Kleinkind und Frau bei Brand in Mehrfamilienhaus in Asperg verletzt

Aus noch ungeklärter Ursache kam es am Donnerstagmorgen gegen 07:10 Uhr auf einem Balkon im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Königstraße zu einem Brand, in dessen Verlauf sich mehrere kleine Explosionen ereigneten, die möglicherweise durch Gaskartuschen verursacht wurden. Der Wohnungsinhaber hatte seine Wohnung zum Zeitpunkt des Brandes bereits verlassen. Eine 22-jährige Frau und ein Kleinkind, die sich in einer Wohnung im Erdgeschoss aufhielten, wurden vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Das Feuer breitete sich auf die Dachkonstruktion aus. 56 Einsatzkräfte der Feuerwehr hatten den Brand kurz nach 8:00 Uhr unter Kontrolle, mussten in der Folge aber Teile des Dachs abtragen, um weitere Glutnester auszuschließen. Die beiden Wohnungen im Dachgeschoss sind aufgrund der Dacharbeiten derzeit nicht bewohnbar. Die Anwohner kamen bei Verwandten unter.

Für die Dauer des Einsatzes wurde die Königstraße zwischen der Lehenstraße und der Panoramastraße gesperrt. Die Sperrung wurde gegen 13:05 Uhr aufgehoben. Der bei dem Brand entstandene Sachschaden beläuft sich nach erster Schätzung auf etwa 150.000 Euro. Kriminaltechniker des Polizeipräsidiums Ludwigsburg haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

red

Corona-Schnellteststelle in Ludwigsburg schließt am Samstag

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland und der Region gehen immer weiter zurück. Die Folge: Corona-Regeln werden gelockert und immer weniger Menschen lassen sich auf Corona testen. In Ludwigsburg schließt daher die Teststelle an der MHP-Arena zum Wochenende.

Wegen der stark gesunkenen Nachfrage nach Testterminen schließt der Landkreis Ende dieser Woche seine in Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betriebene Corona-Teststelle an der MHP-Arena in Ludwigsburg. Somit ist dort Sams- tag, 3. Juli, der letzte Testtag. Das teilte das Landratsamt mit.

red

Corona-Lockerungen: Das bedeutet die neue Corona-Verordnung für Bäder

Ludwigsburg, Kornwestheim. Seit vergangenen Montag gilt in Baden-Württemberg eine neue Corona-Verordnung. Mit dieser gehen teils auch neue Regelungen für den Bäderbetrieb einher. Konkret bedeutet das für die beiden für die Öffentlichkeit geöffneten Bäder – das Freibad in Hoheneck, Ludwigsburg sowie das Alfred-Kercher-Bad in Kornwestheim: Die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin, allerdings besteht aktuell keine Pflicht mehr zum Vorlegen eines negativen Corona-Tests, Impfpasses oder Genesenen-Nachweises. Zudem wurde die Personenbeschränkung etwas gelockert, wodurch mehr Badegäste als zuvor zugelassen sind.

Laut der Corona-Verordnung für Bäder und Saunen errechnet sich die zulässige Anzahl der am Badebetrieb teilnehmenden Personen, die sich gleichzeitig im Becken aufhalten dürfen, in Schwimmerbecken aus der Wasserfläche mit fünf Quadratmetern pro Person, in Nichtschwimmerbecken mit drei Quadratmetern pro Person. Folglich dürfen im Freibad pro Zeitfenster 500 Personen in das Bad, so die SWLB. Das erste Zeitfenster erstreckt sich von 7:45 Uhr bis 13:00 Uhr, das zweite von 14:45 Uhr bis 20 Uhr. Zwischen den beiden Zeitblöcken finden Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen statt, um die Sicherheit aller Besucher und Mitarbeiter zu gewährleisten. Das Alfred-Kercher-Bad darf pro Tag von 500 Badegästen besucht werden, erklärt die SWLB.

