Neueste Corona-Zahlen: So sieht es im Landkreis Ludwigsburg aus

Wie das Landratsamt Ludwigsburg am Dienstag (07. April) meldete, gibt es im Landkreis 1129 bestätigte Corona-Infizierte. Nachdem an den vergangenen beiden Tagen (jeweils 16 Neuinfektionen) gemeldet wurden, war die Hoffnung groß, dass es zu einem rückgängigen Trend kommen würde. Diese Hoffnung hat sich heute erst einmal zerschlagen. Insgesamt 41 bestätigte Neuinfektionen wurden von den Behörden für Dienstag (07.04.) gemeldet. Zum Vergleich: Am vergangenen Dienstag (31. März) waren es nur 23 Neuinfektionen. Insgesamt 20 Personen sind nach Behördenangaben im Landkreis an COVID-19 gestorben. 

In Baden-Württemberg sind Stand Dienstagabend (07. April – 19Uhr) 20.635 Menschen gemeldet, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Das gab am Abend das Sozialministerium bekannt. Seit gestern sind es 606 Menschen mehr. Tags zuvor waren es  742 Neuinfektionen. Laut dem Ministerium sind jedoch inzwischen rund 2.685 Personen wieder genesen. Insgesamt 464 Menschen sind an den Folgen der Virus-Krankheit verstorben.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Böblingen, Bodenseekreis, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Enzkreis, Göppingen, Heidenheim, Heilbronn, Hohenlohekreis, Konstanz, Ludwigsburg, Ortenaukreis, Rastatt, Rottweil, Sigmaringen, Tübingenund Zollernalbkreis sowie aus den Städten Heidelberg, Pforzheim und Stuttgart insgesamt 37 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 464 an. Unter den Verstorbenen waren 295 Männer und 168 Frauen, ein Todesfall ohne Angabe zum Geschlecht. Das Alter lag zwischen 36 und 98 Jahren. 61 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Aufgeführt sind die Todesfälle, die mit und an SARS-CoV-2 verstorben sind. Mit SARS-CoV-2 verstorben bedeutet, dass die Person aufgrund anderer Ursachen verstorben ist, aber auch ein positiver Befund auf SARS-CoV-2 vorlag. An SARS-CoV-2 verstorben bedeutet, dass die Person aufgrund der gemeldeten Krankheit verstorben ist.

red

„Ich will endlich wieder nach Hause!“ – Ludwigsburgerin sitzt in Südafrika fest

Es begann am 14. März als Traumurlaub in Südafrika. Tolles Essen, traumhafte Landschaft und eine unvergessliche Safari am 40. Geburtstag. Doch dann kam am 27. März die totale Ausgangssperre, weil das Corona-Virus auch den afrikanischen Kontinent erreicht hat. Seither sitzt Eveline Czekalski in einer Privatvilla in einem Vorort von Kapstadt und wartet darauf, dass die Bundesregierung sie und ihre zwei guten Freunde zusammen mit anderen deutschen Touristen zurück nach Deutschland holt. Im Interview mit Ludwigsburg24 erzählt die Ludwigsburgerin über die häusliche Quarantäne rund 13.000 Kilometer entfernt der Heimat.

Frau Czekalski, Sie sitzen seit knapp zwei Wochen in der Nähe von Kapstadt fest. Was heißt das für Ihr tägliches Leben?
In Südafrika gab es den kompletten Lockdown, was bedeutet, dass wir außer für den Einkauf nicht mehr aus dem Haus dürfen. Vor ein paar Tagen wollte ich mit meiner Freundin eine Runde am Strand joggen. Nach nur 10 Metern sind wir sofort von der Polizei angehalten worden und mussten direkt wieder nach Hause. Am 2. April wäre eigentlich unser Rückflug gewesen. Aber der Flughafen ist komplett dicht für 21 Tage. Es kommen weder Flugzeuge ins Land rein, noch fliegen welche raus.

Das heißt, auch bei Ihnen sind alle Restaurants, Bars und Geschäfte geschlossen?
Ja, so ist es. Nur Supermärkte und Apotheken haben geöffnet. Wir hatten zwar mitbekommen, dass das ganze öffentliche Leben durch den Lockdown still liegt. Aber uns war, trotzdem unser Freund Einheimischer ist, anfangs nicht bewusst, dass das auch zugleich die totale Ausgangssperre bedeutet. Wir sitzen hier in seinem Elternhaus in diesem wunderschönen Land, haben das Meer direkt vor der Tür und dürfen nirgendwo hin. Zum Glück dürfen wir hier in seinem Haus umsonst leben, ansonsten hätten wir wirklich ein finanzielles Problem.

