Corona: Landkreis Ludwigsburg nähert sich immer mehr kritischem Grenzwert

Die Lage am Samstag (10.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg ist weiterhin auf einem hohen Niveau und nähert sich immer mehr dem kritischen Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete am Samstag binnen 24 Stunden weitere 56 Corona-Fälle. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Landkreis somit durchschnittlich 43,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Gestern wurde 70 Neuinfektionen gemeldet.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Samstag somit auf mindestens 3.044. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind blieb unverändert bei 70. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.625 beziffert. Das sind 24 mehr als am Vortag.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 10.10.)

Affalterbach ( 0 )
Asperg ( 7 )
Benningen am Neckar ( 9 )
Besigheim ( 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 43 )
Bönnigheim ( 1 )
Ditzingen ( 11 )
Eberdingen ( 5 )
Erdmannhausen ( 3 )
Erligheim ( 0 )
Freiberg am Neckar ( 16 )
Freudental ( 26 )
Gemmrigheim ( 5 )
Gerlingen ( 11 )
Großbottwar ( 3 )
Hemmingen ( 4 )
Hessigheim ( 2 )
Ingersheim ( 3 )
Kirchheim am Neckar ( 0 )
Korntal-Münchingen ( 28 )
Kornwestheim ( 20 )
Löchgau ( 0 )
Ludwigsburg ( 48 )
Marbach am Neckar ( 6 )
Markgröningen ( 4 )
Möglingen ( 8 )
Mundelsheim ( 1 )
Murr ( 4 )
Oberriexingen ( 2 )
Oberstenfeld ( 3 )
Pleidelsheim ( 11 )
Remseck am Neckar ( 9 )
Sachsenheim ( 11 )
Schwieberdingen ( 2 )
Sersheim ( 2 )
Steinheim an der Murr ( 10 )
Tamm ( 3 )
Vaihingen an der Enz ( 20 )
Walheim ( 3 )

 

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Samstag meldete das Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg weitere 520 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 53.853, davon sind ungefähr 46.054 Personen wieder genesen. Gestern wurden 527 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um zwei auf insgesamt 1.901.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Beschäftigte in Ludwigsburg kämpfen um Jobs – Mann+Hummel ist ein Beispiel von vielen

Von Uwe Roth

Kurzarbeitergeld, Abfindungen, betriebsbedingte Kündigungen: In immer mehr Großunternehmen der Region scheint sich der schrittweise Vorgang zum Abbau von Arbeitsplätzen oder sogar Schließungen von Produktionsstätten zu wiederholen. Bei Mann+Hummel ist der letzte Schritt offensichtlich eingeleitet. Am Dienstag standen ab 4.30 Uhr bis um 15 Uhr Beschäftigte und IG Metall-Funktionäre vor den Toren des Automobilzulieferers in Ludwigsburg. Ende Juli hatte die Geschäftsführung verkündet, dass die bestehenden Fertigungsaufträge auslaufen oder verlagert werden. Für die Produktion am Firmensitz Ludwigsburg bedeutet dies das Aus für das Werk. Es geht es um rund 430 von insgesamt 1500 Arbeitsplätze. Weltweit hat das Unternehmen 22.000 Beschäftigte. Die Arbeitgeberseite betrachtet die getroffene Entscheidung als alternativlos. Der Betriebsrat ist fassungslos: „Wir sind ein Betrieb“, betonte Arbeitnehmervertreter Werner Bühler. „Wir haben zusammen das Unternehmen stark gemacht. Und so sehen wir uns auch als Familie“, sagte er bei der Protestaktion.

Die betroffenen Mitarbeiter klammern sich ans Prinzip Hoffnung. Immer mal wieder war bei Mann+Hummel von Produktionsverlagerungen die Rede, die aber bislang ohne Folgen blieb. Hoffnung setzten sie daher auf das erste Gespräch am Mittwoch mit der Geschäftsführung. Matthias Fuchs, Geschäftsführer IG Metall Ludwigsburg sagte im Anschluss dazu: „In Verhandlungen gibt es immer zwei Wege: Es gibt den konstruktiven Weg. Ich denke, da werden wir viele konstruktive Vorschläge einbringen.“ Gleichzeitig drohte er: „Und es gibt den anderen Weg. Wenn der Arbeitgeber sich nicht auf den ersten Weg einlässt, werden wir auch den zweiten Weg gehen und das bedeutet dann Kampf.“

