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Spukende Geister und andere gruselige Gestalten im Blühenden Barock

In den Herbstferien lockt die Kürbisausstellung mit Kürbisfratzen, Schnitzangeboten und gruseligen Geistern Jung und Alt in den Blühenden Barock. Ein spannendes Mitmachprogramm sorgt für jede Menge unheimliche Momente und endet in einem wahren Schlachtfest.

Die letzten Wochenenden wurde von den Besuchern der Kürbisausstellung schon viel kreative Arbeit geleistet. Jeder von 3 bis 99, der Lust hatte, konnte sich aus dem großen Angebot der Schnitzkürbisse einen aussuchen, kaufen und daraus einen richtig gruseligen Kürbis-Geist schnitzen. Dieses Angebot besteht jeweils samstags, sonntags sowie feiertags noch bis einschließlich 3. November jeweils ab 10.00 Uhr. Danach darf man sein Exemplar natürlich mit nach Hause nehmen und vor der eigenen Haustür damit Leute erschrecken oder einfach nur schön leuchten lassen.

Für die komplette Halloween-Woche haben die Kürbis-Aussteller beim weißen Schnitzzelt neben den Flammkuchen erneut das kleine Grusel-Gewusel eingeladen. Diese Geisterbahn, die von einem Team aus Künstlern, Erziehern und Sozialpädagogen kindgerecht bespielt wird, besteht aus mehreren aneinandergebauten und verdunkelten Zelten, die mit Schwarzlicht ausgestattet sind. Alle kleinen, aber auch großen mutigen Gruselfans betreten in den Zelten eine schaurig-schöne Halloween-Welt: Leuchtende Spinnen, die auf einmal über dem Kopf baumeln, gruselige Geister hinterm Vorhang oder weiße Hände, die plötzlich aus der Dunkelheit auftauchen und versuchen, die Zeltbesucher zu erhaschen. Natürlich dürfen auch die Besucher ihre Rollen tauschen und selbst zum schaurigen Gespenst werden, das die anderen erschreckt.

„Unser Gruselkabinett ist nun schon zum wiederholten Mal da und erfreut sich immer noch großer Beliebtheit,“ erzählt Stefan Hinner, Chef der jährlichen Kürbisausstellung, begeistert. „Die Grusel-Gewusel-Zelte sind freigegeben ab dem zweiten Lebensjahr, denn alles was darin passiert, geschieht auf sehr liebevolle und selbst für die Kleinsten angemessene Art und Weise – belebt durch bunte Farben, alles sehr spielerisch umgesetzt durch sozialpädagogisch geschultes Personal.“ Damit die Zelte nicht zu voll werden, dürfen nicht alle Kinder gleichzeitig hinein. „Wer warten muss, kann sich die Zeit mit Tischkicker ähnlichen Spielen, mit Schnitzen von Kürbissen oder mit einer leckeren Kürbiswaffel mit Kürbinella vertreiben“, so Hinner. Die Öffnungszeiten für das Grusel-Gewusel sind am Wochenende und am Feiertag von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Werktags hat das Grusel-Gewusel von 13.00 Uhr an durchgängig bis 16.00 Uhr geöffnet.

Das große Finale der diesjährigen Ausstellung findet am 3. November ab 12.00 Uhr mit einem Schlachtfest der prämierten Riesenkürbisse unweit der Kürbisgastronomie statt. Die Züchter der Siegerkürbisse werden ihre Prachtexemplare aufschneiden und das Innere der Fruchtgemüse den Besuchern präsentieren. Sinn und Zweck dieser Aktion ist es, an die innenliegenden Kürbiskerne zu kommen, die als Saatgut für die nächste Saison dienen. Auch für die Besucher gibt es die Möglichkeit, etwas von diesem Saatgut vergleichsweise günstig oder gar umsonst für die eigene Zucht zu erstehen und sich zugleich noch gute Tipps von den Züchtern geben zu lassen. Wer die Chance im Blühenden Barock nicht nutzt, es sich aber später anders überlegt, kann dieses Saatgut noch im Internet kaufen. Da liegen die Preise je nach Kürbis und Züchter dann allerdings zwischen 50 und 500 Euro. „Es gab tatsächlich schon einige Besucher in den vergangenen Jahren, die sich vom Schlachtfest Saatgut mitgenommen und daheim eingepflanzt haben. Und prompt sind die Kürbisse gewachsen und wogen 300 Kilo“, schmunzelt Stefan Hinner, der zufrieden auf die diesjährige Ausstellung zurückblicken kann.

