68-jähriger wird auf der A81 aus dem Wagen geschleudert

Bei einem schweren Verkehrsunfall am späten Mittwochabend kurz vor 23:00 Uhr auf der A 81 Heilbronn-Stuttgart zwischen den Anschlussstellen Mundelsheim und Pleidelsheim ist ein 68-jähriger Autofahrer ums Leben gekommen. Den polizeilichen Ermittlungen zufolge war der 62-jährige Fahrer eines Sattelzuges auf dem rechten der drei Fahrstreifen in Richtung Stuttgart unterwegs. Vom Parkplatz “Kälbling” fuhr ein Pkw-Lenker auf die Autobahn und der 62-jährige wechselte daher auf den mittleren Fahrstreifen. Der nachfolgende 68-Jährige fuhr mit seinem Audi mit vermutlich hoher Geschwindigkeit auf den bereits vollständig auf dem mittleren Fahrstreifen fahrenden Sattelzug auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Audi ausgehoben, prallte gegen die Mittelleitplanke und dort gegen den Pfeiler einer Verkehrsbeeinflussungsanlage. Der Autofahrer wurde aus seinem Fahrzeug auf die Richtungsfahrbahn Heilbronn geschleudert und starb noch am Unfallort. Für die weiteren Ermittlungen hat die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Heilbronn einen Sachverständigen hinzugezogen.

Aufgrund des Unfalls wurde die A 81 in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt und der Verkehr an den Anschlussstellen Mundelsheim und Pleidelsheim ausgeleitet. Die Richtungsfahrbahn Heilbronn ist nach Abschluss der Bergungsarbeiten seit 04:30 Uhr wieder befahrbar. Die stark beschädigte Schilderbrücke in Richtung Stuttgart muss nach Überprüfung durch einen Techniker abgebaut werden, da die Sicherheit sonst nicht gewährleistet werden kann. Die entsprechenden Maßnahmen sind eingeleitet. Wie lange die Vollsperrung in Richtung Stuttgart noch dauern wird, steht derzeit nicht fest.

Für die Unfallaufnahme und Verkehrsmaßnahmen waren neun Streifenbesatzungen der Polizeipräsidien Ludwigsburg und Heilbronn eingesetzt. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Ludwigsburg und 21 Einsatzkräfte der Feuerwehr Mundelsheim unterstützten die Bergungs- und Reinigungsmaßnahmen.

Oberbürgermeister Spec tankt Strom bei der IHK

IHK elektrisiert: Zwei Elektrotankstellen für Besucher

Seit kurzem stehen für Besucher der IHK in Ludwigsburg zwei Parkplätze für Elektroautos mit kostenloser Ladestation zur Verfügung. „Nachdem ganz Ludwigsburg elektrisiert, zieht nun auch die IHK nach. Bisher wird das Angebot zwar noch nicht so groß genutzt, aber unsere Besucher sollen wissen, dass Sie hier jederzeit auftanken können“, so Albrecht Kruse, Präsident der IHK-Bezirkskammer Ludwigsburg.

Der Oberbürgermeister der Stadt Ludwigsburg, Werner Spec, ist von der Neuerung begeistert und nutzte direkt letzte Woche die Möglichkeit, sein E-Auto mit Strom zu versorgen. Er war mit weiteren Vertretern der Stadt Ludwigsburg zu Gast bei der IHK, um über die hiesige Situation im Einzelhandel, die ÖPNV-Optimierung, den Glasfaserausbau und über Gewerbeansiedlungen zu sprechen.

