Seit 50 Jahren im Dienst der Kinder: Ludwigsburg24 trifft Christa Holtzhausen

Zwölf Jahre ist Christa Holtzhausen nun schon beim Kinderschutzbund in Ludwigsburg tätig. Sie begann als ehrenamtliche Mitarbeiterin am Kinder- und Jugendtelefon. Inzwischen ist sie seit 2010 Vorsitzende des Vereins. Im vergangenen Jahr feierte der Kinderschutzbund in Ludwigsburg sein 50. Jubiläum. Gemeinsam mit 8 festangestellten Mitarbeitern und 80 Ehrenamtlichen stellt sich die 67-Jährige in den Dienst der Kinder und deren Eltern. Ihren Vorstandsjob erledigt sie ebenso ehrenamtlich wie die zusätzlichen Aufgaben eines Geschäftsführers, den sich der Verein aus Kostengründen nicht leisten kann. „Inzwischen ist das mehr als nur ein Vollzeitjob, zu dem jede Menge Herzblut gehört“, sagt Christa Holtzhausen, aber sie klingt dabei alles andere als unzufrieden. 

Frau Holtzhausen, haben Sie während des Corona-Shutdowns einen Anstieg an Hilferufen von Kindern oder Eltern erfahren?

Das kann ich nicht wirklich beantworten, weil die soziale Kontrolle fehlt. Die Kinder gehen nicht in Kita oder Schule, die Frauen sind mehr oder weniger ebenfalls den ganzen Tag weitgehend in der Wohnung eingesperrt. Teilweise gibt es mehr Anrufe, aber es ist nicht so, dass es hier wegen Corona unablässig bimmelt. Laut meinen Ehrenamtlichen am Kinder- und Jugendtelefon ist Corona bei den Anrufern gar kein Thema. Für Eltern hatten wir extra noch eine Corona-Stress-Hotline eingerichtet, aber auch die wurde nicht übermäßig frequentiert. 

Wie erklären Sie sich das? Es wurde doch befürchtet, dass der Shutdown gerade die Familien vor riesige Herausforderungen mit verheerenden Folgen im Zusammenleben stellt.

Das hängt vielleicht damit zusammen, dass der Kinderschutzbund nicht als einzige Institution Hilfsangebote per Telefon oder online anbietet. Was wir aber als einzige Organisation wegen Corona ins Leben gerufen haben, sind die Tele-Paten in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule. Studierende übernehmen jeweils eine Patenschaft für ein Kind und tauschen sich mit diesem online aus. Sei es, dass sie ihm bei den Hausaufgaben helfen, sei es, dass sie mit Flüchtlingskindern Deutsch sprechen, damit diese im Lernfluss bleiben, sei es Lesen, Basteln oder was immer man am Bildschirm machen kann. Das wird sehr gut von den Familien angenommen. Und den Studierenden macht es so viel Spaß, dass wir dieses Angebot auch über Corona hinaus aufrechterhalten würden, wenn es weiterhin so angenommen wird. Viele der Studenten würden auch gerne ihr Tele-Paten-Kind nach Corona einmal persönlich kennenlernen und treffen. Warten wir mal ab, wie sich das alles entwickelt. 

Haben Sie aufgrund von Corona Spendeneinbußen?

In unserem Jubiläumsjahr 2019 hatten wir dank unseres Sozialsponsors Pflugfelder Immobilien unsere Benefizparty mit einem großartigen Spendenergebnis. Wie das 2020 aussehen wird, das kann ich noch nicht sagen. Das Jahr ist noch nicht vorbei und die eigentliche Zeit für Spenden kommt erst Richtung Weihnachten. Erfreulicherweise hatten wir in den vergangenen Wochen immer wieder mal kleinere Spendeneingänge gerade wegen Corona, weil manche Menschen befürchten, dass es gerade für sozialtätige Vereine mit finanzieller Unterstützung eng werden kann. Das finde ich sehr berührend.

Bekommen Sie für Ihre Arbeit Zuschüsse von der Stadt oder dem Land oder finanzieren Sie sich ausschließlich über Spenden?

Die Finanzierung ist gemischt. Unser Angebot „Begleiteter Umgang“ wird von der Wirtschaftlichen Jugendhilfe bezahlt. Unsere Hausbesuche bei Familien mit Neugeborenen finanziert die Stadt. Zusätzlich erhalten wir Zuschüsse vom Landkreis. Aber wir sind trotzdem jährlich auf Spenden in Höhe von 70.000 bis 80.000 Euro angewiesen, um unsere laufenden Projekte aufrecht erhalten zu können. 

Wer bezahlt Ihre acht festen Mitarbeiter und um welche Jobs geht es dabei konkret?

Die acht Mitarbeiter müssen wir selbst bezahlen. Sie teilen sich 3,5 Vollzeitstellen. Neben einer Bürokraft handelt es sich bei den anderen Mitarbeiterinnen um Sozialpädagoginnen oder Sozialarbeiterinnen.

Kommen Sie beruflich ebenfalls aus dem Sozialbereich?

