Corona im Kreis: Landrat besucht Kontaktnachverfolgungsteam in Ludwigsburg

LUDWIGSBURG. Insgesamt rund 120 Mitarbeiter*innen hat aktuell das Team der Kontaktnachverfolgung beim Gesundheitsamt des Landratsamts. Landrat Dietmar Allgaier und Hauptamtsleiter Andreas Eschbach besuchten am Montagnachmittag (26.10.) das Team der Kontaktnachverfolgung, um sich über dessen Arbeit in Ludwigsburg-Schlößlesfeld und Ludwigsburg-Pflugfelden zu informieren und sich dafür zu bedanken.

An die Teammitglieder gerichtet, sagte Landrat Allgaier: „Sie leisten gute Arbeit – für Ihren Einsatz bei der Nachverfolgung der Kontaktpersonen an sieben Tagen in der Woche sind wir sehr dankbar. Mit dem steilen Anstieg der Neuinfektionszahlen steigt auch unser Bedarf an Mitarbeiter*innen im Team der Kontaktnachverfolgung ständig weiter.“ Aus dem Landratsamt selbst seien schon mehr als 60 Mitarbeiter*innen für die Aufgabe der Kontaktnachverfolgung abgeordnet worden. Hinzu kämen rund 40 weitere für diese Aufgabe eingestellte Mitarbeiter*innen. Außerdem würden seit gut einer Woche 15 Soldaten der Bundeswehr das Team der Kontaktnachverfolgung verstärken. „Wir werden weitere Mitarbeiter*innen in das Team abordnen und auch weitere Bundeswehrsoldaten anfordern“, kündigte Allgaier an.

red

Corona: Landratsamt Ludwigsburg meldet weitere 159 Neuinfektionen

Die Lage am Dienstag (27.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der neu registrierten Coronavirus-Infektionen im Landkreis Ludwigsburg hat sich am Dienstag im Vergleich zum Vortag deutlich erhöht. Das Landratsamt meldete am Dienstag weitere 159 Corona-Fälle. Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden noch bei 67. (Stand: 27.10.) Gestern wurden 67 Fälle gemeldet. Die meisten Neu-Infektionen wurden erneut aus der Stadt Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen gemeldet (Weitere Infos siehe Tabelle unten).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 4.472 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um einen auf 83. Rund 3.410 (+ 97) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 27.10.)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt am Dienstag bei 119,4. (Stand: 27.10.) Gestern lag der Wert bei 110,5. Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 27.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 26 | 0 )
Asperg ( 105 | 4 )
Benningen am Neckar ( 56 | 0 )
Besigheim ( 69 | 2 )
Bietigheim-Bissingen ( 531 | 21 )
Bönnigheim ( 70 | 3 )
Ditzingen ( 179 | 7 )
Eberdingen ( 68 | 2 )
Erdmannhausen ( 37 | 0 )
Erligheim ( 23 | 4 )
Freiberg am Neckar ( 103 | 3 )
Freudental ( 53 | 0 )
Gemmrigheim ( 39 | 4 )
Gerlingen ( 134 | 8 )
Großbottwar ( 44 | 0 )
Hemmingen ( 60 | 0 )
Hessigheim ( 17 | 1 )
Ingersheim ( 53 | 3 )
Kirchheim am Neckar ( 44 | 1 )
Korntal-Münchingen ( 180 | 9 )
Kornwestheim ( 308 | 15 )
Löchgau ( 44 | 1 )
Ludwigsburg ( 765 | 21 )
Marbach am Neckar ( 125 | 9 )
Markgröningen ( 100 | 5 )
Möglingen ( 94 | 5 )
Mundelsheim ( 25 | 0 )
Murr ( 47 | 0 )
Oberriexingen ( 32 | 0 )
Oberstenfeld ( 64 | 2 )
Pleidelsheim ( 62 | 0 )
Remseck am Neckar ( 187 | 5 )
Sachsenheim ( 196 | 4 )
Schwieberdingen ( 65 | 2 )
Sersheim ( 66 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 85 | 3 )
Tamm ( 72 | 5 )
Vaihingen an der Enz ( 223 | 9 )
Walheim ( 20 | 0 )

red

Frauen in Baden-Württemberg in der Überzahl – Auch im Kreis Ludwigsburg mehr weibliche Einwohner

In Baden-Württemberg hatte zum Stichtag 31. Dezember 2019 11,1  Millionen  Einwohner. Zu diesem Stichtag lag die Zahl der Männer im Südwesten um knapp 68 000 niedriger als die der Frauen; der Männeranteil an der Gesamtbevölkerung betrug damit 49,7 %, so das Statistische Landesamt Stuttgart in einer Pressemitteilung vom Montag.

