Otfried Ulshöfer: Ex-Oberbürgermeister von Ludwigsburg wird 90

Er leitete die Geschicke Ludwigsburgs über zwei Amtszeiten hinweg. Das war von 1968 bis 1984. Seine Leistungen zum Wohl der Stadt und seiner Menschen waren außergewöhnlich. Diese wurden mit der Ludwigsburger Bürgermedaille und dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. An diesem Donnerstag (03.09.2020) begeht der ehemalige Oberbürgermeister Dr. Otfried Ulshöfer seinen 90. Geburtstag.

„Otfried Ulshöfer hatte früh erkannt, wie wichtig es ist, die Bürgerinnen und Bürger bei der Weiterentwicklung der Stadt zu beteiligen. Er stand für eine bürgerfreundliche Verwaltung, bot Bürgersprechstunde und Bürgertelefon an, lud zu Bürgerversammlungen ein. Das alles war wegweisend für die späteren Amtsinhaber“, würdigt Dr. Matthias Knecht den früheren OB zu dessen 90. Geburtstag. „Die Entscheidung, das Forum am Schlosspark zu bauen, wird stets mit seinem Namen verbunden sein.“ Er sei ein Oberbürgermeister gewesen, der sich weit über seine Dienstpflichten hinaus für das Wohl der Stadt und ihre Bürgerschaft engagiert habe, so der OB. Das bürgerfreundliche und moderne Ludwigsburg trage auch seine Handschrift.

Mit überwältigendem Ergebnis wiedergewählt

Der promovierte Jurist war zunächst wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut, ehe er zum Ministerium für Entwicklungshilfe nach Bonn ging. Dort arbeitete er unter anderem als Persönlicher Referent des Ministers. Am 17. November 1968 wählten ihn die Ludwigsburger Bürgerinnen und Bürger zum Oberbürgermeister der Stadt. Am 7. November 1976 wurde er mit der überwältigenden Mehrheit von 80,5 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt.

Durch den Bau einer Fußgängerzone im Herzen Ludwigsburgs und die Belebung des Einzelhandels setzte Ulshöfer auf eine attraktive Innenstadt. In seiner Amtszeit wurden bestehende Schulen wesentlich erweitert, begann der Neubau des Bildungszentrums West. Ulshöfer setzte sich auch für den Sport ein. Das Ergebnis waren zahlreiche neue Sportanlagen und Hallen.

Für den Bau des Forums mit zwei Sälen eingesetzt

Otfried Ulshöfer lag zudem am Herzen, das Bildungsangebot für die Ludwigsburger Bevölkerung zu erweitern. Hier ist vor allem auf den Ausbau der Stadtbibliothek und die Jugendmusikschule hinzuweisen. Sein großes kulturelles Verdienst ist die Förderung der Schlossfestspiele. Nicht zuletzt der Bau des Forums ist untrennbar mit seinem Namen verbunden. Gemeinsam mit seinem Ersten Bürgermeister Hans-Joachim Schäfer und weiteren Mitstreitern setzte er sich für eine Lösung mit zwei Sälen ein und schuf damit die Voraussetzungen für den Bau der Veranstaltungsstätte, die 1988 eröffnet wurde. Und den Schlossfestspielen eine Heimat gab.

Daneben hat sich Ulshöfer wesentlich um den Ausbau der Beziehungen zu den Partnerstädten Montbéliard (Frankreich) und Caerphilly (Wales) verdient gemacht. Er hatte eine Vielzahl an Ämtern inne, unter anderem als Vorsitzender des Städtetags Baden-Württemberg und Kreisrat des Landkreises Ludwigsburg.

Berater der indonesischen Regierung

Nach Ende seiner zweiten Amtszeit 1984 wechselte der gebürtige Göppinger als Personalgeschäftsführer zu Wüstenrot. Im Namen der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit beriet er als Leiter von Kommunalprojekten von 1990 bis 1993 die indonesische Regierung bei deren Vorhaben, die Verwaltung zu dezentralisieren.

