Aktuelle Corona-Fall-Zahlen am Samstag für den Kreis Ludwigsburg

Die Lage am Samstag, 28. November, im Landkreis Ludwigsburg: 

Auch am Samstag gab es im Vergleich zur Vorwoche einen leichten Rückgang bei den Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden meldete das Gesundheitsamt in Ludwigsburg +154 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Samstag vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfektionen um 6. Damals waren 160 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern waren es 141 Fälle. Der bis dato höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie im Kreis Ludwigsburg lag bei 305. (Stand: 28.11.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 9.007 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um eins auf 129. Rund 7.525 (+89) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 28.11)

Laut den RKH Kliniken sind 60 (+2) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 44 (+4) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 16 (-2Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 11 (– 4) beatmet werden. (Stand: 28.11)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt laut dem Landratsamt am Samstag bei 111,2 (Stand: 28.11.) Gestern lag der Wert bei 99,3. 

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 28.11)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 62 | 1 )
Asperg ( 223 | 7 )
Benningen am Neckar ( 78 | 2 )
Besigheim ( 180 | 4 )
Bietigheim-Bissingen ( 976 | 10 )
Bönnigheim ( 187 | 6 )
Ditzingen ( 346 | 9 )
Eberdingen ( 128 | 1 )
Erdmannhausen ( 60 | 0 )
Erligheim ( 64 | 3 )
Freiberg am Neckar ( 207 | 3 )
Freudental ( 92 | 1 )
Gemmrigheim ( 86 | 0 )
Gerlingen ( 270 | 4 )
Großbottwar ( 99 | 1 )
Hemmingen ( 115 | 4 )
Hessigheim ( 21 | 0 )
Ingersheim ( 82 | 3 )
Kirchheim am Neckar ( 129 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 334 | 6 )
Kornwestheim ( 652 | 13 )
Löchgau ( 79 | 0 )
Ludwigsburg ( 1.598 | 33 )
Marbach am Neckar ( 261 | 8 )
Markgröningen ( 195 | 3 )
Möglingen ( 253 | 1 )
Mundelsheim ( 52 | 2 )
Murr ( 95 | 1 )
Oberriexingen ( 43 | 1 )
Oberstenfeld ( 104 | 0 )
Pleidelsheim ( 98 | 1 )
Remseck am Neckar ( 395 | 8 )
Sachsenheim ( 336 | 2 )
Schwieberdingen ( 154 | 5 )
Sersheim ( 120 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 157 | 3 )
Tamm ( 172 | 2 )
Vaihingen an der Enz ( 446 | 1 )
Walheim ( 49 | 0 )

red

Pflegekräfte der Kliniken Ludwigsburg und Bietigheim erhalten 750 000 Euro vom Bund – viele Kliniken im Land gehen leer aus

Von Uwe Roth und Ayhan Güneş

Der Bundesrat hat mit dem Gesetz zur Zukunft der Krankenhäuser grünes Licht für eine Pflegeprämie gegeben. Damit erhalten Krankenhäuser, die einen hohen Anteil an COVID-19-Patientinnen und -Patienten behandelt haben, rund 100 Millionen Euro, um Pflegepersonal eine Corona-Prämie von bis zu 1.000 Euro zahlen zu können. Auch die Beschäftigten in den Kliniken des Landkreises Ludwigsburg profitieren davon: So erhält das Klinikum Ludwigsburg einen Betrag von 586.565,71 Euro und das Krankenhaus in Bietigheim 163.639,06 Euro. Insgesamt bekommt Baden-Württemberg 20 Millionen Euro vom Bund, die an die Krankenhäuser im Land weitergeleitet werden. Mit einem Betrag von knapp 600.000 Euro gehört das Klinikum Ludwigsburg zu den Häusern mit der höchsten Sonderzahlung. Die Landesregierung beabsichtigt zudem, die Pflegeprämie um bis zu 500 Euro pro Person aufstocken. Damit können Beschäftigte in Krankenhäusern eine Corona-Prämie von insgesamt bis zu 1.500 Euro erhalten.

