Corona-Fallzahlen am Donnerstag im Kreis Ludwigsburg

Die Lage am Donnerstag im Landkreis Ludwigsburg:

Binnen 24 Stunden meldete das Gesundheitsamt in Ludwigsburg +224 neue Corona-Infizierte. Gestern waren es 191 Fälle. Im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um mehr als 40 Fälle. Damals waren 181 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Der bis dato höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie im Kreis Ludwigsburg lag bei 305. (Stand: 12.11.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 6.980 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um vier auf 100. Rund 5.406 (+78Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden.

Laut dem Landratsamt und dem Klinikum Ludwigsburg werden aktuell 43 Patienten stationär behandelt, davon sind aktuell 11 Patienten auf der Intensivstation, die künstlich beatmet werden. (Stand: 12.11)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt laut dem Landratsamt am Montag bei 130,8 (Stand: 12.11.) Gestern lag der Wert bei 125,1. Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 12.11)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 39 | 0 )
Asperg ( 164 | 5 )
Benningen am Neckar ( 70 | 0 )
Besigheim ( 127 | 5 )
Bietigheim-Bissingen ( 772 | 27 )
Bönnigheim ( 145 | 4 )
Ditzingen ( 276 | 7 )
Eberdingen ( 102 | 4 )
Erdmannhausen ( 50 | 1 )
Erligheim ( 41 | 4 )
Freiberg am Neckar ( 169 | 4 )
Freudental ( 86 | 5 )
Gemmrigheim ( 73 | 6 )
Gerlingen ( 217 | 6 )
Großbottwar ( 73 | 4 )
Hemmingen ( 86 | 0 )
Hessigheim ( 21 | 0 )
Ingersheim ( 68 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 99 | 10 )
Korntal-Münchingen ( 263 | 10 )
Kornwestheim ( 504 | 20 )
Löchgau ( 65 | 1 )
Ludwigsburg ( 1.182 | 26 )
Marbach am Neckar ( 190 | 9 )
Markgröningen ( 156 | 8 )
Möglingen ( 184 | 7 )
Mundelsheim ( 43 | 0 )
Murr ( 68 | 2 )
Oberriexingen ( 37 | 0 )
Oberstenfeld ( 92 | 3 )
Pleidelsheim ( 83 | 0 )
Remseck am Neckar ( 293 | 7 )
Sachsenheim ( 279 | 8 )
Schwieberdingen ( 111 | 4 )
Sersheim ( 99 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 121 | 3 )
Tamm ( 135 | 8 )
Vaihingen an der Enz ( 351 | 13 )
Walheim ( 41 | 1 )

red

Ludwigsburgs Landrat Allgaier: Impfstoff kann Menschen die notwendige Perspektive geben – Disziplin ist weiter wichtig

Von Uwe Roth

Der Ludwigsburger Landrat setzt große Hoffnung in die angekündigte Zulassung eines Impfstoffes gegen den Corona-Virus. Wie Dietmar Allgaier in einem Gespräch mit Ludwigsburg24 sagt, könnte das gefundene Mittel nicht nur zu einem späteren Zeitpunkt die Pandemie eindämmen, sondern schon jetzt der Bevölkerung eine Perspektive auf eine Verbesserung der Lage geben. Auch wenn dies noch dauern könnte. Nach seiner Überzeugung ist die gewachsene Perspektivlosigkeit in den vergangenen Wochen mit dem neuen Teillockdown ein Grund, warum manche Menschen an den staatlich verordneten Corona-Regeln zweifeln.

Der Landrat ist seit Ausbruch der Pandemie bei der Bewältigung der Folgen der wichtigste Krisenmanager im Landkreis mit seinen rund 545 000 Einwohnern. Der Chef der Kreisbehörde ist für den Landkreis Ludwigsburg unter anderem der oberste Gesundheits- und Bevölkerungsschutz-Verantwortliche. Die Kreisverwaltung hat im Bereich der polizeilichen Aufgaben wichtige Befugnisse, für die er die Aufsicht hat. Der Landrat kann Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens verfügen, die über die des Landes und des Bundes hinausgehen, sollte das für den Landkreis notwendig werden. „Wir können die Verordnung des Landes nicht einschränken. Aber wir haben weitreichende Befugnisse. Das ist in der Corona-Verordnung so festgelegt. Wenn der 7-Tage-Inzidenzwert über 50 liegt, geht die Zuständigkeit an die Landkreise über.“