Herausragend war Ulshöfers Engagement auf dem Gebiet der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit im afrikanischen Burkina Faso. Ludwigsburg und Montbéliard verpflichteten sich 2006, die dortige Stadt Kongoussi im Kampf gegen Armut und Analphabetismus zu unterstützen. So sollte die dortige Grundschule um drei Klassen erweitert werden. Auf Bitte des damaligen OB Werner Spec setzte sich Ulshöfer für die Finanzierung des Schulbaus ein. Er startete zahlreiche werbewirksame und kreative Spendenaktionen, um das Afrika-Projekt in Ludwigsburg bekannt zu machen. Mit großem Erfolg. Auch viele Ludwigsburger Schulen beteiligten sich mit Spenden. Ende 2007 eröffnete Ulshöfer die Grundschule im Rahmen seiner ersten Reise nach Kongoussi.

Pionierarbeit in Burkina Faso

Um das nächste Projekt in Kongoussi zu realisieren, leistete Ulshöfer Pionierarbeit. Für den Bau einer Berufsschule gründete er 2008 den Förderkreis Burkina Faso, dessen Vorsitz er übernahm. Für das Projekt erhielt der Verein Gelder beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. An der Berufsschule wurden anfangs Pumpen- und Zweiradmechaniker ausgebildet, später auch Schneiderinnen. Die Abstimmung mit dem Partner Montbéliard, der parallel in der Nachbarstadt Zimtanga Projekte verwirklichte, war ebenfalls Teil seines Engagements. 2009 weihte er mit einer Delegation aus der Partnerstadt deren Projekte ein.

2012 übergab Ulshöfer den Vorsitz an den Ersten Bürgermeister Konrad Seigfried. Ulshöfer hatte die wichtigsten Grundsteine für das Engagement in Burkina Faso gelegt. Bis heute sind ihm die Menschen in Kongoussi dankbar und verehren ihn, sehen sie doch in ihm den Menschen, der ihren Kindern den Zugang zu Bildung und Ausbildung ermöglicht hat.

red

Verkehrsbericht: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Verkehrsbericht gültig ab Montag, 31. August

Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd Ostrampe / L 1140
Wegen Umbaumaßnahmen an der Ostrampe der Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd und an der L 1140 ist die Autobahnauffahrt in Richtung Heilbronn gesperrt. Die L 1140 ist in beide Richtungen nur einspurig befahrbar.

Gebiet Altach
Hier besteht voraussichtlich bis Ende Oktober eine abschnittsweise Sperrung der Feldwege zwischen der Hirschbergschule und der Kläranlage Eglosheim sowie zwischen der Tammer Straße und der Autobahnmeisterei Ludwigsburg. Die Zufahrt zur Kläranlage und zur Hirschbergschule bleibt eingeschränkt frei; die Zufahrt zur Tammer Straße ist für Anlieger ebenfalls eingeschränkt frei.

Bönnigheimer Straße / Sachsenheimer Straße
Es besteht bis voraussichtlich Anfang September ein Vollsperrung der Bönnigheimer Straße sowie eine halbseitige Sperrung der Sachsenheimer Straße.

Friedenstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Anfang September eine halbseitige Sperrung zwischen der Schwieberdinger Straße und der Beyerstraße.

Heilbronner Straße /B 27
Hier wird die äußerste Fahrspur stadteinwärts wegen Instandsetzungs-Arbeiten an der Stützwand außerhalb der Hauptverkehrszeiten abschnittsweise gesperrt.

Johannesstraße
Hier besteht eine Vollsperrung im ersten Bauabschnitt zwischen der Mörikestraße und der Wernerstraße.  Zudem ist der Kreuzungsbereich Wernerstraße voll gesperrt, es besteht eine Sackgassenregelung. Der Anlieger- und Andienungsverkehr sind frei.
 
Kallenberg´sches Areal
Die Leonberger Straße ist zwischen der Solitudestraße und dem Zentralen Omnibus-bahnhof (ZOB) für den Individualverkehr gesperrt. Die Solitudestraße ist halbseitig gesperrt – die Verkehrsführung erfolgt stadteinwärts zwischen der Friedrichstraße und der Leonberger Straße.

Karl-Hüller-Straße
Es besteht bis voraussichtlich Anfang September eine Vollsperrung der Karl-Hüller-Straße.

Katharinenstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang Oktober eine halbseitige Sperrung. Der Gehweg ist für den Fußgängerverkehr gesperrt.

