Arbeitslosigkeit im Landkreis Ludwigsburg nimmt weiter ab – Quote sinkt auf 3,7 Prozent

LANDKREIS LUDWIGSBURG. Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Ludwigsburg ist im Oktober erneut zurückgegangen. Insgesamt waren bei der Agentur für Arbeit Ludwigsburg sowie dem kommunalen Jobcenter Landkreis Ludwigsburg im aktuellen Berichtsmonat 11.639 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 559 Personen (4,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 2.669 oder 29,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote lag im Oktober mit 3,7 Prozent um 0,2 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und um 0,8 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahres. Das gäbe die Agentur für Arbeit in Ludwigsburg am Donnerstag bekannt. 

Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor in Bewegung: So meldeten sich im Landkreis Ludwigsburg im Oktober 2.962 Menschen neu oder erneut arbeitslos. Davon kamen 1.207 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, 68 oder 6,0 Prozent mehr als im September und 36 oder 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Insgesamt konnten im aktuellen Berichtsmonat Oktober 3.500 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 547 oder 18,5 Prozent mehr als im September. Eine Erwerbstätigkeit nahmen 1.195 Frauen und Männer auf, 206 Personen oder 20,8 Prozent mehr als im Vormonat und 193 Personen oder 19,3 Prozent mehr als im Oktober des Vorjahres. 1.001 Personen begannen eine Ausbildung oder berufliche Qualifizierung.

„Erholungstendenzen auf dem Arbeitsmarkt sind deutlich sichtbar, auch wenn es noch an einer kräftigen Aufwärtsdynamik fehlt. Im Oktober konnten vor allem junge Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden und eine Beschäftigung aufnehmen oder mit einer Ausbildung bzw. Weiterbildung beginnen. Wir beobachten in dieser Krise ein sehr hohes Interesse unserer Kundinnen und Kunden an beruflicher Weiterbildung bis hin zum Nachholen eines Berufsabschlusses“, freut sich Martin Scheel, der Leiter der Ludwigsburger Arbeitsagentur, über ansteigende Eintrittszahlen in berufliche Qualifizierungsmaßnahmen.

Arbeitslosigkeit unterteilt nach den Rechtskreisen Sozialgesetzbuch III und II

In der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, dem Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit Ludwigsburg, waren 6.853 Menschen arbeitslos gemeldet, das waren 480 oder 6,5 Prozent weniger als im Vormonat und 2.235 (48,4 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 2,2 Prozent, im Vorjahresmonat lag sie bei 1,5 Prozent.

In der steuerfinanzierten Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Sozialgesetzbuch II, für die das kommunale Jobcenter Landkreis Ludwigsburg zuständig ist, waren 4.786 Arbeitslose gemeldet. Dies ist ein Rückgang von 79 Personen (1,6 Prozent) gegenüber September, im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 434 Arbeitslose (10,0 Prozent) mehr. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote stieg zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozentpunkte an und lag im Oktober bei 1,5 Prozent.

Nachfrage nach Mitarbeitern steigt weiter an

Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften hat im Oktober weiter zugenommen. Unternehmen aus dem Landkreis meldeten der Arbeitsagentur 850 neu zu besetzende Stellenangebote, 201 Beschäftigungsmöglichkeiten oder 31 Prozent mehr als im September. Mit 2.588 offenen Stellenangeboten lag der Bestand um 1.404 Stellen allerdings deutlich unter dem Vorjahresniveau. Nachgefragt sind insbesondere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit aktuellen beruflichen Qualifikationen und Erfahrungen sowie Experten*innen und Spezialisten*innen. Die Beschäftigungschancen für Geringqualifizierte und Helfer*innen, besonders im Verarbeitenden Gewerbe, in der Metall- und Elektroindustrie sowie in der Arbeitnehmerüberlassung sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgegangen.

Aktuell sind 653 Stellenangebote im Berufsbereich „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“, 523 Angebote im Bereich „Gesundheit, Soziales, Lehre u. Erziehung“ und 450 Offerten im Bereich „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ gemeldet.