Welche Möglichkeiten bestehen für Sie, die Heimreise wieder anzutreten? Oder sitzen Sie jetzt bis mindestens 16. April tatsächlich fest?
Wir mussten uns beim Auswärtigen Amt in Berlin registrieren, damit man dort weiß, wie viele Touristen sich derzeit überhaupt in Südafrika befinden. Zusätzlich mussten wir uns für das Rückholprogramm eintragen lassen. Das alles hat eine rund eine Woche gedauert. Ab jetzt fängt die Regierung langsam mit den Rückholflügen an. Man hat sich mit dem Präsidenten darauf geeinigt, dass die South African Airlines sowohl von Kapstadt als auch von Johannesburg aus starten darf, um die rund 9.000 deutschen Touristen in den nächsten zwei bis drei Wochen nach Hause zu fliegen. Es könnte also sein, dass wir irgendwann die Nachricht bekommen, dass es in den nächsten 12 Stunden losgeht. Die Regierung sagt, dass das größte Problem ein Logistisches sein wird, nämlich die Touristen von ihren Unterkünften zum Flughafen zu bringen, da für alle die totale Ausgangssperre besteht. Geht man trotzdem raus, drohen 6 Monate Gefängnis.

Müssen Sie für den Rückflug zahlen?
Dieser Rückflug kostet mich 800 bis 1.000 Euro zusätzlich zu den 600 Euro, die ich ursprünglich für Hin- und Rückflug gezahlt habe. Ein weiterer Kostenfaktor ist der Mietwagen, den wir heute telefonisch auf unbestimmte Zeit verlängern mussten.

Sie arbeiten im Export eines weltweit tätigen Unternehmens im Audio-Bereich. Was bedeutet Ihre unfreiwillige Urlaubsverlängerung für Ihren Job?
Meinen Chef habe ich über die Situation sofort informiert. Mit Ablauf meines offiziellen Urlaubs befinde ich mich jetzt seit dieser Woche im unbezahlten Urlaub. Sobald ich wieder zurück bin, erwartet mich die Kurzarbeit im Home Office. Meine Freundin arbeitet in der Pflege, sie würde jetzt dringend auf der Arbeit gebraucht.

Ist Ihr Traumurlaub jetzt eher ein Horrortrip?
Ganz ehrlich: Uns geht es hier eigentlich sehr gut, weil wir hier in diesem Haus leben und auch einkaufen gehen können. Zum Glück haben wir die ersten beiden Wochen sehr, sehr viel unternommen und gesehen. Wir waren zum Beispiel zum Paragliding am Tafelberg und an meinen 40. Geburtstag haben wir eine traumhafte Safari gemacht. Das war ein unwiederbringliches Erlebnis, diese wilden Tiere aus nächster Nähe zu sehen. Doch mit einem Schlag ist das natürlich alles unwichtig.

Wie vertreiben Sie sich Ihre Zeit während der Urlaubs-Quarantäne?
Wir gehen getrennt einkaufen, was für jeden von uns das tägliche Highlight ist. Ansonsten beschäftigen wir uns viel in der Küche und kochen sehr viel aufwendiger, als wir das Zuhause tun würden. Wir schauen Filme, putzen das Haus, spielen gemeinsam. Das Haus ist groß und hat eine riesengroße Terrasse, so dass wir ein bisschen Sport machen können. Und ich habe zum Glück noch ein paar Bücher dabei. Aber natürlich geht man sich zwischendrin auch gegenseitig mal auf den Keks, so dass sich jeder dann für ein, zwei Stunden in sein Zimmer zurückzieht. Die Situation ist für jeden für uns nicht leicht, weil eigentlich jeder nur noch nach Hause will. Doch es kommt demnächst noch eine weitere Herausforderung auf uns zu, denn es werden nirgendwo mehr Zigaretten verkauft. Das betrifft mich persönlich zwar nicht, aber meine beiden Freunde sind Raucher. Zum Quarantäne-Frust kommt dann demnächst noch der Entzug. Wir können auch keinen Wein mehr kaufen, denn die Liquidshops haben ebenfalls alle geschlossen. Dafür gibt es hier genügend Desinfektionsmittel und Toilettenpapier zu kaufen. 

