Gewerkschaft kritisiert Arbeitsbedingungen bei Lieferando

Fahrrad-Kuriere im Corona-Stress: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Arbeitsbedingungen beim Essenslieferdienst Lieferando kritisiert. „In Zeiten geschlossener Restaurants bestellen immer mehr Menschen auch im Landkreis Ludwigsburg ihr Essen im Internet. Das führt zu glänzenden Geschäften beim Marktführer Lieferando. Aber die Fahrerinnen und Fahrer, die bei jedem Wetter unterwegs sind, arbeiten zu Niedriglöhnen und teils am Rand der Belastungsgrenze“, sagt Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart.

Durch Corona boomt Liefergeschäft im Kreis Ludwigsburg

Die Gewerkschaft kritisiert insbesondere den „Anreiz zur Akkordarbeit“. Um über den Einstiegsverdienst von nur zehn Euro pro Stunde hinauszukommen, müssten die Beschäftigten möglichst viele Bestellungen in möglichst kurzer Zeit ausliefern. Ab der
25. Bestellung zahle Lieferando einen Zuschlag von 25 Cent pro Order, ab dem 100. Auftrag gebe es einen Euro mehr. „Dieses System führt zu großem Stress bei den Fahrern, denen jede rote Ampel wertvolle Zeit kostet. Um schnell voranzukommen, setzen sie häufig ihre Gesundheit aufs Spiel“, so Zacher.

Außerdem werde der Arbeitsschutz nach Beobachtung der NGG nicht ernst genug genommen. Die von Lieferando gestellten E-Bikes seien häufig nicht richtig gewartet und nur bedingt verkehrssicher. „Und wer mit dem eigenen Fahrrad unterwegs ist, muss für die Reparaturen meist selbst aufkommen“, moniert Zacher. Zudem setzten sich die Kuriere beim Abliefern der Bestellung vor der Wohnungstür einer erhöhten Corona-Infektionsgefahr aus. Nach der neuen Corona-Testverordnung in Betrieben muss Lieferando seinen Fahrerinnen und Fahrern zwei kostenlose Corona-Tests pro Woche anbieten, weil sie viel Kundenkontakt haben. Nach Beobachtung der NGG sind die Testangebote des Anbieters bislang aber unzureichend.

Es könne nicht sein, dass Essenslieferdienste, die zu den Gewinnern der Corona-Krise gehörten, ihre Geschäfte auf dem Rücken der Beschäftigten machten. „Lieferando muss sich endlich zu fairen Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen bekennen. Das Unternehmen darf der Gründung von Betriebsräten nicht länger Steine in den Weg legen“, so Zacher mit Blick auf bisherige Versuche des Anbieters, die Wahl von Arbeitnehmervertretungen zu verhindern. An die Beschäftigten appelliert der Gewerkschafter, Rat bei der NGG zu suchen. Je mehr Fahrerinnen und Fahrer sich für ihre Belange einsetzten, desto schneller könnten tarifliche Standards für die Lieferbranche ausgehandelt werden.

Zudem sollten Beschäftigte ihre Lohnabrechnungen genau prüfen. Nach Gewerkschaftsinformationen passiere es immer wieder, dass Zahlungen zu spät kämen oder sogar ausblieben. „Für die Fahrer kommt es aber auf jeden Euro an. Im Ernstfall sollten sie sich von der NGG beraten lassen“, so Zacher. Für Gewerkschaftsmitglieder sei ein Lohn- Check kostenlos.