Wer also selbst im nächsten Jahr zu den prämierten Züchtern gehören will, der benötigt nur den entsprechenden Samen, ein Fleckchen Acker oder Garten, reichlich Wasser, einen grünen Daumen und jede Menge Spaß an der Freude, wenn nach 100 Tagen aus den zarten Kernen hoffentlich ein Kürbis-Gigant gewachsen ist.

Patricia Leßnerkraus

Riesen beschenken Patrick mit einem Sieg

Die MHP RIESEN Ludwigsburg kehren siegreich vom dritten Auswärtsspiel der Saison 2019/2020 zurück: Die Schwaben gewannen die die heutige Partie bei der BG Göttingen 83:77 und beschenkten Headcoach John Patrick (400. BBL-Spiel) mit dem vierten Erfolg im fünften Spiel.

In Göttingen war die Bühne für das Jubiläum von John Patrick, der US-Amerikaner stand zum 400. Mal an der Seitenlinie der easyCredit BBL, nahezu perfekt bereitet: An seiner alten Wirkungsstätte wurde der 51-Jährige mit gewohnt offenen Armen und viel Freude begrüßt – auf und neben dem Parkett gab es aber natürlich nur einen wichtigen Faktor für Patrick: den Sieg. Für die bestmögliche Grundlage schickte er die eingespielte Starting Five bestehend aus Khadeen Carrington, Jaleen Smith, Nick Weiler-Babb, Thomas Wimbush und Jonas Wohlfarth-Bottermann aufs Parkett der Sparkassen-Arena. Doch beim immens unter Druck stehenden Tabellenletzten erwischten seine Schützlinge keinen guten Start, sahen sich schnell in Rückstand und zwangen so den Jubilar zur ersten Auszeit der Partie (8:3, 3. Spielminute). Die zusätzliche Ansprache und einige personelle Wechsel sorgten für einen höheren Fokus und drei Minuten später für den Führungswechsel, den Carrington per And-One und Marcos Knight mit weiteren Zählern veredelten (8:13, 6.). Doch trotz der kleinen Schwächephase hielten die Hausherren vor allem von jenseits der 6,75-Meter-Distanz (45 3P%) mustergültig dagegen und sorgten so für eine weitestgehend ausgeglichene Partie (19:23, 10.).

Zum Beginn der zweiten zehn Minuten übernahm dann mehr und mehr Carrington. Der 24-Jährige hängte Göttingens formstärksten Akteur Bennet Hundt in der elften Spielminute bereits sein drittes Foul an, kam erneut binnen kürzester Zeit auf eine zweistellige Punktausbeute und führte darüber hinaus in aller Ruhe Regie. Zufrieden konnten die Ludwigsburger aber mit ihrer Leistung nur phasenweise sein: Während die Hausherren um jeden Ball kämpften, spielten die MHP RIESEN nicht in letzter Konsequenz ihre Angriffe zu Ende, weshalb das Geschehen ausgeglichen blieb (29:34, 17.) und sich auch beim Gang in die Katakomben ein vergleichbares Bild bot: Während die Ludwigsburger immer wieder davonzogen, bleib Göttingen gallig und in Schlagdistanz (36:41, 20.).

Viertes Viertel zieht Göttingen den Zahn

Im Anschluss an den Seitenwechsel leisteten sich beide Teams – zumindest offensiv – keine weiteren Verschnaufpausen: Zahllose Wurfversuche fanden bei beiden Kontrahenten wie an der Perlenschnur aufgereiht den gewünschten Weg durch die Reuse. Da jedoch Göttingen Ludwigsburg aus dem Rhythmus brachte, zwei Versuche jeweils mit Foul im Korb unterbrachte und Hundt nun aufdrehte, rissen die Göttinger die Führung an sich (51:47, 24.). Patrick sah sich zur nächsten Auszeit genötigt und fand erneut die richtigen Worte. Seine Schützlinge ließen nicht weiter abreißen, kämpften angeführt von Kapitän Konstantin Konga um jeden Ball und blieben auf Tuchfühlung mit den immer gefährlicher werdenden Hausherren. Ludwigsburg vermisste zwar weiterhin sein Wurfglück von außen, zog nun aber immer wieder erfolgreich zum Korb (60:59, 30.).

