Ludwigsburg bereitet sich auf langsame Öffnung vor

Nach den Gesprächen von Bund und Land am vergangenen Mittwoch steht fest, dass das öffentliche Leben langsam und schrittweise zur Normalität zurückkehren soll. Der Schulbetrieb wird ab 4. Mai mit den Abschlussklassen starten, der Notbetrieb in den Kindergärten auf weitere Berufsgruppen ausgeweitet, Geschäfte mit einer Ladenfläche bis zu 800 Quadratmeter dürfen ab 20. April wieder verkaufen, dem Friseurhandwerk ist es erlaubt, ab 4. Mai seine Dienste anzubieten. Die Kontaktbeschränkungen bleiben vorerst bis zum 3. Mai in Kraft, dazu gehören auch Verwandtschaftsbesuche. Großveranstaltungen sind bis zum 31. August untersagt.

Die schrittweise Rückkehr zur Normalität ist unter strengen Hygienemaßnahmen vorgesehen. Für Schulen und Kindergärten erarbeitet derzeit der städtische Fachbereich Bildung und Familie ein Konzept. Für den Einzelhandel und die Friseursalons werden der Fachbereich Sicherheit und Ordnung, das Bürgerbüro Bauen sowie die Wirtschaftsförderung entsprechende Bedingungen entwerfen. Schon heute gibt es zahlreiche Anfragen der Betroffenen bei der Stadtverwaltung. Um diese Details jedoch konkret umsetzen zu können, sind die Vorgaben der Landesregierung die rechtliche Grundlage. Diese liegen bislang noch nicht vor.

Diese Schritt-für-Schritt-Öffnung ist aus unserer Sicht vernünftig“, sagt Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Das ermöglicht uns, in den betroffenen Bereichen einen sauberen Übergang hinzubekommen mit detaillierten Hygieneanforderungen. Insgesamt sehen wir uns für verschiedene Optionen gerüstet.“

Der Erste Bürgermeister Konrad Seigfried betont, dass die Stadt bereits Erfahrungen mit der Organisation des Betriebs von Bildungseinrichtungen während einer Pandemie habe. „Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass vor allem eine Kita und auch eine Schule nicht realistisch mit dem Abstandsgebot im öffentlichen Raum oder gar den Hygieneanforderungen eines Krankenhauses betrieben werden kann.“

Für die konkrete Vorbereitung bleibe jetzt aber genügend Zeit, um die gestuften Maßnahmen umzusetzen, so Seigfried. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem: Spuckschutz, Absperrungen, Erhöhung des Reinigungsrhythmus, eine größere Anzahl Seifenspender und Papiertücher sowie Informationstafeln. Für die einzelnen Einrichtungen wird es spezifische Hygienekonzepte geben, die die Stadtverwaltung  gemeinsam mit den Schulen, die vor Ort das Ganze realisieren müssen, und dem staatlichen Schulamt festlegen wird. Das gilt ebenso für die Kindertageseinrichtungen.

Großveranstaltungen bis 31. August untersagt

Bund und Land haben auch entschieden, Großveranstaltungen bis 31. August zu untersagen. Um welche Größenordnung es sich dabei handelt, haben beide noch nicht festgelegt. Der regelmäßig tagende Krisenstab der Stadt (Stab Außergewöhnliche Ereignisse) legte in seiner Sitzung am Donnerstag bereits fest, das Kinderfest sowie das Marktplatzfest abzusagen. Beide Termine waren im Juni vorgesehen.

„In dieser Ausnahmesituation wäre es unverantwortlich, solche Ereignisse mit mehreren tausend Besucherinnen und Besuchern zuzulassen“, erklärt OB Knecht. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, zumal es sich beim Marktplatzfest um eine Veranstaltung der Vereine handele, die dadurch auf Einnahmen für die Vereinskasse setzten. „Wir stehen aber an der Seite der Vereine und zahlen jetzt 50 Prozent des städtischen Jahreszuschusses aus, um zu helfen“, so der OB.

