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Tag der Organspende

Veranstaltung für angehende Lehrkräfte zum Tag der Organspende am 1. Juni

LUDWIGSBURG. „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“ ist am 1. Juni das Motto des bundesweiten Tags der Organspende. 2019 ist ein besonderes Jahr für die Organspende und die Transplantation in Deutschland: Gerade erst ist das neue Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende in Kraft getreten, und es wird eine breite gesellschaftliche Debatte über eine mögliche neue gesetzliche Regelung zur Entscheidung bei der Organspende geführt. Im Vorfeld des Tags der Organspende hat sich das Gesundheitsdezernat des Landratsamts Ludwigsburg mit dem Patientenverband Lebertransplantierte Deutschland e.V. und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) daran beteiligt mit einen Fortbildungstag an der Pädagogischen Hochschule (PH) und einer Befragung der Studierenden.

 Dr. Christina Schleicher, Geschäftsführende Ärztin der DSO Region Baden-Württemberg,  Dr. Wolfgang Bettolo, Transplantationsbeauftragter des Klinikums Stuttgart, Jutta Riemer, Mitglied der ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, und Dr. Uschi Traub, Leiterin der Gesundheitsförderung beim Landratsamt, informierten bei einer Vortragsveranstaltung 150 Studierende über die Themen Organtransplantation und -spende. Günter Wanner, seit 15 Monaten lebertransplantiert, schilderte die Situation eines Wartepatienten und das Leben mit einem fremden Organ.

In drei Workshops stellten Jutta Riemer, Josef Theiss und Dr. Uschi Traub Unterrichtsformen und Materialien, den Organspende-Ausweis und das Thema Organhandel vor.

Bei einer Befragung der Studierenden würden alle Befragten ein Organ annehmen und Organe spenden. Mehr als 79 Prozent besitzen einen Spender-Ausweis (nur 32 Prozent in Deutschland). Mehr als 81 Prozent befürworten die von Gesundheitsminister Jens Spahn vorgeschlagene Widerspruchslösung. Trotz des großen Zuspruchs hat jeder Vierte Angst, dass Menschen mit Organspende-Ausweis schneller für hirntot erklärt werden.

Der Tag der Organspende soll danken, aufklären und gleichzeitig ein Zeichen für die Wichtigkeit der Entscheidung setzen. Eine Entscheidung, die viele von uns immer wieder gerne aufschieben – zumindest solange es uns nicht selbst betrifft.

Bei Fragen zum Thema Organspende können sich Interessierte gerne wenden an: Dr. Uschi Traub, Tel. 07141 144-2020, Mail: gesundheitsfoerderung@landkreis-ludwigsburg.de.

Wie beeinflussen Medien unsere Kinder?

LUDWIGSBURG. Wie beeinflussen Medien unsere Kinder? Sollen bereits die Kleinsten Medien nutzen? Und was sollen Eltern beachten? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Vortrags „Zwischen zwei Welten – Kinder im medialen Zeitalter“ der Medienpädagogen und Filmemacher Astrid und Wilfried Brüning. 140 interessierte Eltern und Pädagogen kamen in die Aula der Carl-Schaefer-Schule in Ludwigsburg zum Vortragsabend der Bildungsregion Landkreis Ludwigsburg. Daniel Meyer, Leiter des Fachbereichs „Schulen und Kultur“ im Landratsamt Ludwigsburg, wies in seinem Grußwort auf die Wichtigkeit des Themas hin:

Medien nehmen immer mehr Einfluss auf das Leben unserer Kinder. Jeder kennt diese Situationen, wenn Kinder gebannt vor dem Fernseher sitzen und nicht mehr ansprechbar sind oder wenn bereits Zweijährige über die Smartphones ihrer Eltern wischen.“

