Mehr Neuinfizierte im Landkreis Ludwigsburg – auch Inzidenzwert steigt weiter

Auch am Donnerstag meldete Gesundheitsamt deutlich mehr Corona-Neuinfizierte. Damit setzt sich der Trend der letzten Tage weiter fort. Und so sehen die Corona-Zahlen am Donnerstag 25.02. für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe 50 weitere Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche hat sich die Zahl der Neuinfizierten somit mehr als verdoppelt. Damals wurden 22 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 53 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg steigt auf 41,4

Auch die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt weiter und beträgt am Donnerstag 41,4. Am Vortag lag der Inzidenzwert noch bei 36,8. Der Inzidenzwert der Stadt Ludwigsburg lag am Donnerstag laut der Stadtverwaltung bei 39,5. (Stand: 25.02. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 16.946 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 7 auf 381. Rund 16.253 (+3) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 25.02.)

Laut den RKH Kliniken sind 29 (+3) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 20 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 9 (+3) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 6 (+1) beatmet werden. (Stand: 25.02.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 25.02.)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 102 | 0 )
Asperg ( 427 | 1 )
Benningen am Neckar ( 163 | 0 )
Besigheim ( 443 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.576 | 9 )
Bönnigheim ( 426 | 0 )
Ditzingen ( 763 | 2 )
Eberdingen ( 204 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 116 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 382 | 2 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 172 | 0 )
Gerlingen ( 512 | 0 )
Großbottwar ( 220 | 1 )
Hemmingen ( 260 | 0 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 144 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 278 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 582 | 2 )
Kornwestheim ( 1.110 | 4 )
Löchgau ( 190 | 2 )
Ludwigsburg ( 3.131 | 7 )
Marbach am Neckar ( 465 | -1 )
Markgröningen ( 432 | 1 )
Möglingen ( 467 | 2 )
Mundelsheim ( 82 | 0 )
Murr ( 171 | 0 )
Oberriexingen ( 67 | 1 )
Oberstenfeld ( 165 | 0 )
Pleidelsheim ( 200 | 1 )
Remseck am Neckar ( 782 | 5 )
Sachsenheim ( 617 | 4 )
Schwieberdingen ( 275 | 0 )
Sersheim ( 196 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 315 | 1 )
Tamm ( 266 | 2 )
Vaihingen an der Enz ( 862 | 3 )
Walheim ( 95 | 0 )

red

Erneute Autokorso-Demo am Freitag und Sonntag in Ludwigsburg

Für morgen, Freitag, 26. Februar 2021, wurde in Stuttgart eine Versammlung in Form eines Autokorsos angemeldet, der vom Stadtgebiet Stuttgart voraussichtlich über die B 27 nach Ludwigsburg führen wird und sich im Bereich B27/Frankfurter Straße Höhe Einmündung L 1138 Richtung Seeschloss Monrepos wieder auflösen soll. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg geht davon aus, dass der Autokorso gegen 18:45 Uhr den Stadtrand erreichen wird. In der Folge muss bis gegen 19:30 Uhr entlang der B 27 durch das Ludwigsburger Stadtgebiet mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Auch am Sonntagmittag findet im Landkreis Ludwigsburg unter dem Motto „Aus der Diktatur in die Freiheit“ eine weitere Versammlung statt, die als Autokorso durchgeführt wird.

Die Versammlungsanmeldung wurde von der Stadt Ludwigsburg bestätigt. Mit dieser Bestätigung sind einige Auflagen verknüpft, deren Einhaltung die Versammlungsleitung zu gewährleisten hat und die durch die Polizei überprüft werden.

Für die Stadtverwaltung als Versammlungsbehörde gab es keine rechtliche Grundlage, den Autokorso zu verbieten, auch wenn es sich um denselben Anmelder handelt wie am 19.02.2021. Denn das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte in seinem Beschluss festgehalten, dass einer weiteren Kundgebung des Veranstalters unter bestimmten Bedingungen zugestimmt werden könne. Das Gericht nannte einen öffentlichen Parkplatz als Ausgangs- und Endpunkt des Autokorso. Zudem müsse der Veranstalter zu erkennen geben, dass er künftig gewillt sei, entsprechende Auflagen wie ein Hupverbot zu akzeptieren und auf deren Einhaltung hinzuwirken.