Nach dem Verschwinden von Marken wie Lieferheld, Foodora, Deliveroo und pizza.de gilt Lieferando unter den Online-Essensbestelldiensten in Deutschland als unangefochtener Marktführer. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz des Mutterkonzerns „Just Eat Takeaway“ nach Unternehmensangaben um 54 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen steht immer wieder im Zusammenhang mit prekären Arbeitsbedingungen in der Kritik. Gastronomen, die wegen der Corona-Beschränkungen nur außer Haus verkaufen können, kritisieren die hohen Provisionen von bis zu 30 Prozent des Umsatzes.

red

„Climate Star“ : Internationale Auszeichnung für Ludwigsburg durch das Klima-Bündnis

Am 22. April hat die Stadt Ludwigsburg den kommunalen Klimaschutzpreis für ihren Wettbewerb „Nachhaltigkeit barockt!“ erhalten: Mit dem „Climate Star“ zeichnet das Städtenetzwerk Klima-Bündnis europäische Städte und Gemeinden für ihre lokalen Initiativen aus. Unter dem Motto „Wir sind Wandel“ wurde der Pokal in einer Online-Live-Schaltung an Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht und Bürgermeisterin Andrea Schwarz verliehen. Neben Ludwigsburg bekamen 15 weitere Klimaschutzprojekte in Deutschland, Italien, Luxemburg, Österreich, Rumänien, der Schweiz und Ungarn den Preis. Das Klima-Bündnis vergibt den Climate Star Award seit 2002 und ehrt damit die kommunalen Erfolgsgeschichten seiner Mitglieder in ganz Europa.

Das ausgezeichnete Projekt „Nachhaltigkeit barockt!“

Der Wettbewerb der Ludwigsburger Energiehelden hat die Jury überzeugt. Mit der Devise „Nachhaltigkeit barockt!“ ist Ludwigsburg schon zwei Mal erfolgreich ins Rennen gegangen – das Ziel: Wer schafft den kleinsten ökologischen Fußabdruck?

Anna Hoeffler von der städtischen Stabsstelle Klima, Energie und Europa organisiert den Wettbewerb. Zehn engagierte Ludwigsburger Haushalte machen sich dabei acht Monate auf, „Energiehelden“ zu werden. Sie kontrollieren ihren Verbrauch an Restmüll, Verpackung, Wasser, Strom, Heizung und gefahrene Kilometer. Für ihr individuelles Verhalten sammeln sie monatlich Punkte, wobei sowohl der absolute Verbrauch pro Kopf als auch die relative Veränderung zum Vormonat entscheidend ist. In Coachings werden Themen vertieft, gemeinsame Aktionen und Ausflüge unternommen.

Mobilität, Konsum, Energie – Klimaschutz im Alltag

Die Teilnehmenden hinterfragen dabei ihr Verhalten, ihre Mobilität, den Konsum und den Energieverbrauch im Alltag. Während des Wettbewerbs bekommen die Haushalte Vorteile wie ÖPNV-Zuschüsse, kostenlos E-Bikes ausgeliehen, Energieeinsparchecks vor Ort durch die Ludwigsburger Energieagentur, Energiesparboxen der Stadtwerke Ludwigsburg Kornwestheim – und nicht zuletzt sparen sie Geld durch ihr verändertes Verhalten. Eine Analyse der Wasser-, Strom- und Heizungs-Rechnungen zeigt den langfristigen Erfolg der Haushalte.

Alle Teilnehmenden konnten so zu Vorbildern für nachhaltigen Lebensstil und richtige Nachhaltigkeits-Experten werden. Sie reduzierten etwa ihren Restmüll durch den Wettbewerb im Schnitt um 34 Prozent – obwohl sie oftmals schon auf einem niedrigen Niveau im Vergleich zum deutschen Otto-Normal-Verbraucher gestartet waren. Auch den Stromverbrauch konnten sie durch Ausschalten von Elektrogeräten, Vermeiden von Standby, energieeffiziente Haushaltsgeräte und LED-Lampen deutlich verringern. Ein bewussterer Umgang mit Wasser hat ebenfalls Einsparungen bewirkt und den ökologischen Fußabdruck der „Energiehelden“ verbessert. Einige Haushalte sind nach dem Wettbewerb aufs E-Bike umgestiegen, nachdem sie die Vorteile testen konnten.