Alexander Tsongas ist Sprecher der Regionale Kliniken Holding (RKH) Ludwigsburg. Er teilt auf Anfrage von Ludwigsburg24 mit, dass nach Bekanntgabe der Zahlen der Betriebsrat mit der Aufgabe betraut worden sei, die Summe unter den Beschäftigten gerecht zu verteilen. „Der Betriebsrat hat einen guten Überblick auf die Mitarbeiter. Er wird einen entsprechenden Plan so schnell wie möglich vorlegen“, so Tsongas.
Er verweist darauf, dass die Pflegekräfte in der RKH nicht zum ersten Mal eine solche Sonderzahlung erhalten. Im Frühjahr in der ersten Corona-Welle hätten 1199 Beschäftigte einen Anteil von insgesamt 507.277 Euro erhalten. Die Summe sei aus dem Haushalt der Holding bezahlt worden. Auch von der Tarifeinigung im Spätsommer hätten die Pflegekräfte des Klinikums profitiert: Die RKH habe insgesamt drei Millionen Euro als Einmalprämie ausgezahlt.

In Baden-Württemberg profitieren 69 von insgesamt 205 Krankenhäusern (Privatkliniken sind nicht berücksichtigt) von dieser Regelung. Das Land will die Sonderzahlung des Bundes um weitere 10 Millionen Euro aufstocken. Das teilte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) am Donnerstag (26. November) in Stuttgart mit. Minister Lucha: „Wir sind uns der enormen Leistung der Beschäftigten in Krankenhäusern jeden Tag und ganz besonders in den letzten Monaten sehr bewusst. Daher hat sich die Landesregierung entschlossen, ein deutliches Zeichen der Anerkennung zu setzen und stockt die Mittel für die Pflegeprämie um bis zu 500 Euro pro Person auf. Damit können diejenigen Beschäftigten, die ganz besonders von der Krise betroffen waren, eine Prämie von insgesamt bis zu 1.500 Euro erhalten.“

Welche Krankenhäuser in Baden-Württemberg in welcher Höhe davon profitieren ist in der nachfolgenden Übersicht aufgeführt.

Tabelle: Anspruchsberechtigte Krankenhäuser in Baden-Württemberg (Quelle: Sozialministerium BW)

 

 

 

Immer mehr Ludwigsburger legen sich Hunde zu – Trainerin warnt vor Spontankäufen

Von Uwe Roth

Ein Hund ist ein guter Tröster. Seine Eigenschaft zum Kuscheln wirkt sich auf die Corona-Pandemie aus. Seit der gefährliche Virus Menschen in die Isolation treibt, steigt die Zahl der Hundebesitzer bundesweit enorm. Wer im Homeoffice versauert, freut sich aufs Gassigehen. Eltern, die täglich die Kinder von morgens bis abends im Haus haben, geben ihren lange aufrechtgehaltenen Widerstand auf und erfüllen dem Nachwuchs den laut und penetrant eingeforderten Hundewunsch. So haben die Eltern ihre Ruhe und die Kids eine Beschäftigung und können lernen, Verantwortung zu übernehmen. Theoretisch zumindest.

In Ludwigsburg sind nach Auskunft der Stadt innerhalb eines Jahres etwa 100 Vierbeiner hinzugekommen. Etwa 2600 sind aktuell gemeldet und täglich mit Herrchen oder Frauchen auf den wenigen Grünflächen der Stadt unterwegs. Im Jahr 2015 waren es noch 200 Hunde weniger. Den Run auf Hunde merkt auch Hundetrainerin Tina Beer aus Bietigheim-Bissingen. Sie ist derzeit gut gebucht. „Ich habe mehr zu tun, als ich wegen Corona erwartet habe“, stellt sie fest. In den vergangenen zehn Tagen hatte sie gleich 20 Neuanfragen – mehr als üblich. Um Corona-gerecht bei zu großem Andrang auf Abstand zu bleiben, bietet sie zusätzlich ein Online Hundetraining an. Die neuen Hundehalter kommen mit den üblichen Anliegen zu ihr: Wie bringe ich meinen Hund dazu, dass er mir aufs Wort folgt? Ist es noch ein Welpe, steht die Frage im Vordergrund, wie bringt man ihn dazu, sein Geschäft nur draußen zu verrichten?

