Corona-Fallzahlen am Montag, 16. November im Kreis Ludwigsburg

Die Lage am Montag im Landkreis Ludwigsburg entspannt sich ein wenig: 

Binnen 24 Stunden meldete das Gesundheitsamt in Ludwigsburg +31 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Montag vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfektionen um 109. Damals waren 140 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Gestern waren es 57 Fälle. Der bis dato höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie im Kreis Ludwigsburg lag bei 305. (Stand: 16.11.) Die Zahlen am Sonntag und Montag sind erfahrungsgemäß niedriger als an den anderen Wochentagen, da am Wochenende weniger getestet wird.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 7.405 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion blieb unverändert bei 101. Rund 6.042 (+216Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 16.11)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt laut dem Landratsamt am Montag bei 122,9 (Stand: 16.11.) Gestern lag der Wert bei 136,1. Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 16.11)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 47 | 2 )
Asperg ( 176 | 1 )
Benningen am Neckar ( 74 | 0 )
Besigheim ( 141 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 815 | 2 )
Bönnigheim ( 159 | 2 )
Ditzingen ( 287 | 2 )
Eberdingen ( 112 | 1 )
Erdmannhausen ( 52 | 0 )
Erligheim ( 44 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 176 | 1 )
Freudental ( 90 | 1 )
Gemmrigheim ( 75 | -1 )
Gerlingen ( 228 | 6 )
Großbottwar ( 81 | 0 )
Hemmingen ( 91 | 2 )
Hessigheim ( 21 | 0 )
Ingersheim ( 70 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 101 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 288 | 2 )
Kornwestheim ( 529 | 0 )
Löchgau ( 67 | 0 )
Ludwigsburg ( 1.255 | 2 )
Marbach am Neckar ( 196 | 0 )
Markgröningen ( 165 | 0 )
Möglingen ( 206 | 0 )
Mundelsheim ( 47 | 0 )
Murr ( 71 | 1 )
Oberriexingen ( 38 | 1 )
Oberstenfeld ( 98 | 0 )
Pleidelsheim ( 88 | 0 )
Remseck am Neckar ( 317 | 1 )
Sachsenheim ( 292 | 0 )
Schwieberdingen ( 117 | 1 )
Sersheim ( 102 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 125 | 0 )
Tamm ( 146 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 370 | 1 )
Walheim ( 43 | 0 )

red

Verkehrsbericht: Welche Straßen diese Woche in Ludwigsburg gesperrt sind

Verkehrsbericht gültig ab Montag, 16. November

Am Reitweg
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang Dezember eine Vollsperrung des Fahrwegs entlang der Lärmschutzwand bis zur Carl-Benz-Straße.

Brahmsweg (Schlösslesfeldschule)
Es besteht bis voraussichtlich Ende April 2021 eine Vollsperrung auf Höhe des Gebäudes Brahmsweg 30/2.

Bönnigheimer Straße
Hier besteht bis voraussichtlich Ende November eine Vollsperrung mit einer örtlichen Umleitung.
 
Dieselstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Mitte Dezember zwischen der Friedenstraße 76 und der Dieselstraße 6 eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten. Die Zufahrt in die Dieselstraße ist für die Anwohner aus der Daimlerstraße möglich.
 
Friedrichstraße Nordseite
Hier steht bis voraussichtlich März 2021 zwischen der Solitudestraße und der Stuttgarter Straße nur jeweils eine Fahrspur in jeder Richtung zur Verfügung.

Gänsfußallee
Es besteht voraussichtlich bis Ende November eine halbseitige Sperrung der Gänsfußallee zwischen der Grönerstraße/Hoferstraße und der Brenzstraße mit Einbahnstraßenregelungen (Fahrrichtung von der Hoferstraße in Richtung Schwieberdinger Straße).

Heilbronner Straße /B 27
Hier wird die äußerste Fahrspur wegen Instandsetzungsarbeiten an der Stützwand außerhalb der Hauptverkehrszeiten abschnittsweise gesperrt.

Johannesstraße
Bis voraussichtlich Anfang März 2021 besteht eine Vollsperrung der Johannesstraße zwischen der Mörikestraße und der Wernerstraße. Der Kreuzungsbereich Johannesstraße / Wernerstraße ist ebenfalls voll gesperrt, hier besteht eine Sackgassenregelung. Der Anlieger- und Andienungsverkehr ist frei.

