Verkehrsbericht: Welche Straßen und wann die Bärenwiese diese Woche gesperrt werden

Verkehrsbericht gültig ab Montag, 12. Oktober

Sperrung Bärenwiese
Datum:                  Sperrzeiten:                     Parkfläche:
12. Oktober            7 bis 22.00 Uhr               Ost – Teilsperrung
17. Oktober            7 bis 11.00 Uhr               West – Vollsperrung

Gebiet Altach
Hier besteht bis Ende Oktober eine abschnittsweise Sperrung der Feldwege zwischen der Hirschbergschule und der Kläranlage Eglosheim sowie zwischen der Tammer Straße und der Autobahnmeisterei Ludwigsburg. Die Zufahrt zur Kläranlage und zur Hirschbergschule bleibt eingeschränkt frei; die Zufahrt zur Tammer Straße ist für Anlieger ebenfalls eingeschränkt frei.
 
Brahmsweg (Schlösslesfeldschule)
Es besteht bis voraussichtlich Ende April 2021 eine Vollsperrung auf Höhe des Gebäudes Brahmsweg 30/2.

Bönnigheimer Straße
Hier besteht eine Vollsperrung mit einer örtlichen Umleitung bis voraussichtlich Mitte Oktober.
 
Dieselstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Ende November zwischen der Römeraue und der Friedenstraße eine halbseitige Sperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.

Einsteinstraße
Hier kommt es zwischen der Einsteinstraße 17 und der Daimlerstraße zu halbseitigen Sperrungen in den jeweiligen Bauabschnitten bis voraussichtlich bis Mitte November.

Feldweg
Hier kommt es zwischen der Seeschloßallee und Lichtäcker 36 zu einer Vollsperrung des
Feldwegs, voraussichtlich bis Ende November 2020.
 
Friedrichstraße Nordseite
Hier steht bis voraussichtlich März 2021 zwischen der Solitudestraße und der Stuttgarter Straße nur jeweils eine Fahrspur in jeder Richtung zur Verfügung.

Gänsfußallee
Es besteht voraussichtlich bis Ende November 2020 eine halbseitige Sperrung der Gänsfußallee mit Einbahnstraßenregelungen, zwischen der Grönerstraße/Hoferstraße und der Brenzstraße (Fahrrichtung von der Hoferstraße in Richtung Schwieberdinger Straße).

Heilbronner Straße /B 27
Hier wird die äußerste Fahrspur wegen Instandsetzungsarbeiten an der Stützwand außerhalb der Hauptverkehrszeiten abschnittsweise gesperrt.

Johannesstraße
Hier besteht eine Vollsperrung im ersten Bauabschnitt zwischen Mörike- und Wernerstraße, eine Vollsperrung im Kreuzungsbereich Wernerstraße führt zu einer Sackgassenregelung. Der Anlieger- und Andieungsverkehr ist frei. Der Fertigstellungszeitpunkt ist nicht bekannt, da dies Witterungsabhängig ist.
 
Kallenberg´sches Areal
Die Leonberger Straße ist zwischen der Solitudestraße und dem Zentralen Omnibus-bahnhof (ZOB) für den Individualverkehr gesperrt. Die Solitudestraße ist halbseitig gesperrt – die Verkehrsführung erfolgt stadteinwärts zwischen der Friedrichstraße und der Leonberger Straße.

Karl-Hüller-Straße
Es besteht eine Vollsperrung der Karl-Hüller-Straße bis voraussichtlich Mitte Oktober.

Katharinenstraße
Es besteht eine halbseitige Sperrung bis voraussichtlich Anfang/Mitte November

red

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Gewinner-Kürbis in Ludwigsburg bringt 745 Kilogramm auf die Waage

Im Blühenden Barock Ludwigsburg fand am Sonntag die Europameisterschaft im Kürbiswiegen statt. Aufgrund der momentanen Situation wurden die Kürbisse ohne Publikum gewogen und erst nach dem Wiegen zum Teil ins Blühende Barock gefahren. Dort können einige der Kürbisse nun von den Besuchern bestaunt werden.

