Landratsamt meldet 87 Corona-Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg

Und so sehen die Corona-Zahlen am Mittwoch 27.01. im Kreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden +87 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Mittwoch in der Vorwoche sank die Zahl der Neuinfektionen deutlich. Damals wurden 125 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 79 Fälle.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg fällt weiter und beträgt am Mittwoch 72,2. Am Vortag lag der Wert bei 74,4. (Stand: 27.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 15.946 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um vier auf 314. Rund 14.923 (+97Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 27.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 61 ( -6 ) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 48  ( -2) Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 13 ( -2 ) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 9 beatmet werden. (Stand: 27.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 27.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 94 | 0 )
Asperg ( 407 | 1 )
Benningen am Neckar ( 150 | 0 )
Besigheim ( 420 | 1 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.474 | 5 )
Bönnigheim ( 406 | 2 )
Ditzingen ( 716 | 3 )
Eberdingen ( 200 | 4 )
Erdmannhausen ( 114 | 0 )
Erligheim ( 109 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 353 | 2 )
Freudental ( 124 | 0 )
Gemmrigheim ( 158 | 1 )
Gerlingen ( 484 | 2 )
Großbottwar ( 198 | 3 )
Hemmingen ( 238 | 1 )
Hessigheim ( 38 | 1 )
Ingersheim ( 136 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 261 | 4 )
Korntal-Münchingen ( 551 | 3 )
Kornwestheim ( 1.040 | 1 )
Löchgau ( 166 | 1 )
Ludwigsburg ( 2.975 | 17 )
Marbach am Neckar ( 444 | 1 )
Markgröningen ( 391 | 3 )
Möglingen ( 443 | 4 )
Mundelsheim ( 78 | 0 )
Murr ( 160 | 1 )
Oberriexingen ( 65 | 1 )
Oberstenfeld ( 153 | 1 )
Pleidelsheim ( 195 | 3 )
Remseck am Neckar ( 739 | 4 )
Sachsenheim ( 579 | 2 )
Schwieberdingen ( 256 | 3 )
Sersheim ( 190 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 291 | 1 )
Tamm ( 259 | 3 )
Vaihingen an der Enz ( 793 | 6 )
Walheim ( 86 | 1 )

 

red

Bewaffneter Raub in der Ludwigsburger Innenstadt – Täter geflüchtet

Ein bislang unbekannter Täter hat sich am Mittwoch gegen 12:50 Uhr aus Richtung Kaffeeberg kommend einem Geschäft in der Lindenstraße genähert und dort an der verschlossenen Tür geklopft. Nachdem der allein anwesende Inhaber die Tür um nachzusehen geöffnet hatte, bedrohte ihn der Unbekannte mit einer Pistole und forderte die Herausgabe von Bargeld. Mit einem kleinen Geldbetrag flüchtete er anschließend zu Fuß in die Körnerstraße. Die zur Tatausführung verwendete Pistole verstaute er zuvor in einer mitgebrachten weißen Stofftasche. Umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen der Polizei im Bereich der Ludwigsburger Innenstadt führten nicht zum Erfolg.

Von dem Täter liegt der Polizei folgende Personenbeschreibung vor:

Ca. 20 bis 25 Jahre alt, 175 cm groß und sehr schlank. Bekleidet mit weit geschnittenen, ausgewaschenen blauen Jeans und einem dunkelblauen Kapuzenpulli. Er trug eine schwarze Mund-Nasen-Bedeckung.

Personen, die zur fraglichen Zeit verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben oder Hinweise zur Identität des unbekannten Täters geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Ludwigsburg, Tel. 0800 1100 225, in Verbindung zu setzen. Insbesondere eine ältere Dame, die sich kurz vor der Tat in den Geschäftsräumen aufgehalten hatte und den Täter möglicherweise beim Verlassen das Hauses gesehen hat.

Quelle Polizeipräsidium Ludwigsburg

Corona-Einsatz im Kreis Ludwigsburg: Bundeswehr unterstützt Pflegeeinrichtungen

LUDWIGSBURG. Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind Bundeswehrsoldaten nun auch in Pflegeheimen im Landkreis Ludwigsburg im Einsatz: Insgesamt 40 Bundeswehrsoldaten und ein Koordinator unterstützen nach einer Mitteilung des Ludwigsburger Landratsamts die Einrichtungen bei Schnelltestungen von Besucherinnen und Besuchern, externen Personen sowie Mitarbeitenden.

Nicht vorgesehen ist dabei die Testung von Bewohnerinnen und Bewohnern durch die Bundeswehrsoldaten. Die beteiligten Hilfsorganisationen DRK und ASB schulen die Soldaten in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr. „Dass die Soldaten die stationären Pflegeeinrichtungen wirkungsvoll unterstützen, begrüße ich sehr und bedanke mich dafür ausdrücklich“, sagt Landrat Dietmar Allgaier. Aktuell unterstützen bereits 30 Bundeswehrsoldaten die Arbeit des Teams für die Ermittlung und Kontaktnachverfolgung beim Gesundheitsdezernat des Landratsamts.

Die Bundeswehrsoldaten helfen für die Dauer von drei Wochen aus. Im Anschluss soll die Unterstützung durch Freiwillige fortgesetzt werden, soweit ein weitergehender Bedarf in den Einrichtungen bestehen sollte. Die Bundesagentur für Arbeit soll die Freiwilligen an die jeweiligen Einrichtungen vermitteln.

red

Trinkwasserhärte in Teilen von Ludwigsburg, Kornwestheim und Asperg vorübergehend leicht erhöht

Ludwigsburg, Kornwestheim. Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) weisen nach einer Pressemitteilung vom Mittwoch darauf hin, dass sich die Wasserhärte des Trinkwassers der Landeswasserversorgung, einem der beiden Wasserlieferanten der SWLB, erhöht. Im Zeitraum 1. bis 9.  Februar 2021 wird der Wert 13 Grad deutscher Härte (Härtebereich „Mittel“) auf maximal 16 Grad deutscher Härte (Härtebereich „Hart“) angepasst. Grund dafür sind nach Angaben des Unternehmens Umbaumaßnahmen im Wasserwerk Langenau. Nach den Arbeiten reduziert sich die Wasserhärte wieder auf den Ausgangswert.