OB Knecht empfiehlt Mundschutz

Matthias Knecht geht davon aus, dass das Zurück zur Normalität noch mehrere Monate dauern werde. Daher empfiehlt er allen einen Mundschutz, bis ein Impfstoff vorliege und eine Therapie wirke. „Das sollte möglichst aus eigenem Antrieb geschehen, um insbesondere andere Personen zu schützen“, schlägt er vor.

Die Stadtverwaltung bleibt noch bis zum 30. April im Notbetrieb. Ab 4. Mai gilt auch für das Rathaus, den Vollbetrieb unter Pandemie-Bedingungen mit hohen hygienischen Auflagen schrittweise herzustellen. „Wir werden entsprechende Bedingungen festlegen, die sowohl unsere Mitarbeitenden als auch die Bürgerinnen und Bürger vor einer Infektion schützen“, kündigt der Oberbürgermeister an.

 

113 Stationen im Landkreis mit Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel beliefert

LUDWIGSBURG. Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel haben Mitarbeiter Technischen Hilfswerks in Kooperation mit dem Verwaltungsstab des Landratsamts am Donnerstag (16. April) im Landkreis Ludwigsburg ausgefahren, nachdem über Ostern beim Landratsamt eine Lieferung des baden-württembergischen Sozialministeriums sowie eigene Bestellungen angekommen waren.

Ausgeliefert wurden knapp 200 Liter Desinfektionsmittel, 270 Packungen FFP2-Masken (entspricht 2.700 Masken), 940 Packungen Mund-Nasen-Schutz (entspricht 47.000 Masken), 350 Stück Schutz- und Pflegekittel sowie 820 Packungen Handschuhe (entspricht 82.000 Handschuhen).

Insgesamt fuhren die Helfer mit vier Fahrzeugen insgesamt 113 Stationen im Landkreis an. Dabei handelte es sich um die Klinik, ambulante Pflegedienste, Senioren- und Pflegeheime, Hebammen, Physiotherapie-Praxen, soziale Einrichtungen (Wohnstätten und Sozialstationen) sowie die Landkreisverwaltung. „Wir freuen uns, dass wir das Material bekommen haben und dorthin weitergeben können, wo es am dringendsten benötigt wird“, sagte Landrat Dietmar Allgaier beim Beladen der Fahrzeuge am Donnerstagmorgen. Da die gelieferte Menge nur wenige Tage hält, beschafft das Landratsamt auf eigene Rechnung weitere Schutzausrüstung (Masken, Schutzkittel, Schutzbrillen) und Desinfektionsmittel. Letzteres geschieht auch mit Blick auf die geplante Wiederaufnahme des Schulbetriebs der Beruflichen Schulen.

Corona in Deutschland: Weitere 618 Tote an einem Tag

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weltweit weiterhin aus. Eine Übersicht über die aktuelle Lage und die Zahlen der Infektionen und Todesopfer haben wir hier zusammengestellt. (Stand: 16.04. / 22.30Uhr – Zahlen können abweichen)

Land / Bundesland / Landkreis Infizierte (Diff. Vortag) Todesfälle Genesene
Deutschland 135.843 (+2.689) 3.890 (+618) 77.000 (+4.400)
Baden-Württemberg  26.630 (+580) 874 (+54) 13.733  (+899)
Landkreis Ludwigsburg 1.385 (+35) 35 (+2) 363 (+60)
Weltweit 2.127.873 (+111.853) 141.454 (+10.926) 540.575 (+36.321)
Quellen: Johns Hopkins University /
Sozialministerium Baden-Württemberg / Landratsamt Ludwigsburg

red

Corona-Virus: So sehen die aktuellen Zahlen für Ludwigsburg aus

In Baden-Württemberg sind Stand Mittwochabend (15. April – 19Uhr) 26.630 Menschen gemeldet, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Das gab am Abend das Sozialministerium bekannt. Seit gestern sind somit weitere 580 Menschen mehr infiziert. Gestern wurden noch 761 Neuinfizierte gemeldet. Laut dem Ministerium sind inzwischen ungefähr 13.733 Personen wieder genesen. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land stieg um 54 auf 874 an. 