Für den höheren Anteil der Frauen an der Gesamtbevölkerung ist deren höhere Lebenserwartung entscheidend: Ein neugeborenes Mädchen kann heute in Baden-Württemberg auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von 84,2  Jahren hoffen, bei den Jungen sind es im Schnitt 79,8  Jahre und damit immerhin 4,4  Jahre weniger. Allerdings hat sich die Lebenserwartung der Männer an die der Frauen in den letzten Jahrzehnten etwas angenähert – mit der Konsequenz, dass sich auch die Geschlechterproportion immer stärker angeglichen hat, heißt es in der Mitteilung weiter.

Dass die Männer zahlenmäßig unterrepräsentiert sind, ist dagegen nicht auf die langfristige Zuwanderung zurückzuführen. In den vergangenen Jahrzehnten sind nämlich praktisch gleich viele Frauen und Männer aus dem Ausland oder aus dem übrigen Bundesgebiet in den Südwesten gezogen, seit 1975 per Saldo jeweils rund eine Million.

Allerdings ist das männliche Geschlecht nicht in allen Altersklassen in der Unterzahl: Bei den Kindern und Jugendliche sowie im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter dominieren in beinahe allen Altersjahren zahlenmäßig die Männer. Ursache für diese Dominanz in den jüngeren Jahren ist vor allem, dass regelmäßig mehr Jungen als Mädchen geboren werden: In Baden-Württemberg wie auch in Deutschland insgesamt stehen 1 000  Mädchengeburten immerhin rund 1 050 Geburten von Jungen gegenüber.

Ab der Altersgruppe der 59-Jährigen sind die Frauen ausnahmslos stärker vertreten, wobei diese zahlenmäßige Dominanz mit zunehmendem Alter immer ausgeprägter wird: Unter den 60- bis unter 80-Jährigen sind »nur« gut 52 % Frauen, bei den 80-Jährigen und Älteren dagegen bereits knapp 61 % – und zwar nicht nur wegen ihrer höheren Lebenserwartung, sondern auch aufgrund der einschneidenden Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs, als erheblich mehr Männer als Frauen infolge des Krieges ums Leben kamen.

Im Landkreis Ludwigsburg leben mehr Frauen als Männer

Innerhalb des Landes zeigen sich Unterschiede bei der Geschlechterproportion der Bevölkerung, die aber beim Vergleich der 44 Stadt- und Landkreise relativ moderat ausfallen. Anteilsmäßig am meisten Frauen gibt es in den Stadtkreisen Freiburg im Breisgau (52,3 %) sowie Baden-Baden und Heidelberg (jeweils 51,9%). Am geringsten ist der Frauenanteil im Stadtkreis Karlsruhe (48,8 %) sowie im Hohenlohe- und im Alb-Donau-Kreis (jeweils 49,5 %). Im Landkreis Ludwigsburg ist der Frauenanteil (50,4 % bzw. 274.624) der Männeranteil dementsprechend bei (49,6 % bzw. 270.799). Stand: 31.12.2019

red

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg,

Gewerkschaft fordert mehr Geld für 3.300 Beschäftigte im Kreis Ludwigsburg

Sie halten Krankenhäuser und Pflegeheime sauber, reinigen Schulen, desinfizieren Behörden und Büros: Die rund 3.300 Reinigungskräfte im Landkreis Ludwigsburg haben durch die Corona-Pandemie besonders viel zu tun. Doch trotz gestiegener Belastungen könnte ihnen eine spürbare Lohnerhöhung verwehrt bleiben, warnt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in einer am Dienstag veröffentlichten Pressemeldung. Der Grund: In der laufenden Tarifrunde für das Gebäudereiniger-Handwerk haben die Arbeitgeber bislang „kein akzeptables Angebot“ vorgelegt, so die Gewerkschaft.

„Wenn nun die Infektionszahlen wieder steigen, setzen sich gerade auch Reinigungskräfte einer erhöhten Ansteckungsgefahr aus. Ihre Arbeit ist dabei unverzichtbar“, sagt Mike Paul, Bezirksvorsitzender der IG BAU Stuttgart. Für ihren Einsatz hätten sie mehr Anerkennung verdient. Geht es jedoch nach den Arbeitgebern, soll der Einstiegsverdienst von derzeit 10,80 Euro pro Stunde ab kommendem Jahr um lediglich 20 Cent auf elf Euro angehoben werden. „Das liefe für die Beschäftigten fast auf eine Nullrunde hinaus“, kritisiert Paul.

