Randalierender 17-Jähriger versprüht Feuerlöscher auf Pkw und löst Polizeieinsatz aus

Am Sonntagmorgen, gegen 07.50 Uhr, rückten mehrere Streifenwagenbesatzungen des Polizeireviers Ludwigsburg in die Friedrichstraße im Ludwigsburger Osten aus, nachdem ein Jugendlicher zunächst in und um ein Mehrfamilienhaus herum randaliert hatte.

Der 17-Jährige warf im Wohnhausflur abgestellte Schuhe auf die Straße und entfernte einen Feuerlöscher aus der Halterung. Den Inhalt des Pulverlöschers versprühte er schließlich auf einen PKW, der in der Brünner Straße abgestellt war. Die hinzugerufene Polizei konnte den aggressiven Jugendlichen feststellen und nahm ihn, da er sich nicht beruhigen wollte, den Polizistinnen und Polizisten in drohender Haltung gegenüber trat und diese auch beleidigte, vorläufig fest. Hierzu wurden ihm Handschließen angelegt.

Auf der Fahrt an seine Wohnanschrift versuchte der bereits polizeibekannte 17-Jährige einen Beamten zu treten. Es wurde jedoch niemand verletzt. Der Jugendliche wurde einem Erziehungsberechtigten übergeben. Diesem gelang es, den alkoholisierten Jugendlichen zu beruhigen. Der 17-Jährige muss nun mit einer Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Beeinträchtigung von Nothilfeeinrichtungen und anderem rechnen.

Quelle: Polizeieinsatz Ludwigsburg

Verkehrsbericht für Ludwigsburg: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

B 27 / Unterführung Stern
Aufgrund einer Bauwerksuntersuchung kommt es lokal zu spurweisen Sperrungen außerhalb der Hauptverkehrszeit.

Bauhofstraße
Hier besteht bis Ende Dezember eine Vollsperrung zwischen der Bauhofstraße 39 und 45/1.

Friedenstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Ende Dezember zwischen der Steinbeisstraße und der Daimlerstraße eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.

Grönerstraße
Die Grönerstraße ist voraussichtlich bis Mitte Dezember halbseitig gesperrt. Im Bereich der Baustelle besteht eine Einbahnstraßenregelung.

Hindenburgstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Ende November eine halbseitige Sperrung.

Hohenzollernstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Ende Dezember eine halbseitige Sperrung im Baustellenbereich.

Kornbeckstraße
Es besteht voraussichtlich bis Anfang Dezember eine Vollsperrung an der Kreuzung Corneliusstraße / Kornbeckstraße / Max-Holland-Straße sowie eine halbseitige Sperrung mit Einbahnstraßenregelung in Richtung Süden an der Kreuzung Mainzer Allee / Kornbeckstraße / Max-Holland-Straße.

Ludwigsburger Straße
Wegen Umbau der Bushaltestelle kommt es zu einer halbseitigen Sperrung im Baustellenbereich.

Martin-Luther-Straße
Hier besteht voraussichtlich bis Mitte Dezember eine halbseitige Sperrung im Bereich zwischen der Gottlob-Molt-Straße und der Hoferstraße; der Verkehr im Kreuzungsbereich wird mit einer Ampel geregelt. In der Hoferstraße ist die Fahrspur stadtauswärts verengt.

Mathildenstraße
Zwischen der Solitudestraße und der Seestraße besteht eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Schillerplatz. Der Bauabschnitt 2 dauert bis voraussichtlich Ende November 2021.

Neißestraße – Pregelstraße
Hier besteht bis Ende Dezember eine Vollsperrung für den Fahrverkehr.

Osterholzäcker
 Im Bereich Osterholzäcker besteht wegen Straßenbauarbeiten (Feldwegsanierung) eine Vollsperrung.

Reuteallee
Wegen Bauarbeiten (Randsteinabsenkungen an den Parkplatzeinfahrten der PH) kommt es zu Behinderungen in den Baufeldern.

Robert-Franck-Allee / Aldinger Straße (Umbau Radweg)
Hier besteht bis voraussichtlich Ende März 2022 eine Vollsperrung der Bushaltestelle Aldinger Straße stadtauswärts sowie eine Einengung der Fahrbahn im Bereich der Baustelle.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrechterhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.

