Der Bau von Radwegen im Landkreis Ludwigsburg blüht – Fördermittel fließen üppig

Uwe Roth

Corona hat viele Menschen aufs Rad gebracht. Aber auch der Klimawandel trägt zur wachsenden Lust aufs CO2-freie Radeln bei. Kaufwillige räumen Fahrradhändlern die Lager leer. Auf den Rad- und Feldwegen geht es immer enger zu. Im Straßenverkehr häufen sich die Konflikte zwischen den Zweirad- und den Autofahrenden. Im Wettlauf um das bessere Verkehrsmittel, haben Radfahrer mehr Trümpfe zur Hand. Auf Strecken bis zu 20 Kilometern könnten Elektro-Bikes als klimafreundliche Alternative Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren ersetzen. Darauf setzt zum Beispiel die neue Landregierung. In absehbarer Zeit sollen zwei Radschnellverbindungen den Landkreis Ludwigsburg durchkreuzen. Die geplante Verbindung zwischen Bietigheim-Bissingen, Ludwigsburg und Stuttgart gilt als eine der aussichtsreichsten in Baden-Württemberg. Die Experten, die Ende April eine Machbarkeitsstudie vorgelegt haben, sind überzeugt, dass ausreichend Berufspendler aufs Fahrrad umsteigen und das Auto stehenlassen werden. Bis zu 9700 Radfahrende, so die Schätzungen, könnten von der rund 14 Kilometer langen Verbindung (bis zur Stuttgarter Stadtgrenze) profitieren, heißt es.

Radfahrer dürfen sich freuen. In der Kommunalpolitik wächst angesichts dieser Entwicklung die Bereitschaft, Radfahrern sehr viel mehr Freiraum einzuräumen als in der Vergangenheit. Überall entstehen Pläne zum Neu- und Ausbau von Radwegen innerhalb einer Kommune oder zwischen den Städten oder Gemeinden. Neue Straßen werden in den kommenden Jahren dagegen Ausnahmen bleiben. Diesen Montag (10.05.2021) diskutiert der Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags Ludwigsburg über das Radwegeprogramm für die Jahre 2022 bis 2026. In der Vergangenheit stand beinahe ausschließlich die Finanzierung zur Sanierung oder für den Ausbau von Kreisstraßen zur Diskussion. Nun stehen zahlreiche Radwegprojekte auf der Wunschliste der 39 Kreiskommunen. Das Programm, über das der Kreistagsausschuss in seiner Sitzung spricht, hat einen Investitionsbedarf von über 40 Millionen Euro. Ein Gutteil wird wohl für den Radwegebau verbraucht. Wie viel Geld es am Ende tatsächlich sein wird, zeigt sich nach der Abstimmung im Kreistag.

Während der ADAC an Einfluss auf die Politik verliert, die Mitgliederzeitschrift ungelesen liegenbleibt, steigt die Macht der Fahrradclubs. Einer davon ist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). In der Vorlage der Kreisverwaltung heißt es: „Mit dem ADFC haben wir seit Jahren einen kompetenten Ansprechpartner zu allen Themen rund ums Rad und pflegen gute Beziehungen.“ Deshalb sei der ADFC um eine Stellungnahme zum Kreisstraßen- und Radwegprogramm gebeten worden. Der ADFC hat auch auf den Koalitionsvertrag der neuen/alten grün-schwarzen Landesregierung Einfluss genommen: „Viele der ADFC-Forderungen an die Politik für einen besseren Radverkehr finden sich darin wieder“, stellt der Fahrradclub in einer Stellungnahme zufrieden fest.