In einem Kooperationsgespräch legten Stadtverwaltung und Veranstalter einen angemessenen Start- und Endpunkt sowie eine entsprechende Strecke fest. Der Veranstalter versicherte, auf die Einhaltung der Auflagen hinzuwirken. Die nach dem Autokorso vorliegenden Erfahrungen werden erneut in die Entscheidung über mögliche weitere Veranstaltungen dieser Art einfließen.

Die Versammlung wird gegen 11.00 Uhr in der Reuteallee in Ludwigsburg beginnen. Der Autokorso wird dann ein kurzes Stück über die Bundesstraße 27 geleitet und dann über die Markgröninger Straße nach Asperg fahren. Anschließend führt die Aufzugsstrecke die Teilnehmenden von Markgröningen, nach Unterriexingen, Großsachsenheim, Kleinglattbach, Gündelbach bis Häfnerhaslach. Dort endet die Versammlung gegen 12.30 Uhr.

Um einen gefahr- und soweit als möglich reibungslosen Ablauf der Versammlung gewährleisten zu können, wird die Polizei Sperrungen entlang der Strecke errichten müssen. Den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten ist hierbei ein wichtiges Ziel. Verkehrsbehinderungen werden aber nicht ausbleiben. Polizei und Stadtverwaltung bitten diesen Umstand bei geplanten Fahrten zu berücksichtigen.

Das Polizeipräsidium Ludwigsburg weist die Teilnehmerinnen und Teilnehmer abermals daraufhin, dass die vorgegebene Aufzugstrecke, sowie die bestehenden Verkehrsregeln einzuhalten sind und den Weisungen der Polizeibeamten Folge zu leisten ist.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Einbruch im Tourismus: 54 Prozent weniger Gäste im Kreis Ludwigsburg

Corona sorgt für Einbruch im heimischen Tourismus: Den Landkreis Ludwigsburg haben im vergangenen Jahr nur noch rund 229.000 Gäste besucht – ein Minus von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen sank um 47 Prozent auf 569.000. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts. „Das Gastgewerbe erlebt eine historisch einmalige Krise, die auch die Beschäftigten mit voller Wucht trifft. Jetzt müssen Bund und Länder endlich einen Plan vorlegen, wie es im März weitergehen soll“, so Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart. Am 3. März verhandeln Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über Lockerungen der aktuellen Corona-Maßnahmen.

„Hotels, Pensionen, Restaurants und Kneipen sind schon seit Anfang November geschlossen. Wenn die Politik jetzt keine Öffnungsperspektive bietet, droht vielen Betrieben das Aus und den Beschäftigten Arbeitslosigkeit“, betont Zacher. Entscheidend seien hierbei einheitliche Auflagen und detaillierte Hygienekonzepte in den Betrieben. Der Hotel- oder Restaurantbesuch dürfe unter keinen Umständen zum Infektionsherd werden. „Die Beschäftigen haben bereits im letzten Sommer gezeigt, dass sie geeignete Hygienekonzepte optimal umsetzen können, um sich zu schützen und den Gästen ein sicheres Restauranterlebnis zu ermöglichen“, so die NGG.

Viele Hotels und Gaststätten könnten auf bewährte Maßnahmen zurückgreifen, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Die Firmen müssten neben den Gästen auch das Personal bestmöglich schützen. Dazu gehörten unter anderem kostenlose FFP2-Masken für Beschäftigte und die Einhaltung der vorgeschriebenen Arbeitszeiten.

Zugleich sieht die Gewerkschaft die Politik in der Pflicht, die Einkommenseinbußen der Beschäftigten in Kurzarbeit auszugleichen. „Wer das Gastgewerbe über viele Monate schließt, muss auch die Folgen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedenken. Wir brauchen dringend ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1.200 Euro im Monat“, so Zacher. Selbst wenn Hotels und Gaststätten schrittweise wieder öffnen dürften, sei ein Großteil der Beschäftigten noch monatelang auf das Kurzarbeitergeld angewiesen. Ohne eine Aufstockung kämen die Menschen damit aber nicht länger über die Runden.

red

Inzidenzwert im Landkreis Ludwigsburg steigt weiter

Auch am Mittwoch meldete Gesundheitsamt deutlich mehr Neuinfizierte. Damit setzt sich der Aufwärtstrend der letzten Tage fort. Und so sehen die Corona-Zahlen am Mittwoch 24.02. für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe 53 weitere Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Mittwoch vor einer Woche steigt die Zahl der Neuinfizierten deutlich an. Damals wurden 32 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 45 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg steigt auf 36,8

Auch die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt weiter und beträgt am Mittwoch 36,8. Am Vortag lag der Inzidenzwert noch bei 32,8. Der Inzidenzwert der Stadt Ludwigsburg lag am Dienstag laut der Stadtverwaltung bei 44,9. (Stand: 24.02. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 16.896 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 9 auf 374. Rund 16.251 (+41) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 24.02.)

