Ludwigsburg ehrt Sportlerinnen und Sportler des Jahres

Wie viele andere Veranstaltungen und Events musste auch die diesjährige Sportlerehrung der Stadt Ludwigsburg aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Einen Tag vor der geplanten Veranstaltung am 6. März kam das Aus. Jetzt konnten zumindest die Ludwigsburger Sportler des Jahres doch noch bei einer kleinen Veranstaltung im Stadion des Bildungszentrums West ihre Auszeichnung entgegennehmen. 

Gewählt wurden wie gewohnt die Sportlerin, der Sportler und die Mannschaft des Vorjahres. Bei der diesjährigen Wahl haben es bei den Sportlerinnen gleich zwei Athletinnen auf den ersten Platz geschafft: Lara Füller, Kunstradfahrerin des Rad- und Kraftfahrverein Poppenweiler, und Sharon Enow Abio, Leichtathletin des SKV Eglosheim, haben beide den ersten Platz errungen – ein Novum in der Geschichte der Ludwigsburger Sportlerwahl. 

Zum Sportler des Jahres wurde der Wasserballer Timo van der Bosch vom Schwimmverein Ludwigsburg gewählt, der urlaubsbedingt die Auszeichnung nicht entgegen nehmen konnte. Mannschaft des Jahres ist die Luftpistolenmannschaft der Schützengilde Ludwigsburg. Florian Brunner nahm stellvertretend für die Mannschaft den Pokal entgegen. 

Überreicht wurden die Auszeichnungen von Raphael Dahler, Leiter des städtischen Fachbereichs Sport und Gesundheit und Organisator der Veranstaltung, Petra Kutzschmar, kommissarische 1. Vorsitzende des Stadtverbands für Sport, und Matthias Müller, Präsident des Sportkreises Ludwigsburg, im Beisein von Familienmitgliedern, Freunden und den jeweiligen Vorsitzenden der Vereine.  

Die vielen weiteren erfolgreichen Ludwigsburger Sportlerinnen und Sportler aus dem Jahr 2019 haben coronabedingt ihre Medaillen und Glückwünsche von Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht und der kommissarischen 1. Vorsitzenden des Stadtverbands für Sport, Petra Kutzschmar, per Post erhalten. 

red

 

315 Kornwestheimer Teilnehmer erradeln mehr als 76.000 Kilometer

Kornwestheim. Drei Wochen lang, vom 1. bis zum 21. Juli 2020, sind insgesamt 315 Kornwestheimer Radlerinnen und Radler – und damit so viele wie noch nie – beim diesjährigen bundesweiten Wettbewerb „Stadtradeln“ fleißig in die Pedale getreten. Insgesamt haben die Teilnehmenden 76.578 Kilometer beim Einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schule und in der Freizeit erradelt. Der Spaß am Radfahren und die Wahrnehmung des Fahrrads als umweltfreundliches Verkehrsmittel standen dabei im Vordergrund.

Im Landkreis Ludwigsburg haben sich mit Kornwestheim insgesamt 15 Kommunen beteiligt und mit den dabei erradelten 1.532.255 den dritten Platz in Baden-Württemberg erreicht. Organisiert wurde die Kampagne bei der Stadt Kornwestheim von der Stabsstelle Umwelt- und Klimaschutz.

Als kleines Dankeschön verlost das Team der Stabsstelle Umwelt- und Klimaschutz zwei 30 Euro-Gutscheine, die in den Kornwestheimer Fahrradläden eingelöst werden können. Für die Organisatoren der Stabsstelle Umwelt- und Klimaschutz steht jetzt schon fest, dass Kornwestheim auch im kommenden Jahr beim „Stadtradeln“ wieder mit am Start ist. „Wir finden es super, dass sich in diesem Jahr so viele Radlerinnen und Radler beteiligt haben,“ sagt Cordula Wohnhas, die Leiterin der Stabsstelle. „Und natürlich wäre es toll, wenn wir die Zahl der Radlerinnen und Radler im kommenden Jahr noch einmal toppen könnten.“

red

Klimageschädigter Wald: Gewerkschaft forder mehr Forstpersonal für Kreis Ludwigsburg

Klimanotstand im Wald: Immer mehr heimische Bäume könnten Dürren, Stürmen und Schädlingen zum Opfer fallen – wenn nicht deutlich mehr für den klimagerechten Umbau der Wälder getan wird. Davor warnt die Gewerkschaft IG BAU und fordert zusätzliches Forstpersonal auch im Landkreis Ludwigsburg. „Zwar hat die Landesregierung angekündigt, 130 neue Stellen für den Forst in Baden-Württemberg zu schaffen. Das ist ein wichtiger Schritt, reicht jedoch angesichts des Ausmaßes der Schäden noch nicht aus“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Stuttgart, Mike Paul. Zudem müsse sichergestellt werden, dass das zusätzliche Personal auch in den Forstbezirken vor Ort ankomme und nicht in höheren Verwaltungsebenen eingesetzt werde.

Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums dürften in Baden-Württemberg 2018 bis 2020 insgesamt rund 15,8 Millionen Kubikmeter Schadholz anfallen, so die Gewerkschaft. Extreme Wetterlagen und Schädlinge wie der Borkenkäfer werden demnach bis Jahresende eine Waldfläche von 18.000 Hektar vernichtet haben.

„Auch wenn zuletzt mehr Regen fiel als in den Vorjahren, bleibt die Lage für die Bäume dramatisch. Neben den besonders anfälligen Monokulturen aus Fichten und Kiefern trifft es mittlerweile sogar die Buche“, so Paul. Diese seit Jahrtausenden in Deutschland heimische Art leide zunehmend unter ausgetrockneten Böden und Pilzbefall. Um die Wälder für den Klimawandel zu wappnen, müssten zusätzliche Mischwälder angelegt und sogenannte trockenheits- und wärmeertragende Baumarten angeplanzt werden. „Das aber ist eine Mammutaufgabe, für die es viel mehr Förster und Forstwirte braucht als bislang. Betriebe sollten deshalb auch mehr ausbilden und Azubis übernehmen“, betont der Gewerkschafter.

Der Nachholbedarf beim Waldumbau sei enorm, wie die letzte Bundeswaldinventur zeige. Danach machen Nadelbäume – ein Großteil davon in Monokulturen – 52 Prozent der rund 1,4 Millionen Hektar des baden-württembergischen Waldes aus.

red

Corona: 98 bestätigte Neuinfektionen übers Wochenende in Baden-Württemberg

Die Lage in Baden-Württemberg: 

Seit Freitag (24. Juli) ist die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 36.926 angestiegen (Stand: 27.7.). Das sind binnen 72 Stunden 98 Neuinfizierte. Davon sind laut dem Ministerium ungefähr 34.231 Personen bereits wieder genesen. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land beträgt 1.841.

Wie sieht es im Landkreis Ludwigsburg aus?

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg hat sich seit Freitag (24.Juli)  um insgesamt 5 Neuinfizierte auf mindestens 1.885 erhöht (Stand: 27. Juli – 16Uhr) . Das gab am Montagnachmittag das Landratsamt bekannt. Die Zahl der Genesenen wird mit 1.792 angegeben. Die Zahl der bestätigten Corona-Toten ist unverändert bei 73.

red

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Verkehrsbericht: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Verkehrsbericht gültig ab Montag, 27. Juli

Abelstraße
Es besteht eine Vollsperrung der Abelstraße zwischen der Schützenstraße und der Kreuzstraße – Anlieger und Andienungsverkehr sind eingeschränkt frei.

Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd Ostrampe / L 1140
Wegen Umbaumaßnahmen an der Ostrampe der Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd und an der L 1140 ist die Autobahnauffahrt in Richtung Heilbronn gesperrt. Die L 1140 ist in beide Richtungen nur einspurig befahrbar.

Gebiet Altach
Hier besteht voraussichtlich bis Mitte August eine abschnittsweise Sperrung der Feldwege zwischen der Hirschbergschule und der Kläranlage Eglosheim sowie zwischen der Tammer Straße und der Autobahnmeisterei Ludwigsburg. Die Zufahrt zur Kläranlage und zur Hirschbergschule bleibt eingeschränkt frei; die Zufahrt zur Tammer Straße ist für Anlieger ebenfalls eingeschränkt frei.

Alter Oßweiler Weg
Es besteht bis voraussichtlich Ende Juli eine Vollsperrung im Bauabschnitt 1 ab Remsweg bis Alter Oßweiler Weg 54.

Grönerstraße
Hier besteht bis voraussichtlich bis Ende Juli eine Vollsperrung an der Kreuzung zur Gänsfußallee wegen Neuverlegung von Fernwärme.