Nein, ich bin eine ehemalige Stewardess, habe viel von der Welt gesehen. Diesen Beruf darf man aber ab dem 55. Lebensjahr nicht mehr ausüben. Doch ich wollte nicht untätig sein und habe mir deshalb für den Ruhestand eine ehrenamtliche Tätigkeit gesucht, die mir Spaß macht und mich erfüllt. Über einen Artikel der damaligen Kanzlergattin und Schirmherrin Doris Schröder-Köpf war ich schon länger aufs Kinder- und Jugendtelefon aufmerksam geworden und habe mir eine Mitarbeit dort sehr gut vorstellen können. Als ich in Ruhestand ging ergab es sich tatsächlich sofort, dass hier im Verein schon einen Monat später eine Ausbildung für die Tätigkeit am Kinder- und Jugendtelefon angeboten wurde. Diese Chance habe ich sofort genutzt. 

Was haben Sie in dieser Ausbildung gelernt?

Ich wurde hundert Stunden in verschiedene Bereiche eingearbeitet, da ich ja später allein am Telefon sitzt musste und während des Gesprächs nirgendwo nachfragen konnte. Ich wurde geschult in Sexualpädagogik und intensiv vorbereitet auf psychische Themen wie beispielsweise Selbstmord oder Missbrauch. Auch Mobbing- vor allem Cyber-Mobbing, ungewollte Schwangerschaft oder Homosexualität sind ebenfalls Bereiche, mit denen die Anrufer einen immer wieder konfrontieren. Ich habe während dieser Ausbildungsphase vor allem gelernt, den Kindern und Jugendlichen gut zuzuhören und wie man selbst ein solches Gespräch führt. 

Sollten Sie die Kinder am Telefon beraten, ihr Problem lösen?

Oberste Priorität der Ehrenamtlichen am Telefon ist, den Kindern das Gefühl zu vermitteln, da ist jemand, der ihnen zuhört. Da es sich um ein anonymes Telefon aus irgendeinem Teil Deutschlands handelt, gilt es im Laufe des Gesprächs herauszufinden, wo das Kind lebt. Nur dann kann ich weiterhelfen, indem ich dem Kind die richtige Beratungsstelle in seinem Lebensumfeld nenne. Dafür habe ich im PC einen speziellen Führer, in dem ich sofort danach suchen kann. 

Sie bekamen bestimmt oftmals viele schreckliche Dinge am Telefon zu hören. Konnten Sie das Gehörte sofort abhaken oder haben Sie länger daran zu knabbern gehabt?

Alle, die an diesem Telefon arbeiten, haben auch Supervision und werden nicht allein gelassen. Die Ehrenamtlichen können auch untereinander über ihre Telefonate sprechen. Wir arbeiten beim Kinder- und Jugendtelefon in zwei Schichten, jeweils täglich von 14.00 bis 17.00 Uhr und von 17.00 bis 20.00 Uhr. An die Koordinatorin der Schichten kann man sich auch jederzeit wenden. Ich versuche auch heute als Vorsitzende noch, eine gute Psychohygiene zu betreiben, um möglichst wenig Belastendes mit nach Hause zu nehmen. 

Gibt es denn einen Fall, der Sie lange nicht losgelassen hat?

An meinem allerersten Tag am Kinder- und Jugendtelefon hatte ich direkt ein Kind in der Leitung, dass tatsächlich missbraucht worden ist. Das war ein sehr langes Gespräch, das mich wirklich fix und fertig gemacht hat. Ich saß an diesem Telefon und hatte eigentlich den Wunsch, diesem Kind nahe zu sein, es in den Arm zu nehmen, Wärme, Schutz und Trost zu spenden. Stattdessen konnte ich meine Hilfe nur aufs Reden konzentrieren. Die Missbrauchsanrufe sind die belastendsten Gespräche.

Wie häufig wird das Telefon als Anlaufstelle von Kindern und Jugendlichen genutzt?

Da es sich nicht nur um eine anonyme, sondern zugleich kostenfreie Hotline handelt, wird viel Schabernack damit betrieben. Der überwiegende Teil sind leider Scherzanrufe, aber das ist normal. Wir versuchen je nach Tagesform cool, gelassen und humorvoll mit diesen Anrufen umzugehen. Veräppeln die Kids uns mit der Bestellung einer Pizza mit Schnürsenkel, dann fragen wir zurück, ob es noch ein paar Knöpfe dazu sein dürfen. Nicht selten passiert es, dass sich aus dem humorvollen Geplänkel doch noch ein ernsteres Gespräch entwickelt. Das Kind oder der/die Jugendliche hat uns erst auf der Spaßebene abgecheckt, ist durch unsere lockere Art aufgetaut, hat Vertrauen gefasst und sich somit geöffnet. 

Sie sind von der Ehrenamtlichen am Telefon zur 1. Vorsitzenden des Vereins aufgestiegen. Was hat Sie bewogen, dieses Amt zu übernehmen. 

Um Verantwortung zu übernehmen. Den Kinderschutzbund noch stärker in das Bewusstsein der Menschen zu bringen. Für die Umsetzung der Kinderrechte für alle Kinder einzutreten. Ganz besonders das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Kinder sind unsere Zukunft!

Haben Sie selbst auch Kinder?

Ja, ich habe einen Sohn, der ist aber schon erwachsen. 

Der Kinderschutzbund bietet nicht nur Kindern und Jugendlichen Hilfe an. Eltern, die sich überfordert fühlen, können sich ebenfalls an Sie wenden. Können Sie aus eigener Erfahrung nachvollziehen, dass Eltern an ihre Grenzen geraten und Unterstützung brauchen?