Informationen zur Kurzarbeit im Landkreis Ludwigsburg

Im Oktober zeigten 57 Unternehmen für 357 Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Damit gingen von April bis Oktober insgesamt 5.758 Anzeigen für 94.160 Personen ein.

red

Blühende Barock in Ludwigsburg schließt am Freitagabend wegen Corona vorzeitig – Hoffnung auf offene Tage im Dezember

Von Uwe Roth

Eigentlich sollte das Blühende Barock in diesem Jahr bis zum Nikolaustag 6. Dezember geöffnet bleiben, um die Einnahmeausfälle des Frühjahrs auszugleichen. Nun aber zwingt die steigende Zahl von Corona-Erkrankungen die Parkbetreiber ein zweites Mal zur unfreiwilligen Schließung der Anlage. Das BlüBa ist von diesem Samstag an für mindestens vier Wochen geschlossen. Das bestätigte BlüBa-Direktor Volker Kugel am Donnerstagabend gegenüber Ludwigsburg24.

Kugel findet es besonders traurig, dass am Sonntag die “Leuchtenden Traumpfade” nicht eröffnet werden können. Der Park bleibt im Dunkeln. Mit eindrucksvoller Beleuchtung, einem Lasertunnel, besonderen Lichtinstallationen, Soundcollagen, Nebeleffekten und vielen anderen kleinen Überraschungen sollten die Grünanlagen in Szene gesetzt werden.

Die Stimmung sei ziemlich gedrückt, sagte der BlüBa-Direktor. Doch für ihn stirbt die Hoffnung zuletzt: “Wir werden die Installationen nicht abbauen. Es gibt nur einen Sicherungsrückbau. Das heißt, die teuerste Technik wird in Sicherheit gebracht.” Die Anlage geht sozusagen in Stand-by. Wenn es gut läuft, könnten die “Leuchtenden Traumpfade” im Dezember noch für wenige Tage in Betrieb genommen werden, zeigt sich Kugel optimistisch. “In ein bis eineinhalb Tagen ist die Technik wieder betriebsbereit.”

Aus dem gleichen Prinzip Hoffnung bleiben nach seinen Angaben die Kürbis-Installationen aufgebaut. “Die Kürbisse sind in einen sehr guten Zustand”, sagt er. Die vorzeitige Schließung war abzusehen. Denn bereits am Morgen hatte die Stadt Stuttgart bekanntgegeben, dass die weihnachtliche Illustrierung der Wilhelma abgesagt worden sei. Insgesamt werden die Schlösser und Gärten jetzt geschlossen, die das Land Baden-Württemberg in ihrer Verantwortung hat.

Raubüberfall: Geschäftsfrau aus Ludwigsburg mit Schusswaffe bedroht

Nach einem Raub auf eine 66 Jahre alte Geschäftsinhaberin am Donnerstagmorgen in der Talallee in Ludwigsburg ermittelt die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg gegen einen noch unbekannten Täter.

Dieser betrat gegen 09.10 Uhr die Änderungsschneiderei der 66-Jährigen. Unter Vorhalt einer Schusswaffe forderte der Unbekannte die Frau zur Herausgabe von Geld auf. Als diese nicht reagierte, sprang der Täter selbst hinter den Verkaufstresen. Er entnahm einen Karton aus einer Schublade, verließ damit das Geschäft und fuhr mit einem Mountainbike davon. Ein 21 Jahre alter Mercedes-Lenker, der auf gleicher Höhe an einer roten Ampel stand, erfasste die Geschehnisse und nahm die Verfolgung des türmenden Räubers auf. Als dieser vom Gehweg auf die Straße fuhr, kam es zu einem Zusammenstoß zwischen ihm und dem Mercedes. Der Täter stürzte auf die Motorhaube, konnte sich jedoch abfangen und die Flucht zu Fuß in Richtung der Hans-Thoma-Straße fortsetzen. Schließlich verlor der Zeuge den Räuber aus den Augen. Das Fahrrad (siehe Foto) blieb an der Unfallstelle zurück. Im geraubten Karton befanden sich diverse Nähutensilien.

