Verkehrsbericht Ludwigsburg: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Bismarckstraße
Hier besteht wegen einer Tagesbaustelle eine Vollsperrung auf Höhe Bismarckstraße 32. Eine örtliche Umleitung ist eingerichtet.

Bönnigheimer Straße
Hier besteht eine halbseitige Sperrung im Bereich der Bönnigheimer Straße / Ingersheimer Straße bis voraussichtlich Ende Februar.

Einsteinstraße
Zwischen der Einsteinstraße 17 und der Daimlerstraße besteht bis voraussichtlich Mitte April eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.

Eugenstraße
Hier besteht bis voraussichtlich bis Ende Juni 2022 eine Vollsperrung auf Höhe der Eugenstraße 30/1.

Friedrichstraße Nordseite
Hier steht bis voraussichtlich März zwischen der Solitudestraße und der Stuttgarter Straße (B 27) nur jeweils eine Fahrspur in jeder Richtung zur Verfügung. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt oder teilweise nicht möglich.

Grönerstraße
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen der Gänsfußallee und der Bushaltestelle. Die Arbeiten sind witterungsabhängig  und dauern voraussichtlich bis Ende Februar.

Hermannstraße
Hier besteht am Dienstag, 23. Februar, eine Vollsperrung auf Höhe der Hermannstraße 15.

Johannesstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang März eine Vollsperrung zwischen der Wernerstraße und Ulrichstraße.

Karlstraße
Hier kommt es voraussichtlich bis Ende Februar zu Beeinträchtigung im Baustellenbereich kommen,  eventuell ist hiervon auch der Gehweg betroffen.

Kronenstraße (östlich der Bietigheimer Straße)
Hier besteht voraussichtlich bis März eine Vollsperrung.

L 1140
Bedingt durch die Umbaumaßnahmen an der Ostrampe der Autobahn-Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd sind Verkehrsbeeinträchtigungen auf der L 1140 möglich.

Neckarhalde
Hier besteht bis voraussichtlich Ende März eine Vollsperrung auf Höhe der Neckarhalde 39.

Neißestraße / Pregelstraße
Es besteht bis voraussichtlich Ende Februar eine Vollsperrung der Neißestraße ab der Abzweigung Pregelstraße.

Marbacher-/ Heilbronner-/ Schlossstraße (Überprüfung Schaftbauwerke im Kreuzungsbereich)
Hier ist auf der Marbacher Straße die linke Linksabbiegerspur stadteinwärts am Mittwoch, 24. Februar, und Donnerstag, 25. Februar, gesperrt. Auf der Heilbronner Straße und der Schlossstraße sind in diesem Zeitraum jeweils die linken Fahrspuren stadteinwärts gesperrt.

Marderweg
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Februar eine Vollsperrung gegenüber dem Marderweg 14.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.   

Schmiedgässle / Kronenstraße (komplett)
Es besteht eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten bis voraussichtlich
März.

Schwieberdinger Straße
Hier bestehen am Montag, 22. Februar, folgende Umleitungen wegen Kanalsanierungsarbeiten:
Die Linksabbiegespur der Schwieberdinger Straße in die Martin-Luther-Straße entfällt. Außerdem kann von der Ruhrstraße kommend nicht mehr nach links stadtauswärts in die Schwieberdinger Straße abgebogen werden. Von der Martin-Luther-Straße entfällt die Geradeausspur in die Ruhrstraße. Umleitungsstrecken über die Saar-, Kammerer- und Oscar-Walcker-Straße sind ausgeschildert.

Steinbeissstraße
Hier besteht eine Vollsperrung im Bauabschnitt 3 bis voraussichtlich bis Ende Februar.

Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle bis zu Beginn der Schifffahrtsaison, der Radweg ist frei.

Unter dem Hohen Rain
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Februar eine Vollsperrung  auf Höhe des Gebäudes
Unter dem Hohen Rain 20.

Untere Kasernenstraße – Parkplatz Untere Stadt
Der Parkplatz Untere Stadt ist im Zuge der Umgestaltung des Walckerparks gesperrt. Im Bereich der Unteren Kasernenstraße, der Oberen Kasernenstraße und der Bietigheimer Straße sind daher die öffentlichen Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt (Bewohnerparkbereich 1).