Kallenberg´sches Areal
Die Leonberger Straße ist zwischen der Solitudestraße und dem Zentralen Omnibus-bahnhof (ZOB) für den Individualverkehr gesperrt. Die Solitudestraße ist halbseitig gesperrt – die Verkehrsführung erfolgt stadteinwärts zwischen der Friedrichstraße und der Leonberger Straße.
 
L 1140
Bedingt durch die Umbaumaßnahmen an der Ostrampe der Autobahn-Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd sind Verkehrsbeeinträchtigungen auf der L 1140 möglich.

Neckarhalde
Hier besteht auf Höhe der Neckarhalde 39 bis voraussichtlich Ende Dezember eine Vollsperrung für den Kfz-, Fußgänger- und Radverkehr. Es besteht eine Umleitung über: Neckarhalde – Herrmann-Wißmann-Straße – Steinäckerstraße.
 
Neißestraße / Pregelstraße
Es besteht bis voraussichtlich Ende Februar 2021 eine Vollsperrung der Neißestraße ab der Abzweigung Pregelstraße.

Porschestraße
Hier kommt es bis voraussichtlich Mitte November zu Beeinträchtigungen im Baustellenbereich auf Höhe der Porschestraße 14.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.   
 
Schmiedgässle / Kronenstraße
Es besteht eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten bis voraussichtlich
März 2021.
 
Schwieberdinger Straße /Keplerstraße/ Friedrichstraße
Hier steht pro Richtung im Baufeld nur jeweils eine Fahrspur zur Verfügung. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt oder teilweise nicht möglich. Die Zu- und Abfahrt aus der Pflugfelder Straße in die Schwieberdinger Straße ist aufgrund der dortigen Baustelle nicht möglich. Die Baumaßnahmen dauern voraussichtlich bis November 2020.

Seeschlossallee / Lichtäcker
Der Feldweg zwischen der Seeschlossallee und Lichtäcker 36 ist voraussichtlich bis Ende November im betroffenen Bereich voll gesperrt.

Steinbeisstraße
Es besteht bis voraussichtlich Ende Dezember eine Vollsperrung zwischen der Steinbeisstraße 6 und der Kreuzung Steinbeisstraße / Karl-Haußmann-Straße.
 
Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und die Dauer derzeit noch nicht genau absehbar.

Untere Kasernenstraße – Parkplatz Untere Stadt
Der Parkplatz Untere Stadt ist im Zuge der Umgestaltung des Walckerparks bis voraussichtlich Mitte/Ende Dezember gesperrt. Im Bereich der Unteren Kasernenstraße, der Oberen Kasernenstraße und der Bietigheimer Straße sind daher die öffentlichen Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt (Bewohnerparkbereich 1).
 
Untere Kasernenstraße
Es besteht eine Vollsperrung zwischen der Bietigheimer Straße und dem Postgässle.
 
Waldäcker III
Hier sind temporäre Einschränkungen bei der Nutzung des Radweges entlang der Schwieberdinger Straße möglich. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und die Dauer derzeit noch nicht genau absehbar.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Stadt Ludwigsburg übergibt Notebooks und Tablets für Online-Unterricht an Schulen

Aktuell können aufgrund der Corona-Pandemie nicht alle Schülerinnen und Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen und sind auf Online-Unterrichtsangebote der Schulen angewiesen. Während der Schulschließungen im Frühjahr standen nicht allen Schülerinnen und Schülern ein Notebook oder ein Tablet für das digitale Fernlernen zur Verfügung.

Mit Geldern des so genannten Sofortausstattungsprogramms von Bund und Ländern hat die Stadtverwaltung Ludwigsburg deshalb rund 1.200 Tablets und 220 Notebooks beschafft. Diese werden an Schülerinnen und Schüler ohne digitale Endgeräte verliehen.

Die Verteilung an die Schulen hat jetzt begonnen. Als eine der ersten Schulen erhielt die Elly-Heuss-Knapp-Realschule die Leihgeräte. Erster Bürgermeister Konrad Seigfried übergab sie an Heidrun Gross, Schulleiterin der Elly-Heuss-Knapp-Realschule.

