Ein integriertes Verkehrskonzept für Ludwigsburg

Planungen für das BRT-System gehen in die vertiefte Phase

Die Stadt Ludwigsburg plant ein BRT-System („Bus Rapid Transit“, englisch für Schnellbus-System). Als erste Stadt in Deutschland hat Ludwigsburg dafür einen Antrag auf Programmaufnahme in das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) gestellt. Dies ist die entscheidende Vorstufe, damit das BRT-Netz durch das Land Baden-Württemberg gefördert werden kann. Dafür haben die städtischen Verkehrsplaner ein integriertes Verkehrskonzept entwickelt.

Das Konzept sieht zeitnahe Verbesserungen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) vor, in Kombination mit einem Ausbau der Rad-Infrastruktur. Zusammen ergibt sich ein „multimodales Mobilitätssystem“ – was bedeutet, dass den Verkehrsteilnehmenden für ihre konkreten Mobilitätsbedürfnisse mindestens zwei Verkehrsmittelalternativen zur Verfügung stehen.

Geplant ist ein elf Kilometer langes, integriertes Verkehrssystem, das auf einer Ost-West-Trasse Remseck-Neckargröningen mit der Ludwigsburger Weststadt verbindet. Es handelt sich dabei um die verkehrsstärkste Achse in Ludwigsburg: Im Osten der Stadt überwiegen die Wohngebiete, im Westen die Arbeitsplätze. Diese Trasse bildet das Rückgrat für den Aufbau eines integrierten BRT-/Bus-Netzes, welches zusätzlich schnelle Verbindungen in die Region ermöglichen soll.

Um am Stau vorbeizukommen, fahren BRT-Busse größtenteils auf eigenen Spuren. Barrierefrei und komfortabel sollen die Fahrgäste pünktlich ans Ziel kommen, denn die Busse werden an Ampeln konsequent bevorrechtigt. In Ludwigsburg sollen Fahrzeuge mit einem umweltschonenden Elektroantrieb, aber ohne Oberleitungen, zum Einsatz kommen.

Von den geplanten Verbesserungen – wie eigene Trassen und Bevorrechtigung an den Ampelanlagen – profitiert der gesamte Busverkehr. Außerdem wird für einen Großteil der Strecke auch eine neue Infrastruktur für Radfahrende entwickelt.

Bei bereits bestehenden städtebaulichen Projekten wie „Transformation West“, ZIEL (Zentrale Innenstadtentwicklung Ludwigsburg), Fuchshof oder Sport-Kultur-Schul-Areal Oßweil wird das BRT-System bereits mitgedacht. Ein anderer wesentlicher Punkt ist die Barrierefreiheit: Sämtliche Haltestellen sind durchweg barrierefrei zu gestalten und müssen ohne fremde Hilfe nutzbar sein. Dazu zählt ihre konsequente Ausstattung mit digitalen Fahrgastinformations-Anzeigern, Text-to-Speech-Tastern (eine Funktion zur Sprachausgabe für Texte) und Leiteinrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Diebe machen sich an Bagger zu schaffen

Freiberg am Neckar: Diebstahl an Bagger

Auf professionelle Art und Weise machte ein Dieb sich in der Nacht zum Mittwoch an einem Bagger zu schaffen, der im Gewann „Webertal“ abgestellt war. Der Täter schraubte an der Baumaschine fachmännisch vier Hydraulikschläuche mit einem Wert in vierstelliger Höhe ab und ließ sie mitgehen. Damit nicht genug, wurden auch noch zwei Fenster der Fahrerkabine sowie die Rückfahrkamera mit Farbe besprüht. Der Bagger stand unweit eines Bachs, der zwischen der Freiberger Straße und dem Landwirtschaftsweg „Mittlerer Weg“ verläuft. Hinweise erbittet der Polizeiposten Freiberg am Neckar unter Tel. 07141/643780.