Die Eltern, Erzieher und Lehrer erlebten einen unterhaltsamen und informativen Abend. Das Ehepaar Brüning brachte seinen Zuhörern seine Botschaften zum Teil kabarettistisch und mit zahlreichen Praxisbeispielen nahe, in die auch das Publikum immer wieder eingebunden wurde. Ihre Botschaften ließen dennoch keinen Zweifel daran, wie wichtig das Thema ist. „Aufgeschlossen gegenüber neuen Medien zu sein und den Konsum seiner Kinder zu begrenzen – das passt sehr gut zusammen“, betonte Wilfried Brüning schon zu Beginn. „Nur so können unsere Kinder später über die Medien bestimmen, statt von ihnen bestimmt zu werden.“ Astrid Brüning überraschte die Zuhörer mit dem Beispiel der führenden IT-Experten im Silicon Valley, dem weltweiten Zentrum des digitalen Fortschritts. Es sei kein Zufall, dass sie ihren Nachwuchs bevorzugt auf Waldorfschulen schicken, wo die sinnliche und nicht die virtuelle Wahrnehmung im Mittelpunkt stehe. Bill Gates (Microsoft) oder der verstorbene Steve Jobs (Apple) hätten ihren Kindern weder den Besitz eines Smartphones noch die Nutzung von digitalen Spielen erlaubt,
da sie davon überzeugt waren, dass ihre Kinder zunächst in der realen Welt lebenstüchtig werden
müssten, um anschließend auch medientüchtig werden zu können.

Das Gefährliche an den digitalen Spielen sei, dass es für Erfolge dort nicht – wie in der realen Welt – Anstrengung, Ausdauer, Konzentration und den Umgang mit Frustration erfordere. Die digitalen Spiele seien so konzipiert, dass die unterschiedlichen Levels jedem schnelle Erfolge ermöglichen, die man wie bei einer Droge immer wieder erleben möchte. „Das körpereigene Belohnungssystem schüttet dabei sehr häufig und übermäßig viel Dopamin aus. Wenn ihr Kind ganz berauscht davon ist, das nächste Level erreicht zu haben, will es dieses Hochgefühl immer wieder haben“, warnte Brüning.

„Wenn schon Mediennutzung, dann bitte die aktive Mediennutzung und nicht der passive Medienkonsum“, plädierten die Brünings. Egal, ob es das digitale Fotografieren und Nachbearbeiten von Fotos, das Anfertigen eines eigenen kleinen Films oder das Recherchieren zu einem Thema im Internet sei. Nur das eigene aktive und kreative Tun fördere die Entwicklung der Kinder positiv. Sie forderten die Eltern aber auch auf, ihren Kindern beim Entdecken der realen Welt wieder mehr Freiheiten und Vertrauen zu geben: „Früher steckte hinter jedem Baum ein Abenteuer, heute steckt hinter jedem Baum ein Elternteil. So gelingt es nicht, Kinder für das Spielen im Freien zu begeistern.“

Von Feuersalamandern, Gelbbauchunken und Wechselkröten

MARKGRÖNINGEN. Der Artenschutz und der Amphibienschutz standen im Mittelpunkt der diesjährigen Fortbildungsveranstaltung für die ehrenamtlichen Naturschutzwarte des Landkreises. Nach der Begrüßung und Würdigung der Arbeit der Ehrenamtlichen durch den zuständigen Dezernenten des Landratsamts, Dr. Christian Sußner, führte die knapp dreistündige naturkundliche Exkursion der ehrenamtlichen Naturschutzwarte entlang der Glems vom Glemstal-Stadion bis Markgröningen-Talhausen hinter die Kläranlage.

Die Ehrenamtlichen wurden von Dr. Franz-Josef Obergföll, Naturschutzfachkraft bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts, geführt und begleitet von Petra Klose, Fachkraft für Naturschutz und Landschaftspflege der Stadt Markgröningen. Praktische Erläuterungen gaben Mitglieder des örtlichen Naturschutzbundes (NABU), die im Amphibienschutz aktiv sind. Der NABU Markgröningen engagiert sich mit anderen Bürgerinnen und Bürgern seit Jahrzehnten für den Schutz der Amphibienwanderung im Glemstal. Während der Exkursion wurde auf viele praktische Fragestellungen und Probleme eingegangen.