Fast 50 Teilnehmer beim 60. Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs

Landrat Dr. Rainer Haas: „Lesen eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten“

LUDWIGSBURG. „Die 47 Sechstklässlerinnen und Sechstklässler, die diesmal mitmachen, sind der beste Beweis, dass sich auch in Zeiten von Smartphone, Social Media und Co. viele Kinder für das Lesen interessieren“, sagte Landrat Dr. Rainer Haas am Dienstagnachmittag im Kreishaus Ludwigsburg bei der Siegerehrung des Kreisentscheids des Vorlesewettbewerbs. Die Stiftung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet den Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht. Der Chef der Kreisverwaltung ehrte die Sieger des Bezirks Süd. Diese hatten sich in ihren Schulen für den Kreisentscheid des Vorlesewettbewerbs qualifiziert. Am Montag war der Bezirk West an der Reihe, am Mittwoch geht der Bezirk Nord an den Start. Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr ausgetragen und hat bundesweit jeweils rund 600.000 Teilnehmer. Der Landkreis, der schon in den 60er Jahren mitgemacht habe, beteilige sich auch dieses Jahr am ältesten und größten Schülerwettbewerb Deutschlands, hob Landrat Haas hervor. Das 60-Jahr-Jubiläum des Wettbewerbs 2019 unterstreiche dessen Bedeutung und Beliebtheit.
An die Schülerinnen und Schüler gewandt, sagte der Chef der Kreisverwaltung: „Die Lesefähigkeit eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten: Sie ist eine Schlüsselqualifikation für das Leben; sie bildet nicht nur, sondern regt auch Phantasie und Kreativität an; sie bereichert Geist und Seele und fördert das Ausdrucksvermögen; schließlich fördert sie auch die Fähigkeit, sich in andere Umstände und Menschen einzufühlen. Diese Erfahrungen konnten auch Eure Zuhörer machen, die Ihr heute in abwechslungsreiche Abenteuer und Geschichten entführt habt. Dabei habt ihr mit Eurer Begeisterung gezeigt, wie viel Spaß das Lesen macht.“ Angesichts der guten Leistungen habe die Jury keine leichte Aufgabe gehabt. Auch wenn diese am Ende eine Entscheidung habe treffen müssen, gebe es bei diesem Wettbewerb nur Gewinner, so der Landrat. Er überreichte allen, die mitgemacht haben, eine Teilnahmeurkunde, einen Buchpreis der Stiftung des Börsenvereins („Das Museum der sprechenden Tiere“ von
Hellen Cooper), eine Tasche der Kreissparkasse Ludwigsburg und einen Büchergutschein des Landkreises sowie den drei Erstplatzierten zusätzliche Büchergutscheine des Landkreises. Die Erstplatzierten, die den Landkreis beim Regionalentscheid auf Bezirksebene vertreten werden, erhielten zudem das Siegerbuch „Die beste Medizin“ von Christine Hamill.

27.02.2019

Bisherige Ergebnisse des Kreisentscheids
Montag, 25. Februar
Bezirk West
1. Platz: Vincent Skoda, Markgröningen, Hans-Grueninger-Gymnasium Markgröningen. Er hat aus Frauke Scheunemann: „Winston, Agent auf leisen Pfoten“ vorgelesen.
2. Platz: Michelle Lober, Sachsenheim, Eichwald-Realschule Sachsenheim. Sie hat aus Alice Pantermüller: „Mein Lotta Leben – wenn die Frösche zweimal quaken“ vorgele-sen.
3. Platz: Timo Mathe, Vaihingen, Friedrich-Abel-Gymnasium Vaihingen. Er hat aus Ste-fan Gemmel: „Schattengreifer – die Zeitensegler“ vorgelesen.