Bund und Land fördern die Bereitschaft der Kommunen, in Radwege zu investieren. Denn Zuschüsse fließen üppig. Die kommunalen Verbände wie der Deutsche Städtetag machen Druck. Sie beklagen, dass die Kommunen zu wenig Geld hätten, um den angekündigten Ausbauplänen folgen zu können. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) reagierte und kündigte Ende April an: „Das Rad boomt und Geld dafür ist da: Bis 2023 fördert allein das Verkehrsministerium bessere und sichere Radinfrastruktur mit der Rekordsumme von 1,46 Milliarden Euro. Jetzt müssen diese Mittel abgerufen und vor Ort eingesetzt werden.“ Die finanzielle Förderung des Radverkehrs durch Bund, Länder und Kommunen solle sich perspektivisch an rund 30 Euro je Person und Jahr orientieren, heißt es im Plan, doppelt so viel wie 2020. „Natürlich haben wir Nachholbedarf“, wird Scheuer zitiert, der bislang nicht als großer Anhänger des Radverkehrs gilt. Aber der Bund hätten darauf reagiert. „Die Forderung nach Geld ist okay. Jetzt geht es darum, dass das Geld abfließt, und es ist so viel da wie nie zuvor“, sagte Scheuer beim Radverkehrskongress in Hamburg. Bis 2030, so das Ziel, sollen Menschen im Schnitt 180 statt bisher 120 Wege per Rad zurücklegen.

Im Landkreis Ludwigsburg soll neben der Verbindung Bietigheim, Ludwigsburg, Kornwestheim bis Stuttgart ein zweiter Radschnellweg gebaut werden. Dieser würde Vaihingen/Enz mit der Landeshauptstadt verknüpfen. Auch diese hat laut der Studie eine hohe Wahrscheinlichkeit, realisiert zu werden. Diese zweite Schnellwegverbindung im Landkreis würde über Schwieberdingen und Korntal-Münchingen nach Stuttgart führen. Bis zu 2600 Radfahrerinnen könnten diese 20 Kilometer lange Strecke täglich nutzen. Eine Fortführung der Rad-Trasse von Vaihingen über Mühlacker nach Pforzheim ist in der Überlegung. Ein Schnellweg, der Ludwigsburg mit Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) verbinden wird, befindet sich bereits in der Planungsphase.

Bis zu 90 Prozent der Kosten zum Bau der Radschnellwege könnten vom Bund und dem Land Baden-Württemberg getragen werden. Ludwigsburgs Landrat Dietmar Allgäuer (CDU) äußerte sich dazu so: „Wir freuen uns sehr, dass die Machbarkeitsstudien unseren zwei Radschnellverbindungen gute Potenziale und eine hohe Wirtschaftlichkeit bescheinigt haben. Das Beste: Sie werden nicht nur Radfahrenden nutzen, die in die Landeshauptstadt fahren, sondern ermöglichen auch ein komfortables Pendeln zwischen den Kreiskommunen. Nun hoffen wir, dass bald mit den Planungen begonnen werden kann.“

 

 

Ludwigsburger Schlossfestspiele 2021 trotz Corona eröffnet

Mit Oksana Lyniv am Pult des Orchesters der Schlossfestspiele, der Mezzosopranistin Anna Larsson, dem Tenor Christian Elsner und dem Film »Das Lied von der Erde for the 21st century« von J Henry Fair eröffneten die Ludwigsburger Schlossfestspiele ihre Festspielsaison 2021: Die Fest Spiel Ouvertüre fand pandemiebedingt digital in Koproduktion mit dem ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE Concert statt und außerdem auf die Digitale Bühne der Schlossfestspiele gestreamt – sie eröffnet damit ein rein digitales Mai-Festspielprogramm, dem im Juni weitere, unter anderem digitale Projekte folgen sollen.

Oksana Lyniv, als Dirigentin in diesem Jahr auch erstmals bei den Bayreuther Festspielen zu Gast, dirigiert in Ludwigsburg Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie (»Pastorale») sowie Gustav Mahlers »Lied von der Erde« in einer Bearbeitung von Glen Cortese zum Film »Das Lied von der Erde for the 21st century« des Fotografen und Umweltaktivisten J Henry Fair. Dazwischen »erklingt« John Cages »4’33“« – eine Reflexion über die Stille in der Musik.

red

Corona im Kreis Ludwigsburg: Deutlich weniger Neuinfektionen als im Vergleich zur Vorwoche