Die Hundetrainerin fürchtet allerdings, dass die Problemfälle ihr erst dann in größerer Zahl vorgeführt werden, wenn die Beschränkungen aufgehoben sind und wieder der Alltag vor Corona greift. „Wenn das Homeoffice endet, folgt für den Hund von einem auf den anderen Tag das große Alleinbleiben. Das kann böse Folgen haben.“ Als erfahrene Trainerin hält sie nichts davon, sich einen Hund aus einer Laune der Einsamkeit heraus anzuschaffen. Bei einem spontanen Kauf bestehe zudem die Gefahr, an den falschen Züchter zu geraden. Das alles erfordere einige Vorbereitungen und Recherchen.

Wer sich ein Tier zulegen möchte, sollte gedanklich ein Jahr durchspielen: Wieviel Zeit habe ich am Tag, wie möchte ich meine Wochenenden verbringen, wie verbringe ich am liebsten meine Urlaube? Auch ein Training ist nicht von heute auf morgen erledigt. Ein bis zwei Jahre kann eine Hundeerziehung in Anspruch nehmen. Das heißt, einmal in der Woche auf das Trainingsgelände.

Auch die laufenden Kosten eines Hundes sollten bedacht werden: Nicht allein das Futter kostet. Regelmäßig muss das Tier zum Tierarzt. Und nicht zu vergessen die jährlich fälligen Steuern. Für den ersten Hund im Haushalt zahlt der Besitzer 144 Euro im Jahr an die Stadt Ludwigsburg sowie für den zweiten Hund 288 Euro, also das Doppelte. Für den Halter eines Kampfhundes wird es mit einer Jahresgebühr von 864 Euro richtig teuer. Ein zweiter Kampfhund ist mit 1728 Euro der reine Luxus. Für Hunde, die ohne Marke unterwegs sind, ist ein Bußgeld fällig.

Die Stadtkasse profitiert von der gewachsenen Hundeliebe ihrer Einwohner: Die Einnahmen aus der Hundesteuer stiegen von 320.000 Euro im vergangenen Jahr auf 385.000 Euro in diesem. Angesichts der klammen Kassenlage freut es die Stadtverwaltung, dass wenigstens auf diese Einnahme Verlass ist. Das Plus von 65.000 Euro ist nach Stadtangaben nicht allein auf die Zunahme der Hunde zurückzuführen, sondern im Wesentlichen auf eine Erhöhung der Hundesteuer Anfang des Jahres.

Die Stadt hat wegen der 2600 Hunde Ausgaben in Höhe von 120.000 Euro. Die fallen nicht wegen der Tiere selbst, sondern wegen deren Hinterlassenschaften an. 112 Tonnen Hundekot kommen im Jahr zusammen, schätzt die Verwaltung. Das entspricht sieben randvolle Ladungen eines großen Vierachskippers. Damit die Kacke nicht irgendwo liegen bleibt und von der Stadtreinigung sowie Grüngärtnern vom Boden eingesammelt werden muss, verteilt die Stadt jährlich 1,25 Millionen Plastikbeutel an die Hundebesitzer. Die sollen damit die Kacka selbst auflesen und in einem Müllbehälter ordnungsgemäß entsorgen. Obwohl Hundekot verrottet, ist er wegen seiner nicht-organen Bestandteile kein Biomüll, sondern wird nach den Vorschriften mit dem Restmüll thermisch entsorgt, also in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt. Im Restmüllheizkraftwerk Stuttgart-Münster, das nächste von Ludwigsburg, kostet die angelieferte Tonne 270 Euro.

Stadtverwaltung Ludwigsburg unterstützt Gesundheitsamt des Kreises

„Wie geht es Ihnen heute?“ Diese Frage stellt Christine Süß, eigentlich zuständig für die Städtepartnerschaften der Stadt Ludwigsburg, zurzeit mehrmals am Tag. Sie ist eine von 30 Mitarbeitenden der Stadt Ludwigsburg, die das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigsburg bei der Corona-Quarantäne-Überwachung unterstützen.

