Kreis Ludwigsburg: Inzidenzwert dritten Tag in Folge über 100er-Marke

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Ludwigsburg  ist weiter gestiegen und liegt am Freitag deutlich über dem kritischen Wert von 100: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche liegt am Freitag bei 115,1, wie das Landratsamt mitteilt. Damit liegt der Wert den dritten Tag hintereinander über der 100er-Marke. Laut dem Landratsamt werden somit ab kommenden Montag wieder schärfere Kontaktbeschränkungen und Maßnahmen (Notbremse) festgesetzt. (Genauen Infos folgen)

Und so sehen die Corona-Zahlen am Freitag 26.03. – 16 Uhr für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe weitere 128 Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Freitag vor einer Woche hat sich die Zahl der Neuinfizierten weiter erhöht. Damals wurden 87 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 117 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Auch die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt im Vergleich zum Vortag um 7,7 auf jetzt 115,1. Vor genau einer Woche betrug der Inzidenzwert für den Landkreis 82,5. (Stand – 26.03. – 16Uhr)

Der bis dato höchste Inzidenzwert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis Ludwigsburg wurde am 23.12. registriert. Damals wurde eine 7-Tage-Inzidenz von 205,2 gemeldet.

Laut den RKH-Kliniken liegt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen auf 37. 25 (-3) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 12 (+3) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 7 (+3) beatmet werden. (Stand: 26.03. -16Uhr)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 18.777 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 1 auf 421. Rund 17.315 (+19) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 26.03.- 16Uhr)

Und so sehen die aktuellen Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg aus: 

Kreisimpfzentrum (KIZ):
AstraZeneca:         25.060 (Vortag: 12.192)
– BioNTech:              11.398 (Vortag: 11.242)

Mobile Impfteams (MIT):
– BioNTech:              8.299 (Vortag: 8.251)

Popup Impfzentren:
BioNTech:             918 (Vortag: 816)

Impfungen durch Ärzte:
– BioNTech:              162 (Vortag: 162)

Impfungen im Landkreis Insgesamt:   45.837 (Vortag: 32.663)***  Quelle: Landratsamt Ludwigsburg / Stand: 25.03.2021, 22:00 Uhr

Info/Definition:

Mobile Impfteams:
Führen Impfungen in Alten- u. Pflegeheimen sowie in Einrichtungen des betreuten Wohnens durch.

Pop-Up Impfzentren:
Eintägige Impfaktionen durch mobile Teams in Städten und Gemeinden

Impfungen durch Ärzte:
Pilotprojekt zur Impfung durch Hausärzte

 

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 26.03.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 116 | 1 )
Asperg ( 484 | 0 )
Benningen am Neckar ( 191 | 5 )
Besigheim ( 484 | 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.704 | 12 )
Bönnigheim ( 444 | 5 )
Ditzingen ( 831 | 1 )
Eberdingen ( 210 | 0 )
Erdmannhausen ( 121 | 0 )
Erligheim ( 122 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 431 | 11 )
Freudental ( 133 | 0 )
Gemmrigheim ( 178 | 0 )
Gerlingen ( 545 | 2 )
Großbottwar ( 269 | 1 )
Hemmingen ( 272 | 1 )
Hessigheim ( 53 | 0 )
Ingersheim ( 155 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 286 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 617 | 2 )
Kornwestheim ( 1.317 | 15 )
Löchgau ( 212 | 3 )
Ludwigsburg ( 3.412 | 19 )
Marbach am Neckar ( 505 | 1 )
Markgröningen ( 510 | 8 )
Möglingen ( 510 | 4 )
Mundelsheim ( 105 | 1 )
Murr ( 188 | 0 )
Oberriexingen ( 85 | 1 )
Oberstenfeld ( 212 | 4 )
Pleidelsheim ( 215 | 0 )
Remseck am Neckar ( 893 | 9 )
Sachsenheim ( 687 | 4 )
Schwieberdingen ( 311 | 3 )
Sersheim ( 215 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 358 | 4 )
Tamm ( 288 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 1.001 | 4 )
Walheim ( 100 | 0 )

