinrichtungen des Bäckerhandwerks (ADB-Fachschulen) und von den Handwerkskammern angeboten. Bundesweit hat die Gewerkschaft NGG gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks Betriebe dazu aufgerufen, die Fördermittel für die Prüfungsvorbereitungskurse zu nutzen.

red