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MHP-Riesen nimmt Hürde gegen Fraport Skyliners

Zwei Tage nach dem 81:76-Erfolg gegen Vechta rotierte Headcoach John Patrick gegen Frankfurt auf zwei Positionen. Lukas Herzog und Jaleen Smith rückten für Johannes Patrick und Teyvon Myers ins Ludwigsburger Aufgebot. An der schwäbischen Startformation änderte sich im Vergleich zum Sonntag aber nichts: Zamal Nixon, Marcos Knight, Nick Weiler-Babb, Thomas Wimbush und Jonas Wohlfarth-Bottermann standen zum Beginn der Partie auf dem Parkett. Das Hauptaugenmerk lag in den ersten Sekunden aber auf einem Frankfurter: Gytis Masiulis erzielte die ersten fünf Zähler, Nixon antworte jedoch postwendend mit zwei Distanztreffern (6:5, 2. Spielminute). Der anfänglich unerwartet offensiv geprägte Schlagabtausch beider Mannschaften sollte sich auch in den folgenden Minuten ausgeglichen präsentieren. Während die FRAPORT SKYLINERS die Ludwigsburger Zonen-Verteidigung attackierten, agierte die Mannen von Patrick vor allem aus der Ferndistanz gefährlich. Gefallen fand der 52-Jährige daran aber nicht, sodass er sich zur Auszeit gezwungen sah (13:13, 6.) – und fortan eine leicht verbesserte Leistung sah, die zumindest zur Viertelführung reichen sollte (18:16, 10.).

Zu Beginn des zweiten Viertels sollte Ludwigsburg dann sein Mindestmaß an Rhythmus beibehalten: Die Schwaben spielten etwas flüssiger und kamen unter anderem durch Jacob Patrick zum Korberfolg. Der 16-Jährige avancierte mit seinem Distanzteffer zum jüngsten Korbjäger der BBL-Geschichte und sorgte damit für die erste Auszeit von Sebastian Gleim (30:27, 15.). Während sich Jacob Patrick in die Geschichtsbücher der Beletage des deutschen Basketballs eintrug, glich John Patricks Gefühlslage der seines Gegenübers: Auch der US-Amerikaner war mit der Partie nicht wirklich zufrieden, konnte sich aber zumindest auch weiterhin über die Führung freuen, die bis zum Gang in die Kabinen Bestand hatte (37:35, 20.).

Offener Schlagabtausch bis wenige Sekunden vor Schluss

Direkt nach dem Seitenwechsel agierten die Ludwigsburger energisch und zielstrebig, doch obwohl ihnen zwei defensive Stopps gelangen und sie sich freie Würfe erspielten, war es erneut Masilus, der den Punktereigen eröffnete – und seine Farben zur Wende verhalf (40:42, 23.). Wie auch die Ludwigsburger Führungen in Halbzeit eins sollte der hessische Vorsprung nicht allzu lange halten. Denn die beiden Kontrahenten kämpften und bissen bis zur Schmerz- und Foulgrenze. Das Gezeigte führte zwar über Minuten nicht zum Korberfolg, sorgte aber für eine ungemein spannendes Duell. Erst als Smith in der 28. Minute einen weiteren Distanztreffer zur Drei-Punkt-Führung einstreute, nahmen die MHP RIESEN wieder Rhythmus auf (49:47). Ein Musterbeispiel an Offensivfluss war das Gezeigte aber nicht, weshalb Quantez Robertson zum Viertelende die Partie egalisieren konnte (51:51, 30.).

Wie schon im dritten Viertel waren es auch zum Start des Schlussabschnitts die FRAPORT SKYLINERS, die der Partie ihren Stempel aufdrückten und hierdurch die Führung eroberten (53:56, 32.). Der mit dem Spiel verknüpfte „Dogfight“-Titel sollte auch weiterhin für eine nervenaufreibende Crunchtime sorgen, auch wenn besagter Dogfight nun zum Shootout von Downtown mutierte. Robertson und Knight schulterten ihre Farben und setzten immer wieder scheinbar entscheidende Nadelstiche. Die an Spannung nicht zu überbietende Schlussphase erhielt durch Knight, Hukporti und Smith dann zuerst eine kleine Verschnaufs- und schließlich eine Jubelpause: Knight und Smith netzten ihr Würfe erfolgreich aus der 6,75-Meter-Distanz ein, Hukporti räumte dazwischen Joe Rahon mustergültig in der eigenen Zone ab. Dieser leichte Vorsprung (77:72) sollte, mit etwas Glück, letztendlich zum knappen Sieg reichen.

Für die MHP RIESEN Ludwigsburg geht es bereits am Donnerstag, abermals im Zwei-Tages-Rhythmus, weiter: Die Schwaben treffen am Donnerstagabend (20:30 Uhr) auf Brose Bamberg. Die Franken unterlagen am Dienstagabend in ihrem ersten Auftritt des Final-Turniers ALBA BERLIN 91:98.

