Kreishaushalt 2021: Ludwigsburgs Landrat Allgaier kündigt schwere Jahre an

Von Uwe Roth

Der Landkreis Ludwigsburg bekommt die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. Die Kreisverwaltung möchte im kommenden Jahr 20 Millionen Euro neue Schulden machen, um die laufenden Ausgaben und Investitionen bewältigen zu können. Dazu soll mächtig gespart werden. Allein bei den Personalkosten eine Million Euro. Das hat Landrat am Freitag in seiner Haushaltsrede vor dem Kreistag angekündigt. Dietmar Allgaier kalkuliert 2021 mit einem Minus von 17,3 Millionen Euro, das die Kommunen aber nicht mittragen sollen: „In Anbetracht der schwierigen finanziellen Situation der Städte und Gemeinden ist es vertretbar, dass auch der Landkreis einen Teil seiner Investitionen fremd finanziert“, begründete der Landrat, warum er von einer Erhöhung der Kreisumlage absehen möchte.

Der Haushalt steht nach seinen Worten „auf einem soliden Fundament“. Gleichzeitig warnte er: „Aber ich sage auch ganz klar: 20 Millionen Euro Kreditaufnahme sind kein Pappenstiel.“ Der Haushalt 2021 sei getragen „vom Rückenwind der letzten Boomjahre. Aber der Wind dreht sich.“ Allgaier schwor die Kreisräte auf harte Jahre ein. Die volle Auswirkung der Mindereinnahmen durch den Lockdown bekomme der Kreis erst 2022 mit voller Wucht zu spüren, warnte er. Neben den Pflichtausgaben müsse in die Kreiskliniken „im dreistelligen Millionenbereich“ investiert werden. „Diese Schuldenlast schlägt dann bei uns im Haushalt mit Zins und Tilgung durch.“ Dickster Ausgabeposten, an dem nicht gerüttelt werden kann, ist der Bereich „Jugend und Soziales“ mit 64 Prozent Anteil am Haushaltsvolumen. Das entspricht einem Betrag von rund 444 Millionen Euro. Um den Busverkehr im Landkreis finanziell nicht untergehen zu lassen, der nach dem ersten Lockdown weiter unter einem Fahrgastschwund leidet, hat die Kreisverwaltung vorsorglich 3,2 Millionen Euro eingestellt.

Ein Drittel der gesamten Ausgaben im Kreishaushalt finanzieren die 39 Städte und Gemeinden im Landkreis über diese Umlage. Würde die Kreisverwaltung auf neue Schulden verzichten, müssten die Kommunen das Haushaltsloch füllen. Der Jahresetat des Landkreises beträgt 720,8 Millionen Euro. 254 Millionen Euro finanzieren die Kommunen. Welchen Anteil jede einzelne von diesem Betrag übernimmt, wird mit einem Hebesatz berechnet. Dieser liegt bei aktuell 27,5 Prozentpunkten. Wie viel eine Kommune an den Kreis abführen muss, ist unter anderem von der dort festgestellten Steuerkraft abhängig. Je reicher eine Stadt oder Gemeinde ist, umso mehr muss sie zahlen.

Die Kreisverwaltung kann den konstant bleibenden Hebesatz deswegen hinnehmen, weil die Berechnungsgrundlage 2019 ist, in dem von Corona noch nichts zu spüren war und die kreiseigenen Gemeinden noch kräftig verdient haben. Sie steuern, weil die Einnahmen sprudelten wie selten zuvor, im nächsten Jahr zehn Millionen Euro mehr bei als im laufenden (Berechnungsgrundlage das Jahr 2018). Die Mindereinamen wegen Corona bekommt der Landkreis folglich erst 2022 zu spüren. „Dies dann aber mit voller Wucht“, warnte der Landrat. Dann komme der Landkreis um eine Anhebung des Hebesatzes für die Kreisumlage nicht herum. 2022 soll es ein Prozentpunkt mehr werden. Für die darauffolgenden Jahre kündigte Allgaier weitere Anhebungen in noch unbekannter Höhe an. Diese müssen vom Kreistag aber beschlossen werden. Da unter den Kreistagsmitgliedern zahlreiche Oberbürgermeister, Bürgermeister und Gemeinderäte sind, achten diese darauf, dass der Hebesatz möglichst gering bleibt, um den eigenen Haushalt zu schonen. Änderungen an der Kreisumlage ist meistens ein Tauziehen zwischen Kreisverwaltung und dem Kreistag.

Der Landrat versicherte in seiner Haushaltsrede, dass bei der internen Planung alles getan worden sei, die Ausgaben so gering wie möglich zu halten. So sei es gelungen, den „Fehlbetrag im Ergebnishaushalt von ursprünglich 30 Millionen Euro auf aktuell 17 Millionen Euro zu reduzieren“. In der Kreisverwaltung sei dazu eine Streichliste herumgegangen. Um die Einsparquote für die Zukunft weiter zu verbessern, möchte Allgaier die Verwaltungsarbeit effizienter gestalten. Dafür wird eine externe Beratungsagentur beauftragt. „Selbstverständlich werde ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Prozess miteinbeziehen. Denn die Beschäftigten können am besten Auskunft über die Abläufe geben“, kündigte er an. In den kommenden Wochen werden die Ausschüsse und der Kreistag über den Haushaltsplan beraten und ihre Änderungswünsche einbringen. Erst danach wird Haushalt 2021 endgültig verabschiedet.

Ludwigsburg begegnet Verkehrsinfarkt mit digitaler Technik

Von Uwe Roth

Ludwigsburg erstickt im Stau – mehr als andere Städte im Umkreis. Diese Feststellung der Stadtverwaltung wiederholt sich seit Jahren, ohne dass sich augenscheinlich etwas ändert. Während der Rushhour morgens und abends bricht öfter mal der Verkehr zusammen. Die Anwohner in den Nebenstraßen verzweifeln am Schleichverkehr. Das ist besonders in der Südstadt und der Weststadt der Fall. Inzwischen hat die Stadtverwaltung für zwölf Millionen Euro ihr Verkehrsleitsystem digitalisiert, das Besserungen bringen soll. Das Projekt ist nach Mitteilung der Stadt soweit abgeschlossen. Die Hälfte der Kosten trug die Bundesregierung. Digitalisiert bedeutet, Techniker rüsteten den Computer an jeder Ampelanlage im Stadtgebiet entsprechend auf. Die Recheneinheit steckt in einem grauen Schaltkasten am Straßenrand und war zum Teil über 30 Jahre alt.

