Gefälschte Impfpässe: Weitere Durchsuchungen im Landkreis

Vaihingen an der Enz/Mühlacker: Durchsuchungen im Zusammenhang mit gefälschten Impfpässen

Das Polizeirevier Vaihingen an der Enz ermittelt gegen eine 35-Jährige sowie eine 54-Jährige wegen Gebrauchs bzw. Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse. Am vergangenen Donnerstag versuchte die 35-Jährige gegen 12.00 Uhr in einer Apotheke in Vaihingen an der Enz ein Impfzertifikat für ihre dritte Impfung zu erlangen. Einer Apothekerin fiel dabei auf, dass es sich bei dem ihr vorgelegten Impfpass um eine Fälschung handeln könnte und verständigte die Polizei. Da sich der Verdacht auf einen gefälschten Impfpass erhärtete, durchsuchte die Polizei die Wohnung der Tatverdächtigen in Mühlacker (Enzkreis). Hierbei konnten unter anderem digitale QR-Codes sichergestellt werden. Die 35-Jährige gab außerdem der Polizei gegenüber an, bei wem sie den falschen Impfpass im vergangenen Herbst erworben hatte. In der Folge wurde noch am selben Tag die Wohnanschrift der 54 Jahre alten, vermeintlichen Verkäuferin des gefälschten Impfpasses in Mühlacker durchsucht. Hier konnte die Polizei mehrere Blanko-Impfausweise sowie mehrere digitale QR-Codes sicherstellen. Die Ermittlungen dauern an.

 

Ludwigsburg: Vorfahrtsunfall

Am Montagmorgen, gegen 06:40 Uhr, kam es in der Hirschbergstraße in Ludwigsburg an der Einmündung zum Finkenweg zu einem Verkehrsunfall. Ein 68-Jahre alter Ford-Lenker, der im Finkenweg unterwegs war, wollte im weiteren Verlauf nach links in die Hirschbergstraße abbiegen. Hierbei übersah er vermutlich einen 30-jährigen BMW-Fahrer, der die Hirschbergstraße in Richtung Asperg befuhr. Die beiden Fahrzeuge stießen in der Folge zusammen. An dem BMW entstand Sachschaden in Höhe von rund 10.000 Euro. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Höhe des Sachschadens am Ford ist noch nicht bekannt.

 

Freiberg am Neckar-Beihingen: Sachbeschädigung von mehreren Pkw in Tiefgarage – Zeugen gesucht

Von Sonntag 20:30 Uhr auf Montag 06:10 Uhr beschädigten bisher Unbekannte in einer Tiefgarage am Marktplatz in Beihingen drei geparkte Pkw der Sozialstation. Mutmaßlich feierten mehrere Unbekannte in der Nacht auf dem privaten Parkbereich. An der Tatörtlichkeit wurden zurückgelassene Bierflaschen aufgefunden und sichergestellt. Vermutlich durch dieselbe Gruppe wurden zwei VW und ein Fiat der Sozialstation beschädigt. Augenscheinlich kletterten die Unbekannten auf die Dächer der Fahrzeuge und dellten diese ein. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von insgesamt etwa 7.000 Euro. Der Polizeiposten Freiberg am Neckar, Tel. 07141 64378-0, bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich zu melden.

 

Ludwigsburg: Mercedes zerkratzt

Am Montag zwischen 02:50 Uhr und 11:50 Uhr zerkratzte ein Unbekannter in einer Tiefgarage eines Möbelhauses in der Heinkelstraße in Ludwigsburg-Nord einen geparkten Mercedes. An dem Fahrzeug entstand ein Sachschaden von etwa 2.000 Euro. Hinweise nimmt der Polizeiposten Eglosheim unter Tel. 07141 22150-0 entgegen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Mindestens ein Toter und viele Verletzte nach S-Bahn-Kollision bei München

Bei der Kollision von zwei S-Bahnen im Landkreis München ist mindestens eine Person ums Leben gekommen, mindestens 40 Personen wurden verletzt. Der Vorfall ereignete sich am Montagnachmittag gegen 16:40 Uhr in der Nähe des Bahnhofs Ebenhausen-Schäftlarn südlich von München. Details zur Ursache waren zunächst nicht bekannt.