Das kann ich auf jeden Fall nachvollziehen, denn ich war eines Tages alleinerziehende Mutter und musste schauen, wie ich klarkam. Dazu kamen die Auseinandersetzungen mit dem Partner. Ich selbst habe damals keine Hilfe gesucht. Mit meinem Wissen und meiner Erfahrung von heute sehe ich inzwischen einiges in meiner Erziehung meines Sohnes, von dem ich sage, da hätte ich anders reagieren sollen. Auch wenn das alles schon lange zurückliegt, spreche ich mit ihm darüber und entschuldige mich nachträglich. Zum Glück hatten meine falschen Reaktionen oder Ansagen keine dramatische Auswirkung auf ihn, aber es hätte eben auch anders sein können. 

Warum lassen es manche Eltern eskalieren, statt sich Unterstützung in der Erziehung zu holen?

Oftmals ist gar nicht bekannt, was es alles an Hilfsangeboten es gibt. Deshalb gehört es für mich als Vorsitzende vorrangig zu meinen Aufgaben, den Verein mitsamt seinen unterschiedlichen Projekten bekannt zu machen. 

Welche Hilfen bieten Sie konkret für Familien an?

Im Gegensatz zu seinen Anfängen setzt der Kinderschutzbund heute auf Präventivarbeit. „Starke Eltern, starke Kinder“ lautet eines unserer Projekte, in denen die Eltern den Umgang mit ihren Kindern lernen. Außerdem besuchen wir Familien, die ein Baby bekommen haben und zeigen ihnen auf, wo sie sich im Bedarfsfall Hilfe und Unterstützung holen können. Es gibt die Eltern-Hotline sowie die „Sprach- und Spielkiste“ speziell für Familien mit Fluchterfahrung. Für Familien mit Trennungsproblemen bieten wir den begleiteten Umgang an, für den wir hier eigens ein schönes Spielzimmer zur Verfügung stellen. Wichtig zu wissen ist, dass wir keine Beratungsstelle sind. 

Anders als das Jugendamt oder der Soziale Dienst werden Sie nur tätig, wenn die Familien freiwillig auf Sie zukommen und Ihre Angebote annehmen. Erreichen Sie so tatsächlich die Familien, in denen Ihre Unterstützung wirklich wichtig wäre?

Das ist sehr gemischt, aber ehrlicherweise wäre es gut, wir würden unsere konkrete Zielgruppe noch besser erreichen. Deshalb präsentieren wir uns regelmäßig mit einem Infostand auf Kinderfesten, beim Familientag oder auf der Messe Kids & Co, wo viele Familien hinkommen. Da gehen wir auf Kinder wie Eltern zu, sprechen sie konkret an und weisen auf unsere vielen Angebote hin. Das ist wichtige Basisarbeit. Genauso sind wir auf die Mund-zu-Mund-Propaganda angewiesen, ebenso auf den Wiedererkennungswert. ‚Da kommt der Kinderschutzbund‘ statt ‚da kommt Frau Holtzhausen‘, sollte es heißen, wenn ich irgendwo auftauche. Das ist mein Ziel, denn dann ist der Kinderschutzbund in den Köpfen der Menschen auch wirklich installiert.

Sie garantieren den Familien Vertraulichkeit und Anonymität. Was passiert jedoch, wenn Sie schwerwiegende Auffälligkeiten wie Missbrauch bzw. psychische oder physische Gewalt in einer Familie vermuten. Zeigen Sie die Familie an?

Unser Prinzip lautet, gemeinsam mit den Familien am Problem zu arbeiten und eine Lösung zu finden. Dafür arbeiten wir eng mit unterschiedlichen Organisationen zusammen, die wir ins Boot holen, um ihnen in Absprache mit der Familie den Fall zu übergeben. Geht es beispielsweise um Übergriffe oder sexuellen Missbrauch würden wir uns an die Fachstelle Silberdistel wenden. Besorgte Anrufer von außerhalb, die beispielsweise in ihrer Nachbarschaft Missbrauch und/oder Gewalt vermuten, bitten wir dagegen darum, sich ans Jugendamt oder den ASD zu wenden. Die können im Gegensatz zu uns direkt in die Familie gehen. Wir sind keine Behörde. 

Haben Sie in Ihren zwölf Jahren Kinderschutzbund schon Übergriffe von wütenden Elternteilen auf sich selbst oder Ihre Mitarbeiter erlebt?

Wenn, dann besteht diese Gefahr am ehesten beim „Begleiteten Umgang“. Beim ‚Begleiteten Umgang“ darf ein Elternteil ausschließlich hier sein Kind für einen bestimmten Zeitraum sehen. Da kam es schon zu lautstarken Situationen oder dass ein Vater nicht gehen wollte. Ich weiß, dass es bei anderen Kinderschutzvereinen schon zu körperlichen Attacken auf die Begleitpersonen kam, aber bei uns ist das bislang zum Glück noch nie passiert. Falls das doch einmal passieren sollte, wäre auf jeden Fall die Polizei blitzschnell da. 

Laut der jüngsten Kriminalstatistik steigen die sexuellen Übergriffe auf Kinder um 9 Prozent, bei mehr als 4.000 Kindern wurde im vergangenen Jahr sexueller Missbrauch nachgewiesen. Wie erklären Sie sich diese steigenden Zahlen?

Das liegt meines Erachtens daran, dass heutzutage die Aufmerksamkeit größer ist und sich Opfer oder deren Angehörige sich eher trauen Missbrauch anzuzeigen, weil das Thema auch durch die Berichterstattung in den Medien viel präsenter ist. Früher gab es den Missbrauch auch, nur war einfach die Dunkelziffer sehr viel höher. Was mir aber noch mehr Sorge bereitet, ist die Steigerungsstufe bei der Kinderpornografie. 