Als Einlass-Voraussetzung fungiert ausschließlich ein E-Ticket, welches vor dem Bäderbesuch online über die Website der SWLB erworben werden kann. Das Erwerben von Restkarten an der Freibadkasse ist laut der Stadtwerke nicht mehr möglich. Silvia Capalija, stellvertretende Bäderbetriebsleiterin der SWLB: „Leider können wir aufgrund unseres Hygienekonzeptes und der beschränkten Anzahl an zulässigen Badegästen nicht allen unseren Kunden eine Restkarte an der Freibadkasse anbieten. Da dies teilweise zu Unverständnis geführt hat, ist der Kartenverkauf ab sofort ausschließlich online möglich. Natürlich bieten wir aber allen Menschen, die keinen Internetzugriff haben oder Online-Bezahlmethoden nutzen können, weiterhin Hilfestellung bei der Ticketbuchung im Freibad, Alfred-Kercher-Bad oder Stadionbad an. Unsere Kassierer und Kassiererinnen können für diese Kunden ein Online-Ticket buchen, das an der Kasse gezahlt werden kann. Allerdings gilt auch hier, bei ausverkauften Zeitfenstern können keine weiteren Tickets gebucht werden.“

Zusätzlich zum Freibad und dem Alfred-Kercher-Bad bietet die SWLB im Campusbad Vereins- und Schulschwimmbetrieb sowie im Stadionbad Schwimmkurse für Anfänger an. Das Heilbad sowie die Saunalandschaft der SWLB müssen weiterhin geschlossen bleiben. Grund dafür ist der erhöhte Personalbedarf, der zur Einhaltung des Hygienekonzeptes für den Betrieb des Freibads und des Alfred-Kercher-Bads erforderlich ist. Mit diesen beiden Bädern wird in beiden Städten – Ludwigsburg und Kornwestheim – ein geöffnetes Bad zur Verfügung gestellt.

red

Corona im Landkreis Ludwigsburg: Inzidenzwert sinkt unter 5

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist auch am Mittwoch weiter gesunken und in Baden-Württemberg gelten seit Montag weitreichende Lockerungen.

Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert bei 4,4 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Am Vortag lag der Wert laut RKI bei 5,3. Vor genau einer Woche bei 12,5. Das geht aus Zahlen von Mittwochnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 30.06.)

Innerhalb eines Tages wurden in der Summe 0 Neuinfektionen registriert. Vor genau einer Woche waren es 4 Corona-Fälle. Gestern wurden 9 Neuinfektionen verzeichnet. Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 515. Rund 26.323 (+16) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 30.06.)

Affalterbach ( 172 | 0 )
Asperg ( 747 | 0 )
Benningen am Neckar ( 252 | 0 )
Besigheim ( 664 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.481 | 1 )
Bönnigheim ( 546 | 0 )
Ditzingen ( 1.217 | 0 )
Eberdingen ( 305 | 2 )
Erdmannhausen ( 185 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 611 | 0 )
Freudental ( 162 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 719 | 0 )
Großbottwar ( 347 | 0 )
Hemmingen ( 319 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 365 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 859 | 0 )
Kornwestheim ( 2.016 | 0 )
Löchgau ( 295 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.911 | -4 )
Marbach am Neckar ( 710 | 0 )
Markgröningen ( 773 | 0 )
Möglingen ( 694 | 0 )
Mundelsheim ( 137 | 0 )
Murr ( 257 | 0 )
Oberriexingen ( 124 | 0 )
Oberstenfeld ( 381 | 0 )
Pleidelsheim ( 307 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.237 | 0 )
Sachsenheim ( 1.024 | 0 )
Schwieberdingen ( 465 | 0 )
Sersheim ( 304 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 477 | 0 )
Tamm ( 430 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.490 | 1 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Leichter Rückgang: 10.618 Frauen und Männer im Kreis Ludwigsburg ohne Arbeit

KREIS LUDWIGSBURG. Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Ludwigsburg ist im Juni erneut zurückgegangen. Die Agentur für Arbeit Ludwigsburg und das kommunale Jobcenter Landkreis Ludwigsburg zählten nach eigenen Angaben im vergangenen Monat insgesamt 10.618 Frauen und Männer ohne Arbeit. Das waren 292 arbeitslos gemeldete Personen oder 2,7 Prozent weniger als im Vormonat und 1.262 Arbeitslose oder 10,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent zurück und lag damit 0,5 Prozentpunkte unter der durchschnittlichen Arbeitslosenquote von Baden-Württemberg mit 3,9 Prozent.

