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Kreis-CDU schickt Fabian Gramling ins Rennen um das Bundestagsmandat Neckar-Zaber

Von Uwe Roth

Fabian Gramling ist seit 2016 Landtagsabgeordneter der CDU. In einem Jahre könnte er den nächsten Sprung seiner Karriere schaffen und für den Wahlkreis Neckar-Zaber in den Deutschen Bundestag einziehen. Die erste Hürde dazu hat der 33-Jährige am Mittwoch (2. September) in der Reblandhalle in Neckarwestheim (Landkreis Heilbronn) genommen: 93 Parteimitglieder aus den Städten und Gemeinden des Wahlkreises 266 nominierten Gramling zu ihrem Bundestagskandidaten. Zehn Anwesende sprachen sich gegen den stellvertretenden Ludwigsburg Kreisvorsitzenden aus. Vier enthielten sich. Der Wahlkreis Neckar-Zaber entspricht dem nördlichen Landkreis Ludwigsburg und dem südlichen Landkreis Heilbronn.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Tagungspräsident der Versammlung Steffen Bilger stellt nach der Stimmenauszählung fest, dass dies einer Zustimmungsquote von 87,7 Prozent entspreche. Trotz der andauernden Sommerferien und Corona-Einschränkungen seien erfreulich viele Mitglieder zur Wahlveranstaltung erschienen, freute sich der Ludwigsburger Bundestagsabgeordnete Bilger. Sein Parteifreund Gramling war der einzige Bewerber um die Nachfolge von Eberhard Gienger, der seit 2002 den Wahlkreis in Berlin vertritt. Der 69-jährige ehemalige Kunstturner hatte nach fünf Wahlperioden nicht mehr kandidiert.

In seiner Bewerbungsrede zeigte sich Gramling davon überzeugt, dass die Gesellschaft nach Ende des Sommers „behutsam Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehren wird.“ Selbstverständlich dürfe man wegen der weiter gegebenen Ansteckungsgefahr durch den Covid-19-Virus nicht leichtsinnig werden. Der Bankkaufmann und studierte Betriebswirt geht nach seinen Worten davon aus, dass die Corona-Zeit in der Gesellschaft kaum Spuren hinterlassen werde. So ist er überzeugt, „dass es nach Corona nicht weniger Mobilität gibt“.

Die Menschen mit staatlichen Verboten zu einer Änderung ihres Verhaltens zu bringen, ist für ihn der falsche Weg, sagte er mehrmals, um sich damit nicht zuletzt von den Grünen abzuheben. Die deutsche Wirtschaft hält der ehemalige Wirtschaftsprüfer für ausreichend kompetent, damit sie mit Innovationen dem Klimawandel entgegentreten und den Umweltschutz stärken könne. Gramling plädierte für „Technologieoffenheit und Toleranz gegenüber neuen Technologien“. Nur so könnten Arbeitsplätze und Wohlstand erhalten bleiben. Beides sieht er für die Mittelschicht und insbesondere für Familien allerdings gefährdet. Er wolle, um die Menschen in der Mitte der Gesellschaft finanziell zu stärken, an einer „neuen, großen Steuerreform mitarbeiten“, versprach er, und „eine verlässliche und kompetente Stimme in Berlin sein“.

Die Aussprache im Anschluss an seine Bewerbungsrede war kurz. Aber drei CDU-Mitglieder im fortgeschrittenen Alter ermahnten den 33-Jähren über den Tellerrand seines Wahlkreises hinaus zu schauen. So sagte einer, Gramling solle „sich nicht nur für uns einsetzen, sondern auch für Menschen in anderen Ländern, denen es nicht so gut geht“. Er meinte die Protestanden, die in Belarus gegen das Regime kämpfen und Demokratie einfordern. Oder auch die Unruhen in den USA.

Der Bundestagskandidat erwiderte, ihm laufe es bei den TV-Bilder „kalt den Rücken runter“. Doch es könne nicht sein, dass Deutschland „die Demokratie der ganzen Welt verordnet“. Gramling hält Handelsabkommen für den besseren Weg, „um unsere Standards“ weiterzutragen. Aber es sei grundsätzlich richtig, „dass man mehr schauen muss, was in der Welt passiert.“ Ein Redner im Saal sagte, dass ihm die Ausführung Gramlings zum Klimawandel zu kurz geraten seien. „Am Ende meines Lebens“ müsse er feststellen, „dass wir die Welt an die Wand fahren.“ Direkt an den Kandidaten gewandt, fragte er den „lieben jungen Fabian“, wir er sich dazu äußern wolle. Gramling wiederholte, dass Verbote nicht der richtige Weg seien. Im Übrigen „sind wir nachhaltiger, als es unserem Ruf entspricht. Wir verkaufen uns deutlich unter unserem Wert“, ist er im Gegensatz zum CDU-Mitglied, das sich zu Wort gemeldet hat, überzeugt.