Die Gesamtzahl der bestätigten COVID-19-Fälle im Landkreis Ludwigsburg steigt nach Angaben des Landratsamts auf 1.385 (Stand: 16.04.20, 16:00 Uhr). Das entspricht einer Zunahme seit gestern um 35 Fälle. Insgesamt 35 mit COVID-19 infizierte Personen im Alter von 43 bis 95 Jahren sind laut der Behörde verstorben. Das sind zwei mehr als gestern. Genesen (Symptomfreiheit nach 14 Tage Quarantäne und Rücksprache Gesundheitsamt) sind 363 Patienten.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Biberach, Böblingen, Esslingen, Göppingen, Hohenlohekreis, Karlsruhe, Lörrach, Ludwigsburg, Main-Tauber-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis, Ortenaukreis, Ostalbkreis, Rastatt, Ravensburg, Rhein-Neckar-Kreis, Rottweil, Schwäbisch Hall, Tübingen, Waldshut und Zollernalbkreis sowie aus den Städten Baden-Baden, Heilbronn, Karlsruhe und Stuttgart insgesamt 54 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 874 an.

Unter den Verstorbenen waren 540 Männer und 333 Frauen, ein Todesfall ohne Angabe zum Geschlecht. Das Alter lag zwischen 36 und 102 Jahren. 62 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

red

Was in Ludwigsburg und in der Region los war

Ludwigsburg: 42-Jähriger in psychischem Ausnahmezustand

Am Mittwoch meldete sich gegen 14:00 Uhr ein Busfahrer und teilte der Polizei mit, dass er mit seinem Linienbus an der Haltestelle „Weimarerstraße“ in Ludwigsburg steht und ein Fahrgast sich auffällig verhalten würde. Nach Angaben des Zeugen würde die Person schreien und auf ein Ansprechen nicht reagieren. Als die verständigten Polizeibeamten vor Ort eintrafen, hatte sich die Person bereits in Richtung Talallee entfernt. Dort trafen die Beamten dann auf den 42-Jährigen. Der Mann redete unverständlich, gestikulierte und machte seltsame Geräusche. Als der 42-Jährige plötzlich um sich trat, wurde er von den Beamten zunächst am Streifenwagen fixiert. Während der Untersuchung in einem hinzugezogenen Rettungswagen begann der Mann sich dann unvermittelt und heftig gegen die Behandlung zu wehren und bespuckte die Einsatzkräfte. Der 42-Jährige wurde unter polizeilicher Begleitung durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Dort konnte die Behandlung nur unter Hinzuziehung weiterer Polizeibeamter fortgeführt werden. Im Anschluss wurde der 42-Jährige, der sich vermutlich in einem psychischen Ausnahmesituation befand, im Krankenhaus in der psychiatrischen Abteilung aufgenommen.

Bietigheim-Bissingen: Streit zwischen drei jungen Männern im Bürgergarten

Vermutlich waren bestehende Geldforderungen ursächlich für einen Streit zwischen mehreren Männern am Mittwoch gegen 16.45 Uhr im Bürgergarten in Bietigheim-Bissingen. Ein 22-Jähriger traf im Bürgergarten auf drei ihm bekannte Männer. Einer der drei Bekannten nahm dem 22-Jährigen dessen Handy ab und wollte dieses wohl als Pfand bis zur Begleichung der ausstehenden Geldforderung behalten. Der 22 Jahre alte Mann versuchte nun sein Handy zurück zu erlangen und folgte den drei, die sich davon machen wollten. Im weiteren Verlauf verließ einer der Männer die dreier Gruppe, so dass schließlich nur noch der 22-Jährige, ein 24 und ein 25 Jahre alter Mann sich hinsichtlich des Handys stritten. Aus dem Streit wurde ein Handgemenge. Plötzlich habe einer der beiden Kontrahenten ein Messer in der Hand gehalten und eine Stichbewegung nach dem 22-Jährigen ausgeführt. Als dieser die Attacke abwehrte, verletzte er sich wohl leicht an einem Finger. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamts Bietigheim-Bissingen, der Zeuge der Auseinandersetzung geworden war, sprach die drei jungen Männer an. Während der 25-Jährige zunächst die Flucht ergriff, konnte der Mitarbeiter des Ordnungsamts den 24-jährigen Tatverdächtigen und sein 22 Jahre altes Opfer bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei festhalten. Nach dem Geflüchteten wurde zeitgleich gefahndet. Eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen konnte den Geflüchteten unweit des Tatorts antreffen. Er sowie sein 24-Jähriger Komplize wurden im weiteren Verlauf vorläufig festgenommen. Der 22-Jährige wurde durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurden die beiden Tatverdächtigen wieder auf freien Fuß entlassen. Sie müssen nun mit einer Anzeige wegen räuberischen Diebstahls rechnen.