Seit Januar 2021 ist ein kontinuierlicher Rückgang des Bestandes der Arbeitslosen zu beobachten und auch in diesem Berichtsmonat konnten nahezu alle Personengruppen von der zunehmenden wirtschaftlichen Erholung profitieren. Die Zahl arbeitsloser Jugendlicher und junger Erwachsener unter 25 Jahren ging im Vergleich zum Vormonat nochmals leicht um 36 Personen oder 4,5 Prozent auf 758 zurück; zum Vorjahr ein Rückgang um 348 Personen oder 31,5 Prozent. Gegenläufig zeigte sich die Entwicklung bei der Langzeitarbeitslosigkeit. Im Juni waren 3.375 Frauen und Männer länger als zwölf Monate arbeitslos, das waren noch einmal 33 oder 1,0 Prozent mehr als im Mai und 997 oder 41,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

„Erfreulich ist, dass die Arbeitslosigkeit im Landkreis Ludwigsburg im Juni nun zum fünften Mal in Folge gesunken ist. Die rückläufigen Infektionszahlen und die zunehmende konjunkturelle Erholung lassen die Unternehmen wieder optimistischer in die Zukunft blicken. Dies wirkt sich insgesamt positiv auf die Beschäftigung und den Arbeitsmarkt aus“, kommentiert Martin Scheel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ludwigsburg, die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Nachfrage nach Arbeitskräften steigt weiter an

Der Zugang von Arbeitsstellen zog im Vormonatsvergleich nochmals an und lag deutlich über den Vorjahreszahlen. Insgesamt gingen im Juni 985 Stellenneumeldungen beim Arbeitgeber- Service der Agentur für Arbeit Ludwigsburg ein, 97 oder 10,9 Prozent mehr als im Mai. Der Stellenbestand kletterte auf 3.613 offene Angebote, ein Plus zum Vorjahresmonat um 1.108 Angebote oder 44,2 Prozent.

red

Quelle: Agentur für Arbeit Ludwigsburg

Unbekannter schießt mit Luftgewehr in Wohnung und verfehlt Bewohner knapp

Ein bislang unbekannter Täter schoss am Dienstag gegen 19:35 Uhr vermutlich mit einem Luftgewehr durch die offenstehende Balkontür einer Wohnung in der Hurtäckerstraße in Neckarweihingen.

Das Geschoss durchschlug erst ein Fliegengitter, prallte am Glas der halboffen stehenden Balkontür ab und flog quer durch die Wohnung. Dabei verfehlte das Geschoss nur knapp den 52-Jährigen Bewohner. Zeugen, die etwas zur Aufklärung der Tat beitragen können, werden gebeten sich unter Tel. 07141 18 5353 beim Polizeirevier Ludwigsburg zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Sandkunst Ausstellung im Blühenden Barock startet am Samstag

Am 3. Juli startet die Sandkunst Ausstellung im Blühenden Barock. Zum Thema „Beeindruckende Pflanzenwelt“ sind in den vergangenen Wochen schon sieben eindrucksvolle Sandskulpturen entstanden. Zum Auftakt der Ausstellung wird es zudem einen Speed-Carving-Wettbewerb geben, bei dem die Besucher den Künstlern über die Schulter schauen können. Das teilte der Veranstalter am Dienstag mit.

Der Sommer ist da, die Temperaturen sind angenehm und die Sonne scheint – das bedeutet auch: Zeit für die jährlich stattfindende Sandkunst-Ausstellung im Blühenden Barock Ludwigsburg. Ab kommenden Samstag, 3. Juli, können die Besucher in diesem Jahr eine fleischfressende Pflanze, eine tropische Insel, einen Riesenkürbis-Züchter und viele andere Sandskulpturen entdecken. Erstmals gibt es in diesem Jahr auch Figuren aus eindrucksvollem, rotem Sand, sodass die Skulpturen sich auch optisch unterscheiden, heißt es in der Mitteilung des Ausstellers.