Dienstag, 26. Februar
Bezirk Süd
1. Platz: Platz: Emily Beck, Remseck, Liese-Meitner-Gymnasium Remseck. Sie hat aus Uta Reichardt: „Im Wolfsland“ vorgelesen
2. Platz: Xenia Kontic, Kornwestheim, Realschule Remseck Pattonville. Sie hat aus Cor-nelia Funke: „Drachenreiter“ vorgelesen
3. Platz: Abra Ostertag, Bietigheim-Bissingen, Goethe Gymnasium Ludwigsburg. Sie hat aus Lene Kaaberbol: „Wildhexe – die Feuerprobe“ vorgelesen

(Bezirk Nord):

Mittwoch, 27. Februar

  1. Platz: Lisa Schweizer, Erligheim, Christoph-Schrempf-Gymnasium Besigheim. Sie hat aus Markus Zusak: „Die Bücherdiebin“ vorgelesen
  2. Platz: Mia Kempter, Freudental, Maximilian-Lutz Realschule Besigheim. Sie hat aus Ottfried Preußler: „Krabat“ vorgelesen.
  3. Platz: Helena Schwaigert, Erdmannhausen, Tobias-Mayer-Schule (Gemeinschaftsschule). Sie hat aus Michael Ende: „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“  vorgelesen.

 

 

Neue Männer braucht das Land: Neuer Stadtjugendwart

Neuer Stadtjugendwart bei der Feuerwehr

Konstantin Resch heißt der neue Stadtjugendwart der Feuerwehr Ludwigsburg. Er übernahm mit sofortiger Wirkung zusammen mit seinem Stellvertreter Sven Denecke die Leitung und somit die Geschicke der Jugendfeuerwehr. Der Leiter des Fachbereichs Feuerwehr und Bevölkerungsschutz und Kommandant Ben Bockemühl hatte Resch ernannt.

Konstantin Resch trat im Herbst 2003 in die Jugendfeuerwehr ein, der er fast seit deren Gründung angehört. Im Frühjahr 2007 absolvierte er den Grundlehrgang und ist seither in der aktiven Abteilung Poppenweiler. Dort übernahm er vor sechs Jahren die Funktion des Jugendwarts. Über die Grundausbildung hinaus nahm er erfolgreich am Lehrgang „Maschinist für Löschfahrzeuge“ teil. Auch den „Gruppenführerlehrgang“ bestand er.

 

Neue Führung bei der Jugendfeuerwehr: Konstantin Resch (links) und Sven Denecke. Bild: Feuerwehr Ludwigsburg

 

Stadtbibliothek empfängt die einmillionste Besucherin

Eine Million Besucher in der Stadtbibliothek

Die Stadtbibliothek Ludwigsburg im Kulturzentrum hat bei den Besucherzahlen die Millionen-Grenzen überschritten. Bibliotheksleiter Thomas Stierle hat am vergangenen Samstag die einmillionste Besucherin seit der Neueröffnung im September 2015 mit einem Blumenstrauß überrascht: Irina Wippler mit ihren Töchtern Charlotte und Greta. Die Mutter von fünf Kindern hat in ihrer Grundschulzeit in der Zweigstelle im Schlösslesfeld  mit der Entdeckung der Medienwelten begonnen und ist seither zusammen mit der ganzen Familie begeisterte Bibliotheksnutzerin.

„Die Anziehungskraft der Stadtbibliothek hat sich generell gesteigert, ganz besonders auch für junge Familien, die den attraktiven Kinderbereich und die vielfältigen Veranstaltungen für Kinder schätzen. Solche positiven Erfahrungen mit dem Ort Bibliothek können spätere Einstellungen zum Lesen wesentlich beeinflussen. Deshalb ist es uns sehr wichtig, dass auch die Eltern sich wohlfühlen und gerne mit ihren Kindern zu Besuch kommen“, sagt Thomas Stierle.