Doch mit behördlichen Anordnungen allein ist es nicht getan, damit sich die Menschen corona-gerecht verhalten, einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wo es vorgeschrieben ist, und im öffentlichen Raum immer den notwendigen Abstand halten. Es gehe darum, den Menschen ein Ende der Einschränkungen in Aussicht stellen zu können. „Eine Perspektive zu schaffen, das ist ganz wichtig“, stellt der 54-Jährige klar. Dazu könne die begründete Hoffnung auf einen Impfstoff beitragen. Aber noch sei der Wille zum Durchhalten gefragt. „Besonders an den bevorstehenden Advents- und Weihnachtsfeiertagen wollen die Familien zusammenkommen. Das verstehe ich. Aber auf der anderen Seite hilft es nichts, wenn man das aktuelle Infektionsgeschehen ignoriert.“ Das Infektionsgeschehen gebe nicht die Politik vor, sondern entwickle sich. Jeder wünsche sich, dass die Pandemie so bald wie möglich endet. „Aber es ist klar, sie wird nicht zum 31.12. zu Ende sein – auch nicht mit der Einführung eines Impfstoffes.“ Mit den Einschränkungen müssten die Menschen leider bis weit ins nächste Jahr hinein leben.

Landrat Allgaier betont, dass die Krisensituation noch lange nicht beendet ist. In einer solchen sei in erster Linie „Fachlichkeit gefragt“. Virologen und Mediziner stünden mit ihrer fachlichen Beurteilung im Vordergrund – nicht die politische Meinung. „Ich bedauere, dass der Kampf gegen die Pandemie zu einem Wahlkampfthema zu werden scheint. Das ist das völlig falsche Thema für den Wahlkampf.“ Es gelte vielmehr, „hinter der Regierung und den Fachleuten zu stehen. Solche Maßnahmen verordnet niemand gerne“, stellt Allgaier klar. Aber wenn bestimmte Anordnungen notwendig seien, um die Pandemie einzudämmen, seien diese hinzunehmen. „Der parlamentarische Raum sollte das akzeptieren.“ Leider habe er feststellen müssen, dass sich die politische Diskussion verändert habe. So hätten bedauerlicherweise einige Bürgermeister und Oberbürgermeister die Maßnahmen in Frage gestellt. „Der parlamentarische Raum muss informiert werden – das ist eindeutig. Doch in einer Krisensituation ist in erster Linie Handeln gefragt und nicht die politische Diskussion. Wenn man Maßnahmen in Frage stellt, führt das zu weiteren Unsicherheiten in der Gesellschaft“, ist Allgaier überzeugt.

Als Chefbeamter habe er zu funktionieren, sagt er über sich selbst. „Ich schrecke vor Krisen nicht zurück. Ich sehe meine Aufgabe als Landrat darin, mich Krisen zu stellen. Bereits in früheren beruflichen Stationen habe ich Krisensituationen miterlebt“, so Allgaier. Er spüre „eine wahnsinnige Verantwortung für über eine halbe Million Menschen hier im Landkreis“. Er möchte gerichtsfeste Entscheidungen treffen. „Ich möchte, dass die Menschen verstehen, warum man die Entscheidung genau so getroffen hat.“ Alles in allem habe er den Eindruck, dass die Menschen im Landkreis bislang sehr verständnisvoll seien. „Klar, nicht alle Entscheidungen stoßen auf Gegenliebe. Jeder kann es für sich selbst beurteilen. Deswegen gibt es bei uns die Meinungsfreiheit. Wir bekommen die Pandemie aber nur in den Griff, wenn jeder für sich selbst Verantwortung übernimmt.“ Inzwischen habe „jeder Mensch so viele Informationen und kennt sich soweit aus, dass er eigenverantwortlich handeln kann“, ist der Landrat überzeugt. „Ich halte die Anti-Corona-Demos für fehl am Platz. Weil ich hautnah miterlebe, was die Konsequenz in gesundheitlicher Hinsicht sein können.“ Erst kürzlich seien über zehn Menschen in einem Pflegeheim in Freudental an und mit Corona verstorben. Da macht er sich schon Gedanken. „Es waren alles demenzkranke Menschen, die nicht mehr auf die Straße gegangen sind. Dort haben sie sich also nicht infiziert. Es können aber Mitarbeiter und Besucher gewesen sein, die das Virus in die Einrichtung gebracht haben.“ Das bewege einen auch selbst: „Auch ich habe die eine oder andere Nacht, in der ich nicht gut schlafe.“

Landrat Allgaier ist seit knapp einem Jahr im Amt: „Die ersten zehn Monate waren wegen dieser turbulenten Zeit so intensiv, dass gefühlt mein Amtsantritt viel länger her ist“, zieht er eine erste Bilanz. Die ersten sieben Wochen seien „normale Landratstätigkeit gewesen. Ich habe die Zeit bis Ende Februar damit verbracht, Mitarbeiter kennenzulernen, Antrittsbesuche zu machen und offizielle Termine wahrzunehmen. Dann kam Corona, und für mich und meine Mitarbeiter hat sich der berufliche Alltag schlagartig verändert. Wir waren mit einem Schlag mit einem uns völlig unbekannten Thema konfrontiert.“ Inzwischen seien 140 Mitarbeiter der Kreisverwaltung ausschließlich mit der Bewältigung der Coronakrise beschäftigt.