Die S-Bahn München teilte mit, die Strecke sei gesperrt. Die S-Bahnen in Richtung Wolfratshausen verkehrten nur bis Großhesselohe Isartalbahnhof und wendeten dort vorzeitig. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen werde eingerichtet.

red / dts

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Aufs Franck-Areal am Ludwigsburger Bahnhof kommt im März neues Leben

Von Uwe Roth

Der Pressetermin am Freitag war ein Fest für Fotografen. Baubürgermeisterin Andrea Schwarz führte Medienvertreter durch die verlassenen Firmengebäude auf dem Franck-Areal am Westausgang des Ludwigsburger Bahnhofs. Am Abend zuvor hatte sie dem Bauausschuss des Gemeinderats berichtet, welche Vorstellungen ihr Projektteam für die weitere Nutzung der zum Teil historischen Gebäude entwickelt hat. Eine Internetseite ist bereits angelegt worden. Gewerbe, vor allem junges, soll dort Platz finden, viel Gastronomie – auch Außengastronomie – Kunst, Kultur und auch etwas Wohnraum. Die Bewohner werden ungewöhnliche Räume beziehen, allerdings aber damit leben müssen, dass auch in den Abend- und Nachtstunden auf dem Gelände etwas los ist. „Wir wollen das Areal viele Stunden am Tag lebendig halten“, sagte die Baubürgermeisterin. Die Geschäftigkeit vor allem in den späten Abendstunden soll auf den Bahnhof ausstrahlen und dort für mehr Sicherheit sorgen.

Schon im März soll neues Leben aufs Areal kommen. Allerdings nur als Interimslösung. Bis die Ideen alle umgesetzt sind, könnten noch sechs Jahre ins Land gehen. In die relativ neuen Firmengebäude entlang der Pflugfelder Straße ziehen in die oberen Stockwerke in den kommenden Wochen zwei Start-Ups, Künstler, Fotografen, ein Schmuckatelier und ein Kostümfundus ein. Früher war dort das Labor des Caro-Produzenten, was an den vielen weißen Fliesen noch sichtbar ist. Im Erdgeschoss eröffnet ein Anbieter von 3D-Druckern einen Showroom. Weitere Mieter werden derzeit nicht gesucht. Die Mietverträge laufen allerdings Ende 2024 aus. Bis dahin soll ein endgültiges Konzept stehen.

Laut Schwarz soll es einen Ideen- und Gestaltungswettbewerb geben. Investoren können sich daran beteiligen. Ende des Jahres soll feststehen, mit wem die Stadt die nächsten Entwicklungsschritte gehen wird. Das Problem für die Projektentwickler ist, dass die ältesten Gebäudeteile aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert entlang der Bahngleise sehr Charme haben, aber baulich zum Teil in einem jämmerlichen Zustand sind. Vor allem um den Brandschutz ist es schlecht bestellt. Das höchste Gebäude in der Reihe steht unter Denkmalschutz. Baulich einigermaßen in Schuss sind die jüngsten Gebäude aus den 1970er und 1980er Jahre. Doch die Zweck-Architektur ist keine Augenweide. Im besten Fall, so die Baubürgermeisterin, wird das Ergebnis so gut, dass es zu einem Prunkstück der Internationalen Bauausstellung 2027 (IBA) wird, die in der Region Stuttgart geplant ist.

Kindertageseinrichtung in Ludwigsburg-Eglosheim eröffnet

Die Stadtverwaltung hat eine neue Kita in Betrieb genommen: Am 1. Februar eröffnete die Kindertageseinrichtung Kreuzäcker 30/1 in Eglosheim – auf dem Gelände der Schubartschule. Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz hat zum Start die neue Kita in Augenschein genommen und der Leiterin Anja Kupko und ihrem Fachkräfteteam alles Gute gewünscht.

Die Kita-Eröffnung ist Teil des Sofortprogramms zur Schaffung von zusätzlichen Betreuungsplätzen. Denn in Ludwigsburg ist die Nachfrage nach Kita-Plätzen deutlich höher als das Angebot. Gründe sind unter anderem die hohe Geburtenanzahl in Ludwigsburg und die neue Stichtagsregel bei der Einschulung, aufgrund derer viele Kinder länger in der Kita bleiben als ursprünglich vorgesehen.

Die neue Kita Kreuzäcker 30/1 ist innerhalb von sieben Monaten entstanden. Die Stadtverwaltung hat dafür bereits vorhandene Modulbauten der Kindertageseinrichtung St. Paulus im Schlösslesfeld, die diese nicht mehr benötigte, nachhaltig instandgesetzt. Dafür nahm sie 300.000 Euro in die Hand.