Marbach-Rielingshausen: Diebstahl auf Baustelle

Aus dem verschlossenen Kellerraum eines Neubaus an der Ecke Egelseestraße/Frankenstraße haben unbekannte Täter zwischen Dienstag 17:00 Uhr und Mittwoch 07:00 Uhr zwei Rohrpressen der Hersteller „BTI“ und „Viega“ inklusive Zubehör im Wert von etwa 3.500 Euro entwendet. Die Unbekannten hatten sich vermutlich über einen offenen Kabelschacht Zugang zu dem Kellerraum verschafft. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Marbach, Tel.07144 900-0,entgegen.

Steinheim an der Murr: Auto aufgebrochen

Auf dem Parkplatz des Schulzentrums an der Lehenstraße hat ein Unbekannter in den vergangenen Tagen an einem dort geparkten schwarzen BMW eine Seitenscheibe eingeschlagen und anschließend aus der Mittelkonsole 200 Euro Bargeld entwendet. Der Polizeiposten Steinheim, Tel. 07144 82306-0, bittet um Hinweise.

 

Polizistin ins Knie gebissen: 16-Jähriger Parfümdieb im Einkaufscenter

Laut einer Pressemitteilung der Polizei Ludwigsburg hatte es ein 16-Jähriger am Dienstag gegen 17:20 Uhr in Ludwigsburg in einem Drogeriemarkt eines Einkaufszentrums in der Wilhelmstraße auf ein Parfüm abgesehen, dass er stehlen wollte.

Der Jugendliche soll zunächst das Parfüm im Wert von 85 Euro in eine mitgeführte Papiertüte und darüber seine Jacke gelegt haben. Als er dann vermutlich bemerkte, dass eine Mitarbeiterin ihn dabei beobachtet hatte, legte er im Kassenbereich ein Desinfektionsmittel und Feuchttücher auf das Kassenband. Die Mitarbeiterin sprach ihn auf das Parfüm in der Tüte an, woraufhin der junge Mann dann aus dem Laden rannte. Ein Zeuge und die Mitarbeiterin verfolgten ihn, stellten ihn noch im Einkaufszentrum und obwohl er sich weiterhin wehrte und losreißen wollte, konnte man ihn bis zum Eintreffen der verständigten Polizeibeamten festhalten. Auch gegen die vorläufige Festnahme durch die Polizeibeamten leistete er Widerstand, wobei er im Gerangel sogar einer Polizeibeamtin ins Knie biss, heißt es in der Mitteilung weiter. Diese wurde allerdings durch den Biss nicht verletzt.

Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg übernahm die weiteren Ermittlungen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Jugendliche auf freien Fuß entlassen. Er muss nun mit Strafanzeigen wegen räuberischen Diebstahls und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte rechnen.