Trotz der weitgehenden Konzentration habe er in den ersten zehn Monaten seiner Amtszeit das Landratsamt sehr gut kennengelernt. „Ich war im Haus viel unterwegs, da es wegen des Lockdowns wenig Außentermine gab. Schade war allerdings, dass die Sachthemen, die ich als erstes in Angriff nehmen wollte, erst einmal in den Hintergrund geraten sind, weil Krisenmanagement angesagt war.“ Losgelöst vom Thema Corona: „Ich bin in dem Amt angekommen. Es macht Spaß. Ich brenne darauf, in den nächsten Jahren Themen im Landkreis voranzubringen.“

SPD-Landtagskandidat Haas fordert bessere Unterstützung für Schulen im Kreis Ludwigsburg

Mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie fordert der Freiberger SPD-Landtagskandidat Daniel Haas bessere und klare Konzepte für die Schulen im Kreis Ludwigsburg. „Kultusministerin Susanne Eisenmann gibt den Schulen kaum konkrete Pläne an die Hand, wie im Schulalltag Infektionen verhindert werden können. Maskenpflicht und Lüften sind wichtig, können aber kein Allheilmittel sein“, betont Haas in einer Pressemitteilung am Mittwoch.

Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung befinden sich bundesweit mittlerweile mehr als 300.000 Schülerinnen und Schüler in Corona-Quarantäne, rund sechsmal so viele wie noch Ende September. Die Zahl der Lehrerinnen und Lehrer in Quarantäne liege aktuell bei bis zu 30.000.

„Von einem normalen Unterrichtsalltag an Schulen kann keine Rede sein“, sagt der Sozialdemokrat. Stattdessen verweise Kultusministerin Eisenmann immer wieder auf das Dauerlüften der Klassenzimmer. Das könne jedoch im Winter keine dauerhafte Lösung sein, zumal sich einige Fenster nicht öffnen lassen.

„Unser Ziel muss es sein, in den Schulen einen sicheren und praktikablen Unterrichtsalltag unter Pandemie-Bedingungen zu schaffen. Dazu gehört neben Verbesserungen bei der digitalen Ausstattung an Schulen auch das Bereitstellen von Schutzmaßnahmen wie FFP-Schutzmasken für Lehrerinnen und Lehrer und weiterem Personal an Schulen. Gesundheitsschutz ist Arbeitgeberpflicht. Und auch beim Ermöglichen von Fernunterricht sollte die Kultusministerin flexible Möglichkeiten schaffen“, so Haas.

„Gerade weil der Unterricht derzeit unter erschwerten Bedingungen stattfindet, dürfen wir die Zukunftsperspektiven der Schülerinnen und Schüler nicht aus dem Blick verlieren“. Die durch die Corona-Krise verursachten Schließungen der Schulen hat gezeigt, dass das baden-württembergische Bildungssystem weder krisenfest noch zukunftssicher ist. Die Pandemie wird zu gravierenden Folgen im Bildungsfortschritt und in der sozialen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen führen. Es geht um nichts weniger als ihren Anspruch auf Bildung. Die SPD fordert deshalb ein landesweites Nachhilfeprogramm im Umfang von zehn Millionen Euro, heißt es in der Mitteilung weiter.

red

Corona-Fallzahlen am Mittwoch im Kreis Ludwigsburg

Die Lage am Mittwoch im Landkreis Ludwigsburg:

Binnen 24 Stunden meldete das Gesundheitsamt in Ludwigsburg +191 neue Corona-Infizierte. Gestern waren es 66 Fälle. Im Vergleich zum Mittwoch vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfektionen um mehr als 50 Fälle. Damals waren 246 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Der bis dato höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie im Kreis Ludwigsburg lag bei 305. (Stand: 11.11.)