Statements und Stats

Sebastian Gleim | Headcoach Frankfurt: „Auch heute bin ich ein nicht unzufriedener Trainer der FRAPORT SKYLINERS. Wir sind alle sehr unzufrieden, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben. Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war aber ziemlich exakt so, wie wir uns das vorgenommen hatten. Wir haben Ludwigsburg stetig zu sehr, sehr schwierigen Würfen gezwungen und man muss fairerweise sagen, dass sie diese dann auch ganz gut getroffen haben. Am Anfang war es Nixon, später war es Knight – und damit Spieler, die da vielleicht den Unterscheid gemacht haben. Wir selbst haben in der zweiten Halbzeit nicht genug auf den Ball aufgepasst, da waren zwei, drei Ballverluste zu viel. Aber insgesamt haben wir genau die Kategorien bestimmt, die wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten eine gute Ballbewegung und eine hohe Assist-Rate. Wir haben das Rebound-Duell gewonnen, was bemerkenswert für uns ist. Alles was uns heute fehlt, ist der Sieg.“

John Patrick | Headcoach Ludwigsburg: „Es war ein verrücktes Spiel. Am Ende hatten wir das glücklichere Ende. Wir haben sehr viele step-back threes getroffen, was den Unterschied gemacht hat. Kompliment an Frankfurt. Sie haben trotz der Verletzung von Momo Jones exzellent gekämpft und hatten eine gute Chance, uns zu besiegen. Kompliment auch an Marcos Knight, der am Ende fast allein die offensive Verantwortung getragen und alles getroffen hat. Kompliment aber natürlich auch an unsere jungen Spieler: Luki Herzog und Jake, die uns beide heute wichtige Minuten gegeben haben. Dagegen haben wir heute nicht viel von unseren Big Men bekommen. Es war ein schwarzer Tag für Jonas, Cam, Hans… Am Ende hat Ariel den wichtigen Block gemacht und paar Rebounds geholt. Dennoch war es heute wieder ein Arbeitssieg: Wir wurden wieder im Rebound-Duell geschlagen, Frankfurt hat 12 Rebounds mehr geholt. Zudem haben von der Freiwurflinie nicht gut getroffen. Allerdings hatten wir erneut wenige Turnover und haben, wie gesagt, die wichtigen Stepbacks getroffen.“

Für Ludwigsburg spielten: Marcos Knight 25 Punkte/4 Rebounds, Jaleen Smith 15/6, Zamal Nixon 14, Nick Weiler-Babb 13, Jacob Patrick 8, Cameron Jackson 3, Lukas Herzog 1, Ariel Hukporti 1, Thomas Wimbush, Hans Brase und Jonas Wohlfarth-Bottermann.

Für Frankfurt spielten: Quantez Robertson 17 Punkte/7 Rebounds/5 Assists, Yorman Polas Bartolo 16, Akeem Vargas 15, Gytis Masiulis 12/7, Len Schoormann 7, Marco Völler 4, Matthew McQuaid 3, Joe Rahon 3, Richard Freudenberg, Bruno Vrcic, Lamont Jones.

Was in Ludwigsburg und der Region los war

Ludwigsburg-Eglosheim:

Insgesamt zehn Einsatzkräfte der Feuerwehr Ludwigsburg rückten in der Nacht zum Mittwoch mit zwei Fahrzeugen in die Straße “Neue Weingärten” in Ludwigsburg-Eglosheim zu einem Fahrzeugbrand aus. Ein 32-Jähriger hatte am Dienstag gegen 21:30 Uhr seinen BMW im Bereich eines Wohnhauses auf einer Parkfläche abgestellt. Aus noch ungeklärter Ursache brach gegen 00:15 Uhr ein Feuer im Motorraum des Wagens aus. Mehrere Personen wurden auf das Geschehen aufmerksam und alarmierten daraufhin die Feuerwehr sowie die Polizei. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der BMW in Vollbrand. Die Wehrleute konnten den Brand schließlich löschen und wieder abrücken. Durch das Feuer wurde ein abgestellter Opel in Mitleidenschaft gezogen. Dadurch entstand ein Sachschaden von etwa 500 Euro. Die Schadenshöhe des BMW ist derzeit nicht bekannt. Personen kamen nicht zu Schaden.