red

Verkehrsunfall mit verletzter Person in Vaihingen an der Enz

Vaihingen an der Enz: Verkehrsunfall mit einer leicht verletzten Person

Am Dienstagmittag befuhr ein 40-jähriger Sattelzuglenker gegen 14:40 Uhr die Kreisstraße 1688 von Enzweihingen in Richtung Riet. Zur gleichen Zeit war ein 67 Jahre alter LKW-Fahrer in entgegengesetzter Richtung unterwegs. Auf Mitte der Strecke kam es zum seitlichen Zusammenstoß der beiden Lkw, wodurch jeweils die linken Außenspiegel beschädigt wurden. Der Außenspiegel des 67-Jährigen wurde dabei abgerissen und gegen das Seitenfenster der Fahrerseite geschleudert. Das hatte zur Folge, dass das Fenster zerbrach und die Glassplitter den Mann an mehreren Stellen der linken Gesichtshälfte verletzten. An den beiden Sattelzügen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt 2.500 Euro. Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten sich mit dem Polizeirevier Vaihingen an der Enz, Telefon 07042/941-0, in Verbindung zu setzen.

Schwieberdingen: Zwei Einbrüche im Wohngebiet

Am Dienstagabend zwischen 18:50 Uhr und 22:00 Uhr trieben in Schwieberdingen ihr Unwesen. Sie brachen in zwei unweit voneinander entfernte Wohnhäuser in der Sophie-Scholl-Straße und der Görlitzer Straße ein. In der Sophie-Scholl-Straße gelangten die Unbekannten durch Aufhebeln eines Fensters ins Gebäude. Beim Durchsuchen der Räume fielen ihnen mehrere Schmuckstücke in die Hände, die sie in einer vorgefundenen Sporttasche abtransportierten Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf 3.000 Euro geschätzt. In der Görlitzer Straße hebelten die Einbrecher eine Terrassentür auf. Bei der weiteren Tatausführung könnten sie durch heimkehrende Bewohner gestört worden sein und hinterließen an der Tür einen Sachschaden von ca. 300 Euro beziffert. Das Polizeirevier Vaihingen an der Enz, Tel. 07042/941-0, sucht Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben.

Fahrzeug überschlägt sich auf B27

Kornwestheim:

Am Dienstagabend gegen 22:20 Uhr befuhr die 51-jährige Fahrerin eines Dacia die Stuttgarter Straße in Kornwestheim und wollte an der Anschlussstelle Kornwestheim-Süd auf die B27 in Fahrtrichtung Stuttgart auffahren. Noch in der Auffahrt kam sie mit ihrem Fahrzeug nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Stützmauer. Das Fahrzeug überschlug sich nach dem Aufprall und kam auf dem Dach zum Liegen. Die 51-Jährige konnte sich leicht verletzt aus dem Fahrzeug befreien. Bei der Unfallaufnahme durch zwei Streifen des Polizeireviers Kornwestheim wurde festgestellt, dass die Frau unter Alkoholeinwirkung stand. Es wurde eine Blutprobe entnommen und ihr Führerschein einbehalten. Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 6.000 Euro, da es nicht mehr fahrbereit war, musste es abgeschleppt werden. An der Stützmauer entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 1.000 Euro. Es kam zu keinen nennenswerten Verkehrsbeeinträchtigungen.

red

MHP Riesen werden im Heimspiel vorgeführt

David McCray: „Wir müssen uns bei unseren Fans entschuldigen“

Im vierzehnten und letzten Gruppenspiel der Basketball Champions League haben die MHP RIESEN Ludwigsburg eine heftige Niederlage kassiert. Die Schwaben verabschiedeten sich mit einer 59:85-Pleite gegen den BC Nizhny Novgorod von der internationalen Bühne.  

Headcoach John Patrick startete mit einer personellen Überraschung in die Partie gegen die russischen Gäste: Center Clint Chapman stand erstmals seit vier Wochen im Aufgebot und ersetzte Adam Waleskowski, der eine Ruhepause bekam. Auch ohne den Routinier durchlebte Ludwigsburg aber einen solide Anfangsphase. Nizhny Novgorod deutete zwar immer wieder seine Qualitäten an und erspielte sich eine Führung (8:12, 6. Spielminute), doch im Anschluss an eine Auszeit der MHP RIESEN wuchs diese dann vorerst nicht weiter an: Patricks Schützlinge bekamen die Russen wieder besser in den Griff und übernahmen kurz vor dem Ende des Viertels die Führung (18:17, 10.).