Gewerkschaft appelliert: „Wildwest-Zustände in der Fleischbranche beenden“

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert Bundestagsabgeordnete aus dem Kreis Ludwigsburg auf, in Berlin für das geplante Verbot von Werkverträgen und Leiharbeit in der Fleischwirtschaft zu stimmen. Corona-Ausbrüche in mehreren Fleischunternehmen hätten gezeigt, wohin die Missstände führen können.

„Für die überwiegend osteuropäischen Beschäftigten in Subunternehmen sind extreme Arbeitsbelastung, Lohn-Prellerei und Unterbringung in abrissreifen Wohnungen seit Jahren an der Tagesordnung. Mit solchen Wildwest-Methoden muss endlich Schluss sein“, fordert Hartmut Zacher, Geschäftsführer der NGG-Region Stuttgart.

Das geplante „Arbeitsschutzkontrollgesetz“ könne die Fleischbranche zugleich stärken: Nach Angaben der Arbeitsagentur sank die Zahl der Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe im Landkreis Ludwigsburg innerhalb von 20 Jahren um 64 Prozent. Von 129 Betrieben im Jahr 1999 gibt es heute nur noch 46. „Diese Konzentration hat dazu geführt, dass reguläre Stellen verloren gingen und Arbeiten an Subunternehmen ausgelagert wurden – zu prekären Bedingungen“, betont Zacher. Die Zahl sozialversicherungspflichtiger Fleisch-Jobs sank laut Arbeitsagentur im Landkreis binnen 20 Jahren um 45 Prozent – währenddie reguläre Beschäftigung in allen Branchen insgesamt um 28 Prozent zulegte. „Mit Hilfe des neuen Gesetzes müssen nun die Stammbelegschaften wieder aufgebaut und muss die Mitbestimmung gestärkt werden. Das führt zu höheren Löhnen. Sozialabgaben und Steuereinnahmen steigen“, so die NGG.

Nach dem Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums sollen ab 1. Januar 2021 Werkverträge und ab 1. April 2021 Leiharbeit in Fleischbetrieben mit mehr als 49 Personen verboten werden. „In den vergangenen Jahren sind alle Versuche gescheitert, die Branche zum Umdenken zu bewegen – weder durch freiwillige Selbstverpflichtungen und selbst mit dem Gesetz zur Sicherung von Arbeitnehmerrechten in der Fleischwirtschaft nicht. Das Verbot ist überfällig“, so Zacher.

Der Gewerkschafter warnt jedoch vor Tricksereien. Unternehmen dürften nicht versuchen, das Gesetz durch neu gegründete Tochtergesellschaften oder andere Schlupflöcher zu umgehen: „Vom Schlachten bis zum Verpacken – alle Arbeitsschritte in der
Fleischproduktion müssen von Beschäftigten erledigt werden, die direkt beim Unternehmen angestellt sind.“ Das Gesetz zum Verbot von Leiharbeit und Werkvertrag sei der erste Schritt. „Und dann brauchen wir als zweiten Schritt einen Tarifvertrag, der für alle Beschäftigten in den rund 7.700 Unternehmen der Branche gute Löhne und faire Arbeitsbedingungen absichert. Wir sind gespannt, ob die Unternehmen hierzu ernsthaft bereit sind.“

Das Argument von Lobbyverbänden, die Fleischbranche sei auf Werkverträge und Leiharbeit angewiesen, um Auftragsspitzen etwa zur Grillsaison abzufedern, überzeuge nicht. „Möglich wären beispielsweise auch befristete Arbeitsverträge. Besser noch:
Arbeitszeiten lassen sich per Tarifvertrag und Arbeitszeitkonten regeln – wie das auch in anderen Bereichen der Lebensmittelbranche seit langem üblich ist“, so Zacher.

red

Aktuelle Corona-Zahlen vom Landkreis Ludwigsburg

Die Lage in Ludwigsburg:

Die Zahl der Neuinfizierten im Landkreis steigt nach Angaben des Landratsamts am Mittwoch um weitere 16 Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Mittwoch (02.09. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2.211. Gestern wurden 23 Neuinfizierte gemeldet. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.961 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 20,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Mittwoch meldete das Landesgesundheitsamt weitere 242 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 42.607, davon sind ungefähr 37.240 Personen wieder genesen. Gestern wurden 248 Corona-Infektionen gemeldet. Dem Landesgesundheitsamt wurde heute ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle steigt somit auf 1.867. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Donnerstag mit R 0,9 angegeben. (Datenstand: 02.09. 16Uhr).

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Was in Ludwigsburg und der Region los war

Markgröningen: Rollerfahrer bei Unfall leicht verletzt

Am Dienstag kam es gegen 17.00 Uhr zu einem Unfall in der Rotenackerstraße in Markgröningen, bei dem ein Rollerfahrer leichte Verletzungen erlitt. Eine 29-jährige Hyundai-Lenkerin befuhr die Rotenackerstraße aus Richtung Tammer Straße kommend. An der Kreuzung mit der Paulinenstraße übersah sie mutmaßlich den 32-jährigen Rollerfahrer, der von rechts kam, und stieß mit diesem zusammen. Der 32-Jährige stürzte und musste vom Rettungsdienst versorgt werden. Es entstand ein Sachschaden von circa 5.500 Euro.

Gerlingen: Unfall auf Supermarkt-Parkplatz mit einer verletzten Person

Auf einem Parkplatz in der Weilimdorfer Straße in Gerlingen ereignete sich am Dienstag gegen 12.10 Uhr ein Unfall mit einer schwer verletzten Autofahrerin. Die 72-jährige Pkw-Lenkerin war mutmaßlich mit nicht angepasster Geschwindigkeit auf dem Parkplatz, der zu einem Einkaufsmarkt gehört, unterwegs. Zeitgleich befuhr ein 58-jähriger Mitsubishi-Fahrer ebenfalls den Parkplatz. Zwischen den beiden kam es schließlich in einem Kreuzungsbereich zu einem Zusammenstoß. Die 72-Jährige im Nissan wurde schwer verletzt, so dass sie vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Der Sachschaden wird auf 11.000 Euro geschätzt.

Kornwestheim: Unfall in der Stammheimer Straße

Zu einem Unfall mit Sachschaden von circa 3.500 Euro kam es am Dienstag gegen 11:00 Uhr in der Stammheimer Straße in Kornwestheim. Die beiden Unfallbeteiligten, eine 61-jährige Audi-Lenkerin und eine 20-jährige BMW-Fahrerin, befuhren zunächst hintereinander die Stammheimer Straße in Richtung Bahnhof Kornwestheim. Auf Höhe einer Hofeinfahrt stießen die beiden Frauen zusammen. Der genaue Unfallhergang konnte bislang noch nicht geklärt werden. Das Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154/1313-0, sucht Zeugen, die den Unfall beobachtet haben.

Kornwestheim: Pkw fährt in Schaufenster

Vermutlich da er das Gas -und Bremspedal verwechselte, war ein 73-jähriger PKW-Lenker am Mittwoch gegen 10.25 in Kornwestheim in einen Unfall verwickelt. Beim Vorwärtseinparken durchbrach er in der Folge mit seinem Mercedes ein Schaufenster eines Ladengeschäftes auf dem Bahnhofsplatz. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich glücklicherweise keine Personen im direkten Bereich der Unfallstelle. Auch der Fahrer sowie seine 67-jährige Beifahrerin blieben unverletzt, jedoch entstand ein Sachschaden von insgesamt circa 6.000 Euro.

Schwieberdingen: 40.000 Euro Sachschaden beim Rangieren entstanden

Der 71-jährige Lenker eines Automatikfahrzeuges verwechselte am Mittwoch gegen 08.30 Uhr beim Rangieren in der Brunnenstraße in Schwieberdingen mutmaßlich das Gas- und Bremspedal, wodurch er auf einen vor ihm geparkten Pkw auffuhr. Dieser wurde auf ein davor abgestelltes Fahrzeug aufgeschoben. Im weitere Verlauf beschleunigte der Audi-Fahrer weiterhin, überfuhr eine Straßenlaterne und schob einen dritten Pkw in ein Gebüsch. Es entstand ein Sachschaden von circa 40.000 Euro.