„Mit den neuen Leihgeräten stärken wir die Bildungsgerechtigkeit und setzen unsere 2017 begonnene Digitalisierung der Ludwigsburger Schulen konsequent fort“, freut sich Konrad Seigfried. Und Heidrin Gross ergänzt: „Wir sind sehr dankbar, die Leihgeräte zu erhalten. Durch die neuen Geräte können wir unsere Schülerinnen und Schüler in der Pandemie noch besser unterstützen und die Medienbildung als Auftrag aus dem Bildungsplan stärker im Unterricht umsetzen.“

Die Schulleitungen wählen die Schülerinnen und Schüler aus, die die Leihgeräte erhalten. Die Schüler müssen einen Leihvertrag unterschreiben. Auf allen Notebooks ist ein Antivirenprogramm mit einem Jugendschutzfilter installiert. Die Tablets werden mithilfe von Jamf-School, einer bundesweit etablierten und vom Kreismedienzentrum empfohlene Mobile-Device- Management-Lösung, verwaltet. Mit Hilfe dieser Lösung können alle Geräte leicht mit den von den Schulen gewünschten Apps sowie mit einheitlichen Jugendschutzeinstellungen ausgestattet werden. Die Mobile-Device- Management-Lösung wird zentral von der Stadtverwaltung verwaltet. Zusätzlich schult die Stadt Lehrerinnen und Lehrer als Administratoren, damit die Schulen die Geräte an ihren Bedarf anpassen können.

Beim Sofortausstattungsprogramm werden vom Land Baden-Württemberg insgesamt 130 Millionen Euro an die Schulträger verteilt. Die Stadt Ludwigsburg hat rund 820.000 Euro erhalten.

red

Schwerer Verkehrsunfall: Drei Verletzte und hoher Sachschaden auf B27 am Samstagabend

Drei leicht verletzte Personen und 60.000 Euro Schaden sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls auf der B27 im Kreis Ludwigsburg am frühen Samstagabend kurz vor 20:00 Uhr.

Eine 23-jährige Fahrerin eines schwarzen Audi A4 befuhr die B27 von Ludwigsburg kommend in Richtung Bietigheim und bog an der Anschlussstelle Ludwigsburg-Nord nach links auf die BAB 81 in Richtung Stuttgart ab. Hierbei missachtete sie das für sie geltende Rotlicht der Lichtzeichenanlage und stieß im Kreuzungsbereich mit einem weißen Mercedes SUV eines 41-Jährigen zusammen, welcher seinerseits auf der B 27 von Bietigheim kommend in Richtung Ludwigsburg fuhr. An beiden Fahrzeugen lösten die Airbags aus und Betriebsstoffe liefen aus. Im Audi wurde die 20-jährige Mitfahrerin leicht verletzt, im Mercedes wurden der 41-Jährige und seine 14-jährige Mitfahrerin ebenfalls leicht verletzt. Zur Erstversorgung war der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen vor Ort, eine weitere Behandlung war an der Unfallstelle nicht erforderlich.

Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Auffahrt zur BAB 81 aus Richtung Ludwigsburg musste während der Unfallaufnahme und zur Bergung der Fahrzeuge bis kurz vor 22:00 Uhr gesperrt werden. Es kam zu geringen Verkehrsbeeinträchtigungen. Die Feuerwehr Ludwigsburg hatte zur Sicherung der auslaufenden Betriebsstoffe ein Fahrzeug mit drei Einsatzkräften eingesetzt. Zur Unfallaufnahme waren zwei Streifenbesatzungen des Polizeireviers Ludwigsburg eingesetzt.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Corona-Fallzahlen am Freitag im Kreis Ludwigsburg

Die Lage am Freitag im Landkreis Ludwigsburg:

Binnen 24 Stunden meldete das Gesundheitsamt in Ludwigsburg +168 neue Corona-Infizierte. Gestern waren es 224 Fälle. Im Vergleich zum Freitag vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfektionen um rund 40 Fälle. Damals waren 203 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Der bis dato höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie im Kreis Ludwigsburg lag bei 305. (Stand: 13.11.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 7.148 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um einen auf 101. Rund 5.440 (+34Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Laut dem Landratsamt und dem Klinikum Ludwigsburg werden aktuell 43 Patienten stationär behandelt, davon sind aktuell 12 Vortag 11) Patienten auf der Intensivstation, die künstlich beatmet werden. (Stand: 13.11)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt laut dem Landratsamt am Montag bei 125,1 (Stand: 13.11.) Gestern lag der Wert bei 130,8. Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 13.11)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 41 | 2 )
Asperg ( 168 | 4 )
Benningen am Neckar ( 70 | 0 )
Besigheim ( 132 | 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 792 | 20 )
Bönnigheim ( 150 | 5 )
Ditzingen ( 280 | 4 )
Eberdingen ( 104 | 2 )
Erdmannhausen ( 52 | 2 )
Erligheim ( 42 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 172 | 3 )
Freudental ( 86 | 0 )
Gemmrigheim ( 74 | 1 )
Gerlingen ( 222 | 5 )
Großbottwar ( 76 | 3 )
Hemmingen ( 86 | 0 )
Hessigheim ( 21 | 0 )
Ingersheim ( 69 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 101 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 272 | 9 )
Kornwestheim ( 513 | 9 )
Löchgau ( 65 | 0 )
Ludwigsburg ( 1.214 | 32 )
Marbach am Neckar ( 192 | 2 )
Markgröningen ( 157 | 1 )
Möglingen ( 194 | 10 )
Mundelsheim ( 45 | 2 )
Murr ( 69 | 1 )
Oberriexingen ( 37 | 0 )
Oberstenfeld ( 94 | 2 )
Pleidelsheim ( 86 | 3 )
Remseck am Neckar ( 305 | 12 )
Sachsenheim ( 287 | 8 )
Schwieberdingen ( 113 | 2 )
Sersheim ( 101 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 124 | 3 )
Tamm ( 137 | 2 )
Vaihingen an der Enz ( 357 | 6 )
Walheim ( 42 | 1 )