Nach der zweiminütigen Pause war jedwede Konzentration dann aber schnell verfolgen: Nizhny Novgorod legte einen kleinen Lauf auf das Parkett der MHPArena, lag ab der elften Minute wieder in Front und stabilisierte mehr und mehr die eigene Leistung. Hierbei profitierten die Gäste vor allem von den Trefferlosigkeit der Hausherren, die minutenlang ohne eigenen Treffer blieben und auch defensiv verbesserungswürdig standen. Vor allem Vladimir Dragicevic bekamen die Ludwigsburger kaum zu fassen, der russische Big Man markierte im ersten Durchgang 18 Zähler. Erst in der 17. Spielminute wurde die Ludwigsburger Durststrecke von Marcos Knight gebrochen, der auf 24:31 stellte. Da Knight auch in der Folge viel Verantwortung übernahm, waren seine Farben beim Gang in die Kabinen wieder auf Tuchfühlung (33:39, 20.)

Von Nizhny Novgorod dominiert

Nach der 15-minütigen Halbzeitpause setzten die Gäste an beiden Enden des Parketts allerdings ihre Dominanz fort: Ludwigsburg war nicht willig und fokussiert genug, Nizhny Novgorod nutzte derweil jede sich bietende Gelegenheit und zog bis auf 14 Zähler davon (35:49, 25.). Obwohl sich bei weitem nicht alle Ludwigsburger in ihr Schicksal fügten, ging das Spiel nun dahin. Denn die MHP RIESEN standen und agierten fehlerhaft und waren den abgezockt auftretenden Russen in (nahezu) allen Belangen unterlegen. Bereits nach drei Vierteln war die Partie entschieden (48:70, 30).

Auch im Schlussabschnitt änderte sich an diesem Bild nichts mehr. Patrick rotierte durch, verschaffte unter anderem Lukas Herzog und Konstantin Klein viele Spielanteile, was den beiden Akteuren zwar sichtlich guttat, letztlich aber ebenfalls keinen positiven Einfluss auf den Spielausgang und die deutliche Niederlage hatte (59:85). Die Zielsetzung, sich mit erhobenem Haupt von der europäischen Bühne zu verabschieden, wurde entsprechend deutlich verfehlt – was bei Kapitän David McCray und Headcoach John Patrick noch weit nach Spielschluss für Unmut sorgte…

Statements und Stets

Zoran Lukic: „Das war heute ein verdienter Sieg meiner Mannschaft. Es war sehr wichtig für uns, da wir parallel die Chance auf das Weiterkommen hatten. Ich bin mir nicht sicher, ob das heute für Ludwigsburg wichtig war. Coach John Patrick hat mit Clint Chapman einen Spieler hereingebracht, um ihm Spielzeit zu geben. Er hat, denke ich, ein paar Dinge ausprobiert. So oder so: Ich denke, dass wir das Spiel verdient gewonnen haben. Wir haben in der Gruppenphase zwei, drei knappe Partien in Overtime verloren, die wir eigentlich schon gewonnen hatten. Heute haben wir unsere Pflicht erfüllt und schauen, ob es zum Weiterkommen reicht.“

David McCray: „Da gibt´s nicht viel zu sagen. Wir waren heute in allen Belangen unterlegen, waren physisch und von unserer Intensität überhaupt nicht bereit für dieses Spiel. Die Leistung heute war eine der schlechtesten Leistungen in dieser Spielzeit. Wir müssen dringend einige Dinge verändern, um am Sonntag ein gutes Spiel in Frankfurt haben zu können. Speziell daheim darf man sich so nicht präsentieren. Wir müssen uns bei unseren Fans entschuldigen. Sie sind heute gekommen, um uns zu unterstützen. Wir haben aber nicht die notwendige Einstellung an den Tag gelegt.“

John Patrick: „Wir sind ganz okay ins Spiel gestartet. Allerdings wurde sehr schnell klar, dass das heute für Nizhny ein Do-or-die-Spiel war. Sie haben mit der nötigen Physis, Konzentration und Einstellung gespielt, besonders unter dem Korb: Ihre beiden Center haben zusammengenommen 46 Punkte erzielt. So kann man ein Spiel fast nicht gewinnen. Auf dem Papier war das heute kein wichtiges Spiel. Aber wir müssen lernen, dass wir mit dem nötigen Stolz und der nötigen Physis spielen müssen, um eine Chance auf den Sieg zu haben. Kompliment an Novgorod. Sie haben sich erfolgreich für das Hinspiel revanchiert und uns heute klar dominiert.“

red

Für Ludwigsburg spielten: Marcos Knight 20 Punkte, Kelan Martin 17, Owen Klassen 11, Lamont Jones 3, Clint Chapman 3, Lukas Herzog 2, Donatas Sabeckis 2, Konstantin Klein 1, David McCray, Christian von Fintel, Jordon Crawford und Ariel Hukporti.