Die Verordnung, die vollständig geimpften und genesenen Personen in Deutschland wieder mehr Rechte einräumt, ist heute im Bundesanzeiger veröffentlicht worden und tritt damit um Mitternacht in Kraft. (Link)

Und so sehen die Corona-Zahlen am Samstag (08.05. – 16 Uhr) für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldete binnen 24 Stunden in der Summe weitere 124 Corona-Infizierte. Aus der Stadt Ludwigsburg wurden 24 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Samstag vor einer Woche waren es 189 bestätigte Neuinfektionen, gestern waren es 160 Fälle.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut dem Landratsamt am heutigen Samstag kreisweit bei 174. Am Vortag hatte das Kreisgesundheitsamt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 166,3 angegeben, vor genau einer Woche mit 195,8. (Stand – 08.05. – 16Uhr)

Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 50Auf der Normalstation werden 35 Patienten behandelt. 15 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 13 beatmet werden. (Stand: 08.05.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 24.810 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bleibt unverändert bei 474. Rund 22.497 (+178) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 08.05.- 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 08.05.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag)

Affalterbach ( 148 | 0 )
Asperg ( 681 | 2 )
Benningen am Neckar ( 238 | 0 )
Besigheim ( 614 | 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.328 | 21 )
Bönnigheim ( 512 | 0 )
Ditzingen ( 1.114 | 6 )
Eberdingen ( 287 | 1 )
Erdmannhausen ( 157 | 1 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 560 | 3 )
Freudental ( 157 | 0 )
Gemmrigheim ( 253 | 1 )
Gerlingen ( 674 | 2 )
Großbottwar ( 329 | 2 )
Hemmingen ( 304 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 253 | 4 )
Kirchheim am Neckar ( 350 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 802 | 6 )
Kornwestheim ( 1.857 | 12 )
Löchgau ( 268 | 2 )
Ludwigsburg ( 4.460 | 24 )
Marbach am Neckar ( 669 | 0 )
Markgröningen ( 704 | 2 )
Möglingen ( 624 | 2 )
Mundelsheim ( 125 | 0 )
Murr ( 237 | 0 )
Oberriexingen ( 115 | 0 )
Oberstenfeld ( 356 | 2 )
Pleidelsheim ( 285 | 1 )
Remseck am Neckar ( 1.146 | 4 )
Sachsenheim ( 956 | 6 )
Schwieberdingen ( 428 | 6 )
Sersheim ( 290 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 444 | 1 )
Tamm ( 400 | 3 )
Vaihingen an der Enz ( 1.337 | 2 )
Walheim ( 127 | 0 )

red

Inzidenzwert für den Kreis Ludwigsburg fällt

Seit dem 24. April gelten in Baden-Württemberg die Regelungen der Bundesnotbremse. Hintergrund ist das bundesweit geltende Infektionsschutzgesetz.

Und so sehen die Corona-Zahlen am Freitag (07.05. – 16 Uhr) für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldete binnen 24 Stunden in der Summe weitere 160 Corona-Infizierte. Aus der Stadt Ludwigsburg wurden 37 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Freitag vor einer Woche waren es 153 bestätigte Neuinfektionen. Gestern waren es 175 Fälle.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut dem Landratsamt am heutigen Freitag kreisweit bei 166,3. Am Vortag hatte das Kreisgesundheitsamt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 173,1 angegeben, vor genau einer Woche mit 186,8. (Stand – 07.05. – 16Uhr)

Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 50 (+2). Auf der Normalstation werden 35 (+4) Patienten behandelt. 15 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 13 (-1) beatmet werden. (Stand: 07.05. – 09.00Uhr)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 24.686 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 1 auf 474. Rund 22.319 (+21) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 07.05.- 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 07.05.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag)