Die Gewerkschaft fordert ein Plus von 1,20 Euro pro Stunde in allen Lohngruppen. Außerdem soll es erstmals ein verpflichtendes Weihnachtsgeld in der Gebäudereinigung geben. „Nur wenn die Einkommen deutlich steigen, können vor allem die vielen Frauen, die meist in Teilzeit arbeiten, der Armutsfalle entgehen“, so Paul.

Nach einer Studie der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag des Reinigungsunternehmens Piepenbrock verdient ein Großteil der Beschäftigten der Branche unterhalb der amtlichen Niedriglohnschwelle, gibt die Gewerkschaft in der Mitteilung an. Demnach müssen knapp 14 Prozent aller Minijobber und elf Prozent aller Teilzeitbeschäftigten ihr Einkommen durch Hartz-IV aufstocken. Laut Unternehmensangaben stiegen die Umsätze in der Gebäudereinigung, der größten deutschen Handwerkssparte, zwischen 2014 und 2019 um 32 Prozent auf zuletzt 19,6 Milliarden Euro, heißt es in dem Bericht weiter.

Die Tarifverhandlungen zwischen der IG BAU und dem Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) gehen am 3. November in Köln weiter. Es ist bereits die vierte Runde. Paul: „Die Unternehmen sollten jetzt ein solides Lohn-Angebot vorlegen. Ein wachsender Unmut unter Reinigungskräften ist kein guter Begleiter in der Corona-Krise.“

red

Auf fehlenden Mundschutz angesprochen: Mann greift in der Innenstadt Sicherheitsbeamte an

Mit einem stark alkoholisierten und aggressiven 31-Jährigen bekamen es zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens zu tun, die am Samstagabend in der Ludwigsburger Innenstadt das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung im Auftrag der Stadtverwaltung Ludwigsburg überprüfen sollten.

Der 31-Jährige, der keine Mund-Nase-Bedeckung trug, war gegen 23.20 Uhr in der Myliusstraße unterwegs. Er wurde von den beiden 18 und 55 Jahre alten Männern auf die Tragepflicht in der Innenstadt hingewiesen und gebeten, dieser nachzukommen. Hierauf reagierte der Mann sogleich aggressiv. Er schlug die beiden Sicherheitsdienstmitarbeiter. Außerdem versuchte er sie zu treten und spuckte nach ihnen. Aufgrund dessen wurde die Polizei alarmiert. Vorsorglich kam auch eine Rettungswagenbesatzung vor Ort.

Der 31-Jährige wurde von der Polizei in Gewahrsam genommen und musste bis zum nächsten Morgen in der Gewahrsamseinrichtung des Polizeireviers Ludwigsburg bleiben. Er wird sich wegen Körperverletzung und Verstoßes gegen die Allgemeinverfügung der Stadt Ludwigsburg verantworten müssen.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Corona-Infektionen: So sehen die aktuellen Zaheln im Landkreis Ludwigsburg aus

Die Lage am Montag (26.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der neu registrierten Coronavirus-Infektionen im Landkreis Ludwigsburg hat sich am Montag im Vergleich zum Vortag kaum verändert. Das Landratsamt meldete am Montag weitere 67 Corona-Fälle. Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden noch bei 22. (Stand: 26.10.) Gestern wurden 68 Fälle gemeldet. Die meisten Neu-Infektionen wurden aus der Stadt Ludwigsburg gemeldet (Weitere Infos siehe Tabelle unten).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 4.313 Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt unverändert bei 82. Rund 3.313 (+ 77) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 26.10.)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner liegt am Montag bei 110,5. (Stand: 26.10.) Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am vergangenen Mittwoch (14.10.) der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 26.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 26 | 0 )
Asperg ( 101 | 2 )
Benningen am Neckar ( 56 | 0 )
Besigheim ( 67 | 2 )
Bietigheim-Bissingen ( 510 | 8 )
Bönnigheim ( 67 | 2 )
Ditzingen ( 172 | 5 )
Eberdingen ( 66 | 0 )
Erdmannhausen ( 37 | 0 )
Erligheim ( 19 | 0 )
Freiberg am Neckar ( 100 | 0 )
Freudental ( 53 | 3 )
Gemmrigheim ( 35 | 0 )
Gerlingen ( 126 | 2 )
Großbottwar ( 44 | 0 )
Hemmingen ( 60 | 0 )
Hessigheim ( 16 | 0 )
Ingersheim ( 50 | 1 )
Kirchheim am Neckar ( 43 | 2 )
Korntal-Münchingen ( 171 | 4 )
Kornwestheim ( 293 | 1 )
Löchgau ( 43 | 1 )
Ludwigsburg ( 744 | 11 )
Marbach am Neckar ( 116 | 2 )
Markgröningen ( 95 | 1 )
Möglingen ( 89 | 2 )
Mundelsheim ( 25 | 2 )
Murr ( 47 | 0 )
Oberriexingen ( 32 | 0 )
Oberstenfeld ( 62 | 1 )
Pleidelsheim ( 62 | 0 )
Remseck am Neckar ( 182 | 2 )
Sachsenheim ( 192 | 7 )
Schwieberdingen ( 63 | 0 )
Sersheim ( 65 | 1 )
Steinheim an der Murr ( 82 | 2 )
Tamm ( 67 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 214 | 1 )
Walheim ( 20 | 1 )