red

Stadt Ludwigsburg plant Paket aus Steuer- und Gebührenerhöhung

Der Ausschuss für Bildung, Sport und Soziales (BSS) hat in seiner Sitzung am Mittwoch die Weichen gestellt für Einsparungen (wir berichteten) sowie die Erhöhung der Gebühren für die Kinderbetreuung. Angesichts der prekären Haushaltssituation sind Gemeinderat und Stadtverwaltung gehalten, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um Mehreinnahmen zu erzielen und Einsparungen vorzunehmen.

Daher empfahl der Ausschuss, die Zuschüsse für Sportvereine um zehn Prozent zu senken. Auf Wunsch des Stadtverbands für Sport wurde die Grundförderung davon ausgenommen, jedoch die Höhe des Sparbeitrags beibehalten mit der Absicht, in anderen Förderbereichen zu kürzen. Endgültig soll das der Gemeinderat Anfang Dezember beschließen, zeitgleich mit den geplanten Kürzungen bei der Kultur-Förderung. Der BSS akzeptierte auch den Sparbeitrag des Sportinternats für ein Jahr und die Kürzung bei der Sprachförderung in den Schulen. Keine Abstriche gibt es bei der gut ausgebauten Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen.

Gemeinderat und Stadtverwaltung vor schweren Entscheidungen

Mit Intensität beriet der BSS den Vorschlag, bei dringend erforderlichen Mehreinnahmen für den städtischen Haushalt möglichst gerecht die gesamte Bevölkerung, die Wirtschaft und die Nutzer von Kindertageseinrichtungen zu beteiligen. Mit der Vorlage 353/20 schlägt die Stadtverwaltung dem Gemeinderat vor, die Grundsteuer, die Gewerbesteuer sowie die Gebühren für die Kinderbetreuung zu erhöhen. Der Ausschuss für Wirtschaft, Kultur und Verwaltung (WKV) hatte bereits am 3. November über höhere Steuern beraten.

Im BSS am vergangenen Mittwoch stand eine Erhöhung der Kindergarten-Gebühren im Mittelpunkt. Dabei zeichnet sich ab, dass der grundlegende Ansatz der Verwaltung auf Zustimmung stößt, in einem Dreiklang zu handeln, also ein Paket aus Steuer- und Gebührenerhöhung zu schnüren mit einem Umfang von 3,8 Millionen Euro. Die Elternbeiträge sollen dabei 500.000 Euro ausmachen. Erkennbar war auch über alle Fraktionen hinweg, auch die Eltern an den immensen Kosten für die frühkindliche Betreuung stärker zu beteiligen.

Zeitpunkt für Erhöhung der Kita-Gebühren noch offen

Bisher tragen die Eltern durch ihre Beiträge zwölf Prozent der Kosten. Das sind 7,6 Millionen von fast 60 Millionen. Dieser Anteil soll auf 14 Prozent steigen, was einem Betrag von 500.000 Euro entspricht. Offen blieb in der Debatte noch der Zeitpunkt der Umsetzung, ob zum 1. Januar 2021 oder erst zum Kindergartenjahr 2021/22, also ab September 2021. Unklar ist auch, in welcher Weise der Betrag auf die Kinder, die die Einrichtungen nutzen, verteilt wird.