Heilbronner Straße /B 27
Hier wird die äußerste Fahrspur stadteinwärts wegen Instandsetzungs-Arbeiten an der Stützwand außerhalb der Hauptverkehrszeiten abschnittsweise gesperrt.

Johannesstraße
Die Johannesstraße ist im ersten Bauabschnitt zwischen der Mörikestraße und der Wernerstraße voll gesperrt. Anlieger und Andienungsverkehr sind frei.
 
Kallenberg´sches Areal
Die Leonberger Straße ist zwischen der Solitudestraße und dem Zentralen Omnibus-bahnhof (ZOB) für den Individualverkehr gesperrt. Die Solitudestraße ist halbseitig gesperrt – die Verkehrsführung erfolgt stadteinwärts zwischen der Friedrichstraße und der Leonberger Straße.

Karl-Hüller-Straße
Es besteht bis voraussichtlich Anfang September eine Vollsperrung der Karl-Hüller-Straße.

Katharinenstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang Oktober eine halbseitige Sperrung. Der Gehweg ist für den Fußgängerverkehr gesperrt.

Keplerbrücke
Hier sind aufgrund von Sanierungsarbeiten drei Fahrspuren auf der Brücke gesperrt.

Mörikestraße
Hier kommt es bis voraussichtlich Ende August zwischen der Albrechtstraße und der Martin-Luther-Straße zu Beeinträchtigung im Baustellenbereich.

Neckarhalde
Hier besteht auf Höhe der Neckarhalde 39 bis voraussichtlich Ende Dezember eine Vollsperrung für den Kfz-, Fußgänger- und Radverkehr. Es besteht eine Umleitung über: Neckarhalde – Herrmann-Wißmann-Straße – Steinäckerstraße.

Pleidelsheimer Straße
Es besteht bis voraussichtlich Mitte August eine halbseitige Sperrung zwischen der Pleidelsheimer Straße 7 und der Bönnigheimer Straße.
 
Riedstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Juli eine Vollsperrung zwischen der Eduard-Krauß-Straße und der Bachstraße.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.   
 
Schwieberdinger Straße /Keplerstraße /Friedrichstraße
(zwischen der Martin-Luther-Straße und der Stuttgarter Straße)
Hier besteht eine einspurige Verkehrsführung im Baufeld. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt beziehungsweise teilweise nicht möglich. Die Zu- und Abfahrt aus der Pflugfelder Straße in die Schwieberdinger Straße ist nicht möglich. Die Baumaßnahmen dauern voraussichtlich bis März 2021.
 
Schorndorfer Straße
Der Verkehr wird voraussichtlich bis Anfang August zum Teil auf die Gegenfahrbahn umgeleitet, teilweise ist kein Abbiegen möglich. Eine Umleitung ist ausgeschildert.
 
Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und die Dauer derzeit noch nicht genau absehbar.

Untere Kasernenstraße – Parkplatz Untere Stadt
Der Parkplatz Untere Stadt ist im Zuge der Umgestaltung des Walckerparks bis voraussichtlich April 2021 gesperrt. Im Bereich der Unteren Kasernenstraße, der Oberen Kasernenstraße und der Bietigheimer Straße werden daher die öffentlichen Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt (Bewohnerparkbereich 1).

Waldäcker III
Hier sind temporäre Einschränkungen bei der Nutzung des Radweges entlang der Schwieberdinger Straße möglich. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und die Dauer derzeit noch nicht genau absehbar.

 

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Galerie

Harald Glööckler live im Kunsthaus Watzl

Von Patricia Leßnerkraus

Damit hatte eigentlich niemand gerechnet. Modedesigner Harald Glööckler kam völlig überraschend für einen Blitzbesuch nach Ludwigsburg. Sein Ziel war das Kunsthaus Watzl. Dort hängen seit dem 23. Juli erstmals zwanzig hochwertige Drucke des kreativen Multitalents, die er im abstrakten Stil mit den Glööckler typischen barocken Elementen eigens dafür geschaffen hat.

Eigentlich hatte der „Prince of Pompöös“ noch vor einer Woche im Interview mit Ludwigsburg24 gesagt, dass er wegen Corona nicht nach Ludwigsburg kommen werde. Nun hat er es sich doch anders überlegt und sich spontan ins Ländle chauffieren lassen. „Irgendwie müssen wir ja langsam wieder etwas Normalität in unser Leben lassen“, begründete er seinen Überraschungsbesuch. Und der hat sich für den Meister auch gelohnt. Begeistert ließ sich der trotz großer Hitze ganz in schwarz gekleidete Glööckler zu seinen handsignierten Bildern bringen, die zuvor in gewohnter Qualität von Barbara und Peter Watzl gerahmt und aufgehängt wurden. „Sie sind wunderschön und sehr unterschiedlich in ihrer Art“, freut sich der Meister, der sich die Mühe machte und sogar die verschiedenen Motive eingehend erklärte. „Wenn man drauf schaut, meint man, es sind Aquarelle“.