red

Ab sofort: Wieder erweiterte Maskenpflicht in der Ludwigsburger Innenstadt

Die Zahl der Neu-Infektionen mit Corona steigt weiter, vor allem die verschieden die Mutationsvarianten sorgen für ein hohes Risiko. Im Hinblick auf die Corona-Pandemie sind wir mitten in der dritten Welle. Im Landkreis Ludwigsburg lag die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – gestern bei einem Wert von 107,4, in der Stadt bei 107,9 (Stand 25.03.2021, 16 Uhr). Deshalb hat der Landkreis auf Wunsch der Stadtverwaltung für Teile der Ludwigsburger Innenstadt wieder eine erweiterte Maskenpflicht beschlossen, teilte das Ludwigsburger Rathaus am Freitag mit.

Erweiterte Maskenpflicht in Teilen der Ludwigsburger Innenstadt gilt ab sofort

Laut Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist insbesondere in den Fußgängerzonen, auf den Parkplätzen vor Einkaufszentren und Geschäften, während des Wochenmarktes und auch im öffentlichen Nahverkehr sowie an den Haltestellen und in Geschäften eine Maske zu tragen (in Fußgängerzonen reicht eine Alltagsmaske, ansonsten muss es eine medizinische Maske sein). Der Landkreis hat für die Ludwigsburger Innenstadt nun eine Allgemeinverfügung erlassen, die laut einer Pressesprecherin ab sofort gilt.

Demnach ist zusätzlich zu den oben genannten Bereichen in folgenden Straßen und Plätzen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen: in der Bahnhofstraße beginnend auf Höhe der Ecke Leonberger Straße bis zur Kreuzung Schillerstraße/Hoferstraße/Uhlandstraße, in der gesamten Myliusstraße, in der gesamten Schillerstraße, auf dem gesamten Schillerplatz, in der gesamten Mathildenstraße, in der gesamten Arsenalstraße, in der Wilhelmstraße im Bereich zwischen Ecke Arsenalstraße und Kreuzung Schlossstraße/Schorndorfer Straße/Stuttgarter Straße sowie in der Körnerstraße im Bereich zwischen Ecke Wilhelmstraße und der Kreuzung Lindenstraße.

>Hier der Link zum Lageplan<

Die Maskenpflicht aus der Allgemeinverfügung gilt nur in der Zeit von 7 bis 20 Uhr und sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind davon befreit, genauso wie Personen, denen aus gesundheitlichen oder sonstigen zwingenden Gründen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht möglich ist. Auch beim Essen und Trinken sowie bei sportlicher Betätigung, zum Beispiel beim Joggen oder während des Fahrradfahrens, muss keine Maske getragen werden.

Diese Allgemeinverfügung tritt automatisch außer Kraft, sobald der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigsburg von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner mindestens sieben Tage lang unterschritten wird. Im Übrigen gelten weiterhin die jeweiligen Regelungen der Corona-Verordnungen des Landes Baden-Württemberg in der jeweils aktuellen Fassung.

red

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Blühende Barock und Märchengarten ab Montag 29.03. wohl geschlossen

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Ludwigsburg höchstwahrscheinlich an 3 Tagen in Folgen bei Werten über 100 liegen wird, greift die von Bund und Ländern beschlossene sogenannte „Notbremse“ mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen. Davon wird nach Angaben des städtischen Unternehmens auch das Blühende Barock mit dem Märchengarten betroffen sein.

Nach Angaben eines Sprechers des Landratsamts Ludwigsburg geht man davon aus, dass auch am Freitag (26. März) der 7-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis Ludwigsburg über der 100-er Marke liegen wird. Somit greift in diesem Fall die von Bund und Ländern vorgegebene „Notbremse“.