Keplerbrücke
Hier sind aufgrund von Sanierungsarbeiten drei Fahrspuren auf der Brücke gesperrt.

Mörikestraße
Hier kommt es bis voraussichtlich Ende August zwischen der Albrechtstraße und der Martin-Luther-Straße zu Beeinträchtigungen im Baustellenbereich.

Neckarhalde
Hier besteht auf Höhe der Neckarhalde 39 bis voraussichtlich Ende Dezember eine Vollsperrung für den Kfz-, Fußgänger- und Radverkehr. Es besteht eine Umleitung über: Neckarhalde – Herrmann-Wißmann-Straße – Steinäckerstraße.
 
Riedstraße / Ecke Theurerstraße
Es kommt voraussichtlich bis Mitte September zwischen der Riedstraße 27 und der Riedstraße 45 zu Beeinträchtigungen im Baustellenbereich und des nördlichen Gehwegs.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.   
 
Schwieberdinger Straße /Keplerstraße /Friedrichstraße
(zwischen der Martin-Luther-Straße und der Stuttgarter Straße)
Hier besteht eine einspurige Verkehrsführung im Baufeld. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt beziehungsweise teilweise nicht möglich. Die Zu- und Abfahrt aus der Pflugfelder Straße in die Schwieberdinger Straße ist nicht möglich. Die Baumaßnahmen dauern voraussichtlich bis März 2021.
 
Siemensstraße
Hier kommt es vorrausichtlich bis Ende September zwischen der Einsteinstraße und der Siemensstraße 32 zu Beeinträchtigungen im Baustellenbereich und des nördlichen Gehwegs.

Solitudestraße
Zwischen der Solitudestraße 20 und der Solitudestraße 19 besteht vorrausichtlich bis Mitte September  eine halbseitige Sperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.
 
Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und die Dauer derzeit noch nicht genau absehbar.

Untere Kasernenstraße – Parkplatz Untere Stadt
Der Parkplatz Untere Stadt ist im Zuge der Umgestaltung des Walckerparks bis voraussichtlich April 2021 gesperrt. Im Bereich der Unteren Kasernenstraße, der Oberen Kasernenstraße und der Bietigheimer Straße werden daher die öffentlichen Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt (Bewohnerparkbereich 1).
 
Waldäcker III
Hier sind temporäre Einschränkungen bei der Nutzung des Radweges entlang der Schwieberdinger Straße möglich. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und die Dauer derzeit noch nicht genau absehbar.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Was in Ludwigsburg und der Region los war

Gemarkung Kornwestheim: Auffahrunfall mit einer leicht verletzten Person

Ein 58-jähriger VW Golf Fahrer sowie ein 50 Jahre alter Ford Focus Fahrer befuhren am Freitag gegen 17:55 Uhr die B27 in Richtung Ludwigsburg. Zwischen den Ausfahrten Kornwestheim Süd und Kornwestheim Mitte kam es auf Grund einer Baustelle zu stockendem Verkehr. Als der Ford-Fahrer verkehrsbedingt abbremste fuhr ihm der Fahrer des Golfs auf. Durch den Zusammenstoß wurde der 50-Jährige leicht verletzt. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 2.000 Euro.

Asperg: Nach Verkehrsunfall geflüchtet – ZEUGENAUFRUF

Am Samstag gegen 21:00 Uhr fuhr ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker in der Eberhardstraße in Asperg auf zwei ordnungsgemäß am Fahrbahnrand geparkte Pkw auf. Bei der Kollision wurde ein BMW auf einen VW geschoben. Anschließend entfernte sich der Verursacher unerlaubt in Richtung Badstraße. Durch einen Zeugen, der den Unfall beobachtet hat, dürfte es sich bei dem Flüchtigen um ein weißes Fahrzeug handeln, welches an der Stoßstange beschädigt sein müsste. Durch den Verkehrsunfall entstand Sachschaden in Höhe von ca. 4.000 Euro. Hinweise nimmt das Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 / 13130, entgegen.