Die Geschäftsleitung von Mann+Hummel hält sich dagegen eher bedeckt. Auf Anfrage, wie der jüngste Stand der Verhandlung sei, teilte eine Sprecherin mit: „Im Anschluss an die Ankündigung Ende Juli haben wir sehr zügig vertrauensvolle Gespräche mit dem Betriebsrat zum Abschluss eines Interessenausgleichs aufgenommen. Unser Anliegen ist es, den mit der unternehmensseitig geplanten Werksschließung einhergehenden Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.“ Nähere Informationen hierzu könne das Unternehmen erst mitteilen, wenn die Verhandlungen mit dem Betriebsrat abgeschlossen seien.

Im Juli hatte Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Fischer erklärt: „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, denn das Werk besteht bereits seit 1954 in Ludwigsburg.“ Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sei diese aber nötig. Zurück bleibt der Firmensitz mit der Forschungs- und Entwicklungszentrale. „Wir werden weiter in das Technologiezentrum investieren. Wir stehen zum Standort Ludwigsburg“, so Fischer.

Erst zwei Wochen davor hatten die Ludwigsburger Funktionäre Gewerkschaft mit Bosch-Beschäftigten in Bietigheim-Bissingen protestiert. Dort sind 290 Stellen gefährdet, weil der Konzern bis Ende kommenden Jahres die Produktion von Lenksystemen in Ausland verlagern will. Die Rede ist von Ungarn. Etwa 400 Menschen bildeten eine Menschenkette rund um das Werksgelände. Nicht weit entfernt hatte das Unternehmen Dürr in Bietigheim-Bissingen den Abbau von 450 Stellen in Deutschland angekündigt. Dürr ist ein führender Hersteller von Lackieranlagen. Für 2019 hatte der Vorstand noch einen Jahresüberschuss von 61 Millionen Euro gemeldet. „Der Dürr-Konzern hat im Jahr 2019 neue Höchstwerte bei Auftragseingang und Umsatz erzielt“, hieß es. Seine „unterjährig angepassten Ergebnisziele“ seien übertroffen worden. Nun wird der Umsatzrückgang in der weltweiten Corona-Krise begründet. Doch schon Mitte vergangenen Jahres hatte das Handelsblatt berichtet, dass der Konzern seine Prognose für 2019 wegen schlechter China-Geschäfte habe kappen müssen.

Dass die Automobilbranche insbesondere in der Region Stuttgart in eine gefährliche Schieflage geraten könnte, wollte man lange nicht öffentlich wahrnehmen. Die Gewinne der Unternehmen waren bis vor wenigen Jahren für ein solches Szenario einfach zu gut. Erst als am 23. September Pläne des Daimler-Vorstands bekannt wurden, im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim in den kommenden fünf Jahren 4000 Stellen abzubauen, wurden auch harte Kritiker des Elektromotors hellhörig und verunsichert. Die Begründung lautete, Untertürkheim sei als Standort viel zu teuer. Außerdem würden die Daimler-Kompetenzen im konventionellen Antrieb in den nächsten Jahren zunehmend an Bedeutung verlieren. Deshalb müsste der Konzern Stellen abbauen.

Frank Hahn ist seit 30 Jahren Rechtsanwalt für Arbeitsrecht und Partner in der Stuttgarter Kanzlei Kasperknacke. Der Stuttgarter Zeitung sagte er: „Mein Eindruck ist, dass viele Unternehmen Corona und die damit einhergehenden Auftragsrückgänge nutzen, um sich für die Zukunft besser aufzustellen.“ Das hätten Unternehmen in der Vergangenheit, als es wirtschaftlich besser lief, nicht so auf dem Schirm gehabt. „Wenn alles läuft und man hat zu viele Leute an Bord, ist die Notwendigkeit zum Handeln nicht so da“, sagte er.