Der Besuch des Blühenden Barock und des Märchengartens wird nach einer Meldung des Blühenden Barocks somit ab dem 29.03. wohl nicht mehr möglich sein. Somit haben Dauerkarteninhaber und Tagesbesucher bis kommenden Sonntag die Möglichkeit das Blüba und den Märchengarten zu besuchen. Online-Tickets können Besucher weiterhin über die Homepage des BlüBa erwerben. Mit Buchung des Onlinetickets ist gleichzeitig die vorgeschriebene Erfassung der Besucherdaten zur etwaigen Nachverfolgung im Coronafall erfolgt. Für Dauerkarteninhaber ist ein Zugang zum Blühenden Barock während der Dauer der Schließung nicht möglich.

Für wie lange die Schließung erfolgt ist unklar. Erst wenn die 7-Tage-Inzidenz an 5 aufeinanderfolgenden Tagen wieder unter 100 liegt, kann voraussichtlich wieder geöffnet werden.

red

 

Inzidenz im Kreis Ludwigsburg zweiten Tag in Folge über 100er-Marke

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Kreis Ludwigsburg liegt auch am Donnerstag deutlich über dem kritischen Wert von 100: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist weiter gestiegen und lag am Donnerstag bei 107,4, wie das Landratsamt mitteilt. Damit liegt der Wert den zweiten Tag hintereinander über der 100er-Marke. Übersteigt die 7-Tage-Inzidenz für mindestens drei Tage in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt den Wert von 100 müssen wieder schärfere Kontaktbeschränkungen und Maßnahmen festgesetzt werden.

Und so sehen die Corona-Zahlen am Donnerstag 25.03. – 16 Uhr für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe weitere 117 Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche hat sich die Zahl der Neuinfizierten weiter erhöht. Damals wurden 95 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 133 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Auch die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt im Vergleich zum Vortag um 5,7 auf jetzt 107,4. Vor genau einer Woche betrug der Inzidenzwert für den Landkreis 78,1. (Stand – 25.03. – 16Uhr)

Der bis dato höchste Inzidenzwert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis Ludwigsburg wurde am 23.12. registriert. Damals wurde eine 7-Tage-Inzidenz von 205,2 gemeldet.

Laut den RKH-Kliniken liegt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen auf 37 (+2). 28 (+4) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 9 (-2) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 4 (-1) beatmet werden. (Stand: 25.03. -16Uhr)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 18.649 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 1 auf 420. Rund 17.296 (+44) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 25.03.- 16Uhr)

Und so sehen die aktuellen Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg aus: 

Kreisimpfzentrum (KIZ):
AstraZeneca:         12.192 (Vortag: 11.754)
– BioNTech:              11.242 (Vortag: 11.055)

Mobile Impfteams (MIT):
– BioNTech:              8.251 (Vortag: 8.229)

Popup Impfzentren:
BioNTech:             816 (Vortag: 714)

Impfungen durch Ärzte:
– BioNTech:              162 (Vortag: 162)

Impfungen im Landkreis Insgesamt:  32.663 (Vortag: 31.914)***  Quelle: Landratsamt Ludwigsburg / Stand: 24.03.2021, 22:00 Uhr

Info/Definition:

Mobile Impfteams:
Führen Impfungen in Alten- u. Pflegeheimen sowie in Einrichtungen des betreuten Wohnens durch.

Pop-Up Impfzentren:
Eintägige Impfaktionen durch mobile Teams in Städten und Gemeinden

Impfungen durch Ärzte:
Pilotprojekt zur Impfung durch Hausärzte

 