Haben Sie Angst vor Ansteckung?
In Südafrika gibt es noch nicht so viele Infizierte, dennoch steigt die Zahl ununterbrochen. Aber bereits vor dem Lockdown war es so, dass man sich schon desinfizieren musste, egal, ob man in den Supermarkt oder in ein Restaurant wollte. Und in den Supermärkten selbst stehen überall Desinfektionsspender. Angst vor Ansteckung habe ich deshalb nicht, und wenn, dann kann es mir genauso in Deutschland passieren. Sollte es doch passieren, weiß ich, dass das Gesundheitssystem hier in Kapstadt mit den vielen deutschen Ärzten gut ist.

Verändert Sie diese extreme Situation?
In dieser Zeit wird mir schon sehr bewusst, welche Freiheit ich in Deutschland habe. Einfach rauszugehen, ans Meer, in den Wald, über die Felder, an den See, in die Stadt. Das sind ganz belanglose Dinge, die man eigentlich gar nicht richtig wertschätzt. Meine Arbeit fehlt mir, denn der Mensch braucht eine vernünftige Aufgabe, die ihn auslastet. Ich merke gerade tatsächlich, wie gut es uns in Deutschland doch geht. Jeder meckert zwar über vieles, aber ich denke, dass sich das nach der Corona-Krise vielleicht ändern wird. Ich merke aber auch, dass ich mit dem Nichtstun träge und faul werde. Das finde ich schlimm. Es ist für mich alles so ungewiss, weshalb eine gewisse Angst aufsteigt. Was ist, wenn jetzt mit meinen Eltern etwas passiert? Es ist nicht möglich, einfach den Urlaub abzubrechen und heimzureisen. Es geht einfach nicht, das habe ich im Hinterkopf. Ich wäre gerne näher bei meiner Familie, denn die große Entfernung macht mir doch ein wenig Panik.

Welches Gefühl löst dieses Eingesperrtsein in Ihnen aus?
Es ist ein Gefühl der Abhängigkeit und Ohnmacht. Bislang konnte ich selbst entscheiden, was ich tue, jetzt entscheiden es andere für mich. Die Freiheit weggenommen zu bekommen wie das hier der Fall ist, ist für uns alle etwas ganz Neues. Natürlich hätte ich jetzt auch in Deutschland massive Einschränkungen, aber das Ausharren in meinen eigenen vier Wänden wäre mit einem Heimatgefühl verbunden. Ich habe mein Zuhause schon immer wertgeschätzt, aber jetzt wird es wahrscheinlich noch bewusster sein. Auch wenn das hier ein wunderschönes Land mit unglaublich herzlichen, liebenswerten Menschen ist, freue ich mich unglaublich auf Zuhause – wann immer es auch sein wird.

Interview: Patricia Leßnerkraus

 

 

 

 

 

 

Auseinandersetzung in Ludwigsburg

In Ludwigsburg ereignete sich am Montagnachmittag innerhalb einer Gruppe eine Auseinandersetzung. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hat sich vor einem Kindergarten eine vierköpfige Personengruppe aufgehalten. Innerhalb dieser Gruppe soll ein noch unbekannter Mann einen 33-Jährigen zunächst beleidigt und anschließend nach ihm geschlagen haben. Nachdem der 33-Jährige dem Schlag ausweichen konnte, haben sich die Parteien getrennt. Hinzugerufene Polizeibeamte konnten den 33-Jährigen und seinen 25 Jahre alten Begleiter im Zuge eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen schließlich im Bahnhofsbereich antreffen. Von den beiden anderen Männern fehlt bislang jede Spur. Bei dem Täter, der den 33-Jährigen beleidigt und angegriffen haben soll, soll es sich um einen Mann südländischer Herkunft handeln, der zur Tatzeit eine olivfarbene Bomberjacke trug. Zur vierten Person ist derzeit nichts bekannt.

Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Angaben zu den noch unbekannten Personen machen können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, in Verbindung zu setzen.

