Weinkrise im Ländle – Agrarminister Hauk startet Rettungsplan mit Winzern

Der Weinkonsum sinkt, der Marktanteil regionaler Winzer schrumpft: Das Agrarministerium und die Weinbauverbände in Baden-Württemberg wollen gegensteuern – mit weniger Bürokratie, mehr Werbung und einem gemeinsamen Zukunftskonzept bis 2026. Eine Sonderabgabe ist vom Tisch.

Ludwigsburg (red) – Das baden-württembergische Agrarministerium und die Weinbauverbände haben sich auf die Erarbeitung eines gemeinsamen Konzepts zur Stärkung der Weinwirtschaft verständigt. Minister Peter Hauk teilte am Samstag mit, man wolle keine Schnellschüsse, sondern ein tragfähiges Konzept entwickeln, das von allen Beteiligten mitgetragen werde.

Der Weinkonsum sei in Deutschland und Baden-Württemberg dramatisch rückläufig, nur noch rund 40 Prozent der in Deutschland getrunkenen Weine stammten aus heimischer Produktion.

Hauk betonte, die Qualität der badischen und württembergischen Weine sei hervorragend, dennoch verlören sie zunehmend Marktanteile. Es müssten Bürokratie abgebaut und die Werbung deutlich verstärkt werden.

Nach der Weinlese wollen Ministerium und Verbände Gespräche aufnehmen und bis Frühjahr 2026 ein Gesamtkonzept erarbeiten.

Eine kurzfristig diskutierte parafiskalische Abgabe für Weinwerbung scheide vorerst aus, da man bestehende Strukturen nicht zusätzlich gefährden wolle.

Wechselhaftes Wetter in Baden-Württemberg – lokal Starkregen und Gewitter möglich

Regenschauer, Gewitter und kräftiger Wind in Baden-Württemberg: Der Sonntag bringt wechselhaftes Wetter – vor allem im Schwarzwald drohen stürmische Böen.

Ludwigsburg (red) – In Baden-Württemberg ziehen am Sonntagvormittag und Mittag von Westen her Regenschauer und kurze Gewitter auf. Am Nachmittag lockert die Bewölkung vorübergehend auf, es wird etwas sonnig und trocken.

Abends ziehen wieder Wolken auf, aber es bleibt trocken. Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen 16 und 19 Grad, lediglich im Oberrheingraben werden bis zu 22 Grad erreicht.

Es weht ein mäßiger bis frischer Westwind.

Besondere Aufmerksamkeit gilt lokalen Starkregenereignissen: Heute Vormittag sind im Schwarzwald und Allgäu lokal kräftige Regenschauer mit bis zu 20 Litern pro Quadratmeter innerhalb von ein bis drei Stunden möglich. Vereinzelt kann es dabei auch zu Blitz und Donner kommen.

Am Mittag sind allenfalls noch vereinzelte Gewitter mit starken Windböen bis 60 km/h zu erwarten.

Für morgen ist wechselnd bewölktes Wetter mit Schauern und einzelnen Gewittern aus Nordwesten vorhergesagt. Dazwischen zeigt sich die Sonne.

Die Temperaturen steigen auf 18 bis 25 Grad, wobei es im Bergland kühler bleibt. Der Wind weht mäßig bis frisch, in Böen stark bis stürmisch aus Südwest.

Besonders im höheren Schwarzwald sind Sturmböen möglich.

Rotlicht übersehen, Alkohol am Steuer: Zwei Verletzte bei nächtlichem Unfall bei Ditzingen

Ditzingen – In der Nacht zum Samstag kam es auf der B295 bei Ditzingen zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei leicht Verletzten. Gegen 01:10 Uhr soll ein 22-jähriger Opelfahrer laut ersten Ermittlungen eine rote Ampel auf Höhe der Anschlussstelle Feuerbach überfahren haben – mit folgenschweren Konsequenzen.

Zur gleichen Zeit wollte eine 54-jährige Mercedes-Fahrerin von Stuttgart kommend nach links auf die A81 in Richtung Stuttgart abbiegen. Im Kreuzungsbereich kam es zur Kollision beider Fahrzeuge. Dabei wurden zwei Mitfahrende im Mercedes – ein 63-jähriger Mann und eine 55-jährige Frau – leicht verletzt und zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Fahrerin selbst, zwei weitere Insassen sowie der Opelfahrer blieben unverletzt.