Laut den RKH Kliniken sind 26 (-5) COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 19 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 7 (-4) Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 5 (-2) beatmet werden. (Stand: 24.02.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 24.02..)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 102 | 0 )
Asperg ( 426 | 3 )
Benningen am Neckar ( 163 | 0 )
Besigheim ( 443 | 3 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.567 | 6 )
Bönnigheim ( 426 | 0 )
Ditzingen ( 761 | 2 )
Eberdingen ( 204 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 116 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 380 | 0 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 172 | 0 )
Gerlingen ( 512 | 0 )
Großbottwar ( 219 | 2 )
Hemmingen ( 260 | 0 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 144 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 278 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 580 | 0 )
Kornwestheim ( 1.106 | 0 )
Löchgau ( 188 | 0 )
Ludwigsburg ( 3.124 | 0 )
Marbach am Neckar ( 466 | 6 )
Markgröningen ( 431 | 4 )
Möglingen ( 465 | 3 )
Mundelsheim ( 82 | 1 )
Murr ( 171 | 1 )
Oberriexingen ( 66 | 0 )
Oberstenfeld ( 165 | 0 )
Pleidelsheim ( 199 | 0 )
Remseck am Neckar ( 777 | 2 )
Sachsenheim ( 613 | 5 )
Schwieberdingen ( 275 | 2 )
Sersheim ( 195 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 314 | 1 )
Tamm ( 264 | 2 )
Vaihingen an der Enz ( 859 | 8 )
Walheim ( 95 | 0 )

red

Neuinfektionen im Landkreis Ludwigsburg steigen wieder

Die Entwicklung der Coronafallzahlen hat eine beunruhigende Trendwende vollzogen. Nachdem die Zahlen in den letzten Tagen und Wochen fast nur in eine Richtung zeigten, scheint sich der Trend jetzt gedreht zu haben. Und so sehen die Corona-Zahlen am Dienstag 23.02. für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe 45 weitere Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Dienstag vor einer Woche steigt die Zahl der Neuinfizierten an. Damals wurden 34 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 21 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg steigt auf 32,8

Auch die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt weiter und beträgt am Dienstag 32,8. Am Vortag lag der Inzidenzwert noch bei 28. Der Inzidenzwert der Stadt Ludwigsburg lag am Montag laut der Stadtverwaltung bei 45,9. (Stand: 23.02. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 16.843 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 2 auf 365. Rund 16.210 (+26) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 23.02.)

Laut den RKH Kliniken sind 31 COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 20 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 11 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 7 (-1) beatmet werden. (Stand: 23.02.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 23.02..)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 102 | 0 )
Asperg ( 423 | 5 )
Benningen am Neckar ( 163 | 0 )
Besigheim ( 440 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.561 | 8 )
Bönnigheim ( 426 | 0 )
Ditzingen ( 759 | 2 )
Eberdingen ( 204 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 116 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 380 | 1 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 172 | 0 )
Gerlingen ( 512 | 0 )
Großbottwar ( 217 | 1 )
Hemmingen ( 260 | 3 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 144 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 276 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 580 | 1 )
Kornwestheim ( 1.106 | 4 )
Löchgau ( 188 | 0 )
Ludwigsburg ( 3.124 | 3 )
Marbach am Neckar ( 460 | 3 )
Markgröningen ( 427 | 3 )
Möglingen ( 462 | 3 )
Mundelsheim ( 81 | 0 )
Murr ( 170 | 0 )
Oberriexingen ( 66 | 0 )
Oberstenfeld ( 165 | 0 )
Pleidelsheim ( 199 | 1 )
Remseck am Neckar ( 775 | 3 )
Sachsenheim ( 608 | 1 )
Schwieberdingen ( 273 | 0 )
Sersheim ( 195 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 313 | 0 )
Tamm ( 262 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 851 | 3 )
Walheim ( 95 | 0 )

red

Vorzeige-Betriebsräte aus dem Kreis Ludwigsburg gesucht

Engagierte Betriebsräte gesucht: Arbeitnehmervertreter, die sich im Landkreis Ludwigsburg während der Coronakrise besonders um die Belange von Beschäftigten verdient machen, sind preisverdächtig. Noch bis Ende April können sie sich um den Deutschen Betriebsräte- Preis 2021 bewerben. Dazu hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) aufgerufen. „Von der Aufstockung des Kurzarbeitergeldes über einen wirksamen Gesundheitsschutz im Job bis hin zum Umgang mit einer drohenden Insolvenz – die Arbeit von Betriebsräten ist wichtiger denn je“, sagt IG BAU-Bezirksvorsitzender Mike Paul.