Sehen Sie langfristig neue Aufgabenfelder auf den Kinderschutzbund Ludwigsburg zukommen?

Für die nächste Zukunft haben wir Familienpaten angedacht. Sie unterstützen Familien mit kleinen Kindern und einem Neugeborenen. Die Paten spielen dann mit den Kindern, damit die Mutter sich ums Baby kümmern kann oder sie versorgen alle Kinder, damit die Mutter mal eine kleine Auszeit hat. Diese Unterstützung ist zunächst angelegt auf ein Jahr und dann schaut man, ob die Familie ohne Unterstützung klarkommt. 

Welche Wünsche oder Träume haben Sie für die zukünftige Arbeit Ihres Vereins?

Ein wirklicher Traum von mir wäre, dass es in Ludwigsburg eine Art Kinderschutzzentrum gäbe, wo alle wichtigen Organisationen unter einem Dach säßen, um Hand in Hand zu arbeiten und die Familien so nur einen Weg hätten. 

Wären Sie nochmals jung und müssten sich für eine Berufsausbildung entscheiden, würden Sie mit Ihren heutigen Erfahrungen die Stewardess gegen eine sozialpädagogische Ausbildung eintauschen?

Beides hat seine Zeit, deswegen ist die Antwort darauf sehr schwer. Aber ich glaube eher nicht, dass ich Sozialpädagogik studieren würde. Diesen Beruf ein Leben lang auszuüben, ist schon eine große Herausforderung. Die Arbeit an den Menschen ist dauerhaft eine ziemliche Anstrengung. Durch meine vorwiegende Vorstandstätigkeit habe ich da doch eine etwas größere Distanz, wenngleich ich über alle Vorgänge hier Bescheid weiß. Ich bin dankbar für das, was ich in den letzten 12 Jahren alles gelernt habe und möchte es nicht missen.

Sie haben durch Ihre Arbeit beim Kinderschutzbund in viele Abgründe des menschlichen Daseins geschaut. Hat das Ihren Blick auf Menschen, aufs Leben verändert?

Heute sehe ich Dinge, die ich vorher nicht so gesehen habe. Als Beispiel nehme ich jetzt mal die Wasserspiele in der Fußgängerzone. Wie oft sitzen Eltern gemütlich im Café und lassen ihr nackiges Kind dort unter dem Wasser rumspringen. Früher hätte ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht. Heute denke ich jedoch: Okay, wie viele Personen sitzen jetzt noch im Café, die dieses Kind vielleicht mit irgendwelchen Hintergedanken ganz anders sehen oder vielleicht sogar heimlich fotografieren. Da hat sich mein Blickwinkel sehr verändert. 

Sie sehen also heute viel schneller und klarer, wo eventuell Gefahren für das Kind lauern? 

Richtig, da bin ich sensibel geworden. Ich sehe zum Beispiel auch ein großes Problem in der Herstellung von Kalendern, die an Großeltern, Tanten oder Freunde verschenkt werden. Wie oft verwenden Eltern dabei süße Nacktfotos des Kindes in der Badewanne, am Strand, beim Spielen im Garten. Wissen wir, wo diese Kalender gedruckt werden und in welchen Datenbanken die Fotos danach landen? Das ist sehr gefährlich. Aber wenn ich dann schon mal Eltern gebeten habe, sich darüber Gedanken zu machen, stoße ich trotzdem oftmals auf Unverständnis, obwohl inzwischen bewiesen ist, dass diese Bilder häufig auf Pornoseiten landen. 

Haben wir generell in unserer hochzivilisierten Gesellschaft noch zu wenig Aufklärung, wenn es um Themen wie Missbrauch oder Gewalt an Kindern geht?

Das beantworte ich deutlich mit ja. Außerdem weise ich darauf hin, dass wir 2020 gerade mal erst 20 Jahre „Recht auf gewaltfreie Erziehung“ feiern. Das ist keine lange Zeit, da sind uns die skandinavischen Länder weit voraus. 

Gewalt fängt schon bei einer leichten Ohrfeige an. Aber es gibt ebenso die verbale oder psychische Gewalt, die gleichfalls schwere Schäden anrichtet. Wir müssen darüber noch viel mehr aufklären, damit sich das in den Köpfen der Menschen manifestiert. Man sagt aber, dass die Umsetzung mehr als eine Generation braucht. Glücklicherweise werden in den meisten Schulen heute die Kinderrechte thematisiert, so dass das Thema gewaltfreie Erziehung immer präsenter wird. Gewaltfreie Erziehung ist ein Thema, an dem wir ebenso unbedingt dranbleiben müssen wie an Missbrauch oder Mobbing. 

Patricia Leßnerkraus

 

Neuinfizierten-Zahlen in Ludwigsburg weiter rückläufig – Zunahme in Baden-Württemberg

Am Freitag (22. Mai) wurde ein einziger Neuinfizierter dem Landratsamt gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten erhöhte sich laut der Behörde damit auf mindestens 1.757 (Stand: 22. Mai 20, 17.00Uhr). Letzte Woche Freitag wurden noch 6 Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die an COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.610 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 3,3 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem Grenzwert von 50.