Obwohl Bücher es in der Konkurrenz zu anderen Medien zunehmend schwerer haben, ist die Nachfrage nach Kinderbüchern in der Ludwigsburger Bibliothek immer noch auf sehr hohem Niveau. Insgesamt hält der Trend zu weiter steigenden Besucherzahlen in der Stadtbibliothek an. Im Durschnitt ziehen die Angebote pro Stunde 141 Menschen in die Bibliothek.

red

 

 

Fahrerflucht in Schwieberdingen

Schwieberdingen: Auto gestreift und abgehauen

Ein Sachschaden von etwa 1.000 Euro verursachte ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer, der zwischen Sonntag 10:00 Uhr und Dienstag 09:00 Uhr in der Stiegelstraße in Schwieberdingen einen geparkten Fiat streifte. Vermutlich beim Vorbeifahren beschädigte der Unbekannte das Fahrzeug und machte sich anschließend aus dem Staub. Die Spuren am Fiat deuten darauf hin, dass es sich bei dem Verursacher möglicherweise um einen Fahrrad- oder Motorradfahrer handeln könnte.

red

Einbrecher in Korntal-Münchingen unterwegs und Unfallflucht in Schwieberdingen

Korntal-Münchingen:

Vermutlich ein und dieselben, bislang unbekannten Täter trieben am Montag zwischen 17:20 und 19:45 Uhr in der Lerchenstraße in Münchingen ihr Unwesen. Über ein zuvor aufgehebeltes Fenster verschafften sich die Unbekannten Zutritt zu einem Wohnhaus, das sie anschließend durchsuchten. Dabei fiel ihnen Schmuck und Bargeld in noch unbekannter Höhe in die Hände. Der entstandene Sachschaden konnte noch nicht beziffert werden. An einem benachbarten Haus stellten die Bewohner ebenfalls fest, dass im Obergeschoss ein gekipptes Fenster aufgebrochen und dadurch ein Sachschaden von rund 200 Euro angerichtet wurde. Im Innern durchwühlten die Einbrecher mehrere Schränke und suchten anschließend das Weite. Ob die Täter hier Beute machten, muss noch geklärt werden. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, Tel. 07141/18-9, in Verbindung zu setzen.

Schwieberdingen:

Nach einer Unfallflucht am Montag zwischen 07.00 Uhr und 13.00 Uhr in der Markgröninger Straße in Schwieberdingen sucht das Polizeirevier Vaihingen an der Enz, Tel. 07042/941-0, nach Zeugen. Vermutlich beim Rangieren beschädigte ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker einen geparkten VW und hinterließ einen Sachschaden von etwa 2.000 Euro. Anschließend machte sich der Unbekannte, der möglicherweise einen LKW fuhr, ohne sich um den Unfall zu kümmern, davon.

red

 

Polizei-Einsatzkommando greift in der Ludwigsburger-Weststadt ein

Ludwigsburg-Weststadt:

Unter dem Eindruck einer bevorstehenden Trennung kam es am Montagabend in einer Wohnung in der Ludwigsburger Weststadt zum Streit zwischen einem 31-jährigen Mann und dessen 22-jähriger Freundin. Nachdem der 31-Jährige zu randalieren begann und Suizidgedanken äußerte, verließ die junge Frau die Wohnung und alarmierte die Polizei. Dabei erhielten die Einsatzkräfte auch den Hinweis, dass der Randalierer im Besitz von Waffen oder gefährlichen Gegenständen sein könnte. Gegen 21:25 Uhr wurde die Wohnung daher mit Unterstützung eines Einsatzkommandos betreten. Der 31-Jährige wurde dabei widerstandlos festgenommen und im Anschluss in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. In seiner Wohnung stellten die Beamten neben mehreren Messern, Macheten und Schwertern auch Schreckschuss- und Softairwaffen sowie eine Armbrust sicher. Die polizeilichen Ermittlungen zu möglichen waffenrechtlichen Verstößen dauern an.