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 25.03.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 115 | 0 )
Asperg ( 484 | 3 )
Benningen am Neckar ( 186 | 2 )
Besigheim ( 479 | 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.692 | 9 )
Bönnigheim ( 439 | 2 )
Ditzingen ( 830 | 2 )
Eberdingen ( 210 | 0 )
Erdmannhausen ( 121 | 0 )
Erligheim ( 122 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 420 | 3 )
Freudental ( 133 | 0 )
Gemmrigheim ( 178 | 0 )
Gerlingen ( 543 | 0 )
Großbottwar ( 268 | 0 )
Hemmingen ( 271 | 2 )
Hessigheim ( 53 | 0 )
Ingersheim ( 155 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 286 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 615 | 1 )
Kornwestheim ( 1.302 | 14 )
Löchgau ( 209 | 0 )
Ludwigsburg ( 3.393 | 25 )
Marbach am Neckar ( 504 | 3 )
Markgröningen ( 502 | 6 )
Möglingen ( 506 | 3 )
Mundelsheim ( 104 | 2 )
Murr ( 188 | 1 )
Oberriexingen ( 84 | 0 )
Oberstenfeld ( 208 | 8 )
Pleidelsheim ( 215 | 1 )
Remseck am Neckar ( 884 | 6 )
Sachsenheim ( 683 | 6 )
Schwieberdingen ( 308 | 2 )
Sersheim ( 214 | 3 )
Steinheim an der Murr ( 354 | 3 )
Tamm ( 287 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 997 | 5 )
Walheim ( 100 | 0 )

red

Renate Schmetz ist neue Erste Bürgermeisterin in Ludwigsburg – große Mehrheit im Gemeinderat

Von Uwe Roth

Bislang war sie im Rathaus die Fachbereichsleiterin für Bildung und Familie – nun hat der Gemeinderat von Ludwigsburg Renate Schmetz am Mittwoch zur Ersten Bürgermeisterin der 94000 Einwohner-Stadt gewählt. Mit ihrer Wahl sind nun zwei Frauen in der vierköpfigen Verwaltungsspitze.

Die gebürtige Krefelderin ist künftig zuständig für Schulen, Sport, Soziales und das Hauptamt. Sie ist seit 2012 in der Ludwigsburger Stadtverwaltung und folgt nach ihrer Wahl auf Konrad Seigfried, der am 30. April mit 68 Jahren in den Ruhestand geht. Von 38 Stimmen erhielt die 52-Jährige 35. Auf die Stellenausschreibung waren über 30 Bewerbungen eingegangen. Die Gemeinderäte wählten Schmetz aus vier Kandidaten*innen, die es in die Endrunde geschafft haben.

Geflügelpestverdacht im Landkreis Ludwigsburg

Junghennen aus einem von Geflügelpest betroffenem Betrieb in Nordrhein-Westfalen wurden auch in zahlreiche Kleinhaltungen von Baden-Württemberg geliefert. Darunter auch ein landwirtschaftlicher Betrieb im Landkreis Ludwigsburg. 

Ein landwirtschaftlicher Betrieb im Kreis Ludwigsburg mit 180 Legehennen ist am 22.03. positiv auf den Erreger der Geflügelpest getestet worden. Aufgrund des klinischen Bildes, der Untersuchungsergebnisse und dem Zusammenhang mit der vermutlichen Einschleppungsquelle handelt es sich somit um einen Geflügelpestverdachtsfall. Das teilte das Landratsamt Ludwigsburg am Mittwochabend mit. Aktuell wartet die Behörde auf die Bestätigung des Untersuchungsergebnisses durch das Friedrich-Löffler-Institut sowie auf die Feststellung des Virusstammes.

Hintergrund ist, das aus einem Junghennenaufzuchtbetrieb im Raum Paderborn (Nordrhein-Westfalen), bei dem Anfang dieser Woche der Ausbruch der Geflügelpest amtlich festgestellt wurde, Junghühner auch an zahlreiche Kleinhaltungen in Baden-Württemberg ausgeliefert worden sind. Darunter eben auch ein landwirtschaftlicher Betrieb im Kreis Ludwigsburg.

Die Geflügelpest ist eine für das Hausgeflügel hochansteckende virale Erkrankung und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitsanzeichen. Anders als bei Wassergeflügel wie Gänsen und Enten verläuft die Erkrankung bei Geflügelarten wie Hühnern oder Truthühnern oft akut. Wassergeflügel erkrankt dagegen oft symptomlos, kann den Erreger aber weiterverbreiten.