Die vorrübergehend veränderten Wasserhärten betreffen im genannten Zeitraum folgende Landeswasser-Versorgungszonen: die Ludwigsburger Innenstadt sowie die Ludwigsburger Stadtteile Eglosheim, Neckarweihingen, Hoheneck, Oßweil und Poppenweiler.

In Kornwestheim sind es die Gewerbegebiete „Holzgrund“ und „Containerbahnhof“. Auf das Kornwestheimer Stadtgebiet wirkt sich die erhöhte Trinkwasserhärte nur geringfügig aus, weil diese Versorgungszone mit Mischwasser, das heißt mit Trinkwasser der Bodenseewasserversorgung und der Landeswasserversorgung, beliefert wird. Der Härtegrad „Mittel“ wird in diesem Gebiet nicht verlassen. In Asperg die Anpassung für den nördlichen Bereich Moselstraße/Hölderlinstraße sowie für den östlichen Bereich Königstraße/Stuttgarter Straße.

Der Härtegrad des Wassers wird durch den Gehalt gelöster Calcium- und Magnesiumverbindungen im Trinkwasser bestimmt. Es gibt die Härtebereiche weich, mittel und hart. Die beiden Wasser der SWLB liegen im Härtebereich Mittel. Weitere Infos zum Trinkwasser: www.swlb.de/wasserqualitaet.

Infos zur Wasserhärte:

  • Hartes Wasser enthält mehr Magnesium und Calcium als weiches. Diese Elemente sind wichtige Mineralstoffe für den Körper. Es stellt also kein Problem für die Gesundheit dar.
  • Für Waschmaschinen ist hartes Wasser kein Problem, da alle modernen Waschmittel richtig dosiert genügend Enthärter enthalten. Wasserkocher oder Kaffeemaschinen lassen sich problemlos mit verdünnter Zitronensäure entkalken.
  • Auf Fliesen und Armaturen kann hartes Wasser zwar Spuren hinterlassen, die aber bei einer Reinigung mit Essigwasser schnell wieder verschwinden.

red

 

Trend hält an – Corona-Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg sinken weiter

Der Richtung ist klar und zeigt aktuell nur in eine – erfreuliche – Richtung. Die Zahlen im Landkreis Ludwigsburg sinken weiter: Und so sehen die Corona-Zahlen am Dienstag 26.01. im Kreis aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden +79 neue Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Dienstag in der Vorwoche sank die Zahl der Neuinfektionen erneut. Damals wurden 100 Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 24 Fälle.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg fällt weiter und beträgt am Dienstag 74,4. (Stand: 26.01. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 15.859 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um fünf auf 310. Rund 14.826 (+94Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 26.01.)

Laut den RKH Kliniken sind 67 COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 52 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 15 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 9 beatmet werden. (Stand: 26.01.)

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 26.01.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 94 | 0 )
Asperg ( 406 | 0 )
Benningen am Neckar ( 150 | 2 )
Besigheim ( 419 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.469 | 0 )
Bönnigheim ( 404 | 5 )
Ditzingen ( 713 | 3 )
Eberdingen ( 196 | 1 )
Erdmannhausen ( 114 | 0 )
Erligheim ( 109 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 351 | 4 )
Freudental ( 124 | 0 )
Gemmrigheim ( 157 | 0 )
Gerlingen ( 482 | 9 )
Großbottwar ( 195 | 3 )
Hemmingen ( 237 | 2 )
Hessigheim ( 37 | 2 )
Ingersheim ( 135 | 2 )
Kirchheim am Neckar ( 257 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 548 | 2 )
Kornwestheim ( 1.039 | 4 )
Löchgau ( 165 | 0 )
Ludwigsburg ( 2.958 | 10 )
Marbach am Neckar ( 443 | 2 )
Markgröningen ( 388 | 2 )
Möglingen ( 439 | 1 )
Mundelsheim ( 78 | 0 )
Murr ( 159 | 2 )
Oberriexingen ( 64 | 0 )
Oberstenfeld ( 152 | 1 )
Pleidelsheim ( 192 | 0 )
Remseck am Neckar ( 735 | 2 )
Sachsenheim ( 577 | 4 )
Schwieberdingen ( 253 | 2 )
Sersheim ( 190 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 290 | 0 )
Tamm ( 256 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 787 | 8 )
Walheim ( 85 | 0 )

red

Zwangseinweisung: Erster Quarantäneverweigerer in Klinik im Kreis Ludwigsburg untergebracht

Das Land Baden-Württemberg geht nun hart gegen uneinsichtige Verweigerer der Corona-Quarantäne vor. Quarantäne-Verweigerer werden jetzt in Krankenhäuser eingewiesen. Ein erster Quarantäne-Verweigerer wurde bereits am Montag in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) untergebracht. Das Sozialministerium hatte bereits vorab in einem Brief an die Ordnungs- und Gesundheitsämter im Land auf die Maßnahme hingewiesen.