Kornwestheim: Kollision zwischen Radfahrer und E-Scooterfahrer

Am Samstag gegen 09:30 Uhr ereignete sich auf der Solitudeallee, außerhalb von Kornwestheim, ein Verkehrsunfall. Ein 53-jähriger Rennradfahrer befuhr die Strecke aus Richtung Stuttgart-Stammheim kommend in Richtung Ludwigsburg. Er übersah beim Abbiegevorgang nach links in die Münchinger Straße einen ihm entgegenkommenden 51-Jährigen auf seinem Elektro-Scooter. Es kam zur Kollision, bei welcher der Scooter-Lenker schwer verletzt wurde. Er musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht werden. Zu Beschädigungen an den Fahrzeugen führte der Zusammenstoß nicht.

BAB 81 Gemarkung Mundelsheim: Erst abgedrängt dann abgehauen

Zu einem Verkehrsunfall mit ca. 5.000 Euro Sachschaden kam es am Samstagnachmittag gegen 15:40 Uhr auf der Autobahn 81 im Bereich der Anschlussstelle Mundelsheim. Der 20-jährige Fahrer eines Pkw Mercedes befuhr hierbei die Strecke in Fahrtrichtung Stuttgart auf der linken Fahrspur, als er plötzlich von einem schnell von hinten heranfahrenden schwarzen BMW rechts überholt und anschließend geschnitten wurde. Durch eine Bremsung und ein Ausweichmanöver nach links konnte der Mercedes-Fahrer einen Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge erfolgreich verhindern, kam jedoch hierbei von der Fahrbahn ab und kollidierte im weiteren Verlauf mit der dortigen Leitplanke. Verletzt wurde bei dem Unfall glücklicherweise niemand. Der bislang unbekannte BMW-Fahrer setzte nach dem Vorfall seine Fahrt fort und entfernte sich hiermit unerlaubt von der Unfallstelle. Zum schwarzen BMW ist lediglich bekannt, dass er eventuell ein Hamburger Kennzeichen („HH“) gehabt haben könnte. Zeugen werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg unter der Telefonnummer 0711/6869-230 in Verbindung zu setzen.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

„Die Eröffnung der 21. Kürbisausstellung war ein Herzschlagfinale“

Von Patricia Leßnerkraus

Wie jedes Jahr öffnet das Blühende Barock seine Tore für die beliebte Kürbisausstellung. Diesmal dreht sich alles um Musik. Doch wegen Corona mussten die Verantwortlichen auch einige Änderungen vornehmen.

In diesen Früchten steckt ganz schön viel Musik. Und genau das ist auch das Thema der 21. Kürbisausstellung im Blühenden Barock, die an diesem Freitag eröffnet wurde. 14 wunderschöne Figuren, wie immer gestaltet vom künstlerischen Leiter Pit Ruge, decken das musikalische Spektrum von der Klassik bis zum Rock’n Roll auf kreative Weise ab. Ein besonderes Highlight dürfte neben der überlebensgroßen Büste des Komponisten Ludwig van Beethovens vor allem die legendäre Zunge des Logos der Rolling Stones sein. Ganze 2.000 Kürbisse sind in die 2m breite und 2,70m lange Zunge verarbeitet, die vor einer 3m auf 4m großen Rückwand aus Kürbissen steht.

Dass die Besucher des Blühenden Barocks in diesem Jahr tatsächlich in den Genuss der Ausstellung kommen, ist allein dem unglaublichen Arbeitseinsatz des Teams der Jucker Farm unter Aufbauleiterin Alisa Käfer zu verdanken. Das bestätigte auch BlüBa-Direktor Volker Kugel, denn er gestand: „Diese Ausstellung ist tatsächlich in der Umsetzung einer der spannendsten überhaupt, es war ein Herzschlagfinale.“ Erst letzte Woche wurden die Kürbisse in den Schlossgarten geliefert, da die Früchte in diesem Jahr nicht so gewachsen sind wie sonst und man sie voll ausreifen lassen wollte. „Unsere Saison beginnt immer ab März, aber es gab Probleme mit der Saatgutbeschaffung und der Lieferung, aber auch mit den notwendigen Saisonarbeitern. Schuld daran war die weltweite Verbreitung von Corona,“ erklärte Jens Eisenmann, Chef des gleichnamigen Obsthofs in Marbach-Rielingshausen, der wie jedes Jahr für die Aufzucht der vielen Ausstellungsstücke verantwortlich ist. Corona ist auch mit ein Grund dafür, dass die Macher der Ausstellung 2020 in der Artenvielfalt keinen neuen Rekord aufstellen werden. „Wir rechnen mit 350 bis 400 Sorten, das ist weit entfernt von einem neuen Rekord“, bestätigt Alisa Käfer.

