Gefährliche Körperverletzung auf Parkdeck – ++++ZEUGEN GESUCHT+++++

Ludwigsburg: Gefährliche Körperverletzung

Aus ungeklärter Ursache sind am Mittwochmittag gegen 12:00 Uhr ein 60-Jähriger und ein 58-Jähriger auf dem Solitude-Parkdeck an der gleichnamigen Solitudestraße aufeinander losgegangen. Dabei soll der 60-Jährige ein Fahrradschloss und der 58-Jährige ein kleineres Messer eingesetzt haben. Zeugen beobachteten die Auseinandersetzung und alarmierten die Polizei. Polizeibeamte machten die beiden leicht verletzten Kontrahenten im Zuge von Fahndungsmaßnahmen ausfindig und stellten die mutmaßlichen Tatwerkzeuge sicher. Die beiden unkooperativen Männer stellten die Beteiligung an einer Schlägerei in Abrede. Mögliche weitere Zeugen werden gebeten, sich beim Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141/18-5353, zu melden.

Ludwigsburg: Seat angefahren

Auf etwa 1.500 Euro beläuft sich der Sachschaden, die unbekannte Fahrerin eines vermutlich blau lackierten Pkw am Mittwochabend gegen 22:00 Uhr in der Schanzenbachstraße angerichtet hat. Sie streifte einen am Fahrbahnrand geparkten Seat und entfernte sich anschließend unerlaubt vom Unfallort. Das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141/18-5353, bittet um Hinweise.

Gewerkschaft fordert: Unternehmen im Kreis Ludwigsburg sollen sich an die Tarifverträge halten

Schlechtere Bezahlung, längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub: Beschäftigte, die im Landkreis Ludwigsburg in einem Unternehmen arbeiten, in dem kein Tarifvertrag gilt, sind im Job klar benachteiligt. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Nach Einschätzung der NGG hält sich mittlerweile ein Großteil der rund 12.600 Betriebe im Landkreis nicht mehr an Tarifverträge. Das hat auch Folgen für die Unternehmen selbst, warnt Gewerkschafter Hartmut Zacher: „Tariflose Firmen haben in puncto Motivation und Produktivität der Mitarbeiter meist schlechtere Karten. Auch die Suche nach Fachkräften fällt ihnen schwerer“, so der Geschäftsführer der Stuttgarter NGG mit Blick auf aktuelle Studien der Hans-Böckler-Stiftung.

Zacher ruft die Firmen in der Region dazu auf, sich zur Sozialpartnerschaft und zur Mitbestimmung zu bekennen. „Gerade beim digitalen Wandel der Arbeitsplätze muss man die Belegschaften mitnehmen. Gewerkschaften und Betriebsräte sichern nicht nur Jobs. Sie helfen auch dabei, die Zukunft zu gestalten – von neuen Arbeitszeitmodellen bis hin zur Weiterbildung der Mitarbeiter.“

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) arbeiteten zuletzt 50 Prozent der Beschäftigten in Baden-Württemberg in einem Betrieb mit Tarifvertrag. In ganz Westdeutschland liegt die Quote bei 57 Prozent – im Jahr 2000 waren es noch 70 Prozent. Nach Beobachtung von Gewerkschafter Zacher greift die „Tarifflucht“ auch im Kreis Ludwigsburg um sich: „Immer mehr Betriebe versuchen, sich um Tarifverträge zu drücken. Damit setzen sie bewährte Standards aufs Spiel und bieten ein Einfallstor für Dumping-Konkurrenz.“ Besonders niedrig ist die Tarifbindung nach Angaben des IAB dabei in kleinen Firmen: Nur 17 Prozent der baden-württembergischen Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern halten sich aktuell an einen Tarifvertrag. In Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten liegt die Quote hingegen bei 69 Prozent.

Um diesen Trend zu stoppen, macht sich die NGG insbesondere für Flächentarifverträge stark. Solche habe man etwa in Brauereien, in der Getränkeabfüllung und in der Nährmittel- und Süßwarenindustrie durchgesetzt. Zugleich sei die Politik gefordert. Landes- und Bundesregierung sollten sich für eine höhere Tarifbindung einsetzen: „Wer sich um die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft sorgt, muss sich darum kümmern, dass die Tarifpartner gestärkt werden“, sagt Zacher. Unternehmen, die im Arbeitgeberverband seien, müssten dazu verpflichtet werden, sich an Tarifabschlüsse zu halten. Außerdem müsse es einfacher werden, Tarifverträge für ganze Branchen verpflichtend zu machen. Davon profitiere am Ende auch der Staat – durch höhere Einnahmen etwa bei der Renten-, Kranken- und Sozialversicherung.