Die Gewerkschaft appelliert zugleich an Beschäftigte im Kreis, eine Arbeitnehmervertretung zu gründen, wo es bislang keine gibt. „Gerade in der Baubranche mit vielen kleinen Handwerksunternehmen ist in puncto Mitbestimmung noch viel Luft nach oben. Beschäftigte sollten sich aus Angst vor dem Chef aber nicht um ihr Recht bringen lassen und eine Vertretung wählen“, so Paul. Ein Betriebsrat kann bereits in Firmen ab fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gegründet werden und bringt nicht nur Beschäftigten, sondern auch Unternehmen viele Vorteile.

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wurden zuletzt 41 Prozent der Beschäftigten in Westdeutschland von einem Betriebsrat vertreten. In der Bauwirtschaft liegt die Quote bei lediglich 15 Prozent.

Außerdem ruft die IG BAU Stuttgart die Bundestagsabgeordneten aus der Region dazu auf, das von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgelegte „Betriebsrätestärkungsgesetz“ zu unterstützen. Der Entwurf sieht vor, dass Beschäftigte, die eine Betriebsratswahl vorbereiten, schwerer kündbar sind. Nach Beobachtung der IG BAU werden Initiativen zur Gründung von Betriebsräten häufig mit allen Mitteln blockiert – mit zum Teil harten persönlichen Folgen für die engagierten Beschäftigten, die um ihren Arbeitsplatz fürchten müssten.

Laut Gesetzentwurf sollen Arbeitnehmervertreter zudem bei Themen wie dem mobilen Arbeiten und Künstlicher Intelligenz mehr Mitsprache erhalten. Obwohl das Vorhaben im Berliner Koalitionsvertrag vereinbart worden war, stieß es zuletzt auf den Widerstand der Union.

Der Deutsche Betriebsräte-Preis steht unter der Schirmherrschaft des Bundesarbeitsministeriums und ist eine Initiative der Fachzeitschrift „Arbeitsrecht im Betrieb“. Die Auszeichnung wird seit 2009 verliehen und zeichnet engagierte Interessenvertretungen unabhängig von Branche und Betriebsgröße aus. Bewerbungsschluss für den Preis ist in diesem Jahr der 30. April. Weitere Infos online unter: www.betriebsraetepreis.de.

red

Aktuelle Corona-Zahlen für den Landkreis Ludwigsburg

Und so sehen die Corona-Zahlen am Montag 22.02. für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden in der Summe 21 weitere Corona-Infizierte. Im Vergleich zum Montag vor einer Woche steig die Zahl der Neuinfizierten stark an. Damals wurde lediglich 1 Neuinfektion verzeichnet. Gestern wurden 9 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg steigt auf 28

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg steigt weiter und beträgt am Montag 28. Am Vortag lag der Inzidenzwert bei 26,7. Der Inzidenzwert der Stadt Ludwigsburg lag am Montag laut der Stadtverwaltung bei 38,5. (Stand: 22.02. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 16.797 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 5 auf 363. Rund 16.184 (+44) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 22.02.)

Laut den RKH Kliniken sind 31 COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 20 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 11 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 8 beatmet werden. (Stand: 22.02.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 22.02..)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 102 | 0 )
Asperg ( 418 | -2 )
Benningen am Neckar ( 163 | 0 )
Besigheim ( 440 | 0 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.553 | 0 )
Bönnigheim ( 426 | 0 )
Ditzingen ( 757 | 0 )
Eberdingen ( 204 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 116 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 379 | 2 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 172 | 0 )
Gerlingen ( 512 | 0 )
Großbottwar ( 216 | 0 )
Hemmingen ( 257 | -1 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 144 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 276 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 579 | 2 )
Kornwestheim ( 1.102 | 1 )
Löchgau ( 188 | 0 )
Ludwigsburg ( 3.121 | 7 )
Marbach am Neckar ( 457 | 1 )
Markgröningen ( 424 | 0 )
Möglingen ( 459 | 3 )
Mundelsheim ( 81 | 0 )
Murr ( 170 | 1 )
Oberriexingen ( 66 | 0 )
Oberstenfeld ( 165 | 0 )
Pleidelsheim ( 198 | 0 )
Remseck am Neckar ( 772 | 1 )
Sachsenheim ( 607 | 0 )
Schwieberdingen ( 273 | 0 )
Sersheim ( 195 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 313 | 4 )
Tamm ( 262 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 848 | 0 )
Walheim ( 95 | 1 )