Nun ist sie auf dem neuesten Stand und mit dem städtischen Verkehrsrechner verbunden. Zudem wurden Kontaktschleifen in den Straßenbelag gelegt. Nun hat die Stadtverwaltung jederzeit auf dem Bildschirm, wie viele Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Anhand der Daten ermittelt der Verkehrsrechner den besten Mix aus Rot- und Grünphasen. Im Ergebnis verbessert sich der Verkehrsfluss. Die Leittechnik hat außerdem die Aufgabe, Busse und Rettungsfahrzeuge im Einsatz über eine entsprechende Änderung der Lichtsignale gegenüber dem anderen Verkehr zu bevorzugen. Das System ist selbstlernend. Es soll nach und nach erkennen, an welchen Stellen es Verbesserungsbedarf gibt und die Verkehrslenkung nachjustieren.

Soweit die Theorie. In der Praxis wäre ein zähfließender Verkehr bereits ein Erfolg anstatt der tatsächlichen Anhäufung von Staus. Bürgermeister (BM) Michael Ilk ist in der Stadt für die Mobilität zuständig ist. Er sagt, die Wirkung der Digitalisierung auf den Verkehrsfluss dürfe nicht unterschätzt werden. „Was die Technik bewirken kann, zeigt sich erst, wenn die digitale Technik ausfällt“, stellt er fest. Im analogen Modus ginge dann gar nichts mehr. „Das System funktioniert recht gut“, versichert Ilk. Und liefert nützliche Daten für die Planung: Bislang mussten die Verkehrsmengen geschätzt oder aus einer klassischen Verkehrszählung durch Menschenhand abgeleitet werden. Nun geben die Kontaktschleifen ein tagesaktuelles Bild. Beim Studium aktueller Zahlen musste Oberbürgermeister Matthias Knecht einigermaßen frustriert feststellen, dass Ludwigsburgs Straßen schon wieder genauso verstopft sind wie vor dem ersten Lockdown, ausgelöst von der Corona-Pandemie.

Von der Hoffnung der Rathausspitze, dass der wochenlange Stillstand das Mobilitätsverhalten der Bürger zumindest etwas verändert, sie davon abringt, jede kurze Strecke mit dem Auto zu fahren, ist nichts geblieben. Vor der Corona-Krise lag die Zahl der Fahrzeuge in der Schlossstraße bei täglich über 50000. In den Tagen des Lockdowns sank sie teilweise auf 30000. Also rund 20000 Autos und Lkw weniger. Seit Mitte September werden die 50000 wie gewohnt überschritten. „Nach unseren Zahlen hat der Individualverkehr wieder deutlich zugenommen. Das schließt den Radverkehr mit ein. Es sind einige aufs Rad umgestiegen. Der Busverkehr ist leider eindeutig der Verlierer“, stellt BM Ilk fest. Seine Vermutung ist, dass Menschen vom Bus aufs Auto umgestiegen seien, da sie sich in ihrem Pkw vor einer Infektion geschützter fühlten.

Ilk verweist darauf, dass im Moment die Verkehrslage außergewöhnlich sei, da die verdichtete Zahl von Baustellen die Staus in die Länge zöge. Dies seien aber nicht nur städtische, sondern auch die des Regierungspräsidiums, das die Sperrung der Autobahnabfahrt Ludwigsburg-Süd verantwortete. Auch diese Großbaustelle bringe zusätzlichen Verkehr in die Stadt. „Die Autobahn ist täglich eingestaut. Die Stadt leidet unter dem Ausweichverkehr.“ Kritiker der städtischen Verkehrspolitik verweisen hingegen darauf, dass nicht nur die Autobahn und die temporären Baustellen die Ursache für den vermehrten Staus seien, sondern die neuen dauerhaft eingerichteten Busspuren und Tempo 40 auf einigen Hauptstraßen.

Ilk hält dagegen, dass schlicht die Verkehrsmenge für die Stadt zu hoch und jenseits der Schmerzgrenze sei. Verkehrsexperten bestätigen das: Beseitige man auf den Straßen sämtliche Hindernisse, würde der Verkehr nicht automatisch flüssiger. Denn es kämen noch mehr Autos mit noch höheren Geschwindigkeiten in die Stadt. Die grundlegenden Fehler der städtischen Verkehrspolitik reichen auch in Ludwigsburg in die 1960er und 1970er zurück, als die Baumalleen in der Friedrichstraße und der Stuttgarter Straße/Schlossstraße rigoros dem Verkehr geopfert wurden. Mit zunehmenden Kfz-Zulassungszahlen wuchs nicht nur der innerstädtische Verkehr, sondern vor allem der Durchgangsverkehr von Ost nach West und von Nord nach Süd.

Gegen den Fehler, aus Ludwigsburg eine Auto-gerechte Stadt zu machen, kämpft die Stadt seit 50 Jahren an. Mit wenig Erfolg: Wer aus dem Remstal mit dem Pkw oder mit dem Lkw zur Autobahn strebt, wird vom Navi unweigerlich durch die Innenstadt geleitet. Die digitale Technik beeinflusst das Mobilitätsverhalten der Menschen nur bedingt, zeigt sich spätestens nach Ende des (ersten) Lockdowns. Ludwigsburg kämpft gegen den Verkehrsinfarkt mit digitaler Technik, wird diesen letztendlich aber kommunalpolitisch verhindern müssen.

Männer gehen in Fußgängerzone aufeinander los und weitere Meldungen aus dem Kreis Ludwigsburg

Vaihingen an der Enz: zwei Männer gehen in der Fußgängerzone aufeinander los

Bereits länger andauernde Streitigkeiten kochten am Donnerstag gegen 17.30 Uhr zwischen zwei 29 und 24 Jahre alten Männer in der Fußgängerzone in Vaihingen an der Enz hoch. Zufällig waren die beiden aufeinandergetroffen. Der 29-Jährige, der mit einem Tretroller unterwegs war, habe versucht seinen Kontrahenten anzuspucken. Schließlich stürzte er. Dies habe wiederum der 24-Jährige zu verantworten. Der Ältere verließ zunächst die Örtlichkeit. Es soll im weiteren Verlauf jedoch zu zwei weiteren Attacken seitens des 29-Jährigen auf den 24-Jährigen gekommen sein. Der brachte den Angreifer schließlich wohl zu Boden, wobei dieser leicht verletzt wurde. Eine noch unbekannte Zeugin habe die beiden Streitenden voneinander getrennt. Als die alarmierte Polizei eintraf, hatte sich die Situation zwischen den beiden Männern beruhigt. Das Polizeirevier Vaihingen an der Enz, Tel. 07142/941-0, bittet die Unbekannte und weitere Zeugen sich zu melden.