red

Verkehrsbericht Ludwigsburg: Welchen Straßen diese Woche gesperrt sind

Der Verkehrsbericht für Ludwigsburg ist gültig ab Montag, 26. Oktober: 

Am Reitweg
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang Dezember eine Vollsperrung des Fahrwegs entlang der Lärmschutzwand bis zur Carl-Benz-Straße.

Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd Ostrampe / L 1140
Die Autobahnauffahrt in Richtung Heilbronn ist wieder frei. Bedingt durch die Umbaumaßnahmen an der Ostrampe der Autobahn-Anschlussstelle sind weiterhin Verkehrsbeeinträchtigungen auf der L 1140 möglich.
 
Gebiet Altach
Hier besteht bis Mitte November eine abschnittsweise Sperrung der Feldwege zwischen der Hirschbergschule und der Kläranlage Eglosheim sowie zwischen der Tammer Straße und der Autobahnmeisterei Ludwigsburg. Die Zufahrt zur Kläranlage und zur Hirschbergschule bleibt eingeschränkt frei; die Zufahrt zur Tammer Straße ist für Anlieger ebenfalls eingeschränkt frei.

Auf dem Wasen
Hier besteht eine halbseitige Sperrung im betroffenen Bereich bis voraussichtlich Anfang November.

Brahmsweg (Schlösslesfeldschule)
Es besteht bis voraussichtlich Ende April 2021 eine Vollsperrung auf Höhe des Gebäudes Brahmsweg 30/2.

Bönnigheimer Straße
Hier besteht eine Vollsperrung mit einer örtlichen Umleitung bis voraussichtlich Mitte November.

Dieselstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Anfang November zwischen der Römeraue und der Friedenstraße eine halbseitige Sperrung in den jeweiligen Bauabschnitten.
 
Frankfurter Straße
Hier kommt es tagsüber zu kurzzeitige Behinderungen durch eine einspurige Verkehrsführung.
 
Friedrichstraße Nordseite
Hier steht bis voraussichtlich März 2021 zwischen der Solitudestraße und der Stuttgarter Straße nur jeweils eine Fahrspur in jeder Richtung zur Verfügung.

Gänsfußallee
Es besteht voraussichtlich bis Ende November eine halbseitige Sperrung der Gänsfußallee zwischen der Grönerstraße/Hoferstraße und der Brenzstraße mit Einbahnstraßenregelungen (Fahrrichtung von der Hoferstraße in Richtung Schwieberdinger Straße).

Heilbronner Straße /B 27
Hier wird die äußerste Fahrspur wegen Instandsetzungsarbeiten an der Stützwand außerhalb der Hauptverkehrszeiten abschnittsweise gesperrt.

Johannesstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Anfang März 2021 eine Vollsperrung im ersten Bauabschnitt zwischen der Mörikestraße und der Wernerstraße sowie im Kreuzungsbereich Wernerstraße, hier besteht eine Sackgassenregelung. Der Anlieger- und Andienungsverkehr ist frei.
 
Kallenberg´sches Areal
Die Leonberger Straße ist zwischen der Solitudestraße und dem Zentralen Omnibus-bahnhof (ZOB) für den Individualverkehr gesperrt. Die Solitudestraße ist halbseitig gesperrt – die Verkehrsführung erfolgt stadteinwärts zwischen der Friedrichstraße und der Leonberger Straße.

Katharinenstraße
Hier besteht eine halbseitige Sperrung bis voraussichtlich Anfang/Mitte November.

Neckarhalde
Hier besteht auf Höhe der Neckarhalde 39 bis voraussichtlich Ende Dezember eine Vollsperrung für den Kfz-, Fußgänger- und Radverkehr. Es besteht eine Umleitung über: Neckarhalde – Herrmann-Wißmann-Straße – Steinäckerstraße.
 