Corona-Virus: So sehen die Zahlen am Freitag im Landkreis Ludwigsburg aus

Update 10.10. 07.00 Uhr

Die Lage am Freitag (09.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg ist am Freitag weiter gestiegen. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete am Freitag binnen 24 Stunden weitere 70 Corona-Fälle. Das Landratsamt korrigierte die Zahl um 25 nach oben. Ursprünglich waren 45 Neuinfektionen gemeldet worden. Über die Ursache des Fehlers wurde zunächst keine Angaben gemacht. Möglicherweise handelt sich um Nachmeldungen.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Donnerstag somit auf mindestens 2.988. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wurde vom Landratsamt auf 70 korrigiert. Laut dem Landratsamt wurden bei vier der bisher mit 74 angegebenen Verstorbenen im Nachhinein eine andere Todesursache festgestellt. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.599 beziffert. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Landkreis 35,7 Neuinfektionen (Grenzwert: 50) je 100.000 Einwohner.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Freitag meldete das Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg weitere 527 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 53.333, davon sind ungefähr 45.770 3 Personen wieder genesen. Gestern wurden 584 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um einen auf insgesamt 1.899.

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,34 angegeben.

 

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Razzia im Kreis Ludwigsburg gegen kurdische Bande

Mit einer Durchsuchungsaktion bei fünf Tatverdächtigen in Ludwigsburg, Kornwestheim und Steinheim an der Murr sowie der Festnahme eines 17-Jährigen reagierte das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Donnerstagmorgen auf die seit mehreren Monaten registrierten Übergriffe einer Gruppe kurdischstämmiger Jugendlicher und junger Erwachsener in der Ludwigsburger Innenstadt. Das gab das Polizeipräsidium Ludwigsburg und die Staatsanwaltschaft in Stuttgart am Freitag bekannt. 

Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler nach eigenen Angaben Mobiltelefone und andere Datenträger sicher. Der festgenommene 17-Jährige wurde am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart dem Haftrichter beim Amtsgericht Ludwigsburg vorgeführt, der den gegen ihn beantragten Haftbefehl in Vollzug setzte und ihn in eine Justizvollzugsanstalt einwies. Der Tatverdächtige soll am 22. Februar zusammen mit drei Gleichaltrigen einen 16-Jährigen und seine beiden Begleiter in der Schulgasse in eine Ecke gelockt und den 16-Jährigen dort mit Faustschlägen und Fußtritten verletzt haben. In der vergangenen Woche versuchte der 17-Jährige wiederholt, das Opfer durch Androhung von Repressalien dazu zu nötigen, seine Aussage bei der Polizei zurückzuziehen, heißt es in der Pressemitteilung.

Den polizeilichen Erkenntnissen zufolge beansprucht die Gruppierung die Ludwigsburger Innenstadt, insbesondere die Karlstraße, als ihren Bereich und untermauert diesen Gebietsanspruch sowohl durch Farbschmierereien als auch durch gewalttätige Übergriffe auf türkischstämmige Personen.

So wurde am 28. Juli gegen 17:20 Uhr ein 25-Jähriger in der Karlstraße von zwei 15- und 18-Jährigen aus der Gruppierung sowie einen unbekannten Dritten angegriffen. Sie forderten ihn auf, sein T-Shirt mit aufgedruckter türkischer Fahne umzudrehen und schlugen auf ihn ein, als er dieser Aufforderung nicht gleich nachkam. Nachdem sie ihm seine Halskette mit einem türkischen Anhänger geraubt hatten, flüchteten die Angreifer in Richtung Bahnhof, gibt die Behörde in der Meldung weiter an.

Am 30. Juli gegen 21:40 Uhr wurde ein 17-Jähriger, der ebenfalls ein türkisches T-Shirt trug, in der Solitudestraße von mehreren Männern attackiert, die ihn in eine Ecke drängten, ihn zunächst auf sein T-Shirt ansprachen und dann auf ihn einschlugen. Die vom Polizeirevier Ludwigsburg und der Staatsschutz-Inspektion der Kriminalpolizeidirektion Böblingen geführten Ermittlungen führten zwischenzeitlich zur Identifizierung von vier Tatverdächtigen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren.