Ludwigsburg-Pflugfelden: Zeugen nach Unfallflucht gesucht

Vermutlich beim Ein- oder Ausparken stieß ein noch unbekannter Fahrzeuglenker gegen einen VW Touran, der zwischen Sonntag 09:30 Uhr und Dienstag 15:30 Uhr in der Straße „Kleines Feldle“ in Ludwigsburg-Pflugfelden abgestellt war. Der VW stand auf dem Parkplatz einer Sporthalle und wurde im Bereich des Fahrzeughecks beschädigt. Ohne sich im Anschluss um den angerichteten Sachschaden von etwa 1.500 Euro zu kümmern, machte sich der Unbekannte aus dem Staub. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Verursacher geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141 185353, in Verbindung zu setzen.

Ludwigsburg-Nord: Geschädigter einer Unfallflucht gesucht

Am Dienstagabend war eine 30-jährige Mercedes-Lenkerin gegen 20:45 Uhr in der Heinkelstraße in Ludwigsburg-Nord unterwegs. Dort befand sie sich auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums, wo sie ein Ausparkmanöver durchführte. Hierbei stieß sie mutmaßlich aus Unachtsamkeit gegen ein geparktes Auto, wodurch am Mercedes ein Sachschaden von rund 1.000 Euro entstand. Daraufhin verließ die 30-Jährige die Unfallörtlichkeit und meldete sich erst zu einem späteren Zeitpunkt bei der Polizei. Bei einer Überprüfung des Parkplatzes konnte der vermutlich beschädigte Pkw nicht mehr angetroffen werden. Es soll sich möglicherweise um einen schwarzen Peugeot-Geländewagen gehandelt haben. Der unbekannte Fahrzeuglenker wird gebeten, sich beim Polizeirevier Bietigheim-Bissingen unter der Tel. 07142 4050 zu melden.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Polizeirevier Ludwigsburg mit neuer Leitung

Personalwechsel bei der Polizei in Ludwigsburg. Polizeidirektor Harald Prasky, der bisherige Leiter des Polizeireviers Ludwigsburg, hat zum 1. August die Leitung der Führungsgruppe der Schutzpolizeidirektion des Polizeipräsidiums Ludwigsburg übernommen. Er tritt damit die Nachfolge von Polizeidirektor Holger Janowsky an, der zum neuen Leiter der Verkehrspolizeiinspektion bestellt wurde. Prasky, der 1982 in den Polizeidienst eintrat und nach verschiedenen Verwendungen 1997 die Ausbildung zum höheren Dienst begann, leitete über 16 Jahre lang des Polizeirevier Kornwestheim. Seit Juli 2016 war er Leiter des Polizeireviers Ludwigsburg.

Polizeidirektor Harald Prasky, der neue Leiter der Führungsgruppe bei der Schutzpolizeidirektion.

Die kommissarische Leitung des Polizeireviers Ludwigsburg hat am 1. September der Leiter des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen, Polizeioberrat Volker Kehl, übernommen. Kehl ist seit 1997 im Polizeidienst, war in verschiedenen Funktionen bei der damaligen Landespolizeidirektion Stuttgart I und war Fachlehrer an der Akademie der Polizei. Vor seiner Ausbildung zum höheren Dienst leitete er eine Dienstgruppe beim Polizeirevier Leonberg und wurde 2012 zum kommissarischen Leiter einer Inspektion beim Landeskriminalamt in Stuttgart bestellt. Anschließend leitete er für viereinhalb Jahre das Polizeirevier 7 in Stuttgart-Zuffenhausen und seit dem 1. August 2018 das Polizeirevier Bietigheim-Bissingen.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Corona: Landkreis Ludwigsburg meldet 23 bestätigte Neuinfektionen

Die Lage in Ludwigsburg:

Die Zahl der Neuinfizierten im Landkreis steigt nach Angaben des Landratsamts am Dienstag um weitere 23 Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis stieg am Dienstag (01.09. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2.195. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.941 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 20,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Dienstag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 248 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 42.365, davon sind ungefähr 37.041 Personen wieder genesen. Gestern wurden 175 Corona-Infektionen gemeldet. Dem Landesgesundheitsamt wurde heute kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle bleibt bei 1.866. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Donnerstag mit R 0,96 angegeben. (Datenstand: 01.09. 16Uhr).