Allerdings ist die Zahl der Tarifverträge, die für alle Betriebe einer Branche per Gesetz gelten, zuletzt stark gesunken. Eine so genannte Allgemeinverbindlichkeit wurde im Jahr 2017 lediglich 25 Mal vom Bundesarbeitsministerium erteilt. Im Jahr 2000 waren es noch 133 Fälle. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor (Bundestags-Drucksache 19/8626).

Räuberischer Diebstahl in einem Discounter

Ludwigsburg-West: Räuberischer Diebstahl I LUDWIGSBURG24

Wegen räuberischen Diebstahls ermittelt die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg gegen einen noch unbekannten Täter, der am Dienstagmittag in der Steinbeisstraße in Ludwigsburg-West sein Unwesen trieb. Gegen 12:00 Uhr hatte sich der Unbekannte in einem Discounter aufgehalten und dort einen leeren Weinkarton mit Tabakwaren befüllt. Ein 27-jähriger Kunde und eine Mitarbeiterin wurden auf das Entnehmen der Ware aufmerksam. Kurz darauf verschwand der Unbekannte mit dem Karton zunächst im Verkaufsraum. Als der mutmaßliche Dieb zum Kassenbereich zurückgekehrt war und diesen mit einem nun leeren Karton verlassen wollte, wurde er von der Mitarbeiterin angesprochen. Auf ihre Frage hin, wo sich die Tabakwaren befinden, zeigte er den leeren Karton und reagierte hysterisch. Er schrie lautstark umher und gab an, keine Zigarettenpackungen zu haben. Hier schaltete sich der 27-Jährige ein und stellte sich dem Unbekannten, der augenscheinlich ausgebeulte Jackentaschen hatte, in den Weg. Nach einer erneuten Ansprache versuchte er sich an dem Kunden vorbeizudrücken, um in Richtung Ausgang zu gelangen. Dies wollte der 27-Jährige verhindern und hielt den Unbekannten am Arm fest. Daraufhin schlug der Unbekannte um sich und soll versucht haben den Kunden im Gesicht zu treffen. Der junge Mann konnte dem Schlag ausweichen und umklammerte den Angreifer. Dieser löste sich aus dem Griff und schlug mutmaßlich in den Unterbauch des 27-Jährigen. Während dieser zusammen sackte, rannte der Unbekannte zum Ausgang und flüchtete in Richtung der Eglosheimer Straße. Der durch den Angriff leicht verletzte Mann, verfolgte den Flüchtenden noch kurzzeitig, verlor ihn allerdings aus den Augen. Die Polizei traf den Täter im Zuge umfangreicher Fahndungsmaßnahmen nicht mehr an. Von der Beute, in Höhe mehrerer hundert Euro, fehlt bislang noch jede Spur. Ermittlungen der Polizei ergaben, dass sich zur Tatzeit eine 29-jährige Frau im Innenraum des Discounters aufgehalten hat und als mögliche Komplizin des unbekannten Mannes fungierte. Sie wurde außerhalb des Marktes angetroffen, vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Auch bei ihr konnte kein Diebesgut aufgefunden werden. Bei dem Unbekannten soll es sich um einen osteuropäischen Mann im Alter von etwa 30 Jahren handeln, der 170 cm groß ist und eine schlanke Statur hat. Er trug dunkle, kurze Haare, ein türkis-himmelblaues Oberteil, eine dunkle Lederjacke, eine Blue Jeans und dunkle Schuhe. Die Kleidung war eng anliegend und der Unbekannte sprach gebrochen Deutsch. Personen, die Hinweise zum Täter geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Ludwigsburg unter Tel. 07141/18-9 zu melden.