Untere Kasernenstraße
Es besteht eine Vollsperrung zwischen der Bietigheimer Straße und dem Postgässle.

Westrandstraße (im Bau) – Liebigstraße / Beim Bierkeller / Wöhlerstraße
Hier kann es zu Behinderungen im Bereich Liebigstraße / Beim Bierkeller kommen. Zudem bestehen Halteverbote  in der Wöhlerstraße, Liebigstraße und in der Straße Beim Bierkeller.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Trotz weniger Neuinfektionen – Inzidenzwert vom Landkreis Ludwigsburg steigt am Samstag

Und so sehen die Corona-Zahlen am Samstag 20.02. für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden +26 weiteren Corona-Infizierten. Im Vergleich zum Samstag vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfizierten damit erneut. Damals wurden 32 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 35 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg steigt auf 26

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg sinkt weiter und beträgt am Samstag 26. Am Vortag lag der Inzidenzwert bei 23,8. Der Inzidenzwert der Stadt Ludwigsburg lag am Freitag laut der Stadtverwaltung bei 28,8. (Stand: 20.02. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 16.767 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 1 auf 358. Rund 16.087 (+21) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 20.02.)

Laut den RKH Kliniken sind 30 COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 18 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 12 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 7 beatmet werden. (Stand: 20.02.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 20.02..)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 102 | 1 )
Asperg ( 420 | 2 )
Benningen am Neckar ( 163 | 0 )
Besigheim ( 440 | 2 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.552 | 2 )
Bönnigheim ( 426 | 0 )
Ditzingen ( 756 | 0 )
Eberdingen ( 204 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 116 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 377 | 3 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 172 | 0 )
Gerlingen ( 512 | 0 )
Großbottwar ( 216 | 0 )
Hemmingen ( 258 | 0 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 144 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 275 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 576 | 0 )
Kornwestheim ( 1.101 | 0 )
Löchgau ( 188 | 1 )
Ludwigsburg ( 3.110 | 8 )
Marbach am Neckar ( 456 | -1 )
Markgröningen ( 423 | 0 )
Möglingen ( 456 | 0 )
Mundelsheim ( 81 | 0 )
Murr ( 168 | 0 )
Oberriexingen ( 66 | 0 )
Oberstenfeld ( 165 | 0 )
Pleidelsheim ( 198 | 0 )
Remseck am Neckar ( 771 | 2 )
Sachsenheim ( 607 | 3 )
Schwieberdingen ( 273 | 0 )
Sersheim ( 195 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 309 | 4 )
Tamm ( 262 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 848 | -1 )
Walheim ( 94 | 0 )

red

Trotz Trend zum Home-Office: Büromieten bleiben in der Region Stuttgart hoch – Zukunft unbestimmt

Von Uwe Roth

Seit Monaten stehen Büroräume gähnend leer. Vereinzelnd kommen Mitarbeitende vorbei, um an ihren Schreibtischen stundenweise zu arbeiten oder sich in einem Konferenzzimmer zu besprechen – selbstverständlich unter Beachtung der Abstandsregeln und mit Mund-Nasen-Schutz. Bei der Wüstenrot & Württembergische (W&W) AG mit ihrem Hauptsitz in Ludwigsburg sind nach Angaben einer Sprecherin derzeit 80 Prozent der Beschäftigten des Innendienstes im Home-Office. In der W&W-Gruppe arbeiten 13.000 Menschen. Allein in diesem Unternehmen sind es Tausende von Pendlern, die aktuell nicht auf die Straße und zu ihrem Arbeitsplatz fahren müssen.

Die Frage stellt sich, wie es nach der Covid19-Pandemie weitergeht, wenn die Beschränkungen des Lockdowns (weitgehend) aufgehoben sind. Werden die Arbeitgebenden ihre Mitarbeiter im Home-Office belassen, wenn diese es wünschen? Oder wird das Arbeiten von Zuhause wie vor Corona wieder zu einer Randerscheinung werden? Die Einschätzungen sind sehr unterschiedlich.