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Arbeitslosenquote im Kreis Ludwigsburg steigt auf 4,0 Prozent

LANDKREIS LUDWIGSBURG. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Landkreis Ludwigsburg von Juli auf August leicht an. Insgesamt waren bei der Agentur für Arbeit Ludwigsburg und dem kommunalen Jobcenter Landkreis Ludwigsburg 12.599 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 452 oder 3,7 Prozent mehr als im Vormonat und 3.186 oder 33,8 Prozent mehr als im August des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent (Vorjahr 3,0 Prozent). Das meldete die Agentur für Arbeit in Ludwigsburg am Dienstag in einer Pressemitteilung. 

Im Landkreis Ludwigsburg meldeten sich im August 2.962 Menschen neu oder erneut arbeitslos, 549 oder 22,8 Prozent mehr als im Vormonat und 605 oder 17 Prozent weniger als im August des Vorjahres. Davon kamen 1.131 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit und 991 Personen aus einer Ausbildung oder Qualifizierungsmaßnahme. 2.487 Personen konnten die Arbeitslosigkeit beenden. 894 nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, 52 mehr als vor einem Jahr, und 562 begannen eine Ausbildung oder berufliche Qualifizierung. 

„Erfreulich ist, dass die Zahl derer, die sich aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos melden mussten, nicht weiter gestiegen ist und wieder mehr Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden und eine Erwerbstätigkeit aufnehmen konnten. Auch die Anzahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen zeigte zuletzt wieder eine aufsteigende Tendenz“, beschreibt Martin Scheel, Leiter der Ludwigsburger Arbeitsagentur, die jüngsten Entwicklungen auf dem lokalen Arbeitsmarkt. Dass die Arbeitslosigkeit im August gleichwohl angestiegen ist, führt Scheel auf den saisonüblichen höheren Zugang junger Menschen unter 25 Jahre zurück, die sich nach Abschluss ihrer Schulzeit oder ihrer Ausbildung vorübergehend arbeitslos gemeldet haben.

Kurzarbeit im Landkreis Ludwigsburg
Im Juli zeigten 107 Unternehmen für 3.882 Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Damit gingen von
März bis Juli insgesamt 5.599 Anzeigen für 92.876 Personen ein.

Arbeitsmarkt im Überblick – Berichtsmonat August – Ludwigsburg
Ausgewählte Merkmale Aktueller Monat (Vormonat) Veränderung zum Vorjahresmonat
Arbeitslose insgesamt
12.599 (12.147)
+ 3.186
Arbeitslose SGB III 7.437 (7.004) + 2.496
Arbeitslose SGB II 5.162 (5.143) + 690
Arbeitslosenquote in % 4,0 (3,9) + 1,0
Gemeldete Arbeitsstellen 2.545 (2.571) 1.619

Quelle: Arbeitsagentur

red

Corona-Neuinfektionen: So sehen die Zahlen am Montag aus

Die Lage in Ludwigsburg:

Das Landratsamt meldete am Montag 17 weitere Neuinfizierte binnen 24 Stunden. Die Zahl der Gesamtinfizierten im Kreis Ludwigsburg stieg am Montag (31.08. 17.00Uhr) somit auf mindestens 2.172. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben sind, wird vom Landratsamt weiterhin mit 73 (+0) angegeben. Die Zahl der Genesenen wird vom Amt mit ungefähr 1.932 beziffert. In den letzten 7 Tagen wurden 19,8 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner im Landkreis Ludwigsburg erfasst. Der Grenzwert liegt bei 50 Neuerkrankungen.

Die Lage in Baden-Württemberg:

Am Montag meldete das Landesgesundheitsamt weitere 175 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 42.117, davon sind ungefähr 36.843 Personen wieder genesen. Dem Landesgesundheitsamt wurde heute kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle bleibt bei 1.866.. Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom RKI für Baden-Württemberg am Donnerstag mit R 1,01 angegeben. (Datenstand: 31.08. 16Uhr).