Beide Fahrzeuge waren nach dem Zusammenstoß nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird auf rund 16.000 Euro geschätzt.

Wie die Polizei mitteilte, stellten die Beamten beim 22-jährigen Unfallverursacher eine Alkoholbeeinflussung fest. Er musste eine Blutprobe abgeben, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

red

Was ist los mit dem SGV Freiberg – und warum der Traum des Jugendleiters Popic weiterlebt

Von Ayhan Güneş

Freiberg am Neckar – „Was ist da bloß los in Freiberg?“ – Diese SMS erhielt SGV-Jugendleiter Ivo Popic vor wenigen Tagen. Seine Antwort war schlicht: „Das Ergebnis vieler kleiner, richtiger Entscheidungen.“ Sieben Spiele, sieben Siege, 23:3 Tore, beste Offensive, beste Defensive – und ein Team, das sich in der Regionalliga Südwest Woche für Woche neu erfindet.

Popics Traum von zehn Siegen in Serie – er lebt

Seit Jahren träumt Popic davon, dass der SGV Freiberg zehn Regionalligaspiele in Folge gewinnt. Nun fehlen nur noch drei. Wer die Mannschaft aktuell spielen sieht, stellt sich eher die Frage: Wieso eigentlich nur zehn?

Denn auch der Bahlinger SC, Tabellen-17. vor dem Spieltag, war am Samstag im Freiberger Wasenstadion keine Hürde. Die Elf von Trainer Kushtrim Lushtaku dominierte das Spiel über 90 Minuten und ließ beim 5:0-Erfolg keine Zweifel an ihrer Entschlossenheit aufkommen.

Geduldsspiel gegen einen tief stehenden Gegner

„Wir haben über 90 Minuten das Spiel dominiert“, sagte Trainer Lushtaku im Gespräch mit Ludwigsburg24. „Bahlingen stand sehr tief, wir mussten mit viel Geduld spielen.“ Die ersten Chancen ließen nicht lange auf sich warten – in der 29. Minute belohnte sich der SGV: Leon Petö traf zur 1:0-Führung, nachdem eine kurz ausgeführte Ecke über mehrere Stationen zu ihm kam.

Wenig später sah Bahlingens Innenverteidiger die Gelb-Rote Karte – ein entscheidender Moment. „Das hat uns natürlich geholfen“, so Lushtaku. In der zweiten Halbzeit erhöhte Grobelnik per Elfmeter auf 2:0 (54.), ehe erneut Petö seinen zweiten Treffer erzielte (68.) – das 3:0 war die Vorentscheidung.

Last-Minute-Neuzugänge schlagen ein

In der Schlussphase durften dann auch die Neuzugänge ihr Können zeigen: Meghon Valpoort belohnte sich bei seinem Heimdebüt mit dem 4:0 – er drückte den Ball aus dem Gewühl über die Linie. In der Nachspielzeit legte Julian Kudala nach und setzte mit dem 5:0 den Schlusspunkt.

„Valpoort und Kudala haben sich heute stark eingebracht und schnell ins Teamgefüge gefunden“, sagte der SGV-Coach. Besonders zufrieden zeigte er sich mit Leon Petö: „Er wird von Woche zu Woche besser und vertritt Marius Köhl, der aktuell verletzt fehlt, richtig stark.“

„Sehr, sehr schwierig, aktuell gegen uns zu gewinnen“

Mit sieben Siegen aus sieben Spielen thront Freiberg weiterhin unangefochten an der Tabellenspitze. Die Euphorie ist groß – doch Lushtaku stapelt tief und bleibt fokussiert: „Im Großen und Ganzen bin ich mit der Leistung zufrieden. Aktuell ist es sehr, sehr schwierig, gegen uns zu gewinnen. Ich habe volles Vertrauen in die Jungs – sie hängen sich in jede Trainingseinheit rein und haben einen unfassbaren Willen.”

Ausblick: Spitzenspiel gegen Kickers Offenbach

Am kommenden Wochenende wartet ein echter Härtetest: Freiberg reist zu den Offenbacher Kickers. „Mit den Fans im Rücken wird das für uns nicht einfach“, so Lushtaku. „Aber wir fahren nach Offenbach, um zu gewinnen.“

Wenn das gelingt, fehlen dem SGV Freiberg nur noch zwei Siege zum zehnten Streich – und Ivo Popic müsste sich langsam einen neuen Traum überlegen.