Wer von Süden auf der Bundesstraße 27 nach Ludwigsburg kommt, sieht Richtung Westen eine Großbaustelle mit zahlreichen Kränen. Dort baut W&W auf einem großzügig angelegten Firmencampus mehrere Bürogebäude. Seit 2018 ist der erste Bauabschnitt fertig. 1.200 Beschäftigte haben dort ihren neuen Arbeitsplatz bereits bezogen. Bis zur endgültigen Fertigstellung 2023 sollen es 4.000 Arbeitsplätze werden. Der W&W-Vorstand hat die Pläne vor Corona verabschiedet. Dass die Arbeitsabläufe funktionieren, wenn 80 Prozent von Zuhause und nicht in den Firmengebäuden arbeiten, dürfte bei der Kalkulation neuer Büroflächen wohl keine Rolle gespielt haben. Was alles geht, hätte vor Corona sicher keiner für möglich gehalten.

Die Frage, ob W&W ein bescheideneres Nutzungskonzept entworfen hätte, hätte es die Lockdown-Erfahrungen schon gegeben, beantwortet die Unternehmenssprecherin mit einem Nein: „Das Konzept für den W&W-Campus bleibt bestehen: Wir werden die Unternehmen der W&W-Gruppe an einem Standort bündeln und dort moderne, flexible und zukunftsfähige Arbeitsplätze bieten“, stellt sie fest. W&W werde die neu entstehenden Büros „komplett nutzen“. Die Eckpfeiler des Campus-Konzepts seien moderne Büros – „verbunden mit Desksharing, fallweise mobilem Arbeiten und Telearbeit“. 30 Prozent der Belegschaft sollen sich die Schreibtische teilen. Ziel seien flexible Arbeitsformen, die eine „individuelle, selbstbestimmte Gestaltung des Arbeitstages förderten“. Die Beschäftigten sollten dort arbeiten, wo sie am produktivsten seien.

In der Immobilienbranche gehen Schätzungen davon aus, dass in Zukunft 30 Prozent weniger Büroflächen benötigt werden. Für David Grun, einer der Geschäftsführer in der Pflugfelder Unternehmensgruppe, ist diese Annahme „graue Theorie“. Die Praxis werde sich erst in den kommenden zwei bis drei Jahren zeigen, ist er überzeugt. Was ihn nicht wundert: „Die Auswirkungen der Coronakrise sind bisher noch nicht so spürbar, wie sie in Wirklichkeit sind. Bisher leiden nur Teile der Wirtschaft wie zum Beispiel der Einzelhandel, Kunst und Kultur oder die Gastronomie.“ Durch Staatshilfen und vorübergehende Gesetzesänderungen werde die tatsächliche Situation verzerrt. Wie viele Firmen Corona nicht überleben werden und Insolvenz anmelden müssen, werde sich erst in den nächsten zwölf bis 24 Monate so richtig abzeichnen. Bis dahin blieben Prognosen vage, sagt er, zumal es für diverse Probleme unterschiedliche Lösungsszenarien gebe.

Die Pflugfelder-Gruppe hat in Ludwigsburg und Stuttgart insgesamt drei Standorte mit 85 Mitarbeitenden. Über die Hälfte arbeiten derzeit im Home-Office. Corona habe die Digitalisierung im Unternehmen vorangetrieben und die Zusammenarbeit verändert, sagt er. Die Entwicklung sei nicht abgeschlossen. Das dürfte auch in vielen anderen Betrieben der Fall sein. Die Arbeitgeber haben überwiegend noch keine Entscheidungen getroffen, wie sie die Arbeit ihrer Mitarbeiter zukünftig organisieren, wenn die Lockdown-Beschränkungen aufgehoben sind.

Aus einigen großen Unternehmen hat Grun vernommen, dass Home-Office-Arbeitsplätze in jedem Fall bestehen blieben und verstärkt hybride Arbeitsformen geschaffen würden. Das heißt: Die Mitarbeiter verlassen regelmäßig ihr Home-Office, um sich im Unternehmen in ihren Teams zu treffen. Für die wenigsten sei vorstellbar, ausschließlich Zuhause zu arbeiten. Manche wollten und könnten nicht dauerhaft in der Wohnung ihre Aufgaben erledigen. Ihnen müssten die Arbeitgeber weiterhin einen Büroarbeitsplatz anbieten. Es könnte ebenso sein, dass Unternehmen aufgrund der Erfahrungen mit Corona jedem Büroarbeitsplatz wieder eine größere Fläche zuwiesen und die Schreibtische weiter auseinanderstellten, und so der Flächenbedarf genauso hoch ist wie bisher auch.