Jeroen van de Vlag, der künstlerische Leiter der Ausstellung, freut sich auf die neue Saison und über das tolle Thema: „Die Pflanzenwelt zu porträtieren gibt mir und den anderen Künstlerinnen und Künstlern eine Vielfalt an Ideen“, erklärt er. „Und auch für die Besucher können wir so viele abwechslungsreiche Skulpturen erschaffen. Auch wenn wir mit dem Regen in den vergangenen Tagen ein paar Probleme hatten, sind trotzdem wunderschöne Werke entstanden. Und es entstehen ja auch noch weitere!“

Speed-Carving-Wettbewerb

Denn gleich am Samstag, 3. Juli, und Sonntag, 4. Juli, findet der beliebte Speed-Carving- Wettbewerb statt. Dabei treten drei Künstler*innen gegeneinander an: Jeroen van de Vlag aus der Schweiz, Bouke Atema aus Berlin und Anique Kuizenga aus den Niederlanden. Die drei haben 24 Stunden Zeit, um aus einem riesigen, rohen Sandklotz eine Figur zu erschaffen – natürlich auch zum Thema Pflanzenwelt. „Ich bin gespannt, welche Figuren entstehen werden“, erklärt Alisa Käfer vom Veranstaltungsteam. „Es macht unheimlich Spaß, während des Prozesses immer mal wieder vorbeizuschauen und mitzurätseln, was am Ende dabei herauskommt.“ Am Sonntag um 17 Uhr wird die beste Skulptur prämiert.

Neben den imposanten Sandfiguren kommen Besucher*innen der Sandkunst aber auch kulinarisch auf ihre Kosten. Sowohl die Cafeteria am Rosengarten als auch die Sandgastronomie in der Broderie im Nordgarten bieten leckere Snacks und kühle Getränke. Wer mag, legt sich einfach in einen der vielen Liegestühle unter den riesigen Platanen und genießt den Blick aufs Barockschloss. Auch Sandkästen für Kinder sind wieder aufgebaut und laden – wie auch der tolle Wasserspielplatz in der Nähe des Märchengartens – zum Spielen ein.

Info:

Sandkunst-Ausstellung 2021 – 3. Juli 2021 bis 26. August 2021, täglich 9 bis 18 Uhr

Polizei warnt: Neue Welle von Anrufen falscher Polizeibeamter im Kreis Ludwigsburg

Aktuell registriert die Polizei in mehreren Kommunen in den Kreisen Ludwigsburg und Böblingen eine ganze Welle von Anrufen falscher Polizeibeamter, die versuchen, insbesondere lebensältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen. Dabei treten die Unbekannten zumeist mit der bekannten Masche auf und berichteten von in der Nähe festgenommenen Einbrechern und bei ihnen aufgefundenen Hinweisen auf den Wohnort der Angerufenen. Sie fragen nach Vermögensverhältnissen und Wertsachen im Haus und bieten an, diese in Verwahrung zu nehmen. Die Anrufserie hält zur Stunde noch an.

Die Polizei warnt erneut eindringlich vor den Betrügern.

Niemals rufen Polizeibeamte, Staatsanwälte oder andere Amtspersonen bei Ihnen an und fragen Sie nach ihren persönlichen Verhältnissen oder bestehendem Vermögen aus. Geben Sie niemandem derartige Auskünfte und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.

Händigen Sie niemals unbekannten Personen Geld oder Wertsachen aus.

Notieren Sie die angezeigte Telefonnummer, den angeblichen Namen und die angebliche Dienststelle des Anrufers und legen Sie auf. Nehmen Sie stattdessen Kontakt mit der Ihnen bekannten Polizeidienststelle in Ihrer Nähe auf oder wählen sie den Polizeinotruf 110 und teilen sie den Vorfall mit. Benutzen Sie nicht die Rückruftaste, da Sie sonst wieder bei den Tätern landen.

Lassen Sie sich nicht davon täuschen, wenn auf ihrem Display eine Rufnummer erscheint, die scheinbar mit der Telefonnummer einer Polizeidienststelle übereinstimmt oder wie eine Notrufnummer aussieht – diese Anzeige kommt durch technische Manipulationen der Betrüger zustande, die tatsächlich von einem ganz anderen Anschluss anrufen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

So sehen die aktuellen Corona-Zahlen für den Landkreis aus

Die kreisweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist auch am Dienstag weiter gesunken und in Baden-Württemberg gelten seit Montag weitreichende Lockerungen.