Der jüngste Übergriff ereignete sich am 2. Oktober gegen 20:00 Uhr in der Seestraße, als zwei 18-Jährige auf eine vermutlich fünfköpfige Personengruppe trafen. Nachdem sie an den jungen Männern vorbeigelaufen waren, wurde einer von ihnen von hinten angetippt und beim Umdrehen niedergeschlagen. Sein Begleiter versuchte einzugreifen und wurde ebenfalls mit Faustschlägen traktiert. Einer der beiden 18-Jährigen trug eine Jacke mit türkischen Abzeichen. Die bislang unbekannten Angreifer flüchteten. Fahndungsmaßnahmen der Polizei führten zunächst nicht zum Erfolg. Die Ermittlungen dauern an.

„Wir werden nicht zulassen, dass Konflikte jedweder Art durch gewalttätige Übergriffe und andere Straftaten im öffentlichen Raum ausgetragen werden“, so Polizeipräsident Burkhard Metzger. „Dagegen werden wir mit aller Konsequenz vorgehen und haben das den jetzt von polizeilichen Maßnahmen betroffenen Personen auch unmissverständlich klargemacht“. Metzger kündigte zugleich eine Intensivierung der Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen in der Ludwigsburger Innenstadt an.

red

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Corona-Virus: Neuer Höchststand an Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg seit April

Die Lage am Donnerstag (08.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg steigt bedenklich weiter. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete am Donnerstag binnen 24 Stunden weitere 60 Corona-Fälle. Damit haben die Zahlen einen weiteren Höchststand seit April erreicht. Am 04. April wurden 79 Neuinfizierte gemeldet. Gestern wurden 46 Neuinfektionen gemeldet.

Am Donnerstag gab es in Baden-Württemberg weitere 584 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 52.806, davon sind ungefähr 45.510 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle bleibt bei insgesamt 1.898.

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten in Deutschland belegt werden: 487 (+18). Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 237 (+6). (Stand: 08.10. – 12Uhr) Quelle: DIVI-IntensivRegister

Zu den am stärksten betroffenen Landkreisen gehört Esslingen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 52,3. Damit zählt der Landkreis offiziell als innerdeutscher Hotspot. Drei Stadt- und Landkreise haben den kritischen Wert von 35 überschritten. Dazu zählen der Stadtkreis Heilbronn (35,5), der Stadtkreis Mannheim (37,3) sowie der Stadtkreis Stuttgart (38, 4). (Stand: 07.10.) Auch der Landkreis Ludwigsburg hat aktuell mit 39,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in den letzten 7 Tagen den kritischen Wert von 35 deutlich übertroffen (Stand: 08.10.). Gestern lag der Wert im Landkreis noch bei 31,1.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Donnerstag somit auf mindestens 2.918. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 74 angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.554 beziffert.

 

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Im Südwesten hat sich die Zahl der Neuinfektionen mehr als verdoppelt – Auch im Landkreis Ludwigsburg steigen die Zahlen weiter

Die Lage am Mittwoch (06.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis steigt weiter. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete binnen 24 Stunden weitere 46 Corona-Fälle. Damit haben die Zahlen einen weiteren Höchststand seit April erreicht. Am 04. April wurden 79 Neuinfizierte gemeldet. Gestern wurden 45 Neuinfektiionen gemeldet.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Mittwoch somit auf mindestens 2.858. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 74 angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.509 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 31,1 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

In Baden-Württemberg:

In Baden-Württemberg hat sich die Zahl der Neuinfizierten binnen 24 Stunden mehr als verdoppelt: Am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt weitere 652 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Gestern wurden 318 Corona-Fälle gemeldet. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 52.222, davon sind ungefähr 45.184 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg im Vergleich zum Vortag um vier auf 1.898 (Datenstand: 07.10. – 17Uhr).

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,07 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Neuer Höchststand an Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg seit April

Die Lage am Dienstag (06.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Neuinfizierten im Landkreis steigt. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete binnen 24 Stunden 45 weitere Corona-Fälle. Damit haben die Zahlen einen Höchststand seit April erreicht. Am 04. April wurden 79 Neuinfizierte gemeldet.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Dienstag somit auf mindestens 2.812. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 74 angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.492 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 26,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

In Baden-Württemberg:

Am Dienstag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 318 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 51.4570, davon sind ungefähr 44.932 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle blieb im Vergleich zum Vortag unverändert bei 1.888 (Datenstand: 06.10. – 17Uhr).