red

Solarthermie-Anlage der Stadtwerke erzielt Rekordwerte

Ludwigsburg, Kornwestheim. Der Himmel strahlte über die  Ostertage, konzentriert schien die Sonne auf die 1088 Kollektoren der Stadtwerke am  Römerhügel. Die neue Wärme-Erzeugungsanlage läuft seit März im Probebetrieb und damit auf Volllast. Die bundesweit größte Solarthermie-Anlage ist offiziell noch nicht in Betrieb genommen, trotzdem erzielt sie bei knackiger Sonneneinstrahlung schon jetzt Rekordwerte. Johannes Rager, Geschäftsführer der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim freut sich: „Das war ein hervorragend sonniger Start. Noch wir sind in der Pilotphase und im Testbetrieb. Wir können tagsüber nahezu den kompletten Wärmebedarf in unserem Verbundnetz durch diese Anlage decken. Das heißt: Jeder, der sich die Hände wäscht oder duscht, nutzt heißes Wasser, das von der Sonne erzeugt wurde.“ 

Die Solarthermie-Anlage der SWLB erzeugt im Unterschied zu einer Photovoltaik-Anlage keinen Strom, sondern erhitzt Wasser. Rager erklärt: „Auch, wenn es – wie aktuell – recht kalt ist, heizt die Sonne die Kollektoren auf und das Wasser, das in der Anlage zirkuliert, ist warm. Das Wasser wird bei starker Sonneneinstrahlung und blauem Himmel bis auf 90 Grad erhitzt. Wir erzielen trotz Kälte die gleichen Temperaturen wie im Sommer.“

Die Herausforderung ist nun, den Betrieb aller Anlagen im Verbundnetz miteinander optimal zu vernetzen – also den Normalbetrieb einzupendeln. „Wir passen derzeit noch ein paar Parameter an. Denn dadurch, dass wir die Erzeugung nicht steuern können, zum Beispiel, weil Wolken den Himmel bedecken, werden alle anderen Anlagen wie das Holzheizkraftwerk und die Blockheizkraftwerke, die im Stadtgebiet verteilt liegen, so geregelt werden, dass die Wärmeerzeugung ständig gewährleistet ist. Wir sind auf einem sehr guten Weg, dass alles zu justieren und bis zur offiziellen Eröffnung einen sehr guten Betrieb hinzubekommen. Mit der Solarthermie-Anlage setzen wir erneut einen Meilenstein in Ludwigsburg und Kornwestheim und demonstrieren damit lautlose Energieerzeugung der Zukunft, komplett ohne CO2-Ausstoß“, führt Rager aus. Die offizielle Einweihung der größten Solarthermie-Anlage Deutschlands war für Ende Mai geplant und wurde – bedingt durch die Versammlungsverbote und Ausgangsbeschränkungen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie – vorerst auf Spätsommer 2020 verschoben. 

 

 

 

Mehr als zwei Millionen Corona-Infizierte weltweit

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich weltweit weiterhin aus. Eine Übersicht über die aktuelle Lage und die Zahlen der Infektionen und Todesopfer haben wir hier zusammengestellt. (Stand: 15.04. / 20Uhr – Zahlen können abweichen)

Land / Bundesland / Landkreis Infizierte (Diff. Vortag) Todesfälle Genesene
Deutschland 133.154 (+1.984) 3.272 (+229) 72.600 (+4.400)
Baden-Württemberg  26.050 (+761) 820 (+64) 12.834 (+882)
Landkreis Ludwigsburg 1.350 (+18) 33 (+1) 303
Weltweit 2.016.020 (+45.795) 130.528 (+5.984) 504.254 (+34.328)
Quellen: Johns Hopkins University /
Sozialministerium Baden-Württemberg / Landratsamt Ludwigsburg

red

Corona: Weitere 64 Tote in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sind Stand Mittwochabend (15. April – 19Uhr) 26.050 Menschen gemeldet, die mit dem Corona-Virus infiziert sind. Das gab am Abend das Sozialministerium bekannt. Seit gestern sind somit weitere 761 Menschen mehr infiziert. Gestern wurden noch 391 Neuinfizierte gemeldet. Laut dem Ministerium sind inzwischen ungefähr 12.834 Personen wieder genesen. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle im Land stieg um 64 auf 820 an. 