„Wegen Corona wird es auch einige Änderungen geben“, erläuterte Volker Kugel. So sei die Ausstellung mit 7 Hektar weitläufiger als in den Vorjahren und dauere durch die Saisonverlängerung bis 6. Dezember insgesamt 101 Tage lang. Die 14 Figuren wurden mit ausreichend Distanz zueinander im unteren Schlossgarten platziert, so dass die Besucher ebenfalls genügend Platz haben werden, um die geforderten Abstände einzuhalten. An nicht zu verhindernden Engpässen gilt ebenso die Maskenpflicht wie an den Eingängen. „Da wir maximal 6.000 Besucher gleichzeitig im Park haben dürfen, haben wir alle Veranstaltungen abgesagt, bei denen mit hohem punktuellen Besucheraufkommen zu rechnen wäre“, bedauert Volker Kugel. Gestrichen wurden unter anderem die  „Größte Kürbissuppe, die Kürbisregatta und die Wiegemeisterschaften. „Letztere werden zwar stattfinden, aber eben ohne Publikum,“ versichert Kugel. „Wir werden die großen Kürbisse aber direkt nachdem dem Wiegen ins Blühende Barock fahren und dort einzeln mit großem Abstand zueinander später dem Publikum präsentieren.“

Als Ausgleich für die gestrichenen Veranstaltungen haben sich die Macher um BlüBa-Chef Volker Kugel und Stefan Hinner, Verantwortlicher des Veranstaltungsteams, dazu entschieden, das beliebte Riesenkürbisschnitzfestival wöchentlich durchzuführen. Und sie haben sich noch weitere Höhepunkte überlegt Als absolute Neuheit überraschen die „Leuchtenden Traumpfade“ alle BlüBa-Besucher. Sie beginnen am 31. Oktober und dauern bis zum Saisonende. Auf den 1,5 km langen leuchtenden Traumpfaden erleben die Besucher eine eindrucksvolle Inszenierung aus Illumination, Lichtinstallationen, Lasertunnel, Soundcollagen und Nebeleffekten. Der gesamte Schlosspark wird dadurch täglich ab Einbruch der Dunkelheit bis zur Schließung um 21.30 Uhr in eine ganz besondere Abendstimmung versetzt. Weitere Highlights werden jeweils ein Wochenende rund um den Öl- und den Flaschenkürbis sein, ebenso das Laternenbasteln aus Kürbissen, das Thanksgiving-Fest und eine kleine Weihnachtsausstellung. Zum krönenden Abschluss der Saison kommt schließlich der Nikolaus ins Blühende Barock. Danach schließen sich die Tore des Schlossparks und die Überlegungen für die nächste Saison.

Corona-Neuinfektionen: So sehen die Zahlen vor dem Wochenende aus

Die Lage in Ludwigsburg:

Das Landratsamt meldete am Freitag 15 weitere Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg stieg am Freitag (28.08. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2.127. Gestern wurden 13 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.900 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 17 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Freitag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 327 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 41.574, davon sind ungefähr 36.516 Personen wieder genesen. Gestern wurden 283 bestätige Infektionen gemeldet. Dem Landesgesundheitsamt wurde heute kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Nach einer Fallkorrektur um zwei nach unten, beträgt die Zahl der Todesfälle jetzt insgesamt 1.862. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Donnerstag mit R 1,04 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Flüchtiger Tatverdächtiger aus Ludwigsburg in Belgien festgenommen

Zielfahnder des Landeskriminalamts Baden-Württemberg haben in Zusammenarbeit mit belgischen Sicherheitskräften und dem Bundeskriminalamt am Donnerstag in Schaerbeek (Belgien) den 30-jährigen albanischen Staatsangehörigen festgenommen. Das gab das Polizeipräsidium am Freitag in einer Pressemitteilung bekannt.

Der am 5. August bei einem geplanten Zugriff im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren wegen internationalen Rauschgifthandels im Marstall-Center in der Ludwigsburger Innenstadt geflüchtete 30-Jährige wurde am Donnerstag von belgischen Sicherheitskräften festgenommen, heißt es in der Mitteilung.