Aufgrund der anhaltenden Corona-Situation waren ausschließlich Züchter aus Deutschland und Österreich anwesend – insgesamt wurden zehn Kürbisse gewogen. Den schwersten Kürbis hatte Oliver Langheim (Brandenburg) nach Ludwigsburg gebracht. Stolze 745 Kilogramm brachte das Exemplar der Sorte Atlantic Giant auf die Waage. Auf Platz zwei landete das Team JCB aus Österreich, der Kürbis des Jugendzentrums in der Region Wienerwald wog 731 Kilogramm. Platz drei belegte Michael Asam aus Heretshausen in Bayern mit seinem 712,5-Kg-Exemplar.

Die erst- und zweitplatzierten Kürbisse reisen mit den jeweiligen Züchtern wieder in die Heimat, der drittplatzierte Kürbis verbleibt im Blühenden Barock und wird gut sichtbar für die Besucher aufgestellt. “Aber keine Sorge, auch der drittplatzierte Kürbis sieht riesig aus”, versichert Stefan Hinner vom Organisationsteam der Ausstellung. “Die Besucher des Blühenden Barock werden begeistert sein.” Alle Gewinnerkürbisse sind Exemplare der Sorte Atlantic Giant, die Sorte wurde speziell für die Züchtung von Riesenkürbissen entwickelt. Das Saatgut der Gewinnerkürbisse ist sehr beliebt und kann auf Auktionen mehrere Hundert Euro pro Samenkorn einbringen. Damit ein Kürbis so riesig und schwer wird, benötigen die Züchter also das richtige Saatgut, viel Erfahrung und Wissen rund um das Kürbiszüchten – außerdem natürlich viel Platz, Sonne und Wasser. Um die genetischen Voraussetzungen des Saatguts nicht zu verschlechtern, werden die Kürbisse kontrolliert von Hand bestäubt. Ab Mai wachsen die Kürbisse rund 100 Tage bis sie geerntet werden können.

Aktueller Weltmeister ist der Belgier Mathias Willemijns mit einem Atlantic Giant von unglaublichen 1190,5 kg.

red

Corona: Landkreis Ludwigsburg nähert sich immer mehr kritischem Grenzwert

Die Lage am Samstag (10.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg ist weiterhin auf einem hohen Niveau und nähert sich immer mehr dem kritischen Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete am Samstag binnen 24 Stunden weitere 56 Corona-Fälle. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Landkreis somit durchschnittlich 43,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Gestern wurde 70 Neuinfektionen gemeldet.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Samstag somit auf mindestens 3.044. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind blieb unverändert bei 70. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.625 beziffert. Das sind 24 mehr als am Vortag.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 10.10.)

Affalterbach ( 0 )
Asperg ( 7 )
Benningen am Neckar ( 9 )
Besigheim ( 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 43 )
Bönnigheim ( 1 )
Ditzingen ( 11 )
Eberdingen ( 5 )
Erdmannhausen ( 3 )
Erligheim ( 0 )
Freiberg am Neckar ( 16 )
Freudental ( 26 )
Gemmrigheim ( 5 )
Gerlingen ( 11 )
Großbottwar ( 3 )
Hemmingen ( 4 )
Hessigheim ( 2 )
Ingersheim ( 3 )
Kirchheim am Neckar ( 0 )
Korntal-Münchingen ( 28 )
Kornwestheim ( 20 )
Löchgau ( 0 )
Ludwigsburg ( 48 )
Marbach am Neckar ( 6 )
Markgröningen ( 4 )
Möglingen ( 8 )
Mundelsheim ( 1 )
Murr ( 4 )
Oberriexingen ( 2 )
Oberstenfeld ( 3 )
Pleidelsheim ( 11 )
Remseck am Neckar ( 9 )
Sachsenheim ( 11 )
Schwieberdingen ( 2 )
Sersheim ( 2 )
Steinheim an der Murr ( 10 )
Tamm ( 3 )
Vaihingen an der Enz ( 20 )
Walheim ( 3 )

 

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Samstag meldete das Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg weitere 520 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 53.853, davon sind ungefähr 46.054 Personen wieder genesen. Gestern wurden 527 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um zwei auf insgesamt 1.901.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Beschäftigte in Ludwigsburg kämpfen um Jobs – Mann+Hummel ist ein Beispiel von vielen