Neuauflage des Wettbewerbs geplant

Verantwortungsbewusst mit Energie umgehen, die Umwelt schonen, den Klimaschutz voranbringen: Das steht in Ludwigsburg schon lange auf der Tagesordnung. Um zu zeigen, dass Nachhaltigkeit auch jede Menge Spaß machen kann, hat die Stadt den Wettbewerb ausgerufen. „Nachhaltigkeit (ba)rockt!“ soll wieder erneut an den Start gehen – gegebenenfalls unter anderen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie. Derzeit laufen dazu schon die Planungen dazu.

Partner des Wettbewerbs sind die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim und das Wissenszentrum Energie, Medienpartner die Ludwigsburger Kreiszeitung. Unterstützt wird der Wettbewerb durch die Ludwigsburger Energieagentur und die Lotter GmbH.

Online gibt es Eindrücke vom Projekt unter www.ludwigsburg.de/energiehelden

Über das Klima-Bündnis

Seit mehr als 30 Jahren arbeiten Mitgliedskommunen des Klima-Bündnisses partnerschaftlich mit indigenen Völkern der Regenwälder gemeinsam für das Weltklima. Mit über 1.800 Mitgliedern aus 27 europäischen Ländern ist das Klima-Bündnis das weltweit größte Städtenetzwerk, das sich dem Klimaschutz widmet, und das einzige, das konkrete Ziele setzt: Jede Klima-Bündnis-Kommune hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren. Da sich unser Lebensstil direkt auf besonders bedrohte Völker und Orte dieser Erde auswirkt, verbindet das Klima-Bündnis lokales Handeln mit globaler Verantwortung. Weitere Informationen dazu im Web auf www.klimabuendnis.org

red

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg knapp unter 200er-Marke

Und so sehen die Corona-Zahlen am Donnerstag 22.04. – 16 Uhr für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe weitere 213 Corona-Infizierte. Am Donnerstag vor einer Woche waren es 191 bestätigte Neuinfektionen. Gestern waren es 225 Fälle.

Inzidenz für den Kreis Ludwigsburg steigt auf 199,3 

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt im Vergleich zum Vortag und beträgt am Donnerstag 199,3. Am Vortag betrug die Inzidenz 193,7. Vor genau einer Woche lag der Inzidenzwert für den Landkreis bei 181,3. (Stand – 22.04. – 16Uhr)

Der bis dato höchste Inzidenzwert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis Ludwigsburg wurde am 23.12. registriert. Damals wurde eine 7-Tage-Inzidenz von 205,2 gemeldet.

Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 50 (+2). Auf der Normalstation werden 38 (+2) Patienten behandelt. 12 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 8 beatmet werden. (Stand: 22.04. – 09.00Uhr)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 22.320 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bleibt unverändert bei 450. Rund 20.011 (+145) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 22.04.- 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 22.04.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 141 | 0 )
Asperg ( 594 | 9 )
Benningen am Neckar ( 219 | 0 )
Besigheim ( 565 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.125 | 15 )
Bönnigheim ( 490 | 4 )
Ditzingen ( 966 | 15 )
Eberdingen ( 266 | 2 )
Erdmannhausen ( 143 | 0 )
Erligheim ( 139 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 506 | 9 )
Freudental ( 150 | 0 )
Gemmrigheim ( 233 | 4 )
Gerlingen ( 613 | 1 )
Großbottwar ( 300 | 0 )
Hemmingen ( 295 | 2 )
Hessigheim ( 61 | 0 )
Ingersheim ( 191 | 6 )
Kirchheim am Neckar ( 323 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 705 | 9 )
Kornwestheim ( 1.663 | 23 )
Löchgau ( 231 | 0 )
Ludwigsburg ( 3.963 | 39 )
Marbach am Neckar ( 608 | 6 )
Markgröningen ( 613 | 7 )
Möglingen ( 578 | 5 )
Mundelsheim ( 121 | 1 )
Murr ( 220 | 2 )
Oberriexingen ( 102 | 2 )
Oberstenfeld ( 328 | 5 )
Pleidelsheim ( 256 | 1 )
Remseck am Neckar ( 1.034 | 4 )
Sachsenheim ( 845 | 9 )
Schwieberdingen ( 379 | 9 )
Sersheim ( 261 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 418 | 8 )
Tamm ( 338 | 2 )
Vaihingen an der Enz ( 1.224 | 13 )
Walheim ( 113 | 0 )