Wie wir berichteten, konnten bei der fingierten Rauschgiftübergabe in der Tiefgarage vom Marstall-Center ein 34-jähriger Kosovare und ein 33-jähriger Serbe festgenommen werden, während dem 30-Jährigen mit einem Pkw die Flucht gelang. Er war dabei auf einen Polizeibeamten zugefahren und hatte ihn leicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragte daraufhin beim Amtsgericht Stuttgart einen Europäischen Haftbefehl gegen den Flüchtigen, der nach seiner Festnahme nunmehr zeitnah an die deutschen Behörden überstellt werden wird.

red

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Jogger von Luftgewehr-Projektil getroffen; Aggressiver Gast landet in Gewahrsam

Ludwigsburg: Jogger von Luftgewehr-Projektil getroffen

Beim Joggen auf einem Feldweg in Verlängerung der Gneisenaustraße entlang der dortigen Eisenbahngleise ist ein 31-jähriger Jogger am Donnerstagabend gegen 19:30 Uhr von einem Projektil getroffen worden, das vermutlich aus einem Luftdruckgewehr abgeschossen wurde. Der dadurch am rechten Bein leicht verletzte Mann wurde vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, das er aber nach ambulanter Versorgung wieder verlassen konnte. Die Polizei leitete mit mehreren Streifenbesatzungen und mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers umgehend Fahndungsmaßnahmen nach dem unbekannten Schützen ein, die jedoch nicht zum Erfolg führten. Personen, die zur fraglichen Zeit verdächtige Wahrnehmungen im Bereich Gneisenaustraße/Schillstraße und den dortigen Gleisanlagen in Pflugfelden gemacht haben, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, zu melden.

Ludwigsburg: Renitenter Gast

In der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers endete in der Nacht zum Freitag für einen 57-Jährigen ein Gaststättenbesuch am Ludwigsburger Marktplatz. Gegen 00:20 Uhr hatte der Inhaber die Polizei verständigt, nachdem der 57-Jährige das Lokal nicht verlassen wollte und aggressiv geworden war. Dieses Verhalten setzte der deutlich alkoholisierte Mann auch nach Eintreffen der Polizisten fort und kam einem Platzverweis nicht nach. Er wurde daraufhin in Gewahrsam genommen und musste die restliche Nacht beim Polizeirevier verbringen.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Studie: Wachsender Teil der Arbeitsplätze im Kreis Ludwigsburg durch Computer ersetzbar

Wenn der Kollege Computer übernimmt: Der digitale Umbruch in der Arbeitswelt könnte im Landkreis Ludwigsburg Tausende Jobs kosten. Davor warnt die Gewerkschaft NGG in einer Pressemitteilung am Donnerstag und verweist auf eine Regionalstudie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Danach sind im Kreis Ludwigsburg 26 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in hohem Maße durch die Digitalisierung bedroht. Bei diesen Stellen könnten bereits heute mindestens 70 Prozent aller Tätigkeiten von computergesteuerten Maschinen erledigt werden. Grundsätzlich könne die Digitalisierung sowohl zur Aufwertung von Berufen führen als auch zu deren Abbau, so die Forscher. 

Die NGG spricht von „alarmierenden Zahlen“, warnt jedoch vor „Schwarzmalerei“: „Vom Homeoffice bis zur Videokonferenz: Corona hat dem digitalen Wandel der Arbeitswelt einen zusätzlichen Schub gegeben. Ob Computer tatsächlich so viele Jobs ersetzen, das liegt auch an den Unternehmen und den Beschäftigten. Dort, wo Mitarbeiter für die digitale Zukunft fit gemacht werden, kann die Industrie 4.0 eine große Chance sein“, sagt Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG Stuttgart. Nötig sei eine Qualifikationsoffensive. Wer seine Mitarbeiter jetzt nicht fortbilde, verschlafe die Veränderungen in der Arbeitswelt, so Zacher. „Dabei sollten auch die Betriebsräte ein Wort mitreden. Sie wissen, wo der Bedarf in der Firma am größten ist.“ 