Im Vorfeld kam es in dem Betrieb zu einer reduzierten Legeleistung der Hühner. Vom Landwirt wurden vermehrt kranke Tiere beobachtet und es waren bereits vereinzelt Tiere gestorben. Aus diesem Grund verständigte der Landwirt den Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Landratsamtes. Momentan liegen keine Informationen vor, dass weitere Geflügelhaltungen betroffen wären. Auch ist ein Eintrag des Erregers durch Wildvögel eher auszuschließen, da es sich um eine reine Stallhaltung handelt. Somit kann derzeit von einem solitären Ausbruch ausgegangen werden. Wahrscheinlich erfolgte der Eintrag durch einen Zukauf von Geflügel bei einem Geflügelzucht- und Handelsbetrieb in Nordrhein-Westfalen. Im Betrieb selbst wurden von der Veterinärbehörde alle notwendigen seuchenhygienischen Maßnahmen getroffen, um eine weitere Ausbreitung der Geflügelpest zu verhindern. Am Mittwoch (24.03.) wurden alle im Bestand vorhandenen Legehennen aus seuchenhygienischen und tierschutzrechtlichen Gründen getötet und der Tierkörperbeseitigung zugeführt. Im weiteren Verlauf wird der Betrieb gereinigt und desinfiziert, teilt das Landratsamt mit.

Das Landratsamt bittet eindringlich, dass sich alle weiteren Käufer aus dem Landkreis Ludwigsburg, die im März Legehennen von einem Geflügelhandelsbetrieb in Nordrhein-Westfalen erworben haben, beim Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung melden, da auch hier nicht ausgeschlossen ist, dass diese mit dem Erreger der Geflügelpest infiziert sind. Ferner wird unabhängig von der aktuellen Seuchenlage auf die Biosicherheitsmaßnahmen verwiesen, welche einen Eintrag von Tierseuchenerregern in die Geflügelhaltung verhindern sollen. Die notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen bzw. Hygieneregeln können auf den Seiten des Ministeriums für Verbraucherschutz und Ländlichen Raum eingesehen werden: https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unsere-themen/tierschutz-tiergesundheit/tiergesundheit/tierkrankheiten-tierseuchen-zoonosen/vogelgrippe/. Dort sind auch viele Antworten rund um die Thematik der Geflügelpest zu finden.

Momentan wird nach Angaben des Landratsamts die Einrichtung von Restriktionszonen risikoorientiert überprüft. In Abhängigkeit zur Lage in diesen Zonen wären dann auch verschiedene behördliche Maßnahmen zu beachten, wie z.B. eine Aufstallungspflicht im Sperrbezirk oder Handelsbeschränkungen für Eier, lebendes Geflügel oder erschlachtetes Fleisch von diesen. In diesem Zusammenhang weist die Kreisverwaltung nochmals darauf hingewiesen, dass es vor dem Hintergrund des Geflügelpestgeschehens von großer Bedeutung ist, dass sich alle Halter von Geflügel, wie beispielsweise Hühner, Enten, Gänsen, Truthühner, Perlhühner oder Wachteln, die bisher noch nicht bei der Veterinärbehörde mit ihren Haltungen registriert sind, melden und dies unabhängig von der Zahl der gehaltenen Tiere.

Weitere Informationen können den Internetseiten des Friedrich-Löffler-Instituts entnommen werden (https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/).

red

Quelle: Landratsamt Ludwigsburg

Kreis Ludwigsburg reißt kritische Grenze: Inzidenzwert am Mittwoch bei 102,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Kreis Ludwigsburg hat am Mittwoch den kritischen Wert von 100 überschritten: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche lag am Mittwoch bei 102,7 wie das Landratsamt am Mittwoch mitteilt. Damit ist der Wert überschritten, ab dem die sogenannte Notbremse greift. Bleibt sie drei Tage lang über diesem Grenzwert und liegt ein diffuses Infektionsgeschehen vor, muss das Landratsamt handeln.