Unfall bei Ditzingen: Zwei Verletzte – Opelfahrer stand mutmaßlich unter Alkoholeinfluss

Ditzingen – Mitten in der Nacht zum Samstag kam es auf der B295 bei Ditzingen zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Ein 22-jähriger Opelfahrer soll gegen 01:10 Uhr auf Höhe der Anschlussstelle Feuerbach eine rote Ampel überfahren haben – mit weitreichenden Folgen.

Zur Kollision kam es laut der Polizei Ludwigsburg im Kreuzungsbereich, als eine 54-jährige Mercedesfahrerin aus Richtung Stuttgart kommend nach links auf die A81 abbiegen wollte. Beim Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge wurden eine 55-jährige Beifahrerin sowie ein 63-jähriger Mitfahrer im Mercedes leicht verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Drei weitere Insassen des Mercedes – im Alter von 17, 26 sowie die Fahrerin selbst – blieben ebenso wie der Opelfahrer unverletzt.

Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird auf rund 16.000 Euro geschätzt. Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeikräfte beim 22-jährigen Fahrer des Opel eine Alkoholbeeinflussung fest. Er musste sich einer Blutentnahme unterziehen, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Gegen ihn wird nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

red

Neuer Ausbildungsrekord bei der SWLB: 20 junge Talente starten ins Berufsleben

Ludwigsburg/Kornwestheim – Noch nie war der Andrang so groß: Mit 20 neuen Auszubildenden und dual Studierenden ist die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH (SWLB) in das Ausbildungsjahr 2025 gestartet – so viele wie noch nie in der Unternehmensgeschichte. Insgesamt betreut der kommunale Versorger nun 50 Nachwuchskräfte – ebenfalls ein Rekordwert, teilt das Unternehmen mit.

„Wir sind stolz darauf, jungen Menschen aus der Region vielfältige Einstiegsmöglichkeiten in eine nachhaltige und zukunftsorientierte Branche zu bieten“, erklärt Fatma Pehlivan, Ausbildungsleiterin der SWLB. Die Neuzugänge gestalten, so Pehlivan, nicht nur ihre eigene berufliche Zukunft, sondern auch aktiv die Energieversorgung von morgen mit.

Vielfalt im Ausbildungsangebot

Unter den neuen Gesichtern finden sich: 2 Masteranden im dualen Studiengang Digital Business Management, 4 angehende Fachangestellte für Bäderbetriebe, 6 Elektroniker für Betriebstechnik, 6 Anlagenmechaniker für Rohrsystemtechnik, 2 Industriekaufleute

Mit diesem breiten Spektrum deckt die SWLB sowohl kaufmännische als auch technische Ausbildungsfelder ab – und zeigt damit, wie vielfältig Berufsperspektiven in einem kommunalen Energieunternehmen sein können.

Kick-off mit Unternehmensplanspiel und Praxistipps

Der Einstieg ins Berufsleben begann für die Berufseinsteigerinnen und -einsteiger mit der bei der SWLB traditionellen Kennenlernwoche. In Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der Berufsbildung Ludwigsburg stand ein praxisnahes Unternehmensplanspiel auf dem Programm – ergänzt durch wichtige Informationen zu Rechten und Pflichten, dem Umgang mit dem ersten Gehalt, Sicherheitsvorgaben sowie gesundem Arbeiten.

Workshops zu Zeitmanagement, Präsentationstechniken und modernen Umgangsformen bereiteten die jungen Leute gezielt auf den Arbeitsalltag vor. Inzwischen sind die Auszubildenden in ihren jeweiligen Fachabteilungen angekommen – mit einer engen, individuellen Betreuung.

Mehr als nur Technik und Theorie

„Als Ausbildungsleiterin ist es mir besonders wichtig, dass unsere Nachwuchskräfte sich von Anfang an bei uns wohlfühlen“, betont Pehlivan. Sie ist überzeugt: „Alle bringen frische Ideen, Wissbegierde und viel Energie mit – das ist ein echter Gewinn für unser Unternehmen.“

Mit ihrem Fokus auf praxisnahe Ausbildung, persönlicher Betreuung und einem breiten Berufsspektrum unterstreicht die SWLB, dass sie nicht nur ein Versorger für Strom, Wasser und Wärme ist – sondern auch ein verlässlicher Partner für den Fachkräftenachwuchs von morgen.

red

Schauer, Starkregen und Sturmböen – das Wochenende in Baden-Württemberg startet ungemütlich

Das Wetter bleibt unbeständig: Am Samstag ist es meist wolkig mit vereinzelten Schauern. In der Nacht drohen Gewitter mit Starkregen und Sturmböen. Auch am Sonntag bleibt es wechselhaft – besonders im Schwarzwald wird es stürmisch.