Die spannende Crunchtime, die sich angesichts des Spielstands nach drei Vierteln andeutete, sollte sich bereits ab dem Beginn des vierten Viertels Bann brechen. Denn während die MHP RIESEN zwar weiterhin hart für ihre Punkte arbeiten mussten, nun aber mehr Glück bei ihrer Wurfauswahl hatten, schwand bei den Hausherren zusehends die Kraft (62:72, 35.). Allen voran Thomas Wimbush wusste die sich nun bietenden Gelegenheiten mustergültig auszunutzen: Während Ludwigsburgs #20 bis dato mit seiner Leistung gehadert und lediglich drei Punkte markierte hatte, agierte er nun wie entfesselt und war die letztlich entscheidende Offensivwaffe, die Göttingen nicht mehr zu kontrollieren wusste. Im Schlussabschnitt markierte Wimbush 11 Zähler und half dabei, dass sich er und seine Mannschaftskollegen zwar erschöpft aber siegreich auf die Heimreise machen konnten.

Statements und Stats

John Patrick: „Das war heute ein hart umkämpftes Spiel! Ich bin stolz darüber, dass wir gewonnen haben. Dennoch möchte ich Kompliment an Göttingen und besonders an Bennet Hundt richten, der uns heute besonders in der zweiten Hälfte dominiert hat. Dennoch: Wir haben heute Charakter gezeigt, als wir mit sechs Punkten hinten lagen und haben uns erfolgreich zurück gekämpft. Besonders Konstantin Konga hat uns mit seiner Defensive extrem geholfen. Ich bin glücklich, dass wir nach dem Seitenwechsel die schweren Würfe in der zweiten Halbzeit getroffen haben. Am Ende war das ein wichtiger Sieg für uns.“

Johan Roijakkers: „Gratulation an JP und Ludwigsburg zum Sieg. Am Ende bin ich wieder mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden. Natürlich aber nicht über das Ergebnis. Die Art und Weise des Auftretens und darüber, dass wir wieder das Maximale, vielleicht sogar etwas mehr als das Maximum herausgeholt haben, ist super. Kompliment an meine Spieler und an die Zuschauer für die tolle Stimmung in der Halle. Das hat uns sehr geholfen.“

Für Göttingen spielten: Bennet Hundt 25 Punkte, Terry Allen 10/6 Rebounds, Dominic Lockhart 10, Darius Carter 9, Mihajlo Andric 6, Dylan Osetkowski 6, Kyan Anderson 5, Mathis Mönninghoff 3, Elias Lasisi 3 und Dennis Kramer.

Für Ludwigsburg spielten: Marcos Knight 19 Punkte/9 Rebounds/5 Assists, Khadeen Carrington 17, Thomas Wimbush 14, Nick Weiler-Babb 10, Tanner Leissner 9, Hans Brase 8, Konstantin Konga 6, Jonas Wohlfarth-Bottermann, Jaleen Smith, Radii Caisin, Christian von Fintel und Ariel Hukporti.

Dreiste Masche: Trickdiebe bestehlen Seniorin

Ludwigsburg: 

