Tag gegen Gewalt an Frauen: Ludwigsburger Projekt für Soforthilfe nach Vergewaltigung im Fokus

Ludwigsburg – Das Projekt “Soforthilfe nach Vergewaltigung” am Ludwigsburger Klinikum feiert sein zweites Jubiläum. Das Projekt bietet Personen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, eine unkomplizierte und diskrete medizinische Versorgung, einschließlich professioneller und gerichtlich anerkannter Spurensicherung, ohne dass eine Anzeige bei der Polizei erfolgen muss.

Die Initiative richtet sich an Betroffene ab 14 Jahren und ermöglicht nicht nur medizinische Hilfe, sondern auch vertrauliche Beratung und rasche Vermittlung ins psychosoziale Hilfesystem. Das Projekt wurde im Landkreis Ludwigsburg im November 2021 gestartet. Im ersten Jahr haben acht Frauen die Soforthilfe nach einer Vergewaltigung in Anspruch genommen, und im laufenden Jahr waren es bislang drei Betroffene.

Dr. Uschi Traub, Leiterin der Gesundheitsförderung, betont die Bedeutung des Projekts als medizinischer Notfall für jede Vergewaltigung. Sie appelliert an Betroffene, das Klinikum aufzusuchen, da die Nutzung des Angebots der Befundsicherung in der Rechtsmedizin ihre Erfolgschancen bei einer späteren Anzeige verbessert.

Die Soforthilfe nach Vergewaltigung ist Teil einer bundesweiten Initiative und hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem Netzwerk von 36 Krankenhäusern in 27 Regionen entwickelt. Die regelmäßige Präsenz in den Medien und der Öffentlichkeit ist entscheidend, um sicherzustellen, dass das Angebot bekannt ist und Opfer Hilfe erhalten können.

Hintergrund zum Projekt

Die „Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung“ im Landkreis Ludwigsburg ist eine Initiative der Gleichstellungsbeauftragten und des Gesundheitsdezernats des Landratsamts Ludwigsburg, des RKH Klinikums Ludwigsburg, der Fachberatungsstellen Silberdistel e. V. und Frauen für Frauen e. V. sowie des Referats Prävention des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. Betroffene finden unter www.soforthilfe-nach-vergewaltigung.de einen Handlungsleitfaden sowie die Adressen und Telefonnummern der Kliniken. Weitere Auskünfte erteilen gerne auch Dr. Uschi Traub und Mandy Bronner vom Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 07141 / 144 2520 bzw. per E-Mail an gesundheitsfoerderung@landkreis-ludwigsburg.de.

red

Gemeinsam für den Weinbau: Steillagen-Connection verbindet Weinregionen von Österreich bis Luxemburg

Ludwigsburg – Die “Steillagen-Connection” vereint seit dem Jahr 2022 deutschsprachige Steillagenregionen von Österreich bis Luxemburg mit dem gemeinsamen Ziel, den Erhalt von Weinbergsteillagen zu fördern. Das Netzwerk besteht aus 16 Regionen, die sich zusammengeschlossen haben, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen und voneinander zu lernen. In einem dreitägigen Treffen, das als erstes seiner Art stattfindet, stehen Erfahrungsaustausch und die Initiierung neuer Projekte im Vordergrund.

Landrat Allgaier betonte bei der Begrüßung im Landratsamt die Bedeutung der Steillagen-Connection und drückte den Stolz der Region aus, Teil dieser Initiative zu sein. Die Situation in den Steillagenregionen ist in vielen Aspekten schwierig. Fehlender Nachwuchs, hohe bürokratische Hürden, gestiegene Kosten und die Anpassung von Rebsorten an den Klimawandel sind nur einige der Herausforderungen, denen sich Winzerinnen und Winzer gegenübersehen. Zusätzlich bringen gesellschaftliche Anforderungen an nachhaltigen Weinbau weitere Komplexitäten mit sich.