Neißestraße / Pregelstraße
Es besteht bis voraussichtlich Ende Februar 2021 eine Vollsperrung der Neißestraße ab der Abzweigung Pregelstraße.
 
Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrecht erhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.   
 
Schmiedgässle / Kronenstraße
Es besteht eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten bis voraussichtlich
März 2021.
 
Schwieberdinger Straße /Keplerstraße/ Friedrichstraße
Hier steht pro Richtung im Baufeld nur jeweils eine Fahrspur zur Verfügung. Die Zu- und Abfahrt aus den Nebenrichtungen ist eingeschränkt oder teilweise nicht möglich. Die Zu- und Abfahrt aus der Pflugfelder Straße in die Schwieberdinger Straße ist aufgrund der dortigen Baustelle nicht möglich. Die Baumaßnahmen dauern voraussichtlich bis November 2020.

Schwieberdinger Straße 104 bis Wilhelm-Fein-Straße 6
Hier besteht voraussichtlich bis Anfang November eine Sperrung der rechten Fahrbahn der Schwieberdinger Straße in Richtung Autobahn über eine Länge von 75 Metern. Ein Notgehweg ist eingerichtet.

Seeschlossallee / Lichtäcker
Der Feldweg zwischen der Seeschlossallee und Lichtäcker 36 ist voraussichtlich bis Ende November im betroffenen Bereich voll gesperrt.
 
Steinbeisstraße
Es besteht bis voraussichtlich Ende Dezember eine halbseitige Sperrung der Steinbeisstraße zwischen der Schwieberdinger Straße und der Karl-Haußmann-Straße in den jeweiligen Bauabschnitten. Die Fahrt in Richtung Schwieberdinger Straße bleibt möglich.
 
Uferwiesen II
Hier besteht eine Vollsperrung der Anlegestelle. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und die Dauer derzeit noch nicht genau absehbar.

Untere Kasernenstraße – Parkplatz Untere Stadt
Der Parkplatz Untere Stadt ist im Zuge der Umgestaltung des Walckerparks bis voraussichtlich Mitte/Ende Dezember gesperrt. Im Bereich der Unteren Kasernenstraße, der Oberen Kasernenstraße und der Bietigheimer Straße sind daher die öffentlichen Stellplätze in Anwohnerparkplätze umgewandelt (Bewohnerparkbereich 1).
 
Untere Kasernenstraße
Es besteht eine Vollsperrung zwischen der Bietigheimer Straße und dem Postgässle.
 
Waldäcker III
Hier sind temporäre Einschränkungen bei der Nutzung des Radweges entlang der Schwieberdinger Straße möglich. Die Arbeiten sind witterungsabhängig und die Dauer derzeit noch nicht genau absehbar.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Corona-Infektionen im Landkreis Ludwigsburg steigen wieder

Die Lage am Samstag (24.10.) im Landkreis Ludwigsburg:

Die Zahl der neu registrierten Coronavirus-Infektionen im Landkreis Ludwigsburg stieg am Samstag im Vergleich zum Vortag wieder deutlich an. Das Landratsamt meldete weitere 153 Corona-Fälle. Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden noch bei 89. (Stand: 24.10.) Gestern wurden 92 Fälle gemeldet. Die meisten Neu-Infektionen wurden aus Bietigheim-Bissingen gemeldet (Weitere Infos siehe Tabelle unten).

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut dem Landratsamt mindestens 4.178  Menschen im Landkreis Ludwigsburg nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt unverändert bei 82. Rund 3.163 (+ 63) Menschen haben die Infektion nach Schätzungen vom Landratsamt überstanden. (Stand: 24.10.)

Die Zahl der Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner hat sich am Samstag auf 101,7 erhöht. Am Vortag lag der Wert bei 83,4 (Stand: 24.10.) Damit liegt der Landkreis weiterhin sehr deutlich über der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner erreicht.

Nach dem am vergangenen Mittwoch der Grenzwert von 50 Neuinfektionen der letzten 7 Tage je 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg überschritten wurde, gilt der Kreis zum Risikogebiet. Das Landratsamt hat aufgrund dieser Entwicklung eine Allgemeinverfügung erlassen, die seit Donnerstag (15.10.) gültig ist. In der Innenstadt der Stadt Ludwigsburg gilt zusätzlich seit dem 15. Oktober eine Maskenpflicht.

Aktuell Infizierte nach Gemeinde (Quelle: Landratsamt Ludwigsburg – Stand: 24.10.)