red

Neue Schülerlotsen für Ludwigsburg

“Auch dieses Jahr soll die Begrüßung wieder mit den Wichtigsten dieser Veranstaltung beginnen – nämlich mit Euch, den Schülerlotsen. Nur durch Euer Engagement funktioniert dieses einzigartige Projekt.” Mit diesen Worten begrüßte die Leiterin des Referats Prävention, Kriminalrätin Ute Scholpp, am Donnerstag, 21.02.2019 beim PolizeiPräsidium Ludwigsburg die rund 50 Schülerinnen und Schüler der Campus-Schulen der Ludwigsburger Innenstadt. 22 davon wurden nach einem Jahr Ihres Einsatzes als Schülerlotsen in der Solitudestraße offiziell verabschiedet, 28 davon als neue Schülerlotsen begrüßt und für Ihr neues Amt ausgestattet. “Sich hier mitten rein ins Getümmel zu stellen und den Verkehr zu sichern, erfordert Mut und Verantwortungsbewusstsein. Damit leistet ihr einen ganz wichtigen Beitrag zu unserer Verkehrssicherheit in Ludwigsburg”, lobte sie die Kinder. Um was für Massen an Fußgängern und Autofahrern es sich auf der Solitudestraße im Bereich der Innenstadtcampus-Schulen handelt, weiß Ute Scholpp nur zu gut. Vor Jahren ist sie selbst dort Schülerin gewesen und war jeden Morgen vom Bahnhof zwischen den Autoschlangen hindurch über den Fußgängerüberweg zur Schule unterwegs. Auch den anwesenden Vertretern der fünf beteiligten Schulen dankte sie für ihr langjähriges Engagement und ihre Unterstützung bei der Umsetzung des Schülerlotsenprojekts.

Heinz Mayer, der Leiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung der Stadt Ludwigsburg bedankte sich bei jedem einzelnen Schülerlotsen für die extrem wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe. “Ihr leistet einen nachhaltigen Beitrag zur Verkehrssicherheit” lobte er die Kinder. Jeder hat es am Morgen eilig und ihr sorgt dafür, dass es nicht zu kniffligen Situationen kommt.

Monika Lengowski-Bischoff, die Vertreterin der Kreisverkehrswacht Ludwigsburg verabschiedete zusammen mit einer Mitarbeiterin des Referats Prävention des Polizeipräsidiums Ludwigsburg jeden einzelnen “alten” Schülerlotsen und übergab ihnen als Anerkennung ihrer Leistung eine Urkunde. Im Anschluss begrüßte sie die “Neuen” und stattete sie mit ihren Mützen aus.

Die Veranstaltung wurde durch das Impro-Theater des Friedrich-Schiller-Gymnasiums unter der Leitung von Herrn Waibel umrahmt, die mit ihren kurzweiligen, spontanen Einlagen für viele Lacher sorgten.

Seit dem Jahr 2006 wurden für den freiwilligen Schülerlotsendienst in Ludwigsburg insgesamt 350 Verkehrshelferinnen und -helfer ausgebildet. Eingesetzt werden pflichtbewusste und zuverlässige Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse. Die Ausstattung der Schülerlotsen mit Mütze, Warnweste, Anorak und Kelle übernimmt die Kreisverkehrswacht Ludwigsburg. Auch in diesem Jahr lädt die Kreisverkehrswacht die “neuen” Schülerlotsen wieder zum jährlich stattfindenden Landeswettbewerb der Schülerlotsen im Erlebnispark Tripsdrill ein.

Seit 1953 werden in Deutschland Schülerlotsen eingesetzt. Seitdem gab keinen tödlichen oder schweren Unfall an durch Schülerlotsen gesicherten Einsatzstellen.

red

Deutschlands größte Solarthermie-Anlage wird in Ludwigsburg gebaut

Erste Bauvorbereitungen für Deutschlands größte Solarthermie-Anlage

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) setzen seit Mitte 2017 das kommunale Klimaschutz-Modellprojekt des Bundesumweltministeriums SolarHeatGrid “Errichtung und Anbindung der größten Solarthermie-Anlage in Deutschland an ein optimiertes Wärmeverbundnetz” um, an dem die Stadt Ludwigsburg als Kooperationspartnerin beteiligt ist. Das Projekt wird mit knapp zehn Millionen Euro gefördert. Seit Mitte 2018 bereitet das Stadtwerke-Projektteam die bauliche Umsetzung vor. Nach der intensiven Planungs- und Ausschreibungsphase beginnen Anfang März die ersten Arbeiten für die Bauumsetzungen. Im April werden für das Wärmespeicher-Fundament 24 Bohrpfähle mit Beton ausgegossen, voraussichtlich im Mai folgt der Spatenstich für die Solarthermie-Anlage auf dem Römerhügel.