Schorndorfer Straße
Zwischen der Schorndorfer Straße 79 und der Neckarstraße steht für den Verkehr jeweils nur eine Fahrspur in jede Richtung zur Verfügung bis voraussichtlich Ende Dezember.

Schützenhaus Neckarweihingen
Wegen Straßenbauarbeiten kommt es zu Behinderungen im Zufahrtsbereich.

Untere Gasse
Hier besteht zwischen der Bäckergasse und der Keltergasse voraussichtlich bis Ende Dezember eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.

Vischerstraße
Zwischen der Friedrich-Ebert-Straße und der Hindenburgstraße besteht bis Anfang Dezember eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten wegen Verlegung von Gas-/Wasser-/Fernwärmeleitungen.

Walckerpark/Untere Kasernenstraße
Durch die Umgestaltung der Walckerparkes/Untere Kasernenstraße ist der Parkplatz Untere Kasernenstraße gesperrt. Im Bereich Bietigheimer Straße, Untere und Obere Kasernenstraße werden Anwohnerparkplätze ausgewiesen.

Weiglestraße
Hier besteht bis voraussichtlich Dezember eine Vollsperrung im 2. Bauabschnitt zwischen der Weiglestraße 10 und der Kornbeckstraße.

Westrandstraße
Hier kann es zu Behinderungen im Bereich Liebigstraße / Beim Bierkeller kommen. Zudem bestehen Halteverbote in der Wöhlerstraße, Liebigstraße und in der Straße Beim Bierkeller. Es besteht Baustellenverkehr über den Feldweg beim Kleintierzüchterverein Pflugfelden. Es besteht eine halbseitige Sperrung der Straße Beim Bierkeller. Die Liebigstraße ist auf Höhe der Straße Beim Bierkeller voll gesperrt. Eine Umleitung für die Betriebe Scania und Wacker-Neuson über L1140 und Westrandstraße Süd ist ausgeschildert.

BlüBa-Umsätze brechen ein – Ludwigsburg erhöht Zuschuss auf 400.000 Euro

Von Uwe Roth

Der Eintritt in die großen Parkanlagen des Landes ist gewöhnlich kostenlos. Das gilt auch für die meisten historischen Gärten von Baden-Württemberg. Um aber ins Ludwigsburger Blühende Barock (BlüBa) zu kommen, müssen die Bürger zahlen. 2019 machte das BlüBa einen Umsatz von rund 5,4 Millionen Euro. Aktuell ist es wegen der Corona-Folgen ein Zuschussbetrieb. Die Beispiele Stuttgart und Heilbronn zeigen, dass Pflege gestalteter Gärten in Innenstadtlage geht, ohne die Besucher extra zur Kasse zu bitten.

Das Blühende Barock (BlüBa) ist der Stadt Ludwigsburg lieb und teuer. Im Jahr 2020 flossen nach Angaben aus dem Rathaus 300 000 Euro in den Unterhalt der 30 Hektar großen Parkanlage im östlichen Teil der Innenstadt. Im laufenden Jahr rechnet die Verwaltung mit einer ähnlich hohen Summe. Im kürzlich vorgestellten Entwurf des kommunalen Haushalts sind für 2022 weitere 400 000 Euro als BlüBa-Zuschuss reserviert. Die etwa eine Million Euro, die in diesen drei Haushaltsjahren zusammenkommen werden, sind dem Verlust an Einnahmen aus dem Verkauf von Eintrittskarten geschuldet. Das BlüBa war wie alle Freizeitanlagen wegen der Pandemie viele Monate für den Publikumsverkehr geschlossen gewesen.

Das BlüBa-Minus ist jedoch nicht allein dem Lockdown geschuldet. Schon vor Corona waren für die Stadt jährliche Zuschüsse im sechsstelligen Bereich nicht ungewöhnlich. Das städtische Defizit wäre zudem um geschätzt 700 000 Euro höher, dürften die Einwohner kostenlos aufs Gelände. Sie müssen jedoch für den Zutritt auf die einzige große Grünfläche in ihrer Stadt zahlen. 35 Euro kostet eine Dauerkarte im Vorverkauf. Eine Familie mit zwei Kindern zahlt 100 Euro im Jahr. Ein Tagesticket ist zehn Euro teuer, eine Familienkarte 27 Euro. Das BlüBa verkaufte vor Corona 43 000 Dauerkarten hauptsächlich an die Bürger der Stadt sowie der näheren Umgebung. Die einzige kostenlose innerstädtische Alternative „zum Sonnen, Entspannen oder Picknicken“ (Eigenwerbung der Stadt) ist die kaum zwei Hektar große Bärenwiese.