Petra Klose erläuterte zu Anfang jene Maßnahmen, die jedes Jahr vor Ort ergriffen werden, um die wandernden Amphiben zu schützen, beispielsweise die stehende Halbschranke aus Richtung Markgröningen nach Abzweigung von der Vaihinger Straße in die Straße nach Talhausen. Der Vorstand des NABU Markgröningen, Helmut Schäfer, und Johannes Meiwes berichteten von den Anstrengungen der Mitglieder, möglichst viele Tiere vor dem Verkehrstod zu bewahren. Den Ehrenamtlichen ist jedes Tier wichtig, das lebend über die Ortsstraße nach Talhausen kommt. Die aktiven Vereinsmitglieder stehen dazu früh am Morgen auf, um den immer wieder entlang der Randsteine wandernden Feuersalamandern über die Straße zu helfen. Besonders wichtig sind im Glemstal die trächtigen Salamanderweibchen, die den bereits lebenden Nachwuchs gerne in kleinen Fließgewässern, aber auch in Pfützen auf dem Weg ablegen.

Während der  Exkursion gab es Erläuterungen zu Feuersalamandern, Erdkröten, Gelbbauchunken, Wechselkröten, Berg- und Teichmolchen. Auch weitere naturkundliche Sehenswürdigkeiten des Glemstals, beispielsweise die Trockenmauern, die Orchideen oder die Herde des Stadtschäfers Edmund Wörner, interessierten die Naturschutzwarte. Ein besonderer Höhepunkt waren die Folientümpel hinter der Kläranlage Talhausen. Am Anfang des Waldes wurden einige kleine künstliche Froschtümpel errichtet, die vom örtlichen Naturschutzbund betreut werden. Beim genauen Blick in die Tümpel konnten die Beteiligten Amphiben- und Libellenlarven entdecken. Nicht nur die seltenen Gelbbauchunken, sondern auch einige Bergmolche und Baby-Feuersalamander waren sichtbar. Für einige Naturschutzwarte und für ein paar Kinder, die sich an den Tümpeln aufhielten, war die unmittelbare Begegnung mit diesen Tieren ein besonderer Moment.

Polizei sucht nach unsittlichen Mann

Ludwigsburg-West: Unbekannter zeigt sich unsittlich

Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg, Tel. 07141/18-9, sucht Zeugen, die am Dienstag gegen 08:10 Uhr in der Daimlerstraße in Ludwigsburg-West einen Mann beobachten konnten, der in obszöner Weise aufgetreten war. Der bislang unbekannte Mann befand sich auf einem Kinderspielplatz und nahm mit geöffneter Hose sexuelle Handlungen an sich vor. Zu diesem Zeitpunkt waren keine Personen auf dem Spielplatz zugegen. Allerdings wurde eine 21-Jährige, die zu Fuß auf einem angrenzenden Gehweg unterwegs war, auf den Mann aufmerksam und alarmierte umgehend die Polizei. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen verliefen ohne Ergebnis. Der etwa 25 bis 30 Jahre alte Täter hat ein westeuropäisches Erscheinungsbild und kurze dunkle Haare. Er trug einen Drei-Tage-Bart und war mit einer roten Jacke sowie einer grauen Jeans bekleidet.

Der VfB verpflichtet Philipp Klement

Der Mittelfeldspieler wechselt vom SC Paderborn 07 zum VfB und unterschreibt einen Vertrag bis 30. Juni 2023. Der 26-jährige Linksfuß stand bei den Ostwestfalen seit Januar 2018 unter Vertrag und hatte in der jüngst beendeten Zweitliga-Saison maßgeblichen Anteil am Aufstieg der Paderborner in die Bundesliga. In 31 Spielen erzielte er 16 Tore. Es war für Philipp Klement der zweite Aufstieg in Serie mit dem SCP, nachdem er am Ende der Saison 2017/2018 mit dem Klub aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga aufgestiegen war. In der 3. Liga lief der Mittelfeldspieler 16 Mal für Paderborn auf (zwei Tore).