Und so sehen die Corona-Zahlen am Mittwoch 24.03. – 16 Uhr für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe weitere 133 Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Mittwoch vor einer Woche hat sich die Zahl der Neuinfizierten weiter erhöht. Damals wurden 117 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 113 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Auch die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt im Vergleich zum Vortag um 5,9 auf jetzt 102,7. Vor genau einer Woche betrug der Inzidenzwert für den Landkreis 74,6. (Stand – 24.03. – 16Uhr)

Der bis dato höchste Inzidenzwert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis Ludwigsburg wurde am 23.12. registriert. Damals wurde eine 7-Tage-Inzidenz von 205,2 gemeldet.

Laut den RKH-Kliniken liegt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen auf 35 (-5). 24 (-2) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 11 (-3) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 5 (-1) beatmet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 18.532 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 1 auf 419. Rund 17.252 (+68) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 24.03.- 16Uhr)

Und so sehen die aktuellen Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg aus: 

Kreisimpfzentrum (KIZ):
AstraZeneca:         11.754
– BioNTech:              11.055

Mobile Impfteams (MIT):
– BioNTech:              8.229

Popup Impfzentren:
BioNTech:              714

Impfungen durch Ärzte:
– BioNTech:              162

Impfungen im Landkreis Insgesamt: 31.914 ***  Quelle: Landratsamt Ludwigsburg / Stand: 23.03.2021, 22:00 Uhr

Info/Definition:

Mobile Impfteams:
Führen Impfungen in Alten- u. Pflegeheimen sowie in Einrichtungen des betreuten Wohnens durch.

Pop-Up Impfzentren:
Eintägige Impfaktionen durch mobile Teams in Städten und Gemeinden

Impfungen durch Ärzte:
Pilotprojekt zur Impfung durch Hausärzte

 

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 24.03.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 115 | 2 )
Asperg ( 481 | 1 )
Benningen am Neckar ( 184 | 1 )
Besigheim ( 474 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.683 | 3 )
Bönnigheim ( 437 | 4 )
Ditzingen ( 828 | 8 )
Eberdingen ( 210 | 1 )
Erdmannhausen ( 121 | 1 )
Erligheim ( 122 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 417 | 2 )
Freudental ( 133 | 0 )
Gemmrigheim ( 178 | 0 )
Gerlingen ( 543 | 2 )
Großbottwar ( 268 | 1 )
Hemmingen ( 269 | 2 )
Hessigheim ( 53 | 1 )
Ingersheim ( 155 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 286 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 614 | 1 )
Kornwestheim ( 1.288 | 15 )
Löchgau ( 209 | 3 )
Ludwigsburg ( 3.368 | 28 )
Marbach am Neckar ( 501 | 2 )
Markgröningen ( 496 | 4 )
Möglingen ( 503 | 5 )
Mundelsheim ( 102 | 1 )
Murr ( 187 | 1 )
Oberriexingen ( 84 | 0 )
Oberstenfeld ( 200 | 6 )
Pleidelsheim ( 214 | 0 )
Remseck am Neckar ( 878 | 9 )
Sachsenheim ( 677 | 8 )
Schwieberdingen ( 306 | 2 )
Sersheim ( 211 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 351 | 3 )
Tamm ( 287 | 4 )
Vaihingen an der Enz ( 992 | 5 )
Walheim ( 100 | 1 )

red

Kreisverwaltung von Ludwigsburg regt Änderungen bei Autarkieprinzip an

LUDWIGBURG. Das Autarkieprinzip bei der Entsorgung von Restmüll ist ein guter Grundsatz – dennoch sieht man im Landratsamt Ludwigsburg Nachbesserungsbedarf. „Die Situation auf dem Entsorgungsmarkt führt dazu, dass es praktisch keinen Wettbewerb mehr gibt. Entsprechend schlecht sind die Ausschreibungsergebnisse. Wir plädieren deshalb dafür, das Prinzip zu lockern oder klarere Vorgaben zu machen – auch, um die Abfallgebühren mittelfristig nicht unnötig zu belasten“, so Landrat Dietmar Allgaier.