Zunehmende Kommerzialisierung des BlüBa trägt finanzielle Früchte

Die Höhe des städtischen Zuschusses kommt nicht von ungefähr: Das BlüBa ist eine gemeinnützige GmbH. Gleichberechtigte Gesellschafter sind Ludwigsburg und das Land Baden-Württemberg. Somit schießt bei einer Defizitlage laut gemeinsamer Vereinbarung das Land den gleichen Betrag zu wie die Stadt. Kostenverwalter ist das Finanzministerium, das auch Kostenträger der anderen acht landeseigenen historischen Parkanlagen ist. Diese werden von den Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG) betrieben. Ludwigsburg ist jedoch die Ausnahme, bei der sich das Land die finanzielle Verantwortung mit einer Kommune teilt. Bis auf das BlüBa sowie die Gärten in Schwetzingen (Rhein-Neckar-Kreis) und Weikersheim (Main-Tauber-Kreis) gilt für die Gartenanlagen der SSG freier Eintritt. Allerdings sind in Schwetzingen und Weikersheim mit einem Ticket Gartenanlage und Schloss zugänglich. In Ludwigsburg kostet der Besuch des Residenzschlosses 8,50 Euro extra (Familienticket 21,30 Euro).

Das BlüBa ist auf Umsatz angelegt: 2015 wurden nach den Zahlen des Finanzministeriums rund 4,2 Millionen Euro erwirtschaftet. 2018 waren es 5,6 Millionen Euro. Ein Jahr später lag der Jahresumsatz etwas niedriger bei 5,4 Millionen Euro. Kürbisausstellung, die Sandkunst, das Straßenmusikfestival oder die Leuchtenden Traumpfade ziehen die Besucher zu Tausenden an. Der im nächsten Jahr scheidende BlüBa-Geschäftsführer Volker Kugel hat bei der Gestaltung des Programms viele Freiheiten. Kontrolliert wird er von einem Aufsichtsrat. Drei Vertreter stellt das Land. Ludwigsburg ist mit OB Knecht und Stadtrat Klaus Herrmann (CDU) sowie Stadträtin Elfriede Steinwand-Hebenstreit (Grüne) vertreten. Die zunehmende Kommerzialisierung der Parkflächen trug Früchte: Zwischen 2017 und 2019 musste die Stadt nach Angaben einer Rathaussprecherin wegen der wachsenden Zahl von Veranstaltungstagen keinen Zuschuss geben. Doch vor allem wegen fehlender Sonderveranstaltungen kehrte das dicke Minus zurück.

In den anderen Parks des Landes werden gärtnerisch kleinere Brötchen gebacken: 2019 betrugen die Ausgaben laut Finanzministerium für alle acht von der SSG betreuten Grünanlagen (inklusive Investitionen) etwa 2,5 Millionen Euro. Aus den Ticketverkäufen für Schwetzingen und Weikersheim erzielte das Land Einnahmen in Höhe von zwei Millionen Euro. 2020 lagen die Ausgaben bei knapp drei Millionen Euro. Die Einnahmen gingen wegen Corona auf 1,2 Millionen Euro zurück.

Stuttgart und Heilbronn lassen Einwohner kostenlos in die Parks

In der Regel setzen Kommunen nicht auf Einnahmen aus Veranstaltungen und Eintrittsgeldern, um die Pflege ihres öffentlichen Grüns zu finanzieren. Die Einwohner von Stuttgart kennen solche Gebühren nicht, obwohl das grüne Angebot aufwändig gestaltet ist. „Im Schnitt erreicht jeder Einwohner fußläufig in 250 Meter eine Grünanlage“, sagt Volker Schirner, Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts der Stadt Stuttgart nicht ohne Stolz. Die Stadt zahlt jährlich 41 Millionen Euro zum Unterhalt ihrer großen Parkanlagen wie Killesberg, Kurpark in Cannstatt, Grünes U oder die Karlshöhe. In einigen Monaten kommt bei freiem Eintritt der Park der Villa Berg hinzu.