Ein zentrales Element in der Diskussion über den Erhalt der Steillagen ist die Rolle der Konsumentinnen und Konsumenten. Ihr Verhalten als Kunden beeinflusst direkt die Wirtschaftlichkeit und somit den dauerhaften Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Die Bürgerinnen und Bürger werden somit zu Mitgestaltern und Entscheidungsträgern für den Fortbestand der Steillagen.

Landrat Allgaier unterstreicht die Notwendigkeit, gemeinsam den Herausforderungen der nächsten Jahre zu begegnen und die Kräfte zu bündeln. Die Steillagen-Connection bietet eine Plattform, um diese Herausforderungen anzugehen und den Erhalt dieser bedeutenden Kulturlandschaft zu sichern.

red

Wie klingt Heimat? Mahler Chamber Orchestra sucht Schulklassen aus Ludwigsburg für interaktives Projekt

Ludwigsburg. – Heimat ist für jeden Menschen etwas anderes: Es kann ein Ort sein, ein Geruch, eine Musik oder ein bestimmtes Gefühl. Das Mahler Chamber Orchestra (kurz: MCO) geht der Frage nach Heimat und Zugehörigkeit musikalisch nach und spielt Musik von Béla Bartók, Dmitri Schostakowitsch und Wolfgang Amadeus Mozart. Während Bartók Tanzmelodien seiner Heimat in die Welt tragen wollte, ist Schostakowitschs Beziehung zu seinem Land zerrüttet. Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich weitere Perspektiven der Musiker*innen – u.a. mit Mozarts Ouvertüre, die für das Orchester von besonderer Bedeutung ist, seitdem es damit 1998, kurz nach seiner Gründung, den ersten internationalen Erfolg feierte.

Was aber haben Schüler*innen aus dem Raum Ludwigsburg zum Thema Heimat und Zuhause zu sagen? Das möchte das Mahler Chamber Orchestra in diesem partizipativen Projekt herausfinden und lädt Schulklassen ein, einige Fragen zu beantworten und diese Antworten als Audioaufnahme oder Text einzuschicken. Eine Auswahl der Einsendungen wird ins Konzert eingebunden. Um nicht nur thematisch, sondern auch musikalisch auf das Konzerterlebnis am 24. Juni vorbereitet zu sein, hat das MCO Unterrichtsmaterial zu den drei Kompositionen zusammengestellt, das die Lehrkräfte nach eigenem Belieben einsetzen und bearbeiten können.

Am Ende des Projekts steht ein Konzert mit dem Titel “Willkommen zu Hause! Ein Konzert über das Finden der eigenen Heimat”, das 2024 aufgeführt wird und eine Auswahl der Einsendungen der Schulklassen einbindet. Das Konzert wird vom Orchester moderiert und findet am Montag, 24. Juni, um 11:30 Uhr im Ludwigsburger Forum am Schlosspark statt.

Die Karten für die Schüler kosten je 8€, und für die begleitenden Lehrpersonen ist der Eintritt kostenlos. Weitere Informationen, Anmeldung und Anforderung des Unterrichtsmaterials sind per E-Mail unter education@schlossfestspiele.de möglich.

Programm und Besetzung:

  • BÉLA BARTÓK: Rumänische Volkstänze, Sz 56
  • DMITRI SCHOSTAKOWITSCH: Kammersinfonie c-Moll, op. 110a
  • WOLFGANG AMADEUS MOZART: Ouvertüre zu “Don Giovanni”, KV 527

Mitglieder des Mahler Chamber Orchestra, Matthew Truscott (Konzertmeister). Weitere Informationen sind auf der Website der Schlossfestspiele verfügbar: https://schlossfestspiele.de/partizipation#

red

Nasse Pfoten für den guten Zweck: Stadtwerke Ludwigsburg sammeln über 3.000 Euro beim Hundeschwimmen

Ludwigsburg/Kornwestheim – Ein fröhliches Planschen von Vier- und Zweibeinern fand dieses Jahr beim Hundeschwimmen der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) im Freibad statt. Die diesjährige Veranstaltung erzielte beeindruckende 3.195 Euro für den guten Zweck, mehr als das Doppelte im Vergleich zum Vorjahr. Die SWLB entschied sich, die großzügige Gesamtsumme gleichmäßig unter drei wohltätigen Organisationen aufzuteilen.