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 6.756 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion blieb unverändert bei 96. Rund 5.328 (+214Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 11.11)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt laut dem Landratsamt am Montag bei 125,1 (Stand: 11.11.) Gestern lag der Wert bei 130,3. Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 11.11)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 39 | 2 )
Asperg ( 159 | 8 )
Benningen am Neckar ( 70 | 1 )
Besigheim ( 122 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 745 | 11 )
Bönnigheim ( 141 | 1 )
Ditzingen ( 269 | 10 )
Eberdingen ( 98 | 2 )
Erdmannhausen ( 49 | 1 )
Erligheim ( 37 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 165 | 2 )
Freudental ( 81 | 5 )
Gemmrigheim ( 67 | 4 )
Gerlingen ( 211 | 6 )
Großbottwar ( 69 | 2 )
Hemmingen ( 86 | 3 )
Hessigheim ( 21 | 1 )
Ingersheim ( 67 | 2 )
Kirchheim am Neckar ( 89 | 7 )
Korntal-Münchingen ( 253 | 1 )
Kornwestheim ( 484 | 14 )
Löchgau ( 64 | 2 )
Ludwigsburg ( 1.156 | 32 )
Marbach am Neckar ( 181 | 7 )
Markgröningen ( 148 | 7 )
Möglingen ( 177 | 10 )
Mundelsheim ( 43 | 3 )
Murr ( 66 | 0 )
Oberriexingen ( 37 | 0 )
Oberstenfeld ( 89 | 3 )
Pleidelsheim ( 83 | 4 )
Remseck am Neckar ( 286 | 11 )
Sachsenheim ( 271 | 7 )
Schwieberdingen ( 107 | 3 )
Sersheim ( 98 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 118 | 2 )
Tamm ( 127 | 2 )
Vaihingen an der Enz ( 338 | 7 )
Walheim ( 40 | 1 )

red

Bau der Westrandstraße in Ludwigsburg startet

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat die Autobahnausfahrt Ludwigsburg-Süd aufwendig umgebaut, jetzt beginnt der Bau der Westrandstraße – der lange geplanten Westumfahrung von Ludwigsburg. Bürgermeister Michael Ilk, Möglingens Bürgermeisterin Rebecca Schwaderer und Andreas Klein, Referatsleiter Baureferat West beim Regierungspräsidium Stuttgart, haben am Dienstag, 10. November, symbolisch den ersten Baggerbiss vorgenommen. 

Die Westrandstraße wird die Schwieberdinger Straße und die Straßen in der Weststadt und Pflugfelden deutlich vom Schwerlastverkehr entlasten, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Ludwigsburg. Denn die Gewerbegebiete Waldäcker und Grönerstraße sind dann über die Westrandstraße erreichbar. Die Gewerbegebiete Wöhlerstraße und Hintere Halden erhalten mit der Westrandstraße eine direkte Zufahrtsmöglichkeit auf die Autobahn. In Möglingen wird die Westrandstraße den Verkehr auf der Hohenzollern- und Daimlerstraße reduzieren.

„In unseren Projektakten wurde die Westrandstraße im Jahr 1998 erstmalig erwähnt“, berichtet Bürgermeister Michael Ilk. „Wir freuen uns, dass nach über 20 Jahren der Planung und nach intensiven Abstimmungsrunden der Bau dieser wichtigen interkommunalen Umgehungsstraße startet.“

Im ersten Bauabschnitt wird die bereits im Jahr 2006 fertiggestellte Straße „Beim Bierkeller“ mit der Landesstraße L1140 verbunden. Parallel wird entlang der Landesstraße ein neues Regenrückhaltebecken für die Entwässerung der späteren Umgehungsstraße gebaut.

Im darauffolgenden Bauabschnitt wird die Straße Beim Bierkeller über einen Kreisverkehr an die Daimlerstraße (Gemeinde Möglingen) im Norden angebunden. Sobald die neuen Straßen fertig sind, wird abschließend die Kreuzung Mörikestraße/Wöhlerstraße zu einem Kreisverkehr umgebaut. Begleitet werden sämtliche Straßenbauarbeiten von umfangreichen Leitungsarbeiten, unter anderem von den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim GmbH (SWLB).

Während der gesamten Bauarbeiten können die Anlieger ihre Grundstücke über wechselnde Umleitungsstrecken erreichen. Entweder ist eine Anfahrt von Norden kommend über die Wöhlerstraße und Liebigstraße beziehungsweise über den neuen Kreisverkehrsplatz an der Daimlerstraße möglich, oder von Süden kommend über die dann neu hergestellte Westumfahrung und die Straße Beim Bierkeller.

Die Bauarbeiten sollen im Sommer 2022 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme sind mit 5,4 Millionen Euro veranschlagt. Die Gemeinde Möglingen beteiligt sich an den Herstellungskosten. Der Bau der Westrandstraße wird über Landesfördermittel bezuschusst: Das Projekt ist mit einer vorläufigen Fördersumme von 2,5 Millionen Euro in das Programm zur Förderung kommunaler Straßenbauarbeiten aufgenommen worden. Der Bewilligungsbescheid des Regierungspräsidiums Stuttgart wird in den nächsten Wochen erwartet. Außerdem beteiligt sich die Firma Lapp mit einer Summe von 500.000 Euro. „Für diesen großzügigen Zuschuss bedanken wir uns sehr herzlich“, so Michael Ilk.