Was in Ludwigsburg und der Region los war

Möglingen: Zusammenstoß beim Abbiegen

Ein Zusammenstoß beim Abbiegen passierte am Montag gegen 12:00 Uhr in Möglingen in der Ludwigsburger Straße. Ein 24-Jähriger befuhr mit seinem VW in Möglingen die Ludwigsburger Straße auswärts. An der Einmündung der Hohenzollern Straße und der Ludwigsburger Straße war die Lichtzeichenanlage nicht in Betrieb. Als der 24-Jährige dort nach links in die Hohenzollern Straße abbiegen wollte, übersah er vermutlich den ihm entgegenkommenden Honda. Beide Fahrzeuge kollidierten im Kreuzungsbereich. Bei dem Zusammenprall wurde der 24-Jährige und der 65-jährige Fahrer des Honda leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte beide in ein Krankenhaus. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von insgesamt circa 13.000 Euro. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Unfallstelle war zur Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge zeitweise gesperrt. Der Verkehr konnte an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Kornwestheim-Pattonville: Unfallflucht – Zeugen gesucht

Ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker beschädigte am Montag zwischen 10:00 Uhr und 10:30 Uhr einen Skoda in Kornwestheim-Pattonville in der John-F.-Kennedy-Allee. Der Skoda war auf dem Parkplatz eines dortigen Supermarktes abgestellt. Der Unfall geschah vermutlich beim Ein- oder Ausparken auf dem Parkplatz und es wurde ein Sachschaden von circa 1.000 Euro verursacht. Der Unfallverursacher entfernte sich von der Unfallstelle ohne sich um den entstandenen Sachschaden zu kümmern. Das Polizeirevier Kornwestheim bittet Zeugen sich unter Tel. 07154 1313 0 zu melden.

Eberdingen-Nußdorf: Unfallflucht

Das Polizeirevier Vaihingen an der Enz, Tel. 07042/941-0, sucht Zeugen, die am Montag gegen 21.50 Uhr eine Unfallflucht in der Pappelstraße in Nußdorf beobachtet haben. Nach derzeitigen Erkenntnissen befuhr ein dunkler Kleinwagen die Pappelstraße, bei der es sich um eine Sackgasse handelt. Anwohner vernahmen plötzlich einen Knall. Anschließen habe der Kleinwagen in einer Hofeinfahrt gewendet und sei in Richtung Martinstraße davon gefahren. Im weiteren Verlauf entdeckte die Besitzerin eines Opel Cascada, das ihr Fahrzeug beschädigt worden war. Bei dem, vermutlich an dem Unfall beteiligten, Kleinwagen könnte es sich um einen Opel Corsa älteren Baujahrs mit Ludwigsburger Kennzeichen (LB-) handeln. Der entstandene Sachschaden wurde auf rund 2.400 Euro geschätzt.

Erligheim: Unfallflucht

Ein Sachschaden von etwa 1.500 Euro hinterließ ein noch unbekannter Fahrzeuglenker, der zwischen Sonntag 16.00 Uhr und Montag 17.00 Uhr in der Straße „Im Sponhauer“ in Erligheim eine Unfallflucht verübte. Mutmaßlich stieß der Unbekannte beim Ein- oder Ausparken gegen die Front eines abgestellten VW und machte sich anschließend, ohne sich um den Schaden zu kümmern, davon. Hinweise nimmt das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142/405-0, entgegen.

Bietigheim-Bissingen: Fußgänger schwer verletzt

Mit schweren Verletzungen musste der Rettungsdienst am Montag einen 86-Jährigen in ein Krankenhaus bringen, nachdem er gegen 10:10 Uhr in Bissingen in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Eine 53 Jahre alte Frau war mit einem VW auf der Bahnhofstraße stadteinwärts unterwegs. Dort wollte sie unmittelbar vor einem Kreisverkehr/Wörthstraße rückwärts in eine Hofeinfahrt einfahren. Hierbei übersah sie vermutlich aus Unachtsamkeit den auf dem Gehweg stehenden 86-jährigen Fußgänger und erfasste ihn. Der Mann wurde einige Meter mitgeschleift und unter dem Pkw eingeklemmt. Aufgrund dessen wurde die Freiwillige Feuerwehr Bietigheim-Bissingen alarmiert, die daraufhin mit fünf Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften zur Unfallörtlichkeit ausrückten. Zusammen mit Mitarbeitern einer angrenzenden Firma, die mit einem Wagenheber zu Hilfe geeilt waren, konnten die Wehrleute den schwer verletzten Mann befreien. Durch den Unfall entstand an dem VW ein geringer Sachschaden in Höhe von etwa 100 Euro.