Äußerst dreist gingen bislang noch unbekannte Diebe vor, die am Donnerstag gegen 12.00 Uhr in der Straße “Straßenäcker” in Ludwigsburg eine Seniorin bestahlen. Zunächst klingelte einer der Täter an der Hauseingangstür des Mehrfamilienhauses, worauf ihn die Frau per Türöffner ins Haus ließ. An der Wohnungstür gab sich der Unbekannte dann als Mitarbeiter eines Telekommunikationsunternehmens aus und gab vor, dass es in der Nachbarschaft zu Störungen gekommen sei. Er habe nun die Aufgabe, auch die Leitungen in ihrer Wohnung zu überprüfen. In diesem Zusammenhang wurde die Bewohnerin aufgefordert, alle TV-Kanäle durchzuschalten. Währenddessen befand sie sich gemeinsam mit dem Unbekannten im Wohnzimmer. Mutmaßlich war es dem Täter davor gelungen einen Komplizen in die Wohnung zu lassen, der in der Zwischenzeit die restlichen Zimmer durchsuchte. Nach etwa 15 Minuten verließ der vermeintliche Mitarbeiter die Wohnung und machte sich in unbekannte Richtung davon. Im Anschluss stellte die Seniorin fest, dass nahezu alle Räume durchsucht wurden und Schmuck sowie Bargeld in vierstelligem Gesamtwert fehlten. Hierauf verständigte sie die Polizei. Der Täter, der sich als Mitarbeiter des Telekommunikationsunternehmens ausgab, dürfte etwa 35 Jahre alt und 165 cm groß sein, er hat eine muskulöse Statur und ist eher als südländischer Typ zu beschreiben. Er hat schwarze, kurze Haare und trug eine grau-grüne Übergangsjacke, ein Poloshirt sowie eine dunkle Hose und dunkle Schuhe. Der Polizeiposten Eglosheim, Tel. 07141/22150-0, bittet Zeugen und insbesondere auch weitere Geschädigte sich zu melden.

Ein Fest für den Gaumen

Ein Besuch in der Kürbis-Ausstellung im Blühenden Barock ist nicht nur ein Fest für die Augen. Auch der Gaumen kommt in Ludwigsburg voll auf seine Kosten.

Wie in jedem Jahr haben sich die Macher der Ludwigsburger Kürbis-Ausstellung auch diesmal wieder jede Menge einfallen lassen. Kürbisse in allen Farben und Formen, liebe- sowie kunstvoll komponiert zu fabelhaften Märchenwesen. Doch nicht nur das Auge darf sich freuen. Die Ausstellung entwickelt sich von Jahr zu Jahr mehr zu einem Paradies für alle Kürbis-Schleckermäuler. Von heiß bis kalt, vom deftigen Hauptgericht über den süßen Brotaufstrich bis hin zu köstlichen Desserts und Knabbereien bietet das herbstliche Fruchtgemüse etwas für jeden Geschmack. Ein kulinarischer Rundgang von Ludwigsburg24 an einem sehr gut besuchten Sonntag in der Ausstellung lässt wirklich keine Wünsche unerfüllt.

„Die machen total süchtig”, schwärmt eine junge Besucherin von den gerösteten Kürbiskernen, die es entweder in der salzigen Variante zu kaufen gibt oder mit Zimt und Zucker für die Süßmäulchen unter den Besuchern. Und wer es lieber so richtig scharf liebt, der greift nach den Kernen mit Zucker und Chili. Aber Vorsicht: Zur Sicherheit lieber sofort eine Kürbis-Schorle als Feuerlöscher dazu ordern, denn die Chili-Variante hat es durchaus in sich. Immer wieder lecker und ausgesprochen aromatisch sind die unterschiedlichen Fruchtaufstriche, die garantiert nicht nur auf einem frischen Butterbrot schmecken, sondern auch gut zu Käse passen. “Basis ist jeweils der Kürbis, der entweder mit Erdbeere, Himbeere, Johannisbeere, Blau- oder Brombeere kombiniert wird. Bevorzugen Sie den reinen Kürbisgeschmack, dann nehmen Sie stattdessen lieber den Kürbis-Fruchtaufstrich ohne zusätzliches Obst, lediglich mit Zucker und Orangensaft verfeinert”, berät die freundliche Dame am Verkaufsstand. Die Wahl fällt wirklich schwer. Der Klassiker auf der Ausstellung ist und bleibt natürlich die Kürbissuppe, die mit Kürbiskernen und Kürbiskernöl serviert wird. Als Steigerung des Suppenklassikers bieten die Köche als besondere Einlage die Kürbismaultasche an. Richtig satt wird man davon garantiert.