Wärmespeicher

Der Wärmespeicher ist wichtiger Bestandteil des Modellprojektes. Bodo Skaletz, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWLB, erläutert: „Durch die Errichtung der Solarthermie-Anlage in Verbindung mit einem großen Wärmespeicher wird qualitativ hochwertige, regenerativ erzeugte Wärme in das erweiterte Verbundnetz eingespeist. Damit können wir die Wärmemenge aus erneuerbaren Energien weiter erhöhen. Dank des Wärmespeichers steht die solar gewonnene Energie auch dann zur Verfügung, wenn es keine oder nur geringe Sonneneinstrahlung gibt. Die Grundlastwärme der fossil befeuerten Heizzentralen der Einzelnetze kann so durch die größtenteils regenerativ erzeugte Wärme des erweiterten Verbundnetzes ersetzt werden.“

Der Wärmespeicher entsteht ab März auf der Stadtwerke-eigenen Fläche neben dem Holzheizkraftwerk. Der runde Druckspeicher hat ein nutzbares Fassungsvermögen von 2.000 Kubikmetern und eine Höhe von 20 Metern. Er misst 14 Meter im Durchmesser.
Nach dem europaweitem Vergabeverfahren wurde das Unternehmen Kremsmüller Industrieanlagen aus Österreich mit dem Bau beauftragt. Dieses wird mit der Erstellung des Fundaments – je nach Witterung – voraussichtlich Anfang März beginnen. Die Fertigstellung des Fundaments ist für Mai 2019 geplant. Die Speicherelemente werden bereits seit Januar dieses Jahres gefertigt. Die Montagearbeiten des Speichers dauern von Mai bis November 2019, danach erfolgt die Außengestaltung mit Geländemodellierung und Baumpflanzungen. Die Außen- und Flächengestaltung des Wärmespeichers wurde in konstruktiver Zusammenarbeit mit den beteiligten Anwohnern im Herbst 2018 durchgeführt.

Solarthermie-Anlage
Die Ausschreibung für die momentan „größte Solarthermie-Anlage Deutschlands“ wurde im Juni 2018 als europaweites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gestartet. Drei Bieter wurden zur Angebotsabgabe aufgefordert, den Auftrag erhielt das Unternehmen Arcon-Sunmark GmbH aus Regensburg, eine Tochter der dänischen Firma Arcon-Sunmark A/S, im Dezember 2018.
Christian Stadler, Geschäftsführer Arcon-Sunmark GmbH erklärt: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim, um gemeinsam die größte Solarthermie-Anlage Deutschlands zu realisieren.“
Mit rund neun Megawatt (MW) Spitzenleistung und rund 14.800 Quadratmetern Kollektorfläche bauen die Stadtwerke die größte Anlage Deutschlands. Arcon-Sunmark GmbH verbaut am Römerhügel Flachkollektoren. „Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit unserer zweiten Gesellschafterin, der Stadt Kornwestheim, deren Gemeinderat und dem Privateigentümer können wir das Projekt nun teilweise auch auf Kornwestheim Gemarkung umsetzen“, freut sich Bodo Skaletz. Zum Vergleich: Die bis dato größte Solarthermie-Anlage Deutschlands befindet sich derzeit in Senftenberg, Brandenburg, mit 8.300 m² Kollektorfläche. „Die Wärmeerzeugungsprognose unserer Anlage liegt bei 5.500 Megawattstunden pro Jahr. Damit können wir circa 300 Durchschnittshaushalte ein Jahr lang versorgen“, sagt Skaletz
Die Anlage auf dem Römerhügel befindet sich derzeit noch in der Planungsphase. Bis die schlüsselfertige Anlage montiert werden kann, bedarf es auch am Römerhügel einiger Vorbereitungen. Der voraussichtliche Baubeginn für die Anlage ist für Mai terminiert. Bodo Skaletz weist auf aktuelle Arbeiten hin: „Zurzeit werden zusätzliche Eidechsenhabitate errichtet. Wir stellen dafür Flächen an unserem Wasserturm Fürstenhügel zur Verfügung.“ Die Produktion der Komponenten durch Arcon-Sunmark GmbH startete bereits im Februar. Skaletz: „Wir rechnen mit der Fertigstellung der Anlage Ende dieses Jahres. Die CO2-Einsparung des gesamten Kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes ist beeindruckend! Sie beträgt 3.700 Tonnen pro Jahr – das entspricht rund 1,6 Millionen Liter Benzin oder einer Waldfläche von rund 470 Fußballfeldern.“