Seit 9. November 2020 leistet die Stadtverwaltung diese Amtshilfe für das Landratsamt. Denn die Zahl der Infizierten und der Personen, die in Quarantäne sind, ist stark angestiegen. Der Landkreis kann die Überwachung nicht mehr allein bewältigen. Die Aufgabe, regelmäßig bei denjenigen Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburgern anzurufen, die in Quarantäne sind, weil sie Kontakt mit Corona-Infizierten hatten, hat die Stadt Ludwigsburg dem Landkreis zwischenzeitlich abgenommen. Die Anrufe bei den Infizierten übernimmt das Gesundheitsamt selbst.

Jede Kontaktperson erhält alle zwei Tage einen Anruf. Ziel der Telefonate ist es, vor allem zu erfahren, ob die Kontaktpersonen sich mit Corona angesteckt haben. „Ich habe eine Checkliste vom Gesundheitsamt, mit deren Hilfe ich Symptome wie etwa Fieber, Husten, Kurzatmigkeit oder Gliederschmerzen abfrage“, erläutert Christine Süß. „Wenn die Person Symptome zeigt, gebe ich das an das Gesundheitsamt weiter.“ Die Person muss dann sofort einen Test machen und sich von Familienmitgliedern isolieren. So können Infektionsketten rechtzeitig unterbrochen werden.

Christine Süß hat sich freiwillig für die Aufgabe gemeldet. „Ich bin im Moment nicht so ausgelastet wie sonst, weil viele Veranstaltungen und Treffen mit den Partnerstädten wegen Corona abgesagt werden mussten“, sagt sie. „Daher wollte ich gerne diese sinnvolle Arbeit unterstützen.“ Sie und ihre Kollegen – darunter viele Auszubildende – rufen pro Tag zehn bis 20 Personen an.

Christine Süß hat bislang durchweg positive Reaktionen auf ihre Anrufe bekommen. „Die Menschen freuen sich, dass wir uns melden. Sie merken, dass unser System funktioniert und fühlen sich in der Quarantäne nicht alleingelassen“, so Süß. 14 Tage in Isolation seien für die meisten sehr hart. Ein Mann habe ihr bei der Abfrage der Symptome gesagt: „Ich habe Kopfweh, aber das kommt daher, dass ich zwei Wochen nicht draußen war. Ich halte es kaum noch aus.“ Dementsprechend groß sei die Freude, wenn Christine Süß am letzten Tag der Quarantäne anruft.

Die Anrufe dienen auch dazu, um zu kontrollieren, ob die Corona-Kontaktpersonen tatsächlich zuhause sind und sich an die Quarantäneauflagen halten. Allerdings ist das in Zeiten, in denen viele Personen keinen Festnetzanschluss mehr haben, nicht so einfach zu überprüfen.

„Ich habe aber den Eindruck, dass sich die meisten sehr strikt an die Regeln halten“, so Süß. Sollte jemand nicht erreichbar sein oder sich offensichtlich beim Annehmen des Anrufs nicht zuhause aufhalten, geben Christine Süß und ihre Kollegen die Info an den Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt weiter. Dessen Mitarbeitende können dann vor Ort nach dem Rechten schauen.

red

SWLB-Freizeiteinrichtungen im Kreis Ludwigsburg bleiben Corona-bedingt vorerst geschlossen

Ludwigsburg, Kornwestheim. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim reagieren auf den Beschluss der Regierungschefs von Bund und Länder vom 25. November 2020, die bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bundesweit bis zum 20. Dezember 2020 zu verlängern. Daher bleiben die Freizeiteinrichtungen der SWLB in Ludwigsburg und Kornwestheim bis dahin vorerst geschlossen. Das gab das Unternehmen am Freitag bekannt.