Sersheim: alkoholisierter Citroen-Fahrer in Unfallflucht verwickelt

Ein 64 Jahre alter Mann muss mit einer Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs rechnen, nachdem er am Donnerstag gegen 13.00 Uhr in Sersheim in alkoholisiertem Zustand einen Ford und eine Hauswand touchiert hat. Die Polizei war zunächst alarmiert worden, da eine Rettungswagenbesatzung einen renitenten Patienten, der gestürzte war, an Bord hatte. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass eine Zeugin beobachtet hatte, dass der 64-jährige Patient mit seinem Citroen auf der Fahrt von einem Discounter in der Vaihinger Straße in Richtung der Ortsmitte einen Ford gestreift hatte und anschließend weitergefahren war. Als er wenig später anhielt und ausstieg, stürzte er und erlitt diverse Verletzungen. Als die Streifenwagenbesatzung im Anschluss mit dem 64-Jährigen Kontakt aufnehmen wollten, schlief dieser im Krankenwagen. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2,6 Promille. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt. Bei weiteren Ermittlungen vor Ort, stellte sich heraus, dass der 64-Jährige wohl auch noch eine Hauswand gestreift hat. Die genaue Höhe des entstandenen Sachschadens steht noch nicht fest. Der Führerschein des Mannes wurde beschlagnahmt.

Besigheim: Außenbestuhlung gestohlen

Der Polizeiposten Besigheim, Tel. 07143/40508-0, ermittelt wegen Diebstahls, nachdem am Donnerstag gegen 19.30 Uhr Teile der Außenbestuhlung einer Gaststätte in der Hauptstraße in Besigheim von Unbekannten abtransportiert wurde. Eine Zeugin hatte zwei unbekannte Täter beobachtet, wie diese vier Tische und acht Bänke auf einen Anhänger luden und anschließend mit einem hellen, mittelgroßen PKW flüchteten. Als die Zeugin den Betreiber hierzu befragte, wurde klar, dass die Bestuhlung nicht abgeräumt, sondern tatsächlich gestohlen worden war. Der Wert dürfte sich auf einen dreistelligen Betrag belaufen.

Bietigheim-Bissingen: Einbruch in der Troppauer Straße

Mit Bargeld machte sich ein noch unbekannter Täter aus dem Staub, der am Donnerstag zwischen 18.20 Uhr und 22.35 Uhr in ein Wohnhaus in der Troppauer Straße in Bietigheim einbrach. Indem er eine Terrassentür aufhebelte, wofür der Täter mehrere Versuche benötigte, verschaffte er sich Zutritt ins Erdgeschoss des Hauses. Auf seiner Suche nach Wertgegenständen fiel ihm in einem Büro Bargeld in die Hände. Mit diesem machte sich der Einbrecher davon. Er dürfte eine etwa vierstellige Summe entwendet haben. Der entstandene Sachschaden wurde auf etwa 1.500 Euro geschätzt. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 07142/405-0, mit dem Polizeirevier Bietigheim-Bissingen in Verbindung zu setzen.

Bietigheim-Bissingen: Unfallflucht auf der Auwiesenbrücke

Am Freitagmorgen, gegen 07.20 Uhr, kam es auf der Auwiesenbrücke in Bietigheim zu einer Unfallflucht. Eine 18 Jahre alte Peugeot-Lenkerin hatte sich an der Einmündung zur Stuttgarter Straße auf den rechten Linksabbiegestreife eingeordnet. Auf dem Rechtsabbiegestreifen, rechts neben dem Peugeot, befand sich ein Pritschenwagen. Als dieser nach rechts abbog, scherte vermutlich das Heck des Wagens aus und stieß gegen den rechten Außenspiegel des Peugeot. Anschließend setzte der Unbekannte im Pritschenwagen, der eine grüne Aufschrift hatte und dessen Ladefläche mit einem grünen Netz überspannt war, seine Fahrt in Richtung Ludwigsburg fort. Am Peugeot entstand ein Sachschaden von etwa 200 Euro. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben und weitere Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142/405-0, in Verbindung zu setzen.

Sachsenheim-Hohenhaslach: Einbruch in zwei Praxen

Ein bislang unbekannter Täter trieb zwischen Donnerstag 18:30 Uhr und Freitag 07:40 Uhr in der Schäferstraße in Sachsenheim-Hohenhaslach in einem Wohn- und Geschäftsgebäude sein Unwesen. Vermutlich über eine Mülltonne, die als Aufstiegshilfe genutzt wurde, gelangte der Unbekannte zu einer höhergelegenen Arztpraxis. Im Anschluss hebelte er ein Fenster auf und stieg in die Räumlichkeiten ein. Als er dort ein Sparschwein mit unbekanntem Bargeldinhalt mitgehen ließ, begab er sich über den Hausflur ins Erdgeschoss. Dort öffnete er auf noch ungeklärte Art und Weise die Tür zu einer weiteren Praxis und entwendete aus dieser zwei Geldkassetten mit ebenfalls noch unbekanntem Inhalt. Schlussendlich suchte er mit seiner Beute das Weite. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Sachsenheim, Tel. 07147 27406-0, in Verbindung zu setzen.

Ludwigsburg-West: Pritschenfahrzeug beschädigt – Verursacher mit weißen Kastenwagen geflüchtet

Am Freitag gegen 09:05 Uhr streifte ein noch unbekannter Fahrzeuglenker einen VW Pritschen Transporter, der in der Gänsfußallee in Ludwigsburg-West am Fahrbahnrand geparkt war. Der Unbekannte blieb am Außenspiegel des VW hängen und beschädigte diesen. Anschließend fuhr er in Richtung Schwieberdinger Straße weiter. Laut Aussage des geschädigten Fahrzeughalters, der gerade zu seinem VW zurückgekehrt war, soll er dann an der Kreuzung zur Gröningerstraße an einer Ampel kurz angehalten und den Schaden begutachtet haben. Der Unbekannte fuhr jedoch weiter und kümmerte sich nicht um den angerichteten Sachschaden von mehreren hundert Euro. Beim Verursacherfahrzeug soll es sich um einen weißen Kastenwagen mit orangefarbener Zierschrift handeln. Weitere Hinweise nimmt das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, entgegen.

Großbottwar: Wetterstation entwendet

Nach einem Einbruch, der zwischen Montag 18:00 Uhr und Mittwoch 19:15 Uhr in der Kleinbottwarer Straße in Großbottwar verübt wurde, sucht die Polizei nach Zeugen. Über eine zuvor eingetretene Tür gelangte ein noch unbekannter Einbrecher in ein Wohnhaus, das er anschließend durchsuchte. Hierbei fiel dem Täter eine Wetterstation im Wert einer niedrigen Summe in die Hände und suchte damit das Weite. Darüber hinaus hinterließ er einen Sachschaden von rund 500 Euro. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Großbottwar, Tel. 07148 1625-0, in Verbindung zu setzen.