red

Verkehrsbericht Ludwigsburg: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Bismarckstraße
Hier besteht wegen einer Tagesbaustelle eine Vollsperrung auf Höhe Bismarckstraße 32. Eine örtliche Umleitung ist eingerichtet.

Bönnigheimer Straße
Hier besteht eine halbseitige Sperrung im Bereich der Bönnigheimer Straße / Ingersheimer Straße bis voraussichtlich Ende Februar.

Einsteinstraße
Zwischen der Einsteinstraße 17 und der Daimlerstraße besteht bis voraussichtlich Mitte April eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.

Eugenstraße
Hier besteht bis voraussichtlich bis Ende Juni 2022 eine Vollsperrung auf Höhe der Eugenstraße 30/1.

Friedrichstraße Nordseite
Hier steht bis voraussichtlich März zwischen der Solitudestraße und der Stuttgarter Straße (B 27) nur jeweils eine Fahrspur in jeder Richtung zur Verfügung. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt oder teilweise nicht möglich.

Grönerstraße
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen der Gänsfußallee und der Bushaltestelle. Die Arbeiten sind witterungsabhängig  und dauern voraussichtlich bis Ende Februar.

Hermannstraße
Hier besteht am Dienstag, 23. Februar, eine Vollsperrung auf Höhe der Hermannstraße 15.

Johannesstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang März eine Vollsperrung zwischen der Wernerstraße und Ulrichstraße.

Karlstraße
Hier kommt es voraussichtlich bis Ende Februar zu Beeinträchtigung im Baustellenbereich kommen,  eventuell ist hiervon auch der Gehweg betroffen.

Kronenstraße (östlich der Bietigheimer Straße)
Hier besteht voraussichtlich bis März eine Vollsperrung.

L 1140
Bedingt durch die Umbaumaßnahmen an der Ostrampe der Autobahn-Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd sind Verkehrsbeeinträchtigungen auf der L 1140 möglich.

Neckarhalde
Hier besteht bis voraussichtlich Ende März eine Vollsperrung auf Höhe der Neckarhalde 39.

Neißestraße / Pregelstraße
Es besteht bis voraussichtlich Ende Februar eine Vollsperrung der Neißestraße ab der Abzweigung Pregelstraße.

Marbacher-/ Heilbronner-/ Schlossstraße (Überprüfung Schaftbauwerke im Kreuzungsbereich)
Hier ist auf der Marbacher Straße die linke Linksabbiegerspur stadteinwärts am Mittwoch, 24. Februar, und Donnerstag, 25. Februar, gesperrt. Auf der Heilbronner Straße und der Schlossstraße sind in diesem Zeitraum jeweils die linken Fahrspuren stadteinwärts gesperrt.

Marderweg
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Februar eine Vollsperrung gegenüber dem Marderweg 14.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.   

Schmiedgässle / Kronenstraße (komplett)
Es besteht eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten bis voraussichtlich
März.

Schwieberdinger Straße
Hier bestehen am Montag, 22. Februar, folgende Umleitungen wegen Kanalsanierungsarbeiten:
Die Linksabbiegespur der Schwieberdinger Straße in die Martin-Luther-Straße entfällt. Außerdem kann von der Ruhrstraße kommend nicht mehr nach links stadtauswärts in die Schwieberdinger Straße abgebogen werden. Von der Martin-Luther-Straße entfällt die Geradeausspur in die Ruhrstraße. Umleitungsstrecken über die Saar-, Kammerer- und Oscar-Walcker-Straße sind ausgeschildert.

Steinbeissstraße
Hier besteht eine Vollsperrung im Bauabschnitt 3 bis voraussichtlich bis Ende Februar.

Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle bis zu Beginn der Schifffahrtsaison, der Radweg ist frei.

Unter dem Hohen Rain
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Februar eine Vollsperrung  auf Höhe des Gebäudes
Unter dem Hohen Rain 20.