Möglingen:

Eine leicht verletzte Frau und einen Sachschaden von etwa 22.000 Euro forderte ein Unfall, der sich am Dienstag gegen 05.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Ludwigsburg-Süd und -Nord ereignete. Die 37-jährige Ford-Fahrerin befuhr den mittleren Fahrstreifen in Richtung Heilbronn. Hinter ihr befand sich ein 44 Jahre alter Renault-Lenker. Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit fuhr der LKW-Fahrer am Beginn einer in diesem Bereich eingerichteten Baustelle auf den Ford der Frau auf. Durch den Aufprall geriet der Ford ins Schlingern und schleuderte schließlich über den linken Fahrstreifen gegen die Mittelleitplanke. Die 37-Jährige wurden durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Der Ford wie auch der Renault waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Rückstau von rund vier Kilometern.

Sachsenheim:

Zu einem Verkehrsunfall im Begegnungsverkehr kam es am Dienstagmittag gegen 14:00 Uhr auf der K 1683 zwischen Hohenhaslach und Sersheim. Die 38-jährige Fahrerin eines Fords geriet auf der nassen Fahrbahn aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr und stieß frontal gegen einen entgegenkommenden Mercedes. Die Fahrerin sowie ihre neunjährige Tochter wurden bei dem Verkehrsunfall schwerverletzt. Der 29-jährige Fahrer des entgegenkommenden Mercedes blieb unverletzt. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt und mussten durch einen Abschleppdienst von der Unfallstelle abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden wird auf 18.000,- Euro geschätzt. Die K 1683 wurde zur Unfallaufnahme sowie zur Fahrbahnreinigung bis um 17 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die freiwillige Feuerwehr Sachsenheim war mit drei Fahrzeugen und 15 Mann im Einsatz. Weiter waren zwei Rettungswägen und ein Notarzt eingesetzt. Zur Unfallaufnahme und Verkehrsregelung befanden sich zwei Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Vaihingen/Enz sowie eine Besatzung der Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg vor Ort.

Asperg:

Am Montag zwischen 11:00 Uhr und 11:30 Uhr wurde ein 86-jähriger Fußgänger in der Eckstraße in Asperg von einem bislang unbekannten Mann aus einem schwarzen Pkw angesprochen. Der Autofahrer verwickelte den Senior in ein Gespräch und äußerte sich dahingehend, dass er ihn kenne, da er selbst in Asperg gewohnt habe. Zudem gab er an, dass er mit dem Vater des 86-Jährigen in der Vergangenheit zusammengearbeitet hätte. Der Mann holte dann eine blaue Papiertüte mit Uhrenboxen hervor und teilte mit, dass er für eine Uhrenfirma arbeite und aktuell von einer Messe käme. Die Armbanduhren, bei denen es sich um Ausstellungsstücke handeln soll, wollte er dem 86-Jährigen und dessen Frau gerne schenken. Demzufolge stieg der 86-Jährige in den Wagen des Mannes ein und ließ sich nach Hause fahren. Daheim angekommen kam die Ehefrau des 86-Jährigen im Treppenhaus hinzu. Auch ihr gaukelte der Mann mutmaßlich vor, sie zu kennen. Im weiteren Verlauf wurden dem Ehepaar sechs Uhren mit noch unbekanntem Wert übergeben. Obendrein war das Ehepaar bereit dem Mann eine dreistellige Summe zu geben, da er in München seinen Mietwagen zurückgeben müsse und hierfür Geld benötige. Ein Teil der Summe wurde im Treppenhaus übergeben und der restliche Betrag in einer Bankfiliale geholt, nachdem der Täter die Frau mit dem Wagen dorthin gefahren hatte. Im Anschluss brachte der Unbekannte die Frau nach Hause und verabschiedete sich. Erst im Laufe des Tages kam den Geschädigten der Sachverhalt merkwürdig vor, woraufhin sie die Polizei alarmierten. Bei dem Täter soll es sich um einen südländischen Mann im Alter von etwa 40 Jahren handeln. Er trug sehr kurzes Haar oder eine Glatze, ist schlank und war dunkel gekleidet. Möglicherweise war er zur Tatzeit mit einem schwarzen Audi, eventuell A6, unterwegs. Beamte des Polizeiposten Asperg ermitteln wegen Betrug und bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich unter der Tel. 07141 62033, zu melden.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Zwei Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg gemeldet

Zwei Neuinfektion hat das Landratsamt in Ludwigsburg am Dienstag (09. Juni) für den Landkreis Ludwigsburg gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg steigt somit auf mindestens 1.776 (Stand: 09. Juni 20, 17.00Uhr). Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.685 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 1,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem festgelegten Grenzwert von 50.

Wie ist die Lage in Baden-Württemberg?

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg haben am Dienstag (09. Juni) rund 25 Corona-Neuinfizierte binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mindestens 34.974 in Baden-Württemberg nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Gestern wurden 19 Fälle gemeldet. Ungefähr 32.547 Personen sind den Angaben zufolge bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, steigt laut dem Sozialministerium innerhalb von 24 Stunden um sechs auf 1.801.

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird vom Robert-Koch-Institut mit R 0,81 (Stand: 09. Juni – 19Uhr) angegeben. Gestern lag der Wert bei 0,79.