Zahlen und Fakten

Gas-/Wasserversorgung (SWLB)

Neuverlegung der Gashochdruckleitung            ca. 240 m

Neuverlegung der Wasserhauptleitung              ca. 240 m

Strom/Lichtwellenleiter (SWLB):

Verlegung von Schutzrohren für
Nieder- und Mittelspannungskabel                    ca. 1.650 m

Verlegung von Schutzrohren für LWL-Kabel     ca. 900 m

Straßenbau:

Asphaltdeckschicht                                          ca. 14.890 m²

Kombinierte Frostschutz-Tragschicht              ca. 4.000 m³

Randeinfassungen                                          ca. 3.100 lfdm.

Erdaushub                                                      ca. 35.000 m³

 

Corona-Fallzahlen am Dienstag, 09. November im Kreis Ludwigsburg

Die Lage am Dienstag im Landkreis Ludwigsburg:

Binnen 24 Stunden meldete das Gesundheitsamt in Ludwigsburg +66 neue Corona-Infizierte. Gestern waren es 140 Fälle. Im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfektionen um fast 130. Damals waren 191 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Der bis dato höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie im Kreis Ludwigsburg lag bei 305. (Stand: 10.11.) Die Zahlen am Sonntag und Montag sind erfahrungsgemäß niedriger als an den anderen Wochentagen, da am Wochenende weniger getestet wird.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 6.565 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion blieb unverändert bei 96. Rund 5.114 (+128Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 10.11)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt laut dem Landratsamt am Montag bei 130,3 (Stand: 09.11.) Gestern lag der Wert bei 145,6. Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 10.11)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 37 | 2 )
Asperg ( 151 | -1 )
Benningen am Neckar ( 69 | 1 )
Besigheim ( 119 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 734 | -1 )
Bönnigheim ( 140 | 4 )
Ditzingen ( 259 | 3 )
Eberdingen ( 96 | 1 )
Erdmannhausen ( 48 | 1 )
Erligheim ( 36 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 163 | 3 )
Freudental ( 76 | -1 )
Gemmrigheim ( 63 | -2 )
Gerlingen ( 205 | 2 )
Großbottwar ( 67 | 3 )
Hemmingen ( 83 | -2 )
Hessigheim ( 20 | 0 )
Ingersheim ( 65 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 82 | 4 )
Korntal-Münchingen ( 252 | 3 )
Kornwestheim ( 470 | 9 )
Löchgau ( 62 | 2 )
Ludwigsburg ( 1.124 | 18 )
Marbach am Neckar ( 174 | -2 )
Markgröningen ( 141 | 0 )
Möglingen ( 167 | 1 )
Mundelsheim ( 40 | 1 )
Murr ( 66 | -1 )
Oberriexingen ( 37 | 0 )
Oberstenfeld ( 86 | 0 )
Pleidelsheim ( 79 | -1 )
Remseck am Neckar ( 275 | 0 )
Sachsenheim ( 264 | -3 )
Schwieberdingen ( 104 | 0 )
Sersheim ( 96 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 116 | -3 )
Tamm ( 125 | 2 )
Vaihingen an der Enz ( 331 | 2 )
Walheim ( 39 | 1 )

red

Versuchter Raub an der Bärenwiese – Opfer wehrt sich

Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg ermittelt derzeit gegen vier noch unbekannte Männer, die am Sonntag zwischen 23.00 Uhr und 23.30 Uhr in der Parkanlage „Bärenwiese“ in einen versuchten Raub verwickelt waren.

Ein 27 Jahre alter Mann hatte in der Fasanenstraße auf Höhe des Kinderspielplatzes seinen PKW abgestellt. Hierbei war ihm bereits laute Musik ausgehende vom Spielplatz aufgefallen. Als er zu Fuß durch die Parkanlage ging, wurde er auf Höhe der Öffentlichen Toiletten von einem Unbekannten angesprochen. Der Täter forderte ihn dann auf, sein Bargeld auszuhändigen. Nachdem er dies verweigerte, tauchten plötzlich drei weitere unbekannte Komplizen aus Richtung des Spielplatzes auf. Die Männer umringten ihr Opfer und einer schlug schließlich auf ihn ein. Während dessen versuchten die Täter dem 27-Jährigen seine mitgeführte Tasche zu entreißen. Dieser begann sich nun körperlich zu wehren, so dass eine Schlägerei entstand. Schließlich flüchteten die vier Unbekannten, die alle zwischen 170 und 180 cm groß waren. Der Täter, der das Opfer ansprach, dürfte rund 25 Jahre alt sein und wurde als schmal beschrieben. Ein weiterer soll eher pummelig und dunkel gekleidet gewesen sein.