Im Land sind speziell für diese Quarantäneverweigerer Stationen in Kliniken eingerichtet. Die erste befindet sich im Robert-Bosch-Krankenhaus – Schillerhöhe in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) und ist seit Montag geöffnet. Die zweite in der Uniklinik Heidelberg soll laut Uniklinik ab kommenden Montag einsatzbereit sein. Über die Anzahl der Plätze in beiden Kliniken ist nichts bekannt.

Im Robert-Bosch-Krankenhaus ist noch am Montag eine Person untergebracht worden, bestätigte der medizinische Geschäftsführer des Krankenhauses (Mark Dominik Alscher) gegenüber dem SWR. Ein Wachdienst soll nun die Einhaltung der Quarantäne kontrollieren.

Die Zwangseinweisung ist das letzte Mittel, wenn sich Corona-Infizierte der Quarantäne widersetzen und auch Buß- und Zwangsgelder nichts bewirken. Über die im Infektionsschutzgesetz vorgesehene Zwangseinweisung muss in jedem Fall ein Gericht entscheiden.

red

Corona-Kontrollen im Kreis Ludwigsburg: 281 Verstöße angezeigt

Um im öffentlichen Raum die Einhaltung der Maskenpflicht zu überprüfen, fanden nach Angaben der Polizei Ludwigsburg am Wochenende in den Kreisgebieten Corona-Kontrollaktionen statt.

Bei ihren Kontrollen zur Einhaltung der Regelungen der Corona-Verordnung haben Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Ludwigsburg über das vergangene Wochenende in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen über 1.700 Personen und rund 950 Fahrzeuge kontrolliert.

Dabei stellten die Beamten 281 Verstöße fest, die zur Anzeige gebracht wurden. In 166 Fällen handelte es sich um Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung, gefolgt von Verstößen gegen die Maskentragepflicht und gegen die allgemeinen Abstandsregeln.

red

Verkehrsbericht für Ludwigsburg: Welche Straße diese Wochen gesperrt sind

Brahmsweg (Schlösslesfeldschule)
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen der Max-Reger-Straße und der Bücherei der Schlösslesfeldschule. Der Gehweg auf der Westseite ist offen.

Dietrich-Bonhoeffer-Weg
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen dem Dietrich-Bonhoeffer-Weg 18 und 20.

Friedrichstraße Nordseite
Hier steht bis voraussichtlich März zwischen der Solitudestraße und der Stuttgarter Straße (B 27) nur jeweils eine Fahrspur in jeder Richtung zur Verfügung. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt oder teilweise nicht möglich.

Grönerstraße
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen der Gänsfußallee und der Bushaltestelle. Die Arbeiten sind witterungsabhängig  und dauern voraussichtlich bis Mitte Februar.

Johannesstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang März eine Vollsperrung zwischen der Wernerstraße und Ulrichstraße.

Kallenberg´sches Areal
Die Leonberger Straße ist zwischen der Solitudestraße und dem Zentralen Omnibus-bahnhof (ZOB) für den Individualverkehr gesperrt. Die Solitudestraße ist halbseitig gesperrt – die Verkehrsführung erfolgt stadteinwärts zwischen der Friedrichstraße und der Leonberger Straße.

Keplerstraße
Hier kommt es voraussichtlich bis Mitte Februar zu einer Vollsperrung zwischen der Keplerstraße 8 und der Keplerstraße 10.

Kronenstraße (östlich der Bietigheimer Straße)
Hier besteht bis voraussichtlich bis März eine Vollsperrung.

L 1140
Bedingt durch die Umbaumaßnahmen an der Ostrampe der Autobahn-Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd sind Verkehrsbeeinträchtigungen auf der L 1140 möglich.

Neißestraße / Pregelstraße
Es besteht bis voraussichtlich Ende Februar eine Vollsperrung der Neißestraße ab der Abzweigung Pregelstraße.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.   

Schmiedgässle / Kronenstraße (komplett)
Es besteht eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten bis voraussichtlich
März.

Steinbeissstraße
Hier besteht eine Vollsperrung im Bauabschnitt 3 bis voraussichtlich bis Ende Februar.

Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle bis zu Beginn der Schifffahrtsaison, der Radweg ist frei.

Untere Kasernenstraße – Parkplatz Untere Stadt
Der Parkplatz Untere Stadt ist im Zuge der Umgestaltung des Walckerparks gesperrt. Im Bereich der Unteren Kasernenstraße, der Oberen Kasernenstraße und der Bietigheimer Straße sind daher die öffentlichen Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt (Bewohnerparkbereich 1).

Untere Kasernenstraße
Es besteht eine Vollsperrung zwischen der Bietigheimer Straße und dem Postgässle.

Westrandstraße (im Bau) – Liebigstraße / Beim Bierkeller / Wöhlerstraße
Hier kann es zu Behinderungen im Bereich Liebigstraße / Beim Bierkeller kommen. Zudem bestehen Halteverbote  in der Wöhlerstraße, Liebigstraße und in der Straße Beim Bierkeller.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

„Die Impfung allein macht nicht glückselig“ – Ludwigsburg24 im Gespräch mit OB Matthias Knecht

Der Lockdown trifft auch den Ludwigsburger Einzelhandel hart. Oberbürgermeister Matthias Knecht hofft nicht nur daher auf eine baldige Rückkehr zur Normalität. Auch weil er seine Pläne, mit denen er im September 2019 hoffnungsvoll sein neues Amt angetreten hat, endlich in die Tat umsetzen kann. Im Gespräch mit Ludwigsburg24 verrät das Stadtoberhaupt der Barockstadt, wie er beruflich und privat durch die Corona-Zeit gekommen ist, was er an der Corona-Politik von Bund und Ländern hält und mit welchen Maßnahmen die Stadtverwaltung den lokalen Einzelhandel unterstützt.