( Bestätigte Fälle | Differenz zum Vortag )

Affalterbach ( 26 | 2 )
Asperg ( 98 | 1 )
Benningen am Neckar ( 55 | 2 )
Besigheim ( 65 | 2 )
Bietigheim-Bissingen ( 494 | 24 )
Bönnigheim ( 65 | 5 )
Ditzingen ( 162 | 2 )
Eberdingen ( 66 | 1 )
Erdmannhausen ( 36 | 0 )
Erligheim ( 19 | 5 )
Freiberg am Neckar ( 99 | 6 )
Freudental ( 49 | 1 )
Gemmrigheim ( 34 | 4 )
Gerlingen ( 121 | 1 )
Großbottwar ( 44 | 2 )
Hemmingen ( 59 | 1 )
Hessigheim ( 16 | 1 )
Ingersheim ( 47 | 2 )
Kirchheim am Neckar ( 40 | 4 )
Korntal-Münchingen ( 161 | 4 )
Kornwestheim ( 285 | 11 )
Löchgau ( 42 | 1 )
Ludwigsburg ( 718 | 21 )
Marbach am Neckar ( 114 | 6 )
Markgröningen ( 92 | 0 )
Möglingen ( 85 | 4 )
Mundelsheim ( 23 | 2 )
Murr ( 47 | 2 )
Oberriexingen ( 32 | 2 )
Oberstenfeld ( 61 | 2 )
Pleidelsheim ( 62 | 1 )
Remseck am Neckar ( 178 | 4 )
Sachsenheim ( 184 | 9 )
Schwieberdingen ( 60 | 2 )
Sersheim ( 64 | 4 )
Steinheim an der Murr ( 78 | 3 )
Tamm ( 66 | 1 )
Vaihingen an der Enz ( 211 | 7 )
Walheim ( 19 | 1 )

red

Kreishaushalt 2021: Ludwigsburgs Landrat Allgaier kündigt schwere Jahre an

Von Uwe Roth

Der Landkreis Ludwigsburg bekommt die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. Die Kreisverwaltung möchte im kommenden Jahr 20 Millionen Euro neue Schulden machen, um die laufenden Ausgaben und Investitionen bewältigen zu können. Dazu soll mächtig gespart werden. Allein bei den Personalkosten eine Million Euro. Das hat Landrat am Freitag in seiner Haushaltsrede vor dem Kreistag angekündigt. Dietmar Allgaier kalkuliert 2021 mit einem Minus von 17,3 Millionen Euro, das die Kommunen aber nicht mittragen sollen: „In Anbetracht der schwierigen finanziellen Situation der Städte und Gemeinden ist es vertretbar, dass auch der Landkreis einen Teil seiner Investitionen fremd finanziert“, begründete der Landrat, warum er von einer Erhöhung der Kreisumlage absehen möchte.

Der Haushalt steht nach seinen Worten „auf einem soliden Fundament“. Gleichzeitig warnte er: „Aber ich sage auch ganz klar: 20 Millionen Euro Kreditaufnahme sind kein Pappenstiel.“ Der Haushalt 2021 sei getragen „vom Rückenwind der letzten Boomjahre. Aber der Wind dreht sich.“ Allgaier schwor die Kreisräte auf harte Jahre ein. Die volle Auswirkung der Mindereinnahmen durch den Lockdown bekomme der Kreis erst 2022 mit voller Wucht zu spüren, warnte er. Neben den Pflichtausgaben müsse in die Kreiskliniken „im dreistelligen Millionenbereich“ investiert werden. „Diese Schuldenlast schlägt dann bei uns im Haushalt mit Zins und Tilgung durch.“ Dickster Ausgabeposten, an dem nicht gerüttelt werden kann, ist der Bereich „Jugend und Soziales“ mit 64 Prozent Anteil am Haushaltsvolumen. Das entspricht einem Betrag von rund 444 Millionen Euro. Um den Busverkehr im Landkreis finanziell nicht untergehen zu lassen, der nach dem ersten Lockdown weiter unter einem Fahrgastschwund leidet, hat die Kreisverwaltung vorsorglich 3,2 Millionen Euro eingestellt.

Ein Drittel der gesamten Ausgaben im Kreishaushalt finanzieren die 39 Städte und Gemeinden im Landkreis über diese Umlage. Würde die Kreisverwaltung auf neue Schulden verzichten, müssten die Kommunen das Haushaltsloch füllen. Der Jahresetat des Landkreises beträgt 720,8 Millionen Euro. 254 Millionen Euro finanzieren die Kommunen. Welchen Anteil jede einzelne von diesem Betrag übernimmt, wird mit einem Hebesatz berechnet. Dieser liegt bei aktuell 27,5 Prozentpunkten. Wie viel eine Kommune an den Kreis abführen muss, ist unter anderem von der dort festgestellten Steuerkraft abhängig. Je reicher eine Stadt oder Gemeinde ist, umso mehr muss sie zahlen.