Hierzu hatte die Stadtverwaltung verschiedene Vorschläge gemacht, die aber noch zu keinem Einvernehmen zwischen den Fraktionen führten. Dies soll nun ebenfalls der Gemeinderat in den Haushaltsberatungen Anfang Dezember abschließend entscheiden. Vor dem Hintergrund der sehr intensiven Diskussion beauftragte der BSS die Stadtverwaltung, neue Vorschläge zu entwickeln und den Fraktionen vorzulegen. Insbesondere ging es um eine sozial verträgliche Lösung, ohne das Einsparziel aus den Augen zu verlieren.

OB Knecht: Anstieg der Steuern ist vertretbar

Das Konsolidierungspaket aus höherer Gewerbe- und Grundsteuer sowie einem Anstieg der Gebühren für die Kinderbetreuung soll helfen, das Defizit im Ergebnishaushalt nicht noch höher als 28,7 Millionen Euro werden zu lassen. Bei der Gewerbesteuer gilt es zu beachten: Selbstständige und Landwirte zahlen keine Gewerbesteuer. Unternehmen sind nur dann steuerpflichtig, wenn sie Gewinne erzielt haben. Zudem ist es möglich, Verluste aus den Vorjahren mit dem Gewinn zu verrechnen. In Ludwigsburg entfällt die Hälfte der gesamten Einnahmen aus der Gewerbesteuer auf die 20 größten Zahler. Von 1700 Unternehmen, die in Ludwigsburg der Gewerbesteuerpflicht unterliegen, wären 600 von einer Erhöhung betroffen.

Bei der Grundsteuer schlägt die Stadtverwaltung eine Erhöhung vor, die sich wie folgt auswirken würde: Bei einem Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern würden die Besitzer pro Jahr 59 Euro oder 4,92 Euro pro Monat mehr bezahlen. Bei einer Eigentumswohnung mit 90 Quadratmetern sähe die Rechnung so aus: 27 Euro Mehrbelastung pro Jahr, 2,25 Euro pro Monat. Ein Sechsfamilienhaus mit 480 Quadratmetern Wohnfläche käme auf ein Plus von 145 Euro pro Jahr oder 12,08 Euro pro Monat.

„Wir haben uns diese Erhöhung nicht leicht gemacht. Aber sie ist aus unserer Sicht vertretbar“, verteidigt OB Dr. Matthias Knecht die geplante Steuer- und Gebührenerhöhung. „Zumal wir ein Investitionspaket in Höhe von 215 Millionen Euro bis zum Jahr 2024 auflegen. Nur ein gemeinsamer Kraftakt hilft, um in die Zukunft unserer Stadt zu investieren“, betont der OB. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Wir haben schmerzliche und harte Einsparungen allen Bereichen der Stadtverwaltung und der Stadtgesellschaft abverlangt. Insbesondere bei unserem Personal werden zahlreiche befristete Stellen nicht verlängert oder frei werdende nicht wieder besetzt“, zählt OB Knecht auf. Es sei ein Einstellungsstopp verhängt worden und nur jene Stellen seien wieder oder neu besetzt worden, die zur Erfüllung der städtischen Pflichtaufgaben dringend nötig gewesen seien. „Das sind 34 neue Stellen, weniger als die Hälfte im Vergleich zum vergangenen Jahr“, so der OB.

red

Corona-Nothilfefonds: Stiftung unterstützt Kultur und Vereine in Ludwigsburg

Auf Initiative der Ludwigsburger Bürgermeister hat die Bürgerstiftung Ludwigsburg im vergangenen Juni einen Corona-Nothilfefonds eingerichtet. Auf entsprechende Anträge zahlte die Stiftung bislang Gelder in Höhe von insgesamt 14.800 Euro aus. Finanziell unterstützt wurden folgende Einrichtungen in der Stadt: der Ludwigsburger Kulturkeller „Die Luke“, der Musikverein Oßweil und der Chor „Die Abendsterne“ im SKV Eglosheim. Mittel aus dem Hilfefonds flossen auch an den Verein KulturWelt, der Musik und Theaterkunst fördert und pflegt, an die Tanz- und Theaterwerkstatt sowie an Invitare, die Stiftung für Mutter und Kind. 

Mit privaten Spenden für das Startkapital des Fonds gesorgt hatten Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht, Erster Bürgermeister Konrad Seigfried, Bürgermeister Michael Ilk sowie Albert Geiger, damals kommissarischer Leiter des Dezernats Stadtentwicklung, Hochbau, Liegenschaften. Auch die Stadträtinnen und Stadträte beteiligten sich mit Spenden an dem Nothilfefonds.