37 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren können jetzt von 7 bis 14 Uhr in dem eingeschossigen, kompakten Gebäude mit 170 Quadratmetern Bruttogrundfläche betreut werden. Das Außengelände ist 600 Quadratmeter groß und bietet Platz für Rasenflächen, einen Sand- und Ballspielbereich sowie eine Fläche für kleinere Spielplatzgeräte. Hochbeete sollen Kindern das Pflanzen, Pflegen und Ernten von Kräutern und Gemüse nahebringen.

Die Stadtverwaltung setzt noch weitere Sofortmaßnahmen zur Schaffung von Kita-Plätzen um: Die Erweiterung des Kinder- und Familienzentrums Neckarweihingen um eine Gruppe mit 25 Plätzen wurde bereits realisiert. Hier werden seit Mitte Dezember neue Kinder aufgenommen. Voraussichtlich zum Kindergartenjahr 2022/2023 werden die neue Naturgruppe im Osterholz mit 20 Plätzen sowie eine fünf-gruppige Einrichtung mit 50 zusätzlichen Plätzen in Oßweil, in Modulbauten neben der August-Lämmle-Schule, starten.

red

Daten von 15 Fahrradzählschleifen werden jetzt online veröffentlicht

Die Stadt Ludwigsburg hat in den letzten Jahren ihr Netz an automatischen Fahrradzählschleifen ausgebaut. Die Daten sind ab sofort auf der Website der Stadt Ludwigsburg unter www.ludwigsburg.de/radfahren zu finden.

Die Funktionsweise der Zählschleifen ist innovativ und trotzdem simpel: Wenn Radfahrende die fest im Boden verbaute Schleife überfahren, erzeugen sie ein elektromagnetisches Signal, das sofort von einem Computerprogramm ausgewertet wird. Anhand von 13 Unterscheidungsmerkmalen kann dieses Programm mit 95prozentiger Genauigkeit feststellen, ob ein Fahrrad oder doch ein anderes Fahrzeug die Schleife überfahren hat. Personenbezogene Daten werden nicht erfasst.

In der Alleenstraße wird bereits seit 2018 mit diesem System gemessen. Hier werden die Ergebnisse sogar an einer Infostele in Echtzeit angezeigt. Die Marbacher Straße folgte ebenfalls 2018, sowie Anfang 2019 die Neckarbrücke. Im Jahr 2020 und 2021 kamen noch weitere zwölf Zählstationen hinzu. Die Beschaffung der Schleifen erfolgte im Rahmen des Sofortprogramms Saubere Luft des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

„Die Daten aus den Zählschleifen sind für uns ein elementares Instrument in der Verkehrsplanung. Mit ihnen können wir neue Bedürfnisse erfassen und durchgeführte Maßnahmen evaluieren“, sagt Matthias Knobloch, Leiter des städtischen Fachbereichs Nachhaltige Mobilität. Mit der Veröffentlichung auf der Website haben jetzt auch die Öffentlichkeit Zugriff auf die Daten, mit denen die Stadtverwaltung arbeitet. „Diese Transparenz zu schaffen ist uns sehr wichtig. Informierte Bürgerinnen und Bürger sind die Grundlage für einen offenen Dialog und eine lebendige Beteiligung“, begründet Bürgermeister Sebastian Mannl diesen Schritt.

red

Fünfköpfige Gruppe greift in Ludwigsburg 20-Jährigen an und raubt Halskette

Am Freitag gegen 01:30 Uhr kam es zwischen einem 20-jährigen Heranwachsenden und wohl einer fünfköpfigen Personengruppe in Ludwigsburg-Mitte in der Leonberger Straße zu einer Streitigkeit.

Die unbekannte Gruppe habe den 20-Jährigen hierauf geschlagen und getreten. Während des Handgemenges habe eine männliche Person aus der Gruppe dem Heranwachsenden eine seiner Halsketten abgerissen und anschließend mitgenommen. Die fünf Unbekannten flohen nach der Auseinandersetzung unerkannt von dem Tatort. Der junge Mann wurde durch den Rettungsdienst leichtverletzt in ein Krankenhaus gebracht. Die Gruppe habe sich aus zwei weiblichen und drei männlichen Personen zusammengesetzt.

Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und dem Verdacht eines Raubs. Zeugen, die sachdienliche Hinweise auf die Tat oder die Täter geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0800 1100225 zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Demo gegen Corona-Politik: Erneuter Autokorso durch Ludwigsburg am Samstag

Eine bei der Versammlungsbehörde der Stadt Ludwigsburg unter dem Motto „Aus der Diktatur in die Freiheit“ angemeldeter Versammlung in Form eines Autokorsos wird am Samstagnachmittag durch verschiedene Kommunen des Landkreises führen. Der Veranstalter rechnet mit bis zu 150 teilnehmenden Fahrzeugen.

Die Versammlungsanmeldung wurde von der Stadt Ludwigsburg bestätigt. Mit dieser Bestätigung sind einige Auflagen verknüpft, deren Einhaltung die Versammlungsleitung zu gewährleisten hat und die durch die Polizei überprüft werden.

Die Versammlung wird gegen 14.00 Uhr in der Reuteallee in Ludwigsburg beginnen. Der Autokorso wird dann ein kurzes Stück über die Bundesstraße 27 geleitet und dann an der Abzweigung Monrepos in Richtung Freiberg fahren. Die weitere Strecke führt über Großingersheim nach Bietigheim, dann weiter über Besigheim und Kirchheim am Neckar nach Neckarwestheim und von dort über Winzerhausen, Großbottwar Steinheim an der Murr und Benningen bis zum Zielort nach Neckarweihingen.

Um einen gefahr- und soweit als möglich reibungslosen Ablauf der Versammlung gewährleisten zu können, wird die Polizei Sperrungen entlang der Strecke errichten müssen. Den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten ist hierbei ein wichtiges Ziel. Verkehrsbehinderungen werden aber nicht ausbleiben.

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg weist die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darauf hin, dass die vorgegebene Aufzugstrecke, sowie die bestehenden Verkehrsregeln einzuhalten sind und den Weisungen der Polizeibeamten Folge zu leisten ist.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Alkoholisierter 46-Jähriger pöbelt in der Myliusstraße wahllos Passanten an und weitere Meldungen

Ludwigsburg: 46-Jähriger legt sich mit Polizei an

Mit einem augenscheinlich stark alkoholisierten 46 Jahre alten Mann bekamen es Beamte des Polizeireviers Ludwigsburg am Mittwoch kurz nach 15.00 Uhr in der Myliusstraße in Ludwigsburg zu tun.

Eine Passantin hatte sich mit der Polizei in Verbindung gesetzt, da der 46-Jährige wahllos Personen anpöbelte. Als die Polizei vor Ort eintraf, schwankte der Mann auf dem Gehweg entlang. Während der anschließenden Kontrollmaßnahme verhielt er sich aggressiv den Beamten gegenüber und schrie sie an. Einem Platzverweis kam er nur unter Androhung einer Gewahrsamnahme nach. Letztlich kam er jedoch erneut zum Bahnhof zurück, was von den Polizisten bemerkt wurde, die den Platzverweis überwachten. Da der 46-Jährige angab, mit einem Taxi nachhause fahren zu wollen, kümmerte sich ein Beamter um eine Transportmöglichkeit. Dies scheiterte jedoch an den äußerst geringen Barmitteln, die der 46-Jährige zur Verfügung hatte. Der Taxifahrer verweigerte eine Mitnahme und dem 46-Jährigen wurde ein weiterer Platzverweis erteilt, worauf er wieder herumschrie und die Polizisten beleidigte. Als er nun in Gewahrsam genommen werden sollte, versuchte er sich in das Taxi zu setzen, das gerade im Begriff war, davon zu fahren. Die Polizisten brachten den 46-Jährigen hierauf zu Boden und legten ihm die Handschließen an. Die Aggressivität des Mannes steigerte sich weiterhin. Er musste im weiteren Verlauf zum Streifenwagen getragen werden, da er sich weigerte selbst zu gehen. Im Streifenwagen und auch in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers Ludwigsburg beruhigte sich der 46-Jährige nicht. Er beleidigte weiterhin die anwesenden Beamten und verhielt sich vollständig unkooperativ. Der 46-Jährige musste bis Donnerstagmorgen in der Gewahrsamseinrichtung bleiben. Er muss mit einer Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung rechnen.