Dass sich dennoch auf dem Immobilienmarkt einiges ändern wird, davon geht der Pflugfelder-Geschäftsführer aus. „Corona ist ein Katalysator, der Entwicklungen nun viel schneller vorantreibt“, sagt Grun. Das betrifft aus seiner Sicht vor allem den stationären Einzelhandel, der sich von Corona nicht vollständig erholen werde. Was mit leerstehenden Ladenflächen in den Innenstädten geschehen solle, darüber könne im Moment nur spekuliert werden. „Es gibt gute Ideen für Alternativnutzungen“, überlegt er. Diese müssen jedoch auch einer wirtschaftlichen Betrachtung standhalten.

Ladenflächen in Co Working Space umzuwandeln, ist für ihn „grundsätzlich vorstellbar“. Co Working Spaces sind Büro- und Besprechungsräume, die stunden- bis wochenweise unkompliziert wie ein Hotelzimmer angemietet werden können. Vor allem junge Leute aus Startups könnten sich dort zusammenfinden, um regelmäßig ihre Projekte von Angesicht zu Angesicht zu besprechen. In Stuttgart existieren solche Konzepte. Quadratmeterpreise für Ladenflächen seien in den Toplagen im Moment aber noch um einiges höher als für Büroflächen, gibt Grun zu bedenken. Viele Investoren, die ihre Immobilien erst vor Kurzem erworben haben, hätten dies auf der Basis der bisherigen Mieten getätigt und die Immobilien auch so finanziert. Müssten sie auf einen Teil der Miete verzichten, brächte sie das in wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Auch bei W&W beschäftigt man sich mit dem Immobilienmarkt: Dort beobachtet man, dass dort aktuell eine eher unsichere Gemengelage herrsche. „Zögerliches Verhalten seitens der Nachfrager und Umsatzeinbrüche bei Bürovermietungen bestimmen den Markt“, teilt die Sprecherin mit. Die Volatilität habe wieder zugenommen. So sei zu beobachten, dass Umzüge oder räumliche Vergrößerungen teilweise verschoben würde. Andererseits führe der Druck auf effiziente und digitale Betriebsabläufe und Kostensenkung im Verwaltungsbereich zur Zusammenlegung bislang verstreuter Geschäftseinheiten.

„Auch wenn nach rund zehn Jahren Boom ein vorläufiges Zyklusende nahe scheint, ist das Angebot an modernen und flexiblen Flächen in guten Lagen immer noch gering“, stellt sie fest. Jedoch müsse die gute Lage nicht mehr zwingend „die zentralste Citylage“ sein. So eröffneten sich Chancen, dass „neue, multistrukturierte Cluster aus Büro, angewandter Forschung, Produktion, Lagerung entstehen werden“. Nicht nur die Pandemie, sondern auch weiterhin die demografische Entwicklung würden den Themen Gesundheit, Hygiene, Bio- und Medtec einen Katalysatoreffekt mitgeben. Dieser werde die bis dato auf das Automobil konzentrierte Wirtschaftsstruktur der Region positiv diversifizieren.

Autokorso-Demo: Rund 60 Personen versammeln sich trotz Verbot

Nachdem das von der Versammlungsbehörde der Stadt Ludwigsburg verfügte Versammlungsverbot für einen für Freitag angemeldeten Aufzug in Form eines Autokorsos auch verwaltungsgerichtlich bestätigt wurde, hat das Polizeipräsidium Ludwigsburg dieses Versammlungsverbot durchgesetzt.

Der Anmelder und ursprüngliche Versammlungsleiter rief trotz des vollziehbaren Verbots zur Teilnahme an einem Aufzug auf und wird deshalb wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz angezeigt.