Untere Kasernenstraße – Parkplatz Untere Stadt
Der Parkplatz Untere Stadt ist im Zuge der Umgestaltung des Walckerparks gesperrt. Im Bereich der Unteren Kasernenstraße, der Oberen Kasernenstraße und der Bietigheimer Straße sind daher die öffentlichen Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt (Bewohnerparkbereich 1).

Untere Kasernenstraße
Es besteht eine Vollsperrung zwischen der Bietigheimer Straße und dem Postgässle.

Westrandstraße (im Bau) – Liebigstraße / Beim Bierkeller / Wöhlerstraße
Hier kann es zu Behinderungen im Bereich Liebigstraße / Beim Bierkeller kommen. Zudem bestehen Halteverbote  in der Wöhlerstraße, Liebigstraße und in der Straße Beim Bierkeller.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Trotz weniger Neuinfektionen – Inzidenzwert vom Landkreis Ludwigsburg steigt am Samstag

Und so sehen die Corona-Zahlen am Samstag 20.02. für den Landkreis Ludwigsburg aus: Das Landratsamt meldet binnen 24 Stunden +26 weiteren Corona-Infizierten. Im Vergleich zum Samstag vor einer Woche sank die Zahl der Neuinfizierten damit erneut. Damals wurden 32 Neuinfektionen verzeichnet. Gestern wurden 35 Fälle gemeldet.

Der bis dato höchste Neuinfektionswert seit Beginn der Corona-Pandemie im Landkreis wurde am 22.12. registriert. Damals wurden 306 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Inzidenzwert im Kreis Ludwigsburg steigt auf 26

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner für den Kreis Ludwigsburg sinkt weiter und beträgt am Samstag 26. Am Vortag lag der Inzidenzwert bei 23,8. Der Inzidenzwert der Stadt Ludwigsburg lag am Freitag laut der Stadtverwaltung bei 28,8. (Stand: 20.02. – 16Uhr).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 16.767 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion steigt um 1 auf 358. Rund 16.087 (+21) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 20.02.)

Laut den RKH Kliniken sind 30 COVID-19 Patienten in stationärer Behandlung im Klinikum Ludwigsburg untergebracht. 18 Patienten werden auf der Normalstation behandelt. 12 Patienten befinden sich auf der Intensivstation, von denen 7 beatmet werden. (Stand: 20.02.)

Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 20.02..)

( Bestätigte Gesamtfälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 102 | 1 )
Asperg ( 420 | 2 )
Benningen am Neckar ( 163 | 0 )
Besigheim ( 440 | 2 )
Bietigheim-Bissingen ( 1.552 | 2 )
Bönnigheim ( 426 | 0 )
Ditzingen ( 756 | 0 )
Eberdingen ( 204 | 0 )
Erdmannhausen ( 118 | 0 )
Erligheim ( 116 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 377 | 3 )
Freudental ( 128 | 0 )
Gemmrigheim ( 172 | 0 )
Gerlingen ( 512 | 0 )
Großbottwar ( 216 | 0 )
Hemmingen ( 258 | 0 )
Hessigheim ( 41 | 0 )
Ingersheim ( 144 | 0 )
Kirchheim am Neckar ( 275 | 0 )
Korntal-Münchingen ( 576 | 0 )
Kornwestheim ( 1.101 | 0 )
Löchgau ( 188 | 1 )
Ludwigsburg ( 3.110 | 8 )
Marbach am Neckar ( 456 | -1 )
Markgröningen ( 423 | 0 )
Möglingen ( 456 | 0 )
Mundelsheim ( 81 | 0 )
Murr ( 168 | 0 )
Oberriexingen ( 66 | 0 )
Oberstenfeld ( 165 | 0 )
Pleidelsheim ( 198 | 0 )
Remseck am Neckar ( 771 | 2 )
Sachsenheim ( 607 | 3 )
Schwieberdingen ( 273 | 0 )
Sersheim ( 195 | 0 )
Steinheim an der Murr ( 309 | 4 )
Tamm ( 262 | 0 )
Vaihingen an der Enz ( 848 | -1 )
Walheim ( 94 | 0 )

red

Trotz Trend zum Home-Office: Büromieten bleiben in der Region Stuttgart hoch – Zukunft unbestimmt