Remseck am Neckar-Aldingen: Unfallflucht auf Baumarktparkplatz

Vermutlich beim Ein- oder Ausparken stieß ein noch unbekannter Fahrzeuglenker in der Straße „Am Holzbach“ im Stadtteil Aldingen gegen einen Hyundai. Der Pkw war am Donnerstag zwischen 18:20 Uhr und 18:30 Uhr auf einem Baumarktparkplatz abgestellt und wurde am hinteren linken Radlauf beschädigt. Der Verursacher fuhr anschließend davon und kümmerte nicht um den Sachschaden in Höhe von etwa 3.500 Euro. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 1313-0, entgegen.

Remseck am Neckar-Aldingen: Verpuffung in Ölofen

Die Freiwillige Feuerwehr Remseck befand sich am Donnerstag gegen 13:45 Uhr in der Kelterstraße im Stadtteil Aldingen mit etwa 37 Wehrleuten und drei Fahrzeugen in einem Einsatz. Bei der Heimkehr stellte eine Bewohnerin in ihrer Wohnung eine Rauchentwicklung fest. Grund hierfür waren vermutlich mehrere Verpuffungen in einem Ölofen. Diesbezüglich stellten die Einsatzkräfte die Ölzufuhr ab und evakuierten das Wohnhaus vorsorglich. Im Anschluss wurden noch Belüftungsmaßnahmen durchgeführt. Derzeit ist nicht bekannt, ob ein Sachschaden entstanden ist.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

So sehen die Corona-Zahlen vor dem Wochenende für den Landkreis Ludwigsburg aus

Die Lage am Freitag (23.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Situation im Landkreis Ludwigsburg hat sich im Vergleich zu gestern etwas beruhigt: Nachdem gestern ein neuer Höchstwert an Neuinfizierten gemeldet wurde, ist der Wert heute viel geringer ausgefallen. Laut Landratsamt wurden binnen 24 Stunden 92 Corona-Neuinfizierte gemeldet. Gestern wurden mit 218 bestätigten Corona-Fällen, so viele Neuinfizierte wie nie zuvor seit Beginn der Corona-Pandemie registriert. (Details siehe Tabelle unten). Am Freitag vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 166 Fällen. (Stand: 23.10. 16Uhr)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner hat sich am Freitag auf 83,4 verringert. Am Vortag lag der Wert bei 84,3 (Stand: 23.10.) Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am vergangenen Mittwoch der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 4.025 Menschen im Kreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 92 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist nach Angaben der Behörde um zwei auf 82 angestiegen. Mindestens 3.100 (+11) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen des Gesundheitsamts überstanden. (Stand: 23.10.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 23.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 24 | 0 )
Asperg ( 97 | 1 )
Benningen am Neckar ( 53 | 1 )
Besigheim ( 63 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 470 | 12 )
Bönnigheim ( 60 | 2 )
Ditzingen ( 160 | 7 )
Eberdingen ( 65 | 2 )
Erdmannhausen ( 36 | 0 )
Erligheim ( 14 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 93 | 1 )
Freudental ( 48 | 1 )
Gemmrigheim ( 30 | 2 )
Gerlingen ( 120 | 3 )
Großbottwar ( 42 | 0 )
Hemmingen ( 58 | 0 )
Hessigheim ( 15 | 0 )
Ingersheim ( 45 | 2 )
Kirchheim am Neckar ( 36 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 157 | 4 )
Kornwestheim ( 274 | 3 )
Löchgau ( 41 | 0 )
Ludwigsburg ( 697 | 13 )
Marbach am Neckar ( 108 | 4 )
Markgröningen ( 92 | 0 )
Möglingen ( 81 | 4 )
Mundelsheim ( 21 | 0 )
Murr ( 45 | 1 )
Oberriexingen ( 30 | 3 )
Oberstenfeld ( 59 | 2 )
Pleidelsheim ( 61 | 0 )
Remseck am Neckar ( 174 | 2 )
Sachsenheim ( 175 | 8 )
Schwieberdingen ( 58 | 0 )
Sersheim ( 60 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 75 | 1 )
Tamm ( 65 | 2 )
Vaihingen an der Enz ( 204 | 8 )
Walheim ( 18 | 0 )

red

Maskenpflicht ab Samstag auch im Blühenden Barock Ludwigsburg

Maskenpflicht nicht nur im Innenstadt-Bereich der Stadt Ludwigsburg. Aufgrund rasant steigender Corona-Infektionszahlen gilt ab Samstag 24.10.2020 auch im gesamten Gelände des Blühenden Barock und im Märchengarten eine generelle Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung („Alltagsmaske“). Das gab das Blühende Barock Ludwigsburg am Donnerstag in einer Pressemitteilung bekannt.

Die Infektionsgefahr im Freien ist zwar laut RKI wesentlich geringer als in geschlossenen Räumen, aber die Verantwortlichen des Blühenden Barock wollen nichts untersucht lassen, auch ihren Teil zur Eindämmung bzw. nicht weiteren Ausbreitung des Corona-Virus beizutragen, heißt es in der Mitteilung des Blüba.

Die Maskenpflicht gilt für Erwachsene und für Kinder ab 6 Jahren. Wie allgemein üblich kann zum Verzehr von Speisen in der Gastronomie die Maske abgenommen werden. Auf dem Weg zum Tisch oder etwas zur Toilette gilt aber dennoch die Maskenpflicht, d.h. erst wer am Tisch sitzt kann die Maske abnehmen, heißt es weiter.

Die Maskenpflicht gilt auch für die Mitarbeiter des Blühenden Barock oder beispielsweise der Kürbisausstellung oder Gastronomie, sofern sie nicht in entsprechendem Abstand zu den Besuchern tätig sind oder entsprechende andere Schutzvorkehrungen getroffen sind.