Der Tierschutzverein Ludwigsburg e. V. Tierheim „Franz von Assisi“, der Malteser Hilfsdienst e. V. („Rettungshundestaffel“) und die Tiertafel Ludwigsburg/Heilbronn e. V. dürfen sich jeweils über eine Spende in Höhe von 1.065 Euro freuen. Die symbolische Übergabe des Spendenschecks fand in Anwesenheit der Malteser Rettungshundestaffel und des Tierschutzvereins Ludwigsburg statt. Die Tiertafel Ludwigsburg/Heilbronn äußerte ihre Freude über die großzügige Unterstützung für ihre Einrichtung.

Manuela Kaiser, SWLB-Mitarbeiterin und Initiatorin des Hundeschwimmens, zeigte sich begeistert von der Resonanz: „Wir sind überwältigt! Das Hundeschwimmen wird von Jahr zu Jahr beliebter bei den Vier- und Zweibeinern in der Region. Wir sagen ‚Danke‘ und hoffen, nächstes Jahr noch mehr Fellnasen für den Sprung ins kühle Nass begeistern zu können.“

red

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Oberbürgermeister Knecht eröffnet feierlich den Barock-Weihnachtsmarkt in Ludwigsburg 2023

Voller Vorfreude öffneten sich am Donnerstagabend die Pforten des Ludwigsburger Weihnachtsmarkts. Sowohl Veranstalter als auch Besucher dürfen sich auf die Rückkehr der Händler und Wirte freuen. In einer beherzten Inszenierung brachte Oberbürgermeister Matthias Knecht den Weihnachtszauber zurück. Seine souveräne Routine ließ keinen Zweifel daran, dass er die festliche Eröffnung vor Hunderten von Besuchern auf dem Ludwigsburger Marktplatz mit Freude und Erleichterung zelebrierte.

Die kalten Abendtemperaturen bildeten einen passenden Rahmen für den Start eines der zauberhaftesten Weihnachtsmärkte der Stuttgarter Region. Mit einem festlichen Flair und einem Hauch von vorweihnachtlichen Glanz läutete Knecht offiziell die festliche Einkaufszeit ein. Über 150 Verkaufsstände werden ihre Pforten bis zum 22. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr für das Publikum öffnen. Zwar ist die Zahl der Marktbeschicker im Vergleich zu vorpandemischen Zeiten niedriger, doch die Qualität des Angebots bleibt unverändert hoch.

Info:

Seit 1993 erstrahlt der Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt in seiner vollen Pracht. Zuvor gab es einen herkömmlichen Weihnachtsmarkt in der Innenstadt zwischen Kirchstraße und Körnerstraße. Ein markantes Merkmal des Barock-Weihnachtsmarkts sind die beeindruckenden Weihnachtsengel mit fast vier Meter langen Flügeln, die jeweils 1500 Lampen tragen.

Der Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt erleuchtet den historischen Marktplatz vor dem majestätischen Residenzschloss vom 23. November bis zum 22. Dezember. Täglich von 11 bis 21 Uhr strahlt er in vorweihnachtlichem Glanz. Lediglich am Totensonntag, dem 26. November 2023, bleibt der Markt geschlossen, um Raum für stille Besinnung zu schaffen.

Frostalarm in Ludwigsburg: So schützen Sie Wasserzähler vor Kälte

Ludwigsburg – Mit den erwarteten nächtlichen Minusgraden in Ludwigsburg und Umgebung rufen die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) dazu auf, Wasserzähler und -leitungen vor Frost zu schützen. Daniel Rebel, Abteilungsleiter Messwesen, betont, dass eingefrorene Wasserzähler und -leitungen im schlimmsten Fall platzen können, da sich das Wasser darin ausdehnt. Vorbeugende Maßnahmen können jedoch einfach ergriffen werden.