Von Uwe Roth

Kurzarbeitergeld, Abfindungen, betriebsbedingte Kündigungen: In immer mehr Großunternehmen der Region scheint sich der schrittweise Vorgang zum Abbau von Arbeitsplätzen oder sogar Schließungen von Produktionsstätten zu wiederholen. Bei Mann+Hummel ist der letzte Schritt offensichtlich eingeleitet. Am Dienstag standen ab 4.30 Uhr bis um 15 Uhr Beschäftigte und IG Metall-Funktionäre vor den Toren des Automobilzulieferers in Ludwigsburg. Ende Juli hatte die Geschäftsführung verkündet, dass die bestehenden Fertigungsaufträge auslaufen oder verlagert werden. Für die Produktion am Firmensitz Ludwigsburg bedeutet dies das Aus für das Werk. Es geht es um rund 430 von insgesamt 1500 Arbeitsplätze. Weltweit hat das Unternehmen 22.000 Beschäftigte. Die Arbeitgeberseite betrachtet die getroffene Entscheidung als alternativlos. Der Betriebsrat ist fassungslos: „Wir sind ein Betrieb“, betonte Arbeitnehmervertreter Werner Bühler. „Wir haben zusammen das Unternehmen stark gemacht. Und so sehen wir uns auch als Familie“, sagte er bei der Protestaktion.

Die betroffenen Mitarbeiter klammern sich ans Prinzip Hoffnung. Immer mal wieder war bei Mann+Hummel von Produktionsverlagerungen die Rede, die aber bislang ohne Folgen blieb. Hoffnung setzten sie daher auf das erste Gespräch am Mittwoch mit der Geschäftsführung. Matthias Fuchs, Geschäftsführer IG Metall Ludwigsburg sagte im Anschluss dazu: „In Verhandlungen gibt es immer zwei Wege: Es gibt den konstruktiven Weg. Ich denke, da werden wir viele konstruktive Vorschläge einbringen.“ Gleichzeitig drohte er: „Und es gibt den anderen Weg. Wenn der Arbeitgeber sich nicht auf den ersten Weg einlässt, werden wir auch den zweiten Weg gehen und das bedeutet dann Kampf.“

Die Geschäftsleitung von Mann+Hummel hält sich dagegen eher bedeckt. Auf Anfrage, wie der jüngste Stand der Verhandlung sei, teilte eine Sprecherin mit: „Im Anschluss an die Ankündigung Ende Juli haben wir sehr zügig vertrauensvolle Gespräche mit dem Betriebsrat zum Abschluss eines Interessenausgleichs aufgenommen. Unser Anliegen ist es, den mit der unternehmensseitig geplanten Werksschließung einhergehenden Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.“ Nähere Informationen hierzu könne das Unternehmen erst mitteilen, wenn die Verhandlungen mit dem Betriebsrat abgeschlossen seien.

Im Juli hatte Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Fischer erklärt: „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, denn das Werk besteht bereits seit 1954 in Ludwigsburg.“ Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sei diese aber nötig. Zurück bleibt der Firmensitz mit der Forschungs- und Entwicklungszentrale. „Wir werden weiter in das Technologiezentrum investieren. Wir stehen zum Standort Ludwigsburg“, so Fischer.

Erst zwei Wochen davor hatten die Ludwigsburger Funktionäre Gewerkschaft mit Bosch-Beschäftigten in Bietigheim-Bissingen protestiert. Dort sind 290 Stellen gefährdet, weil der Konzern bis Ende kommenden Jahres die Produktion von Lenksystemen in Ausland verlagern will. Die Rede ist von Ungarn. Etwa 400 Menschen bildeten eine Menschenkette rund um das Werksgelände. Nicht weit entfernt hatte das Unternehmen Dürr in Bietigheim-Bissingen den Abbau von 450 Stellen in Deutschland angekündigt. Dürr ist ein führender Hersteller von Lackieranlagen. Für 2019 hatte der Vorstand noch einen Jahresüberschuss von 61 Millionen Euro gemeldet. „Der Dürr-Konzern hat im Jahr 2019 neue Höchstwerte bei Auftragseingang und Umsatz erzielt“, hieß es. Seine „unterjährig angepassten Ergebnisziele“ seien übertroffen worden. Nun wird der Umsatzrückgang in der weltweiten Corona-Krise begründet. Doch schon Mitte vergangenen Jahres hatte das Handelsblatt berichtet, dass der Konzern seine Prognose für 2019 wegen schlechter China-Geschäfte habe kappen müssen.