Mountainbike Cube Attention

Der Täter dürfte zwischen 45 und 50 Jahre alt und etwa 185 cm groß sein. Er hat blonde, kurze Haare. Er soll mit einer schwarzen Jacke und einer dunklen Hose, eventuell handelt es sich um eine Jeans, bekleidet gewesen sein. Er trug eine blaue Mund-Nase-Bedeckung. Die Schusswaffe wurde als schwarze Pistole beschrieben.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zu dem Täter und insbesondere zu dem Mountainbike (Marke Cube, Typ Attention, Farbe silber) geben können, sich unter Tel. 0800/1100225 zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen im Landkreis Ludwigsburg aus

Die Lage am Donnerstag (29.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der neu registrierten Coronavirus-Infektionen im Landkreis Ludwigsburg ist am Donnerstag im Vergleich zum Vortag deutlich geringer ausgefallen. Das Landratsamt meldete am Donnerstag weitere 113 Corona-Fälle. Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden noch bei 218, den bis dahin höchsten Wert an Neuinfizierten seit Beginn der Pandemie. (Stand: 29.10.) Gestern wurden 193 Fälle gemeldet. Die mit Abstand meisten Neu-Infektionen wurden erneut aus der Stadt Ludwigsburg gemeldet (Weitere Infos siehe Tabelle unten).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 4.778 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um einen auf 87. Rund 3.565 (+ 54) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 29.10.)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt am Mittwoch bei 122,7. (Stand: 29.10.) Gestern lag der Wert bei 118,4 Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 29.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 27 | 1 )
Asperg ( 113 | 3 )
Benningen am Neckar ( 58 | 1 )
Besigheim ( 81 | 2 )
Bietigheim-Bissingen ( 561 | 11 )
Bönnigheim ( 84 | 4 )
Ditzingen ( 198 | 11 )
Eberdingen ( 74 | 2 )
Erdmannhausen ( 38 | 0 )
Erligheim ( 23 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 107 | 2 )
Freudental ( 54 | 1 )
Gemmrigheim ( 41 | 0 )
Gerlingen ( 144 | 8 )
Großbottwar ( 47 | 1 )
Hemmingen ( 64 | 0 )
Hessigheim ( 18 | 1 )
Ingersheim ( 53 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 45 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 188 | 2 )
Kornwestheim ( 325 | 5 )
Löchgau ( 49 | 1 )
Ludwigsburg ( 820 | 20 )
Marbach am Neckar ( 130 | 0 )
Markgröningen ( 105 | 3 )
Möglingen ( 106 | 6 )
Mundelsheim ( 28 | 2 )
Murr ( 47 | 0 )
Oberriexingen ( 34 | 0 )
Oberstenfeld ( 63 | -1 )
Pleidelsheim ( 67 | 2 )
Remseck am Neckar ( 200 | 5 )
Sachsenheim ( 214 | 4 )
Schwieberdingen ( 70 | 3 )
Sersheim ( 70 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 86 | 0 )
Tamm ( 82 | 2 )
Vaihingen an der Enz ( 243 | 10 )
Walheim ( 20 | 0 )

red

Corona-Fälle im Landkreis steigen weiter – Stadt Ludwigsburg mit höchsten Neuinfektionen

Die Lage am Mittwoch (28.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der neu registrierten Coronavirus-Infektionen im Landkreis Ludwigsburg steigt weiter und hat sich am Mittwoch im Vergleich zum Vortag weiter deutlich erhöht. Das Landratsamt meldete am Mittwoch weitere 193 Corona-Fälle. Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden noch bei 61. (Stand: 28.10.) Gestern wurden 159 Fälle gemeldet. Die mit Abstand meisten Neu-Infektionen wurden erneut aus der Stadt Ludwigsburg gemeldet (Weitere Infos siehe Tabelle unten).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 4.665 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um drei auf 86. Rund 3.511 (+ 101) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 28.10.)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt am Mittwoch bei 127. (Stand: 28.10.) Gestern lag der Wert bei 119,4 Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 28.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 26 | 0 )
Asperg ( 110 | 5 )
Benningen am Neckar ( 57 | 1 )
Besigheim ( 79 | 10 )
Bietigheim-Bissingen ( 550 | 19 )
Bönnigheim ( 80 | 10 )
Ditzingen ( 187 | 8 )
Eberdingen ( 72 | 4 )
Erdmannhausen ( 38 | 1 )
Erligheim ( 23 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 105 | 2 )
Freudental ( 53 | 0 )
Gemmrigheim ( 41 | 2 )
Gerlingen ( 136 | 2 )
Großbottwar ( 46 | 2 )
Hemmingen ( 64 | 4 )
Hessigheim ( 17 | 0 )
Ingersheim ( 53 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 45 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 186 | 6 )
Kornwestheim ( 320 | 12 )
Löchgau ( 48 | 4 )
Ludwigsburg ( 800 | 35 )
Marbach am Neckar ( 130 | 5 )
Markgröningen ( 102 | 2 )
Möglingen ( 100 | 6 )
Mundelsheim ( 26 | 1 )
Murr ( 47 | 0 )
Oberriexingen ( 34 | 2 )
Oberstenfeld ( 64 | 0 )
Pleidelsheim ( 65 | 3 )
Remseck am Neckar ( 195 | 8 )
Sachsenheim ( 210 | 14 )
Schwieberdingen ( 67 | 2 )
Sersheim ( 70 | 4 )
Steinheim an der Murr ( 86 | 1 )
Tamm ( 80 | 8 )
Vaihingen an der Enz ( 233 | 10 )
Walheim ( 20 | 0 )