 

Gerlingen: Fußgängerin schwer verletzt

Mit schweren Verletzungen musste eine 40-Jährige Fußgängerin am Mittwoch in ein Krankenhaus gebracht werden, nachdem sie gegen 15:30 Uhr von einem PKW angefahren worden war. Sie ging aus Richtung Christophstraße kommend auf der Ditzinger Straße stadteinwärts. Dort wollte sie die Fahrbahn auf dem Fußgängerüberweg überqueren und wurde dabei vom Peugeot einer 74 Jahre alten Frau erfasst, die in Richtung Stadtmitte fuhr. An dem Peugeot entstand Sachschaden in Höhe von rund 2.000 Euro.

 

Ditzingen: Alkoholisiert auf der Autobahn unterwegs

Wegen Trunkenheit im Verkehr muss sich ein 44 Jahre alter Mann verantworten, nachdem er am Mittwoch gegen 22:40 Uhr alkoholisiert auf der A 8 und der A 81 unterwegs war. Einer Streife der Verkehrspolizeiinspektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg fiel der Mann bereits auf der BAB 8 in Richtung München auf, als er mit seinem VW Schlangenlinien fuhr und mehrere Fahrstreifen gleichzeitig nutzte. Nachdem er mehrere Anhalteversuche zunächst ignoriert und sogar versucht hatte, sich einer Kontrolle zu entziehen, gelang es der Polizei schließlich, den 44-Jährigen an der Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach zu stoppen. Ein Atemalkoholtest bestätigte bei ihm den Verdacht auf Alkoholeinwirkung. Er musste sich daraufhin einer Blutentnahme unterziehen, sein Führerschein wurde beschlagnahmt und die Weiterfahrt wurde ihm untersagt. Zur Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer kam es den bisherigen Erkenntnissen zufolge nicht.

 

Freudental: Auf Abbieger aufgefahren

Ein Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 25.000 Euro und eine leicht verletzte Person sind die Bilanz eines Auffahrunfalls, der sich am Mittwoch, gegen 11:30 Uhr auf der Landesstraße 1106 ereignete. Ein 64 Jahre alter Audi-Fahrer war auf der Landesstraße in Richtung Freudental unterwegs und wollte an der Abzweigung zur Kreisstraße 1671 in Richtung Erligheim abbiegen. Der nachfolgende 56-jährige Fahrer eines VW fuhr mutmaßlich aus Unachtsamkeit auf den Audi auf. Dabei zog sich seine 53-jährige Beifahrerin leichte Verletzungen zu. Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Bahnhof Ludwigsburg: Aggressiver Mann (26) schubst 23-Jährigen am Bahnsteig

Aus noch unbekannter Ursache geriet ein 26 Jahre alter, vermutlich stark unter Alkohol stehender Mann am Mittwoch gegen 21.30 Uhr auf einem der Bahnsteige am Ludwigsburger Bahnhof in Rage. Seine Aggression richtete er gegen einen 23 Jahre alten Mann, den er verbal und körperlich anging, indem er ihn schubste. Die alarmierte Polizei wollte den alkoholisierten, aggressiven und äußerst unkooperativen Mann in Gewahrsam nehmen. Um ihn zum Polizeirevier Ludwigsburg transportieren zu können, mussten sie ihn jedoch zum Streifenwagen tragen, da er sich weigerte selbstständig zu gehen. Während der weiteren polizeilichen Maßnahmen beleidigte der 26-Jährige die Polizisten, trat nach einem Beamten, ohne diesen zu treffen, und spuckte umher. Aufgrund gesundheitlicher Probleme musste er letztlich von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei ermittelt wegen versuchter Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Beleidigung gegen den 26-Jährigen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Jahresgrenzwert für Stickoxid weiter zu hoch – Ludwigsburg muss handeln und überlegt Radweg auf B27

Von Uwe Roth

Nun ist es amtlich: Die Stickstoffdioxid (NO2)-Werte an der Schlossstraße in Ludwigsburg sind weiterhin zu hoch. Der Jahresdurchschnitt lag 2021 mit 43 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m3) Luft über dem Grenzwert von 40 µg/m3, der seit dem Jahr 2010 Gesetz ist. Das Ergebnis fällt sehr zur Enttäuschung der Stadtverwaltung aus. Sie hatte gehofft, mit 15 XXL-Luftfiltersäulen in der Umgebung der Messstelle das Problem mit der Luftverschmutzung und ein damit drohendes Fahrverbot alter Dieselfahrzeuge ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Nach dem Prinzip eines Staubsaugers saugen die Geräte von Mann & Hummel Tag und Nacht Schadstoffpartikel ein und halten diese fest. Doch offensichtlich nicht genug.