Diese Maskenpflicht gilt bis auf weiteren, also auch bei der abendlichen Ausstellung „‚Leuchtende Traumpfade‘, die am 31.10.2020 beginnt. Sogenannte Gesichtsvisiere sind keine Alternative zur Maske! Dies wurde in Abstimmung mit der Stadt Ludwigsburg und dem Land Baden-Württemberg festgelegt.

red

Rekord-Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg: Gesundheitsamt meldet weitere 218 Corona-Fälle

Die Lage am Donnerstag (22.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Situation im Landkreis Ludwigsburg wird immer ernster: Die Zahl Neuinfektionen ist regelrecht explodiert. Laut Landratsamt wurden binnen 24 Stunden  218 Corona-Neuinfizierte gemeldet. So viele wie nie zuvor seit Beginn der Corona-Pandemie. Allerdings sind von den 218 Neuinfizierten rund 100 Corona-Fälle, die noch am späten Mittwoch gemeldet wurden und daher in der gestrigen Statistik nicht aufgeführt waren, so Landrat Dietmar Allgaier gegenüber Ludwigsburg24. Die meisten Neuinfektionen wurden erneut aus der Stadt Ludwigsburg gemeldet. Auch aus Kornwestheim und Bietigheim-Bissingen wurden erneut hohe Neufinfektionszahlen gemeldet. (Details siehe Tabelle unten).

Am Donnerstag vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 57 Fällen. Am vergangenen Freitag war mit 166 Neuinfektionen der zwischenzeitlich höchste je gemessene Wert seit Beginn der Corona-Pandemie registriert worden. (Stand: 22.10. 16Uhr)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner hat sich am Donnerstag auf 84,3 sprunghaft erhöht. Am Vortag lag der Wert bei 63 (Stand: 22.10.) Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am vergangenen Mittwoch der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 3.933 Menschen im Kreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 218 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist nach Angaben der Behörde um einen auf 80 angestiegen. Mindestens 3.089 (+63) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen des Gesundheitsamts überstanden. (Stand: 22.10.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 22.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 24 | 0 )
Asperg ( 96 | 5 )
Benningen am Neckar ( 52 | 1 )
Besigheim ( 60 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 458 | 27 )
Bönnigheim ( 58 | 2 )
Ditzingen ( 153 | 9 )
Eberdingen ( 63 | 11 )
Erdmannhausen ( 36 | 1 )
Erligheim ( 14 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 92 | 3 )
Freudental ( 47 | 1 )
Gemmrigheim ( 28 | 0 )
Gerlingen ( 117 | 7 )
Großbottwar ( 42 | 0 )
Hemmingen ( 58 | 3 )
Hessigheim ( 15 | 1 )
Ingersheim ( 43 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 35 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 153 | 13 )
Kornwestheim ( 271 | 21 )
Löchgau ( 41 | 5 )
Ludwigsburg ( 684 | 45 )
Marbach am Neckar ( 104 | 7 )
Markgröningen ( 92 | 3 )
Möglingen ( 77 | 6 )
Mundelsheim ( 21 | 3 )
Murr ( 44 | 1 )
Oberriexingen ( 27 | 1 )
Oberstenfeld ( 57 | 2 )
Pleidelsheim ( 61 | 2 )
Remseck am Neckar ( 172 | 10 )
Sachsenheim ( 167 | 8 )
Schwieberdingen ( 58 | 3 )
Sersheim ( 60 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 74 | 0 )
Tamm ( 63 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 196 | 16 )
Walheim ( 18 | 1 )

red

Diebe montieren Katalysator von Pkw ab und weitere Meldungen aus Ludwigsburg

Ludwigsburg: Katalysator entwendet

Nach einem Diebstahl, der zwischen Samstag und Donnerstag in der Wilhelmstraße in Ludwigsburg verübt wurde, sucht die Polizei nach Zeugen. An der genannten Örtlichkeit machten sich bislang unbekannte Täter an einem geparkten Opel zu schaffen. Mutmaßlich bockten sie das Fahrzeug auf und schnitten dann fein säuberlich den Katalysator heraus. Anschließend suchten sie mit ihrer Beute das Weite. Auf welche Summe sich der verursachte Sachschaden beläuft, ist derzeit nicht bekannt. Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, in Verbindung zu setzen.

Bietigheim-Bissingen: Frische Unfallspuren entdeckt – Polizei sucht Zeugen

Im Zuge verbaler Streitigkeiten zwischen zwei Männern befand sich die Polizei am Dienstag gegen 17:40 Uhr in der Südstraße in Bissingen im Einsatz. Vor Ort konnte eruiert werden, dass ein 33-Jähriger, dessen Pkw am Fahrbahnrand geparkt war, mit einem Mann in Streit geraten war und darüber hinaus mehrere vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer angehalten und bedroht haben soll. Zudem hatte der Mann an beiden Händen leichte Verletzungen und sein weißer Mercedes AMG mit Heilbronner Zulassung (HN) wies einen frischen Unfallschaden an der vorderen linken Stoßstange auf. Warum der Mann verletzt war und woher der Sachschaden am Fahrzeug stammt, ist derzeit nicht bekannt. Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass der 33-Jährige unter Alkoholeinfluss stand und möglicherweise vor Eintreffen der Polizeibeamte mit dem Mercedes unterwegs war. Eine dazugehörige Unfallörtlichkeit konnte allerdings noch nicht lokalisiert werden. Diesbezüglich werden Zeugen gebeten, denen der weiße Mercedes AMG aufgefallen ist, sich beim Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142 405-0, zu melden. Obendrein werden die Verkehrsteilnehmer gesucht, die durch den Mann mutmaßlich bedroht worden sind. Für die Örtlichkeit wurde dem Mann ein Platzverweis erteilt. Da er diesen nicht befolgte, wurde er in Beseitigungsgewahrsam genommen und musste sich einer Blutentnahme unterziehen.

Sachsenheim: Fußgänger bei Unfall schwer verletzt

Mit schweren Verletzungen musste der Rettungsdienst am Donnerstag einen 32-jährigen Fußgänger in ein Krankenhaus bringen, nachdem er gegen 06:30 Uhr in Großsachsenheim in einen Verkehrsunfall verwickelt worden war. Ein 39-jähriger Audi-Lenker befuhr die Oberriexinger Straße stadtauswärts. An einem Kreisverkehr bog er im weiteren Verlauf in die Westtangente ab. Im Bereich einer Fußgängerfurt übersah er vermutlich aus Unachtsamkeit den dunkel gekleideten Fußgänger und stieß mit ihm zusammen. Der 32-Jährige wurde zunächst auf die Motorhaube aufgeladen und stürzte dann auf die Fahrbahn. An dem Audi entstand ein Sachschaden von etwa 500 Euro.

Ludwigsburg-Oßweil: Gartentor beschädigt

Vermutlich beim Rangieren stieß ein noch unbekannter Fahrzeuglenker am Mittwoch zwischen 10:00 Uhr und 16:00 Uhr in der Poppenweilerstraße in Ludwigsburg gegen das Gartentor einer Grundstückseinfahrt. Im Anschluss fuhr der Unbekannte davon und kümmerte sich nicht um den entstandenen Sachschaden von rund 2.000 Euro. Sachdienliche Hinweise zum Verursacher nimmt das Polizeirevier Ludwigsburg unter der Tel. 07141 18-5353 entgegen.