red

Corona im Kreis: Landrat besucht Kontaktnachverfolgungsteam in Ludwigsburg

LUDWIGSBURG. Insgesamt rund 120 Mitarbeiter*innen hat aktuell das Team der Kontaktnachverfolgung beim Gesundheitsamt des Landratsamts. Landrat Dietmar Allgaier und Hauptamtsleiter Andreas Eschbach besuchten am Montagnachmittag (26.10.) das Team der Kontaktnachverfolgung, um sich über dessen Arbeit in Ludwigsburg-Schlößlesfeld und Ludwigsburg-Pflugfelden zu informieren und sich dafür zu bedanken.

An die Teammitglieder gerichtet, sagte Landrat Allgaier: „Sie leisten gute Arbeit – für Ihren Einsatz bei der Nachverfolgung der Kontaktpersonen an sieben Tagen in der Woche sind wir sehr dankbar. Mit dem steilen Anstieg der Neuinfektionszahlen steigt auch unser Bedarf an Mitarbeiter*innen im Team der Kontaktnachverfolgung ständig weiter.“ Aus dem Landratsamt selbst seien schon mehr als 60 Mitarbeiter*innen für die Aufgabe der Kontaktnachverfolgung abgeordnet worden. Hinzu kämen rund 40 weitere für diese Aufgabe eingestellte Mitarbeiter*innen. Außerdem würden seit gut einer Woche 15 Soldaten der Bundeswehr das Team der Kontaktnachverfolgung verstärken. „Wir werden weitere Mitarbeiter*innen in das Team abordnen und auch weitere Bundeswehrsoldaten anfordern“, kündigte Allgaier an.

red

Corona: Landratsamt Ludwigsburg meldet weitere 159 Neuinfektionen

Die Lage am Dienstag (27.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der neu registrierten Coronavirus-Infektionen im Landkreis Ludwigsburg hat sich am Dienstag im Vergleich zum Vortag deutlich erhöht. Das Landratsamt meldete am Dienstag weitere 159 Corona-Fälle. Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden noch bei 67. (Stand: 27.10.) Gestern wurden 67 Fälle gemeldet. Die meisten Neu-Infektionen wurden erneut aus der Stadt Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen gemeldet (Weitere Infos siehe Tabelle unten).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 4.472 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um einen auf 83. Rund 3.410 (+ 97) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 27.10.)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt am Dienstag bei 119,4. (Stand: 27.10.) Gestern lag der Wert bei 110,5. Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 27.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 26 | 0 )
Asperg ( 105 | 4 )
Benningen am Neckar ( 56 | 0 )
Besigheim ( 69 | 2 )
Bietigheim-Bissingen ( 531 | 21 )
Bönnigheim ( 70 | 3 )
Ditzingen ( 179 | 7 )
Eberdingen ( 68 | 2 )
Erdmannhausen ( 37 | 0 )
Erligheim ( 23 | 4 )
Freiberg am Neckar ( 103 | 3 )
Freudental ( 53 | 0 )
Gemmrigheim ( 39 | 4 )
Gerlingen ( 134 | 8 )
Großbottwar ( 44 | 0 )
Hemmingen ( 60 | 0 )
Hessigheim ( 17 | 1 )
Ingersheim ( 53 | 3 )
Kirchheim am Neckar ( 44 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 180 | 9 )
Kornwestheim ( 308 | 15 )
Löchgau ( 44 | 1 )
Ludwigsburg ( 765 | 21 )
Marbach am Neckar ( 125 | 9 )
Markgröningen ( 100 | 5 )
Möglingen ( 94 | 5 )
Mundelsheim ( 25 | 0 )
Murr ( 47 | 0 )
Oberriexingen ( 32 | 0 )
Oberstenfeld ( 64 | 2 )
Pleidelsheim ( 62 | 0 )
Remseck am Neckar ( 187 | 5 )
Sachsenheim ( 196 | 4 )
Schwieberdingen ( 65 | 2 )
Sersheim ( 66 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 85 | 3 )
Tamm ( 72 | 5 )
Vaihingen an der Enz ( 223 | 9 )
Walheim ( 20 | 0 )