Auf dem hellen Boden des Flammkuchens tummeln sich kräftig grüner Lauch und zarte Streifen des farbenfrohen Hokkaidos und lassen schon aufgrund der fröhlichen Optik das Wasser im Munde zusammenlaufen. „Kürbis auf dem Flammkuchen, auf diese Idee wäre ich gar nicht gekommen, das mussten wir einfach mal probieren“, erzählt eine Mutter, die sich gerade diese Spezialität genüsslich mit ihrer Tochter teilt. Und wie schmeckt die Mischung? „Total geil”, bringt es die Tochter auf den Punkt. Ausgesprochen sättigend sowie sehr lecker sind die beiden Spaghettigerichte wahlweise mit herzhaftem Kürbiskernpesto oder einer raffinierten Kürbinese, die vegetarische Alternative zur italienischen Bolognese aus Hackfleisch. Doch es gibt noch weitaus mehr im hölzernen Speisetempel inmitten der Ausstellung. Verführerisch duftet es nämlich aus dem gusseisernen Riesenwok, in dem eine ebenfalls vegetarische Kürbis-Reispfanne gart. Dabei trifft Langkornreis auf das fruchtige Fleisch des Hokkaidos, auf Zwiebeln, Ingwer und Knoblauch kombiniert mit anderen Gemüsen wie Lauch, Blumenkohl, Broccoli, Zucchini oder Paprika und Weißwein. Abgeschmeckt mit Salz, Pfeffer, Paprika, Curry und frischer Petersilie verwöhnt die Reispfanne nicht nur überzeugte Vegetarier. „Über jede Portion gebe ich zur Geschmacksabrundung noch ein paar Tropfen Kürbiskernöl, Kürbiskerne und einen Klacks Kürbispesto“, weiht der Koch neugierige Feinschmecker in sein Rezeptgeheimnis ein.

Dichtes Gedränge herrscht auch ein paar Meter weiter am Burgerstand. Der Burger ist ebenfalls rein vegetarisch und hört sich ausgesprochen gesund an. Im Patty stecken Pastinaken, Muskatkürbis, Kichererbsen, Zwiebeln, Rapsöl, Chiasamen und Maisgries, fein gewürzt mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Kräutern. Der gebratene Patty wird serviert mit Salat, Tomaten, Ketchup, Burgersauce, Essiggurke und Röstzwiebeln im knackigen Kürbiskernbrötchen. Es muss sich herumgesprochen haben, dass die Burger der Hit sind, denn die Schlange vor dem Stand wird immer länger. Wer nicht für die Burger anstehen will, versucht es vis à vis am Bratwurst-Grill. Da ist die Schlange immerhin ein wenig kürzer. Zu kaufen gibt es nicht einfach nur eine Bratwurst, nein, es ist natürlich eine Kürbisbratwurst. „Wir haben ganze Kürbiskerne ins Brät eingearbeitet“, sagt der Grillmeister stolz, „dadurch schmeckt die Wurst so richtig crunchy“.

Nach so viel herzhaften Angeboten verlangt es glatt nach etwas Süßem. Klar, es gibt Kürbiskuchen oder Kürbismuffins. Das kennt man schon. Aber Kürbiseis, wie das wohl schmeckt? „Gebrannte Kerne vom steirischen Ölkürbis werden mit Zimt und Zucker geröstet, anschließend gemahlen und in Joghurteis eingerührt“, wirbt die Eisverkäuferin begeistert für ihr Produkt. Ein Versucherle ist diese außergewöhnlich aromatische Mischung unbedingt wert und das nicht nur für eingefleischte Eis-Fans. Spätestens zu einem Becher frischen Kaffee sollte man als Abschluss noch die spanische Spezialität Churros probieren. Das Brandteiggebäck wird frittiert und anschließend eingetaucht in Kürbinella, eine Schokoladencreme mit gerösteten Kürbiskernen und Kürbiskernöl. Danach geht dann wirklich nichts mehr rein.

Sie haben Appetit bekommen oder noch nicht alles probiert? Kein Problem, bis zum 3. November bruzelt, brät und gart es täglich weiter, denn Kürbisse sind noch reichlich da.