Wichtiger Hinweis:

Basis für die mit dieser Pressemitteilung übermittelten Daten sind die Zahlen, die die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise dem Landesgesundheitsamt auf dem offiziellen Meldeweg mitgeteilt haben. Es handelt sich dabei um einen vorläufigen Datenstand. Änderungen sind durch Nachmeldungen und Streichungen möglich. Aufgrund des Meldeverzugs zwischen dem Bekanntwerden neuer Fälle vor Ort und der elektronischen Übermittlung an das Landesgesundheitsamt kann es mitunter deutliche Abweichungen zu den von den kommunalen Gesundheitsämtern aktuell herausgegebenen Zahlen geben. Verzögerungen bei der standardisierten Falldatenübermittelung an das LGA können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter vor Ort als erste Priorität die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen einleiten sowie die Kontaktpersonen recherchieren, um Infektionsketten so schnell wie möglich unterbrechen zu können.

red

Was am Wochenende in Ludwigsburg und im Kreis los war

Vaihingen an der Enz: 43-Jähriger prallt gegen drei Autos

Drei fremde Autos sowie sein eigenes demolierte ein 43 Jahre alter VW-Lenker im frühen Montagmorgen in der Gerokstraße in Vaihingen an der Enz. Gegen 02.15 Uhr war der Mann vom Nebenweg kommend in der Gerokstraße unterwegs. Im Verlauf der Fahrt kam er, vermutlich da er sich unter dem Einfluss von Alkohol und Betäubungsmittel hinter das Steuer des VW gesetzt hatte, zunächst nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Skoda, der am linken Fahrbahnrand stand. Anschließend kam er zu weit nach rechts und streifte einen am rechten Straßenrand abgestellten Ford. Als er dann mutmaßlich versuchte wieder nach links zu lenken, geriet er wieder zu weit auf die linke Seite und touchierte auch noch einen BMW. Hierbei wurde sein VW derart stark beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit war. Das vom 43-Jährigen hinzugerufene Abschleppunternehmen alarmierte schließlich die Polizei, die bei der sich anschließenden Unfallaufnahme Atemalkoholgeruch bei dem Mann sowie Ausfallerscheinungen, wie verzögertes Reaktionsvermögen, feststellte. Der 43-Jährige führte freiwillig einen Atemalkohol- sowie einen Dorgenvortest durch. Beide verliefen positiv, worauf er sich einer Blutentnahme unterziehen musste. Sein Führerschein wurde darüber hinaus beschlagnahmt und der VW abgeschleppt. Der entstandene Gesamtsachschaden dürfte sich auf rund 15.000 Euro belaufen.

Vaihingen an der Enz-Enzweihingen: Unfall auf der B 10

Zwei leicht verletzte Personen und ein Sachschaden von etwa 12.500 Euro sind die Bilanz eines Unfalls, der sich am Sonntag gegen 15.10 Uhr auf der Bundesstraße 10 in Enzweihinger ereignete. Ein 20 Jahre alter BMW-Lenker, der einen 27-jährigen Beifahrer an Bord hatte, wollte von der Vaihinger Straße nach rechts auf die B 10 abbiegen. Mutmaßlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam er beim Abbiegen nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen VW, der bei „rot“ auf dem Linksabbiegestreifen von der B 10 in Richtung der Vaihinger Straße stand. Der 21 Jahre alte Fahrer und sein 17-jähriger Beifahrer erlitten leichte Verletzungen. Ein weiterer 54 Jahre alter Mitfahrer blieb unverletzt. Der VW war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Zunächst hatten die Insassen des BMW wohl versucht, die Fahrereigenschaft des 20-Jährigen zu verschleiern. Anhand der Angaben unabhängiger Zeugen konnte jedoch verifiziert werden, dass der 20-Jährige den BMW zum Unfallzeitpunkt gelenkt hatte. Während der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass der 20-jährige BMW-Lenker nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Remseck am Neckar-Aldingen: Drei Mülleimer in Brand gesteckt

Ein bislang unbekannter Täter steckte am Sonntagmorgen gegen 07.30 Uhr drei Mülleimer in Aldingen in Brand. Zwei Mülleimer brannten an der S-Bahn-Haltestelle „Mühle“, ein weiterer an der dortigen Bushaltestelle. Es entstand lediglich Sachschaden in geringer Höhe. Die Freiwillige Feuerwehr Remseck am Neckar war mit einem Fahrzeug und neun Einsatzkräften vor Ort und löschte die Brände. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 1313-0, entgegen.