red

Frauen in Baden-Württemberg in der Überzahl – Auch im Kreis Ludwigsburg mehr weibliche Einwohner

In Baden-Württemberg hatte zum Stichtag 31. Dezember 2019 11,1  Millionen  Einwohner. Zu diesem Stichtag lag die Zahl der Männer im Südwesten um knapp 68 000 niedriger als die der Frauen; der Männeranteil an der Gesamtbevölkerung betrug damit 49,7 %, so das Statistische Landesamt Stuttgart in einer Pressemitteilung vom Montag.

Für den höheren Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung ist deren höhere Lebenserwartung entscheidend: Ein neugeborenes Mädchen kann heute in Baden-Württemberg auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von 84,2  Jahren hoffen, bei den Jungen sind es im Schnitt 79,8  Jahre und damit immerhin 4,4  Jahre weniger. Allerdings hat sich die Lebenserwartung der Männer an die der Frauen in den letzten Jahrzehnten etwas angenähert – mit der Konsequenz, dass sich auch die Geschlechterproportion immer stärker angeglichen hat, heißt es in der Mitteilung weiter.

Dass die Männer zahlenmäßig unterrepräsentiert sind, ist dagegen nicht auf die langfristige Zuwanderung zurückzuführen. In den vergangenen Jahrzehnten sind nämlich praktisch gleich viele Frauen und Männer aus dem Ausland oder aus dem übrigen Bundesgebiet in den Südwesten gezogen, seit 1975 per Saldo jeweils rund eine Million.

Allerdings ist das männliche Geschlecht nicht in allen Altersklassen in der Unterzahl: Bei den Kindern und Jugendliche sowie im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter dominieren in beinahe allen Altersjahren zahlenmäßig die Männer. Ursache für diese Dominanz in den jüngeren Jahren ist vor allem, dass regelmäßig mehr Jungen als Mädchen geboren werden: In Baden-Württemberg wie auch in Deutschland insgesamt stehen 1 000  Mädchengeburten immerhin rund 1 050 Geburten von Jungen gegenüber.

Ab der Altersgruppe der 59-Jährigen sind die Frauen ausnahmslos stärker vertreten, wobei diese zahlenmäßige Dominanz mit zunehmendem Alter immer ausgeprägter wird: Unter den 60- bis unter 80-Jährigen sind »nur« gut 52 % Frauen, bei den 80-Jährigen und Älteren dagegen bereits knapp 61 % – und zwar nicht nur wegen ihrer höheren Lebenserwartung, sondern auch aufgrund der einschneidenden Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs, als erheblich mehr Männer als Frauen infolge des Krieges ums Leben kamen.