Lage in Baden-Württemberg:

In Baden-Württemberg ist am Freitag (22. Mai.) die Zahl der Neuinfizierten im Vergleich zum Vortag insgesamt um weitere 98 auf mindestens 34.310 angestiegen. Am Freitag (15. Mai) vor einer Woche waren es nur 52. Damit hat sich die Zahl der Neuinfizierten nahezu verdoppelt. Gestern wurden 82 Fälle gemeldet. Ungefähr 30.780 Personen sind bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, stieg laut dem Sozialministerium um weitere 8 auf insgesamt 1.692 an

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird mit R 0,57 (Stand: 22. Mai – 19Uhr) angegeben.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Göppingen, Rems-Murr-Kreis und Zollernalbkreis sowie aus der Stadt Stuttgart insgesamt 8 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.692 an. Unter den Verstorbenen waren 960 Männer und 732 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Fahndern in Ludwigsburg gehen Drogen-Dealer ins Netz

Über 65 kg Drogen stellte die Kriminalpolizei Ludwigsburg am vergangenen Samstag sicher. Drei Tatverdächtige wurde im Zuge verdeckter Ermittlungen festgenommen.

Für drei Tatverdächtige klickten am Samstag gegen 21:20 Uhr in Murr die Handschellen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die Polizei Ludwigsburg berichten, dass im Zuge verdeckt geführter Ermittlungen, Beamte der Kriminalpolizei Ludwigsburg Erkenntnisse gewinnen konnten, dass ein 27-Jähriger aus Bietigheim-Bissingen und ein 30-Jähriger aus Ludwigsburg vermutlich am Samstag eine größere Lieferung Rauschgift bekommen könnten.

Die Ermittler waren zur Stelle und beobachteten die Anlieferung des Rauschgifts mit einem Lkw durch einen 34-Jährigen. Als die Kartons aus dem Lkw in einen Transporter umgeladen waren, wurden die drei Verdächtigen vorläufig festgenommen, heißt es in dem Bericht weiter. In den Kartons stellten die Beamten insgesamt circa 65,5 kg Marihuana sicher. Das Rauschgift hat einen geschätzten Straßenverkaufswert von etwa 250.000 Euro.

Alle drei Tatverdächtige wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart einem Haftrichter vorgeführt. Dieser setzte die Haftbefehle in Vollzug und die Männer wurden durch Kriminalbeamte in Justizvollzugsanstalten gebracht.

red / Polizei Ludwigsburg

Exhibitionist in Ludwigsburg; Auseinandersetzung in Remseck; Weitere Meldungen aus der Region

Ludwigsburg: Exhibitionist in Kleingartenanlage

Wegen exhibitionistischer Handlungen ermittelt die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg derzeit gegen einen 29 Jahre alten Mann, der am Donnerstag gegen 13.00 Uhr im Bereich einer Kleingartenanlage in der Straße „Riedle“ im Ludwigsburger Osten auffiel. Mehrere Personen, die sich auf dem angrenzenden Gelände des Reit-und Fahrvereins befanden, hatten den Tatverdächtigen beobachtet, wie er wohl vollständig entkleidet scheinbare Dehnübungen durchführte und hierbei auch an seinem Geschlechtsteil manipulierte. Darüber hinaus blickte er hierbei zu den anwesenden Personen hinüber. Die alarmierten Beamten des Polizeireviers Ludwigsburg konnten den Tatverdächtigen, der zwischenzeitlich wieder eine Hose trug, vor Ort antreffen. Er wurde nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß entlassen.

Remseck am Neckar-Neckarrems: Streit endet mit Handgreiflichkeiten

Vermutlich aufgrund eines Streits zwischen einem Paar, kam es am Donnerstag gegen 21.40 Uhr in der Straße „Neckarhalde“ in Neckarrams zu einem Auflauf mehrere Personen. Der Streit zwischen dem 40 Jahre alten Mann und der 32-jährigen Frau nahm seinen Ausgang wohl auf einer Terrasse in der Straße „In den Gänsäckern“ und verlagerte sich schließlich in die Straße „Neckarhalde“. Dort versuchten schließlich mehrere Personen den aufgebrachten 40-Jährigen zu beruhigen. Mutmaßlich kam es hierbei dann zu einer Handgreiflichkeit zwischen dem 40-Jährigen und einem weiteren 42 Jahre alten Mann. Der 40-Jährige erlitt leichte Verletzungen. Die Erörterung des Sachverhalts durch die hinzugezogenen Polizeibeamten gestaltete sich schwierig. Die beteiligten Personen schienen allesamt alkoholisiert zu sein. Der Polizeiposten Remseck am Neckar wird die weiteren Ermittlungen durchführen.

Steinheim an der Murr: Markise in Brand gesetzt

Am Mittwochabend, gegen 22.30 Uhr, alarmierten mehrere Personen Polizei und Feuerwehr nachdem es zu einem Brand am Gebäude der Blankensteinschule in der Schulstraße in Steinheim an der Murr gekommen war. Bislang unbekannte Täter, die sich im Bereich der Feuertreppe der Schule aufgehalten haben sollen, setzten auf noch ungeklärte Weise eine Markise des Schulgebäudes in Brand. Die Freiwillige Feuerwehr Steinheim an der Murr rückte mit sechs Fahrzeugen und 31 Einsatzkräften aus. Der Brand konnte zügig gelöscht werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 3.000 Euro. Zeugen hatten im Zuge der Brandentdeckung mehrere vermutlich jugendliche Personen beobachtet, die mit Rollern in verschiedene Richtung davon gefahren waren. Das Polizeirevier Marbach am Neckar, Tel. 07144/900-0, nimmt weitere Hinweise entgegen.