Polizei und Stadtverwaltung hatten nach Bekanntgabe der gerichtlichen Entscheidung potentielle Versammlungsteilnehmende dazu aufgefordert, von einer Teilnahme abzusehen. Dennoch fanden sich ab 16:00 Uhr etwa 50 bis 60 Personen auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums im Tammerfeld ein. Während sich einige von ihnen auf Ansprache der Einsatzkräfte wieder auf den Heimweg machten, erhielten mehrere Personen Platzverweise und wurden wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz oder die Corona-Verordnung angezeigt. Darunter auch der Anmelder des Aufzuges, der sich beharrlich weigerte, die entsprechenden Regelungen und Auflagen einzuhalten und anschließend noch versuchte, Teilnehmende für einen Aufzug auf einer alternativen Strecke zu gewinnen. Gegen 18:00 Uhr wurden die polizeilichen Einsatzmaßnahmen beendet.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Inzidenzwert vom Landkreis Ludwigsburg fällt unter 25

Und so sehen die Corona-Zahlen am Freitag 19.02. für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden +35 weiteren Corona-Infizierten. Im Vergleich zum Freitag vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfizierten damit erneut deutlich. Damals wurden 44 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 22 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg sinkt unter 25

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg sinkt weiter und beträgt am Freitag 23,8. Am Vortag lag der Inzidenzwert bei 26,2. Der Inzidenzwert der Stadt Ludwigsburg lag am Donnerstag laut der Stadtverwaltung bei 27,8. (Stand: 19.02. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 16.741 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt und drei auf 357. Rund 16.066 (+3) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 19.02.)

Laut den RKH Kliniken sind 30 COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 18 (-1) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 12 (+3) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 7 beatmet werden. (Stand: 19.02.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 19.02..)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 101 | 0 )
Asperg ( 418 | 2 )
Benningen am Neckar ( 163 | 1 )
Besigheim ( 438 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.550 | 2 )
Bönnigheim ( 426 | 0 )
Ditzingen ( 756 | 3 )
Eberdingen ( 204 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 116 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 374 | 1 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 172 | 1 )
Gerlingen ( 512 | 1 )
Großbottwar ( 216 | 2 )
Hemmingen ( 258 | 0 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 144 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 275 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 576 | 1 )
Kornwestheim ( 1.101 | 3 )
Löchgau ( 187 | 0 )
Ludwigsburg ( 3.102 | 8 )
Marbach am Neckar ( 457 | 0 )
Markgröningen ( 423 | 1 )
Möglingen ( 456 | 0 )
Mundelsheim ( 81 | 2 )
Murr ( 168 | 0 )
Oberriexingen ( 66 | 0 )
Oberstenfeld ( 165 | 0 )
Pleidelsheim ( 198 | 0 )
Remseck am Neckar ( 769 | 1 )
Sachsenheim ( 604 | 1 )
Schwieberdingen ( 273 | 0 )
Sersheim ( 195 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 305 | 0 )
Tamm ( 262 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 849 | 3 )
Walheim ( 94 | 0 )

red

Autokorso-Verbot in Ludwigsburg gerichtlich bestätigt

Die von der Versammlungsbehörde der Stadt Ludwigsburg erlassene Verbotsverfügung für einen für heute, Freitag, 19. Februar angemeldeten Aufzug in Form eines Autokorsos (Ludwigsburg24 berichtete) durch Ludwigsburg und weitere Kommunen wurde nunmehr verwaltungsgerichtlich bestätigt. Der Aufzug kann somit am heutigen Freitagnachmittag nicht stattfinden.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat sich der Argumentation der Stadt Ludwigsburg angeschlossen, wonach der Antragsteller unter anderem als nicht zuverlässig eingestuft werden muss. Denn der Verantwortliche hatte in der Vergangenheit bei zahlreichen von ihm angemeldeten Versammlungen regelmäßig gegen Auflagen der Stadt Ludwigsburg verstoßen.

Die Polizei bittet alle Personen, die an dem Aufzug teilnehmen wollten, davon Abstand zu nehmen. Die polizeilichen Einsatzkräfte werden das Versammlungsverbot durchsetzen. Die Teilnahme an einer verbotenen Versammlung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann polizeiliche Maßnahmen nach sich ziehen.

red / Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Stadt Ludwigsburg verbietet Auto-Korso am Freitagnachmittag – Veranstalter zieht vor Gericht

Von Uwe Roth

Die Stadt Ludwigsburg hat eine für Freitagnachmittag angemeldete Versammlung in Form eines Autokorsos verboten. Diese sollte in Ludwigsburg beginnen und während des abendlichen Berufsverkehrs durch mehrere Kommunen führen. Doch der Veranstalter der Demo nimmt die Absage nicht hin und will das Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren entscheiden lassen. Bereits am ersten Freitag im Februar hatten Gegner der Corona-Auflagen während der Rush-Hour die Innenstadt mit etwa 300 Fahrzeugen blockiert. Eine große Zahl der Demoteilnehmer hielt sich nicht an die zuvor mit der Stadt und der Polizei abgesprochenen Auflagen. Viele Fahrzeuge waren mit mehr als zwei Personen besetzt. Laut hupend fuhren sie auch durch Wohngebiete, was ihnen untersagt worden war.