Im Landkreis Ludwigsburg leben mehr Frauen als Männer

Innerhalb des Landes zeigen sich Unterschiede bei der Geschlechterproportion der Bevölkerung, die aber beim Vergleich der 44 Stadt- und Landkreise relativ moderat ausfallen. Anteilsmäßig am meisten Frauen gibt es in den Stadtkreisen Freiburg im Breisgau (52,3 %) sowie Baden-Baden und Heidelberg (jeweils 51,9%). Am geringsten ist der Frauenanteil im Stadtkreis Karlsruhe (48,8 %) sowie im Hohenlohe- und im Alb-Donau-Kreis (jeweils 49,5 %). Im Landkreis Ludwigsburg ist der Frauenanteil (50,4 % bzw. 274.624) der Männeranteil dementsprechend bei (49,6 % bzw. 270.799). Stand: 31.12.2019

red

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg,

Gewerkschaft fordert mehr Geld für 3.300 Beschäftigte im Kreis Ludwigsburg

Sie halten Krankenhäuser und Pflegeheime sauber, reinigen Schulen, desinfizieren Behörden und Büros: Die rund 3.300 Reinigungskräfte im Landkreis Ludwigsburg haben durch die Corona-Pandemie besonders viel zu tun. Doch trotz gestiegener Belastungen könnte ihnen eine spürbare Lohnerhöhung verwehrt bleiben, warnt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemeldung. Der Grund: In der laufenden Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk haben die Arbeitgeber bislang „kein akzeptables Angebot“ vorgelegt, so die Gewerkschaft.

„Wenn nun die Infektionszahlen wieder steigen, setzen sich gerade auch Reinigungskräfte einer erhöhten Ansteckungsgefahr aus. Ihre Arbeit ist dabei unverzichtbar“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart. Für ihren Einsatz hätten sie mehr Anerkennung verdient. Geht es jedoch nach den Arbeitgebern, soll der Einstiegsverdienst von derzeit 10,80 Euro pro Stunde ab kommendem Jahr um lediglich 20 Cent auf elf Euro angehoben werden. „Das liefe für die Beschäftigten fast auf eine Nullrunde hinaus“, kritisiert Paul.

Die Gewerkschaft fordert ein Plus von 1,20 Euro pro Stunde in allen Lohngruppen. Außerdem soll es erstmals ein verpflichtendes Weihnachtsgeld in der Gebäudereinigung geben. „Nur wenn die Einkommen deutlich steigen, können vor allem die vielen Frauen, die meist in Teilzeit arbeiten, der Armutsfalle entgehen“, so Paul.

Nach einer Studie der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag des Reinigungsunternehmens Piepenbrock verdient ein Großteil der Beschäftigten der Branche unterhalb der amtlichen Niedriglohnschwelle, gibt die Gewerkschaft in der Mitteilung an. Demnach müssen knapp 14 Prozent aller Minijobber und elf Prozent aller Teilzeitbeschäftigten ihr Einkommen durch Hartz-IV aufstocken. Laut Unternehmensangaben stiegen die Umsätze in der Gebäudereinigung, der größten deutschen Handwerkssparte, zwischen 2014 und 2019 um 32 Prozent auf zuletzt 19,6 Milliarden Euro, heißt es in dem Bericht weiter.

Die Tarifverhandlungen zwischen der IG BAU und dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) gehen am 3. November in Köln weiter. Es ist bereits die vierte Runde. Paul: „Die Unternehmen sollten jetzt ein solides Lohn-Angebot vorlegen. Ein wachsender Unmut unter Reinigungskräften ist kein guter Begleiter in der Corona-Krise.“

red

Auf fehlenden Mundschutz angesprochen: Mann greift in der Innenstadt Sicherheitsbeamte an

Mit einem stark alkoholisierten und aggressiven 31-Jährigen bekamen es zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens zu tun, die am Samstagabend in der Ludwigsburger Innenstadt das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung im Auftrag der Stadtverwaltung Ludwigsburg überprüfen sollten.

Der 31-Jährige, der keine Mund-Nase-Bedeckung trug, war gegen 23.20 Uhr in der Myliusstraße unterwegs. Er wurde von den beiden 18 und 55 Jahre alten Männern auf die Tragepflicht in der Innenstadt hingewiesen und gebeten, dieser nachzukommen. Hierauf reagierte der Mann sogleich aggressiv. Er schlug die beiden Sicherheitsdienstmitarbeiter. Außerdem versuchte er sie zu treten und spuckte nach ihnen. Aufgrund dessen wurde die Polizei alarmiert. Vorsorglich kam auch eine Rettungswagenbesatzung vor Ort.

Der 31-Jährige wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen und musste bis zum nächsten Morgen in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers Ludwigsburg bleiben. Er wird sich wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung der Stadt Ludwigsburg verantworten müssen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

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