VfB Sportvorstand Thomas Hitzlsperger:

„Wir brauchen Spieler wie Philipp Klement, die uns in der zweiten Liga besser machen und auch ganz klar das Potenzial für die Bundesliga mitbringen. Noch wichtiger ist aber die Bereitschaft, sich frühzeitig für den VfB zu entscheiden. Das hat Philipp getan. Wir sind sehr froh, dass wir ihn von einem Wechsel zum VfB überzeugen konnten.“

Philipp Klement:

„Ich habe in den vergangenen Wochen mit Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat viele gute Gespräche geführt. Dabei ist mir sehr schnell klar geworden, dass ich unabhängig von der Ligazugehörigkeit unbedingt zum VfB wechseln möchte, weil ich von der langfristigen Perspektive des Vereins und der Spielidee des Trainers überzeugt bin. Und nach dem Abstieg kann ich nur sagen: Jetzt erst recht, ich freue mich auf den Start der Vorbereitung und auf die neue Saison!“

“Freie Wähler” sind erstmals stärkste Kraft im Kreisparlament

Ludwigsburg:

Die “Freie Wähler” sind im neuen Parlament zukünftig mit 27 Sitzen vertreten und somit erstmals stärkste Kraft. Im Vergleich zur letzten Wahl gewinnen sie einen Sitz hinzu. Oberbürgermeister Werner Spec, der für die “Freien Wähler” ins Rennen ging, wurde mit insgesamt 11.331 Stimmen ebenfalls in das Kreisparlament gewählt und setzt in Bezug auf die Oberbürgermeisterwahl, die am 30 Juni in Ludwigsburg stattfindet, ein erstes Statement. Die Christdemokraten sind die Verlierer dieser Wahl und müssen sechs ihrer bisherigen 32 Sitze abgeben und kommen somit nur noch auf 26. Die von der aktuellen Erfolgswelle getragenen Grünen gewinnen fünf Sitze hinzu und kommen zukünftig auf 21. Ihr Spitzenkandidat Frank Rebholz ist mit 15.573 gezählten Stimmen auch gleichzeitig der Stimmenkönig dieser Wahl. Die Talfahrt der Sozialdemokraten hält weiterhin an. Sie verliert zwei Sitze und ist zukünftig nur noch mit 16 Sitzen vertreten. Die FDP verbessert sich um zwei Mandate und hat nun acht Sitze. Die Linke bleibt unverändert bei vier Sitzen. Erstmals zieht die AfD mit drei Vertretern ins das regionale Parlament ein.

Nachfolgend das vorläufige Endergebnis der diesjährigen Kreistagswahl in Ludwigsburg – Stand 28.05. 20.30Uhr

Ergebnis nach Auswertung von 39 Wahlbezirken (von insgesamt 39)

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Ergebnisse übernimmt die Redaktion keine Gewähr.

Bitte unten anklicken!

Gesamtergebnis der Kreistagswahl

 

Reh verursacht Verkehrsunfall

Ludwigsburg: Reh verursacht Kettenreaktion

Am Montagmorgen gegen 06:20 Uhr befuhr ein 54-Jähriger Lkw-Lenker die Landesstraße 1140 in Ludwigsburg, als plötzlich ein Reh die Fahrbahn kreuzte. Dem Lkw-Fahrer war es trotz starker Bremsung nicht mehr möglich, eine Kollision mit dem Tier zu verhindern. Ein hinter dem bremsenden Lkw befindlicher 33-jährige Fiat-Fahrer konnte sein Fahrzeug noch zum Stillstand bringen. Dies gelang einem nachfolgenden 39-jährigen Smart-Fahrer nicht mehr und er fuhr auf den stehenden Fiat auf. Hierbei wurden sowohl der Smart-Fahrer als auch der Fiat-Lenker und dessen Mitfahrerin leicht verletzt. Am Smart entstand Sachschaden in Höhe von ca. 2.500 Euro, die Schadenshöhe am Fiat beläuft sich auf ungefähr 3.000 Euro. Das vom Lkw erfasste Reh verendete noch an der Unfallstelle.