Ludwigsburg (red) – In Baden-Württemberg gibt es am Samstag mehr Wolken als Sonne, aber nur vereinzelt Schauer. Die Temperaturen steigen auf 17 bis 22 Grad.

Es weht ein mäßiger Südwestwind mit frischen Böen, im Bergland können die Böen auch stark ausfallen.

In der kommenden Nacht zieht von Westen her verbreitet Regen auf, wobei einzelne Gewitter mit Starkregen bis 20 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit und Böen bis 60 km/h möglich sind. Die Temperaturen fallen auf 13 bis 8 Grad.

Im Hochschwarzwald sind zunehmend stürmische Böen um 70 km/h zu erwarten.

Am morgigen Sonntag bleibt das Wetter wechselnd bewölkt, besonders in der ersten Tageshälfte kann es noch regnerisch sein. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 16 und 22 Grad bei meist schwachem Südwestwind, der im höheren Schwarzwald aber stark bis stürmisch böig werden kann.

Abbiegefehler in Kornwestheim – Motorradfahrer landet schwer verletzt im Krankenhaus

Ein schwerer Unfall erschütterte am Freitagnachmittag Kornwestheim: Ein 20-jähriger Autofahrer übersah beim Abbiegen einen Motorradfahrer – der 26-Jährige wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden liegt bei rund 15.000 Euro.

Kornwestheim (red) – Ein 20-Jähriger hat am Freitagnachmittag in Kornwestheim beim Abbiegen einen Motorradfahrer übersehen und einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Der Zusammenstoß ereignete sich gegen 14:10 Uhr im Kreuzungsbereich Stammheimer Straße zur Salamanderstraße.

Der 26-jährige Fahrer des Piaggio-Kraftrads wurde bei dem Frontalzusammenstoß schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden.

Der Unfallverursacher blieb unverletzt. Der Sachschaden an beiden Fahrzeugen beläuft sich auf etwa 15.000 Euro.

Für die Unfallaufnahme sperrte die Polizei den Kreuzungsbereich zeitweise.

Drei Streifen des Polizeipräsidiums Ludwigsburg waren im Einsatz. Das Kraftrad war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt.

Zu nennenswerten Verkehrsbeeinträchtigungen kam es nicht.

Regionalexpress bei Ludwigsburg: Frau und Mann verletzen sich gegenseitig

Ein Streit zwischen einem Mann und einer Frau ist am Donnerstagmittag in einem Regionalexpress bei Ludwigsburg eskaliert. Beide sollen sich körperlich angegriffen haben – jetzt ermittelt die Bundespolizei wegen Körperverletzung gegen beide Beteiligte.

 Ludwigsburg (red) – In einem Regionalexpress auf der Strecke von Ludwigsburg nach Lauda kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Mann und einer Frau. Die Bundespolizeiinspektion Stuttgart teilte am Freitag mit, dass die 45-jährige kroatische Staatsangehörige und der 43-jährige deutsche Staatsangehörige am Donnerstagmittag in einen Streit gerieten.

Im Verlauf der Fahrt, gegen 14:50 Uhr, eskalierte die verbale Auseinandersetzung, und beide Personen schlugen wechselseitig aufeinander ein.

Zudem soll der Mann die Bekleidung der Frau beschädigt haben. Die kroatische Staatsangehörige verließ den Zug am Bahnhof Lauda und informierte die Bundespolizei, während der Mann in Richtung Würzburg weiterfuhr.

Die Bundespolizeiinspektion Stuttgart hat nun Ermittlungen gegen beide Tatverdächtige wegen des Verdachts der Körperverletzung aufgenommen.