Die Gesamtzahl der bestätigten COVID-19-Fälle im Landkreis Ludwigsburg steigt nach Angaben des Landratsamts auf 1.350 (Stand: 15.04.20, 16:00 Uhr). Das entspricht einer Zunahme seit gestern um 18 Fälle. Insgesamt 33 mit COVID-19 infizierte Personen im Alter von 43 bis 95 Jahren sind laut der Behörde verstorben. Das ist einer mehr als gestern. Genesen (Symptomfreiheit nach 14 Tage Quarantäne und Rücksprache Gesundheitsamt) sind 303 Patienten.

Darüber hinaus wurden dem Landesgesundheitsamt heute aus den Landkreisen Biberach, Böblingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Esslingen, Freudenstadt, Heilbronn, Hohenlohekreis, Karlsruhe, Ludwigsburg, Ortenaukreis, Ostalbkreis, Rems-Murr-Kreis, Reutlingen, Rhein-Neckar-Kreis, Schwäbisch Hall, Schwarzwald-Baar-Kreis, Sigmaringen, Tübingen, Tuttlingen, Waldshut und Zollernalbkreis sowie aus den Städten Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Mannheim, Stuttgart und Ulm insgesamt 64 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 820 an.

Unter den Verstorbenen waren 510 Männer und 308 Frauen, zwei Todesfälle ohne Angabe zum Geschlecht. Das Alter lag zwischen 36 und 102 Jahren. 62 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

red

Unerlaubtes Glücksspiel: Razzia in Ludwigsburg

Alles begann am Sonntagmorgen mit einem anonymen Hinweis, der telefonisch bei der Polizei in Ludwigsburg eingingWeil der Verdacht des illegalen Glückspiels bestand, durchsuchte die Polizei anschließend eine Gaststätte in Ludwigsburg. Laut der Pressemitteilung der Polizei befanden sich bei der Durchsuchung insgesamt 17 Personen in der Gaststätte. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt nun wegen unerlaubter Veranstaltung eines Glückspiels gegen einen 55 Jahre alten Gaststättenbetreiber aus Ludwigsburg.

Die Überprüfung der Gaststätte, die sich laut der Polizei im südlichen Stadtbereich befindet, ergab zunächst Stimmengewirr aus dem Inneren. Hierauf wurde das Objekt durch mehrere Streifenwagenbesatzungen der Polizeireviere Ludwigsburg und Kornwestheim umstellt. Die Beamten klopften schließlich gegen die verschlossene Eingangstür und gaben sich als Polizisten zu erkennen, doch die Tür wurde nicht geöffnet. Die Eingangstür musste im weiteren Verlauf gewaltsam geöffnet werden, heißt es in dem Bericht weiter. Im Innern der Gaststätte befanden sich insgesamt zehn Personen im Schankraum. Bei der anschließenden Durchsuchung des Objekts entdeckten die Polizisten weitere acht Personen, die sich in unterschiedlichen Räumen versteckt hatten. Es handelte sich um 17 Männer im Alter zwischen 39 und 66 Jahren, darunter der 55 Jahre alte Betreiber, sowie eine 44-jährige Frau. Des Weiteren förderte die Durchsuchung eine größere Anzahl von Kartons mit bis zu 60 Spielkartensets, mehrere Kartons mit jeweils etwa 20 Pokerkoffern sowie Bargeld und Koffer mit Jetons zu Tage, so die Polizei. In einem separaten Raum soll sich ein Spieltisch befunden haben.

Nachdem alle Anwesenden identifiziert worden waren, wurde die Gaststätte geräumt, verschlossen und versiegelt. Im weiteren Verlauf übernahm die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen. Die Gaststätte wurde ein weiteres Mal durchsucht und Jetons, Spielkarten, Pokersets sowie ein vierstelliger Bargeldbetrag beschlagnahmt, so die Polizei weiter. Über das Ermittlungsverfahren gegen den Gaststättenbetreiber hinaus, müssen die anwesenden Gäste mit einer Anzeige wegen Beteiligung am unerlaubten Glückspiel rechnen. Ferner verstoßen der Betrieb der Gaststätte sowie der Aufenthalt der Personen in der Gaststätte gegen die derzeit geltende Corona-Verordnung.

red