Die SWLB schloss ihre Einrichtungen Kunsteisbahn, Stadionbad, Saunalandschaft, Campusbad und Bädle Poppenweiler in Ludwigsburg, das Alfred-Kercher-Bad in Kornwestheim und das Hermann-Zanker-Bad in Marbach bereits am 2. November aufgrund der damaligen Bestimmungen der Bundesregierung zu Einschränkungen im sozialen Leben und dem Freizeitbereich, die nun bis zum 20. Dezember fortgesetzt werden. Lediglich der Schulbetrieb im Campusbad, im Bädle Poppenweiler und im Alfred-Kercher-Bad wird auch weiterhin möglich sein. „Indem wir die Türen unserer Freizeiteinrichtungen bis auf Weiteres für den öffentlichen Betrieb geschlossen halten, unterstützen wir das Ziel der Bundesregierung, den hohen Anstieg an Infektionen zu bremsen und eine bundesweit signifikante Verbesserung der Situation zu erreichen“, erklärt Christian Schneider, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWLB.

red

Aktuelle Corona-Fall-Zahlen im Kreis Ludwigsburg – Inzidenzwert fällt unter 100

Die Lage am Freitag, 27. November, im Landkreis Ludwigsburg: 

Die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg geht weiter zurück. Auch am Freitag gab es im Vergleich zur Vorwoche weniger Corona-Neuinfizierte. Der 7-Tage-Inzidenzwert ist am Freitag erstmalig wieder unter 100 gesunken. Trotzdem bleibt die Lage auch in den Krankenhäuser angespannt. Die Zahl der Toten stieg binnen eines Tages um vier auf insgesamt 128.

Binnen 24 Stunden meldete das Gesundheitsamt in Ludwigsburg +141 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Freitag vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfektionen um 47. Damals waren 188 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern waren es 122 Fälle. Der bis dato höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie im Kreis Ludwigsburg lag bei 305. (Stand: 27.11.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 8.853 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um vier auf 128. Rund 7.436 (+34) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 27.11)

Laut den RKH Kliniken sind 58 (+4) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 40 (+4) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 18 (+/- 0Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 15 (+/- 0) beatmet werden. (Stand: 27.11)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt laut dem Landratsamt am Freitag bei 99,3 (Stand: 27.11.) Gestern lag der Wert bei 102,2. Damit setzt sich der Abwärtstrend zwar weiterhin fort, liegt jedoch immer noch sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 27.11)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 61 | 1 )
Asperg ( 216 | 2 )
Benningen am Neckar ( 76 | 0 )
Besigheim ( 176 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 966 | 13 )
Bönnigheim ( 181 | 3 )
Ditzingen ( 337 | 8 )
Eberdingen ( 127 | 1 )
Erdmannhausen ( 60 | 0 )
Erligheim ( 61 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 204 | 6 )
Freudental ( 91 | 0 )
Gemmrigheim ( 86 | 3 )
Gerlingen ( 266 | 3 )
Großbottwar ( 98 | 0 )
Hemmingen ( 111 | 2 )
Hessigheim ( 21 | 0 )
Ingersheim ( 79 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 128 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 328 | 0 )
Kornwestheim ( 639 | 12 )
Löchgau ( 79 | -1 )
Ludwigsburg ( 1.565 | 35 )
Marbach am Neckar ( 253 | 9 )
Markgröningen ( 192 | 0 )
Möglingen ( 252 | 5 )
Mundelsheim ( 50 | 0 )
Murr ( 94 | 0 )
Oberriexingen ( 42 | 0 )
Oberstenfeld ( 104 | 2 )
Pleidelsheim ( 97 | 0 )
Remseck am Neckar ( 387 | 12 )
Sachsenheim ( 334 | 2 )
Schwieberdingen ( 149 | 5 )
Sersheim ( 118 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 154 | 2 )
Tamm ( 170 | 5 )
Vaihingen an der Enz ( 445 | 9 )
Walheim ( 49 | 0 )

red

Lehrerin löscht Brand in Schultoilette

Zu einem Brand in der Schultoilette einer Gemeinschaftsschule in Ludwigsburg kam es am Donnerstag gegen 15:00 Uhr.

In einer Gemeinschaftsschule in der Alleenstraße hatte ein noch unbekannter Täter einen Papiermülleimer, der sich in einer Toilette befand, angezündet. Dadurch kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Im weiteren Verlauf wurde das Feuer durch eine hinzugezogene Lehrerin größtenteils gelöscht. Die Restlöscharbeiten führten im Anschluss die Einsatzkräfte der Feuerwehr durch. Personen kamen nicht zu Schaden. Jedoch entstand ein Sachschaden im vierstelligen Bereich. Lehrkräfte und Schüler mussten das Schulgebäude verlassen. Nach Abschluss der Löscharbeiten sowie Durchführung von Belüftungsmaßnahmen durften die Schüler ihre persönlichen Sachen holen und der Schulunterricht wurde beendet.