red

Mann schlägt und beißt 18-jährigen Security-Mitarbeiter

Ludwigsburg: Nachdem ein 28-Jähriger am Mittwoch gegen 16:00 Uhr bei der Abgabe seiner Pfandflaschen augenscheinlich keinen Einkaufswagen benutzen wollte, kam es im Eingangsbereich eines Supermarktes in der Wilhelmstraße in Ludwigsburg zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem 18-jährigen Securitymitarbeiter.

Der Securitymitarbeiter hatte im Vorfeld den 28-Jährigen angesprochen und darauf hingewiesen, dass er bei Betreten des Supermarktes einen Einkaufswagen benutzen müsse. Der 28-Jährige soll dies aber verweigert und zur Abgabe seiner Pfandflaschen den Markt ohne Einkaufswagen betreten haben.

Als der 18-Jährige dem Mann folgte und ihn zur Rede stellte, hätte dieser dem Securitymitarbeiter im Verlauf des Streitgespräches unvermittelt ins Gesicht geschlagen. Da der 28-Jährige anschließend den Markt verlassen wollte, stellte sich ihm ein weiterer Mitarbeiter in den Weg. Der 18-Jährige griff daraufhin seinen Kontrahenten von hinten mit in einem Würgegriff, aus dem sich der 28-Jährige mit einem kräftigen Biß in eine Hand des Securitymitarbeiters befreite. Mehrere Personen hielten den 28-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Der 18-jährige Securitymitarbeiter, der sich bei dem Biß eine stark blutende Verletzung zuzog, wurde durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Beide Beteiligte müssen sich nun wegen wechselseitiger Körperverletzung verantworten.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen am Mittwoch aus

Und so sehen die Corona-Zahlen am Mittwoch 21.04. – 16 Uhr für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe weitere 225 Corona-Infizierte. Am Mittwoch vor einer Woche waren es 242 bestätigte Neuinfektionen. Gestern waren es 219 Fälle.

Inzidenz für den Kreis Ludwigsburg steigt auf 193,7 

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt im Vergleich zum Vortag  leicht und beträgt am Mittwoch 193,7. Am Vortag betrug die Inzidenz 188,7. Vor genau einer Woche lag der Inzidenzwert für den Landkreis bei 186,1. (Stand – 21.04. – 16Uhr)

Der bis dato höchste Inzidenzwert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis Ludwigsburg wurde am 23.12. registriert. Damals wurde eine 7-Tage-Inzidenz von 205,2 gemeldet.

Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 48. Auf der Normalstation werden 36 Patienten behandelt. 12 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 7 beatmet werden. (Stand: 21.04. – 09.00Uhr)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 22.107 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 2 auf 450. Rund 19.866 (+156) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 21.04.- 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Bild: Screenshot / Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 21.04.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 141 | 1 )
Asperg ( 585 | 12 )
Benningen am Neckar ( 219 | 2 )
Besigheim ( 562 | 10 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.110 | 25 )
Bönnigheim ( 486 | 2 )
Ditzingen ( 951 | 5 )
Eberdingen ( 264 | 8 )
Erdmannhausen ( 143 | 2 )
Erligheim ( 139 | 2 )
Freiberg am Neckar ( 497 | 2 )
Freudental ( 150 | 2 )
Gemmrigheim ( 229 | 7 )
Gerlingen ( 612 | 6 )
Großbottwar ( 300 | 3 )
Hemmingen ( 293 | 0 )
Hessigheim ( 61 | 0 )
Ingersheim ( 185 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 322 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 696 | 6 )
Kornwestheim ( 1.640 | 14 )
Löchgau ( 231 | 2 )
Ludwigsburg ( 3.924 | 28 )
Marbach am Neckar ( 602 | 3 )
Markgröningen ( 606 | 7 )
Möglingen ( 573 | 7 )
Mundelsheim ( 120 | 0 )
Murr ( 218 | 2 )
Oberriexingen ( 100 | 0 )
Oberstenfeld ( 323 | 6 )
Pleidelsheim ( 255 | 5 )
Remseck am Neckar ( 1.030 | 6 )
Sachsenheim ( 836 | 8 )
Schwieberdingen ( 370 | 10 )
Sersheim ( 260 | 3 )
Steinheim an der Murr ( 410 | 7 )
Tamm ( 336 | 4 )
Vaihingen an der Enz ( 1.211 | 16 )
Walheim ( 113 | 0 )

red

Flucht vor Polizei: Frau fährt während Unfallaufnahme weg und weitere Meldungen aus der Region

Vaihingen an der Enz: Alkoholisierte 45-Jährige fährt während Unfallaufnahme weg

Nachdem eine 45-jährige VW-Lenkerin am Dienstag gegen 14:50 Uhr auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Kehlstraße in Vaihingen an der Enz beim Ausparken einen Unfall verursachte, entfernte sie sich kurz darauf noch während der Unfallaufnahme von der Örtlichkeit und ließ ihre Papiere zurück.

Die Frau war zunächst beim Ausparken gegen den Mercedes einer 30-Jährigen gefahren und hatte einen Sachschaden von etwa 500 Euro verursacht. Während der Unfallaufnahme durch Polizisten des Polizeireviers Vaihingen an der Enz fuhr die 45-Jährige dann einfach davon, als die Beamten gerade im Streifenwagen mit der Datenerfassung beschäftigt waren. Ihre Dokumente ließ sie einfach zurück.

Die Polizisten begaben sich daraufhin zu ihrer Wohnadresse und trafen dort wieder auf die 45-Jährige. Bereits während der Unfallaufnahme auf dem Parkplatz verhielt sich die Frau auffällig, weswegen die Beamten auch nach der Datenerfassung einen Atemalkoholtest durchführen wollten. Dieser wurde nun an der Wohnanschrift nachgeholt und bestätigte den Verdacht einer Alkoholisierung mit einem Wert von über zwei Promille.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten die Polizisten den Führerschein der 45-Jährigen. Sie musste sich auch zwei Blutentnahmen in einem Krankenhaus unterziehen.

 

Bietigheim-Bissingen: Zerspringende Weinflasche löscht qualmende Weinkiste

Eine geschmolzene Weinkiste und die daraufhin entstandene Rauchentwicklung löste am Dienstag gegen 20:50 Uhr im Spatzenäckerweg in Bietigheim den Einsatz der Feuerwehr aus.

Nach Feststellung der Feuerwehr, die mit vier Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften vor Ort kam, war eine Weinkiste auf einem angeschalteten Herd geschmolzen und hatte angefangen zu qualmen. Durch die Hitze zersprang eine der Weinflasche und löschte so teilweise die die verschmorten Stellen der Weinkiste. Wie es dazu kam, dass der Herd eingeschalten war, konnte bislang noch nicht abschließend geklärt werden. Die Höhe des Sachschadens wurde noch nicht beziffert.

 

L1115/ Besigheim/ Ottmarsheim/ Gemmrigheim: Zwei Verkehrsunfälle nach Überholmanöver – Polizei sucht weiteren Beteiligten

Das Überholmanöver einer 28-jährigen Audi-Lenkerin hatte am Dienstag gegen 15:15 Uhr auf der Landesstraße 1115 zwischen Besigheim und Ottmarsheim zwei Verkehrsunfälle zur Folge.