Für Nizhny Novgorod spielten: Vladimir Dragicevic 24 Punkte, Ian Hummer 22, Artem Komolov 17, Evgenii Baburin 6, Kendrick Perry 6, Ivan Strebkov 5, Anton Astapkovich 3, Ilya Popov 2, Georgy Zhbanov und Timofei Gerasimov

 

 

Täter stehlen Leergut in Sachsenheim

Sachsenheim:

Auf Leergut hatten es bislang unbekannte Diebe zwischen Montag 20.30 Uhr und Dienstag 07.00 Uhr in Großsachsenheim abgesehen. Vermutlich kletterten die Täter zunächst über den Zaun, der einen Getränkemarkt in der Sersheimer Straße umgibt, und gelangte so in das Außenlager. Anschließend stahlen sie insgesamt 23 Kisten Leergut. Es handelt sich um 15 Kisten, die mit 0,7 l Glasflaschen befüllt waren, und weitere 8 Kisten, in denen sich 0,75 l PET-Flaschen befanden. Die Kisten wurden mutmaßlich mit einem Fahrzeug abtransportiert. Der Wert des Diebesguts beläuft sich auf 75,90 Euro. Der Polizeiposten Sachsenheim, Tel. 07147/27406-0, bittet Zeugen, die etwas Verdächtiges beobachtet haben, sich zu melden.

red

Klimaschutz-Preisverleihung im Ludwigsburger Kreishaus

LUDWIGSBURG. Energiesysteme, bei denen Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften die Hauptrolle spie- len, standen beim Symposium „Bürgerenergie – Energiewende für alle“ am Freitagnachmittag im Kreis- haus im Mittelpunkt. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Landrat Dr. Rainer Haas die Teilnehmenden und zeichnete Sieger und Teilnehmende des ersten Klimaschutzpreises des Landkreises Ludwigsburg aus.„Ziel war es, vorbildliche Initiativen und Leistungen zur Einsparung von Kohlendioxid-Emissionen zu würdigen – wir haben uns über das vielfältige Engagement in den Schulen im Landkreis sehr gefreut“,sagte Landrat Haas bei der Preisverleihung. Den ersten Preis gewann das Mörike-Gymnasium Ludwigs- burg. Haas sagte außerdem: „Die Themen Klimaschutz und Energiewende können wir nur gemeinsam angehen: Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft müssen dabei an einem Strang ziehen.“

Die Veranstaltung des Landkreises in Zusammenarbeit mit der LEA (Ludwigsburger Energieagentur) richtete sich an Bürgerinnen- und Bürgerenergiegenossenschaften, die mit Engagement und innovativen Ideen gemeinsam lokale und regionale Energieprojekte in die Tat umsetzen wollen. Diese Genossenschaften seien, so Haas, ange- sichts einer ressourcenintensiven Lebensweise und hoher Treibhausgas-Emissionen ein wertvoller Beitrag zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz. „Denn der Klimawandel ist bereits heute Realität. Damit ein extrem tro- ckener und heißer Sommer wie 2018 nicht zur Regel wird, sondern eine Ausnahme bleibt, müssen wir handeln“,sagte Haas. Dafür seien die Energiegenossenschaften der Bürgerinnen und Bürger hervorragende Beispiele.

Landrat Haas fuhr fort: „Der Umbau der Energieversorgung hin zur Erneuerbaren Energie bietet große Heraus- forderungen, aber auch eine Vielzahl von Chancen im Landkreis Ludwigsburg und darüber hinaus.“ Das Motto „Meine Energie mache ich selbst“ werde immer mehr das Motto einer dezentralen Energieversorgung, bei derlokale Gemeinschaften zunehmend die Doppelrolle als Produzenten und Konsumenten einnehmen würden. Da- bei würden sich Erzeuger und Verbraucher aus einer bestimmten Nachbarschaft zusammenschließen und direkt Strom miteinander austauschen – auch zur Wärmeerzeugung und für den Einsatz in der Mobilität.