Ein Interview von Patricia Leßnerkraus und Ayhan Güneş

Herr Oberbürgermeister, zwei Tage vor Silvester haben Sie Ihren 45. Geburtstag gefeiert. Mit welchen Vorsätzen sind Sie sowohl ins neue Jahr als auch ins neue Lebensjahr gestartet?
Der dienstliche Vorsatz ist, dass wir den Strategieprozess, denn wir bereits im März 2020 beginnen wollten, wegen Corona nun mit einem Jahr Verspätung starten und konsequent durch- und umsetzen. Ich möchte auch unbedingt wieder stärker erlebbar und erreichbar sein für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, was während des Lockdowns leider stark zurückgefahren werden musste und weitestgehend nur über die sozialen Medien, übers Telefon oder sonstige Kommunikationsmittel möglich war.

Privat habe ich mir fest vorgenommen, wieder mehr Sport zu treiben. Eigentlich habe ich in der Vergangenheit regelmäßig pro Woche dreimal Sport gemacht. Das ist natürlich einerseits mit dem neuen Amt eine zeitliche Herausforderung, andererseits konnte ich wegen der Corona-Maßnahmen meine beiden Lieblingssportarten Tennis und Basketball auch gar nicht ausüben.

Heißt das, dass Sie derzeit nicht fit sind?
Doch, selbstverständlich fühle ich mich fit, aber ich würde gerne mehr tun. Das ist für mich nicht nur eine Frage der Fitness, sondern auch der Freude und des Spaßes am Sport.

Fehlt Ihnen der Sport als Ausgleich zum Job?
Was die Work-Live-Balance während Corona anbelangt: Ich hatte viel weniger Veranstaltungstermine Zwar habe ich viel und intensiv Zeit im Rathaus verbracht, aber tatsächlich auch gelegentlich mal die Möglichkeit gehabt, abends um 19.00 Uhr mit meinem Sohn Lego zu spielen, zu malen oder ein Buch vorzulesen. Das war dann auch Ausgleich, weniger in körperlicher Betätigung, dafür im familiären Miteinander, was ich sehr genossen habe.

Sie können Corona also etwas Positives abgewinnen…
Auf mich persönlich trifft das tatsächlich zu. Für die Gesellschaft an sich ist der Corona-Lockdown eine dramatische Veränderung mit großen Einschränkungen, die für viele Menschen bedrohlich waren oder noch sind. Dabei denke ich beispielsweise an den Einzelhandel, die Gastronomie oder an alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Aber für uns als Familie hatte der Lockdown durchaus auch positive Seiten.

Was vermissen Sie als Mensch denn am meisten durch die Pandemie?
Im Wahlkampf und während des ersten halben Jahres meiner Amtszeit habe ich über Bürgergespräche am Marktplatz, bei Besuchen von unglaublich vielen Veranstaltungen von Vereinen, von Kunst, Kultur und Sport wirken können als Person Matthias Knecht. Und diesen persönlichen Kontakt vermisse ich definitiv am meisten.

Als Belastung empfinde ich, dass uns als Stadtverwaltung oftmals die Hände gebunden sind. Nehmen wir nur mal als Beispiel die Themen Kreisimpfzentren, Impfstoff, Informationen über Impfkampanien. Da erleben wir vor Ort einen unglaublichen Handlungsbedarf, doch wir sind selbst oft nur Zuschauer. Zwar können wir über den Städtetag an Land und Bund unser Missfallen bekunden oder konstruktive Vorschläge machen, aber mehr können wir als Stadt leider nicht tun. Das ist deshalb belastend, weil man sich natürlich als OB verantwortlich fühlt für seine Stadt, seine Wirtschaft, seine Mitmenschen.

Haben Sie selbst belastende Einschnitte im persönlichen Bereich erlebt?
Direkt zu Beginn der Pandemie und des ersten Lockdowns ist die Mutter meiner Frau verstorben, allerdings nicht an Covid 19. Sie wurde mit einer Schultersprengung ins Krankenhaus eingeliefert und operiert. Im Anschluss mussten wir sie aufgrund ihres Krankheitsbildes in Pflege geben, was sehr schwierig für uns war, weil wir gezwungen waren, den direkten persönlichen Kontakt zu ihr aufzugeben. Das hatte zur Folge, dass sie an der Verletzung, den Schmerzen und dem Alleingelassensein innerhalb von wenigen Wochen verstorben ist. Das war ein schwerer familiärer Schlag. Und auch jetzt beim zweiten Lockdown fällt es uns sehr schwer, auf den persönlichen Kontakt zu Eltern und Großeltern zu verzichten, obwohl ich weiß, dass gewisse Maßnahmen notwendig sind, um die Welle der Pandemie zu brechen.

Es sind also die Menschen, die Ihnen fehlen. Sie klagen weniger über die fehlenden Friseur- und Restaurantbesuche oder vermissen sonstigen Lifestyle?
Wenn Sie jetzt auf meine Haarpracht anspielen, dann vermisse ich den Friseur wie alle anderen auch. Gestern sagte ein sehr enger Mitarbeiter im Scherz: “Herr Knecht, wenn das jetzt nochmal vier Wochen dauert, dann schneiden wir Ihnen notfalls die Haare.“ Natürlich würde ich gerne die Friseure unterstützen oder wieder mal essen gehen. Aber wenn man abwägt zwischen Todesfällen und familiären Schicksalsschlägen, dann kommen Bedürfnisse wie Friseur oder Restaurant erst im dritten Glied, selbst wenn eine Unterstützung aus der Sicht dieser Betroffenen existentiell wichtig wäre.