Gerlingen: Unfallflucht im Tannenweg

Im Tannenweg in Gerlingen ereignete sich zwischen Mittwoch 18:00 Uhr und Donnerstag 13:30 Uhr eine Unfallflucht, zu der die Polizei nach Zeugen sucht. An der genannten Örtlichkeit war ein Mercedes Vito am Fahrbahnrand abgestellt und wurde vermutlich beim Rangieren beschädigt. Die Motorhaube wurde eingedellt und die Fahrzeugfront zerkratzt. Das Schadensbild lässt darauf schließen, dass der Verursacher möglicherweise mit einem größeren Fahrzeug unterwegs war. Ohne sich um den angerichteten Sachschaden von etwa 1.500 Euro zu kümmern, machte sich der Unbekannte anschließend aus dem Staub. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Verursacher geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Ditzingen unter der Tel. 07156 4352-0 zu melden.

Gerlingen: Motorrollerfahrer nach Unfall geflüchtet

Ein bislang unbekannter Motorrollerfahrer war am Donnerstag gegen 10:00 Uhr in Gerlingen unterwegs. Als er von der Holderäckerstraße in die Hans-Keil-Straße einbog, stieß er mutmaßlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit gegen einen geparkten Peugeot und beschädigte diesen in Höhe von etwa 1.500 Euro. Anschließend setzte der Fahrer, der vermutlich einen schwarzen Helm und ein weißes T-Shirt trug, seine Fahrt in Richtung der Ringstraße fort und kümmerte sich nicht um den angerichteten Sachschaden. Ein Zeuge wurde auf den Vorfall aufmerksam und alarmierte die Polizei. Die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen mit mehreren Streifen blieben ohne Erfolg. Das Polizeirevier Ditzingen, Tel. 07156 4352-0, bittet Zeugen, die Angaben zu dem Unbekannten machen können, sich zu melden.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Was in Ludwigsburg und in der Region los war

Ludwigsburg: Alkoholisierte Fahrerin verursacht Verkehrsunfall

Ein Verkehrsunfall mit einem geschätzten Gesamtschaden von etwa 15.000 Euro ereignete sich am frühen Donnerstagmorgen gegen 02:10 Uhr in der Holsteiner Straße. Die 39-jährige Fahrerin eines VW verlor unter Alkoholeinfluss die Kontrolle über ihr Fahrzeug und stieß in der Folge gegen einen am Fahrbahnrand geparkten BMW, der durch die Wucht des Aufpralls gegen einen davorstehenden Opel geschoben wurde. Der VW sowie der BMW wurden im weiteren Verlauf durch Abschleppunternehmen von der Unfallstelle geborgen. Am Opel entstand leichter Sachschaden. Bei der Unfallverursacherin wurden im Rahmen der Unfallaufnahme Blut abgenommen sowie der Führerschein eingezogen.

Ludwigsburg: Pkw überfährt Ampel und Verkehrsschilder

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegen 00:00 Uhr befuhr ein 24 Jahre alter BMW-Fahrer die Hohenzollernstraße in Ludwigsburg von Kornwestheim kommend in Richtung Innenstadt. Kurz vor der Kreuzung der Erich-Schmid-Straße überholte der BMW zwei auf der rechten der beiden Fahrspuren fahrende Fahrzeuge. Auf Grund von überhöhter Geschwindigkeit kam der BMW dabei von der Fahrbahn ab und kollidierte im Kreuzungsbereich mit der Lichtzeichenanlage sowie zwei Verkehrsschildern auf der Mittelinsel. Durch den Zusammenstoß wurde die Lichtzeichenanlage komplett zerstört und auch der BMW wies einen Totalschaden auf. Der Schaden am BMW, welcher abgeschleppt werden musste, wird auf ca. 7.500 Euro und an der Lichtzeichenanlage und den Verkehrszeichen auf ca. 10.000 Euro geschätzt.

Gäufelden: Verkehrsunfall mit einem schwerverletzten Motorradfahrer

Am Mittwoch gegen 13:50 Uhr befuhr ein 51 Jahre alter Motorradfahrer auf einer BMW die L1359 von Tailfingen in Richtung Altingen. Zur gleichen Zeit fuhr ein 71 Jahre alter Fahrer eines VW Golf auf der K1037 von Gülstein kommend und bog an der Einmündung zur L1359 nach links in Richtung Altingen ab. Unmittelbar vor der Kollision der beiden Fahrzeuge setzte der Motorradfahrer vor dem Einmündungsbereich zu einem Überholvorgang an. Aufgrund dessen konnte er nicht mehr rechtzeitig reagieren, fuhr dem Golf auf und stürzte in der Folge. Der Motorradfahrer wird durch den Unfall schwerverletzt und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein Motorrad musste von einem Abschleppdienst von der Unfallstelle geborgen werden. Die L1359 musste für die Zeit der Unfallaufnahme aus Richtung Altingen gesperrt werden. Durch den Unfall entstand ein Gesamtschaden von etwa 15.000 Euro

Bietigheim-Bissingen:

Einen Radlader der Marke Zeppelin entwendeten zwei bislang unbekannte Jugendliche in der Nacht auf Donnerstag von einer Baustelle in der Industriestraße. Anschließend fuhren die beiden mit dem Fahrzeug auf der Bundesstraße 27 in Richtung Stadtmitte davon, wo sie gegen 01:20 Uhr aufgrund ihrer unsicheren Fahrweise einem Zeugen auffielen, der deshalb die Polizei informierte. Der abgestellte Radlader konnte schließlich kurze Zeit später ohne Insassen von einer Streifenwagenbesatzung in der Hans-Stangenberger-Straße festgestellt werden. Die Jugendlichen waren etwa 17-18 Jahre alt, rund 180-185 cm groß und schlank. Beide waren mit einem schwarzen Kapuzenpullover bekleidet. Hinweise nimmt das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen, Telefon 07142 405-0, entgegen.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Corona-News: Aktuelle Zahlen für Ludwigsburg

Am Donnerstag (21. Mai) wurden vier Neuinfizierte dem Landratsamt gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten erhöhte sich laut der Behörde damit auf mindestens 1.756 (Stand: 21. Mai 20, 17.00Uhr). Die Zahl der Menschen, die an COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.602 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 4,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem Grenzwert von 50.

Lage in Baden-Württemberg:

In Baden-Württemberg ist am Donnerstag (21. Mai.) die Zahl der Neuinfizierten im Vergleich zum Vortag insgesamt um weitere 82 auf mindestens 34.212 angestiegen. Am Donnerstag vor einer Woche waren es noch 143. Gestern wurden 59 Fälle gemeldet. Ungefähr 30.586  Personen sind bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, stieg laut dem Sozialministerium um weitere 5 auf insgesamt 1.684 an

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird mit R 0,57 (Stand: 21. Mai – 19Uhr) angegeben.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Ortenaukreis, Reutlingen und Schwarzwald-Baar-Kreis insgesamt 5 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.684 an. Unter den Verstorbenen waren 957 Männer und 727 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

BBL-Turnier in München: Und so sieht der Spielplan der MHP-Riesen aus

Wenige Stunden nach dem Erteilen der Genehmigung der bayerischen Staatsregierung für das Sicherheits- und Hygienekonzept der easyCredit Basketball Bundesliga kennen die zehn Teilnehmenden Klubs nun auch konkretere Daten: Der genaue Spielplan steht fest. Für Ludwigsburg beginnt das Final-Turnier 2020 mit einem Duell gegen RASTA Vechta (07. Juni, Tip-Off 20:30 Uhr).

Vier Pflichtspiele binnen acht Tagen, eine intensive Gruppenphase und das Duell gegen den vermeintlich stärksten Gegner am fünften Spieltag: Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben ein weiteres Stück Planungssicherheit auf dem Weg zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs erlangt. Denn durch die Bekanntgabe des exakten Spielplans von Seiten der easyCredit Basketball Bundesliga kennen die Schwaben nun nicht nur den Spielort und ihre Gegner, sondern auch den dafür zugrunde liegenden, zeitlichen Ablauf. Dieser beinhaltet für das Team von Headcoach John Patrick während der Gruppenphase vier Partien. Zum Auftakt trifft Ludwigsburg auf Vechta. Es folgen die Duelle gegen Frankfurt und Bamberg ehe es am fünften und abschließenden Spieltag ins Kräftemessen mit Berlin gehen wird.

  • 07.Juni 2020, Tip-Off 20:30 Uhr: RASTA Vechta vs. MHP RIESEN Ludwigsburg
  • 09.Juni 2020, Tip-Off 16:30 Uhr: MHP RIESEN Ludwigsburg vs. FRAPORT SKYLINERS
  • 11.Juni 2020, Tip-Off 20:30 Uhr: MHP RIESEN Ludwigsburg vs. Brose Bamberg
  • 13.Juni 2020: spielfrei
  • 15.Juni 2020, Tip-Off 20:30 Uhr: ALBA BERLIN vs. MHP RIESEN Ludwigsburg

Sollten die MHP RIESEN Ludwigsburg nach dem Abschluss der Gruppenphase einen der ersten vier Tabellenplätze in Gruppe B belegen, qualifizieren sie sich für das modifizierte Playoff-Viertelfinale (17. bis 20. Juni 2020). In diesem würden die Schwaben überkreuz – Erster Gruppe B vs. Vierter Gruppe A, Zweiter Gruppe B vs. Dritter Gruppe A, Dritter Gruppe B vs. Zweiter Gruppe A, Vierter Gruppe B vs. Erster Gruppe A – gegen ein Team aus Gruppe A antreten und in einem Hin- und Rückspiel das Halbfinal-Ticket (21. bis 24. Juni 2020) ausspielen. Dieses wird ebenso wie das Finale (26. bis 28. Juni 2020) mit einem Hin- und Rückspiel ausgetragen.

Die jeweiligen fünftplatzierten Klubs beider Gruppen treten zum Platzierungsspiel um Platz neun an, welches für den 16. Juni 2020 (Tip-Off 20:30 Uhr) angesetzt ist.

red

Corona-News: Neuinfizierte in Ludwigsburg

Am Mittwoch (20. Mai) wurden lediglich zwei Neuinfektionen dem Landratsamt gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten erhöhte sich laut der Behörde damit auf mindestens 1.752 (Stand: 20. Mai 20, 17.00Uhr). Die Zahl der Menschen, die an COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.601 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 4,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem Grenzwert von 50.