Ditzingen: Unfallflucht mit 7.000 Euro Sachschaden

Nach einer Unfallflucht mit einem Sachschaden von rund 7.000 Euro sucht die Polizei nach Zeugen. Zwischen Dienstag 15:00 Uhr und Mittwoch 12:00 Uhr streifte ein noch unbekannter Fahrzeuglenker einen BMW, der am Straßenrand abgestellt war. Der unbekannte beschädigte an dem geparkten Wagen die komplette Fahrerseite und machte sich anschließend aus dem Staub. Das Polizeirevier Ditzingen, Tel. 07156 4352-0, sucht nun nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Verursacher geben können.

Korntal-Münchingen: Radfahrer geflüchtet

Aus noch ungeklärter Ursache ist am Mittwoch gegen 20:00 Uhr in der Steinbeisstraße in Korntal ein noch unbekannter Radfahrer gestürzt. Hierbei stieß er gegen das linke Fahrzeugheck eines Audi, der vor einer Garageneinfahrt stand. Anschließend verließ der Unbekannte die Örtlichkeit in Richtung der Tubizer Straße und kümmerte sich nicht um den angerichteten Sachschaden von etwa 1.500 Euro. Derzeit ist bekannt, dass der Radfahrer zur Tatzeit schwarz gekleidet und mutmaßlich mit einem schwarzen Mountainbike unterwegs war. Obendrein konnte am Unfallort eine weiße Schirmmütze aufgefunden werden. Ob diese dem Radfahrer gehört, ist momentan unklar. Weitere sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Ditzingen, Tel 07156 4352-0, entgegen.

Gerlingen: 25-Jähriger beraubt

Ein 25-jähriger Mann wurde am Mittwoch gegen 20:50 Uhr in der Breitwiesenstraße in Gerlingen Opfer eines Raubes. Als der Mann am Fahrbahnrand stand wurde er offenbar von einer vierköpfigen Männergruppe angesprochen. Diese sollen nach Betäubungsmitteln gefragt haben. Als der 25-Jährige verneinte, wurde er von den Unbekannten geschlagen und am Boden liegend mutmaßlich gegen den Kopf getreten. Im Anschluss nahmen die Täter seine Kopfhörer, seine Mütze, sein Smartphone sowie persönliche Dokumente an sich und suchten, nachdem ein Zeuge auf das Geschehen aufmerksam geworden war und die Tätergruppe angesprochen hatte, damit das Weite. Bei den Tätern soll es sich um vier Männer im Alter von etwa 18 bis 20 Jahren handeln. Sie waren dunkel gekleidet und einer von ihnen soll einen dunkleren Teint haben. Eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, in die auch mehrere Streifen des benachbarten Polizeipräsidiums Stuttgart eingebunden waren, führten nicht zum Erfolg. Durch den Angriff erlitt der 25-Jährige leichte Verletzungen und musste durch einen Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Tel. 0800 1100225 zu melden.

Ludwigsburg-Neckarweihingen: Kupferkabeldieb auf frischer Tat ertappt

Ein 57 Jahre alter Tatverdächtiger sorgte in der Nacht zum Donnerstag in Neckarweihingen für einen größeren Polizeieinsatz. Weil Kabel auf der Neckarkanalstraße lagen alarmierte ein Verkehrsteilnehmer gegen 00.30 Uhr die Polizei. Als die Beamten des Polizeireviers Ludwigsburg die Neckarkanalstraße entlang fuhren, fiel ihnen im Einmündungsbereich mit der Buchnerstraße eine Person auf, die Kabel in einen Transporter einlud. Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Polizisten fest, dass es sich um Kupferkabel handelte. Auf der Ladefläche des LKW entdeckten sie auch Werkzeuge, die sich als Einbruchswerkzeuge eigneten. Am Zaun eines Entsorgungsunternehmens direkt gegenüber konnte eine mögliche Einstiegsstelle festgestellt werden. Der 57-jährige Tatverdächtige wurde hierauf vorläufig festgenommen und zum Polizeirevier Ludwigsburg gebracht. Das Unternehmensgelände wurde mit mehreren Streifenwagenbesatzungen der umliegenden Polizeireviere umstellt und abgesucht. Ein Polizeihubschrauber war ebenfalls im Einsatz. Weitere Verdächtige konnten hierbei jedoch nicht entdeckt werden. Der LKW des 57-Jährigen sowie das Diebesgut wurden beschlagnahmt. Der Wert der Kupferkabel, die allesamt vom Gelände des Unternehmens entwendet worden waren, dürfte sich auf etwa 2.000 bis 3.000 Euro belaufen. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurde der Tatverdächtige auf freien Fuß gesetzt.

Ludwigsburg: Unfallflucht auf der B 27

Ein Sachschaden von rund 4.000 Euro entstand am Mittwoch gegen 10.00 Uhr bei einer Unfallflucht auf der Bundesstraße 27 auf Höhe der Robert-Franck-Allee in Ludwigsburg. Ein noch unbekannter Fahrzeuglenker hatte sich auf dem Linksabbiegestreifen in Richtung Rober-Franck-Allee eingeordnet. Etwa auf Höhe einer Tankstelle in Fahrtrichtung Stuttgart zog der Unbekannte seinen PKW aus unbekannter Ursache nach rechts. In der Folge stieß er mit dem BMW eines 71-Jährigen zusammen, der auf dem linken Fahrstreifen der B 27 unterwegs war. Anstatt nun anzuhalten, setzte der Unbekannte seine Fahrt fort und bog in die Robert-Franck-Allee und danach in die Konigsallee ab. Von dort fuhr er weiter in die Königinallee. Anschließend verloren der 71-Jährige und ein Zeuge, die die Verfolgung aufgenommen hatten, den Unbekannten aus den Augen. Bei dessen Fahrzeug handelt es sich vermutlich um ein dunkelgraues, größeres Fahrzeug wie ein Kombi oder Geländewagen. Das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141/19-5353, bittet weitere Zeugen, die Hinweise zu der Unfallflucht geben können, sich zu melden.

Besigheim: Unfallzeugen gesucht

Vermutlich beim Ein- oder Ausparken ereignete sich am Mittwoch in der Jahnstraße in Besigheim eine Verkehrsunfallflucht, zu der das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142 405-0, nach Zeugen sucht. Ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker prallte zwischen 15:30 Uhr und 16:00 Uhr auf Höhe einer Bushaltestelle gegen einen geparkten Opel und fuhr anschließend davon. Der entstandene Sachschaden wurde auf etwa 1.000 Euro geschätzt.