Zug-Aus für Tübingen, Lübeck und Co.? Bahn plant massive Streichungen – das steckt dahinter

Kahlschlag im Fernverkehr? Ein internes Papier der Deutschen Bahn sorgt für Unruhe: Offenbar sollen zahlreiche touristische Direktverbindungen gestrichen oder stark reduziert werden – darunter Strecken nach Sylt, an den Bodensee und in die Schweiz. Der Konzern dementiert – doch der Vorab-Fahrplan 2026 lässt Zweifel aufkommen.

  Stuttgart/Berlin (red) – Die Deutsche Bahn (DB) plant laut eines Medienberichts einen regelrechten Kahlschlag im Touristikverkehr. Der Staatskonzern und das Verkehrsministerium widersprechen – wenn auch etwas halbherzig.

So kursiert ein 183 Seiten starkes Pamphlet aus dem Bahn-Konzern, das den Fahrplan 2026 beschreibt und aus dem hervorgehen soll, dass die Bahn sich stärker auf lukrative Rennstrecken und Geschäftskunden konzentrieren will.

Wie der “Tagesspiegel” schreibt, sollen dafür das Flächennetz ausgedünnt sowie Züge verlagert werden.

Konkret sollen im nächsten Jahr unter anderem die Direktverbindungen Berlin-Westerland (Sylt) und Hamburg-Berchtesgaden/Oberstdorf entfallen, schreibt die Zeitung. Die Zahl der Verbindungen zum Bodensee und nach Garmisch werde halbiert und der Railjet Frankfurt-Stuttgart-Lindau-Arlberg falle weg.

Da bereits der IC an die Ostseeküste in Ostholstein nicht mehr fährt, würden Städte wie Tübingen und Lübeck nun komplett vom Fernverkehr abgehängt.

Auch die für den Fährverkehr zu den Nordsee-Inseln wichtige Direktverbindung Stuttgart-Norddeich würde dem Rotstift zum Opfer fallen, ebenso die Verlängerung des ICE von Frankfurt nach Rostock.

Kiel wiederum soll die Direktverbindungen nach Köln, München und Basel verlieren. Auch der “Prinz Eugen”, der seit Jahrzehnten eine Direktverbindung Hamburg-Wien bietet und via Plattling/Passau mit Umstieg in den Bayerischen Wald und das Bäderdreieck führt, wird gestrichen.

In München werden laut des Berichts künftig zahlreiche bisherige Direktverbindungen von Frankfurt über Stuttgart nach Österreich unterbrochen.

Die ICE-Linie 20 verliert in Basel alle Anschlüsse und wird nicht mehr in die Schweiz durchgebunden. Die Linie 26 zwischen Hannover, Marburg, Gießen und Frankfurt – einst die erfolgreichste Intercity-Verbindung – wird vom Zwei- auf einen Vierstundentakt reduziert.

Bei der Linie 34 Dortmund-Siegen-Frankfurt fällt ein Zugpaar weg, ab 2027 ist die komplette Einstellung geplant – schreibt der “Tagesspiegel”.

Auf Nachfrage bestreitet die Bahn, dass der Fahrplan 2026 ausgedünnt wird. “Das Gegenteil ist richtig: Trotz des hohen Bauvolumens im kommenden Fahrplanjahr halten wir die Angebotsmenge auf sehr hohem Niveau konstant, an vielen Stellen weiten wir nachfrageorientiert aus”, sagte ein Sprecher.

Wie in den Vorjahren gebe es aber “baubedingte, aber auch saisonale und nachfragebedingte Anpassungen”. Der Fahrplan sei “immer auch ein dynamisches Konstrukt”.

Alle Informationen würden Ende September veröffentlicht. Die Liste der Kürzungen sei außerdem “in Teilen fehlerhaft”.

So werde es nach Ende der Generalsanierung der Strecke Hamburg-Berlin ab dem 1. Mai 2026 wieder Direktzüge von Berlin nach Westerland geben.

Ein Sprecher des Verkehrsministerium schloss sich am Freitag auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur dem teilweisen Dementi an. Insbesondere stünden die vermeintlichen Änderungen auch nicht in Zusammenhang mit der vom Minister angekündigten neuen Strategie.

“Der Fahrplan den wir der Bahn verpassen, der wird am 22. September vorgestellt”, sagte der Sprecher. Dann will Verkehrsminister Schnieder die geplante neue Ausrichtung des Staatskonzerns und womöglich auch schon einen neuen Bahn-Chef präsentieren.

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