Lage in Baden-Württemberg:

In Baden-Württemberg ist am Mittwoch (20. Mai.) die Zahl der Neuinfizierten im Vergleich zum Vortag insgesamt um weitere 59 auf mindestens 34.130 angestiegen. Gestern wurden 65 Fälle gemeldet. Ungefähr 30.384 Personen sind bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, stieg laut dem Sozialministerium um weitere 6 auf insgesamt 1.679 an

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird mit R 0,65 (Stand: 20. Mai – 19Uhr) angegeben.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Biberach, Ludwigsburg, Neckar-Odenwald-Kreis, Ortenaukreis und Rhein-Neckar-Kreis sowie aus der Stadt Stuttgart insgesamt 6 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.679 an. Unter den Verstorbenen waren 953 Männer und 726 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Grünes Licht für Saisonabschluss der MHP-Riesen

Die Basketball-Fans können aufatmen, denn mit dem heutigen Dienstag gab die bayerische Staatsregierung im Anschluss an ihre Kabinettsitzung grünes Licht für das von der easyCredit Basketball Bundesliga eingereichte Sicherheits- und Hygienekonzept. Das bedeutet, dass die Bundesliga-Teams, darunter auch die MHP RIESEN aus Ludwigsburg, die Saison 2019/2020 fortsetzen können. Allerdings wird der Spielbetrieb in einem modifizierten Turnier- und Playoff-Modus aufgenommen, so dass die Saison im Juni beendet werden wird. 

Bereits seit einigen Wochen trainiert Headcoach John Patrick mit seinen Spielern in Einzelgruppen. Doch die Wiederaufnahme des Spielbetriebs bedeutet für die MHP RIESEN sowie für alle anderen neun Bundesligisten, dass nun das komplette Team vor dem im Juni stattfindenden Final-Turnier in München gemeinsam in ein vorgelagertes Mannschaftstraining gehen wird. Das dreiwöchige Turnier wird ab dem ersten Juni-Wochenende mit einer Gruppenphase gespielt und endet mit dem Final-Rückspiel Wochen am 28. Juni. Die MHP RIESEN starten in der Gruppe B als Spitzenteam in den Wettkampf. 

Alexander Reil, 1. Vorsitzender der MHP RIESEN in Ludwigsburg begrüßt die heutige Entscheidung der bayerischen Staatsregierung. „Ich freue mich auf die Fortsetzung der Spielzeit der easyCredit BBL. Dies ermöglicht uns in der schwierigen Zeit dennoch einen würdigen deutschen Meister zu küren und den Fans, ‚zumindest im Wohnzimmer‘, ihre Teams verfolgen zu lassen. Ganz besonders möchte ich mich bedanken bei der Politik, insbesondere der bayerischen Staatsregierung für den hohen Vertrauensvorschuss, bei den Behörden an den verschiedenen Standorten für ihre kooperative Zusammenarbeit und bei all denjenigen, die ein sehr gutes Sicherheits- und Hygienekonzept erarbeitet haben und an der Umsetzung beteiligt sein werden. Diese besondere Situation erfordert jetzt von allen Beteiligten, insbesondere den Spielern, Trainern und Betreuern ein hohes Maß an Bereitschaft und Disziplin. Auch hierfür möchte ich mich schon jetzt bei allen Akteuren bedanken. Wir müssen jetzt vorbildhaft zeigen, dass sich größtmöglicher Gesundheitsschutz und eine gewisse Rückkehr zur Normalität gut vereinbaren lassen.“

Ein paar Tage müssen sich Teams und Fans noch gedulden, bis der genaue Spielplan des Finalturniers im Wochenverlauf veröffentlicht wird. Sicher ist schon jetzt, dass während der Gruppenphase täglich zwei Spiele von MagentaSport ins Programm genommen werden inklusive umfassender Hintergrund-)Analysen, Interviews, Highlights und eine ausführliche Berichterstattung. Auch SPORT1 wird ausgewählte Partien zusätzlich im frei empfangbaren Fernsehen übertragen.

Auf der Webseite der easyCredit Basketball Bundesliga wird das .Konzept zum Sonderspielbetrieb in Kürze veröffentlicht.

Patricia Leßnerkraus

Corona-News: Null Neuinfizierte in Ludwigsburg

Am Dienstag (19. Mai) wurden keine Neuinfektionen dem Landratsamt gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten hat sich somit im Vergleich zu gestern nicht verändert und beträgt laut der Behörde noch immer mindestens 1.750 (Stand: 19. Mai 20, 17.00Uhr). Die Zahl der Menschen, die an COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.602 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 5,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem Grenzwert von 50.

Lage in Baden-Württemberg:

In Baden-Württemberg ist am Dienstag (19. Mai.) die Zahl der Neuinfizierten im Vergleich zum Vortag insgesamt um weitere 65 auf mindestens 34.071  angestiegen. Gestern wurden 44 Fälle gemeldet. Ungefähr 30.209 Personen sind bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, stieg laut dem Sozialministerium um weitere 9 auf insgesamt 1.673an

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird mit R 0,84 (Stand: 19. Mai – 19Uhr) angegeben.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Alb-Donau-Kreis, Breisgau-Hochschwarzwald, Enzkreis, Esslingen, Konstanz, Lörrach, Ortenaukreis, Ostalbkreis und Rastatt insgesamt 9 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.673 an. Unter den Verstorbenen waren 949 Männer und 724 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red