Rebel empfiehlt, Kaltluftströme zu vermeiden und Türen sowie Fenster in der Nähe von Zählern und Leitungen geschlossen zu halten. Es ist wichtig zu überprüfen, ob diese dicht sind, und sie gegebenenfalls abzudichten. Zudem wird geraten, freiliegende Leitungen zu isolieren, sei es mit einfachen Hausmitteln wie Decken oder gängigem Dämmmaterial aus dem Baumarkt. Ein weiterer Schutzmechanismus besteht darin, die Leitungen zu entleeren, insbesondere bei Außenwasserhähnen. Hier sollten sowohl das Absperrventil geschlossen als auch die Leitungen vollständig entleert sein.

Wenn ein Wasserzähler dennoch einfriert, sollten Betroffene den Hauptwasserhahn schließen und den SWLB-Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 07141 / 910-2393 kontaktieren. Ein neuer Zähler kostet 82,- Euro zuzüglich Mehrwertsteuer, wobei die Kosten für den Austausch vom Kunden selbst zu tragen sind. Daher appellieren die SWLB, rechtzeitig Vorsorge zu treffen, um teure Nachsorge zu vermeiden.

red

Auseinandersetzung im Straßenverkehr: Eskalation nach Lichthupe in Tamm

Tamm – Am Mittwoch, den 22. November 2023, ereignete sich gegen 20:10 Uhr im Kreuzungsbereich der Ludwigsburger Straße und der Frankfurter Straße in Tamm ein Vorfall, der zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 36-jährigen und einem 30-jährigen Fahrzeugführer führte, berichtet die Polizei.

Nach Aussagen des 36-jährigen Fahrers, der die Porschestraße von der Heinkelstraße kommend befuhr, fiel ihm ein Mazda auf, der ohne eingeschaltetes Fahrlicht unterwegs war. Der 36-Jährige versuchte, den Mazda-Lenker mittels Lichthupe auf diesen Umstand aufmerksam zu machen. Nachdem beide Fahrzeuge auf die Ludwigsburger Straße abgebogen waren, berichtet der Fahrer des 36-Jährigen, dass der Mazda mehrfach unvermittelt von der rechten auf die linke Fahrspur wechselte, auf der der 36-Jährige unterwegs war. Um eine Kollision zu vermeiden, musste der 36-Jährige auf die Gegenfahrspur ausweichen.

An der Ampel im Kreuzungsbereich der Ludwigsburger Straße und der Frankfurter Straße kam es zum Stillstand beider Fahrzeuge. Hier öffnete der Mazda-Lenker laut Aussage des 36-Jährigen seine Fahrertür und schlug gegen das Fahrzeug des 36-Jährigen. Anschließend soll der Mazda-Fahrer ausgestiegen sein und das Fahrzeug des 36-Jährigen mit der Faust geschlagen haben. Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 2.000 Euro geschätzt.

Nachdem beide Fahrzeugführer ausgestiegen waren, kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung, die eskalierte. Der 30-jährige Mazda-Lenker soll den 36-Jährigen zu Boden gestoßen und ins Gesicht geschlagen haben. Ein anschließendes Gerangel auf der Fahrbahn im Kreuzungsbereich führte zu leichten Verletzungen beim 36-jährigen Fahrer, der vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Die Polizei bittet Zeugen des Vorfalls, sich beim Polizeirevier Ludwigsburg unter der Telefonnummer 07141 18-5353 oder per E-Mail an ludwigsburg.prev@polizei.bwl.de zu melden.

red

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Gemeinsames Engagement für das Leben: Kreissparkasse und Landratsamt Ludwigsburg unterstützen Blutspendeaktion

Ludwigsburg – In einer beeindruckenden Zusammenarbeit setzen die Kreissparkasse und das Landratsamt Ludwigsburg ein starkes Zeichen für soziales Engagement und Lebensrettung. Die Bedeutung von Blut- und Stammzellspenden wurde bei der 14. Blutspende-Aktion des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Kooperation mit der Kreissparkasse Ludwigsburg deutlich. Die Aktion, die auch eine Typisierung zur Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) beinhaltete fand großen Zuspruch.