„Dass das Thema Klimaschutz uns alle etwas angeht, zeigen nicht zuletzt die Freitagsdemonstrationen der Schü- lerinnen und Schüler sowie Studentinnen und Studenten in Deutschland und in der Welt. Ich freue mich daher ganz besonders, dass wir heute auch Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis begrüßen dürfen, die sich indiesem und im vergangenen Schuljahr für Klimaschutzprojekte eingesetzt haben und weiterhin einsetzen“, sagteLandrat Haas, bevor er zur Verleihung des Klimaschutzpreises kam. Platz 1 belegt das Mörike-Gymnasium Ludwigsburg (1.250 Euro Preisgeld) für das Projekt „#Machhaltigkeit“; auf Platz 2 (800 Euro Preisgeld) folgt das Evangelische Lichtenstern-Gymnasium Sachsenheim mit dem Projekt „Integriertes Klimaschutzkonzept“;Platz 3 (500 Euro Preisgeld) ging an das Friedrich-Schiller-Gymnasium Marbach für die Projekte „Regio-fairesKochbuch“ und „Meeresschutz“. Das Berufliche Schulzentrum Bietigheim-Bissingen, die Gemeinschaftsschule Schlossbergschule Vaihingen/Enz und die Robert-Franck-Schule Ludwigsburg erhielten für ihre Projekte, in denen es um Plastikmüll, Gemüsegärten und Obstbäume sowie Pfandflaschen ging, jeweils ein Preisgeld von 150 Euro. Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertreter aller Kreistagsfraktionen bewertete die Einreichungen.

In den anschließenden Workshops des Symposiums ging es ums Motivieren für Nahwärmenetze und wie man die Energieeffizienz in Gebäuden voranbringen kann. Darauf folgten Vorträge von Dennis Fricken, Klima- schutzmanager des Landkreises Ludwigsburg, und Volker Klös, Sonneninitiative e. V. Die von Jörg Dürr- Pucher, Geschäftsführer der CleanEnergy GmbH, moderierte Veranstaltung klang aus mit Gesprächen und ei- nem Imbiss.

red

Unbekannte brechen in Spielcasino in Remseck ein

Remseck am Neckar

In der Nacht zum Sonntag trieben bislang unbekannte Täter in der Remstalstraße in Neckarrems ihr Unwesen. Zunächst hatten die Einbrecher wohl versucht die Hintertür eines Spielcasinos aufzuhebeln, waren jedoch gescheitert. Hierauf machten sie sich am Haupteingang zu schaffen und öffneten diesen gewaltsam. Anschießend begaben sie sich ins Innere der Spielhalle und brachen einen Tresor auf, in dem sich Bargeld, verschiedene Schlüssel und weiteres Zubehör befand. Der Wert des Inhalts dürfte sich auf mehrere tausend Euro belaufen. Darüber hinaus hinterließen die Täter einen Sachschaden in Höhe von etwa 4.000 Euro. Der Polizeiposten Remseck am Neckar, Tel. 07146/28082-0, bittet Zeugen sich zu melden.

red

20.000 Euro Sachschaden bei Auffahrunfall in Möglingen

Ludwigsburg Möglingen:

Ein Sachschaden in Höhe von rund 20.000 Euro ist das Ergebnis eines Verkehrsunfalls, der sich am Dienstag gegen 08:20 Uhr auf der BAB 81 zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Nord und Ludwigsburg-Süd ereignete. Wegen Baumschnittarbeiten hatten Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Ludwigsburg den rechten von insgesamt drei Fahrstreifen in Richtung Stuttgart gesperrt. Im Zuge dieser Absperrmaßnahmen geriet ein Leitkegel auf den mittleren Fahrstreifen. Ein 41-Jähriger, der mit einem Ford auf der mittleren Spur unterwegs war, musste diesbezüglich abbremsen. Allerdings konnte er nicht mehr rechtzeitig anhalten und überfuhr den Kegel. Nachdem der Ford-Lenker daraufhin zum Stehen gekommen war, krachte ein nachfolgender 32-jähriger Mercedes Sprinter Fahrer in das Heck des Ford. Der Mercedes war in der Folge nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt.

red

Bremsstaubpartikelfilter von MANN+HUMMEL funktioniert

Ludwigsburg – Feinstaub ist in aller Munde – vor allem bei Menschen, die in den Innenstädten wohnen. Der Ludwigsburger Filter-Spezialist MANN+HUMMEL zeigt mit dem Bremsstaubpartikelfilter, wie ein wesentlicher Teil des Übels an der Wurzel zu packen ist: Ein robustes Gehäuse in unmittelbarer Nähe des Bremssattels fängt mit einem metallischen Vlies bis zu 80 Prozent des beim Bremsen entstehenden Feinstaubs direkt an der Quelle auf und verhindert so eine Abgabe an die Umgebung.