Eintrittsgelder zahlen die Menschen allenfalls während einer Gartenschau. Danach nicht mehr. Heilbronn hat nach Informationen aus dem Rathaus 2019 mit der Bundesgartenschau 17,4 Hektar Grünflächen dauerhaft hinzugewonnen – einschließlich der Wasserflächen des Karlssees und Floßhafens, sechs Spiel- und Sportanlagen sowie 1,5 Kilometer Uferlandschaften am Neckar. Für die weitere Pflege hat die Stadt sieben neue Stellen geschaffen. Darüber hinaus hat die Stadt Investitionen für die Beschaffung notwendiger Fahrzeuge, Maschinen und Geräte in Höhe von 115 000 Euro sowie jährliche, zusätzliche Betriebsmittel in Höhe von 155 000 Euro bewilligt. Auf die Frage, ob der Gemeinderat jemals Eintrittsgelder für die Zeit nach der BuGa in Betracht gezogen habe, antwortet die Rathaussprecherin: „Nein, niemals.“

BlüBa-Besucher lassen Innenstadt links liegen

Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht rechtfertigt die hohen Zuschüsse fürs BlüBa mit dem Imagegewinn für die Stadt. Die Sonderveranstaltungen seien sogar außerhalb Deutschlands bekannt, lobt er diese als Tourismus-Werbung. Allerdings habe man es noch nicht genügend geschafft, mehr BlüBa-Besucher in die Innenstadt zu locken, gibt er zu. „Da müssen wir durchaus noch Ehrgeiz zeigen“, sagt er. Bislang profitieren Einzelhandel und Gastronomie wenig vom Prestige-Objekt.

 Neue Corona-Mutation: WHO stuft sie als „besorgniserregend“ ein

Genf (dts) – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft die neue Variante B11529 des Coronavirus als „besorgniserregend“ ein. Man werde die Variante künftig auch „Omicron“ nennen, teilte die Organisation am Freitagabend mit.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hatte zuvor unter Berufung auf vorliegende Erkenntnisse mitgeteilt, dass man der Variante eine sehr hohe Übertragbarkeit zuschreibe und es wahrscheinlich „signifikant“ der menschlichen Immunantwort entgehe. Die Bundesregierung befürchtet laut eines Berichts des Portals „Business Insider“ zudem, dass Impfstoffe gegen Omicron weniger wirksam sein könnten.

 

Ludwigsburg: Flüchtender Schwarzfahrer stößt 29-Jährigen aus Bus

Ein 29 Jahre alter Mann wurde am Donnerstag gegen 13.00 Uhr an der Haltestelle „Landratsamt Ludwigsburg“ in der Hindenburgstraße in Ludwigsburg unvermittelt von einem noch Unbekannten aus einen Bus der Linie 421 gestoßen.

Ein Fahrkartenkontrolleur hatte den unbekannten Täter zuvor im Bus nach einem gültigen Fahrausweis befragt. An der Haltestelle nutzte dieser die Gelegenheit und flüchtete über die hintere Bustür ins Freie, wobei er den 29-Jährigen schubste, um sich freie Bahn zu schaffen. Der Attackierte erlitt leichte Verletzungen. Polizeiliche Fahndungsmaßnahmen blieben ohne Ergebnis.

Der Täter soll 20 bis 25 Jahre alt sein, ist 170 bis 175 cm groß. Er trug eine grüne bzw. helle Jacke, eventuell eine Jeans und einen Mund-Nase-Schutz. Weitere Hinweise zu dem Unbekannten nimmt das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, entgegen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Wegen starker Nachfrage: Schnelltests im Ludwigsburger Ratskeller-Pavillon nur mit Termin

Ab Samstag, 27. November, sind in der Teststelle im Ratskeller-Pavillon Schnelltests nur noch mit Termin möglich. Für PCR-Tests gilt dies schon seit 12. November. Damit reagiert die Stadt auf die starke Nachfrage nach Schnelltests. Durch die Umstellung sind 30 Prozent mehr Termine möglich, da die aufwendige Erfassung der Daten vor Ort wegfällt. Termine können über https://coronatest-ludwigsburg.de gebucht werden. Das teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit.