Affalterbach ( 148 | 0 )
Asperg ( 679 | 5 )
Benningen am Neckar ( 238 | 1 )
Besigheim ( 609 | 4 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.307 | 11 )
Bönnigheim ( 512 | 0 )
Ditzingen ( 1.108 | 14 )
Eberdingen ( 286 | 1 )
Erdmannhausen ( 156 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 557 | 7 )
Freudental ( 157 | 0 )
Gemmrigheim ( 252 | 1 )
Gerlingen ( 672 | 4 )
Großbottwar ( 327 | 4 )
Hemmingen ( 304 | 3 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 249 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 348 | 3 )
Korntal-Münchingen ( 796 | 8 )
Kornwestheim ( 1.845 | 12 )
Löchgau ( 266 | 2 )
Ludwigsburg ( 4.436 | 37 )
Marbach am Neckar ( 669 | 4 )
Markgröningen ( 702 | 7 )
Möglingen ( 622 | 3 )
Mundelsheim ( 125 | 0 )
Murr ( 237 | 2 )
Oberriexingen ( 115 | 0 )
Oberstenfeld ( 354 | 0 )
Pleidelsheim ( 284 | 3 )
Remseck am Neckar ( 1.142 | 7 )
Sachsenheim ( 950 | 8 )
Schwieberdingen ( 422 | 0 )
Sersheim ( 290 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 443 | 3 )
Tamm ( 397 | 3 )
Vaihingen an der Enz ( 1.335 | 1 )
Walheim ( 127 | 0 )

red

Wegen Corona: Tammer Fleckafescht und Asperger Stadtfest finden nicht statt

Weitere Corona-bedingte Absagen von Veranstaltungen im Landkreis Ludwigsburg: Am 17. und 18. Juli sollte eigentlich das Tammer Fleckafescht stattfinden, gefolgt vom Asperger Stadtfest, das für den 24. und 25. Juli 2021 geplant war. Angesichts der weiterhin angespannten Corona-Lage haben die beiden Kommunen nun entschieden, beide Feste abzusagen. Bereits am vergangenen Dienstag gab die Stadtverwaltung von Ludwigsburg die Absage des traditionellen Pferdemarktes bekannt.

„Gemeinsam feiern, sich in den Armen liegen und sich mit Freunden und Bekannten an einem der vielen tollen Vereinsstände austauschen: Das alles macht unsere Straßenfeste aus und ist doch angesichts der aktuellen Infektionslage nicht denkbar. Deshalb haben wir gemeinsam beschlossen, unsere Feste im Jahr 2021 schweren Herzens zum zweiten Mal abzusagen“, teilen die beiden Bürgermeister Martin Bernhard (Tamm) und Christian Eiberger (Asperg) mit.

Seit über einem Jahr stehen die Kommunen und das gesamte Land vor gewaltigen Herausforderungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wöchentlich ändern sich die Gegebenheiten und die Regelungen greifen tief ein in das gesellschaftliche Leben von Asperg und Tamm. Unter Berücksichtigung der Infektionszahlen gilt es, umsichtig zu handeln. Die beiden Kommunen bitten deshalb um Verständnis für die Entscheidung, das Stadtfest und das Fleckafescht im Jahr 2021 abzusagen.

Die beiden Bürgermeister, Martin Bernhard und Christian Eiberger blicken zugleich gemeinsam voraus: „Mit den fortschreitenden Impfungen und mit durchdachten Hygiene- und Schutzkonzepten kommen wir hoffentlich unserem Ziel näher, in einigen Wochen wieder einen normaleren Kita- und Schulbetrieb durchführen, den Einzelhandel und die Gastronomie öffnen, sowie unser tolles Vereinsleben aufnehmen zu können. Und bereits heute freuen wir uns darauf, das Stadtfest in Asperg und das Fleckafescht in Tamm im Jahr 2022 eröffnen zu dürfen.“

red

5.000 Corona-Impfdosen: Zusätzliche Impfstofflieferung an Ludwigsburger Kreisimpfzentren

LUDWIGSBURG. Gute Nachrichten für die beiden Kreisimpfzentren in Ludwigsburg. Insgesamt 5.000 Impfdosen des Moderna-Impfstoffs sollen aus dem Zentralen Impfzentrum des Landes in Mannheim zur Verfügung gestellt werden. Landrat Allgaier: „Für die kurzfristige und pragmatische Unterstützung des Landes möchte ich mich bedanken. Aber auch darüber hinaus benötigen wir dringend mehr Impfstoff, um weitere Erstimpftermine anbieten zu können.“