Dass Harald Glööckler nicht nur als Designer gefragt ist, durften die Watzls seit Beginn der Kunsttage (vom 23.-26.7.) in ihrer Galerie erfreut feststellen. Einige der FineArtprints, die es jeweils in einer Auflage von nur 200 Stück zu kaufen gibt, haben bereits ihre Besitzer gefunden. Wie viele es sind, darüber schweigt sich Barbara Watzl grundsätzlich aus. Doch ihre leuchtenden Augen sprechen Bände.

Start-Up Unternehmen aus Ludwigsburg steigt mit Luxusbussen ins Reisegeschäft ein

VON UWE ROTH

In Ludwigsburg etabliert sich ein neues Linienbus-Unternehmen. Das Start-up hat seinen Sitz in der Frankfurter Straße und nach seiner Ausrichtung nicht vor, lokalen Busbetreibern Konkurrenz zu machen. Roadjet, so der Firmenname, strebt mit komfortablen Fernbussen die großen städtischen Ziele mit wenigen Zwischenhalten an – vorerst innerhalb Deutschlands. Der Wille zur Expansion ist bei den Gründern Muhammed Simsek und Mujib Bazhwal jedoch nahezu grenzenlos, wie sie im Gespräch andeuten. Ihr besonderes Konzept sind Luxbusbusse, die am ehesten noch mit Citylinern zu vergleichen sind, mit denen Musikbands auf Tour gehen. Roadjet-Busse haben mit den auf optimierte Platznutzung ausgerichteten Transportfahrzeugen von Flixbus, Blablabus und Pinkbus wenig zu tun.

Großzügige Beinfreiheit gehört zur Grundausstattung. Statt der 96 möglichen Sitze gibt es in dem Doppeldecker lediglich Platz für 44 Passagiere. Dem Fahrgast ausreichend Raum zu geben, hat in Corona-Zeiten den doppelten Vorteil: Über den Komfort hinaus lassen sich die Abstandsregeln einfacher umsetzen. Bis zum Ende der Pandemie gibt es am Eingang der Busse ein Kamerasystem mit einem Körpertemperatursensor, um die Temperatur der Fahrgäste zu messen.

Die besonderen Busse werden in Ludwigsburg jedoch selten zu sehen sein. Am Montag, 3. August gehen die ersten beiden Busse des Start-ups an den Start. Der eine fährt um 8.30 Uhr vom Busterminal am Stuttgarter Flughafen ab. Der soll gegen 17 Uhr in Berlin am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) ankommen. Der zweite verlässt Stuttgart um 22 Uhr und ist um sieben Uhr morgens in der Bundeshauptstadt. Kurze Zwischenhalte gibt es in Nürnberg und Leipzig. Der Einstandspreis liegt bei knapp 40 Euro für eine Strecke. Wie beim Check-in fürs Flugzeug kann sich der Passagier seinen Sitz online wählen.

Simsek ist mit den ersten Buchungsanfragen ziemlich zufrieden. „Wir haben noch nicht groß Werbung gemacht. Trotzdem haben wir schon einige Reservierungen.“ Der Geschäftsführer lebt in Remseck und hat sein Büro in Stuttgart in der Lautenschlagerstraße. Doch gemeldet ist die Firma in Ludwigsburg. Die Adresse ist identisch mit der einer großen Kfz-Werkstatt. Die gehört der Familie Simsek ebenso wie weitere Unternehmungen. Muhammed Simsek ist Karosseriebaumeister und hat sich mit Sonderfahrzeugen beschäftigt. „Praktisch habe ich das nicht lange gemacht. Ich interessiere mich mehr für das Kaufmännische“, berichtet er über seine berufliche Vorerfahrung. Diese bringt der 35-Jährige zweifach ein. Er kann mit Geschäftszahlen umgehen und brachte Ideen ein, wie aus einem Standardreisebus ein Luxusliner wird.