Löchgau: Vorfahrt missachtet

Am Mittwoch gegen 12:10 Uhr war eine 40 Jahre alte VW-Lenkerin in Löchgau auf der Suhstraße stadtauswärts unterwegs. Als sie sich auf Höhe der Einmündung zur Rosenstraße befand, bog aus dieser ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker nach rechts auf die enge Suhstraße ein. Hierbei soll er nicht auf die vorfahrtsberechtigte VW-Lenkerin geachtet haben. Um einen Zusammenstoß mit dem unbekannten Autofahrer zu vermeiden, musste sie nach rechts ausweichen. Bei dem Ausweichmanöver stieß sie allerdings mit einem am Fahrbahnrad geparkten BMW zusammen, wodurch ein Gesamtschaden von rund 5.000 Euro entstand. Unterdessen fuhr der Unbekannte, der möglicherweise am Steuer eines schwarzen Van saß, in Richtung der Besigheimer Straße davon. Zeugen, die Hinweise zu dem unbekannten Fahrzeuglenker geben können, wenden sich bitte unter der Tel. 07142 405-0 an das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen.

Bietigheim-Bissingen: Polizei sucht Unfallzeugen

An der Kreuzung Freiburger Straße / Buchstraße in Bietigheim soll es am Mittwoch gegen 19:25 Uhr zu einem Zusammenstoß zwischen zwei Autofahrern gekommen sein. Die beiden Fahrzeuge, ein Dodge und ein Seat, waren auf der Freiberger Straße stadtauswärts unterwegs. Offenbar soll einer der beiden Verkehrsteilnehmer im Bereich einer Ampel im Zuge eines Überholmanövers nach rechts ausgewichen sein. Hierbei sollen sich die beiden Pkw gestreift haben, wodurch ein Gesamtschaden von mehreren hundert Euro entstand. Das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Tel. 07142 405-0, sucht nun nach Zeugen, die das Unfallgeschehen beobachtet haben. Darüber hinaus wurde bekannt, dass an dieser Kreuzung zwei bislang unbekannte Verkehrsteilnehmer augenscheinlich verbal aneinandergeraten sind. Hierbei handelte es sich um einen Motorradfahrer und einen Fahrzeuglenker. Die jeweiligen Fahrer werden ebenfalls gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Markgröningen: Zwei Fahrzeuge zerkratzt

Zwischen Mittwoch 20:00 Uhr und Donnerstag 08:30 Uhr trieb ein noch unbekannter Täter im Bereich der Unterriexinger Sraße / Paulinenstraße in Markgröningen sein Unwesen. An einem Lkw MAN und einem Mercedes Sprinter, die auf dem Festplatz abgestellt waren, zerkratzte der Unbekannte jeweils die Frontscheibe und richtete hierdurch einen Gesamtschaden von rund 2.000 Euro an. Zeugen, die Hinweise zur Sachbeschädigung geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeiposten Markgröningen, Tel. 07154 9327-0, in Verbindung zu setzen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Gastronomie darf in Ludwigsburg Heizpilze aufstellen – aber nur unter Einschränkungen

Von Uwe Roth

Es ist ein Kompromiss: Gastronomen in Ludwigsburg dürfen über den Winter Heizpilze im Außenbereich aufstellen. Das hat am Mittwochabend der Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen. Ein Antrag der Grünen, aus Gründen des Klimaschutzes aufs Heizen draußen komplett zu verbieten, ist jedoch ebenso mit großer Mehrheit abgelehnt worden. Es dürfen folglich Wärmequellen vor dem Gastronomiebetrieb installiert werden, damit auch solche Gäste kommen, die wegen der Furcht vor dem Corona-Virus Innenräume einer Kneipe oder eines Restaurants meiden. Die Stadtverwaltung, die sich gegenüber Heizpilzen kritisch zeigte, solle wie der Gemeinderat „über den CO2-Schatten springen“, hieß es von der SPD.

Der Kompromiss zeigt sich im Antrag der FDP. Die Freidemokraten wollten sämtliche Heizsysteme zulassen – auch die mit Gas betriebenen. Diesen Energieträger wollte die Stadtverwaltung aus Gründen des Brandschutzes nicht erlauben. Dafür erhielt sie die Unterstützung der großen Mehrheit im Gemeinderat. Erlaubt sind laut der Sitzungsvorlage alternative Systeme wie Pellets, Infrarot oder Strom – am besten aus erneuerbaren Energien. Gleichzeitig beschloss der Gemeinderat, den Gastronomen 75 Prozent der Gebühren zu erlassen, die für die Nutzung der Flächen im Außenbereich verlangt werden.

Die zwölf Mitglieder des Gemeinderats, die den Heizpilz verbannen wollten, beantragten, den Gastronomen zum Ausgleich die komplette „Sondernutzungsgebühr für den Außenbereich“ zu erlassen. Sie sollten die städtischen Flächen für den Gastronomiebetrieb kostenlos nutzen dürfen, um die über die Corona-Zeit entstandenen Einnahmeausfälle zumindest ein wenig ausgleichen zu können. Die Befürworter eines Heizpilz-Verbots – wie die Grüne-Fraktion – argumentierten, warme Schuhe, Kleidung und Wolldecken könnten auch helfen. Dieser Logik folgten auch Gemeinderäte, die sich dem Verlangen der Gastronomen nach Heizpilzen nicht grundsätzlich entgegenstellen wollten. Aus der CDU hieß es, dass der Klimaschutz bei der Abwägung von Für und Wider durchaus seine Berechtigung habe. So kam es, dass sich einige Christdemokraten bei der Abstimmung enthielten.