Die Corona-Anordnungen kommen aus Berlin bzw. von der Landesregierung, Sie setzen sie lediglich um. Was erwidern Sie wütenden BürgerInnen, die Ihnen vorwerfen, ihnen die Freiheit zu nehmen?
Egal ob Bund, Land, Kreis oder Stadt, wir alle haben die Notwendigkeit der Maßnahmen erkannt. Also Kontaktbeschränkungen, Maskenpflicht, Abstand halten, das alles haben wir mitgetragen und halten es für sinnvoll. Ich entgegne diesem Vorwurf, dass beispielsweise das Tragen der Maske oder der Verzicht auf persönliche Kontakte und vertrauliche Gesten wie Umarmungen zur Begrüßung für einen relativ kurzen Zeitraum eine geringe Einschränkung sind, verglichen damit, dass an anderer Stelle Menschen in Krankenhäusern um ihr Leben kämpfen, oder dass die Mitarbeiter im Gesundheitswesen täglich gefährlichen Ansteckungen ausgesetzt sind. Ich finde, eine Gesellschaft muss dies für einen begrenzten Zeitraum aushalten können, zumal es uns selbst mit den Einschränkungen noch deutlich besser geht als vielen anderen Ländern. Wobei ich selbstverständlich nicht ausschließe, dass diese Einschränkungen im Einzelfall schlimme Auswirkungen haben können.

Rechnen Sie denn mit einer weiteren Spaltung unserer Gesellschaft durch die erneuten Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung?
Als Corona letztes Jahr bei uns angekommen war und wir Mitte März das erste Mal in den Lockdown gingen, gab es ein großes Einvernehmen im ganzen Land für diesen Schritt. Fast jeder hatte Angst und fühlte sich in seiner Gesundheit bedroht. Ab dem 4. Mai sind wir dann wochenweise in die Aufweichung dieser Einschränkungen gegangen. Im Juli/August gab es sogar eine Phase von zehn Tagen ohne neue Fälle und die Hoffnung, Corona im Griff zu haben. Seit wir im Herbst in den immer härteren Lockdown gehen, merken wir mit jeder Verschärfung und Verlängerung, dass der soziale Frieden und Zusammenhalt immer mehr gefährdet wird. Es gibt immer mehr Menschen, die beklagen diese Schere zwischen den verständlichen Maßnahmen zugunsten der Gesundheit aller und den massiven Auswirkungen im öffentlichen Leben wie Insolvenzen in der freien Wirtschaft, in der Gastronomie, im Einzelhandel oder den Einschränkungen im persönlichen Bereich zum Beispiel durch Homeschooling unter mittelmäßig guten Bedingungen in einer halbwegs digitalisierten Schulwelt. Bis 14. Februar kann man den Lockdown jetzt noch durchhalten, aber dann müssen wir übers Impfen, Maskenpflicht und disziplinierte Hygiene mit einer Exitstrategie wieder Stück für Stück in ein normales Leben zurückkommen, vorausgesetzt, es kommt, insbesondere wegen der Mutationen, keine neue Welle.

Was haben Sie selbst gefühlt, als Sie von der Lockdown-Verlängerung gehört haben und was bedeutet das für die Stadt Ludwigsburg, vor allem wenn dann der eigene Ministerpräsident zeitgleich zu der Verkündung der Bundeskanzlerin andeutet, eventuell eigene Wege zu gehen?
Wenn die Bundeskanzlerin einen gemeinsamen Beschluss für die Bevölkerung verkündet und zeitgleich einzelne Bundesländer wieder ausscheren, wird immer wieder die Glaubwürdigkeit solcher Entscheidungen infrage gestellt. Wir in Ludwigsburg hätten uns schon während der ganzen Pandemie gewünscht, dass bundesweit eine einheitliche Linie verfolgt wird. Ich bin ein großer Freund des Föderalismus. Aber in solchen Ausnahmesituationen, in denen wir als Gesellschaft in ganz besonderem Maße herausgefordert sind und wir in der Glaubwürdigkeit und Wirkung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern unbedingt Einheitlichkeit brauchen, sollten Entscheidungen vom Bund über das Land, über die Kreise bis zu den Kommunen gemeinsam getragen werden. Und so war auch mein Empfinden bei der Verkündung der Kanzlerin. Ja, wir brauchen diese zwei Wochen nochmal, um die Inzidenzwerte zu senken, um dann in kleinen Schritten wieder eine Lockerung einzuführen. Gleichzeitig habe ich mich dann aber beim Ausscheren der ersten Bundesländer gefragt, ob wirklich eine einheitliche Linie gefunden wurde und wir sie durchhalten. Und natürlich ist jede weitere Woche Lockdown nicht nur eine gesellschaftliche Herausforderung, sondern auch eine für uns als Stadt. Wir wollen wieder mit den Bürgern, den Unternehmen, den Mitarbeitern zusammenkommen, wir wollen Projekte auf den Weg bringen, diskutieren und im positiven Sinne streiten, was über die digitalen Wege weitaus schwieriger ist als in der persönlichen Begegnung.

Was würde passieren, wenn in Ludwigsburg der Inzidenzwert unter 50 fallen würde? Müssen Sie sich dann trotzdem an die Vorgaben halten oder haben Sie als Stadt bzw. Kreis die Möglichkeiten zur Lockerung der Auflagen?
Das ist ja der Hoffnungsschimmer, dass wir bei besseren Werten die Auflagen langsam lockern können. Im Kreis liegen wir bei ca. 90, als Stadt bei rund 110 (Anm. der Redaktion – Stand: 20.01). Seit mehreren Tagen sinken die Zahlen kontinuierlich. Bleibt dieser Trend stabil und die Zahlen verbessern sich weiter, muss damit einhergehen, dass die Verantwortlichen in der Politik den Menschen ein Licht am Ende des Tunnels zeigen. Doch auch hier müssen wir gemeinsam an einem Strang ziehen. Jedes Ausscheren, egal von wem, führt erneut zu sozialem Unfrieden und Ungleichheit.