Als Vielreisender vermisse er in öffentlichen Transportmitteln die Bequemlichkeit, die der Erholung dient, klagt er. Auch diese Erfahrung spiegelt sich in der Konstruktion wider. „Wir haben einen Premium-Doppelstockbus entworfen, der nach unseren Vorgaben exklusiv für uns konstruiert wurde“, sagt der Remsecker. Das Fahrgestell ist um zwei auf 15 Meter verlängert worden. Die Sitze sind nicht nur breiter, sondern haben eine mehrstufige Massagefunktion. WLAN mit einem Unterhaltungsprogramm ist bei Fernreisen inzwischen üblich, so auch bei Roadjet, nicht jedoch eine im Bus vorhandene Waschmöglichkeit und Umkleidekabine. Die Board-Toilette soll „höchsten hygienischen Standards“ entsprechen.

Allein die beiden Busse sind eine Millioneninvestition. Weitere sollen hinzukommen. „Das haben wir fest vorgesehen.“ Roadjet ist über das Landesprogramm „Start-up BW Pre-Seed“ gefördert worden. Das staatliche Fördergeld dürfte angesichts des auf Expansion angelegten Geschäftsplans nur wenig Anschub gegeben haben. Daher hat das Unternehmen weitere Investoren im Boot, die auch aus der Familie kommen. „Die Linie Stuttgart-Berlin ist für uns ein erster Test“, sagt Simsek. Man beobachte, „wie das Produkt ankommt und es eventuell verbessert werden muss.“ Läuft es gut, sollen zeitnah weitere Großstädte ins Netz aufgenommen werden.

Ein ICE benötigt für die Strecke Stuttgart-Berlin etwa sechseinhalb Stunden. Bei Roadjet sind es bis zu 2,5 Stunden mehr. Das Unternehmen setzt laut Geschäftsführung auf Fahrgäste, Bequemlichkeit schätzen und für die auch der Weg zum Ziel gehört. So könnten Geschäftsreisende ihren Sitzplatz als vollwertigen Büroplatz nutzen. So werde aus Reisezeit Arbeitszeit. Der Sitzkomfort komme Passagieren bei Nachtreisen finanziell zugute, da sie sich eine Hotelübernachtung sparten. Der Nachtbus aus Stuttgart erreicht Berlin gegen sieben Uhr zur besten Frühstückszeit. Wie sich die Ticketpreise bei Roadjet entwickelt werden, bleibt abzuwarten. Sie sollen sich in jedem Fall unter dem Bahnticket zweiter Klasse bewegen.

Corona-Neuinfizierte: So sehen die Fallzahlen vor dem Wochenende aus

Die Corona-Lage in Baden-Württemberg: 

Dem baden-württembergischen Gesundheitsministerium wurden am Freitag (24. Juli) vom Landesgesundheitsamt (LGA) Baden-Württemberg insgesamt weitere 87 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand: 16.00 Uhr). Damit steigt die Zahl der seit Beginn der Pandemie Infizierten in Baden-Württemberg auf mindestens 36.828 an. Davon sind ungefähr 34.106 Personen bereits wieder von ihrer Covid-19-Erkrankung genesen. Derzeit sind geschätzt noch 881 Menschen im Land mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert.

Wie sieht es im Landkreis Ludwigsburg aus?

Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis Ludwigsburg hat sich seit Donnerstag (23. Juli) um einen weiteren Neu-Infizierten erhöht. Das Landratsamt teilte am Freitagnachmittag mit, dass die Gesamtzahl der bestätigten COVID-19-Fälle im Landkreis somit auf 1.881 stieg. Die Zahl der Genesenen wird von der Behörde mit 1.788 angegeben. Die Zahl der bestätigten Corona-Toten ist unverändert bei 73. Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt bei 2,4.

red

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Wahlen 2021: Stefanie Knecht und Oliver Martin sind FDP-Spitzenkandidaten

Auf einer coronabedingt zusammengelegten Wahlkreiskonferenz haben die Freien Demokraten ihre Kandidaten für die zur Landtagswahl im März 2021 und zur Bundestagswahl im Herbst 2021 aufgestellt. Mit einer großen Mehrheit stimmten die Mitglieder des FDP-Kreisverbands Ludwigsburg für die Ludwigsburger FDP-Stadträtin Stefanie Knecht als Landtagskandidatin und den Ludwigsburger Maschinenbauingenieur Oliver Martin als Bundestagskandidaten.