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,10 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Gewerkschaft: Über 20.000 Vollzeit-Beschäftigte im Kreis Ludwigsburg arbeiten zum Niedriglohn

40 Stunden Arbeit pro Woche und trotzdem bleibt es klamm im Portemonnaie: Aktuell arbeiten im Landkreis Ludwigsburg 14 Prozent aller Vollzeit-Beschäftigten im Niedriglohnsektor. Insgesamt rund 20.200 Menschen erzielen trotz voller Stundenzahl ein Einkommen unterhalb der amtlichen Niedriglohnschwelle von derzeit 2.350 Euro brutto im Monat (Wert für Westdeutschland). Darauf hat die Gewerkschaft IG BAU hingewiesen.

Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor.
„Dass selbst eine Vollzeitstelle häufig nicht ausreicht, um finanziell halbwegs abgesichert zu sein, ist alarmierend“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart. In der Region zählten unter anderem die Landwirtschaft, die Gebäudereinigung und die Floristik zu den Branchen, in denen besonders wenig gezahlt werde. Grund dafür sei auch die schwindende Tarifbindung. „Je mehr Firmen aus Tarifverträgen aussteigen, desto schlechtere Karten haben die Beschäftigten. Es droht eine immer tiefere Spaltung des Arbeitsmarktes“, warnt Paul. Diese werde durch die Corona-Pandemie teils verschärft: Beschäftigte im Handwerk könnten nur selten Homeoffice machen. Wegen hoher Mieten in den Städten müssten sie zudem oft weite Pendelwege in Kauf nehmen.

Der Gewerkschafter ruft die Unternehmen im Landkreis dazu auf, sich zu Mitbestimmung und Tarifautonomie zu bekennen: „Die Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgsmodell, das den Beschäftigten – und den Betrieben – über Jahrzehnte wachsenden Wohlstand beschert hat. Sie darf nicht unter die Räder kommen.“ Nach Untersuchungen der Hans-Böckler-Stiftung profitieren davon auch die Firmen. In tarifgebundenen Unternehmen steige die Produktivität, Mitarbeiter seien motivierter.

„Aber auch die Politik ist am Zug. Sie sollte mehr für die Tarifbindung tun“, erklärt Paul und nennt das Beispiel des Maler- und Lackiererhandwerks: Dort haben Gesellen Anspruch auf einen tariflichen Mindestlohn von 13,50 Euro pro Stunde. Diese Lohnuntergrenze wurde von der Politik für die ganze Branche zur Pflicht gemacht. Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn liegt aktuell bei 9,35 Euro pro Stunde. „Klar ist aber auch: Je mehr Menschen sich in den Gewerkschaften engagieren, desto mehr lässt sich gegenüber den Arbeitgebern herausholen“, so Paul.

red

Polizeirazzia in Ludwigsburg: Illegale Spielhölle aufgedeckt

Es begann am Sonntagmorgen mit einer Kontrolldurchsuchung der Polizei in LudwigsburgWeil der Verdacht des wiederholten illegalen Glückspiels bestand, durchsuchte die Polizei eine Gaststätte im südlichen Stadtgebiet von Ludwigsburg, bei der bereits Mitte April eine Razzia durchgeführt wurde. (siehe unsere Meldung vom 15.04. ).

Laut der Pressemitteilung der Polizei befanden sich bei der Durchsuchung insgesamt 8 Personen in der Gaststätte. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt nun wegen unerlaubter Veranstaltung eines Glückspiels. Ob es sich wieder um den 55 Jahre alten Gaststättenbetreiber aus Ludwigsburg handelt, gegen den bereits im April ermittelt wurde, konnte eine Sprecherin vom Polizeipräsidium Ludwigsburg nicht sagen.

Was war passiert?

Am Sonntagmorgen gegen 05:40 Uhr überprüften Polizeibeamte erneut eine Gaststätte im südlichen Stadtgebiet von Ludwigsburg und stellten wie bereits im April dieses Jahres die unerlaubte Veranstaltung eines Glückspiels fest.