Isabel Kurz, Pressesprecherin der Kreissparkasse, zeigte sich erfreut über die positive Resonanz: „Mit insgesamt 210 Blutspenden, darunter 49 Erstspender, erzielten wir ein äußerst erfreuliches Ergebnis. Unser herzlicher Dank gilt allen Spendern und Helfern.“ Besondere Aufmerksamkeit erlangte die erstmalige Teilnahme von 30 potenziellen Stammzellenspendern, die sich bei der DKMS registrierten. Die Kosten für die Registrierung wurden von der Kreissparkasse und dem Landratsamt Ludwigsburg geteilt und großzügig auf 3.000 Euro aufgerundet.

Seit der erstmaligen Durchführung im Jahr 2009 konnte die Kreissparkasse 2.910 Blutspender begrüßen. Auch im kommenden Jahr wird die Kreissparkasse Ludwigsburg ihre Räumlichkeiten wieder für die Blutspende- und DKMS-Aktion zur Verfügung stellen und somit ihr vorbildliches soziales Engagement fortsetzen.

red

LUCIE nimmt Fahrt auf: Stadtbahnprojekt im Landkreis Ludwigsburg setzt auf Bürgerbeteiligung

Ludwigsburg – Die Stadtbahn im Landkreis Ludwigsburg, liebevoll als LUCIE abgekürzt, befindet sich auf ihrer spannenden Reise durch den Planungsprozess. Die Ingenieurplanung für das ausgedehnte Streckennetz ist in vollem Gange, begleitet von einer intensiven Einbindung der Bevölkerung. Bei insgesamt sieben gut besuchten Trassenbegehungen entlang der geplanten Strecken zwischen Schwieberdingen, Ludwigsburg und Pattonville wurden zahlreiche Wünsche und Anregungen seitens der Bürgerinnen und Bürger gesammelt. Nächster großer Meilenstein ist eine Kostenermittlung und die darauf basierende Nutzen-Kosten-Untersuchung. Über den weiteren Planungsprozess informierte der Zweckverband bei seiner Verbandsversammlung am 21. November.

Gleich zum Start der ersten konkreten Planungen hat der Stadtbahn-Zweckverband sieben Trassenbegehungen entlang des ganzen Streckennetzes durchgeführt. Zwischen dem 11. März und dem 13. Oktober kamen mehrere Hundert Anwohner und Stadtbahn-Interessierte, um ihre Wünsche und Bedenken anzubringen und sich über das Vorgehen beim nun startenden mehrjährigen Planungsprozess zu informieren. Auch online läuft der Bürgerdialog über verschiedene Kanäle die wie Social-Media-Kanäle des Zweckverbands, Internetforen und die Zweckverband-Homepage mit einem Fragen-Antworten-Formular.

„Viele Bürgerinnen und Bürger freuen sich auf die Stadtbahn LUCIE und fordern eine rasche Umsetzung“, erläutert Dietmar Allgaier, der als Landrat Vorsitzender des Zweckverbands ist. „Gleichzeitig fordern v.a. Anlieger, dass Parkplätze und Bäume erhalten werden. Deshalb besteht unsere Herausforderung darin, eine Balance zwischen den Wünschen der Bürgerschaft und einer möglichst störungsfreien Route für die Stadtbahn zu finden.“ Diese Aufgabe stelle den Zweckverband und seine kommunalen Partner vor sehr große Herausforderungen: „Aber gemeinsam werden wir einen guten Weg finden“, gibt sich Allgaier optimistisch.

„Mit unseren Planern werden wir sorgfältig Lösungsvorschläge für lokale Themen und Problempunkte prüfen und in enger Abstimmung mit kommunalen Partnern entwickeln“, verspricht der Zweckverbands-Geschäftsführer Frank von Meißner. Besonderes Augenmerk werde dabei auf den Lärmschutz, die bestmögliche Lage von einzelnen Haltepunkten sowie den Erhalt von Bäumen und nach Möglichkeit von Parkplätzen gelegt. Ab (Früh)Sommer 2024 werde dann das LUCIE-Team ein Zwischenergebnis der Bevölkerung präsentieren.