Stefanie Knecht legt als Mutter von drei Töchtern und Elternbeiratsvorsitzende am Otto-Hahn Gymnasium Ludwigsburg einen ihrer Schwerpunkte in die Bildungspolitik:

 „Die Schwächen eines seit langem unterfinanziertes Bildungssystems sind in der Coronakrise klar zu Tage getreten. Wir müssen sicherstellen, dass alle SchülerInnen, unabhängig ihrer sozialen Herkunft, Zugang zu bester Bildung haben,“ so Knecht in Ihrer Bewerbungsrede. Ein Problem sieht sie darin, dass die Gelder des Digitalpakts aufgrund hoher bürokratischer Hürden immer noch nicht bei den Schulen ankommen. Das reflexartige Zur-Verfügung-Stellen von Endgeräten, zeige ebenso die Konzeptlosigkeit des Kultusministeriums. Knecht stellt weiter fest: „Es ist unverantwortlich, dass im Konjunkturpaket das Wort Bildung so gut wie nicht vorkommt, obwohl die immensen Schulden, die nun gemacht werden, von den nachfolgenden Generationen bezahlt werden müssen.“ 

Knecht vertritt im Gemeinderatsausschuss für „Mobilität, Technik und Umwelt“ eine technologieoffene, vernunfts- und lösungsorientierte Linie anstelle von Verborten. Sie ist davon überzeugt, dass Umwelt- und Klimaschutz, die Zukunft der Arbeitsplätze und damit der Wohlstand des Landes nur gelinge, wenn Ökologie und Ökonomie kein Gegensatz sind. 

Zweitkandidat für den Landtag wurde der 21jährige Remsecker Stadtrat Armando Guillermo Mora Estrada, der in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik studiert. 

Oliver Martin ist der FDP-Kandidat im Bundestagswahlkreis 265 Ludwigsburg. Der gebürtige Ludwigsburger ist 53 Jahre alt, Vater einer erwachsenen Tochter,  Maschinenbauingenieur und Inhaber eines Ingenieurbüros.

Entsprechend seiner Kompetenzen sieht Martin seinen Arbeitsschwerpunkt in einer sinnvollen und zukunftsorientierten Verknüpfung der Politikfelder Finanzen, Wirtschaft, Forschung und Technologie. „Für eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft brauchen wir neben Pragmatismus und Mut eine stabile Demokratie, eine erstklassige Bildung und zeitgemäße Rahmenbedingungen für mehr Eigenverantwortung jedes Einzelnen“, so Martin.

 

 

 

 

Neue Aufgaben: Saliou Gueye wird Bezirksvorsteher in Zuffenhausen

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 23. Juli Saliou Gueye zum neuen Bezirksvorsteher von Zuffenhausen gewählt. Gueye erhielt bereits im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, auf ihn entfielen 33 von 58 abgegebene Stimmen. Er folgt Gerhard Hanus nach, der zum 1. Oktober 2020 in den Ruhestand tritt.

Saliou Gueye wurde am 25. Februar 1968 im Senegal geboren. Nach seinem Studium der Raumplanung an der Universität Dortmund, das er 2001 als Diplom- Ingenieur abschloss, machte er den European Master Degree in Humanitarian Assistance an der Universität Louvain-La-Neuve in Brüssel. Nach einer Station als Jugendbegleiter bei der Stadt Dortmund arbeitete er 2001 bis 2002 als Referent in der Afrika-Abteilung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Es folgten Stationen als Mitarbeiter im Referat Migration bei der AWO Schleswig-Holstein und als Quartiermanager in der Neckarstadt West bei der Stadt Mannheim. Von 2007 bis 2013 war er Beauftragter für Integration und Migration bei der Stadt Ludwigsburg, von 2013 bis 2016 Leiter der Koordinierungsstelle „Internationale Stadt“ bei der Stadt Ulm. 2016 leitete er den Fachbereich Soziales, Bürgerschaftliches Engagement und Familien bei der Stadt Schorndorf. Seit November 2016 ist Gueye Leiter der Stabstelle Kommunale Entwicklungszusammenarbeit bei der Stadt Ludwigsburg.

Vor dem Gemeinderat sagte Saliou Gueye: „Im Mittelpunkt meiner künftigen Tätigkeit als Bezirksvorsteher stehen die Zuffenhäuserinnen und Zuffenhäuser mit ihren Anliegen, Interessen und Ideen. Ich möchte mich für alle im Stadtbezirk lebenden Menschen engagieren, ganz gleich, welchem Geschlecht oder Alter, welcher Religionen oder Nationalität sie angehören.“

red