Oberbürgermeisterwahl in Ludwigsburg – Briefwahl kann beantragt werden

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Die Kommunal- und Europawahlen sind vorbei; als nächstes steht am Sonntag, 30. Juni, die Oberbürgermeisterwahl in Ludwigsburg an. Seit Anfang dieser Woche werden die Wahlbenachrichtigungen zugestellt. Wer bis
Sonntag, 9. Juni, keine Benachrichtigung erhalten hat, aber glaubt, wahlberechtigt zu sein, kann von Montag, 10. Juni, bis Freitag, 14. Juni, um 12 Uhr beim Wahlbüro des städtischen Fachbereichs Bürgerdienste das Wählerverzeichnis einsehen und Einspruch einlegen.

Wer seine Stimme per Briefwahl abgeben will, kann mit der Wahlbenachrichtigung die Briefwahlunterlagen sowohl für die Wahl am 30. Juni als auch für eine eventuell erforderliche Neuwahl am Sonntag, 14. Juli, anfordern. Die Stadtverwaltung
Ludwigsburg weist darauf hin, dass zwischen Beantragung der Unterlagen und deren Erhalt einige Zeit liegen kann: Denn die für die Briefwahl erforderlichen Stimmzettel für den 30. Juni stehen erst ab dem 7. Juni zur Verfügung. Grund hierfür ist, dass die
Bewerbungsfrist für die Oberbürgermeisterkandidaten erst am 3. Juni endet und der Gemeindewahlausschuss am 5. Juni 2019 über die Zulassung der Bewerberinnen und Bewerber entscheidet. Erst danach können die Stimmzettel gedruckt werden.

Die Briefwahlunterlagen können online über die Ludwigsburger BürgerApp oder unter www.ludwigsburg.de/wahlen beantragt werden. Eine postalische oder persönliche Beantragung ist mithilfe des Antrags auf dem Wahlbenachrichtigungsschreiben
möglich. Eine telefonische Beantragung ist nicht möglich.

Die Internetbeantragung auf www.ludwigsburg.de/wahlen und über die BürgerApp ist erst nach Erhalt der Wahlbenachrichtigung möglich, weil Wählernummer und Wahlbezirk angegeben werden müssen. Der schriftliche Antrag kann entweder in einem
frankierten Umschlag an den Fachbereich Bürgerdienste geschickt werden oder in einen der Briefkästen der Stadtverwaltung am Rathaus oder den Bürgerbüros Neckarweihingen und Poppenweiler eingeworfen werden. Die Bürgerbüros nehmen
Anträge auch während der üblichen Sprechzeiten entgegen und leiten sie an das Wahlbüro weiter. Wer den Antrag für einen anderen stellt oder dessen Unterlagen abholen will, benötigt neben dessen unterschriebener Wahlbenachrichtigung auch eine
schriftliche Vollmacht.