Dabei werden dann Diskussionsveranstaltungen und Workshops an den einzelnen Streckenabschnitten durchgeführt, um Fragen der Bevölkerung zu klären und die Planungen nach Möglichkeit zu verfeinern. „Wir nehmen die Wünsche der Bevölkerung wahr und ernst, wir wollen eine möglichst bürgerfreundliche Planung realisieren und die Menschen über den gesamten, mehrjährigen Planungsprozess hinweg einbinden und mitnehmen“, so Allgaier.

Meilenstein:Nutzen-Kosten-Untersuchung

Nächster großer Meilenstein im Anschluss an das Ergebnis der aktuell laufenden Vorplanung ist dann eine aktuelle Kostenermittlung für den Bau des Stadtbahnnetzes. „Damit steigen wir dann ein in die Nutzen-Kosten-Untersuchung: Nur wenn der volkswirtschaftliche Nutzen höher ist als die Bau- und Betriebskosten, ist das Projekt wirtschaftlich sinnvoll; und nur dann bekommen wir die großzügigen Investitionskostenzuschüsse von 90 % für die Markgröninger Bahn und von 75 % für die Stadtbahn-Abschnitte, zuzüglich einer weiteren Landesfinanzierung“, erläutert von Meißner.

Freischnitt an Markgröninger Bahn

Auch äußerlich sichtbar hat sich schon etwas getan: Um mit der Vorplanung für die Reaktivierung der Markgröninger Bahn als Teil des zukünftigen Ludwigsburger Stadtbahnsystems beginnen zu können, muss die Bestandsstrecke vermessen werden, also die aktuelle Ist-Lage von baulichen Anlagen wie Brücken, Stützwände, Straßen, Wege und Bahnübergänge erfasst werden. Daher wurde punktuell die seit der Stilllegung 2005 hochgewachsene Vegetation behutsam in den relevanten Bereichen zurückgeschnitten. Der Zweckverband hat sich dabei sehr eng mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, vor dem Freischnitt eine gutachterliche Bewertung über Art und Umfang der Rückschneidearbeiten durchgeführt und zudem die Arbeiten durch eine ökologische Bauüberwachung begleiten und überwachen lassen. „Wir gehen sehr sorgfältig und behutsam an unser Stadtbahnprojekt heran, das ist unser Selbstanspruch,“ erläutert Björn Kochendörfer, Leiter Infrastruktur und Technik des Zweckverbands.

Mit den stark zunehmenden Aufgaben muss sich das Zweckverbandsteam auch personell erweitern. So hat der Stadtbahn-Zweckverband nach den Beschlüssen des Wirtschaftsplans 2024 und der Personalerweiterung im August 2023 aktuell Stellenausschreibungen für wichtige Positionen veröffentlicht. Diese umfassen Positionen in der Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung, Experten für Fahrstromversorgung und Fahrleitung, Verkehrsanlagen sowie Umwelt- und Landschaftsplanung und auch Projektkaufleute. „Unser Zweckverband schafft krisensichere Arbeitsplätze im Bereich der Verkehrswende und wir hoffen auf zahlreiche Bewerberinnen und Bewerber, die mit uns die Stadtbahn LUCIE aufs Gleis bringen wollen,“ so Verbandsgeschäftsführer von Meißner.

Bei der Versammlung des Stadtbahn-Zweckverbands wurde auch über eine weitere Zukunftschance informiert: Die Landkreise Ludwigsburg und Rems-Murr haben eine Machbarkeitsstudie (MBS) für die Stadtbahn-Verlängerung nach Waiblingen beschlossen. Der Zweckverband Stadtbahn zeigt sich optimistisch, dass der Bau einer Stadtbahn zwischen diesen wirtschaftsstarken Regionen wirtschaftlich sinnvoll ist und das LUCIE-Stadtbahnsystem zusätzlich beflügelt.

„Die Bürgerinnen und Bürger im gesamten Landkreis Ludwigsburg können nun sehen, dass unser LUCIE-Stadtbahnprojekt vorankommt, was uns mit großer Freude erfüllt”, resümierte Verbandsvorsitzender Dietmar Allgaier zum Ende der Verbandsversammlung.