Kommunalwahlen: Kandidaten-Speed-Dating auf dem Marktplatz

Die Kommunalwahl steht quasi vor der Tür. Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger an die Urnen gebeten. Anlässlich der Wahl am 26. Mai organisieren die “Freien Wähler Ludwigsburg” heute ab 18Uhr auf dem Marktplatz bei der Zentral-Apotheke ein Kandidaten-Speed-Dating, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. Die Kandidatinnen und Kandidaten der Partei stellen sich in Einzelgesprächen den Fragen der interessierten Bürgerinnen und Bürger. Ob Wohnraumschaffung, ÖPNV, schnelles Internet oder andere Themengebiete … die Kandidaten beantworten alle Fragen zu den aktuellsten und drängendsten Themen. Der Ablauf sieht so aus, dass jeder Kandidat 4 Minuten lang von einer Person befragt werden kann. Nach den 4 Minuten werden die Plätze getauscht und es besteht die Möglichkeit, einen anderen Kandidaten zu befragen. Das Ganze beginnt um 18 Uhr und wird moderiert.

Nachfolgende “Freien Wähler”-Kandidaten werden vor Ort sein:

Gabriele Moersch, Andy Rothacker, Jochen Zeltwanger, Florian Lutz, Angelika Heger, Marcus Kohler, Marion Schöck, Konrad Kling, Christer Neimöck, Frank Haueisen, Peter Claß, Kilian Raasch

red

E-Mobilität: Ladeboxen für zuhause

Wer mit einem Elektroauto für nachhaltige Mobilität im Alltag sorgen möchte oder sich bereits eines zugelegt hat, kommt in Ludwigsburg und Kornwestheim problemlos und umweltschonend von A nach B. Mit über 40 Ladepunkten haben die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim ein lokal flächendeckendes Ladenetz aufgebaut. Damit das Laden noch komfortabler wird, gibt es jetzt auch die Ladeboxen für zuhause. Daran lassen sich Elektroautos ganz einfach und schnell tanken – direkt in der Garage oder im Carport.

„E-Mobilität ist ein wichtiger Teil unserer digitalen Zukunft. Wir wollen die Menschen bewegen und ihnen in punkto Mobilität mehr Vorteile verschaffen“, erklärt Christian Schneider, Geschäftsführer der SWLB. „Dazu gehört unter anderem das schnellere Laden eines Elektroautos an der Wallbox.

Experten der Stadtwerke in Ludwigsburg stehen beratend zur Seite, regionale Fachbetriebe übernehmen die Installation der Wallbox. Der Installationsaufwand hängt von den Gegebenheiten im Eigenheim ab, Details werden bei einem Vor-Ort-Termin geklärt. Mit der SWLB-Ladekarte können Elektroauto-Nutzer in Deutschland, Österreich und in den Niederlanden bei rund 150 Energieversorgern tanken. 600 Ladepunkte stehen zur Verfügung.

Den Antrieb für die Zukunft gibt es auch für Unternehmen oder die Wohnungswirtschaft. Mit der SWLB Plug&Play Ladebox kann der elektrische Fuhrpark sicher und vor Ort mit Energie betankt werden. Auch Mitarbeiter profitieren von der E-Tankstelle an der Arbeitsstelle.

Meldungen aus Ludwigsburg

Ludwigsburg-Poppenweiler: Komposthaufen in Brand geraten

Zu einem brennenden Komposthaufen rückte die Feuerwehr Ludwigsburg am Dienstag gegen 20:35 Uhr mit zwei Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften in den Irisweg in Ludwigsburg-Poppenweiler aus. Auf dem Grundstück eines Einfamilienhauses hatte aus noch unbekannter Ursache ein Komposthaufen zu brennen begonnen. Eine Anwohnerin wurde darauf aufmerksam und alarmierte die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte löschten das Feuer und rückten wieder ab. Personen kamen nicht zu Schaden. Als Brandursache kann eine Selbstentzündung nicht ausgeschlossen werden.

Ludwigsburg-Eglosheim: Radfahrer leicht verletzt

Am Dienstag gegen 19:10 Uhr war ein 51 Jahre alter Radlenker auf der August-Bebel-Straße in Richtung der B 27 unterwegs und wollte nach links in die Calwer Straße einbiegen. Zeitgleich befuhr ein 45-Jähriger mit einem Seat die Calwer Straße und wollte nach links in die August-Bebel-Straße einbiegen. Im Kreuzungsbereich überfuhr der 45-Jährige mutmaßlich eine Stopp-Stelle und stieß mit dem einbiegenden Radfahrer zusammen. Der 51-Jährige stürzte und erlitt leichte Verletzungen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 400 Euro.