Das Landratsamt teilte unter Berufung auf Angaben des Kreisgesundheitsamtes mit, dass in den vergangenen sieben Tagen kreisweit der Wert bei 5,3 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner liegt. Am Vortag lag der Wert laut RKI bei 6,2. Vor genau einer Woche bei 13,2. Das geht aus Zahlen von Dienstagnachmittag hervor, die den Stand des Dashboards vom Landratsamt in Ludwigsburg von 17:00 Uhr vorläufig wiedergeben. (Stand: 29.06.)

Innerhalb eines Tages wurden 9 Neuinfektion registriert. Vor genau einer Woche war es 17 Corona-Fälle. Gestern wurde 1 Neuinfektion verzeichnet. Die Zahl der Corona-Toten in Kreis Ludwigsburg bleibt unverändert bei mindestens 515. Rund 26.307 (+21) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Aktuelle Impfzahlen für den Kreis Ludwigsburg: 

Screenshot: Landratsamt Ludwigsburg

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 29.06.)

Affalterbach ( 172 | 0 )
Asperg ( 747 | 0 )
Benningen am Neckar ( 252 | 0 )
Besigheim ( 664 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 2.480 | 0 )
Bönnigheim ( 546 | 0 )
Ditzingen ( 1.217 | 0 )
Eberdingen ( 303 | 0 )
Erdmannhausen ( 185 | 0 )
Erligheim ( 152 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 611 | 0 )
Freudental ( 162 | 0 )
Gemmrigheim ( 261 | 0 )
Gerlingen ( 719 | 0 )
Großbottwar ( 347 | 0 )
Hemmingen ( 319 | 0 )
Hessigheim ( 68 | 0 )
Ingersheim ( 276 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 365 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 859 | 0 )
Kornwestheim ( 2.016 | 0 )
Löchgau ( 295 | 0 )
Ludwigsburg ( 4.915 | 5 )
Marbach am Neckar ( 710 | 1 )
Markgröningen ( 773 | 0 )
Möglingen ( 694 | 0 )
Mundelsheim ( 137 | 1 )
Murr ( 257 | 0 )
Oberriexingen ( 124 | 0 )
Oberstenfeld ( 381 | 0 )
Pleidelsheim ( 307 | 0 )
Remseck am Neckar ( 1.237 | 0 )
Sachsenheim ( 1.024 | 0 )
Schwieberdingen ( 465 | 0 )
Sersheim ( 304 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 477 | 0 )
Tamm ( 430 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 1.489 | 0 )
Walheim ( 143 | 0 )

red

Staatssekretärin besucht in Ludwigsburg Deutschlands größte Solarthermie-Anlage

Von Uwe Roth

15 Millionen Euro hat die Solarthermie-Anlage am Alten Wasserturm in Ludwigsburg gekostet. Der Bund hat davon mit 10 Millionen Euro den größten Teil bezahlt. Ein Jahr nach Inbetriebnahme hat am Montag die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Deutschlands größte Anlage dieser Art besucht, um zu schauen, ob das Geld aus der Staatskasse in Ludwigsburg gut angelegt ist. Rita Schwarzelühr-Sutter hatte 2017 den Förderbescheid überreicht und war nach ihrer Besichtigung, drei Jahre später, voll des Lobs. Insbesondere honorierte die SPD-Politikerin die Zusammenarbeit der beiden Städte Ludwigsburg und Kornwestheim, die über die gemeinsamen Stadtwerke das Projekt auf den Weg gebracht hatten. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH (SWLB) ist die Betreiberin der Anlage, die mit Sonnenkraft heißes Wasser erzeugt. Das wird über ein Wärmenetz an die angeschlossenen Haushalte verteilt. Eine eigene Heizung benötigen die Gebäude nicht.