Patricia Leßnerkraus

Ludwigsburg-City: Blutender Mann löst Polizeieinsatz aus

Ludwigsburg: 

In der Nacht zum Donnerstag wurde der Polizei in Ludwigsburg gegen 0:45 Uhr ein Mann gemeldet, der mit Blut an den Händen in der Arsenalstraße stehen würde. Der 55-Jährige hatte der Anruferin gegenüber erklärt, dass er soeben jemanden umgebracht habe. Den eintreffenden Beamten bot sich das Bild eines stark alkoholisierten Mannes mit blutender Nase, blutverschmierten Händen und Bekleidung. Er erzählte den Beamten, dass er vor einer Bar in Ludwigsburg von drei Personen angegangen worden war. Er habe sich daraufhin gewehrt, habe zwei davon niedergeschlagen und der Dritte wäre dann davongelaufen. Einer der Angreifer habe ein Messer gezogen. Dieses habe er ihm dann abgenommen und damit einem der Angreifer in den Hals gestochen. Ein bei dem 55-Jährigen daraufhin durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille. Die weiteren Ermittlungen und eine Absuche mit mehreren Streifenbesatzungen bestätigten seine Angaben nicht. Er verbrachte die restliche Nacht im Gewahrsam der Polizei.

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Schwerer Verkehrsunfall in Kornwestheim – Zwei Schwerverletzte

Bei der Einsatzfahrt eines zivilen Dienstfahrzeugs der Polizei zur Festnahme eines mit Haftbefehl gesuchten Straftäters hat sich am Donnerstag gegen 10:15 Uhr auf der L 1144/Aldinger Straße in Kornwestheim ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Der Fahrer des Einsatzfahrzeugs war mit seiner Kollegin in Richtung Remseck unterwegs und stieß dabei mit seinem Mercedes mit dem Renault eines 54-jährigen zusammen, der an der ampelgeregelten Einmündung der Straße “Im Haldenrain” auf die Landesstraße einfahren wollte. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Mercedes nach links abgewiesen und streifte einen entgegenkommenden BMW und einen nachfolgenden Mercedes A-Klasse.

Der 54-jährige Fahrer des Renault und seine 34-jährige Beifahrerin wurden bei dem Zusammenstoß in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und zogen sich lebensbedrohliche Verletzungen zu. Sie mussten von der Feuerwehr Kornwestheim befreit werden und wurden vom Rettungsdienst in Krankenhäuser gebracht. Dazu war an der Unfallstelle auch ein Rettungshubschrauber eingesetzt.

Die Insassen des Polizeifahrzeugs kamen wie der Fahrer des entgegenkommenden Mercedes mit leichten Verletzungen davon und wurden ebenfalls zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Für die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten wurde die Landesstraße in beiden Richtungen gesperrt und der Verkehr örtlich umgeleitet. Zu wesentlichen Verkehrsbehinderungen kam es dadurch nicht. Für die weiteren Ermittlungen hat die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Stuttgart einen Sachverständigen hinzugezogen. Die Ampelschaltung zum Zeitpunkt des Unfalls wird dabei ebenso Gegenstand der Ermittlungen sein wie die Verwendung von Sondersignalen durch den Fahrer des Einsatzfahrzeugs.

“Unsere erste Sorge gilt jetzt den bei diesem schlimmen Unfall Verletzten und ihren Angehörigen”, so Polizeipräsident Burkhard Metzger. “Sie werden durch Notfallseelsorger aus dem Kreis Ludwigsburg und psychosoziale Berater des Polizeipräsidiums betreut”.

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Volksbegehren „Rettet die Bienen“

Das Innenministerium hat das Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“ über das „Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes und des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes“ am 14. August 2019 zugelassen. Vorausgegangen war ein Zulassungsantrag für das Volksbegehren mit knapp 36.000 Unterstützungsunterschriften, der von den Vertrauensleuten des Volksbegehrens am 26. Juli 2019 eingereicht wurde. Nun können die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Volksbegehrens selbst entscheiden, ob sie den Gesetzentwurf unterstützen wollen

Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger, die das Volksbegehren unterstützen wollen, können sich bei der Stadt Ludwigsburg im Zeitraum: 18. Oktober 2019 bis Freitag, 17. Januar 2020, in eine Liste eintragen (amtliche Sammlung).