Dieser zusätzliche Impfstoff des Landes soll nach Angaben des Landratsamts innerhalb der nächsten sieben Tage verimpft werden, gestartet wird direkt am morgigen Freitag, 07.05. Durch die Unterstützung des Landes konnten gestern kurzfristig wieder täglich 540 neue Erstimpftermine angeboten werden. Die Termine waren innerhalb weniger Minuten vergeben, so die Ludwigsburger Kreisverwaltung.

Durch die zusätzliche Lieferung können somit ab dem morgigen Freitag insgesamt knapp 1.100 Impfungen pro Tag in den beiden Kreisimpfzentren durchgeführt werden, verteilt auf die drei Impfstoffe Biontech, Moderna und Astrazeneca. Der Impfstoff in den Kreisimpfzentren in Ludwigsburg ist allerdings trotz der Zusatzlieferung knapp. Aktuell können daher ab dem 14.05. keine neuen Erstimpftermine mehr angeboten werden, so das Landratsamt. Bereits bestehende Erst- und Zweitimpftermine sollen aber weiterhin regulär stattfinden.

red

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen am Donnerstag aus

Seit dem 24. April gelten in Baden-Württemberg die Regelungen der Bundesnotbremse. Hintergrund ist das bundesweit geltende Infektionsschutzgesetz.

Trotz deutlich weniger Neuinfektionen als im Vergleich zur Vorwoche, nahm der Inzidenzwert leicht zu. Und so sehen die Corona-Zahlen am Donnerstag (06.05. – 16 Uhr) für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldete binnen 24 Stunden in der Summe weitere 175 Corona-Infizierte. Aus der Stadt Ludwigsburg wurden 43 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche waren es 233 bestätigte Neuinfektionen. Gestern waren es 230 Fälle.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut dem Landratsamt am heutigen Donnerstag kreisweit bei 173,1. Am Vortag hatte das Kreisgesundheitsamt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 171,6 angegeben, vor genau einer Woche mit 196,4. (Stand – 06.05. – 16Uhr)

Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 48 (-2). Auf der Normalstation werden 31 (-3) Patienten behandelt. 17 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 14 (+1) beatmet werden. (Stand: 06.05. – 09.00Uhr)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 24.526 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 2 auf 473. Rund 22.298 (+137) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 06.05.- 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

 

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 06.05.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag)

Affalterbach ( 148 | 1 )
Asperg ( 674 | 7 )
Benningen am Neckar ( 237 | 2 )
Besigheim ( 605 | 1 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.296 | 17 )
Bönnigheim ( 512 | 2 )
Ditzingen ( 1.094 | 11 )
Eberdingen ( 285 | 1 )
Erdmannhausen ( 156 | 7 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 550 | 4 )
Freudental ( 157 | 0 )
Gemmrigheim ( 251 | 0 )
Gerlingen ( 668 | 1 )
Großbottwar ( 323 | 3 )
Hemmingen ( 301 | 1 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 248 | 3 )
Kirchheim am Neckar ( 345 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 788 | 5 )
Kornwestheim ( 1.833 | 16 )
Löchgau ( 264 | 2 )
Ludwigsburg ( 4.399 | 43 )
Marbach am Neckar ( 665 | 6 )
Markgröningen ( 695 | 6 )
Möglingen ( 619 | 4 )
Mundelsheim ( 125 | 0 )
Murr ( 235 | 0 )
Oberriexingen ( 115 | 1 )
Oberstenfeld ( 354 | 1 )
Pleidelsheim ( 281 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.135 | 3 )
Sachsenheim ( 942 | 9 )
Schwieberdingen ( 422 | 1 )
Sersheim ( 289 | 3 )
Steinheim an der Murr ( 440 | 1 )
Tamm ( 394 | 3 )
Vaihingen an der Enz ( 1.334 | 10 )
Walheim ( 127 | 2 )

red

Auf offener Straße – Streit unter Geschwistern in Ludwigsburg eskaliert

Aus noch unbekannter Ursache geriet ein 44 Jahre alter Mann am Mittwoch gegen 19.15 Uhr in der Friedrichstraße im Ludwigsburger Osten in Streit mit seiner 35 Jahre alten Schwester.