Für Personen, die sich online keinen Termin buchen können, ist ab Freitag, 26. November, um 7 Uhr eine Telefonnummer geschaltet. Diese lautet 07141 6962339. Die Telefonnummer ist von Montag bis Sonntag 24 Stunden erreichbar. Es ist auch möglich, direkt vor der Teststation die Hotline anzurufen und einen Termin zu erhalten.

Eine Übersicht über die Teststellen in Ludwigsburg ist auf der Internetseite www.ludwigsburg.de/schnellteststellen zu finden.

red

Stadt und Landkreis setzen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Gewalt gegen Frauen wird oft bagatellisiert oder ignoriert. Frauen wird häufig die Schuld gegeben, wenn sie Gewalt erfahren. Die Folge: Betroffene sprechen aus Scham und Angst nicht über das Erlebte. „Mit der Teilnahme an der Mitmachaktion ,Wir brechen das Schweigen‘ des Hilfetelefons setzen wir am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, ein Zeichen – solidarisch, deutlich, kreisweit“, begründen die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Cynthia Schönau, und der Stadt Ludwigsburg, Judith Raupp, ihre Beteiligung an der Aktion.

Im Jahr 2020 wurden im Landkreis Ludwigsburg laut dem Sicherheitsbericht des Polizeipräsidiums allein 783 Personen Opfer von Häuslicher Gewalt/Partnergewalt (2019: 699), was eine Steigerung von zwölf Prozent bedeutet. 622 der Opfer und somit die überwältigende Mehrheit davon waren weiblich. In gewalttätigen Partnerschaften werden Frauen vor allem Opfer von Körperverletzungen. Die Gewaltspirale reicht von leichten (539 Fälle) bis zu gefährlichen Körperverletzungen (92 Fälle). Doch es ist davon auszugehen, dass die bei der Polizei bekannt gewordenen Delikte nur die Spitze des Eisbergs darstellen. Der Weiße Ring schätzt, dass 80 Prozent der Taten nicht angezeigt werden.

Nach Schätzungen des bundesweiten Hilfetelefons ist jede dritte Frau in ihrem Leben von sexueller und/oder körperlicher Gewalt betroffen. Doch nur 20 Prozent der Frauen, die Gewalt erfahren, wenden sich tatsächlich an eine Beratungsstelle. „Das wollen wir ändern“, so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Ludwigsburg, Judith Raupp. Mit dem bundesweiten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, das unter 08000 116 016 und über hilfetelefon.de zu erreichen ist, können sich betroffene Frauen aber auch Lehrkräfte, Übungsleiterinnen und -leiter oder Menschen aus dem sozialen Umfeld der Betroffenen sowie Fachkräfte zu allen Formen von Gewalt gegen Frauen beraten lassen.

An 24 Stunden und 365 Tagen im Jahr sind mehr als 80 Beraterinnen unter der Rufnummer 08000 116 016 und über die barrierefreie Webseite www.hilfetelefon.de kostenlos und vertraulich erreichbar. Sowohl die Telefon- als auch die Onlineberatung sind vertraulich: Anrufe können nicht zurückverfolgt werden, E-Mail-Austausch und Chat sind anonymisiert. Sprachbarrieren gibt es nicht: Jederzeit können Dolmetscherinnen für 17 Fremdsprachen zu den Gesprächen dazu geschaltet werden. Auch hörbeeinträchtigte Menschen können das Hilfetelefon mittels eines Dolmetscherdienstes für Gebärdensprache kontaktieren. Die Beraterinnen sind qualifizierte Fachkräfte mit Erfahrung in der Beratung von gewaltbetroffenen Menschen.

Das Hilfetelefon ist beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) in Köln angesiedelt.