Die Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 24 Wehrleuten vor Ort. Die Ermittlungen zum Brandgeschehen dauern an.

red

Lohn-Plus und Corona-Prämie für Bauarbeiter im Kreis Ludwigsburg

Mehr Geld am Bau: Im Kreis Ludwigsburg steigen die Löhne für Bauarbeiter um insgesamt 2,6 Prozent. Das teilt die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Darüber hinaus gibt es mit der November-Abrechnung eine steuerfreie „Corona-Prämie“ von 500 Euro. Azubis erhalten 250 Euro. In einer ersten Stufe waren die Löhne bereits im Oktober um 0,5 Prozent gestiegen. Zum Jahreswechsel folgt ein Plus von 2,1 Prozent. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt das Bauhauptgewerbe im Landkreis Ludwigsburg aktuell 4.470 Menschen.

IG BAU-Bezirksvorsitzender Mike Paul spricht von einem „Tarifabschluss, der Perspektive bringt“. „In der Tarifrunde hatten die Arbeitgeber über Monate eine Blockadehaltung an den Tag gelegt, die am Ende durchbrochen werden konnte“, so Paul. Der Präsident des Bundessozialgerichts hatte in dem Konflikt als Schlichter vermittelt.

Die IG BAU Stuttgart appelliert nun an die Beschäftigten in der Region, einen Lohn-Check zu machen. Neben der „Corona-Prämie“ im November sei das Plus von 0,5 Prozent bereits mit der Oktober-Abrechnung fällig. Anspruch auf die tarifliche Bezahlung haben Gewerkschaftsmitglieder, die unter die neuen Lohn- und Gehaltstarifverträge Bau fallen und deren Betrieb Mitglied im Arbeitgeberverband ist. Bei Problemen oder Fragen können sich Beschäftigte an die IG BAU vor Ort wenden. Auch Auszubildende sollen ihre Lohn- Abrechnung prüfen, rät die Gewerkschaft. Ihre Vergütungen steigen um 40 Euro im ersten, 30 Euro im zweiten und 20 Euro im dritten Jahr.

Carsten Burckhardt, Verhandlungsführer auf Gewerkschaftsseite, verweist zudem auf die geplante Entschädigung der sogenannten Wegezeiten: „Über die lange, meist unbezahlte Fahrerei zur Baustelle wird bis zum Juni durch die Tarifpartner unter Beteiligung des Schlichters weiter verhandelt. Dabei sollen Vorschläge für eine Entschädigung entstehen, die sich nach konkreten Strecken und echten Fahrzeiten bemisst.“

Eine Umfrage im Auftrag der Gewerkschaft hatte ergeben, dass Baubeschäftigte für die einfache Fahrt zu ihrem Einsatzort durchschnittlich 64 Kilometer zurücklegen. Zum Vergleich: In der gesamten Wirtschaft sind lediglich fünf Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr als 50 Kilometer täglich für den Weg zur Arbeit unterwegs.

red

Jubiläum „50 Jahre Berufliche Schulen in der Trägerschaft des Landkreises Ludwigsburg“

LUDWIGSBURG. Das Jubiläum „50 Jahre Berufliche Schulen in der Trägerschaft des Landkreises Ludwigsburg“ ist am Mittwochvormittag wegen der Corona-Pandemie mit deutlich reduziertem Programm gefeiert worden. Zur Veranstaltung in der Carl-Schaefer-Schule (CSS) Ludwigsburg kamen Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann, Landrat Dietmar Allgaier sowie Schulleiter*innen und Schülervertreter*innen. Landrat Allgaier zog eine positive Bilanz für die Beruflichen Schulen im Landkreis Ludwigsburg: „Ich finde, nach den 50 Jahren in der Trägerschaft können wir stolz sein auf die Entwicklung der Beruflichen Schulen im Landkreis. Die Qualität der beruflichen Bil- dung im Landkreis Ludwigsburg ist sehr hoch.“ Der Chef der Kreisverwaltung fuhr fort: „Unsere sechs Beruflichen Schulen sind bis weit über den Landkreis bekannt, zum Beispiel für die Oskar-Walcker-Schule als einzige Berufs- und Bundesfachschule in Deutschland für Orgel- und Harmoniumbau, für das Leuchtturmprojekt Lernfabrik 4.0, für die zahlreichen Bildungspartnerschaften mit Unternehmen aus dem Landkreis, für Auslandspartnerschaften und Schüleraustausche und für die neuen Bildungsgänge AVdual.“