Glauben Sie, dass die Impfung die Lösung sein wird in dieser Pandemie?
Zunächst herrscht große Frustration, dass wir gar nicht genügend Impfstoff zur Verfügung haben. Der Landrat und das Gesundheitsamt haben gute Arbeit geleistet und ein technisch absolut gut funktionierendes Kreisimpfzentrum in der Weststadt geschaffen. Wir hoffen, dass dort bald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, damit wir wirklich 1.600 bis 2.500 Menschen am Tag impfen können. Trotzdem glaube ich, dass der Impfstoff allein nicht glückselig macht. Es wird eine Kombination sein aus Impfung und weiterer Zurückhaltung bei den Begegnungen im privaten wie öffentlichen Bereich. Aber auch die weitere Erforschung sowie die Weiterentwicklung der medizinischen Therapie gehören unabdingbar dazu.

Würden Sie sich selbst impfen lassen?
Ja, ich würde mich impfen lassen.

Wie würden Sie die Covid-19-Impfung für Ihren Sohn Jakob, der in die erste Klasse der Grundschule geht, entscheiden?
Die Impfung von Kindern ist ja noch nicht möglich. Wenn sie es wäre, würden wir einer Covid-19-Impfung aber zustimmen. Meine Frau und ich sind mit Impfen generell sehr vorsichtig und Jakob hat bislang nur die aus medizinischer Sicht notwendigen Impfungen bekommen.

Aus der Politik kommen immer wieder Stimmen, die sagen, dass geimpfte Menschen schneller wieder ins normale Leben zurückkehren sollten, sei es bei Restaurantbesuchen oder auch Reisen. Was halten Sie davon?
Diese Bevorzugung lehne ich ab, weil ich sicher bin, dass solche Unterscheidungen den sozialen Frieden und Zusammenhalt gefährden. Natürlich würde ich verstehen, wenn der Einzelhandel, die Gastronomie oder Friseure diese geimpften Menschen gerne als Kundschaft hätten, um endlich wieder Geld zu verdienen. Trotzdem glaube ich, dass wir bei einem solchen Zugeständnis auch in eine Diskussion geraten, die wir dann auch bei anderen Krankheiten führen müssten. Ich kann mir aus verfassungsrechtlichen Gründen auch nur in sehr eingeschränkten Bereichen einen Zwang vorstellen Die Arbeit im Gesundheits- und Schulwesen könnte z.B. an eine Impflicht gekoppelt werden. Vergleichbares haben wir beispielsweise für Kitas und Schulen mit einer Verpflichtung zur Masern-Impfung . Nur das halte ich rechtlich und moralisch für haltbar.

Der Einzelhandel tut sich sehr schwer, viele Geschäfte kämpfen um ihre Existenz. Wie kann die Stadt den Geschäften in Ludwigsburg konkret helfen?
Mit unserer Wirtschaftsförderung und dem Einzelhandelsverein LUIS haben wir zwei Akteure, die sich sehr um diese Problematik kümmern. Schon im letzten Jahr haben wir beispielsweise der Gastronomie ohne Gebührenerhöhung im Außenbereich mehr Fläche zur Verfügung gestellt. Wir haben im ersten Schritt unseren städtischen Mietern und Pächtern ihre monatlichen Zahlungen gestundet und im zweiten Schritt auf Beschluss des Wirtschaftsausschusses bei dramatischen Fällen Mieten und Pachten sogar erlassen. Im Einzelhandel haben wir im Herbst über vier Wochen die Parkgebühren zwischen 15.00 und 19.00 Uhr in unseren städtischen Parkhäusern erlassen. Gleichzeitig haben wir im Wert von 12.000 Euro LUIS-Einkaufsgutscheine verteilt. Wir haben jetzt versucht, die Aktionen ‚Call and Collect‘ sowie ‚Click and Collect‘ zu unterstützen. Außerdem überlegen wir gemeinsam mit den Stadtwerken, ob wir bei der Versorgung zusätzlich Reduzierungen anbieten können. Wir werden uns auf jeden Fall weitere Aktionen für die Geschäfte einfallen lassen. Auch das Märzklopfen soll nicht ersatzlos ausfallen, falls wir bis dahin noch nicht so weit sein sollten. Wir haben mit dem Gemeinderat beschlossen, dieses Event notfalls auf den Termin des Pferdemarktes zu verschieben.

Helfen Sie auch als Privatmann dem Ludwigsburger Einzelhandel?
Ja, gerade in den letzten Wochen haben wir als Familie darauf geachtet, ausschließlich über den Ludwigsburger Einzelhandel einzukaufen. Ich habe drei Paar Schuhe erstanden über ‚Call and Collect‘. Ich habe dort angerufen, der Einzelhändler hat mir dann über WhatsApp Bilder geschickt und ich habe dann drei verschiedene Modelle in Größe 11 bestellt und abgeholt. Wir haben auf diese Weise für Jakob Spielzeug gekauft, ein Wellholz für die Küche und Bücher. Ich kann das jedem nur empfehlen, das funktioniert wunderbar.