Dem Landesgesundheitsamt wurden heute aus den Landkreisen Enzkreis, Lörrach, Reutlingen, Zollernalbkreis sowie aus der Stadt Mannheim insgesamt 6 weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.801. Unter den Verstorbenen waren 1.016 Männer und 785 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Nach Richterspruch: Landesregierung ändert Corona-Verordnung für Einzelhandel

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und das Ministerium für Soziales und Integration haben gestern (8. Juni) kurzfristig eine Änderung der Corona-Verordnung Einzelhandel veranlasst. Durch die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 8. Juni 2020 war die bisherige Richtgröße zur Flächenbegrenzung der Einzelhandels-Verordnung vorläufig mit sofortiger Wirkung außer Vollzug gesetzt worden. Der VGH hatte bemängelt, dass die Richtgröße nicht dem Gebot der Bestimmtheit von Normen entspreche. Die Änderung der Corona-VO Einzelhandel trägt dieser Entscheidung Rechnung, heißt es auf der Webseite vom Sozialministerium. Die vorige Richtgröße von 20 Quadratmetern wurde durch eine bestimmte und verbindliche Mindestfläche von zehn Quadratmetern ersetzt. 

„Wir überprüfen fortlaufend, inwieweit die Vorgaben in der Hygieneverordnung vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsverlaufs angepasst und gelockert werden können. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs haben wir zum Anlass genommen, direkt die ohnehin der Infektionslage angemessenen Änderungen vorzunehmen“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Gesundheitsminister Manne Lucha heute (9. Juni) in Stuttgart.

Verbindliche Mindestfläche von zehn Quadratmetern

„Der Einzelhandel ist durch die Einschränkungen, die aufgrund der Corona-Pandemie entstanden sind, in besonderem Maße betroffen. Die nun verbindliche Mindestfläche von zehn Quadratmetern ist eine wichtige Erleichterung für diese Betriebe. Ich hatte mich bereits vor dieser Entscheidung für eine Überprüfung der Hygieneverordnung und insbesondere eine Absenkung eingesetzt“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

„Die gesunkenen Infektionszahlen in Baden-Württemberg sind ein gutes Zeichen und machen weitere Lockerungen möglich“, so Gesundheitsminister Manne Lucha. „Gleichzeitig hat der Infektionsschutz der Bevölkerung nach wie vor absolute Priorität. Jeder Schritt zu weiteren Öffnung verlangt erhöhte Wachsamkeit. Abstands- und Hygieneregeln müssen auch weiterhin eingehalten werden, damit sinkende Zahlen ein dauerhafter Trend bleiben.“

red

Kreis Ludwigsburg: Mann (39) rammt sich Messer in die Brust

Ein Sondereinsatzkommando der Polizei überwältigte in Steinheim an der Murr im Landkreis Ludwigsburg einen Mann, der sich zuvor ein Messer in die Brust gerammt hatte und verhinderte damit einen Selbsttötungsversuch.

Laut einer Meldung der Polizei Ludwigsburg hat sich ein 39-jähriger Mann in Steinheim in der Nacht zum Dienstag vermutlich unter dem Eindruck einer psychischen Ausnahmesituationselbst ein Messer in die Brust gerammt und sich dabei lebensbedrohliche Verletzungen beigebracht. Der Meldung zufolge wurden die Polizeibeamte von einem Nachbarn gegen 01:10 Uhr alarmiert. Vor einem Wohnhaus wurde dann der schwerverletzte 39-Jährige angetroffen.

Das Messer steckte noch in seiner Brust und mit einem zweiten Messer drohte er an, sich weitere Verletzungen beizubringen. Nachdem die Polizisten die Angehörige aus dem Gefahrenbereich gebracht hatten, konnte der 39-Jährige gegen 03:10 Uhr von Beamten des Spezialeinsatzkommandos Baden-Württemberg überwältigt und in ärztliche Obhut übergeben werden.

red

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Was in Ludwigsburg und in der Region los war

Ludwigsburg-Eglosheim: Jugendlicher mit Schleuder beschossen

Ein 15-Jähriger wurde am Montag gegen 18:00 Uhr in Ludwigsburg-Eglosheim vor einem Einkaufsmarkt in der Hirschbergstraße mit einer Schleuder beschossen. Der Jugendliche wartete vor dem Einkaufsmarkt auf einen Freund, als sich ihm zwei mutmaßlich alkoholisierte Erwachsene näherten. Einer der beiden beschoss nach kurzer Ansprache den 15-jährigen äthiopischen Staatsangehörigen mit einer Schleuder. Dieser wurde an der Brust getroffen. Bei dem Geschoss handelte es sich vermutlich um eine Stahlkugel. Der Jugendliche rannte daraufhin davon und wandte sich an eine Angehörige, die dann die Polizei verständigte. Der Mann mit der Schleuder wird als etwa 40 Jahre alt, schlank, etwa 190cm groß und mit einem “Donald Trump”-Shirt bekleidet beschrieben. Sein Begleiter soll etwa 180 Zentimeter groß und von dicklicher Statur gewesen sein. Er habe ein Fahrrad mit sich geführt. Der Polizeiposten Eglosheim hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun Zeugen des Vorfalls. Es wird insbesondere ein älteres Ehepaar gesucht, welches die Situation beobachtet haben soll. Zeugen können sich unter Tel. 07141 22150 0 melden.