Als sich diese entfernen will, soll der Tatverdächtige sie an den Haaren zu Boden gezogen haben. Zeugen, die die Situation beobachteten, alarmierten die Polizei. Mehrere Streifenwagenbesatzungen fuhren hierauf in die Friedrichstraße und konnten die beiden dann in der Danziger Straße feststellen. Der 44-Jährige reagierte aggressiv auf die Polizeibeamten, die ihn zu Boden bringen mussten und ihm Handschließen anlegten.

Die 35 Jahre alte Frau, die leicht verletzt war, solidarisierte sich nun wieder mit ihrem Bruder und begann die Polizisten anzuschreien, worauf ihr ebenfalls Handschließen angelegt wurden. Da sich beide nicht beruhigen wollten, wurden sie in Gewahrsam genommen und zum Polizeirevier Ludwigsburg gebracht. Sie mussten den Rest der Nacht in der Gewahrsamseinrichtung verbringen.

red

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Hoch und runter: Inzidenz im Kreis Ludwigsburg steigt wieder

Seit dem 24. April gelten in Baden-Württemberg die Regelungen der Bundesnotbremse. Hintergrund ist das bundesweit geltende Infektionsschutzgesetz.

Nach dem es mit den Corona-Zahlen die letzten Tage abwärts ging, stieg am Mittwoch der Inzidenzwert für den Landkreis Ludwigsburg wieder an.

Und so sehen die Corona-Zahlen am Mittwoch (05.05. – 16 Uhr) für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldete binnen 24 Stunden in der Summe weitere 230 Corona-Infizierte. Allein aus der Stadt Ludwigsburg wurden 60 bestätigte Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Mittwoch vor einer Woche waren es 191 bestätigte Neuinfektionen. Gestern waren es 210 Fälle.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut dem Landratsamt am heutigen Mittwoch kreisweit bei 171,6. Am Vortag hatte das Kreisgesundheitsamt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 168,3 angegeben, vor genau einer Woche mit 191,4. (Stand – 05.05. – 16Uhr)

Laut der RKH-Klinik beträgt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen, 50 (-2). Auf der Normalstation werden 34 (-2) Patienten behandelt. 16 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 13 (-1) beatmet werden. (Stand: 05.05. – 09.00Uhr)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 24.351 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 1 auf 471. Rund 22,161 (+204) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 05.05.- 16Uhr)

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 05.05.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag)

Affalterbach ( 147 | 0 )
Asperg ( 667 | 3 )
Benningen am Neckar ( 235 | 4 )
Besigheim ( 604 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.279 | 19 )
Bönnigheim ( 510 | 3 )
Ditzingen ( 1.083 | 6 )
Eberdingen ( 284 | 2 )
Erdmannhausen ( 149 | 2 )
Erligheim ( 152 | 2 )
Freiberg am Neckar ( 546 | 4 )
Freudental ( 157 | 0 )
Gemmrigheim ( 251 | 0 )
Gerlingen ( 667 | 10 )
Großbottwar ( 320 | 1 )
Hemmingen ( 300 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 245 | 6 )
Kirchheim am Neckar ( 345 | 4 )
Korntal-Münchingen ( 783 | 5 )
Kornwestheim ( 1.817 | 19 )
Löchgau ( 262 | 2 )
Ludwigsburg ( 4.356 | 60 )
Marbach am Neckar ( 659 | 7 )
Markgröningen ( 689 | 10 )
Möglingen ( 615 | 1 )
Mundelsheim ( 125 | 0 )
Murr ( 235 | 3 )
Oberriexingen ( 114 | 0 )
Oberstenfeld ( 353 | 2 )
Pleidelsheim ( 281 | 2 )
Remseck am Neckar ( 1.132 | 18 )
Sachsenheim ( 933 | 7 )
Schwieberdingen ( 421 | 2 )
Sersheim ( 286 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 439 | 1 )
Tamm ( 391 | 6 )
Vaihingen an der Enz ( 1.324 | 13 )
Walheim ( 125 | 3 )