Die Polizei nimmt unter der Tel. 0800/1100225 Hinweise entgegen und bittet Zeugen, die ebenfalls die laute Musik bemerkt haben, sich zu melden.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Mehr Ausbildungsstellen im Kreis Ludwigbsurg unbesetzt

LANDKREIS LUDWIGSBURG. Gleich mehrere Ursachen wirkten sich belastend auf den Ausgleich am Ausbildungsmarkt aus. Im Vergleich zum Vorjahr blieben knapp 200 mehr von den Betrieben bei der Arbeitsagentur gemeldete Ausbildungsstellen am Ende des Beratungsjahres unbesetzt und 35 mehr bei der Berufsberatung gemeldete Bewerberinnen und Bewerber waren zum Bilanzstichtag am 30.09.2020 noch unversorgt. Das gab die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung am Montag bekannt.

„Der Ausgleichsprozess auf dem Ausbildungsmarkt war im abgelaufenen Beratungsjahr gleich aus mehreren Gründen erschwert“, sagt Martin Scheel, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Ludwigsburg. „Bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie war ein Rückgang der Meldungen vor allem bei den Ausbildungsstellen zu verzeichnen. Unternehmen reagierten damit auf die bereits seit Herbst 2019 feststellbare konjunkturelle Abschwächung sowie die Betroffenheit durch den Strukturwandel und die Transformationsprozesse in der Region. Zudem blieben Stellenmeldungen aus Branchen aus, die schon in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten hatten, ihre Ausbildungsplätze mit aus ihrer Sicht geeigneten jungen Menschen zu besetzen“, sagt Scheel. „Mit Beginn der Covid19-Pandemie im März verlangsamten sich darüber hinaus die Vermittlungsprozesse auch auf dem Ausbildungsmarkt merklich. Das Zusammenführen und Zusammenfinden von Bewerberinnen und Bewerbern mit dem passenden Ausbildungsplatz war durch die zur Eindämmung der Pandemie in deren erster Welle getroffenen Maßnahmen erheblich beeinträchtigt. Schulische Prüfungen verzögerten sich zum Teil ebenso wie die Melde- und Auswahlprozesse bei den Unternehmen. Mit den Lockerungen der Maßnahmen nahmen die Stellenmeldungen wieder an Fahrt auf und seit Juni war die Entwicklung von einem Aufholprozess gekennzeichnet. Gleichwohl konnte das Niveau des Vorjahres zum Bilanzstichtag nicht erreicht werden. Zum Bilanzstichtag blieben knapp 200 gemeldete Ausbildungsplätze mehr als im Vorjahr unbesetzt und 35 mehr Bewerberinnen und Bewerber konnten keinen nahtlosen Anschluss nach Ende der Schulzeit zum 30.9. finden. Umso intensiver waren und sind die Bemühungen in der Nachvermittlungszeit“, sagt Scheel. „Und so konnten bis heute bereits 45 der insgesamt 108 zum 30.9. noch unversorgten Bewerberinnen und Bewerber mit einem passenden Angebot unterstützt werden, indem sie entweder in ein Ausbildungsverhältnis oder Studium, eine sozialpädagogisch betreute Einstiegsqualifizierungsmaßnahme oder in eine sonstige von der Agentur für Arbeit geförderte Maßnahme einmünden konnten,“ fasst Scheel den aktuellen Stand zusammen.

Die Ausbildungsstellensituation

Die Unternehmen und Verwaltungen im Landkreis Ludwigsburg meldeten von Oktober 2019 bis September 2020 insgesamt 2.838 betriebliche Ausbildungsstellen. Das waren 354 oder 11,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Bereits im März 2020, also noch vor Ausbruch der Pandemie, waren 319 oder -12,1 Prozent weniger Ausbildungsstellen beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Ludwigsburg gemeldet worden.

Am meisten gesucht wurden im Landkreis Ludwigsburg Auszubildende für die Berufe Kaufmann/-frau im Einzelhandel, zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Kaufmann/-frau-Büromanagement, Fachkraft-Lagerlogistik, Verkäufer/in, Industriekaufmann/-frau, Kaufmann-Groß-/Außenhandel-Großhandel, medizinische/r Fachangestellte/r, Fachinformatiker/in Systemintegration und KFZ-Mechatroniker – PKW-Technik.