Korntal-Münchingen: Unfallflucht

Ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker beschädigte vermutlich beim Ein- oder Ausparken ein in der Goethestraße in Korntal-Münchingen abgestelltes Wohnmobil. Der Schaden wurde am Montag zwischen 8:50 Uhr und 16:00 Uhr verursacht und auf etwa 7.000 Euro geschätzt. Das Polizeirevier Ditzingen nimmt unter Tel. 07156 4352 0 Hinweise entgegen.

Sachsenheim: Schwerverletzte Fußgängerin

Mit schweren Verletzungen musste der Rettungsdienst am Montag eine 71-jährige Fußgängerin in ein Krankenhaus bringen, nachdem sie in der Bahnhofstraße in Großsachsenheim in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Gegen 10:40 Uhr wollte ein 51-Jähriger am Bahnhof mit einem Opel auf einen öffentlichen Parkplatz einfahren. Als der Mann dort keinen Parkplatz finden konnte, fuhr er in der Einfahrt langsam rückwärts, um wieder auf die Bahnhofstraße zu gelangen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die 71-jährige Fußgängerin im Bereich der Parkplatzeinfahrt. Der Autofahrer übersah die Frau vermutlich aus Unachtsamkeit und erfasste sie mit dem Fahrzeugheck. Die 71-Jährige stürzte in der Folge und wurde schwer verletzt. Ein Sachschaden entstand nicht.

Schwieberdingen: Audi beschädigt

Ein Sachschaden von etwa 2.500 Euro hinterließ ein noch unbekannter Fahrzeuglenker an einem Audi, der am Montagnachmittag in der Breslauer Straße in Schwieberdingen am Fahrbahnrand abgestellt war. Zwischen 14.30 Uhr und 16:00 Uhr stieß der Unbekannte vermutlich beim Ein- oder Ausparken gegen das Fahrzeugheck des Audi. Anschließend machte sich der Unbekannte aus dem Staub und kümmerte sich nicht um den angerichteten Sachschaden. Die Beschädigungen am Heck wurden vermutlich durch eine Anhängerkupplung oder einem vergleichbaren Fahrzeugteil verursacht. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, melden sich bitte unter der Tel. 07042 941-0 beim Polizeirevier Vaihingen an der Enz.

Remseck am Neckar-Aldingen: Unfall mit 17.500 Euro Sachschaden

Am Montag ereignete sich gegen 15.25 Uhr auf der Landestraße 1144 auf Höhe Aldingen ein Unfall, bei dem ein Sachschaden von rund 17.500 Euro entstand. Ein 51 Jahre alter Seat-Fahrer hatte sich auf den Linksabbiegestreifen in Richtung der Cannstatter Straße eingeordnet und wartete an der rot zeigenden Ampel. Hinter ihn reihte sich ein 80 Jahre alter Toyota-Fahrer ein. Der Toyota-Fahrer wechselte schließlich doch wieder zurück auf die L 1144, wobei er vermutlich einen von hinten herannahenden 50 Jahre alten BMW-Lenker übersah und mit diesem zusammenstieß. Durch den Aufprall wurde der Toyota nach links abgewiesen und prallte gegen den BMW.

Asperg: Unfallflucht

Das Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154/1313-0, bittet Zeugen, die am Montag zwischen 08.00 Uhr und 09.00 Uhr einen Unfall auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarkts in der Ruhrstraße in Asperg beobachtet haben, sich zu melden. Ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker streifte vermutlich beim Ein- oder Ausparken einen abgestellten VW. Ohne sich anschließend um den Sachschaden in Höhe von rund 2.500 Euro zu kümmern, machte sich der Unbekannte davon.

Gerlingen:

Der Polizeiposten Gerlingen ermittelt derzeit wegen Sachbeschädigung nachdem zwischen dem 30. Mai und dem 04. Juni bislang unbekannte Täter den Glasbau am Rathausplatz beschädigten. Eine der Glasscheiben wurde vermutlich mit einem Gegenstand beworfen oder beschossen, so dass eine etwa tennisballgroße Beschädigung entstand, ohne dass die Scheibe vollständig zerbrach. Der hinterlassene Sachschaden wurde auf etwa 12.000 Euro geschätzt. Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. 07156/9449-0 entgegen.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg weiter auf niedrigem Niveau

Eine Neuinfektion hat das Landratsamt in Ludwigsburg auch am Montag (08. Juni) für den Landkreis Ludwigsburg gemeldet. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg steigt somit auf mindestens 1.774 (Stand: 08. Juni 20, 17.00Uhr). Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.685 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 1,3 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst, also derzeit deutlich unter dem festgelegten Grenzwert von 50.