Dass Ludwigsburg die einzige Stadt in Baden-Württemberg ist, der es nicht gelungen ist, den NO2-Wert dauerhaft im grünen Bereich zu halten, geht aus der in dieser Woche vorgelegten Statistik der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hervor. Sie betreibt die Luftmessstation an der vielbefahrenen Durchfahrtsstraße, die zugleich eine Bundesstraße (B27) ist. Im Schnitt fahren dort nach offiziellen Angaben täglich 62000 Fahrzeuge, vier Prozent davon sind Schwerlastverkehr. Aneinandergereiht ergäben diese eine Länge von über 300 Kilometer – also die Strecke von der Stadt bis zum Bodensee.

Die Stadtverwaltung betont, sie habe alles unternommen, um den Verkehr in der Schlossstraße zu entschleunigen. So sei Tempo 40 eingeführt, eine Busspur angelegt und die Ampeltechnik digitalisiert worden. Sie verweist auf das eingeführte, günstige Stadtticket fürs Busfahren und den Ausbau der eigenen Flotte mit E-Fahrzeugen. Die Vorgaben aus dem Luftreinhalteplan des Landes seien umgesetzt worden, wird versichert. Die Schadstoffbelastung ist tatsächlich etwas zurückgegangen: 2020 lag der Jahresdurchschnitt laut LUBW bei 47 µg/m3, im abgelaufenen Jahr bei 43. Doch knapp daneben ist auch vorbei. Dass der Luftreinhalteplan unzureichend ist, hat sich schon länger abgezeichnet.

Mit der Jahresstatistik der LUBW hat das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart an diesem Montag den Entwurf für eine Fortschreibung veröffentlicht. Das RP ist im Auftrag der Landesregierung für den Luftreinhalteplan zuständig. Dieser umfasst knapp 60 Seiten. Auf Seite 30 sorgt ein kurzer Absatz für Aufregung. Dort heißt es: „Die Stadt Ludwigsburg prüft in Abstimmung mit den zuständigen Behörden des Landes, inwieweit die B27 baulich reduziert werden kann, auch um Straßenflächen ggf. für nachhaltige Verkehrskonzepte (bspw. Fahrradspuren) zur Verfügung stellen.“ Das hätte zur Folge: Wenn weniger Fahrzeuge gleichzeitig auf der Schlossstraße fahren, weil weniger Straßenfläche zur Verfügung steht, verringert sich automatisch die Schadstoffbelastung der Luft.

Das könnte außerdem zu einem vom Land beschlossenen Plan passen, zwischen Bietigheim-Bissingen und Stuttgart einen Radschnellweg anzulegen. Und dieser soll nicht über die Felder oder gar am Neckar entlangführen, sondern möglichst auf kürzestem Weg von A nach B. Radfahrende sollen wie Autofahrer ohne Umwege ihr (berufliches) Ziel erreichen, so die Idee dahinter. Zwar gibt es entlang der Schlossstraße in der Baumallee einen Weg, den sich Fußgänger und Radfahrer teilen, doch dieser entspricht nicht der Norm für einen ordentlichen Radweg. Und erst recht nicht der Breite, die ein Radschnellweg haben muss.

Die Kommunalpolitik hat seit den 1960er Jahren das Image gepflegt, eine autofreundliche Stadt zu sein. Diesen Ruf wird sie so schnell nicht los: In den sozialen Medien ist der Aufschrei unter Autofahrern groß. in den Kommentaren sehen sie die Stadt weiter in der Pflicht, dem Autoverkehr Vorrang einzuräumen. Sie fordern unter anderem, die Grün-Phasen für den Straßenverkehr zu verlängern. Den Radverkehr betrachten sie als überbewertet. Die Stadt möchte den Durchgangsverkehr loswerden, dann wäre auch mehr Platz für den innerstädtischen Verkehr. Da die Planung und der Bau eines Radwegs auf der Schlossstraße mehrere Jahre in Anspruch nehmen, suchen die städtischen Planer nach weiteren kurzfristig umzusetzenden Lösungen. So sollen in Kürze an den Stadteingängen sogenannte Pförtner-Ampeln in Betrieb gehen. Die lassen dann eine für den Straßenraum erträgliche Zahl auf die Frankfurter und Stuttgarter Straße einfahren. Die Verwaltung geht nicht davon aus, dass vor den Pförtner-Ampeln längere Rückstaus entstehen werden.