Die Gefahren für die Gesundheit durch Feinstaub werden von der Weltgesundheitsorganisation WHO gar vier Mal höher angesetzt, als die von Stickstoffdioxid aus Diesel-Abgasen. Bisher erlaubt es die EU, den Tagesmittelwert für Feinstaub von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter an 35 Tagen im Jahr zu überschreiten. Mobil oder stationär einsetzbare Feinstaubpartikelfilter, die – wie die 3,60 Meter großen Filter Cubes III am Stuttgarter Neckartor – rund 80 Prozent des Feinstaubs PM10 aus der Umgebungsluft entfernen, funktionieren bereits als „Feinstaubfresser“.

Nach erfolgreichen Feldtests im Rahmen des Projekts „Feinstaubfresser“ präsentierte MANN+HUMMEL den an Pkw und Nutzfahrzeugen einsetzbaren Bremsstaubpartikelfilter auf der Automechanika in Frankfurt am Main sowie im Rahmen der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Der neuentwickelte Bremsstaubpartikelfilter reduziert den Staubausstoß, der durch die Abnutzung von Bremsscheibe und -belag bei jeder Verzögerung (auch bei Elektrofahrzeugen) entsteht, sodass nur noch 20 Prozent der Partikel in die Umwelt gelangen.

Der Filter ist an bestehende Bauräume im Bereich der Scheibenbremse anpassbar. Bei allen Antriebsarten – vom E-Fahrzeug über das Hybrid-Fahrzeug bis hin zum klassischen Benzin- und Dieselfahrzeug – und bei Pkw ebenso wie bei Nutzfahrzeugen aller Gewichtsklassen kann der Bremsstaubpartikelfilter zum Einsatz kommen. Sogar mit Scheibenbremsen ausgestattete Schienenfahrzeuge könnten damit noch umweltfreundlicher werden.

Durch sein robustes Gehäuse in unmittelbarer Nähe des Bremssattels verhindert der Filter direkt an der Entstehungsquelle eine Abgabe von Bremsstaub an die Umgebung, speziell im Stadtverkehr mit vielen Bremsvorgängen.

Als Filtermedium kommt ein temperatur- und korrosionsbeständiges Material zum Einsatz, das die unterschiedlichen Partikelgrößen filtert. Durch den direkt an der Entstehungsquelle eingefangenen Bremsstaub kann zudem das Verschmutzen der Alufelgen erheblich reduziert werden.

Seit MANN+HUMMEL die Technologie erstmals 2017 zu einem frühen Zeitpunkt innerhalb des Entwicklungsprozesses vorstellte, bestätigten erfolgreiche Tests die Wirksamkeit. Im Rahmen des bestandenen Großglockner-Tests in einem Windkanal wurde eine Bergabfahrt simuliert und Temperaturbeständigkeit bewiesen.

Auch Schnee und Wasser haben keine Auswirkungen auf den Filter gezeigt. Das Ziel, 80 Prozent der Bremsstaubpartikel aufzufangen, wurde nach bisherigen Tests erreicht. Ebenfalls geht MANN+HUMMEL von einem Service-Intervall aus, das dem eines Bremsbelagwechsels entspricht. Die Entwickler sind zudem sehr optimistisch, ein Produktgewicht von weniger als 500 Gramm zu erreichen.

Mit namhaften Automobilherstellern hat MANN+HUMMEL bereits erfolgreiche Tests durchgeführt. Eine mehrmonatige Erprobung, nach Serienanforderungen der Fahrzeughersteller, mit einem bekannten Bremsenhersteller hat vor kurzem begonnen. Für Pkw kann der Bremsstaubpartikelfilter zudem als farbiges Styling-Element eingesetzt werden. Schließlich wäre für viele Autofahrer von besonderem Wert, dass eingefressener Bremsstaub weniger oft mühsam entfernt werden müsste.

mid /ks