Landrat Allgaier sah allerdings auch Parallelen zwischen der aktuellen Situation und der Situation vor der Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis Ludwigsburg: „Bereits Mitte der 60er gab es die Forderung nach einem Umbruch bei der Beruflichen Bildung und einer Modernisierung und Anpassung der Schulen an die Berufswelt. Der Wandel in der Arbeits- welt wird immer schnelllebiger, das Arbeiten im digitalen Zeitalter wird bestimmt von Industrie 4.0, Automatisierung und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz. Die Beruflichen Schulen haben den Auftrag, die Schülerinnen und Schüler optimal auf die Arbeitswelt vorzubereiten. Aus diesem Grund hat die Digitalisierung eine besondere Priorität für uns als Schulträ- ger.“ Der Digitalpakt und das Sofortausstattungsprogramm für bedürftige Schüler seien, so Allgaier weiter, wichtige Bau- steine, um schneller zum Ziel zu kommen. Die Förderung allein aus dem Digitalpakt für den Landkreis betrage rund 4,5 Millionen Euro. Diese Fördersumme werde der Landkreis bis 2022 vollständig abrufen können. Der Landrat bedankte sich in diesem Zusammenhang bei Ministerin Dr. Eisenmann für die finanzielle Unterstützung des Landes.

„Unsere beruflichen Schulen und insbesondere unsere duale Ausbildung sind ein weltweites Aushängeschild und Marken- zeichen von Baden-Württemberg. Sie sind Teil der Erfolgsgeschichte unseres Landes und für unsere Wirtschaft unverzicht- bar. Die beruflichen Schulen leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen und zu deren gesellschaftlichen Integration. All dies ist ganz maßgeblich auch der Verdienst unserer Landkreise als Schulträger. Um den hohen Qualitätsstandard zu halten und weiter auszubauen, investiert der Landkreis Ludwigsburg in enger Partner- schaft mit dem Land laufend in seine Schulen und gehört bei vielen Themen, allen voran der Digitalisierung, zu den Pionie- ren“, sagte Kultusministerin Dr. Eisenmann und fügte an: „Wenn wir heute auf die 50 Jahre Schulträgerschaft blicken, so zeigt die Pandemie, wie dringend wir die Kompetenzen benötigen, die an den beruflichen Schulen vermittelt werden – bei- spielsweise im Bereich der Erziehung oder der Pflege. Berufliche Schulen sind einfach unverzichtbar.“

Zuvor hatten Eisenmann und Allgaier bei einem Frühstück mit Schüler*innen in der CSS über das gesprochen, was diese bewegt, beispielsweise was ihnen an ihrer Schule besonders gefällt, was sie verbessern würden, wie gut sie sich durch die Berufliche Schule auf das Berufsleben vorbereitet fühlen und ob die Corona-Pandemie ihre Zukunftspläne verändert hat. Eingangs hatten Ministerin und Landrat aus ihrer eigenen Schulzeit berichtet.

Der Kreistag beschloss am 29. Mai 1970 einstimmig die Übernahme der Trägerschaft durch den Landkreis, die zum 1. Au- gust 1970 begann. Der Schulentwicklungsplan gab damals vor, verschiedene Schularten unter einem Dach zusammenzufas- sen: So kam es zum Bau der Schulzentren am Römerhügel in Ludwigsburg sowie in Bietigheim-Bissingen Anfang der 1970er Jahre. Rund 60 Millionen D-Mark hat der Landkreis allein für diese beiden Schulzentren investiert. Nachdem die Schülerzahlen im ersten Jahrzehnt stark anstiegen, kam in den 80er und 90er Jahren ein erneuter Modernisierungs- und Ausbauschub. Die ehemalige High-School in Pattonville wurde 1995 durch Beschluss des Kreistags für 8,7 Millionen D- Mark gekauft und ab 1996 dort die Erich-Bracher-Schule eingerichtet. Es wurde aber nicht nur baulich, sondern auch für das Bildungsangebot viel getan. Die Schülerzahlen stiegen von 1970 bis 2020 von gut 7.000 auf knapp 10.000.