Bleibt es auch bei der Aussetzung der Kita-Gebühren während der Lockdown-Verlängerung?
Ja, da sind wir sehr konsequent, auch wenn wir vor Weihnachten im Gemeinderat beschlossen haben, grundsätzlich die Gebühren um drei bzw. fünf Prozent zu erhöhen, weil wir andererseits enorm in diesem Bereich investieren müssen. Dafür erstatten wir konsequent in dem Moment, in dem wir keine Leistungen erbringen können und das Kind nicht in der Notbetreuung ist. Das sind erhebliche Beträge. So ein monatlicher Ausfall kostet uns rund 700.000 Euro. Aber wir machen das jetzt wirklich jeden Monat und hoffen wieder sehr auf eine Gebührenrückerstattung von Bund oder Land. Im ersten Lockdown haben wir vom Land rund 2 Millionen Euro zurückbekommen für erlassene Kita-Gebühren. Doch momentan gehen wir für unsere Familien in Vorleistung, die noch nicht abgesichert ist.

Nach Gabriele Nießen verlassen nun weitere wichtige Mitarbeiter den Bürgermeisterstab wie Konrad Seigfried und Michael Ilk. Macht Ihnen das Sorge oder nehmen Sie es, wie es ist?
Als ich mich 2019 zur Wahl gestellt habe, wusste ich bereits, dass Konrad Seigfried aufgrund seines Alters und dem Gesetz nach bald in Ruhestand gehen würde. Das ist jetzt im April 2021 der Fall. Ich habe die gemeinsame Zeit mit ihm als Mentor und erfahrenem Ersten Bürgermeister sehr genossen. Ich habe immer gesagt, dass ich ein Jahr brauche, um mich in alles einarbeiten zu können. Dieses Jahr hatte ich und nun bin ich absolut in der Lage, meinen eigenen Weg mit der Stadt und der Stadtverwaltung zu gehen und darauf freue ich mich auch. Mit Frau Schwarz als Nachfolgerin von Frau Nießen habe ich eine tolle Kollegin dazubekommen. Die einzige Überraschung war, dass Michael Ilk, nicht wieder kandidiert. Ich bedauere dies sehr. Kann aber seine Entscheidung, die er nach reiflicher Überlegung getroffen hat, als Mediator in die Privatwirtschaft zu gehen, gut verstehen. Jetzt werden wir zunächst einen Nachfolger für Konrad Seigfried finden, danach einen für Michael Ilk. Für den Posten des Ersten Bürgermeisters liegen uns 33 Bewerbungen vor, davon zehn sehr gute – das zeigt, dass die Stadt interessant ist und etwas zu bieten hat. In zwei Schritten werden wir die Auswahl so reduzieren, dass sich am 24. März die besten Bewerber dem Gemeinderat vorstellen werden.

Würden Sie sagen, Sie gehen aus dem Krisenjahr 2020 gestärkt hervor und sind gewappnet für alles, was noch kommt?
Ja, definitiv würde ich sagen, dass nicht nur ich als Person, sondern wir als Stadt gestärkt hervorgehen, weil wir einiges gelernt haben in der Krise. Wir müssen uns im Bereich Digitalisierung noch verbessern. Wir haben gelernt, wie wir uns im Bereich Notfallstrukturen richtig aufstellen müssen. Wir gehen also gestärkt als Stadt insgesamt hervor, wenn wir – und das ist die Bedingung – auch für die Innenstadtentwicklung, also für Einzelhandel, Gastronomie etc. die richtigen Weichen stellen. Unabhängig von Corona müssen wir jetzt wieder an die Zukunft denken und geplante Projekte endlich in die Hand nehmen.

Herr Dr. Knecht, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Auf dem Weg in den Profifußball: Der Bietigheimer Arel Demir (18) kämpft gegen Ungewissheit

Von Uwe Roth

Arel Demir hat einen festen Plan A: Der 18-Jährige, der in Bietigheim-Bissingen im Kreis Ludwigsburg bei seiner Familie lebt, möchte Profifußballer werden. „Ich arbeite seit Jahren darauf hin“, sagt er diese Woche im Gespräch mit Ludwigsburg24. Schon als Kind sah er sich in der höchsten Liga mitspielen. Mit zehn Jahren begann er in einem Verein ernsthaft zu kicken, damals beim SGV Freiberg. Seine Chance, dieses Traumziel der Nachwuchstalente zu erreichen, standen bislang nicht schlecht. Der Gymnasiast trainiert im Nachwuchsleistungszentrum des Karlsruher SC. Dieses gehört zu den renommiertesten in Deutschland. Dort reinzukommen, war ein Etappensieg: „Man hat überzeugt, dass man an sich glaubt und es schaffen will.“ Seit Juli 2019 spielt Arel in der U19. Aktuell ist sein Team auf Platz 10 in der Bundesliga Süd/Südwest. Es läuft, könnte man feststellen, gäbe es Corona nicht. Der Virus wirbelt Trainings- und Spielpläne durcheinander – und später vielleicht den Karriereplan.

Arel Demir ist seit vier Jahren beim Karlsruher SC. Schritt für Schritt ging es aufwärts. Regelmäßig beobachteten Talentscouts vom Spielfeldrand seine Leistung auf dem Rasen. Nun sind wegen der Lockdown-Vorschriften seit bald einem Jahr die Zuschauerränge meistens leer gewesen. Kein Live-Scouting. Die Talentsucher schauen sich die Geisterspiele irgendwo später auf Video an, wenn mal eines stattfindet. In der laufenden Saison gab es bislang erst drei Begegnungen. „Wenn ich mir etwas wegwünschen könnte, dann wäre das die Ungewissheit. Sie ist momentan das Schlimmste. Nicht zu wissen, wie es weitergeht“, stellt er fest. Ihm bleiben ein paar Jahre, bis spätestens im Alter von Mitte 20 das Zeitfenster ins Profilager endgültig zugeht. Diese Zeit will er nutzen. Und er klagt nicht über die Umstände. Dass die Ungewissheit verschwindet und seine Familie gesundbleibt – „mehr wünsche ich mir nicht.“