Ludwigsburg-Grünbühl: Dosenbier gestohlen

Auf Dosenbier hatte es ein Dieb abgesehen, der zwischen Dienstag 21:00 Uhr und Mittwoch 00:30 Uhr in der Adalbert-Stifter-Straße in Ludwigsburg-Grünbühl zuschlug. In einem mehrstöckigen Wohnhaus schob der Unbekannte im ersten Obergeschoss einen heruntergelassenen Rollladen nach oben und drückte das dahinter liegende Fenster gewaltsam auf. Anschließend stieg er in die Wohnung und durchsuchte die Räume. Bis auf die fünf Konservendosen fiel dem Einbrecher wohl kein weiteres Diebesgut in die Hände. Der angerichtete Sachschaden wurde auf rund 200 Euro geschätzt. Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141/18-5353, in Verbindung zu setzen.

Psychisch labiler Mann randaliert und wird von der Polizei eingewiesen

LUDWIGSBURG24

Markgröningen: 29-Jähriger in psychischem Ausnahmezustand

Vermutlich da er sich unter dem Eindruck eines psychischen Ausnahmezustands befand, randalierte ein 29 Jahre alter Mann am Dienstag in der Graf-Hartmann-Straße in Markgröningen. Als der Mann gegen 13.50 Uhr an einer Bankfiliale vorbei ging, schlug er gegen die heruntergelassene Jalousie, was einen Mitarbeiter des Geldinstituts aufmerksam werden ließ. Anschließend begab er sich auf einen Parkplatz, der sich hinter dem Gebäude befindet, und riss die Kennzeichen von insgesamt zwölf Fahrzeugen herunter. Zwei PKW wurden hierbei beschädigt. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf rund 500 Euro belaufen. Beamte des Polizeipostens Markgröningen waren zwischenzeitlich alarmiert worden und nahmen den 29-Jährigen vorläufig fest. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

Der VfB verpflichtet Atakan Karazor

Atakan Karazor wechselt zum VfB Stuttgart. Der 22-jährige Mittelfeldspieler kommt vom Zweitligisten Holstein Kiel zum VfB und unterschreibt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023. Für die Kieler bestritt Atakan Karazor in der laufenden Spielzeit 21 Ligaspiele (zwei Tore, zwei Torvorlagen) und zwei Begegnungen im DFB-Pokal. Vor seinem Wechsel nach Kiel spielte der gebürtige Essener im Nachwuchsbereich des VfL Bochum und von Borussia Dortmund.

Sportvorstand Thomas Hitzlsperger:
„Atakan spielt bei Holstein Kiel eine sehr gute Saison. Wir haben ihn über einen längeren Zeitraum beobachtet und sind von seinen Qualitäten und von seiner Perspektive überzeugt. Wir trauen ihm zu, seine positive Entwicklung bei uns fortzusetzen und eine wichtige Rolle in unserer Mannschaft zu übernehmen.“

Atakan Karazor:
„Ich bedanke mich bei den Verantwortlichen des VfB für das Vertrauen, das sie mir entgegenbringen. Dieses Vertrauen möchte ich so schnell wie möglich mit guten Leistungen im VfB Trikot zurückgeben. Ich wünsche meiner künftigen Mannschaft viel Erfolg für die anstehenden Relegationsspiele und freue mich darauf, meine neuen Kollegen kennenzulernen. Die Jahre bei Holstein Kiel waren sehr wichtig für meine Entwicklung, ich danke den Vereinsverantwortlichen, den Mitspielern und den Fans für eine tolle gemeinsame Zeit.“

 

Neue Fahrgast-Informationsanzeiger im Landratsamt 

LUDWIGSBURG24 | Mit einem Blick auf die Anzeigetafel sehen, wie lange es noch bis zur Abfahrt dauert: Das kennen ÖPNV-Nutzer vor allem von Haltestellen und Bahnhöfen. Nun ist dies auch in vier Verwaltungsgebäuden des Landkreises Ludwigsburg möglich. An drei Standorten in Ludwigsburg – Kreishaus, Jobcenter und Soziale Dienste/Asyl – sowie in der Außenstelle Vaihingen/Enz wurden Monitore installiert, die die Abfahrtszeiten an den nächstgelegenen Bushaltestellen in Echtzeit anzeigen.