Weitere Infos unter: www.hilfetelefon.de

Diebstahl in der Ludwigsburger Innenstadt und weitere Meldungen aus der Region

Ludwigsburg: Drei junge Männer nach Ladendiebstahl vorläufig festgenommen

Am Dienstag gegen 19:15 Uhr waren drei Tatverdächtige, ein 19-Jähriger und zwei 24-Jährige in einem Bekleidungsgeschäft in einem Einkaufszentrum in der Stadtmitte Ludwigsburgs von einem Ladendetektiv festgehalten worden. Dieser gab an, dass die Tatverdächtigen durch den Laden gegangen waren, diverse Artikel aus deren Verpackungen gelöst und diese in ihre Taschen gesteckt haben sollen. Bei dem Diebesgut handelt es sich unter anderem um Uhren, Gürtel und Socken im Wert in dreistelliger Höhe. Die Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und zum Polizeirevier Ludwigsburg gebracht. Im Zuge der sich anschließenden polizeilichen Maßnahmen konnten die Beamten den drei Männern ein Fahrzeug zuordnen, das durchsucht wurde. In dem Opel konnte jedoch nichts Verdächtiges oder weiteres Beweismittel festgestellt werden. Im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wurden die Männer auf freien Fuß entlassen. Sie müssen mit einer Anzeige wegen Diebstahls rechnen.

 

Ludwigsburg: Unfall mit leichtverletzter Radfahrerin

Am Dienstag gegen 12:00 Uhr stieß ein 25-jähriger Mercedes-Lenker mit einer 63-jährigen Fahrradfahrerin im Bereich der Harteneck- und der Erlachhofstraße in Ludwigsburg zusammen. Der Mercedes-Lenker befuhr die Harteneckstraße in Richtung Neckarstraße und wollte nach links in die Erlachhofstraße einbiegen. Beim Abbiegevorgang schnitt der 25-Jährige mutmaßlich den Kurvenbereich, kam im Einmündungsbereich der Erlachhofstraße auf die Gegenspur und stieß hierbei mit der Radfahrerin zusammen. Durch den Zusammenstoß stürzte die Radfahrerin und wurde leicht verletzt. Ein Rettungswagen brachte sie in ein Krankenhaus. Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 400 Euro.

 

Marbach am Neckar: Verkehrsunfall aufgrund gesundheitliche Beeinträchtigung

Zu einem Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen, einer beschädigten Grünflächenabsperrung und einem umgestürzten Jungbaum kam es am Dienstag gegen 11:25 Uhr in der Goethestraße in Marbach am Neckar. Eine 80-jährige Opel-Fahrerin stellte zunächst ihr Fahrzeug ordnungsgemäß auf einem Parkstreifen ab und verließ dann ihr Fahrzeug. Ihr 79-jähriger Lebensgefährte, der stark gesundheitlich beeinträchtigt ist, setzte sich plötzlich von der Beifahrerseite aus ans Steuer und fuhr dann zunächst direkt über eine Grünfläche, welche mit einer Metallrohrabsperrung gegen das Befahren gesichert war. Die Absperrung wurde hierbei beschädigt, ebenso ein Jungbaum, der aus dem Boden gerissen und entwurzelt wurde. Im Anschluss setzte der 79-Jährige das Fahrzeug zurück und stieß rückwärts gegen einen geparkten BMW. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieser auf den dahinter ebenfalls geparkten BMW geschoben. An den Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von etwa 6.000 Euro. Die Schadenshöhe am Jungbaum sowie der Grünflächenabsperrung ist noch Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Der Führerschein des 79-Jährigen wurde beschlagnahmt.

 

Ludwigsburg: Dieb in Drogeriemarkt

Ein Ladendieb schlug am Mittwoch zwischen 10:45 Uhr und 11:15 Uhr in einem Drogeriemarkt in der Bahnhofsstraße in Ludwigsburg zu. Er hielt sich eine halbe Stunde im Laden auf und packte in der Zeit einige Artikel in seine große braune Umhängetasche. Sein Vorgehen wirkte auf Zeugen verdächtig, sodass diese ihn ansprachen. Er ergriff daraufhin sofort die Flucht in Richtung Myliusstraße. Hierbei entledigte er sich einiger Gegenstände, wie Alkoholika und Reinigungstücher. Die Polizei fahndete bislang ohne Ergebnis nach dem Täter. Er ist etwa 30 Jahre alt und korpulent. Zum Tatzeitpunkt trug er eine blaue Weste mit einem dunkelblauen langärmligen Oberteil darunter. Weiter trug er eine blaue Jeans und eine blaue Mütze. Seine schwarzen Turnschuhe hatten ein weißes Logo an der Seite. Eine abschließende Liste des Diebesgutes liegt der Polizei noch nicht vor. Zeugen, die Hinweise zu der Sache geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 18-5353, in Verbindung zu setzen.