Die Kreisverwaltung kann den konstant bleibenden Hebesatz deswegen hinnehmen, weil die Berechnungsgrundlage 2019 ist, in dem von Corona noch nichts zu spüren war und die kreiseigenen Gemeinden noch kräftig verdient haben. Sie steuern, weil die Einnahmen sprudelten wie selten zuvor, im nächsten Jahr zehn Millionen Euro mehr bei als im laufenden (Berechnungsgrundlage das Jahr 2018). Die Mindereinamen wegen Corona bekommt der Landkreis folglich erst 2022 zu spüren. „Dies dann aber mit voller Wucht“, warnte der Landrat. Dann komme der Landkreis um eine Anhebung des Hebesatzes für die Kreisumlage nicht herum. 2022 soll es ein Prozentpunkt mehr werden. Für die darauffolgenden Jahre kündigte Allgaier weitere Anhebungen in noch unbekannter Höhe an. Diese müssen vom Kreistag aber beschlossen werden. Da unter den Kreistagsmitgliedern zahlreiche Oberbürgermeister, Bürgermeister und Gemeinderäte sind, achten diese darauf, dass der Hebesatz möglichst gering bleibt, um den eigenen Haushalt zu schonen. Änderungen an der Kreisumlage ist meistens ein Tauziehen zwischen Kreisverwaltung und dem Kreistag.

Der Landrat versicherte in seiner Haushaltsrede, dass bei der internen Planung alles getan worden sei, die Ausgaben so gering wie möglich zu halten. So sei es gelungen, den „Fehlbetrag im Ergebnishaushalt von ursprünglich 30 Millionen Euro auf aktuell 17 Millionen Euro zu reduzieren“. In der Kreisverwaltung sei dazu eine Streichliste herumgegangen. Um die Einsparquote für die Zukunft weiter zu verbessern, möchte Allgaier die Verwaltungsarbeit effizienter gestalten. Dafür wird eine externe Beratungsagentur beauftragt. „Selbstverständlich werde ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Prozess miteinbeziehen. Denn die Beschäftigten können am besten Auskunft über die Abläufe geben“, kündigte er an. In den kommenden Wochen werden die Ausschüsse und der Kreistag über den Haushaltsplan beraten und ihre Änderungswünsche einbringen. Erst danach wird Haushalt 2021 endgültig verabschiedet.

Ludwigsburg begegnet Verkehrsinfarkt mit digitaler Technik

Von Uwe Roth

Ludwigsburg erstickt im Stau – mehr als andere Städte im Umkreis. Diese Feststellung der Stadtverwaltung wiederholt sich seit Jahren, ohne dass sich augenscheinlich etwas ändert. Während der Rushhour morgens und abends bricht öfter mal der Verkehr zusammen. Die Anwohner in den Nebenstraßen verzweifeln am Schleichverkehr. Das ist besonders in der Südstadt und der Weststadt der Fall. Inzwischen hat die Stadtverwaltung für zwölf Millionen Euro ihr Verkehrsleitsystem digitalisiert, das Besserungen bringen soll. Das Projekt ist nach Mitteilung der Stadt soweit abgeschlossen. Die Hälfte der Kosten trug die Bundesregierung. Digitalisiert bedeutet, Techniker rüsteten den Computer an jeder Ampelanlage im Stadtgebiet entsprechend auf. Die Recheneinheit steckt in einem grauen Schaltkasten am Straßenrand und war zum Teil über 30 Jahre alt.

Nun ist sie auf dem neuesten Stand und mit dem städtischen Verkehrsrechner verbunden. Zudem wurden Kontaktschleifen in den Straßenbelag gelegt. Nun hat die Stadtverwaltung jederzeit auf dem Bildschirm, wie viele Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Anhand der Daten ermittelt der Verkehrsrechner den besten Mix aus Rot- und Grünphasen. Im Ergebnis verbessert sich der Verkehrsfluss. Die Leittechnik hat außerdem die Aufgabe, Busse und Rettungsfahrzeuge im Einsatz über eine entsprechende Änderung der Lichtsignale gegenüber dem anderen Verkehr zu bevorzugen. Das System ist selbstlernend. Es soll nach und nach erkennen, an welchen Stellen es Verbesserungsbedarf gibt und die Verkehrslenkung nachjustieren.