Möglingen: Einbruch in Supermarkt

Ein bislang unbekannter Täter brach zwischen Samstag 21.15 Uhr und Montag 05.40 Uhr in einen Supermarkt in der Möglinger Robert-Bosch-Straße ein. Er warf mit einer Steinplatte und einem Stein die Glaseingangstür ein. Von den im Kassenbereich aufgestellten Zigarettenständern entfernte er mit roher Gewalt die herunter gelassenen Rollläden und entwendete mehrere Packungen Zigaretten einer bestimmten Marke. Die Höhe des Sachschadens und der Wert des Diebesguts kann derzeit noch nicht beziffert werden. Sachdienliche Hinweise nimmt der Polizeiposten Asperg, Tel. 07141 62033, entgegen.

Kornwestheim: Rollerfahrer flüchtet vor Polizei

Am frühen Sonntagmorgen gegen 00.50 Uhr wollte eine Streifenwagenbesatzung einen auf der Kornwestheimer Jakobstraße fahrenden 16-jährigen Rollerfahrer kontrollieren. Dieser reagierte nicht auf die Anhaltesignale, sondern versuchte mit hoher Geschwindigkeit zu fliehen. Hierbei führte er mehrere verkehrswidrige Fahrmanöver durch, bis er schließlich beim Versuch, über einen hohen Bordstein auf einen Gehweg in der Solitudeallee zu fahren, stürzte. Er wurde leicht verletzt. Die Polizei nahm den 16-Jährigen vorläufig fest. Er war ohne Zulassung, ohne Versicherungsschutz und ohne Führerschein unterwegs. Deshalb und wegen der wilden Fahrmanöver erwarten ihn diverse Strafanzeigen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte ihn seine Mutter beim Polizeirevier Kornwestheim abholen.

Kornwestheim: Unfallflucht

Ein bislang unbekannter Fahrzeuglenker beschädigte am Sonntag zwischen 11.00 Uhr und 18.15 Uhr einen Land Rover in Kornwestheim. Das Fahrzeug stand in der Karlstraße. Der Unbekannte touchierte die linke Seite des Land Rovers und machte sich anschließend davon. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 7.000 Euro. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 1313-0, in Verbindung zu setzen.

Kornwestheim: Motorroller gestohlen

Am Samstag zwischen 17.30 Uhr und 22.15 Uhr hat ein bislang unbekannter Täter einen Peugeot-Roller in Kornwestheim entwendet. Der schwarze Roller war in der Salamanderstraße in der Nähe eines Fitnessstudios abgestellt. Der Wert des Fahrzeugs konnte bislang nicht ermittelt werden. Zeugen werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Kornwestheim, Tel. 07154 1313-0, in Verbindung zu setzen.

Ludwigsburg-Eglosheim: Unfallflucht

Zwischen Samstag 22.30 Uhr und Sonntag 09.25 Uhr verübte ein noch unbekannter Fahrzeuglenker in der Tammer Straße in Eglosheim eine Unfallflucht. Ein noch unbekannter Fahrzeuglenker streifte vermutlich beim Ein- oder Ausparken einen VW auf einem Parkplatz gegenüber einer Gaststätte. Am VW entstand ein Sachschaden von rund 3.500 Euro. Der Unbekannte machte sich jedoch ohne sich um den Unfall zu kümmern davon. Das Polizeirevier Ludwigsburg, Tel. 07141/18-5353, nimmt Hinweise entgegen.

Ditzingen-Schöckingen: zwei LKW beschädigt

Am Sonntagmorgen, gegen 10.25 Uhr, wurde das Polizeirevier Ditzingen alarmiert, nachdem ein Zeuge in der Ludwigsburger Straße in Schöckingen zwei beschädigte LKW festgestellt hatte. An beiden Fahrzeugen hatte ein noch unbekannter Täter jeweils das Beifahrerfenster eingeschlagen, um so mutmaßlich die Beifahrertür öffnen zu können. Vermutlich wurde aus den Fahrzeugen jedoch nichts entwendet. Der entstandene Sachschaden dürfte sich auf insgesamt mehrere hundert Euro belaufen. Weitere Hinweise nimmt das Polizeirevier Ditzingen, Tel. 07156/4352-0, entgegen.

Ditzingen: zwei hochwertige Downhill-Bikes gestohlen

Zwei hochwertige Downhill-Bikes wurden am Sonntag zwischen 01.00 Uhr und 08.30 Uhr aus einer verschlossenen Garage in der Kniebisstraße in Ditzingen gestohlen. Der noch unbekannte Täter hebelte zunächst die Tür zur Garage auf und ließ dann beide Fahrräder mitgehen. Es handelt sich um ein graues Canyon Torque DHX Flashzone und ein orange/olivgrünes Scott Gambler 710. Der Wert beide Bikes dürfte bei rund 7.500 Euro liegen. Das Polizeirevier Ditzingen, Tel. 07156/4352-0, bittet Zeugen, die Verdächtiges beobachtet haben, sich zu melden.