Sie liegt aus im Bürgerbüro Stadtmitte, Wilhelmstraße 9. Die Öffnungszeiten sind montags von 7.30 bis 16 Uhr, dienstags und mittwochs von 7.30 bis 13 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 7.30 bis 12 Uhr. Der Zugang zum Gebäude ist barrierefrei.

In die Liste eintragen kann sich, wer zum Zeitpunkt des Eintrags in Baden-Württemberg zum Landtag wahlberechtigt ist. Das sind alle Personen, die an diesem Tag mindestens 18 Jahre alt sind, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, seit mindestens drei Monaten mit Hauptwohnsitz in Baden-Württemberg leben und nicht per Richterspruch vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Angebote für trauernde Kinder und Jugendliche

LUDWIGSBURG. Landrat Dr. Rainer Haas hat als Schirmherr der Kinder- und Jugendtrauerarbeit im Landkreis Ludwigsburg Sabine Horn und Michael Friedmann, Geschäftsführerin und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendtrauerarbeit, am Mittwoch (16. Oktober) in seinem Büro empfangen. Beide dankten dem Chef der Kreisverwaltung für die finanzielle Unterstützung der Kinder- und Jugendtrauerarbeit durch den Landkreis: Der Landkreis gewährte der Kinder- und Jugendtrauerarbeit, die sich aus Spenden finanziert, von 2017 bis 2019 einen jährlichen Zuschuss. Horn und Friedmann überreichten Haas einen Schirm mit farbigen Handabdrücken der Hospizkinder.

„Die Angebote für trauernde Kinder und Jugendliche sind wichtig, wenn ein Elternteil, ein Geschwisterkind oder nahe Angehörige verstorben sind. Kinder nehmen die Belastungen der trauernden Angehörigen wahr und übernehmen Verantwortung. In den Gruppen der Kinder- und Jugendtrauerarbeit ist es möglich, dass Kinder ihre Fragen stellen können, ohne Rücksicht nehmen zu müssen – und somit auf ihre Weise trauern können“, sagte Landrat Haas.

Die Kinder- und Jugendtrauerarbeit ist ein Teil der Ökumenischen Hospizinitiative im Landkreis Ludwigsburg. Demnächst feiert sie ihr fünfjähriges Bestehen. Das Projekt Kinder- und Jugendtrauer besteht aus folgenden Schwerpunkten: Präventionsarbeit, Begleitung von trauernden Kindern und Jugendlichen, Qualifizierung und Begleitung der Ehrenamtlichen des Kinder- und Jugendhospizdienstes, Anlassbezogene Angebote für Kindergärten und Schulen sowie Öffentlichkeitsarbeit. Aktuelle Angebote sind die Reitgruppe für trauernde Kinder von acht bis zwölf Jahren, der KINDERtrauerCLUB, das ELTERNtrauerCAFÉ, die JUGENDtrauerGRUPPE, der FAMILIENtrauerNACHMITTAG und „Du fehlst mir – Abend für junge Erwachsene, die trauern“. Landrat Dr. Haas ist seit 2014 Schirmherr der Kinder- und Jugendtrauerarbeit im Landkreis Ludwigsburg.

 

Schnitzfestival im Blühenden Barock

Die Gewinner des Riesenkürbis-Schnitzfestivals 2019 stehen fest. Im Rahmen der Kürbisausstellung im Blühenden Barock in Ludwigsburg haben acht Künstler bei strahlendem Sonnenschein um die Wette geschnitzt. Dabei konnten die Besucher der Ausstellung den Künstler*innen über die Schulter schauen. Rund 2200 Stimmen wurden abgegeben:

Gewonnen haben:

1. Platz: Jeroen van de Vlag, Drachen
2. Platz: Coco, König der Löwen
3. Platz: Reimund Ühle: Meerjungfrau
4. Platz (alle weiteren Teilnehmenden):
Stanislav Bukhanov, Elefant
Galina Faletra, Olaf aus Frozen
Fergus Mulvany, Gesicht
Larissa Böhrkircher, Troll
Benoît Dutherage, Einhorn

Bis zum 3.November haben Besucher noch die Möglichkeit die Kunstwerke zu bestaunen.