Ungeachtet den noch ausstehenden Gerichtsurteils bereitet das Polizeipräsidium Ludwigsburg in Abstimmung mit der Versammlungsbehörde laut einer Mitteilung „verkehrs- und ordnungspolizeiliche Maßnahmen vor“. Die Behörden haben angekündigt, einen „möglichst störungsfreien Verlauf der Versammlung gewährleisten und Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich halten zu wollen“.

Sofern die Versammlung stattfinden kann, werde sie mit Auflagen verbunden sein, die von den Versammlungsteilnehmenden beachtet werden müssten, so ein Polizeisprecher. Die Polizei werde auf deren Einhaltung achten und Verstöße dokumentieren. „Wer gegen Auflagen verstößt – etwa durch andauerndes Hupen in bewohnten Bereichen – muss mit Konsequenzen rechnen, die von einem Bußgeld über den Ausschluss von der Versammlung bis zur Beschlagnahme des Fahrzeugs reichen können“, heißt es in der Mitteilung von Donnerstagabend.

Sollte die Verbotsentscheidung verwaltungsgerichtlich bestätigt werden, dann werde die Polizei diese auch durchsetzen, bekräftigte der Sprecher.

„Für den Fall der Durchführung der Versammlung werden sich Beeinträchtigungen durch den Autokorso auch durch polizeiliche Maßnahmen nicht gänzlich verhindern lassen“, erklärte Polizeioberrat Christian Zacherle, der Leiter des Polizeireviers Ludwigsburg. Er wird den polizeilichen Einsatz am Freitag leiten. „Wir setzen aber darauf, dass sich Teilnehmende sowohl an die demokratischen Spielregeln als auch an die Regeln der Corona-Verordnung halten. Verstöße werden wir konsequent ahnden“, so Zacherle.

Inzidenzwert vom Landkreis Ludwigsburg sinkt am Donnerstag auf 26,2

Und so sehen die Corona-Zahlen am Donnerstag 18.02. für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden +22 weiteren Corona-Infizierten. Im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfizierten damit erneut. Damals wurden 29 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 32 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg sinkt weiter

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg sinkt weiter und beträgt am Donnerstag 26,2. Am Vortag lag der Wert bei 27,1. Der Inzidenzwert der Stadt Ludwigsburg lag am Donnerstag laut der Stadtverwaltung unverändert bei 27,8. (Stand: 18.02. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 16.706 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 3  auf 354. Rund 16.063 (+36) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 18.02.)

Laut den RKH Kliniken sind 27 (-1) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 18 (-1) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 9 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 5 (-2) beatmet werden. (Stand: 18.02.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 18.02..)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 101 | 1 )
Asperg ( 416 | 0 )
Benningen am Neckar ( 162 | 0 )
Besigheim ( 438 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.548 | 1 )
Bönnigheim ( 426 | 2 )
Ditzingen ( 753 | 1 )
Eberdingen ( 204 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 116 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 373 | 0 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 171 | 0 )
Gerlingen ( 511 | 0 )
Großbottwar ( 214 | 0 )
Hemmingen ( 258 | 2 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 144 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 274 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 575 | 1 )
Kornwestheim ( 1.098 | 3 )
Löchgau ( 187 | 1 )
Ludwigsburg ( 3.094 | 6 )
Marbach am Neckar ( 457 | 0 )
Markgröningen ( 422 | 0 )
Möglingen ( 456 | 0 )
Mundelsheim ( 79 | 1 )
Murr ( 168 | 0 )
Oberriexingen ( 66 | 0 )
Oberstenfeld ( 165 | 0 )
Pleidelsheim ( 198 | 0 )
Remseck am Neckar ( 768 | 0 )
Sachsenheim ( 603 | 0 )
Schwieberdingen ( 273 | 0 )
Sersheim ( 195 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 305 | 1 )
Tamm ( 261 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 846 | 0 )
Walheim ( 94 | 0 )

red

John Patrick verlängert bis 2023

Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben sich mit Headcoach John Patrick auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung verständigt. Der ursprünglich bis Sommer 2021 datierte Arbeitskontrakt des 52-Jährigen wurde vorzeitig bis 2023 verlängert.