Auch ein Gastronom unter den Gemeinderäten von den Freien Wählern hielt wenig von Heizpilzen. „Die Hitze von oben erreicht die Tische. Das Essen wird schnell eiskalt.“ Er würde lieber ein Zelt oder einen Pavillon aufstellen, um darin seine Gäste zu bewirten. Die Stadt lehnt das bislang ab: „Zeltartige Auf- und Einbauten oder Pavillons sind aus Gründen des Infektionsschutzes ausgeschlossen“, sagt die Gemeinderatsunterlage. Sie schlägt auch hier einen Kompromiss vor: „Mobile, windabweisende, transparente Trenn-Elemente sind auf einer Seite der Außenbewirtschaftungsfläche möglich und müssen mindestens einen Abstand zur Fahrgasse von 0,5 Meter haben.“

Corona im Landkreis: Kornwestheim, Bietigheim und Sachsenheim mit den meisten Neuinfizierten

Die Lage am MITTWOCH (21.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Im Landkreis Ludwigsburg ist die Zahl Neuinfektionen binnen 24 Stunden im Vergleich zum Vortrag etwas geringer ausgefallen. Die meisten Neuinfektionen wurden erneut in Bietigheim-Bissingen gemeldet. Auch Kornwestheim und Sachsenheim weisen jeweilis acht Neufinzierte binnen 24 Stunden aus. (Details siehe Tabelle unten) Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist hingegen unverändert geblieben.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Kreis Ludwigsburg ist am Mittwoch im Vergleich zum Vortag leicht rückläufig. Nach dem am Samstag 89 Neuinfektionen am Sonntag 16, am Montag 22 und am Dienstag 67 Fälle, hat das Landratsamt in Ludwigsburg am Mittwoch weitere 61 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Am Mittwoch vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen bei 82 Fällen. Am vergangen Freitag wurde mit 166 Neuinfektionen der höchste je gemessene Wert seit  Beginn der Corona-Pandemie registriert. (Stand: 21.10. 16Uhr)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner hat sich am Dienstag auf 63 reduziert. Am Vortag lag der Wert bei 66 (Stand: 21.10.) Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am vergangenen Mittwoch der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 3.715 Menschen im Kreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Das sind 61 mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ist nach Angaben der Behörde unverändert bei 79. Mindestens 3.026 (+56) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen des Gesundheitsamts überstanden. (Stand: 21.10.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 21.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 24 | 0 )
Asperg ( 91 | 3 )
Benningen am Neckar ( 51 | 0 )
Besigheim ( 57 | 2 )
Bietigheim-Bissingen ( 431 | 8 )
Bönnigheim ( 56 | 0 )
Ditzingen (  | 0 )
Eberdingen ( 2 | 3 )
Erdmannhausen ( 35 | 0 )
Erligheim ( 14 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 89 | 0 )
Freudental ( 46 | 2 )
Gemmrigheim ( 28 | 0 )
Gerlingen ( 110 | 1 )
Großbottwar ( 42 | 0 )
Hemmingen ( 55 | 0 )
Hessigheim ( 14 | 0 )
Ingersheim ( 43 | 2 )
Kirchheim am Neckar ( 33 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 140 | 3 )
Kornwestheim ( 250 | 8 )
Löchgau ( 36 | 1 )
Ludwigsburg ( 639 | 3 )
Marbach am Neckar ( 97 | 1 )
Markgröningen ( 89 | 1 )
Möglingen ( 71 | 1 )
Mundelsheim ( 18 | 0 )
Murr ( 43 | 1 )
Oberriexingen ( 26 | 5 )
Oberstenfeld ( 55 | 0 )
Pleidelsheim ( 59 | 1 )
Remseck am Neckar ( 162 | 2 )
Sachsenheim ( 159 | 8 )
Schwieberdingen ( 55 | 0 )
Sersheim ( 58 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 74 | 1 )
Tamm ( 62 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 180 | 1 )
Walheim ( 17 | 0 )

red

Barock Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg abgesagt

Die Corona-Pandemie macht auch vor der Adventszeit nicht halt. Aufgrund von weiter stark steigenden Infektionszahlen und den hohen Auflagen haben bereits viele Weihnachtsmärkte in der Deutschland abgesagt. Seit gestern ist klar, dass auch der diesjährige Barock Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg nach langen Überlegungen nicht stattfinden wird. Im Juli noch hatte der Gemeinderat der Stadt Ludwigsburg unter harten Auflagen die Erlaubnis erteilt, dass der Weihnachtsmarkt stattfinden darf. Das hat die Stadt Ludwigsburg  und der zuständige Eigenbetrieb Tourismus und Events am Dienstag bekannt gegeben.

Das Hygienekonzept stand, lange hatte man gehofft, nun musste die Entscheidung fallen: Es wird in diesem Jahr keinen Weihnachtsmarkt in Form der geplanten Weihnachtsmeile in Ludwigsburg geben. „Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung und der Besucherinnen und Besucher haben für uns absolute Priorität. Wir müssen in dieser Phase alles dafür tun, Infektionsketten zu durchbrechen und die Anzahl der Neuinfektionen zu reduzieren. Zu den entsprechenden Maßnahmen gehört leider auch der Verzicht auf öffentliche Veranstaltungen wie die Ludwigsburger Weihnachtsmeile“,  bedauert Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht die Entscheidung.

Die 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner wurde innerhalb des Landkreises Ludwigsburg überschritten, somit gilt Ludwigsburg als Risikogebiet. Die Corona-Verordnung der Landesregierung mit Wirkung vom 19.10.2020 gilt. Demnach wird die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen auf 100 begrenzt (§ 10 Absatz 3 Satz 1 Nr. 2). Aufgrund dieser Beschränkung und der hohen Dynamik des Pandemiegeschehens hat der städtische Krisenstab am heutigen Dienstag entschieden, dass die Ludwigsburger Weihnachtsmeile nicht zu verantworten ist.

„Hinzu kommt, dass in der Region bereits viele Weihnachtsmärkte abgesagt wurden, beispielsweise in Heilbronn und Esslingen“, erklärt Mario Kreh, Geschäftsführer des städtischen Eigenbetriebs Tourismus & Events Ludwigsburg, Veranstalter der Weihnachtsmeile. Weitere Absagen seien noch zu erwarten, so Kreh weiter, woraus für Ludwigsburg eine gewisse Problematik entstehen würde. „Wir würden Gefahr laufen, an bestimmten Tagen und besonders bei schönem Wetter überrannt zu werden. Trotz hoher Sicherheitsstandards kann dann für ausreichend Abstand der Besucherinnen und Besucher an den Zugängen und im Innenstadtbereich nicht mehr gesorgt werden“, erläutert der Eigenbetriebs-Chef.

Es sei bitter für die Standbeschicker und auch für die Innenstadt insgesamt, bedauert Mario Kreh die finale Entscheidung: „Das örtliche Gesundheitsamt und auch das Ordnungsamt waren mit unserem Hygiene- und Sicherheitskonzept einverstanden. Auch beim Gemeinderat haben wir immer wieder Zuspruch und Zuversicht erfahren.“

Besinnliche Stimmung soll im Zentrum der Stadt mit einer angemessenen Weihnachtsbeleuchtung dennoch aufkommen. „Die beliebten Weihnachtsengel werden auch dieses Jahr den Marktplatz schmücken“, so Kreh. Die Ludwigsburger sowie die Besucherinnen und Besucher in der Innenstadt dürfen sich also wenigstens auf eine festliche Atmosphäre in der Advents- und Weihnachtszeit freuen.

red