Ditzingen: Holzdiebstahl – Polizei sucht Zeugen

Im Laufe der vergangenen Woche haben bislang unbekannte Täter, zwischen Ditzingen und Leonberg, Holz von einer Streuobstwiese entwendet. In Fahrtrichtung Leonberg befindet sich die Streuobstwiese zwischen der Tonmühle und der Landesstraße 1137. Dort wurde Ende März ein etwa 50 Jahre alter Kirschbaum gefällt und das Holz zum Trocknen auf der Wiese gelagert. Auf welche Art und Weise das Holz im Wert mehrerer hundert Euro abtransportiert wurde, ist derzeit nicht bekannt. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Ditzingen, Tel. 07156 4352-0, in Verbindung zu setzen.

 

Corona-Virus: Die aktuellen Zahlen in der Übersicht (Stand – 06.04)

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weltweit weiterhin aus. Eine Übersicht über die aktuelle Lage und die Zahlen der Infektionen und Todesopfer haben wir hier zusammengestellt. (Stand: 06.04. / 20 Uhr – Zahlen können abweichen)

Land / Bundesland / Landkreis Infizierte  Todesfälle Genesene
Deutschland 101.558 1.662 28.700
Baden-Württemberg 20.029 427
Landkreis Ludwigsburg 1088 19
Weltweit 1.324.907 73.703 275.832
Quellen: John Hopkins University /
Sozialministerium Baden-Württemberg / Landratsamt Ludwigsburg

red

Neueste Corona-Zahlen: Neuinfektionen in Ludwigsburg weiter rückläufig

Wie das Landratsamt Ludwigsburg am Montagabend (06. April) meldete, gibt es im Landkreis 1088 bestätigte Corona-Infizierte. Nachdem bereits am Sonntag 16 Neuinfektionen gemeldet wurden, sind am Montag (06.04.) laut Landratsamt weitere 16 Neuinfektionen hinzugekommen. Zum Vergleich: Am vergangenen Montag (30. März) waren es 41 Neuinfektionen. Insgesamt 19 Personen sind nach Behördenangaben an COVID-19 gestorben. 

In Baden-Württemberg sind Stand Montagabend (06. April – 19Uhr) 20.029 Menschen gemeldet, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Das gab am Abend das Sozialministerium bekannt. Seit gestern sind es 742 Menschen mehr. Tags zuvor waren es  772 Neuinfektionen. Laut dem Ministerium sind jedoch inzwischen rund 1.272 Personen wieder genesen. Insgesamt 427 Menschen sind an den Folgen der Virus-Krankheit verstorben.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Böblingen, Bodenseekreis, Breisgau-Hochschwarzwald, Esslingen, Freudenstadt, Göppingen, Heidenheim, Heilbronn, Hohenlohekreis, Karlsruhe, Lörrach, Ortenaukreis, Ostalbkreis, Rems-Murr-Kreis, Rhein-Neckar-Kreis, Schwäbisch Hall, Tübingen und Waldshut sowie aus den Städten Heidelberg und Karlsruhe insgesamt 44 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 427 an. Unter den Verstorbenen waren 274 Männer und 152 Frauen, ein Todesfall ohne Angabe zum Geschlecht. Das Alter lag zwischen 36 und 98 Jahren. 63 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

red

Ludwigsburg: CDU-Geschäftsstelle wird von Unbekannten beschmiert

Die CDU-Kreisgeschäftsstelle in Ludwigsburg in der Friedrich-Ebert-Straße wurde laut der Polizei vermutlich zwischen Freitagnachmittag und Samstag 07.00 Uhr von unbekannten Tätern mit Farbbomben beschmiert.

Laut einer Meldung der Polizei beschmierten Unbekannte das Gebäude, in dem sich die CDU-Kreisgeschäftsstelle befindet mit gelber und roter Sprühfarbe und hinterließen politisch motivierte Schriftzüge. Darüber hinaus wurde das Gebäude mit gelben, roten und grünen Farbbomben beworfen. Der Sachschaden dürfte sich laut der Pressemeldung auf etwa 1.500 Euro belaufen. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, Tel. 07141/18-9, entgegen.