Wie ist die Lage in Baden-Württemberg?

Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg haben am Montag (08. Juni) rund 19 Corona-Neuinfizierte binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise mindestens 34.949 in Baden-Württemberg nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt. Gestern wurden 24 Fälle gemeldet. Ungefähr 32.506 Personen sind den Angaben zufolge bereits wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, steigt laut dem Sozialministerium innerhalb von 24 Stunden um vier auf 1.795.

Die Reproduktionszahl für Baden-Württemberg wird vom Robert-Koch-Institut mit R 0,79 (Stand: 08. Juni – 19Uhr) angegeben. Gestern lag der Wert bei 0,65.

Dem Landesgesundheitsamt wurden heute aus den Landkreisen Biberach, Rems-Murr-Kreis, Schwäbisch Hall sowie aus der Stadt Stuttgart insgesamt vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit steigt die Zahl der Covid-19-Todesfälle in Baden-Württemberg auf insgesamt 1.795. Unter den Verstorbenen waren 1.013 Männer und 782 Frauen. Das Alter lag zwischen 18 und 106 Jahren. 65 Prozent der Todesfälle waren 80 Jahre oder älter.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Gerichtsurteil: Corona-Verordnung für Einzelhandel ist unwirksam

Die coronabedingte Zutrittsbegrenzung im Einzelhandel wurde heute in einem aktuellen Gerichtsurteil vom Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg für ungültig erklärt. Die Richtgröße von 20 Quadratmetern Verkaufsfläche je Person im Laden ist damit vorläufig außer Vollzug gesetzt. Dies teilte der VGH am Montag in Mannheim mit. Er gab damit einem Eilantrag der Tchibo GmbH gegen die entsprechende Bestimmung in der Corona-Verordnung der Landesregierung statt.

red

Quelle: Verwaltungsgericht Baden-Württemberg – (Az. 1 S 1623/20)

Zulassungsstelle Ludwigsburg: Kreisverwaltung arbeitet intensiv an Verbesserung der Situation

Auch die Kfz-Zulassung des Landratsamts leidet unter der Corona-Krise. Das spüren sowohl die Mitarbeitenden der Zulassungsstelle als auch ihre Kunden. Die Schwierigkeiten haben mehrere Ursachen. Die Kreisverwaltung arbeitet laut eigenen Angaben intensiv an einer Verbesserung der Situation.

Für die Bearbeitung der Zulassungen stehen im Kreishaus 46 Stellen zur Verfügung, heißt es in einer Meldung des Landratsamtes. Aktuell sind sechs Stellen unbesetzt, die Personalsuche läuft. Hinzu kommt ein hoher Krankenstand. In der Summe kam es dadurch zu einem erheblichen Personalausfall. Problematisch ist auch, dass manche Kunden Termine vereinbaren und dann nicht zum Termin erscheinen. Festzustellen ist auch, dass teilweise Termine vereinbart werden und gleichzeitig die Zulassung an einen Zulassungsdienst übergeben wird. In beiden Fällen werden Termine unnötig blockiert und stehen anderen Kunden nicht zur Verfügung.

Aufgrund der aktuellen Probleme mit der zentralen Online-Terminvergabe durch die ITEOS GmbH wird der Landkreis die Terminvergabe auf ein anderes System umstellen. Die vorbereitenden Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss, die Landkreisverwaltung rechnet damit, dass die Software für die neue Online-Terminvergabe bis in zwei Wochen einsatzbereit ist. Dann soll auf einen Blick ersichtlich  sein, welche Termine noch frei sind. Parallel wird die Öffnung von Außenstellen vorbereitet. Dies wird umgesetzt, sobald es die Personalkapazitäten erlauben. Auch bei den Außenstellen wird ein Besuch nur mit einem vorab vereinbarten Termin möglich sein.

Aktuell findet keine unmittelbare Bearbeitung der Zulassungsanträge statt, sondern die Kunden geben ihre Unterlagen ab und können entscheiden, ob sie die Unterlagen wieder abholen oder sich per Post und ohne Mehrkosten zusenden lassen. Für die Abgabe der Anträge wurden gesonderte Schalter eingerichtet, die Abholung erfolgt außerhalb der Räume der Zulassungsstelle an zwei Ausgabecontainern, so die Behörde.