 

Asperg: Feuerwehreinsatz

Ein Unbekannter entzündete am Dienstag gegen 18:15 Uhr einen Hundekotbeutelhalter im Bereich des Festplatzes in der Seestraße in Asperg. Hierzu zündete er mutmaßlich mehrere einzelne Hundekotbeutel an. Die Freiwillige Feuerwehr Asperg rückte mit zwei Fahrzeugen und zehn Einsatzkräften aus und löschte den Brand. An dem Behälter selbst entstand kein Schaden, beschädigt wurde lediglich schätzungsweise 50 Kotbeutel mit einem geringen Wert. Das Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 1313-0, bittet Zeugen sich zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

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Dicke Luft nach Absage des Weihnachtsmarkts – Stadt Ludwigsburg denkt über Entschädigung nach

Von Uwe Roth

Dienstag elf Uhr: Eigentlich wäre um diese Uhrzeit der Ludwigsburger Weihnachtmarkt offiziell eröffnet worden. Blauer Himmel und kalte Temperaturen. Bestes Glühwein-Wetter. Tatsächlich haben einige Marktstände geöffnet – als hätte die Stadtverwaltung nicht 20 Stunden zuvor das weihnachtliche Markttreiben wegen der Corona-Lage kurzfristig abgesagt. Städtische Mitarbeiter sind nicht präsent, um vor Ort Händlern die konfuse Lage zu erklären und um auch den Frust abzubekommen. Man habe zu diesem Zeitpunkt intern beraten, wie man den Händlern finanziell entgegenkommen könne, entschuldigt ein Mitarbeiter später am Telefon die Abwesenheit, als das Chaos am größten ist.

Nicht alle setzen die städtische Absage sofort um: In einigen Auslagen liegen hübsch dekoriert die Geschenkartikel und der Weihnachtsschmuck. Die Marktbeschicker haben sich am frühen Morgen die Mühe gemacht, ihre Waren den Umständen zum Trotz bestmöglich zu präsentieren. Gleichzeitig war ihnen bewusst, dass der Spuk gleich wieder vorbei ist. Es gibt Passanten, die trotz der Absage auf den Marktplatz gekommen sind und sich für die Waren interessieren. Manche haben von der Absage nichts mitbekommen und freuen sich, unter den ersten Besuchern des barocken Weihnachtsmarkts zu sein. Sie zücken ihren Geldbeutel, wie es auch die Händler, ohne zu zögern, tun. Erste Geschäfte werden gemacht. Sie wollen ein paar Euro mitnehmen, bevor sie ihren Stand wieder abbauen müssen. Wer kann es ihnen verdenken. Viele tragen keine Masken. Vielleicht denken sie, mit der Absage seien auch die Hygiene-Regeln außer Kraft gesetzt.

Die meisten Standbetreiber lassen ihr Personal zu dieser Uhrzeit die Dekoration schon abbauen. Sie haben keinen Versuch gestartet, noch etwas verkaufen zu können. Hilfskräfte packen die Waren in die Transporter und schippen mit Schaufeln die Sägespäne, die für ein besonderes Flair hätten sorgen sollen, auf die offenen Anhänger. In den Gängen zwischen den Buden herrscht ein Verkehrschaos. Die meisten bauen anstandslos ihre Holzhütten ab. Doch könnte man Wut und Enttäuschung mit der Hand greifen, man bliebe darin stecken. Es herrscht sprichwörtlich dicke Luft.

Es wird auf Corona, die Bundesregierung, die Landesregierung und vor allem auf die Stadtverwaltung geschimpft. Ihr wird vorgeworfen, viel zu spät gehandelt zu haben. Offen und mit Namen äußern, möchten sie ihre Kritik aber auf keinen Fall. Es kreisen üble Gerüchte: Die Veranstalter der Stadt hätten im Vorfeld Händler unter Druck gesetzt, damit diese ihre Teilnahme am Weihnachtsmarkt aufrechterhalten. Sollten sie ihre Beteiligung an diesem Weihnachtsmarkt absagen, so die Drohung, hätten sie keine Chance, im kommenden Jahr einen der begehrten Standplätze zugesprochen zu bekommen. Einen Beweis dafür haben sie nicht. Tatsächlich gab es rund 30 Absagen. Statt 180 haben nur 150 Marktbeschicker ihre Zusage aufrechterhalten. Einige Händler haben es so kommen sehen, wie es nun gekommen ist, und rechtzeitig die Reißleine gezogen.