Zusammenschluss bestehender Wärmenetze 

Die SWLB schließt im Rahmen des kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes drei Fernwärme-Inselnetze an das Ludwigsburger Verbundnetz an. „Durch die Anbindung des Fernwärmenetzes – das schon heute die Wärme für große Teile der Stadt mit überwiegend nachwachsenden Rohstoffen bereitstellt – an die noch rein fossil befeuerten Netze Rotbäumlesfeld, Technische Dienste Ludwigsburg und Kornwestheim Nord, erhöhen wir die Wärmequalität in den neu angeschlossenen Netzen deutlich“, so Skaletz.
Gleichzeitig können die Heizwerke künftig optional als Standorte für weitere Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Erzeuger genutzt werden, die die Effizienz zusätzlich erhöhen und die CO2– Emissionen weiter senken können. „Die Standorte arbeiten künftig in einem größeren Netzverbund – so können wir bei anstehenden Kesselerneuerungen möglicherweise die Kessel kleiner dimensionieren“, schaut Skaletz voraus und fügt hinzu: „Das bringt neben der Einsparung fossiler Energien natürlich ganz klar auch einen wirtschaftlichen Vorteil.“
Im Rahmen des Netzzusammenschlusses verlegen die Stadtwerke rund fünf Kilometer Wärmenetztrasse. Erste Fernwärmeleitungen wurden im Rahmen des Projektes bereits im Sommer 2018 gelegt.

Hintergrund

Offizieller Start dieses Leuchtturm-Projektes war am 1. Juni 2017. Insgesamt nimmt das Modellprojekt drei Jahre in Anspruch, Fertigstellung ist somit im Mai 2020.
Ende 2016 hatten sich die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim beim Förderaufruf für kommunale Klimaschutz-Modellprojekte im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit in Berlin beteiligt und dort überzeugt.
2017 wurde der SWLB-Förderantrag für das Modellprojekt SolarHeatGrid zur ´Errichtung und Anbindung einer der größten Solarthermie-Anlagen in Deutschland an ein optimiertes Wärmeverbundnetz´ bewilligt. Ziel des Modellprojektes ist es, den Anteil erneuerbarer Energien im Fernwärmenetz zu steigern und durch die so erzielte Verminderung des CO2-Ausstoßes aktiv den Klimaschutz vor Ort sowie die Energiewende auf lokaler Ebene voranzutreiben. Weiterer Schwerpunkt ist die Steigerung der Energieeffizienz.

Baustellenkameras der Stadtwerke dokumentieren den Baufortschritt von Wärmespeicher und Solarfeld. Interessierte können nach Einrichtung der Kameras den Bau live auf der Homepage der SWLB mitverfolgen. Mehr Informationen zum kommunalen Klimaschutz-Modellprojekt unter: www.swlb.de/solar-heat-grid