Gewerbliche Kunden (Autohäuser und Zulassungsdienste) können jeden Vormittag von 07:30 bis 12:00 Uhr Zulassungsanträge abgeben. Sobald die Anträge fertig bearbeitet sind, erhalten die Kunden eine Mitteilung und können die fertigen Unterlagen abholen. In der Regel kann eine Bearbeitungszeit von einem Werktag, maximal zwei Werktagen eingehalten werden.

Privatkunden können online einen Termin für die Abgabe der Zulassungsanträge vereinbaren. Die Terminvergabe ist längstens zwei Wochen im Voraus möglich. Die Räume der Zulassungsstelle dürfen nur zu dem vereinbarten Termin betreten werden, der Zugang wird über einen Sicherheitsdienst geregelt.

Die Kunden geben an eigens dafür eingerichteten Schaltern ihre Anträge ab, die die Mitarbeitenden sofort auf Vollständigkeit prüfen. Die Kunden müssen durch dieses Verfahren eine nur sehr kurze Aufenthaltszeit einplanen. Bei der Abgabe kann der Kunde festlegen, ob er die fertigen Zulassungsunterlagen wieder abholt oder ohne zusätzliche Kosten per Post zugestellt bekommt. Sobald die Anträge fertig bearbeitet sind, erhalten die Kunden eine Mitteilung und können die fertigen Unterlagen abholen beziehungsweise werden die Unterlagen dem Kunden auf dem Postweg zugeschickt. Auch hier kann in der Regel eine Bearbeitungszeit von einem Werktag, maximal zwei Werktagen eingehalten werden.

Während der gesamten Pandemie gab es keine komplette Schließung der Kfz-Zulassung, nur die Außenstellen wurden geschlossen. Bis 10. April hat das Personal im Schichtbetrieb gearbeitet, ab 14. April war das komplette Personal im Einsatz.

Aktuell werden pro Tag rund 350 Termine für Privatkunden vergeben, zusätzlich werden je-den Tag rund 300 Zulassungsanträge der gewerblichen Kunden bearbeitet. Neben den eigentlichen Zulassungen muss auch die Postbearbeitung sichergestellt werden. Dabei geht es um Versicherungsanzeigen, Halteranfragen und Ähnliches. Insgesamt werden pro Tag bis zu 1.100 Vorgänge bearbeitet.

Zahlen / Daten:

Die Kfz-Zulassung verzeichnet pro Jahr rund 230.000 Vorgänge. Hinzu kommen jährlich noch rund 3000 Vollstreckungsmaßnahmen. Darunter versteht man die Stilllegung von Fahrzeugen wegen fehlender Versicherung, nicht bezahlter Steuern oder technischer Mängel.

red

BBL-Final: MHP-Riesen gewinnen Auftaktspiel in München

Nach 91 langen Tagen des Wartens auf ein gewisses Maß an Normalität während der Corona-Pandemie gingen Vechta und Ludwigsburg ab der ersten Spielminute mit voller Intensität zu Werke. Während bei den MHP RIESEN Neuzugang Zamal Nixon direkt in die Startformation rückte – komplettiert wurde diese durch die auch vor der virusbedingten Unterbrechung beginnenden Nick Weiler-Babb, Marcos Knight, Thomas Wimbush und Jonas Wohlfarth-Bottermann – stand auch Jacob Patrick erstmals im Ludwigsburger Profi-Kader. Der 16-Jährige sollte bereits in den ersten zehn Minuten zu seinem Profi-Debüt kommen, saß aber zunächst auf der Bank und sah von dort, wie Knight die ersten drei Punkte des Final-Turniers einnetzte. Da zudem Wohlfarth-Bottermann, Weiler-Babb und Wimbush weitere Zähler folgen ließen, entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch bei dem Vechta bereits nach viereinhalb Minuten mit Foul-Problemen zu kämpfen hatte. Die nominellen Ludwigsburger Gäste nutzen die sich dadurch bietenden Gelegenheiten an der Freiwurflinie konsequent aus und etablierten eine erste Führung (8:15, 5. Spielminute). Angeführt von Ishmail Wainright fanden die Vechtaer ab der sechsten Minute zunehmend besser ins Geschehen. Die Schwaben verteidigten ihren Vorsprung dennoch konsequent und setzten in der Offensive, durch eine gute Ballbewegung und ebenso starke 1-gegen-1-Aktionen, die Akzente. Matic Rebec verdeutlichte jedoch, per Downtown-Buzzerbeater, noch vor der Viertelpause die Qualitäten Vechtas (20:24, 10.)