 Im Kern ist das Autarkieprinzip bei der Abfallentsorgung sinnvoll: Der Restmüll, der in Baden-Württemberg entsteht, soll auch im Land entsorgt, also thermisch verwertet, werden. Dennoch sieht man im Landratsamt Ludwigsburg zunehmend Probleme bei der Umsetzung der Autarkieverordnung. So sind die Verbrennungsanlagen im Land sehr gut ausgelastet. Daher ist ein funktionierender Wettbewerb kaum noch möglich. Entsprechend teurer sind die Ausschreibungsergebnisse geworden. Das wiederum wirkt sich belastend für die Bürger aus. Deren Abfallgebühren steigen so stetig weiter.

Im Landratsamt sieht man zwei Lösungswege. Entweder, das Land lockert die Vorgaben zur Autarkie – oder aber es gibt zusätzliche Vorgaben zur Preisbildung bei der Entsorgung von Haus- und Gewerbeabfällen. Anderenfalls drohe sich die Kostenproblematik immer mehr zuzuspitzen. Das Autarkieprinzip sei – neben Umweltaspekten – insbesondere geschaffen worden, um den Betreibern der Verbrennungsanlagen eine gute Auslastung zuzusichern und ihnen Investitionssicherheit zu geben. „Dieser Zweck wurde längst erfüllt. Inzwischen ist das Prinzip aus Sicht des Gebührenzahlers kritisch zu hinterfragen“, so Dr. Christian Sußner, Dezernent für Umwelt und Technik im Landratsamt. „Es geht uns nicht darum, unseren Abfall ins weit entfernte Ausland zu transportieren. Wir wünschen uns aber, dass man ernsthaft darüber nachdenkt, bei Ausschreibungen auch – in klar gezogenen Grenzen – über die Landesgrenze hinaus blicken zu dürfen, etwa in benachbarte Bundesländer. Das würde auch die Umwelt nicht über Gebühr belasten.“

red

113 Corona-Neuinfektionen: Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg bleibt unter 100

Nach einem mehr als zehnstündigen Gesprächsmarathon haben Bund und Länder am Dienstag den weiteren Corona-Fahrplan bis Mitte April bekanntgegeben. Der Lockdown wird demnach erneut bis 18. April verlängert – über Ostern soll zu dem der Lockdown nochmals verschärft werden. Vom 1. bis 5. April soll demnach das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben in Deutschland so stark wie möglich heruntergefahren werden. Der Gründonnerstag und Karsamstag werden dazu einmalig zu „Ruhetagen“ erklärt. Auch für Gottesdienste gelten über Ostern strenge Regeln.

Und so sehen die Corona-Zahlen am Dienstag 23.03. – 16 Uhr für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe weitere 113 Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche hat sich die Zahl der Neuinfizierten deutlich erhöht. Damals wurden 89 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 22 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Auch die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt im Vergleich zum Vortag um 0,2 auf jetzt 96,8. Vor genau einer Woche betrug der Inzidenzwert für den Landkreis 68,0. (Stand – 23.03. – 16Uhr)

Der bis dato höchste Inzidenzwert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis Ludwigsburg wurde am 23.12. registriert. Damals wurde eine 7-Tage-Inzidenz von 205,2 gemeldet.