Die Bewerbersituation

Im Berichtsjahr 2019/20 haben insgesamt 2.575 Jugendliche und damit 136 oder 5,0 Prozent weniger als im Vorjahr die Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit Ludwigsburg bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle in Anspruch genommen. „Der Rückgang fiel hier geringer aus als bei den gemeldeten Ausbildungsstellen, obwohl die Schulabgangszahlen rückläufig waren (minus 91 oder 5,4 Prozent zum Vorjahr) und die Schülerinnen und Schüler insbesondere in der Zeit des ersten Lockdowns vor besonderen Herausforderungen standen“, beschreibt Scheel die Situation. „So mussten sich die Schülerinnen und Schüler ad hoc zum Teil monatelang auf das Home- und Online-Schooling um- und einstellen. Hinzu kam die Unsicherheit für viele Abgangsschülerinnen und –schüler, wann und wie genau die Prüfungen erfolgen würden. Diese Themen überlagerten für viele Schülerinnen und Schüler die Frage nach dem Übergang wochenlang zum Teil vollständig. Umso wichtiger war es, die Abgangsschülerinnen und –schüler durch die Expertinnen und Experten der Berufsberatung der Agentur auch während der Schulschließungen weiter bestmöglich zu unterstützen, was auf alternativen Kommunikationswegen, insbesondere telefonisch, gut gelungen ist,“ resümiert der Agenturleiter.

Von allen bei der Agentur für Arbeit Ludwigsburg als Bewerber um eine Ausbildungsstelle gemeldeten Jugendlichen haben 1.465 oder 56,9 Prozent zum Bilanzstichtag eine Ausbildung aufgenommen. Von diesen mündeten 1.356 Bewerberinnen und Bewerber in eine ungeförderte Berufsausbildung und 109 in eine von der Agentur geförderte Ausbildung ein. 433 oder 16,8 Prozent der Bewerberinnen und Bewerber (letztes Berichtsjahr: 416 oder 15,3 Prozent) wählten den Übergang in eine weiterführende Schule, ein Studium oder ein Praktikum. 123 Jugendliche (Vorberichtsjahr: 111) entschieden sich für gemeinnützige oder soziale Dienste oder begannen eine durch die Agentur für Arbeit geförderte Maßnahme, um im kommenden Berichtsjahr ihre Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu erhöhen. Mit 157 oder 6,1 Prozent nahm schließlich ein kleinerer Teil der Bewerberinnen und Bewerber wie nach dem letzten Beratungsjahr (162 Personen) eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf.

Die Jugendlichen suchten nach geeigneten Ausbildungsplätzen insbesondere in den Bereichen der Produktion und Fertigung, in der Unternehmensorganisation, der Buchhaltung und der Verwaltung, in den kaufmännischen Dienstleistungen und im Handel, gefolgt vom Gesundheits- und Erziehungswesen sowie in den Verkehrs-, Logistik-, Schutz- und Sicherheitsberufen.

Ungleichgewicht auf dem Ausbildungsmarkt zum Ende des Berichtsjahres

Rein rechnerisch kamen im Landkreis auf 100 bei der Arbeitsagentur gemeldete Bewerberinnen und Bewerber 110 registrierte Ausbildungsstellen.

Am Ende des Berichtsjahres 2019/20 waren gleichwohl 108 Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt, 35 oder 47,9 Prozent mehr als letztes Jahr.

Insgesamt 391 Ausbildungsstellen, für die am 30. September 2020 noch Auszubildende gesucht wurden, blieben unbesetzt. Das waren 195 oder 99,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Darunter waren Ausbildungsplätze als zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Bankkaufmann/-frau, Kaufmann/-frau Einzelhandel, Verkäufer/in oder auch Anlagenmechaniker – Sanitär-/Heizungs-/Klimatechnik.

„Für alle noch nicht versorgten Bewerberinnen und Bewerber und die jungen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen wieder auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle sind, werden die Vermittlungsaktivitäten ebenso unvermindert fortgesetzt, wie für Betriebe deren Ausbildungsstellen wieder frei geworden sind. Dafür stehen wir auch während des erneuten Teilshutdowns in intensivem Austausch mit jeder und jedem Einzelnen und ermutigen beide Seiten, sich auch alternativen Berufszielen beziehungsweise Profilen zu öffnen,“ beschreibt Martin Scheel die Aktivitäten der Arbeitsagentur Ludwigsburg.

red

Gewerkschaft IG BAU: Kreis Ludwigsburg investierte 397 Euro pro Kopf in Infrastruktur

Vom neuen Radweg bis zum sanierten Schuldach: Trotz sinkender Steuereinnahmen durch die Corona-Pandemie soll der Kreis Ludwigsburg wichtige Zukunftsinvestitionen nicht verschleppen. Dazu hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik aufgerufen. Im vergangenen Jahr investierte der Landkreis laut Kassenstatistik 216,6 Millionen Euro in öffentliche Infrastruktur – das sind 397 Euro pro Kopf, wie eine Abfrage der Gewerkschaft bei den Statistikämtern der Länder ergab. „Dieses Level muss mit Blick auf den jahrelangen Investitionsstau gehalten werden, auch wenn die Kämmerer aktuell auf jeden Euro schauen müssen. Ein Sparen an der Infrastruktur wäre ein Sparen am falschen Ende“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart.