Dass die Automobilbranche insbesondere in der Region Stuttgart in eine gefährliche Schieflage geraten könnte, wollte man lange nicht öffentlich wahrnehmen. Die Gewinne der Unternehmen waren bis vor wenigen Jahren für ein solches Szenario einfach zu gut. Erst als am 23. September Pläne des Daimler-Vorstands bekannt wurden, im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim in den kommenden fünf Jahren 4000 Stellen abzubauen, wurden auch harte Kritiker des Elektromotors hellhörig und verunsichert. Die Begründung lautete, Untertürkheim sei als Standort viel zu teuer. Außerdem würden die Daimler-Kompetenzen im konventionellen Antrieb in den nächsten Jahren zunehmend an Bedeutung verlieren. Deshalb müsste der Konzern Stellen abbauen.

Frank Hahn ist seit 30 Jahren Rechtsanwalt für Arbeitsrecht und Partner in der Stuttgarter Kanzlei Kasperknacke. Der Stuttgarter Zeitung sagte er: „Mein Eindruck ist, dass viele Unternehmen Corona und die damit einhergehenden Auftragsrückgänge nutzen, um sich für die Zukunft besser aufzustellen.“ Das hätten Unternehmen in der Vergangenheit, als es wirtschaftlich besser lief, nicht so auf dem Schirm gehabt. „Wenn alles läuft und man hat zu viele Leute an Bord, ist die Notwendigkeit zum Handeln nicht so da“, sagte er.

Corona-Virus: So sehen die Zahlen am Freitag im Landkreis Ludwigsburg aus

Update 10.10. 07.00 Uhr

Die Lage am Freitag (09.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg ist am Freitag weiter gestiegen. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete am Freitag binnen 24 Stunden weitere 70 Corona-Fälle. Das Landratsamt korrigierte die Zahl um 25 nach oben. Ursprünglich waren 45 Neuinfektionen gemeldet worden. Über die Ursache des Fehlers wurde zunächst keine Angaben gemacht. Möglicherweise handelt sich um Nachmeldungen.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Donnerstag somit auf mindestens 2.988. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wurde vom Landratsamt auf 70 korrigiert. Laut dem Landratsamt wurden bei vier der bisher mit 74 angegebenen Verstorbenen im Nachhinein eine andere Todesursache festgestellt. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.599 beziffert. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Landkreis 35,7 Neuinfektionen (Grenzwert: 50) je 100.000 Einwohner.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Freitag meldete das Landesgesundheitsamt in Baden-Württemberg weitere 527 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 53.333, davon sind ungefähr 45.770 3 Personen wieder genesen. Gestern wurden 584 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg um einen auf insgesamt 1.899.

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,34 angegeben.

 

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Razzia im Kreis Ludwigsburg gegen kurdische Bande

Mit einer Durchsuchungsaktion bei fünf Tatverdächtigen in Ludwigsburg, Kornwestheim und Steinheim an der Murr sowie der Festnahme eines 17-Jährigen reagierte das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Donnerstagmorgen auf die seit mehreren Monaten registrierten Übergriffe einer Gruppe kurdischstämmiger Jugendlicher und junger Erwachsener in der Ludwigsburger Innenstadt. Das gab das Polizeipräsidium Ludwigsburg und die Staatsanwaltschaft in Stuttgart am Freitag bekannt. 

Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler nach eigenen Angaben Mobiltelefone und andere Datenträger sicher. Der festgenommene 17-Jährige wurde am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart dem Haftrichter beim Amtsgericht Ludwigsburg vorgeführt, der den gegen ihn beantragten Haftbefehl in Vollzug setzte und ihn in eine Justizvollzugsanstalt einwies. Der Tatverdächtige soll am 22. Februar zusammen mit drei Gleichaltrigen einen 16-Jährigen und seine beiden Begleiter in der Schulgasse in eine Ecke gelockt und den 16-Jährigen dort mit Faustschlägen und Fußtritten verletzt haben. In der vergangenen Woche versuchte der 17-Jährige wiederholt, das Opfer durch Androhung von Repressalien dazu zu nötigen, seine Aussage bei der Polizei zurückzuziehen, heißt es in der Pressemitteilung.

Den polizeilichen Erkenntnissen zufolge beansprucht die Gruppierung die Ludwigsburger Innenstadt, insbesondere die Karlstraße, als ihren Bereich und untermauert diesen Gebietsanspruch sowohl durch Farbschmierereien als auch durch gewalttätige Übergriffe auf türkischstämmige Personen.