Die Geschäftsführer der SWLB, Christian Schneider und Johannes Rager, erläuterten der Staatssekretärin die technische Seite der so bezeichneten SolarHeatGrid-Anlage. Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht und Kornwestheims Erster Bürgermeister Daniel Güthler unterstrichen den wichtigen Beitrag dieser Anlage zum kommunalen Klimaschutz. Knecht sagte, „im Hinblick auf den Klimawandel sind Lösungen mit erneuerbaren Energien von herausragender Bedeutung“.

Der Oberbürgermeister berichtete, dass der Gemeinderat den Zeitpunkt, von dem an alle städtischen Einrichtungen klimaneutral betrieben werden, von 2050 auf das Jahr 2035 vorgezogen habe. „Das ist sportlich. Aber 2050 wäre zu spät gewesen“, so Knecht. Am 9. Und 10. Juli werde der Gemeinderat in einer Klausursitzung beraten, wie die Stadt das Ziel erreichen könne, das mit hohen Investitionen verbunden sei. Weiteres Geld zur finanziellen Unterstützung vom Bund wäre hoch willkommen, so Knecht und Güthler gegenüber Schwarzelühr-Sutter, die ihren Wahlkreis in Waldshut an der Grenze zur Schweiz hat.

Rund 3700 Tonnen C02 jährlich spart das Projekt SolarHeatGrid ein, 6562 Megawattstunden solare Wärme wurden bei einer Leistung von über zehn Megawatt in der absoluten Spitze im ersten Betriebsjahr erzeugt werden. „Das Projekt beweist, dass fossile gegen erneuerbare Energien getauscht werden können. Die Kombination des Fernwärmenetzes mit Sonnenwarme ist zukunftweisend, zumal dadurch die Machbarkeit kommunaler Wärmeversorgung mit regenerativen Energien unterstrichen wird“, führte die SPD-Politikerin aus.

Johannes Rager sagte: „Unsere Erwartungen hinsichtlich der Wärmemenge der Anlage wurden sogar übertroffen.“ In den sonnenreichen Monaten – von Ende Mai bis Ende September – wurde der komplette Wärmebedarf im Verbundnetz durch die in die Anlage eingespeiste Sonnenenergie gedeckt. Der 20 Meter hohe Wärmespeicher sichert die Wärmeversorgung auch in den Abend- und Nachtstunden, in denen die Sonne nicht mehr scheint. Mit 1088 Kollektoren auf 14800 Quadratmetern Fläche wird die Wärme klimafreundlich durch Sonneneinstrahlung erzeugt. Das Herz der Solarthermie-Anlage ist das Technikgebäude. Hier sind alle technischen Komponenten untergebracht. In den Kollektoren wird das Wärmeträgermedium, ein Wasser-Glykol-Gemisch, auf bis zu 90 Grad erhitzt und die Wärme mithilfe eines Wärmetauschers in das Fernwärmenetz eingespeist. Das warme Wasser wird entweder im Wärmespeicher – ein ebenso wichtiger Bestandteil des Modellprojektes – neben dem Ludwigsburger Holzheizkraftwerk mit fast zwei Millionen Liter Wasser Fassungsvermögen zwischengespeichert oder direkt an die Haushalte geliefert.

Im Rahmen des Klimaschutz-Modellprojekts wurden drei Fernwärme-Inselnetze an das Ludwigsburger Verbundnetz angeschlossen. Die Anlage ist mit dem Holzheizkraftwerk und vielen Blockheizkraftwerken, die im Stadtgebiet verteilt liegen, so vernetzt und justiert, dass die Wärmeversorgung ständig – auch in sonnenarmen Wintermonaten – gewährleistet ist. Das Projekt zielt darauf ab, den Anteil erneuerbarer Energien im Fernwärmenetz zu steigern und durch die so erzielte Verminderung des C02-Ausstoßes aktiv den Klimaschutz vor Ort voranzutreiben.

Daniel Güthler, Erster Bürgermeister der Stadt Kornwestheim, auf deren Gemarkung ebenfalls gebaut wurde, erklärt: „Wir sind stolz, dass wir Teil des deutschlandweiten Leuchtturmprojektes sind, das positive Auswirkungen auf unsere städtische Energiebilanz hat. SolarHeatGrid stellt einen großen regionalen Erfolg in der nachhaltigen Energieversorgung dar.“