Nach der kurzen Neujustierung an der Seitenlinie sollte das Spiel der MHP RIESEN im zweiten Viertel an Fahrt aufnehmen: Teyvon Myers und Co. spielten intensiv, agierten defensiv gallig und zwangen Pedro Calles schnell zur Auszeit (21:30, 14.). Am Bild, welches sich auf dem Parkett darstellte, änderte die Ansprache des Spaniers aber nichts: Die Schwaben blieben, mit kontinuierlichen durchwechselndem Spielerpersonal, am Drücker. Erst Trevis Simpson brach den niedersächsischen Bann. Der US-Amerikaner, der bereits in der regulären Hauptrunde Vechtas Topscorer (13.8 PpS) war, netzte dreifach in Folge aus der 6,75-Meter-Distanz und verkürzte für seine Farben bis auf sieben Zähler (32:39). Patricks Schützlinge legten derweil abermals eine Energieleistung auf das Parkett – und bauten ihre Führung bis zum Gang in die Kabinen wieder aus. Diesmal sogar bis auf 14 Zähler (32:46, 20.).

Vechta bäumt sich auf, Ludwigsburg bleibt konzentriert

Nach dem Seitenwechsel ging das mit offenem Visier geführte Duell nahtlos in seine Fortsetzung über: Während sich die beiden Kontrahenten dabei defensiv beharkten, lief der Ball in der gelb-schwarzen Offensive unterdessen weitaus flüssiger, sodass Ludwigsburg die Partie weiterhin souverän kontrollierte. Bei den „Hausherren“ sorgte nun Neuzugang Jaroslwa Zyskowski für zahllose Akzente. Der Liga-MVP Polens, der in den ersten zwanzig Minuten lediglich zwei Zähler markierte hatte, kam binnen weniger Angriffe auf eine zweistellige Punkteausbeute. Er blieb, wie Simpson in Halbzeit eins, dank der schwäbischen Defensive aber der einzige Aktivposten, weshalb die Ludwigsburger ihre Vorstellung auch bis zum Viertelende humorlos und souverän fortsetzten (49:62, 30.).

Während Vechta sich im Verlauf des vierten Viertels im Versuch einer Aufholjagd versuchte, verdeutlichte der Mann des Abends, Thomas Wimbush, dann umso vehementer, dass er an einer spannenden Schlussphase wenig Interesse hatte. Er schulterte die Verantwortung und stellte Calles‘ Mannen vor defensiv unlösbare Probleme. Denn obwohl der Fokus nun merklich schwand und die Niedersachsen bis auf fünf Zähler Differenz verkürzten (70:75, 37.), vertrieb John Patrick die aufkeimende Fahrlässigkeit durch eine Zusatzansprache. Die MHP RIESEN ließen sich nicht mehr verunsichern, kamen zu den noch notwendigen Defensiv-Stops und feierten schlussendlich einen verdienten Start-Ziel-Sieg.  Durch den ersten Erfolg im ersten Spiel des Final-Turniers verdeutlichten die Mannen nicht nur ihre Ambitionen, sondern nahmen auch Rhythmus für die kommende Partie auf. In dieser trifft Ludwigsburg am Dienstag auf die FRAPORT SKYLINERS, die am heutigen Nachmittag ihr Auftakt-Duell gegen Berlin verloren (72:81).

Statements und Stats

John Patrick | Headcoach Ludwigsburg: „Es war ein hart umkämpftes Spiel. Wir hatten dabei das bessere Ende, aber man hat gemerkt, dass beide Mannschaften nicht in ihren Rhythmus gekommen sind. Es war spannend bis zum Ende! Es war schön, dass mit Luc, Jake und Johannes drei Jungs auf dem Parkett standen, die bereits vor Jahren zusammen in der niedersächsischen Auswahlmannschaft gespielt haben. Es war ein wichtiger Sieg für uns, gerade da wir auf Jaleen Smith verzichten mussten.”

Pedro Calles | Headcoach Vechta: „Ich denke, dass Ludwigsburg ziemlich aggressiv ins Spiel gestartet ist. Wir haben nicht das richtige Mindset mitgebracht, sind mit dem Druck nicht gut umgegangen und haben zu viel und zu einfach gefoult. Dazu haben sie, besonders in den ersten zwanzig Minuten viel zu einfach den Offensiv-Rebound kontrolliert.“

Für Vechta spielten: Trevis Simpson 18 Punkte, Jaroslaw Zyskowski 18/8 Rebounds, Ishmail Wainright 10, Luc van Slooten 9 Matic Rebec 6/5/7 Assists, Philipp Herkenhoff 4, Josh Young 4, Max DiLeo 3, Jarelle Reischel 2 und Michael Kessens

Für Ludwigsburg spielten: Thomas Wimbush 24 Punkte/6 Rebounds, Marcos Knight 13/6/6 Assists, Cameron Jackson 11/7, Nick Weiler-Babb 10/6, Zamal Nixon 8/5, Teyvon Myers 6, Hans Brase 5, Jonas Wohfarth-Bottermann 3, Ariel Hukporti 1, Jacob Patrick, Johannes Patrick und Christian von Fintel.

red