Von Uwe Roth

Seit Monaten stehen Büroräume gähnend leer. Vereinzelnd kommen Mitarbeitende vorbei, um an ihren Schreibtischen stundenweise zu arbeiten oder sich in einem Konferenzzimmer zu besprechen – selbstverständlich unter Beachtung der Abstandsregeln und mit Mund-Nasen-Schutz. Bei der Wüstenrot & Württembergische (W&W) AG mit ihrem Hauptsitz in Ludwigsburg sind nach Angaben einer Sprecherin derzeit 80 Prozent der Beschäftigten des Innendienstes im Home-Office. In der W&W-Gruppe arbeiten 13.000 Menschen. Allein in diesem Unternehmen sind es Tausende von Pendlern, die aktuell nicht auf die Straße und zu ihrem Arbeitsplatz fahren müssen.

Die Frage stellt sich, wie es nach der Covid19-Pandemie weitergeht, wenn die Beschränkungen des Lockdowns (weitgehend) aufgehoben sind. Werden die Arbeitgebenden ihre Mitarbeiter im Home-Office belassen, wenn diese es wünschen? Oder wird das Arbeiten von Zuhause wie vor Corona wieder zu einer Randerscheinung werden? Die Einschätzungen sind sehr unterschiedlich.

Wer von Süden auf der Bundesstraße 27 nach Ludwigsburg kommt, sieht Richtung Westen eine Großbaustelle mit zahlreichen Kränen. Dort baut W&W auf einem großzügig angelegten Firmencampus mehrere Bürogebäude. Seit 2018 ist der erste Bauabschnitt fertig. 1.200 Beschäftigte haben dort ihren neuen Arbeitsplatz bereits bezogen. Bis zur endgültigen Fertigstellung 2023 sollen es 4.000 Arbeitsplätze werden. Der W&W-Vorstand hat die Pläne vor Corona verabschiedet. Dass die Arbeitsabläufe funktionieren, wenn 80 Prozent von Zuhause und nicht in den Firmengebäuden arbeiten, dürfte bei der Kalkulation neuer Büroflächen wohl keine Rolle gespielt haben. Was alles geht, hätte vor Corona sicher keiner für möglich gehalten.

Die Frage, ob W&W ein bescheideneres Nutzungskonzept entworfen hätte, hätte es die Lockdown-Erfahrungen schon gegeben, beantwortet die Unternehmenssprecherin mit einem Nein: „Das Konzept für den W&W-Campus bleibt bestehen: Wir werden die Unternehmen der W&W-Gruppe an einem Standort bündeln und dort moderne, flexible und zukunftsfähige Arbeitsplätze bieten“, stellt sie fest. W&W werde die neu entstehenden Büros „komplett nutzen“. Die Eckpfeiler des Campus-Konzepts seien moderne Büros – „verbunden mit Desksharing, fallweise mobilem Arbeiten und Telearbeit“. 30 Prozent der Belegschaft sollen sich die Schreibtische teilen. Ziel seien flexible Arbeitsformen, die eine „individuelle, selbstbestimmte Gestaltung des Arbeitstages förderten“. Die Beschäftigten sollten dort arbeiten, wo sie am produktivsten seien.

In der Immobilienbranche gehen Schätzungen davon aus, dass in Zukunft 30 Prozent weniger Büroflächen benötigt werden. Für David Grun, einer der Geschäftsführer in der Pflugfelder Unternehmensgruppe, ist diese Annahme „graue Theorie“. Die Praxis werde sich erst in den kommenden zwei bis drei Jahren zeigen, ist er überzeugt. Was ihn nicht wundert: „Die Auswirkungen der Coronakrise sind bisher noch nicht so spürbar, wie sie in Wirklichkeit sind. Bisher leiden nur Teile der Wirtschaft wie zum Beispiel der Einzelhandel, Kunst und Kultur oder die Gastronomie.“ Durch Staatshilfen und vorübergehende Gesetzesänderungen werde die tatsächliche Situation verzerrt. Wie viele Firmen Corona nicht überleben werden und Insolvenz anmelden müssen, werde sich erst in den nächsten zwölf bis 24 Monate so richtig abzeichnen. Bis dahin blieben Prognosen vage, sagt er, zumal es für diverse Probleme unterschiedliche Lösungsszenarien gebe.