Training der U19 geht weiter – Maskenpflicht gilt bis zum Spielfeldrand

Er kann von Glück sagen, dass er weiterhin mit seiner Mannschaft real trainieren darf. Seine U19 zählt zur Liga des Leistungssports, für den es Ausnahmen gibt. So pendelt er viermal in der Woche bereits in den Trainingsklamotten von Bietigheim-Bissingen nach Karlsruhe. Umkleideräume und Duschen sind geschlossen. Bis zum Spielfeld gilt Maskenpflicht. Dann wird trainiert, 2,5 Stunden. Die athletischen Trainingseinheiten absolviert er in Eigenverantwortung. „Das Trainingsniveau ist relativ gleichgeblieben. Es hat sich nicht so viel geändert.“ Arel will in seinem Leistungsniveau keinesfalls zurückfallen und unbedingt an seinem Plan A festhalten. Zu dem gehört ein Abitur, das er 2022 machen will. Danach hofft er, auf der Zielgerade zum Profifußballer sein. Sollte Plan A doch kippen, wird daraus ein Plan A-B: „Irgendwas mit Sport in jedem Fall. Trainer werden oder eine Fußballschule aufmachen“, überlegt er.

Laut der DFL werden aktuell etwa 5600 Jungs in Nachwuchsleistungszentren ausgebildet. Nur rund 70 davon schaffen jährlich den Sprung in die Profikader der 1. und 2. Bundesliga. Foto: KSC
Laut der Deutschen Fußball Liga (DFL) werden aktuell etwa 5600 Jungs in Nachwuchsleistungszentren ausgebildet. Nur rund 70 davon schaffen jährlich den Sprung in die Profikader der 1. und 2. Bundesliga. Foto: KSC

Michael Bischof ist der sportliche Leiter der GRENKE-aKAdemie des Karlsruher SC. Neben der U19 ist auch die U17 in der Jugendbundesliga. Somit stehen in zwei Mannschaften 40 junge Menschen im aktiven Training. Die Jüngeren müssen online am Ball bleiben, so gut es eben geht. Die Athletiktrainer haben Pläne ausgegeben, an denen sich der Fußballernachwuchs orientieren soll, um in Eigenverantwortung fitzubleiben. „Es ist schwer zu beurteilen, ob die Corona-Beschränkungen die Karrierepläne der jungen Spieler erschweren“, sagt Bischof. Klar, es fehlten Chancen, „sich und ihre Leistungen zu präsentieren“. Auch könnte der teilweise Wegfall des Trainings die Leistung schmälern. Wäre das der Fall, könnten die Spieler nach dem Lockdown die Leistungsdelle „relativ schnell kompensieren“, ist er überzeugt. Größere Nachteile sieht Bischof für den aktuellen Spielernachwuchs nicht: „Es muss ja etwas nachkommen.“ Der Spielermarkt funktioniere trotz der Einschränkungen. Die Erfolgsaussichten hingen aber auch davon ab, wie die Vereine nach Corona finanziell dastehen. Wenn das Geld wegen der aktuell fehlenden Einnahmen knapp bleibt, können die Ablösesummen und die Spielergehälter im Niveau sinken.

VfB Stuttgart setzt auf Trainingsdisziplin der Nachwuchskicker

Auch beim VfB Stuttgart sind die Jugendmannschaften seit drei Monaten auf einem Rasen nicht mehr im Wettbewerb eingetreten. Die Spiele der Jungen Wilden sind ausgefallen. Daniel Teufel ist einer der Ausbildungsleiter beim VfB. „Die U17 und die folgenden Mannschaften trainieren wie üblich auf dem Platz, sieben Mal die Woche“, berichtet der 35-Jährige. „Trotzdem fehlt ein Jahr in der Entwicklung“, stellt er fest. Die U16 und jünger trainieren virtuell. Obwohl es eine Genehmigung gebe, in abgespeckter Form auf einem Platz zu trainieren. Doch das Risiko wolle der Verein nicht eingehen. Inzwischen gebe es gute Apps, die jungen Leute online in ein Trainingsprogramm einzubinden.

Online sei es einfacher, Promis für die Jugend zu engagieren und ihre Begeisterung zu wecken. So habe es ein virtuelles Training mit einem Profi-Freestyler gegeben. Teufel betont die Vorteile eines vorübergehend anderen Trainingsprogramms: „Es ist für den Entwicklungsprozess gar nicht schlecht, eigenständig und ohne ständige Aufsicht zu trainieren. Es muss nicht immer ein Trainer sagen, was als nächstes getan werden muss.“ Über Apps und Fitnesstracker werden die Leistungen, Trainingsdaten festgehalten und dem Trainer übermittelt. „Aber es ersetzt nicht die Praxis“, gibt der Ausbildungsleiter zu. Der Profiverein betreut ungefähr 200 Spieler im Jugendbereich. Corona sieht er nicht als einen Karrierenkiller. „Corona oder nicht: Die wenigsten werden am Ende Profifußballer“, sagt er. Die Toptalente könnten aktuell weiter gefördert werden. Daniel Teufel sieht keinen Grund zu klagen. So wichtig Fußball für die Gesellschaft für den sozialen Frieden sei, die Bedeutung des Profisports dürfe in der aktuellen Lage nicht überhöht werden. „Es gibt andere, die unter der Corona-Krise mehr leiden müssen. Man beschwert sich im Moment viel zu viel.“ Arel Demir sieht das ähnlich. An seinem Ziel, Profifußballer zu werden, will er trotzdem weiter hart arbeiten.