Ganz nach dem Motto „das Wichtigste zuerst“ hatte im Hinblick auf die kommenden Jahre in Ludwigsburg zuletzt eine Personalie Priorität – nämlich John Patrick. Sowohl die MHP RIESEN als auch ihr US-amerikanischer Cheftrainer waren an einer Ausweitung der gemeinsamen Zeit interessiert, sodass die Gespräche zwischen Alexander Reil und Patrick binnen kürzester Zeit auf die Zielgerade einbogen. Nun haben alle Beteiligten bereits vor der zweiten Hälfte der laufenden Spielzeit Gewissheit und Planungssicherheit: Patrick verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre, also bis Sommer 2023.

„Seit 2013 haben wir als gesamter Klub eine enorm positive Entwicklung genommen. Mit Ausnahme einer Spielzeit qualifizierten wir uns seither immer für die Playoffs, mehrfach für internationale Wettbewerbe. Wir waren im Final Four der Basketball Champions League in Athen und wurden deutscher Vize-Meister – all dies ist unweigerlich mit John Patrick verbunden. Was aber fast noch wichtiger ist: Wir haben unser Image von einer eher grauen Maus hin zu einer klaren und speziellen Spielphilosophie gewandelt. Wir stehen für Einsatz, Leidenschaft und Kampfbereitschaft. Dies hat sich weit über die Stadtgrenzen herumgesprochen“, erläutert Reil und fügt zusammenfassend hinzu: „Es gab genügend Gründe, um die Zusammenarbeit fortzusetzen.“

2013, 2016, 2018 & 2021: Die vierte Verlängerung

Das neue Arbeitspapier Patricks, der schon jetzt der dienstälteste Headcoach in der easyCredit Basketball Bundesliga ist, läuft bis Ende Juni 2023 und soll die Basis dafür bilden, dass die Arbeit der Vergangenheit auch in der Zukunft Früchte tragen wird. Als Ansporn dienen die auf nationalem wie auch internationalem Parkett erreichten Leistungen, die jeweils unter Patricks Ägide Bestwerte der Klubhistorie mit sich brachten. Neben den sportlichen Erfolgen erhöhte sich parallel dazu die Bekanntheit des Klubs in grandioser Art und Weise.

„Ich hoffe, dass wir hungrig bleiben und noch mehr erreichen können. Unsere Mentalität ist die Mentalität eines Start-Ups, obwohl wir kein Start-Up sind und auf und neben dem Parkett über erfahrene Leute verfügen. Wir versuchen immer das Beste aus unseren Möglichkeiten herauszuholen, neue Wege zu gehen. Diese Mentalität macht großen Spaß. Nun möchten wir den nächsten Schritt in unserer Entwicklung gehen“, sagt Patrick.

Mit der Barockstadt verbindet er allerdings nicht nur Arbeit und Beruf, sondern auch privates Glück: „Ludwigsburg ist für mich und meine Familie unser Zuhause. Meine Frau, meine Kinder und ich sind glücklich hier zu sein“, so der 52-Jährige. Dieses familiäre Glücksgefühl kam in der jüngeren Vergangenheit auch durch die intensivierte Verknüpfung mit der Porsche Basketball-Akademie einher. Aus dieser schafften allein in den vergangenen drei Jahren neben Jacob und Johannes Patrick Quirin Emanga Noupoue, Lukas Herzog, Ariel Hukporti und Radii Caisin die Etablierung auf Profi-Niveau. Patrick hierzu: „Wir sind stolz auf das Erreichte, möchten unser Jugendprogramm aber noch mehr in unser Profi-Team integrieren.“ Der 52-Jährige hat sich zum Ziel gesetzt, den Weg über den eingeschlagenen Pfad weiter fortsetzen und dabei mit gutem Beispiel voranzugehen. Die Basis für die nächsten Jahre ist gelegt, die Ausgangslage für die zweite Halbserie gut.

red

Info

Name: John Patrick
Geburtsdatum: 29.02.1968
Position: Headcoach

Stadtwerke erhalten Förderung von Umweltministerium für flexible Ladeinfrastruktur