Laut den RKH-Kliniken steigt die Zahl der COVID-19 Patienten, die in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg liegen auf 40 (+2). 26 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 14 (+3) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 6 beatmet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 18.399 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 1 auf 418. Rund 17.184 (+72) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 23.03.- 16Uhr)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 23.03.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 113 | 2 )
Asperg ( 480 | 3 )
Benningen am Neckar ( 183 | 2 )
Besigheim ( 471 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.680 | 5 )
Bönnigheim ( 433 | 0 )
Ditzingen ( 820 | 2 )
Eberdingen ( 209 | 1 )
Erdmannhausen ( 120 | 0 )
Erligheim ( 122 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 415 | 3 )
Freudental ( 133 | 0 )
Gemmrigheim ( 178 | 1 )
Gerlingen ( 541 | 3 )
Großbottwar ( 267 | 4 )
Hemmingen ( 267 | 0 )
Hessigheim ( 52 | 0 )
Ingersheim ( 154 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 286 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 613 | 3 )
Kornwestheim ( 1.273 | 8 )
Löchgau ( 206 | 2 )
Ludwigsburg ( 3.340 | 12 )
Marbach am Neckar ( 499 | 2 )
Markgröningen ( 492 | 7 )
Möglingen ( 498 | 5 )
Mundelsheim ( 101 | 8 )
Murr ( 186 | 1 )
Oberriexingen ( 84 | 0 )
Oberstenfeld ( 194 | 7 )
Pleidelsheim ( 214 | 2 )
Remseck am Neckar ( 869 | 6 )
Sachsenheim ( 669 | 8 )
Schwieberdingen ( 304 | 3 )
Sersheim ( 209 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 348 | 5 )
Tamm ( 283 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 987 | 5 )
Walheim ( 99 | 0 )

red

Viele Pendler – 105.000 Menschen verlassen den Kreis Ludwigsburg auf dem Weg zur Arbeit

Wenn Lebenszeit im Stau verloren geht: Auch in Zeiten von Lockdown und Homeoffice bleibt die Zahl der Pendler im Kreis Ludwigsburg auf einem hohen Level. Im vergangenen Jahr verließen rund 105.000 Menschen auf dem Weg zur Arbeit die Kreisgrenzen. Das gab die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Dienstag in einer Pressemitteilung aufmerksam. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit. Demnach blieb die Zahl der sogenannten Auspendler im Kreis Ludwigsburg mit einem Minus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Zu den Hauptursachen für die anhaltend großen Pendelströme zählt nach Einschätzung der IG BAU Stuttgart der teure Wohnraum in den Städten. „Nach jahrelangen Mietsteigerungen können sich viele Beschäftigte das Leben am Arbeitsort nicht leisten. Ihnen bleibt als Alternative oft nur stundenlange Fahrerei mit dem Auto oder der Bahn“, so Bezirksvorsitzender Mike Paul. In der Baubranche seien weite Anfahrtswege besonders verbreitet. Es dürfe aber nicht sein, dass Bauarbeiter, die in den Ballungsräumen Wohnungen bauten, sich diese selbst nicht mehr leisten könnten.

Die Gewerkschaft fordert deshalb mehr Anstrengungen bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums. „Deutlich mehr Wohnungen, die sich in den Städten auch Gering- und Normalverdiener leisten können, sind ein entscheidender Beitrag, um die Pendler- Zahlen zu verringern“, sagt Paul. Dafür müsse die Politik klare Vorgaben machen, etwa indem kommunale Grundstücke nicht an den Meistbietenden verkauft würden, sondern an Bauherren, die sich zu bezahlbaren Mieten verpflichteten. Beim sozialen Wohnungsbau müssten die staatlichen Fördermittel massiv aufgestockt werden und einmal gebaute Sozialwohnungen dauerhaft preisgebunden bleiben.

Dass Menschen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wohnen können, sei nicht nur eine soziale, sondern auch eine ökologische Frage: „Weniger Pendelei bedeutet für die Betroffenen mehr Zeit für die Familie, Freunde und Hobbys. Gleichzeitig kann ein erheblicher Teil der CO2-Emissionen im Verkehrssektor eingespart werden“, so Paul weiter.

Nach Angaben der Arbeitsagentur verließen im vergangenen Jahr bundesweit vier von zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf dem Weg zur Arbeit die Grenzen ihrer Stadt oder ihres Landkreises. Damit erreichte die Zahl der Fern-Pendler trotz Pandemie einen Höchststand von 13 Millionen.

red