Informationen zum Projekt gibt es unter www.lucie-stadtbahn.de

red

Quelle: Landratsamt Ludwigsburg

 

Ludwigsburger Residenzschloss erstrahlt im weihnachtlichen Glanz

Ludwigsburg – In der prachtvollen Kulisse des Ludwigsburger Residenzschlosses können Besucher die besinnliche Atmosphäre der Adventszeit erleben. Der imposante, beleuchtete Tannenbaum und die Krippe mit lebensgroßen Figuren kehren zurück, um den mittleren Schlosshof in weihnachtlichen Glanz zu tauchen. Ab Ende November verbreiten der Duft von gebrannten Mandeln, Zimt und Glühwein festliche Stimmung.

Stephan Hurst, Leiter der Schlossverwaltung Ludwigsburg, betont die Einzigartigkeit der Adventszeit im Residenzschloss: „Auch wenn unser Schloss das ganze Jahr über festlich ist, hat die Adventszeit immer einen besonderen Zauber.“ Der beleuchtete Weihnachtsbaum und die handgeschnitzte Krippe mit ihren imposanten Figuren schmücken den Hof und machen den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis. „In der kalten Jahreszeit bieten wir wieder ein ansprechendes Programm mit ausgewählten Sonderführungen an und laden vor allem Familien dazu ein, das traumhafte Schloss zu besuchen und die weihnachtliche Atmosphäre zu genießen“, fügt Hurst hinzu.

Für Interessierte stehen am kommenden Wochenende zwei faszinierende Kostümführungen auf dem Programm. Gräfin von Weidenbach entführt um 15:00 Uhr die Besucher durch das Schloss, um Geschichten über „Etikette und Intrigen“ am württembergischen Hof zu teilen. Baronin zu Auerscheidt nimmt um 16:00 Uhr die Gäste mit auf eine Reise, bei der sie mit der italienischen Sopranistin Caterina Bonafini um die Gunst des Hofes wetteifert. Der Schlossrundgang „Zwischen List und Lust“ bietet zudem faszinierende Einblicke in die Lebenswelt des Barocks.

Eine weitere Attraktion erwartet die Besucher ab dem 24. November: Der beliebte Weihnachtsbaum im Mittleren Schlosshof erstrahlt wieder jeden Abend und lädt zu festlichen Momenten vor der imposanten Schlosskulisse ein. Die Aufbauarbeiten für den glitzernden Weihnachtsbaum begannen am 17. November. Nach den Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie in den letzten Jahren ist die Freude über die Rückkehr des festlichen Baumes umso größer.

Bereits ab Anfang Dezember wartet eine weitere Sehenswürdigkeit auf die Besucher: die große polnische Holzkrippe unter dem Balkon des neuen Hauptbaus. Die lebensgroßen Figuren dieser Krippe wurden von Schülern des Kunstgymnasiums in Zakopane, Polen, geschaffen. Die Ausstellung ist Teil des Projekts „Dialogkrippe“, das den kulturellen Austausch zwischen Polen und Deutschland fördert. Die weihnachtliche Szene mit 20 Figuren ist während der Öffnungszeiten des Residenzschlosses vom 2. Dezember bis zum 24. Januar 2024 zu bewundern.

Den Auftakt in die festliche Adventszeit bildet ein ökumenischer Gottesdienst am Samstag, dem 2. Dezember, um 18:00 Uhr in der Schlosskirche. Dekan Michael Werner und Pfarrer Alois Krist werden gemeinsam durch den Gottesdienst führen. Die Schlosskirche, einer der prachtvollsten Räume des Schlosses, feiert in diesem Jahr ihr 300-jähriges Jubiläum, das im Rahmen des Gottesdienstes feierlich begangen wird. Im Anschluss an den Gottesdienst sind die Besucher zu einem Stehempfang mit Glühwein vor der Kirche eingeladen, um die festliche Atmosphäre zu genießen

red

Weitere Infos unter:

Telefon: +49 (0) 71 41.18 64 00

www.schloss-ludwigsburg.de

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