Neue Kitas, renovierte Ämter und moderne Wasserleitungen seien für eine nachhaltige regionale Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung. „Kommunale Investitionen sichern zugleich viele Arbeitsplätze vor Ort – ob beim Dachdeckermeister oder im Architekturbüro“, so der Gewerkschafter. Allein das Bauhauptgewerbe beschäftigt im Landkreis Ludwigsburg laut Arbeitsagentur rund 4.500 Menschen.

„Hinzu kommt ein großer Nachholbedarf in puncto Verkehrswende. Nur wenn flächendeckend deutlich mehr in Gleise, Radwege und Ladestationen für Elektroautos investiert wird, sind die Klimaziele erreichbar“, betont Paul. Gleiches gelte bei der energetischen Gebäudesanierung, die in öffentlichen Gebäuden häufig besonders dringend sei.

Mit Blick auf die angespannte kommunale Kassenlage verweist die IG BAU auf die Hilfen aus den sogenannten Corona-Konjunkturpaketen. Danach erstattet der Bund den Kommunen Ausfälle bei der Gewerbesteuer – ihrer wichtigsten Einnahmequelle – im laufenden Jahr mit bis zu 6,1 Milliarden Euro. Weitere 4,8 Milliarden Euro sollen die Länder beisteuern. Zusätzliche Milliardenhilfen gibt es bei den Hartz-IV-Kosten sowie für die Gesundheitsämter und die Kindertagesbetreuung. „Klar ist, dass die Bundesregierung auch in den nächsten Jahren gefordert ist, um die Kommunen bei den Folgen der Coronakrise zu entlasten. Dass die Investitionen vor Ort jetzt stabil bleiben, ist keine Luxusfrage, sondern entscheidend für den Zusammenhalt der Gesellschaft und unsere Zukunft“, so Paul.

Im bundesweiten Vergleich liegt der Kreis Ludwigsburg mit einer Investitionsquote von 397 Euro pro Einwohner für Infrastruktur im Mittelfeld, so die Gewerkschaft.

red

Corona-Fallzahlen am Montag, 09. November im Kreis Ludwigsburg

Die Lage am Montag im Landkreis Ludwigsburg:

Binnen 24 Stunden meldete das Gesundheitsamt in Ludwigsburg +140 neue Corona-Infizierte. Spitzenreiter sind die Städte Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen. Gestern waren es 46 Fälle. Im Vergleich zum Montag vor einer Woche stieg die Zahl der Neuinfektionen um 60. Damals waren 80 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Der bis dato höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie im Kreis Ludwigsburg lag bei 305. (Stand: 09.11.) Die Zahlen am Sonntag und Montag sind erfahrungsgemäß niedriger als an den anderen Wochentagen, da am Wochenende weniger getestet wird.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 6.516 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steig um einen auf 96. Rund 4.986 (+258Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 09.11)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt laut dem Landratsamt am Montag bei 145,6 (Stand: 09.11.) Gestern lag der Wert bei 162. Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100. 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 09.11)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 35 | 0 )
Asperg ( 152 | 3 )
Benningen am Neckar ( 68 | 1 )
Besigheim ( 116 | 4 )
Bietigheim-Bissingen ( 735 | 18 )
Bönnigheim ( 136 | 4 )
Ditzingen ( 256 | 0 )
Eberdingen ( 95 | 1 )
Erdmannhausen ( 47 | 0 )
Erligheim ( 36 | 1 )
Freiberg am Neckar ( 160 | 3 )
Freudental ( 77 | 1 )
Gemmrigheim ( 65 | 2 )
Gerlingen ( 203 | 4 )
Großbottwar ( 64 | 2 )
Hemmingen ( 85 | 3 )
Hessigheim ( 20 | 0 )
Ingersheim ( 65 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 78 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 249 | 8 )
Kornwestheim ( 461 | 1 )
Löchgau ( 60 | 2 )
Ludwigsburg ( 1.106 | 25 )
Marbach am Neckar ( 176 | 6 )
Markgröningen ( 141 | 4 )
Möglingen ( 166 | 5 )
Mundelsheim ( 39 | 2 )
Murr ( 67 | 1 )
Oberriexingen ( 37 | 0 )
Oberstenfeld ( 86 | 1 )
Pleidelsheim ( 80 | 1 )
Remseck am Neckar ( 275 | 8 )
Sachsenheim ( 267 | 6 )
Schwieberdingen ( 104 | 2 )
Sersheim ( 96 | 2 )
Steinheim an der Murr ( 119 | 4 )
Tamm ( 123 | 3 )
Vaihingen an der Enz ( 329 | 12 )
Walheim ( 38 | 0 )

red