Soweit die Theorie. In der Praxis wäre ein zähfließender Verkehr bereits ein Erfolg anstatt der tatsächlichen Anhäufung von Staus. Bürgermeister (BM) Michael Ilk ist in der Stadt für die Mobilität zuständig ist. Er sagt, die Wirkung der Digitalisierung auf den Verkehrsfluss dürfe nicht unterschätzt werden. „Was die Technik bewirken kann, zeigt sich erst, wenn die digitale Technik ausfällt“, stellt er fest. Im analogen Modus ginge dann gar nichts mehr. „Das System funktioniert recht gut“, versichert Ilk. Und liefert nützliche Daten für die Planung: Bislang mussten die Verkehrsmengen geschätzt oder aus einer klassischen Verkehrszählung durch Menschenhand abgeleitet werden. Nun geben die Kontaktschleifen ein tagesaktuelles Bild. Beim Studium aktueller Zahlen musste Oberbürgermeister Matthias Knecht einigermaßen frustriert feststellen, dass Ludwigsburgs Straßen schon wieder genauso verstopft sind wie vor dem ersten Lockdown, ausgelöst von der Corona-Pandemie.

Von der Hoffnung der Rathausspitze, dass der wochenlange Stillstand das Mobilitätsverhalten der Bürger zumindest etwas verändert, sie davon abringt, jede kurze Strecke mit dem Auto zu fahren, ist nichts geblieben. Vor der Corona-Krise lag die Zahl der Fahrzeuge in der Schlossstraße bei täglich über 50000. In den Tagen des Lockdowns sank sie teilweise auf 30000. Also rund 20000 Autos und Lkw weniger. Seit Mitte September werden die 50000 wie gewohnt überschritten. „Nach unseren Zahlen hat der Individualverkehr wieder deutlich zugenommen. Das schließt den Radverkehr mit ein. Es sind einige aufs Rad umgestiegen. Der Busverkehr ist leider eindeutig der Verlierer“, stellt BM Ilk fest. Seine Vermutung ist, dass Menschen vom Bus aufs Auto umgestiegen seien, da sie sich in ihrem Pkw vor einer Infektion geschützter fühlten.

Ilk verweist darauf, dass im Moment die Verkehrslage außergewöhnlich sei, da die verdichtete Zahl von Baustellen die Staus in die Länge zöge. Dies seien aber nicht nur städtische, sondern auch die des Regierungspräsidiums, das die Sperrung der Autobahnabfahrt Ludwigsburg-Süd verantwortete. Auch diese Großbaustelle bringe zusätzlichen Verkehr in die Stadt. „Die Autobahn ist täglich eingestaut. Die Stadt leidet unter dem Ausweichverkehr.“ Kritiker der städtischen Verkehrspolitik verweisen hingegen darauf, dass nicht nur die Autobahn und die temporären Baustellen die Ursache für den vermehrten Staus seien, sondern die neuen dauerhaft eingerichteten Busspuren und Tempo 40 auf einigen Hauptstraßen.

Ilk hält dagegen, dass schlicht die Verkehrsmenge für die Stadt zu hoch und jenseits der Schmerzgrenze sei. Verkehrsexperten bestätigen das: Beseitige man auf den Straßen sämtliche Hindernisse, würde der Verkehr nicht automatisch flüssiger. Denn es kämen noch mehr Autos mit noch höheren Geschwindigkeiten in die Stadt. Die grundlegenden Fehler der städtischen Verkehrspolitik reichen auch in Ludwigsburg in die 1960er und 1970er zurück, als die Baumalleen in der Friedrichstraße und der Stuttgarter Straße/Schlossstraße rigoros dem Verkehr geopfert wurden. Mit zunehmenden Kfz-Zulassungszahlen wuchs nicht nur der innerstädtische Verkehr, sondern vor allem der Durchgangsverkehr von Ost nach West und von Nord nach Süd.

Gegen den Fehler, aus Ludwigsburg eine Auto-gerechte Stadt zu machen, kämpft die Stadt seit 50 Jahren an. Mit wenig Erfolg: Wer aus dem Remstal mit dem Pkw oder mit dem Lkw zur Autobahn strebt, wird vom Navi unweigerlich durch die Innenstadt geleitet. Die digitale Technik beeinflusst das Mobilitätsverhalten der Menschen nur bedingt, zeigt sich spätestens nach Ende des (ersten) Lockdowns. Ludwigsburg kämpft gegen den Verkehrsinfarkt mit digitaler Technik, wird diesen letztendlich aber kommunalpolitisch verhindern müssen.