So wurde am 28. Juli gegen 17:20 Uhr ein 25-Jähriger in der Karlstraße von zwei 15- und 18-Jährigen aus der Gruppierung sowie einen unbekannten Dritten angegriffen. Sie forderten ihn auf, sein T-Shirt mit aufgedruckter türkischer Fahne umzudrehen und schlugen auf ihn ein, als er dieser Aufforderung nicht gleich nachkam. Nachdem sie ihm seine Halskette mit einem türkischen Anhänger geraubt hatten, flüchteten die Angreifer in Richtung Bahnhof, gibt die Behörde in der Meldung weiter an.

Am 30. Juli gegen 21:40 Uhr wurde ein 17-Jähriger, der ebenfalls ein türkisches T-Shirt trug, in der Solitudestraße von mehreren Männern attackiert, die ihn in eine Ecke drängten, ihn zunächst auf sein T-Shirt ansprachen und dann auf ihn einschlugen. Die vom Polizeirevier Ludwigsburg und der Staatsschutz-Inspektion der Kriminalpolizeidirektion Böblingen geführten Ermittlungen führten zwischenzeitlich zur Identifizierung von vier Tatverdächtigen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren.

Der jüngste Übergriff ereignete sich am 2. Oktober gegen 20:00 Uhr in der Seestraße, als zwei 18-Jährige auf eine vermutlich fünfköpfige Personengruppe trafen. Nachdem sie an den jungen Männern vorbeigelaufen waren, wurde einer von ihnen von hinten angetippt und beim Umdrehen niedergeschlagen. Sein Begleiter versuchte einzugreifen und wurde ebenfalls mit Faustschlägen traktiert. Einer der beiden 18-Jährigen trug eine Jacke mit türkischen Abzeichen. Die bislang unbekannten Angreifer flüchteten. Fahndungsmaßnahmen der Polizei führten zunächst nicht zum Erfolg. Die Ermittlungen dauern an.

“Wir werden nicht zulassen, dass Konflikte jedweder Art durch gewalttätige Übergriffe und andere Straftaten im öffentlichen Raum ausgetragen werden”, so Polizeipräsident Burkhard Metzger. “Dagegen werden wir mit aller Konsequenz vorgehen und haben das den jetzt von polizeilichen Maßnahmen betroffenen Personen auch unmissverständlich klargemacht”. Metzger kündigte zugleich eine Intensivierung der Überwachungs- und Kontrollmaßnahmen in der Ludwigsburger Innenstadt an.

red

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Corona-Virus: Neuer Höchststand an Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg seit April

Die Lage am Donnerstag (08.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Kreis Ludwigsburg steigt bedenklich weiter. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete am Donnerstag binnen 24 Stunden weitere 60 Corona-Fälle. Damit haben die Zahlen einen weiteren Höchststand seit April erreicht. Am 04. April wurden 79 Neuinfizierte gemeldet. Gestern wurden 46 Neuinfektionen gemeldet.

Am Donnerstag gab es in Baden-Württemberg weitere 584 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 52.806, davon sind ungefähr 45.510 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle bleibt bei insgesamt 1.898.

Zahl der Intensivbetten laut DIVI-Intensivregister, die von Covid-19-Patienten in Deutschland belegt werden: 487 (+18). Zahl der aktuell invasiv beatmeten Covid-19-Patienten: 237 (+6). (Stand: 08.10. – 12Uhr) Quelle: DIVI-IntensivRegister

Zu den am stärksten betroffenen Landkreisen gehört Esslingen mit einer 7-Tage-Inzidenz von 52,3. Damit zählt der Landkreis offiziell als innerdeutscher Hotspot. Drei Stadt- und Landkreise haben den kritischen Wert von 35 überschritten. Dazu zählen der Stadtkreis Heilbronn (35,5), der Stadtkreis Mannheim (37,3) sowie der Stadtkreis Stuttgart (38, 4). (Stand: 07.10.) Auch der Landkreis Ludwigsburg hat aktuell mit 39,8 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in den letzten 7 Tagen den kritischen Wert von 35 deutlich übertroffen (Stand: 08.10.). Gestern lag der Wert im Landkreis noch bei 31,1.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Donnerstag somit auf mindestens 2.918. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 74 angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.554 beziffert.