++Weitere Meldungen++ Beziehungsstreit in Marbach; Randale in Sozialwohnung; Spuckattacke in Kirchheim

Marbach am Neckar: Beziehungsstreit mit Messer

Wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt die Polizei in Marbach am Neckar nach einem Beziehungsstreit am Sonntagabend in einem Mehrfamilienhaus im Wohngebiet südlich der Schillerhöhe. Ein 36-Jähriger war mit seiner 23-jährigen Freundin gegen 21:30 Uhr wegen des Konsums von Alkohol in Streit geraten. Die zunächst verbale Auseinandersetzung wurde handgreiflich und letztlich soll der 36-Jährige nach zwei Küchenmessern gegriffen haben. Die 23-Jährige zog sich eine leichte Stichverletzung zu, deren Entstehung noch nicht geklärt ist. Polizeibeamte trafen den sehrt aggressiven 36-Jährigen vor Ort an und mussten ihn angesichts seines Verhaltens an Händen und Füßen fesseln. Er wurde letztendlich in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

Ludwigsburg-Ost: 32 Jahre alter Mann randaliert in Sozialwohnung

Mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung muss ein 32-Jähriger rechnen, der am Samstagabend in der Schorndorfer Straße in Ludwigsburg-Ost tobte. Gegen 19:00 Uhr hatte sich ein Bewohner einer Sozialhilfeeinrichtung bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass ein weiterer Bewohner herumschreien sowie randalieren würde. Da der 32-jährige, der vermutlich unter Alkohol- und Drogeneinfluss sowie in einem psychischen Ausnahmezustand befand, die Wohnungstür nicht öffnete, musste diese durch die Beamten gewaltsam geöffnet werden. In der Sozialwohnung hatte der Mann das Inventar beschädigt und teilweise auch komplett zerstört. Der 32-Jährige, der sich beim Randalieren selbst verletzte, wurde zunächst mit Handschließen gefesselt und aufgrund der Gesamtsituation durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Kirchheim am Neckar: Spuckattacke – Polizei sucht Zeugen

Die Polizei ermittelt wegen versuchter Körperverletzung sowie Beleidigung gegen einen noch unbekannten Mann, der am Dienstagabend, den 31. März 2020, in der Bertha-von-Suttner-Straße in Kirchheim am Neckar sein Unwesen getrieben haben soll. Eine Neunjährige befand sich gegen 19:30 Uhr auf einen Fußweg, der zu einem Radweg führt. Dort soll ihr der unbekannte Mann entgegengekommen sein. Aufgrund der Corona-Abstandsregel sei sie dem Mann ausgewichen. Als sie sich auf Höhe des Unbekannten befand, soll er in ihre Richtung gespuckt, jedoch nicht getroffen haben. Nach der Spuckattacke lief der Täter in Richtung Wohngebiet „Bachrain“ davon. Bei ihm soll es sich um einen Mann südländischer Herkunft handeln, der etwa 30 Jahre alt und circa 170 cm groß ist. Zur Tatzeit trug er mutmaßlich eine Flecktarn Jacke. Die Beamten des Polizeipostens Kirchheim am Neckar, die erst zu einem späteren Zeitpunkt von dem Vorfall erfahren haben, bitten Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Tel. 07143 891060, zu melden.

Was am Wochenende in Ludwigsburg und der Region los war

Markgröningen: Radfahrer leicht verletzt

Leichte Verletzungen zog sich ein 23 Jahre alter Radfahrer am Sonntag gegen 17.30 Uhr bei einem Unfall in der Grabenstraße in Markgröningen zu. Der Radler befuhr die Grabenstraße in Richtung der Vaihinger Straße und war gerade im Begriff die Schillerstraße zu passieren. Zeitgleich wollte eine 18 Jahre alte Mercedes-Fahrerin von der Schillerstraße in die Grabenstraße einfahren. Nachdem die 18-Jährige zunächst wohl an der dortigen Stopp-Stelle angehalten hatte, übersah sie beim Anfahren den Radfahrer und es kam zu einem Zusammenstoß. Es entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von etwa 2.100 Euro.

Oberriexingen: Unfall auf der Enzbrücke

Ein Sachschaden von etwa 9.500 Euro ist die Bilanz eines Unfalls, der sich am Sonntag gegen 19.25 Uhr auf der Enzbrücke in Oberriexingen ereignete. Eine 36 Jahre Audi-Lenkerin war auf der Kreisstraße 1683 in Richtung Oberriexingen unterwegs. Beim Einbiegen auf die Enzbrücke geriet sie, vermutlich da sie die scharfe Linkskurve schnitt, auf die Gegenfahrbahn und stieß in Folge dessen mit dem VW einer 20 Jahre alten Frau zusammen. Durch den Unfall erlitt die 36-Jährige leichte Verletzungen. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme musste die Brücke bis gegen 20.45 Uhr voll gesperrt werden.