Die Briefwahlunterlagen können auch an einen anderen Ort als den Wohnort gesendet werden, zum Beispiel den Urlaubsort. Dafür muss auf dem Briefwahlantrag die entsprechende Adresse angegeben sein. Ganz wichtig für Briefwählerinnen und
Briefwähler ist: Die Wahlunterlagen müssen so rechtzeitig zurückgeschickt werden, dass sie am Wahltag bis spätestens 18 Uhr im Wahlbüro eingehen. Im Bereich der Deutschen Post AG werden Briefwahlunterlagen für die Wähler übrigens kostenfrei
befördert. Es ist auch möglich, schon bei Abholung der Briefwahlunterlagen vor Ort zu wählen.
Das Wahlbüro des Fachbereichs Bürgerdienste befindet sich in der Wilhelmstraße 9. Das Wahlbüro hat am Montag von 7.30 bis 16 Uhr, am Dienstag und Mittwoch von 7.30 bis 13 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr, am Donnerstag von 8 bis 18 Uhr und am Freitag von
7.30 bis 12 Uhr geöffnet. Am Freitag, 28. Juni, hat das Wahlbüro außerdem von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Erreichbar sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wahlbüros auch per E-Mail an wahlen@ludwigsburg.de.

Spitzensport in Ludwigsburg

Grund zur Freude hat Antje Lauenroth. Die 30-jährige Kriminaloberkommissarin wurde zusammen mit den Handballdamen der SG BBM Bietigheim deutsche Meisterin in der 1. Handballbundesliga. Im letzten Spiel gegen Frisch Auf Göppingen erzielte die Kreisläuferin gleich zwei Treffer.

Vergangenes Wochenende stand Antje Lauenroth erneut auf dem Spielfeld. In der Porsche Arena unterlag ihre Mannschaft im DHB-Pokalfinale nur knapp dem Thüringer Handball Club mit 24:23.

Die Spitzensportförderung des Landes Baden-Württemberg ermöglicht der Polizeibeamtin, Sport und Beruf unter einen Hut zu bekommen. “Ich bin die einzige Spielerin in unserem Team, die parallel zu Training und Spielen noch arbeitet”, betont Antje Lauenroth den Vorteil der Sportförderung. “Alle anderen Teamkolleginnen widmen sich ausschließlich dem Handball”, so die Polizistin weiter.

“Wir trainieren bis zu achtmal in der Woche. Dazu kommen die Spiele, für die wir in ganz Deutschland unterwegs sind. Um stets fit zu sein, muss ich meinen ganzen Wochenablauf auf den Sport ausrichten. Dazu gehören neben regelmäßigem Training vor allem gesunde Ernährung und viel Disziplin”, erklärt die Oberkommissarin. Unterstützung erhält die Handballerin dabei von ihrem Freund, der ebenfalls erstklassig Handball spielt und bei den Bietigheimer Männern unter Vertrag steht.

Beruflich ist Antje Lauenroth beim Ludwigsburger Kriminalkommissariat tätig. Dort bearbeitet sie beim Dezernat 2 Wohnungseinbrüche und Seriendelikte. Für ihre Trainingseinheiten sowie die Spiele wird die Beamtin vom Dienst freigestellt – ein Privileg, das in Baden-Württemberg insgesamt 14 Spitzensportler innerhalb der Polizei genießen.

Ihre Kolleginnen und Kollegen bei der Kripo haben großes Verständnis für ihre sportlichen Ambitionen. Bei Heimspielen sind Lauenroths Polizeikollegen oft Gast in der “EgeTransArena” und freuen sich über ihre sportlichen Erfolge.

Ludwigsburgs scheidender Polizeipräsident Frank Rebholz sowie sein Nachfolger, Polizeivizepräsident Burkhard Metzger gratulierten Antje Lauenroth zum Gewinn der Deutschen Handballmeisterschaft 2019. Frank Rebholz betont, dass Spitzensportler wie Antje Lauenroth die Polizei mit ihren ausgeprägten Tugenden wie Teamgeist, Ehrgeiz und Disziplin bereichern und hervorragende Imageträger für den Polizeiberuf sind.

Neben Antje Lauenroth verrichtet übrigens noch ein zweiter geförderter Spitzensportler seinen Dienst beim Polizeipräsidium Ludwigsburg: Bundesligawasserballer Timo van der Bosch sorgt seit 1. März diesen Jahres als Streifendienstbeamter beim Polizeirevier Ludwigsburg für die Sicherheit der Ludwigsburger Bürgerinnen und Bürger.