 

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Im Südwesten hat sich die Zahl der Neuinfektionen mehr als verdoppelt – Auch im Landkreis Ludwigsburg steigen die Zahlen weiter

Die Lage am Mittwoch (06.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Landkreis steigt weiter. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete binnen 24 Stunden weitere 46 Corona-Fälle. Damit haben die Zahlen einen weiteren Höchststand seit April erreicht. Am 04. April wurden 79 Neuinfizierte gemeldet. Gestern wurden 45 Neuinfektiionen gemeldet.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Mittwoch somit auf mindestens 2.858. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 74 angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.509 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 31,1 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

In Baden-Württemberg:

In Baden-Württemberg hat sich die Zahl der Neuinfizierten binnen 24 Stunden mehr als verdoppelt: Am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt weitere 652 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Gestern wurden 318 Corona-Fälle gemeldet. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 52.222, davon sind ungefähr 45.184 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle stieg im Vergleich zum Vortag um vier auf 1.898 (Datenstand: 07.10. – 17Uhr).

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,07 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Neuer Höchststand an Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg seit April

Die Lage am Dienstag (06.10.)

Im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der Neuinfizierten im Landkreis steigt. Das Landratsamt in Ludwigsburg meldete binnen 24 Stunden 45 weitere Corona-Fälle. Damit haben die Zahlen einen Höchststand seit April erreicht. Am 04. April wurden 79 Neuinfizierte gemeldet.

Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Dienstag somit auf mindestens 2.812. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt mit 74 angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 2.492 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 26,6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

In Baden-Württemberg:

Am Dienstag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 318 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 51.4570, davon sind ungefähr 44.932 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle blieb im Vergleich zum Vortag unverändert bei 1.888 (Datenstand: 06.10. – 17Uhr).

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg mit R 1,10 angegeben.

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Gewerkschaft: Über 20.000 Vollzeit-Beschäftigte im Kreis Ludwigsburg arbeiten zum Niedriglohn

40 Stunden Arbeit pro Woche und trotzdem bleibt es klamm im Portemonnaie: Aktuell arbeiten im Landkreis Ludwigsburg 14 Prozent aller Vollzeit-Beschäftigten im Niedriglohnsektor. Insgesamt rund 20.200 Menschen erzielen trotz voller Stundenzahl ein Einkommen unterhalb der amtlichen Niedriglohnschwelle von derzeit 2.350 Euro brutto im Monat (Wert für Westdeutschland). Darauf hat die Gewerkschaft IG BAU hingewiesen.

Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor.
„Dass selbst eine Vollzeitstelle häufig nicht ausreicht, um finanziell halbwegs abgesichert zu sein, ist alarmierend“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart. In der Region zählten unter anderem die Landwirtschaft, die Gebäudereinigung und die Floristik zu den Branchen, in denen besonders wenig gezahlt werde. Grund dafür sei auch die schwindende Tarifbindung. „Je mehr Firmen aus Tarifverträgen aussteigen, desto schlechtere Karten haben die Beschäftigten. Es droht eine immer tiefere Spaltung des Arbeitsmarktes“, warnt Paul. Diese werde durch die Corona-Pandemie teils verschärft: Beschäftigte im Handwerk könnten nur selten Homeoffice machen. Wegen hoher Mieten in den Städten müssten sie zudem oft weite Pendelwege in Kauf nehmen.

Der Gewerkschafter ruft die Unternehmen im Landkreis dazu auf, sich zu Mitbestimmung und Tarifautonomie zu bekennen: „Die Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgsmodell, das den Beschäftigten – und den Betrieben – über Jahrzehnte wachsenden Wohlstand beschert hat. Sie darf nicht unter die Räder kommen.“ Nach Untersuchungen der Hans-Böckler-Stiftung profitieren davon auch die Firmen. In tarifgebundenen Unternehmen steige die Produktivität, Mitarbeiter seien motivierter.

„Aber auch die Politik ist am Zug. Sie sollte mehr für die Tarifbindung tun“, erklärt Paul und nennt das Beispiel des Maler- und Lackiererhandwerks: Dort haben Gesellen Anspruch auf einen tariflichen Mindestlohn von 13,50 Euro pro Stunde. Diese Lohnuntergrenze wurde von der Politik für die ganze Branche zur Pflicht gemacht. Zum Vergleich: Der gesetzliche Mindestlohn liegt aktuell bei 9,35 Euro pro Stunde. „Klar ist aber auch: Je mehr Menschen sich in den Gewerkschaften engagieren, desto mehr lässt sich gegenüber den Arbeitgebern herausholen“, so Paul.

red