Sachsenheim-Hohenhaslach: Unfall auf L 1110

Eine leicht verletzte Person und ein Sachschaden von insgesamt etwa 10.000 Euro forderte ein Unfall, zu dem es am Sonntag gegen 14.30 Uhr auf der Landesstraße 1110 im Bereich Hohenhaslach kam. Kurz nachdem ein 20 Jahre alter Mercedes-Lenker auf die L 1110 in Richtung Großsachsenheim abgebogen war, musste er verkehrsbedingt auf Höhe eines asphaltierten Feldwegs anhalten. Hinter ihm befand sich zu diesem Zeitpunkt ein 36-jähriger Motorradfahrer, der seine KTM ebenfalls stoppte. Einem nachfolgenden 26 Jahre alten Harley-Davidson-Fahrer gelang es mutmaßlich aus Unachtsamkeit nicht mehr anzuhalten, worauf er auf den 36-Jährigen auffuhr und diesen auf den Mercedes aufschob. Der 26-Jährige erlitt leichte Verletzungen und wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Beide Motorräder waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Sachenheim-Großsachsenheim: Feuerwehreinsatz in der Sersheimer Straße

Die Freiwillige Feuerwehr Sachsenheim und die Feuerwehr Ludwigsburg rückten am Sonntag gegen 22.30 Uhr in die Sersheimer Straße in Großsachsenheim aus. Einem Bewohner war im Keller ein Kanister mit einer unbekannten Flüssigkeit umgefallen und ausgelaufen. Da die Flüssigkeit wohl übel roch und vermutlich mit Kohlestaub reagierte, der sich auf dem Boden befand, alarmierte der Mann die Feuerwehr. Die insgesamt 13 Einsatzkräfte der Feuerwehren, die mit drei Fahrzeugen ausgerückt waren, stellten schließlich fest, dass es sich bei der Flüssigkeit mutmaßlich um eine Säure handelte. Dies wurde durch die Einsatzkräfte abgebunden. Eine Gesundheitsgefahr bestand jedoch nicht, so dass der Bewohner angewiesen wurde die Überreste fachgerecht zu entsorgen.

Schwieberdingen: Bushaltestellenhäuschen beschädigt

Das Polizeirevier Vaihingen an der Enz sucht Zeugen, die am Sonntag gegen 17.15 Uhr in der Stuttgarter Straße in Schwieberdingen eine Sachbeschädigung beobachtet haben. Aus einer Gruppe von vermutlich drei Jugendlichen bzw. jungen Männern heraus, wurde das Bushaltestellenhäuschen „Hermann-Essig-Straße“, das sich in der Stuttgarter Straße befindet, beschädigt. Einer der drei Unbekannten warf eine der Glasscheiben mit einem Stein ein. Anschließend türmten alle drei über einen Fußweg in ein nahegelegenes Wohngebiet. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich um einen Mann zwischen 18 und 20 Jahren handeln, der blonde Haare hat und etwa 180 cm groß ist. Er trug ein helles T-Shirt und eine dunkle Hose. Die beiden Begleiter hatten dunkle Haare und waren eher dunkel gekleidet. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf mehrere hundert Euro belaufen. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 07042/941-0 entgegen.

Kornwestheim: Stromverteilerkasten in Brand geraten

Im Bereich eines Arbeiterwohnheims, das sich auf einem Baustellengelände in der Tambourstraße in Kornwestheim befindet, kam es am frühen Montagmorgen zu einem Brand. Gegen 04:40 Uhr ist dort vermutlich aufgrund eines technischen Defekts ein Stromverteilerkasten in Brand geraten. Die sofort verständigte Freiwillige Feuerwehr Kornwestheim, die mit 15 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen ausrückte, konnte das Feuer löschen. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist nicht bekannt.