Das zeige sich etwa an der Ernährungsindustrie – mit rund 3.800 Beschäftigten ein „wichtiger Wirtschaftsfaktor“ im Kreis Ludwigsburg: „In der Branche kümmern sich Arbeitnehmervertreter seit Jahren darum, dass Automatisierung und Digitalisierung nicht zulasten der Mitarbeiter gehen. Während der Pandemie handeln sie Regeln aus, damit die Heimarbeit etwa in Verwaltungsjobs die Menschen nicht rund um die Uhr belastet“, erklärt Zacher. Viele Beschäftigte, die früher am Fließband standen, arbeiteten heute in der Qualitätskontrolle. Und Lagerlogistiker bauten auf die Unterstützung von vernetzten Computern, die Zutaten automatisch dann bestellen, wenn sie zur Neige gehen. 

Nach Angaben des IAB hat die Digitalisierung in den letzten Jahren deutlich an Fahrt gewonnen: Allein zwischen 2013 und 2016 stieg der Anteil der Arbeitsplätze, die potentiell zu einem Großteil durch Maschinen ersetzbar sind, bundesweit von 15 auf 25 Prozent. Berufe in der Fertigung sind demnach besonders betroffen. 

Doch wie dramatisch die Folgen tatsächlich sind, das hängt laut IAB nicht nur von den Unternehmen und den Beschäftigten ab. „So wird es weiterhin Handwerksbäckereien geben, wenn Verbraucher ein handgebackenes Brot mehr wertschätzen als ein maschinell gefertigtes“, schreiben die Forscher. 

red

Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg und Ludwigsburg

Die Lage in Ludwigsburg:

Das Landratsamt meldete am Donnerstag 13 weitere Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg stieg am Donnerstag (27.08. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2112. Gestern wurden 14 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.898 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 18 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Donnerstag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 283 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 41.247, davon sind ungefähr 36.381 Personen wieder genesen. Gestern wurden 277 bestätige Infektionen gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um einen auf 1.864. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Donnerstag mit R 1,04 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

„Sauberkeit rettet Leben“: Gewerkschaft fordert mehr Geld für Reinigungskräfte

Hygiene-Garanten in der Pandemie: Die rund 3.300 Reinigungskräfte im Landkreis Ludwigsburg sollen mehr Geld bekommen. Das fordert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Durch Corona werde deutlich, wie sehr es auf die oft unsichtbare Arbeit von Gebäudereinigerinnen ankomme. „Ohne ihren Einsatz in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Supermärkten würde die Gesellschaft kaum so glimpflich durch die Krise kommen. Letztlich rettet Sauberkeit Leben“, so Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart in einer Pressemitteilung vom Donnerstag.

Die Arbeitsbelastung der Reinigungskräfte habe pandemiebedingt stark zugenommen. „Um die neuen Hygienevorschriften einzuhalten, muss noch häufiger gereinigt werden. Etwa in Schulen soll jede Klinke mehrfach am Tag desinfiziert werden“, erklärt Paul. Trotz der zusätzlichen Aufgaben sei jedoch meist kein weiteres Personal eingestellt worden. Auch Bonus-Zahlungen habe es nicht gegeben – „obwohl die Beschäftigten täglich einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind“.

In der laufenden Lohn-Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk fordert die IG BAU ein Plus von 1,20 Euro pro Stunde für die zwei Mindestlöhne der Branche. Damit erhöhe sich der Einstiegsverdienst auf zwölf Euro pro Stunde. Glas- und Fassadenreiniger kämen auf 15,30 Euro. Auszubildende sollen 100 Euro mehr pro Monat erhalten. Außerdem drängt die Gewerkschaft auf den Startschuss für das bereits im vergangenen Jahr geforderte Weihnachtsgeld in Höhe von 80 Stundenlöhnen. 

Die IG BAU ruft die Arbeitgeber auf, in der nächsten Tarifverhandlung ein „akzeptables Angebot“ vorzulegen. Die Beschäftigten erwarteten die Anerkennung für ihre unverzichtbare Arbeit. Hinzu kämen massive Lohneinbußen derer, die über Monate mit dem Kurzarbeitergeld auskommen mussten, heißt es in Mitteilung weiter. „Nach dieser Durststrecke ist nun jeder zusätzliche Euro wichtig.“

Die Tarifverhandlungen zwischen der IG BAU und dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) gehen am 3. September in Köln in die zweite Runde.

red