Seit Juni insgesamt 14.800 Euro ausbezahlt – Weitere Anträge können gestellt werden

Gefördert werden gemeinnützige Träger aus den Bereichen Kultur, Sport und Soziales. „Es sind weiterhin Mittel vorhanden; es können also noch Anträge gestellt werden“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht.

Wer Unterstützung durch den Fonds beantragen möchte oder Fragen dazu hat, wendet sich bitte an: Stadt Ludwigsburg, Büro Oberbürgermeister, Hannes Eisele, Wilhelmstraße 11, 71638 Ludwigsburg, Telefon 07141 910-2238, E-Mail: H.Eisele@ludwigsburg.de.

Corona-Fallzahlen am Donnerstag im Kreis Ludwigsburg

Die Lage am Donnerstag im Landkreis Ludwigsburg:

Binnen 24 Stunden meldete das Gesundheitsamt in Ludwigsburg +224 neue Corona-Infizierte. Gestern waren es 191 Fälle. Im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um mehr als 40 Fälle. Damals waren 181 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Der bis dato höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie im Kreis Ludwigsburg lag bei 305. (Stand: 12.11.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 6.980 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um vier auf 100. Rund 5.406 (+78Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Laut dem Landratsamt und dem Klinikum Ludwigsburg werden aktuell 43 Patienten stationär behandelt, davon sind aktuell 11 Patienten auf der Intensivstation, die künstlich beatmet werden. (Stand: 12.11)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt laut dem Landratsamt am Montag bei 130,8 (Stand: 12.11.) Gestern lag der Wert bei 125,1. Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 12.11)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 39 | 0 )
Asperg ( 164 | 5 )
Benningen am Neckar ( 70 | 0 )
Besigheim ( 127 | 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 772 | 27 )
Bönnigheim ( 145 | 4 )
Ditzingen ( 276 | 7 )
Eberdingen ( 102 | 4 )
Erdmannhausen ( 50 | 1 )
Erligheim ( 41 | 4 )
Freiberg am Neckar ( 169 | 4 )
Freudental ( 86 | 5 )
Gemmrigheim ( 73 | 6 )
Gerlingen ( 217 | 6 )
Großbottwar ( 73 | 4 )
Hemmingen ( 86 | 0 )
Hessigheim ( 21 | 0 )
Ingersheim ( 68 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 99 | 10 )
Korntal-Münchingen ( 263 | 10 )
Kornwestheim ( 504 | 20 )
Löchgau ( 65 | 1 )
Ludwigsburg ( 1.182 | 26 )
Marbach am Neckar ( 190 | 9 )
Markgröningen ( 156 | 8 )
Möglingen ( 184 | 7 )
Mundelsheim ( 43 | 0 )
Murr ( 68 | 2 )
Oberriexingen ( 37 | 0 )
Oberstenfeld ( 92 | 3 )
Pleidelsheim ( 83 | 0 )
Remseck am Neckar ( 293 | 7 )
Sachsenheim ( 279 | 8 )
Schwieberdingen ( 111 | 4 )
Sersheim ( 99 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 121 | 3 )
Tamm ( 135 | 8 )
Vaihingen an der Enz ( 351 | 13 )
Walheim ( 41 | 1 )

red

Ludwigsburgs Landrat Allgaier: Impfstoff kann Menschen die notwendige Perspektive geben – Disziplin ist weiter wichtig

Von Uwe Roth

Der Ludwigsburger Landrat setzt große Hoffnung in die angekündigte Zulassung eines Impfstoffes gegen den Corona-Virus. Wie Dietmar Allgaier in einem Gespräch mit Ludwigsburg24 sagt, könnte das gefundene Mittel nicht nur zu einem späteren Zeitpunkt die Pandemie eindämmen, sondern schon jetzt der Bevölkerung eine Perspektive auf eine Verbesserung der Lage geben. Auch wenn dies noch dauern könnte. Nach seiner Überzeugung ist die gewachsene Perspektivlosigkeit in den vergangenen Wochen mit dem neuen Teillockdown ein Grund, warum manche Menschen an den staatlich verordneten Corona-Regeln zweifeln.