red

Krankenhausbetten auf dem Weg nach Afrika

Genau 30 von den RKH Kliniken ausrangierte Patientenbetten wurden jetzt im Wirtschaftshof der RKH Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal in einen Überseecontainer verladen. Dessen Ziel: Das Bembereke Hospital im Norden des westafrikanischen Landes Benin. Die Betten werden dringend benötigt, damit Patienten und ihre Angehörigen nicht mehr auf dem Boden schlafen müssen.

Die Situation im Bembereke Hospital kennen die am RKH Klinikum Ludwigsburg tätigen Kinderchirurgen Dr. Susanne Eberlein und Dr. Hartwig Sauter aus zurückliegenden Hilfseinsätzen. Von Ludwigsburg in den Benin, das sind nicht nur tausende Kilometer, sondern zudem Welten was die medizinische Versorgung angeht. Ob OP-Besteck oder Verbandsmaterial, der Unterstützungsbedarf ist groß und so reisen die beiden Ludwigsburger Oberärzte auch immer mit großem Gepäck an, um Kinder zu operieren, die sonst keine Chance gehabt hätten. Das OP- Spektrum reicht vom offenen Rücken über die Korrektur von Lippen-Kiefer- Gaumenspalten bis zum Entfernen von Zysten und Tumoren. Seit der Corona- Pandemie pausiert die aktive Arbeit der Kinderchirurgen und die Konzentration der Unterstützung verschob sich auf Hilfe, die aus der Ferne geleistet werden kann. Das Bembereke Hospital im Norden des Landes versorgt dabei Menschen im Umkreis von 100 Kilometern. Für Angehörige bedeutet das eine weite Anreise und so harren sie oft Monate an der Seite ihrer schwerkranken Kinder aus und schlafen auf dem Boden.

Deshalb sind die ausrangierten Patientenbetten auch für sie ein Segen. Deren Transport ist ein großes Gemeinschaftsprojekt zwischen dem 2019 gegründeten Verein Kinderchirurgie in Afrika mit Dr. Hartwig Sauter als erstem Vorsitzenden und Dr. Susanne Eberlein als dessen Stellvertreterin sowie dem Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen in Entwicklungsländern leistenden Freundeskreis Liweitari e.V. Der Transport nach Benin wird überdies von Engagement Global, einem Service für Entwicklungsinitiativen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, gefördert. Mit dem Transport allein ist es nicht getan, hinzu kommen noch die rund 5000 Euro betragenden Kosten für Einfuhrzoll und Einfuhrumsatzsteuer, die vom Verein Kinderchirurgie in Afrika übernommen werden.

Die Kinderchirurgen vom Ludwigsburger Klinikum hoffen nun, dass sie bald wieder selbst nach Afrika fliegen können, um den kranken Kindern zu helfen. Die Einsätze finden große Beachtung, viele Menschen unterstützen die ehrenamtliche Arbeit, es werden nicht nur regelmäßig Sach-, sondern auch Geldspenden geleistet. Spenden an den Verein „Kinderchirurgie in Afrika“ (www.kinderchirurgie-afrika.de) kommen dabei zu 100 Prozent der Arbeit vor Ort zugute, anderweitige Kosten werden durch Mitgliedsbeiträge abgedeckt. Die Initiative für das Afrikaprojekt hatte Dr. Hartwig Sauter, der nach seinem Medizinstudium fünf Jahre zunächst in Benin und dann in Kamerun tätig war.

red