Tamm: Pkw prallt gegen Ampelmast

Eine Leichtverletzte und ein Sachschaden von rund 22.000 Euro forderte ein Verkehrsunfall, der sich am Sonntag gegen 10:40 Uhr auf der Landesstraße 1133 ereignete. Eine 80 Jahre alte Frau war mit einem VW Golf auf der Bundesstraße 27 unterwegs und wollte im weiteren Verlauf nach links auf die L 1133 in Richtung Tamm abbiegen. Aus noch ungeklärter Ursache kam die Autofahrerin beim Abbiegen im Kreuzungsbereich nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Ampelmasten. Die ältere Dame erlitt hierbei leichte Verletzungen und wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Durch den Zusammenstoß wurde der komplette Ampelmast aus der Verankerung gerissen und der VW beschädigt. Zur Beseitigung von ausgelaufenen Betriebsflüssigkeiten rückte die Freiwillige Feuerwehr Tamm mit zehn Wehrleuten und drei Fahrzeugen aus. Obendrein kümmerten sich Mitarbeiter der technischen Dienste Ludwigsburg um die beschädigte Ampelanlage. Der VW war infolge des Unfalls nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Ludwigsburg-Oßweil: Alkoholfahrt endet an Straßenlaterne

Vermutlich da er sich alkoholisiert hinter das Steuer eines BMW gesetzt hatte, prallte ein 18-Jähriger am Montag gegen 01:10 Uhr in Ludwigsburg-Oßweil gegen einen Laternenmast. Am Kreisverkehr Walter-Flex-Straße/Neckarweihinger Straße verlor der junge BMW-Lenker die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam von der Fahrbahn ab und stieß gegen die Straßenlaterne. Anschließend entfernte er sich zu Fuß vom Unfallort und ließ den beschädigten BMW unverschlossen zurück. Ein Zeuge alarmierte hierauf die Polizei. Die hinzugerufenen Beamten konnten schließlich anhand des Kennzeichens die Wohnanschrift ermitteln und den vermeintlichen Fahrer dort antreffen. Bei dem 18-Jährigen stellten Polizisten Anzeichen von Alkoholeinwirkung fest. In der Folge wurde eine Blutprobe veranlasst und der Führerschein beschlagnahmt. Im Zuge des Unfalls war der BMW nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wurde auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Darüber hinaus kamen Mitarbeiter der technischen Dienste Ludwigsburg vor Ort und kümmerten sich um die Straßenlaterne.

Großbottwar: Fiat Panda ausgebrannt

Aus noch ungeklärter Ursache hat am frühen Sonntagmorgen gegen 03:25 Uhr ein geparkter Fiat Panda in der Zufahrtsstraße zum Sauserhof im Motorraum zu brennen begonnen. Bei Eintreffen der sofort verständigten Feuerwehr stand das Auto bereits im Vollbrand. Die Einsatzkräfte hatten den Fiat gegen 04:10 Uhr gelöscht. Am Auto und dem Belag der Zufahrt entstand Sachschaden in Höhe von etwa 5.000 Euro. Anhaltspunkte für eine Brandstiftung haben sich bislang nicht ergeben.

Stadt appelliert: Feuchttücher, Küchenkrepp und Zeitungspapier nicht in die Toilette

Angesichts der aktuellen Lage durch das Coronavirus appellieren Stadt und Stadtentwässerung Ludwigsburg (SEL), die Kanalisation sowie die Kläranlagen nicht zusätzlich zu belasten. Der vorübergehenden Mangel an Toilettenpapier hat dazu geführt, dass derzeit oft andere Stoffe für die Hygiene verwendet werden.

„Küchenkrepp, Zeitungspapier oder Feuchttücher gehören nicht in die Toilette“, betont allerdings Ulrike Schmidtgen, Betriebsleiterin der SEL. Das gelte auch für Desinfektionstücher und Windeln. Diese Stoffe sind reißfest und lösen sich nicht im Wasser auf. In den Pumpen sowie den Förderschnecken führt das zu so genannten „Verzopfungen“ (zopfartige Stränge). Diese müssen mit hohem Aufwand wieder entfernt werden. Nur trockenes Klopapier und spezielles feuchtes Toilettenpapier, das sich im Wasser zersetzt, dürfen daher über die Toilette entsorgt werden.

„Unsere drei Kläranlagen in Hoheneck, Eglosheim und Poppenweiler arbeiten derzeit noch ohne Probleme“, sagt Ulrike Schmidtgen. „Das soll auch so bleiben. Unsere Mitarbeitenden tun alles dafür, weiterhin einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.“