Der Landrat ist seit Ausbruch der Pandemie bei der Bewältigung der Folgen der wichtigste Krisenmanager im Landkreis mit seinen rund 545 000 Einwohnern. Der Chef der Kreisbehörde ist für den Landkreis Ludwigsburg unter anderem der oberste Gesundheits- und Bevölkerungsschutz-Verantwortliche. Die Kreisverwaltung hat im Bereich der polizeilichen Aufgaben wichtige Befugnisse, für die er die Aufsicht hat. Der Landrat kann Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens verfügen, die über die des Landes und des Bundes hinausgehen, sollte das für den Landkreis notwendig werden. „Wir können die Verordnung des Landes nicht einschränken. Aber wir haben weitreichende Befugnisse. Das ist in der Corona-Verordnung so festgelegt. Wenn der 7-Tage-Inzidenzwert über 50 liegt, geht die Zuständigkeit an die Landkreise über.“

Doch mit behördlichen Anordnungen allein ist es nicht getan, damit sich die Menschen corona-gerecht verhalten, einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wo es vorgeschrieben ist, und im öffentlichen Raum immer den notwendigen Abstand halten. Es gehe darum, den Menschen ein Ende der Einschränkungen in Aussicht stellen zu können. „Eine Perspektive zu schaffen, das ist ganz wichtig“, stellt der 54-Jährige klar. Dazu könne die begründete Hoffnung auf einen Impfstoff beitragen. Aber noch sei der Wille zum Durchhalten gefragt. „Besonders an den bevorstehenden Advents- und Weihnachtsfeiertagen wollen die Familien zusammenkommen. Das verstehe ich. Aber auf der anderen Seite hilft es nichts, wenn man das aktuelle Infektionsgeschehen ignoriert.“ Das Infektionsgeschehen gebe nicht die Politik vor, sondern entwickle sich. Jeder wünsche sich, dass die Pandemie so bald wie möglich endet. „Aber es ist klar, sie wird nicht zum 31.12. zu Ende sein – auch nicht mit der Einführung eines Impfstoffes.“ Mit den Einschränkungen müssten die Menschen leider bis weit ins nächste Jahr hinein leben.

Landrat Allgaier betont, dass die Krisensituation noch lange nicht beendet ist. In einer solchen sei in erster Linie „Fachlichkeit gefragt“. Virologen und Mediziner stünden mit ihrer fachlichen Beurteilung im Vordergrund – nicht die politische Meinung. „Ich bedauere, dass der Kampf gegen die Pandemie zu einem Wahlkampfthema zu werden scheint. Das ist das völlig falsche Thema für den Wahlkampf.“ Es gelte vielmehr, „hinter der Regierung und den Fachleuten zu stehen. Solche Maßnahmen verordnet niemand gerne“, stellt Allgaier klar. Aber wenn bestimmte Anordnungen notwendig seien, um die Pandemie einzudämmen, seien diese hinzunehmen. „Der parlamentarische Raum sollte das akzeptieren.“ Leider habe er feststellen müssen, dass sich die politische Diskussion verändert habe. So hätten bedauerlicherweise einige Bürgermeister und Oberbürgermeister die Maßnahmen in Frage gestellt. „Der parlamentarische Raum muss informiert werden – das ist eindeutig. Doch in einer Krisensituation ist in erster Linie Handeln gefragt und nicht die politische Diskussion. Wenn man Maßnahmen in Frage stellt, führt das zu weiteren Unsicherheiten in der Gesellschaft“, ist Allgaier überzeugt.

Als Chefbeamter habe er zu funktionieren, sagt er über sich selbst. „Ich schrecke vor Krisen nicht zurück. Ich sehe meine Aufgabe als Landrat darin, mich Krisen zu stellen. Bereits in früheren beruflichen Stationen habe ich Krisensituationen miterlebt“, so Allgaier. Er spüre „eine wahnsinnige Verantwortung für über eine halbe Million Menschen hier im Landkreis“. Er möchte gerichtsfeste Entscheidungen treffen. „Ich möchte, dass die Menschen verstehen, warum man die Entscheidung genau so getroffen hat.“ Alles in allem habe er den Eindruck, dass die Menschen im Landkreis bislang sehr verständnisvoll seien. „Klar, nicht alle Entscheidungen stoßen auf Gegenliebe. Jeder kann es für sich selbst beurteilen. Deswegen gibt es bei uns die Meinungsfreiheit. Wir bekommen die Pandemie aber nur in den Griff, wenn jeder für sich selbst Verantwortung übernimmt.“ Inzwischen habe „jeder Mensch so viele Informationen und kennt sich soweit aus, dass er eigenverantwortlich handeln kann“, ist der Landrat überzeugt. „Ich halte die Anti-Corona-Demos für fehl am Platz. Weil ich hautnah miterlebe, was die Konsequenz in gesundheitlicher Hinsicht sein können.“ Erst kürzlich seien über zehn Menschen in einem Pflegeheim in Freudental an und mit Corona verstorben. Da macht er sich schon Gedanken. „Es waren alles demenzkranke Menschen, die nicht mehr auf die Straße gegangen sind. Dort haben sie sich also nicht infiziert. Es können aber Mitarbeiter und Besucher gewesen sein, die das Virus in die Einrichtung gebracht haben.“ Das bewege einen auch selbst: „Auch ich habe die eine oder andere Nacht, in der ich nicht gut schlafe.“