Die 28-Jährige wollte auf der L1115 einen 49-jährigen Lkw-Fahrer überholen, der wie sie von Besigheim in Richtung Ottmarsheim unterwegs war. Als sie den Überholvorgang etwa auf Höhe von Gemmrigheim begonnen hatte, bemerkte sie den Gegenverkehr. Daraufhin verlor die 28-Jährige augenscheinlich die Kontrolle über ihren Audi und kollidierte seitlich mit dem Lkw neben ihr.

Der entgegenkommende Fahrer eines weißen Kastenwagens musste bremsen und ausweichen. Eine ebenfalls entgegenkommende 29-jährige Suzuki-Lenkerin konnte auch noch bremsen, was aber einem ihr nachfolgenden 54-jährigen VW-Lenker nicht mehr gelang und zu einem Auffahrunfall führte.

Durch die Unfälle war die L1115 zeitweise vollständig blockiert. Es bildete sich ein langer Rückstau. Der Audi war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Bei dem Auffahrunfall im Gegenverkehr wurde ein Sachschaden in Höhe von etwa 1.500 Euro verursacht. Der Sachschaden am Audi und dem Lkw beträgt insgesamt etwa 5.000 Euro.

Das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen sucht in diesem Zusammenhang nach dem Fahrer des weißen Kastenwagens. Er wird gebeten sich unter Tel. 07142 405 0 beim Polizeirevier zu melden.

 

Steinheim an der Murr: Unfallflucht mit 2.500 Euro Sachschaden

Ein Sachschaden von etwa 2.500 Euro entstand zwischen Montag 13.00 Uhr und Dienstag 16.40 Uhr bei einer Unfallflucht in der Beethovenstraße in Steinheim an der Murr. Ein noch unbekannter Fahrzeuglenker streifte vermutlich beim Vorbeifahren einen abgestellten Ford. Ohne sich um den Unfall zu kümmern, machte sich der Unbekannte, der einen LKW gelenkt haben dürfte, davon. Hinweise nimmt das Polizeirevier Marbach am Neckar, Tel. 07144 900-0, entgegen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

 

 

Gewerkschaft: Volle Auftragsbücher am Bau – 4.700 Beschäftigte im Landkreis sollen profitieren

Die rund 4.700 Bau-Beschäftigten im Kreis Ludwigsburg sollen mehr Geld bekommen: In der anstehenden Tarifrunde für die Branche fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar- Umwelt (IG BAU) ein Lohn-Plus von 5,3 Prozent. Außerdem soll ein Modell für die Entschädigung der sogenannten Wegezeit, also der langen, meist unbezahlten Fahrzeit zur Baustelle, weiterentwickelt werden. „Der Boom der Bauwirtschaft hält trotz Pandemie an. Nun müssen die Beschäftigten an den steigenden Umsätzen beteiligt werden“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart.

Der Gewerkschafter verweist auf die hohe Zahl der Baugenehmigungen, die zu weiterhin vollen Auftragsbüchern bei den Unternehmen führten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde im Landkreis Ludwigsburg im vergangenen Jahr der Bau von
1.670 Wohnungen genehmigt. Dabei investierten Bauherren rund 343 Millionen Euro.

„Während viele Branchen stark von den Lockdowns und Kontaktbeschränkungen betroffen sind, laufen die Arbeiten am Bau auf Hochtouren weiter“, sagt IG BAU-Verhandlungsführer Carsten Burckhardt. Statt Homeoffice und Kurzarbeit seien für viele Maurer, Zimmerleute und Straßenbauer Überstunden und Wochenendarbeit an der Tagesordnung. Dafür hätten sie eine faire Anerkennung verdient. Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes stieg der Umsatz in der Branche im vergangenen Jahr um sechs Prozent. Auch die Aussichten für das laufende Jahr sind gut: Die Konjunkturprognose für das Bauhauptgewerbe kletterte laut ifo-Institut im März mit einem Plus von 2,3 Prozent auf den höchsten Wert seit Beginn der Corona-Pandemie.