Eine Händlerin berichtet, sie habe am Montag um 16.45 Uhr im Eingang ihres E-Mail-Postfachs die Pressemitteilung gefunden, in der Stadt die Absage mitgeteilt habe (Ludwigsburg24 berichtete). „Niemand ist vorbeigekommen, um es uns persönlich mitzuteilen“, schimpft sie und spricht von „ein paar Tausend Euro“, die sie nun Verlust habe. Auch sie hat ihren Stand noch für eine Stunde aufgemacht, um noch etwas Ware loszuwerden.

Andreas Zaiß, vom städtischen Eigenbetrieb Tourismus & Events, widerspricht am Telefon heftig. Selbstverständlich habe niemand die Händler unter Druck gesetzt, versichert er. Auch hätten er und sein Team nicht nur die Absage per Mail verschickt. „Wir waren am Montag vor Ort auf dem Marktplatz und haben mit zahlreichen Händlern über unsere Entscheidung gesprochen“, sagt er. Einige hätten angesichts der rapide steigenden Infektionszahlen Verständnis für die Entscheidung gezeigt. Man denke nun darüber nach, wie man den Händler zumindest einen Teil ihrer Auslagen ersetzen könne. Genaue Angaben kann er dazu am Dienstag um die Mittagszeit nicht machen.

 

Stadt Ludwigsburg sagt Weihnachtsmarkt in letzter Minute ab

Von Uwe Roth

Die Stadt Ludwigsburg hat den Barock-Weihnachtsmarkt wegen der sich zuspitzenden Corona-Lage abgesagt. Er hätte an diesem Dienstag (23.11.) starten sollen. Grund dafür ist eine eindringliche Warnung der Kliniken, teilt die Stadtverwaltung am Montagabend mit. Der Geschäftsführer des Klinikums Dr. Jörg Martin sagt: „Wir stehen kurz vor einer Überlastung unserer medizinischen Versorgungskapazitäten und müssen dringend gegensteuern.“ Vor diesem Hintergrund haben Landrat Dietmar Allgaier und das Gesundheitsamt des Landkreises die dringende Empfehlung ausgesprochen, den Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt abzusagen. Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht steht zu der Entscheidung: „Wir stehen in der Verantwortung, eine Überlastung der Kliniken zu vermeiden. Es tut unheimlich weh, dass damit auch die Absage des Ludwigsburger Weihnachtsmarktes unumgänglich ist.“

Auch in Esslingen wird der Weihnachtsmarkt abgesagt. Darüber gab es zwischen OB Knecht und Esslingens Oberbürgermeister Matthias Klopfer eine enge Abstimmung. Für Mario Kreh, als Geschäftsführer des Eigenbetriebs Tourismus & Events zuständig für den Weihnachtsmarkt, ist die Entscheidung nachvollziehbar, nichtsdestotrotz ein äußerst schwerer Schlag: „Wir waren bis zuletzt zuversichtlich, einen unter den aktuellen Gegebenheiten verantwortbaren Weihnachtsmarkt umzusetzen. Die heutige Entwicklung einen Tag vor dem planmäßigen Beginn schmerzt besonders, bedeutet das doch für die Händler des Weihnachtsmarktes eine teils existentielle wirtschaftliche Bedrohung.“

Im Zuge der zunehmenden Absagen in der Region und im Bundesgebiet appellieren OB Knecht und Kreh an die Verantwortlichen von Bund und Land, für die Händler und Betroffenen der Weihnachtsmärkte wirtschaftliche Hilfsprogramme aufzulegen, zumal es sich vornehmend um Familien- und Einzelunternehmen handelt.

Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht ruft dringend die Menschen auf, sich impfen zu lassen. Sein Appell richtet sich sowohl an bisher Ungeimpfte als auch an diejenigen, die jetzt eine Auffrischungsimpfung bekommen können. „Das Impfangebot wird jetzt stetig aufgestockt. Das Land hat den Landkreisen und Kommunen mehr mobile Impfteams zugesagt. Auch der Landkreis und wir als Stadt werden noch weitere Impfangebote schaffen.“ Eine gemeinsame Kraftanstrengung sei jetzt nötig, damit das Gesundheitswesen nicht noch weiter belastet wird.