Landrat Allgaier ist seit knapp einem Jahr im Amt: „Die ersten zehn Monate waren wegen dieser turbulenten Zeit so intensiv, dass gefühlt mein Amtsantritt viel länger her ist“, zieht er eine erste Bilanz. Die ersten sieben Wochen seien „normale Landratstätigkeit gewesen. Ich habe die Zeit bis Ende Februar damit verbracht, Mitarbeiter kennenzulernen, Antrittsbesuche zu machen und offizielle Termine wahrzunehmen. Dann kam Corona, und für mich und meine Mitarbeiter hat sich der berufliche Alltag schlagartig verändert. Wir waren mit einem Schlag mit einem uns völlig unbekannten Thema konfrontiert.“ Inzwischen seien 140 Mitarbeiter der Kreisverwaltung ausschließlich mit der Bewältigung der Coronakrise beschäftigt.

Trotz der weitgehenden Konzentration habe er in den ersten zehn Monaten seiner Amtszeit das Landratsamt sehr gut kennengelernt. „Ich war im Haus viel unterwegs, da es wegen des Lockdowns wenig Außentermine gab. Schade war allerdings, dass die Sachthemen, die ich als erstes in Angriff nehmen wollte, erst einmal in den Hintergrund geraten sind, weil Krisenmanagement angesagt war.“ Losgelöst vom Thema Corona: „Ich bin in dem Amt angekommen. Es macht Spaß. Ich brenne darauf, in den nächsten Jahren Themen im Landkreis voranzubringen.“

SPD-Landtagskandidat Haas fordert bessere Unterstützung für Schulen im Kreis Ludwigsburg

Mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie fordert der Freiberger SPD-Landtagskandidat Daniel Haas bessere und klare Konzepte für die Schulen im Kreis Ludwigsburg. „Kultusministerin Susanne Eisenmann gibt den Schulen kaum konkrete Pläne an die Hand, wie im Schulalltag Infektionen verhindert werden können. Maskenpflicht und Lüften sind wichtig, können aber kein Allheilmittel sein“, betont Haas in einer Pressemitteilung am Mittwoch.

Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung befinden sich bundesweit mittlerweile mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne, rund sechsmal so viele wie noch Ende September. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne liege aktuell bei bis zu 30.000.

„Von einem normalen Unterrichtsalltag an Schulen kann keine Rede sein“, sagt der Sozialdemokrat. Stattdessen verweise Kultusministerin Eisenmann immer wieder auf das Dauerlüften der Klassenzimmer. Das könne jedoch im Winter keine dauerhafte Lösung sein, zumal sich einige Fenster nicht öffnen lassen.

„Unser Ziel muss es sein, in den Schulen einen sicheren und praktikablen Unterrichtsalltag unter Pandemie-Bedingungen zu schaffen. Dazu gehört neben Verbesserungen bei der digitalen Ausstattung an Schulen auch das Bereitstellen von Schutzmaßnahmen wie FFP-Schutzmasken für Lehrerinnen und Lehrer und weiterem Personal an Schulen. Gesundheitsschutz ist Arbeitgeberpflicht. Und auch beim Ermöglichen von Fernunterricht sollte die Kultusministerin flexible Möglichkeiten schaffen“, so Haas.

„Gerade weil der Unterricht derzeit unter erschwerten Bedingungen stattfindet, dürfen wir die Zukunftsperspektiven der Schülerinnen und Schüler nicht aus dem Blick verlieren“. Die durch die Corona-Krise verursachten Schließungen der Schulen hat gezeigt, dass das baden-württembergische Bildungssystem weder krisenfest noch zukunftssicher ist. Die Pandemie wird zu gravierenden Folgen im Bildungsfortschritt und in der sozialen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen führen. Es geht um nichts weniger als ihren Anspruch auf Bildung. Die SPD fordert deshalb ein landesweites Nachhilfeprogramm im Umfang von zehn Millionen Euro, heißt es in der Mitteilung weiter.

red