Ermöglicht wurde das Projekt durch Fördermittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, das über das „Sofortprogramm Saubere Luft 2017-2020“ 50 Prozent zu den Gesamtprojektkosten von rund 42.000 Euro beisteuerte. Angesichts des hohen Verkehrsaufkommens und der damit verbundenen Schadstoffbelastung der Luft ist die Attraktivitätssteigerung und Serviceverbesserung des ÖPNV ein wichtiges Ziel des Landkreises.

Allein in Ludwigsburg besuchen täglich bis zu 2.000 Menschen die verschiedenen Servicebereiche des Landratsamtes. Viele davon nutzen bereits die gute Busanbindung an den Ludwigsburger Bahnhof. Doch die Anzeiger sind nicht nur für Kunden und Mitarbeiter da, die ohnehin schon mit dem Bus fahren: Auch bei Menschen, die den öffentlichen Nahverkehr bisher nicht nutzen, soll ein Bewusstsein für das vorhandene Nahverkehrsangebot geschaffen werden. Angesichts des hohen Parkdrucks am Hauptsitz des Landkreises in der Ludwigsburger Hindenburgstraße wird beim Blick auf die Anzeige schnell klar, dass man beim nächsten Mal möglicherweise stressfreier mit Bus und Bahn anreisen könnte.

Die Demokraten des Pflegealltags

LUDWIGSBURG. Sie sind Kummerkasten für die Belange von Heimbewohnern, sie sind Beratungs- und Anlaufstelle: Bewohnerbeiräte erfüllen eine wichtige Funktion in unserer zunehmend älter werdenden Gesellschaft. Gunter Pfeiffer ist bereits in seiner zweiten Amtsperiode als Bewohnerbeirat – und er sagt: „Es kommt unheimlich viel zurück, die Bewohner sind froh und dankbar.“

Demokratie fängt beim Kaffeegeschirr an. Im AWO-Pflegezentrum Hans-Klenk-Haus in Ludwigsburg durfte der Bewohnerbeirat kürzlich das neue Speise-Service aussuchen. Was banal klingt, hat für die Bewohner des Pflegeheims eine enorme Bedeutung. Ist das Geschirr zu klein? Ist es gut handhabbar? Erkennt man das Essen darauf auch gut? Solche Themen, aber auch die Bewilligung des wöchentlichen Speiseplans und Fragen von Unfallverhütung oder Umbaumaßnahmen, zählen zum Aufgabenbereich eines Bewohnerbeirates. „Die Bewohner sind unheimlich dankbar, dass sie zu jemandem gehen können, wenn sie in Anliegen haben“, sagt Gunter Pfeiffer, der bereits im dritten Jahr als Bewohnerbeirat im Hans-Klenk-Haus amtiert.

Die Einrichtung eines Bewohnerbeirats ist gesetzlich vorgeschrieben und soll die Mitsprache von Heimbewohnern bei Dingen ihres täglichen Lebens ermöglichen. „Es geht im Grunde um ein großes Stück selbstbestimmtes Leben“, erläutert Peggy Stier von der Altenhilfe-Fachberatung im Landratsamt Ludwigsburg. Um Menschen wie Gunter Pfeiffer, der selbst nicht im Pflegeheim lebt, auf die verantwortungsvolle Tätigkeit als Bewohnerbeirat vorzubereiten, gibt es die Fortbildungsreihe „Fit für die Heimmitwirkung“, die vom Landratsamt Ludwigsburg und dem Kreisseniorenrat veranstaltet wird. An fünf Vormittagen erhalten die Teilnehmer einen Überblick über rechtliche Grundlagen, Heimaufsicht, Finanzen, aber auch medizinische und pflegerische Aspekte werden erläutert. Gunter Pfeiffer empfiehlt die Reihe aus eigener Erfahrung weiter. „Besonders wertvoll ist die Schulung mit Blick auf den Umgang mit an Demenz erkrankten Bewohnern“, sagt er. Aber auch der Austausch mit den Beiräten anderer Pflegeeinrichtungen sei wichtig.