red

Stadtverwaltung installiert Reparatur-Service-Stationen für Fahrräder

Gemeinsam mit der Initiative RadKULTUR Baden-Württemberg hat die Stadt mehrere Fahrrad-Reparatursäulen, sogenannte Rad-Service-Punkte, in Ludwigsburg installiert. An den Säulen befinden sich verschiedene Werkzeuge wie Inbusschlüssel oder Schraubendreher, mit denen die Bürgerinnen und Bürger kleinere Reparaturen am Fahrrad ganz einfach selbst vornehmen können. Damit die Reparatur leichter von der Hand geht, ermöglicht eine Haltevorrichtung das Aufbocken des Rads. An den Stationen befindet sich außerdem eine Luftpumpe. Diese ist mit einem Manometer (Druckmesser) ausgestattet und eignet sich für alle gängigen Ventile – sie kann daher nicht nur für Fahrradreifen, sondern auch zum Regulieren des Reifendrucks von Kinderwägen und Rollstühlen verwendet werden.

„Wir freuen uns über den neuen Service für alle, deren Fahrrad einen Boxenstopp braucht. Wer mit dem Fahrrad in Ludwigsburg unterwegs ist und kurzerhand kleine Nachbesserungen am Rad vornehmen möchte, ist bei den Rad-Service-Punkten an der richtigen Adresse – kostenlos und rund um die Uhr“, erläutert dazu Bürgermeister Michael Ilk.

Bisher gibt es vier solcher Rad-Service-Punkte in Ludwigsburg: in der Alleenstraße Ecke Seestraße beim Goethegymnasium, am Bahnhof in der Pflugfelder Straße auf der Seite der MHPArena, in der Reuteallee beim südlichen Zugang zur S-Bahn-Station Favoritepark sowie in der Grönerstraße bei der RegioRad-Station. Ein fünfter Rad-Service-Punkt am Rathaus wird folgen.

Ludwigsburg hat im Rahmen der Initiative RadKULTUR Fördergelder in Höhe von 20.000 Euro vom Land Baden-Württemberg erhalten. Ein Teil dieser Mittel wurde für die Beschaffung der Rad-Service-Stationen verwendet, außerdem wurde damit die Aktion „Stadtradeln“ unterstützt.

red

Quelle: Stadt Ludwigsburg

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen für den Landkreis Ludwigsburg aus

Die Corona-Fallzahlen liegen in Baden-Württemberg schon seit einiger Zeit deutlich über einer Sieben-Tages-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Aus diesem Grund gilt die angekündigte „Notbremse der Bundesregierung“ bereits seit dem 19.04. Damit gelten im Land verschärfte Corona-Regeln.

Auch der Landkreis Ludwigsburg hat reagiert und seit Mittwochabend (14.04.) eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Und so sehen die Corona-Zahlen am Dienstag 20.04. – 16 Uhr für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe weitere 219 Corona-Infizierte. Am Dienstag vor einer Woche waren es 202 bestätigte Neufinfektionen. Gestern waren es 56 Fälle.

Inzidenz für den Kreis Ludwigsburg sinkt auf 188,7 

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg sinkt im Vergleich zum Vortag  leicht und beträgt am Dienstag 188,7. Am Vortag betrug die Inzidenz 191,4. Vor genau einer Woche lag der Inzidenzwert für den Landkreis bei 178,4. (Stand – 20.04. – 16Uhr)

Der bis dato höchste Inzidenzwert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis Ludwigsburg wurde am 23.12. registriert. Damals wurde eine 7-Tage-Inzidenz von 205,2 gemeldet.

Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 47. Auf der Normalstation werden 35 Patienten behandelt. 12 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 8 beatmet werden. (Stand: 20.04. – 09.00Uhr)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 21.882 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 3 auf 448. Rund 19.710 (+210) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 20.04.- 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Bild: Screenshot / Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 20.04.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 140 | 2 )
Asperg ( 573 | 11 )
Benningen am Neckar ( 217 | 2 )
Besigheim ( 552 | 4 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.085 | 18 )
Bönnigheim ( 484 | 8 )
Ditzingen ( 946 | 27 )
Eberdingen ( 256 | 1 )
Erdmannhausen ( 141 | 1 )
Erligheim ( 137 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 495 | 3 )
Freudental ( 148 | 1 )
Gemmrigheim ( 222 | 10 )
Gerlingen ( 606 | 3 )
Großbottwar ( 297 | 5 )
Hemmingen ( 293 | 0 )
Hessigheim ( 61 | 1 )
Ingersheim ( 184 | 2 )
Kirchheim am Neckar ( 321 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 690 | 4 )
Kornwestheim ( 1.626 | 24 )
Löchgau ( 229 | 0 )
Ludwigsburg ( 3.896 | 32 )
Marbach am Neckar ( 599 | 2 )
Markgröningen ( 599 | 1 )
Möglingen ( 566 | 4 )
Mundelsheim ( 120 | 0 )
Murr ( 216 | 0 )
Oberriexingen ( 100 | 1 )
Oberstenfeld ( 317 | 5 )
Pleidelsheim ( 250 | 2 )
Remseck am Neckar ( 1.024 | 5 )
Sachsenheim ( 828 | 12 )
Schwieberdingen ( 360 | 14 )
Sersheim ( 257 | -1 )
Steinheim an der Murr ( 403 | 1 )
Tamm ( 332 | 5 )
Vaihingen an der Enz ( 1.195 | 5 )
Walheim ( 113 | 1 )

red

Darum ist der Spaziergang so wichtig

n Corona-Zeiten zieht es immer mehr Menschen an die frische Luft. Das Radfahren und Joggen haben Hochkonjunktur. Aber auch der Spaziergang hat seine Fans. Die kleinen Wanderungen in der Umgebung sind nicht nur eine Möglichkeit, um Freunde zu treffen, körperlich aktiv zu sein, einfach rauszukommen. Sie verändern auch den Blick – und sorgen damit für neue Ideen und Lösungsansätze, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Der Spaziergang verleitet dazu, den Fokus auf etwas anderes zu legen. Das nutzt beispielsweise Dr. Alexander Brümmerhoff, Oberarzt in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Berlin, in seiner Therapie. Beim Herumschlendern könne man darüber sprechen, was man gerade sieht oder erlebt. „Das ist beim Spazierengehen toll. Man fängt nicht sofort bei etwas Schwerem an, sondern geht erst mal los“, erklärt Brümmerhoff.

Auch Stehenbleiben ist erlaubt. Für Oberarzt Brümmerhoff ist es sogar erwünscht: „Im Freien gelingt es viel natürlicher und effektiver, Achtsamkeitsübungen zu vermitteln und einzuüben.“ Seine Klienten sollen dann zum Beispiel langsam nacheinander jeweils fünf Dinge benennen, die sie hören, spüren oder sehen. Diese Übung helfe, sich in Momenten negativen Grübelns wieder stärker mit sich selbst zu verbinden.

Regelmäßige Bewegung ist daher nicht nur gut für die physische Gesundheit, beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor und stärkt Abwehrkräfte. Sie ist sorgt auch dafür, dass wir Anspannung abbauen. Das Immunsystem wird angeregt. Der Körper schüttet weniger vom Stresshormon Cortisol aus. Stattdessen steigt der Pegel an Glückshormonen.

Eine norwegische Langzeituntersuchung mit fast 34.000 Probanden belegt die heilende Kraft des Spazierengehens: Zwölf Prozent aller Depressionen ließen sich vermeiden, wenn sich jeder Erwachsene wenigstens eine Stunde pro Woche bewegen würde.

Ralf Loweg / glp