Ludwigsburg, Kornwestheim. Die Anzahl an batteriebetriebenen E-Fahrzeugen wächst sowohl weltweit als auch in Deutschland immer mehr. Durch die dafür notwendige Ladeinfrastruktur ist das Verteilnetz zunehmend höheren Belastungen ausgesetzt. Diese Herausforderung bewältigen die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) mit dem gemeinsamen Forschungsprojekt FlexCharge-LB: Durch die Vernetzung dezentraler Erzeugungseinheiten und eine steuerbare Ladeinfrastruktur lassen sie lokale Versorgungsengpässe gar nicht erst entstehen. Im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung Ende Januar übergab das Umweltministerium einen Förderbescheid in Höhe von rund 410.000 Euro an die beiden Projektpartner. Davon anteilig gingen rund 76.500 Euro an die SWLB.

Häufig sind E-Fahrzeuge länger an einer Ladestation angeschlossen als zum Aufladen ihrer Batterie nötig ist. Diese hohen Standzeiten bieten ein großes Verschiebepotential. Durch die Entwicklung einer Schnittstelle zwischen der Netzleittechnik und dem Lastmanagement der Ladeinfrastruktur kann die SWLB als Betreiber des Verteilnetzes hier bedarfsorientiert eingreifen. Dabei wird der Energieverbrauch der Ladeinfrastruktur in Abhängigkeit zu der jeweiligen Auslastung des Netzabschnitts flexibel angepasst. Das Netz der öffentlichen Versorgung kann wiederum durch den vor Ort produzierten Strom der integrierten Energieerzeugungsanlagen, wie beispielsweise den SWLB-Blockheizkraftwerken, entlastet werden. Dahinter steckt eine Art virtuelles Kraftwerk, das die dezentralen Strom-Erzeugungseinheiten und Ladesysteme über die gemeinsame Schnittstelle vernetzt und deren Fahrpläne optimal aufeinander abstimmt.

Die netzdienliche Integration der Ladesysteme in das Verteilnetzmanagement kommt im Rahmen des Projektes FlexCharge-LB an zwei Standorten zum Einsatz.

Zum einen erweitern die Stadtwerke die Ladeinfrastruktur im Holzgrundareal in Kornwestheim auf insgesamt drei lastmanagementfähige Ladesäulen – ohne dass zusätzliche Netzausbaumaßnahmen dafür notwendig sind. Die Ladeinfrastruktur in dem Areal ist Bestandteil eines ganzheitlichen Quartiersenergiekonzeptes der SWLB, das die Schaffung eines intelligenten Energiemanagements unter Berücksichtigung der lokalen Netzkapazitäten erfordert.

Zum anderen werden auf dem SWLB-Betriebsgelände zusätzlich zu den beiden bereits bestehenden Ladesäulen weitere drei Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten installiert. Durch die fortschreitende Elektrifizierung der SWLB-Firmenflotte ist diese zusätzliche Ladeinfrastruktur notwendig. Die Stadtwerke stellen sich mit FlexCharge-LB der Herausforderung, mehr Ladepunkte bei gleichzeitig nur eingeschränkt zur Verfügung stehender Netzleistung zu schaffen. Dank eines Lastmanagements, das die aktuelle Belastung der Netzstation berücksichtigt, wird auf dem SWLB-Gelände eine Lösung geschaffen, die einen zukünftigen Ausbau der Ladeinfrastruktur auf insgesamt mehr als 20 Ladepunkte ermöglicht.

„Durch die Erarbeitung intelligent vernetzter Strukturen nutzen wir die bereits bestehende Netzinfrastruktur der SWLB noch effizienter. Damit schaffen wir die Basis für eine zukunftsfähige, stetig wachsende Ladeinfrastruktur in der Region“, erklärt Johannes Rager, SWLB-Geschäftsführer. Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg fördert das gemeinsame Forschungsprojekt des ZSW und der SWLB im Rahmen des Programms „INPUT 2.0 – Intelligente Netzanbindung von Parkhäusern und Tiefgaragen“. Das Vorhaben FlexCharge-LB, das zudem durch die Unternehmen AVAT, VIVAIS, chargeIT und Syneco unterstützt wird, endet geplant am 31. Dezember 2021.

red