Schon bei der Annäherung bemerkten die Beamten, dass die Fenster teilweise mit heruntergelassenen Jalousien oder Gardinen verdunkelt und aus dem hinteren Bereich leise Stimmen zu hören waren. Die Polizisten verschafften sich Zutritt zur Gaststätte und stießen auf einen regen Betrieb im Gastraum. Ein 29-Jähriger verschwand auf der Toilette und versuchte dort mehrere tausend Euro Bargeld zu verstecken.

In einem Nebenraum spielten ein 46-Jähriger und 66-Jähriger Karten. An einem Pokertisch waren weitere fünf Männer zu Gange, wobei drei davon beim Eintreten der Beamten noch die Karten in den Händen hielten. Alle hatten größere Bargeldbeträge vor sich auf dem Tisch liegen.

Insgesamt beschlagnahmten die Beamten über 13.000 Euro Bargeld. Der Gaststättenschlüssel wurde sichergestellt und die Gaststätte nach Abschluss der Maßnahmen vor Ort versiegelt.

Auch in diesem Fall wird die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg die weiteren Ermittlungen übernehmen.

red

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Stadtverwaltung: Corona-Infektionszahlen steigen in Ludwigsburg

Reiserückkehrer, private Feiern und der wieder begonnene Schulalltag haben die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland deutlich steigen lassen. Auch in der Stadt Ludwigsburg sind seit August wieder sehr viel mehr Neuinfektionen zu verzeichnen. Die Stadtverwaltung verfolgt und beurteilt die Entwicklung täglich, teilt die Behörde am Montag in einer Pressemeldung mit.

Nach der ersten Welle im März/April haben sich die Neuinfektionszahlen in Ludwigsburg bis Mitte August nur moderat erhöht, so die Stadtverwaltung. Seitdem gibt es einen deutlichen Anstieg, wenn auch mit Schwankungen. Mitte September hat die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – kurzfristig in der Stadt Ludwigsburg den Wert von 41,7 erreicht. Aktuell ist dieser wieder auf 19,3 (Stand: 1. Oktober 2020) gesunken.

Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage tritt eine Vorwarnstufe, bei 50 ein Notfallmechanismus mit weiterreichenden Beschränkungen für die betroffenen Städte beziehungsweise Landkreise in Kraft. Das
wurde bei einer Bund-Länder-Konferenz im Mai beschlossen.

Mögliche Maßnahmen bei weiter steigenden Zahlen

„Wir im Krisenstab beobachten die Situation ganz genau, um frühzeitig und gezielt handeln zu können, sollte die Sieben-Tage-Inzidenz in Ludwigsburg den kritischen Wert von 35 beziehungsweise 50 erreichen. Wir sind vorbereitet und behalten uns vor, auch schon unterhalb dieser Schwellenwerte zu reagieren“, erklärt Erster Bürgermeister Konrad Seigfried.

Folgende Ludwigsburg-spezifische Maßnahmen wären bei weiter steigenden Infektionszahlen denkbar: Zum Beispiel die Anordnung einer Maskenpflicht für bestimmte öffentliche Bereiche, wenn sich dort sehr viele Menschen aufhalten – etwa
beim Wochenmarkt auf dem Marktplatz. Oder eine Ausweitung der Gastronomie- Sperrstunde werktags auf 23 Uhr und am Wochenende auf 24 Uhr.

Appell an die Bürgerinnen und Bürger

Ganz aktuell haben sich Bund und Länder angesichts der Lage auf eine Verschärfung der Corona-Regeln geeinigt. Sie beinhaltet auch striktere Vorgaben für private Feiern. „Ich halte dieses Vorgehen für sehr zielführend und sinnvoll. Hat sich doch in der Vergangenheit eindeutig gezeigt, dass große Familienfeiern wie Katalysatoren wirken und das Infektionsgeschehen lokal leider sehr negativ beeinflussen können“, so Erster Bürgermeister Konrad Seigfried.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht richtet er noch einmal einen dringenden Appell an die Ludwigsburger Bürgerinnen und Bürger: „Bitte halten Sie sich unbedingt weiter an die Corona-Regeln. Halten Sie die Abstandsregeln ein, waschen Sie sich häufig und gründlich die Hände und tragen Sie – wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann – unbedingt eine Alltagsmaske. Nur so können wir einen weiteren Anstieg der Neuinfektionen verhindern. Jeder Einzelne ist in der Verantwortung!“

red