Die Pflugfelder-Gruppe hat in Ludwigsburg und Stuttgart insgesamt drei Standorte mit 85 Mitarbeitenden. Über die Hälfte arbeiten derzeit im Home-Office. Corona habe die Digitalisierung im Unternehmen vorangetrieben und die Zusammenarbeit verändert, sagt er. Die Entwicklung sei nicht abgeschlossen. Das dürfte auch in vielen anderen Betrieben der Fall sein. Die Arbeitgeber haben überwiegend noch keine Entscheidungen getroffen, wie sie die Arbeit ihrer Mitarbeiter zukünftig organisieren, wenn die Lockdown-Beschränkungen aufgehoben sind.

Aus einigen großen Unternehmen hat Grun vernommen, dass Home-Office-Arbeitsplätze in jedem Fall bestehen blieben und verstärkt hybride Arbeitsformen geschaffen würden. Das heißt: Die Mitarbeiter verlassen regelmäßig ihr Home-Office, um sich im Unternehmen in ihren Teams zu treffen. Für die wenigsten sei vorstellbar, ausschließlich Zuhause zu arbeiten. Manche wollten und könnten nicht dauerhaft in der Wohnung ihre Aufgaben erledigen. Ihnen müssten die Arbeitgeber weiterhin einen Büroarbeitsplatz anbieten. Es könnte ebenso sein, dass Unternehmen aufgrund der Erfahrungen mit Corona jedem Büroarbeitsplatz wieder eine größere Fläche zuwiesen und die Schreibtische weiter auseinanderstellten, und so der Flächenbedarf genauso hoch ist wie bisher auch.

Dass sich dennoch auf dem Immobilienmarkt einiges ändern wird, davon geht der Pflugfelder-Geschäftsführer aus. „Corona ist ein Katalysator, der Entwicklungen nun viel schneller vorantreibt“, sagt Grun. Das betrifft aus seiner Sicht vor allem den stationären Einzelhandel, der sich von Corona nicht vollständig erholen werde. Was mit leerstehenden Ladenflächen in den Innenstädten geschehen solle, darüber könne im Moment nur spekuliert werden. „Es gibt gute Ideen für Alternativnutzungen“, überlegt er. Diese müssen jedoch auch einer wirtschaftlichen Betrachtung standhalten.

Ladenflächen in Co Working Space umzuwandeln, ist für ihn „grundsätzlich vorstellbar“. Co Working Spaces sind Büro- und Besprechungsräume, die stunden- bis wochenweise unkompliziert wie ein Hotelzimmer angemietet werden können. Vor allem junge Leute aus Startups könnten sich dort zusammenfinden, um regelmäßig ihre Projekte von Angesicht zu Angesicht zu besprechen. In Stuttgart existieren solche Konzepte. Quadratmeterpreise für Ladenflächen seien in den Toplagen im Moment aber noch um einiges höher als für Büroflächen, gibt Grun zu bedenken. Viele Investoren, die ihre Immobilien erst vor Kurzem erworben haben, hätten dies auf der Basis der bisherigen Mieten getätigt und die Immobilien auch so finanziert. Müssten sie auf einen Teil der Miete verzichten, brächte sie das in wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Auch bei W&W beschäftigt man sich mit dem Immobilienmarkt: Dort beobachtet man, dass dort aktuell eine eher unsichere Gemengelage herrsche. „Zögerliches Verhalten seitens der Nachfrager und Umsatzeinbrüche bei Bürovermietungen bestimmen den Markt“, teilt die Sprecherin mit. Die Volatilität habe wieder zugenommen. So sei zu beobachten, dass Umzüge oder räumliche Vergrößerungen teilweise verschoben würde. Andererseits führe der Druck auf effiziente und digitale Betriebsabläufe und Kostensenkung im Verwaltungsbereich zur Zusammenlegung bislang verstreuter Geschäftseinheiten.

„Auch wenn nach rund zehn Jahren Boom ein vorläufiges Zyklusende nahe scheint, ist das Angebot an modernen und flexiblen Flächen in guten Lagen immer noch gering“, stellt sie fest. Jedoch müsse die gute Lage nicht mehr zwingend „die zentralste Citylage“ sein. So eröffneten sich Chancen, dass „neue, multistrukturierte Cluster aus Büro, angewandter Forschung, Produktion, Lagerung entstehen werden“. Nicht nur die Pandemie, sondern auch weiterhin die demografische Entwicklung würden den Themen Gesundheit, Hygiene, Bio- und Medtec einen Katalysatoreffekt mitgeben. Dieser werde die bis dato auf das Automobil konzentrierte Wirtschaftsstruktur der Region positiv diversifizieren.