Allein die Investitionen für die Gebäude der Beruflichen Schulen ohne laufenden Unterhalt summieren sich in den 50 Jah- ren auf rund 137 Millionen Euro. „Auch wenn mit dieser Zahl kostenmäßig nicht alles erfasst wurde, finde ich diese Summe beachtlich. Das zeigt, dass sowohl der Kreistag als auch die Kreisverwaltung ausdrücklich hinter den Beruflichen Schulen stehen“, sagte Landrat Dietmar Allgaier.

red

Neun weitere RadSERVICE-Punkte im Landkreis Ludwigsburg

LUDWIGSBURG. Bald kommen Radfahrer*innen im Kreis Ludwigsburg noch sicherer und flexibler an ihr Ziel: Gemeinsam mit der Initiative RadKULTUR des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg finanziert der Landkreis neun neue RadSERVICE-Punkte in seinen Kommunen. Damit steigt deren Gesamtzahl auf 14.

Die frei zugänglichen Reparaturstationen sind ideale Anlaufstellen für alle, deren Fahrrad unterwegs einen Boxenstopp braucht. Ob platter Reifen, lockere Schraube oder falsch eingestellter Sattel: „An den neuen RadSERVICE-Punkten lassen sich kleinere Ausbesserungen am Fahrrad ganz einfach selbst durchführen – kostenlos und rund um die Uhr“, erläutert Lisa Röthinger, Radverkehrsbeauftragte des Landkreises Ludwigsburg, den Nutzen der Stationen.

Damit die Reparatur leicht von der Hand geht, ermöglicht eine Haltevorrichtung das Aufbocken des Rades. An Werkzeug findet sich neben Inbusschlüssel, Schraubendreher & Co auch eine mit einem Manometer ausgestattete Luftpumpe für alle gängigen Ventile – so kann auch der Reifendruck von Kinderwagen, Anhängern oder Rollstühlen reguliert werden.

22 Kommunen hatten sich um einen RadSERVICE-Punkt beworben, deren Installation der Landkreis mit circa 9.500 Euro fördert – die andere Hälfte der Summe übernimmt das Land Baden-Württemberg im Rahmen des großen RadKULTUR-Förderpakets. Bei der Auswahl der Kommunen kam es nicht zuletzt darauf an, die Stationen gleichmäßig und mit einem maximalen Mehrwert für die Radfahrer*innen im Landkreis zu verteilen. Den Zuschlag erhielten Asperg, Besigheim, Freiberg am Neckar, Gerlingen, Kornwestheim, Oberstenfeld, Remseck am Neckar, Steinheim und Tamm. Aktuell werden die Reparatursäulen bedruckt, bevor sie ausgeliefert und aufgestellt werden.

„Unabhängig von unserer Förderung freuen wir uns darüber, wenn sich auch weitere Kommunen dafür entscheiden, RadSERVICE-Stationen aufzustellen“, unterstreicht Landrat Dietmar Allgaier. „Der Landkreis steht ihnen gern als Ansprechpartner zur Verfügung.“

Informationen zu RadKULTUR:
Für eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg macht sich stark für die Entwicklung einer modernen und nachhaltigen Mobilität. Das Fahrrad und der Radverkehr nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Um das Mobilitätsverhalten im Land dauerhaft zukunftsfähig zu gestalten und den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr zu steigern, setzt sich die im Jahr 2012 vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg gestartete Initiative RadKULTUR für eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur im Land ein. Gemeinsam mit den vom Land geförderten RadKULTUR-Kommunen bietet sie ein vielfältiges Programm, um den Spaß am Fahren zu fördern und die Menschen zu motivieren, in ihrem Alltag ganz selbstverständlich aufs Rad zu steigen.
Weitere Informationen unter: www.radkultur-bw.de