Sachsenheim-Großsachsenheim: Peugeot beschädigt

Wegen Sachbeschädigung ermittelt das Polizeirevier Vaihingen an der Enz gegen einen noch unbekannten Täter, der zwischen Samstag 20.45 Uhr und Sonntag 06.35 Uhr in der Bissinger Straße in Großsachsenheim sein Unwesen trieb. Der Unbekannte schlug die Heckscheibe eines am Straßenrand abgestellten Peugeot ein und machte sich anschließend aus dem Staub. Es entstand ein geschätzter Sachschaden von mehreren hundert Euro. Die Polizei nimmt unter Tel. 07042/941-0 Hinweise entgegen.

Quelle: Polizei Ludwigsburg

Otfried Ulshöfer: Ex-Oberbürgermeister von Ludwigsburg wird 90

Er leitete die Geschicke Ludwigsburgs über zwei Amtszeiten hinweg. Das war von 1968 bis 1984. Seine Leistungen zum Wohl der Stadt und seiner Menschen waren außergewöhnlich. Diese wurden mit der Ludwigsburger Bürgermedaille und dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. An diesem Donnerstag (03.09.2020) begeht der ehemalige Oberbürgermeister Dr. Otfried Ulshöfer seinen 90. Geburtstag.

„Otfried Ulshöfer hatte früh erkannt, wie wichtig es ist, die Bürgerinnen und Bürger bei der Weiterentwicklung der Stadt zu beteiligen. Er stand für eine bürgerfreundliche Verwaltung, bot Bürgersprechstunde und Bürgertelefon an, lud zu Bürgerversammlungen ein. Das alles war wegweisend für die späteren Amtsinhaber“, würdigt Dr. Matthias Knecht den früheren OB zu dessen 90. Geburtstag. „Die Entscheidung, das Forum am Schlosspark zu bauen, wird stets mit seinem Namen verbunden sein.“ Er sei ein Oberbürgermeister gewesen, der sich weit über seine Dienstpflichten hinaus für das Wohl der Stadt und ihre Bürgerschaft engagiert habe, so der OB. Das bürgerfreundliche und moderne Ludwigsburg trage auch seine Handschrift.

Mit überwältigendem Ergebnis wiedergewählt

Der promovierte Jurist war zunächst wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut, ehe er zum Ministerium für Entwicklungshilfe nach Bonn ging. Dort arbeitete er unter anderem als Persönlicher Referent des Ministers. Am 17. November 1968 wählten ihn die Ludwigsburger Bürgerinnen und Bürger zum Oberbürgermeister der Stadt. Am 7. November 1976 wurde er mit der überwältigenden Mehrheit von 80,5 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt.

Durch den Bau einer Fußgängerzone im Herzen Ludwigsburgs und die Belebung des Einzelhandels setzte Ulshöfer auf eine attraktive Innenstadt. In seiner Amtszeit wurden bestehende Schulen wesentlich erweitert, begann der Neubau des Bildungszentrums West. Ulshöfer setzte sich auch für den Sport ein. Das Ergebnis waren zahlreiche neue Sportanlagen und Hallen.

Für den Bau des Forums mit zwei Sälen eingesetzt

Otfried Ulshöfer lag zudem am Herzen, das Bildungsangebot für die Ludwigsburger Bevölkerung zu erweitern. Hier ist vor allem auf den Ausbau der Stadtbibliothek und die Jugendmusikschule hinzuweisen. Sein großes kulturelles Verdienst ist die Förderung der Schlossfestspiele. Nicht zuletzt der Bau des Forums ist untrennbar mit seinem Namen verbunden. Gemeinsam mit seinem Ersten Bürgermeister Hans-Joachim Schäfer und weiteren Mitstreitern setzte er sich für eine Lösung mit zwei Sälen ein und schuf damit die Voraussetzungen für den Bau der Veranstaltungsstätte, die 1988 eröffnet wurde. Und den Schlossfestspielen eine Heimat gab.

Daneben hat sich Ulshöfer wesentlich um den Ausbau der Beziehungen zu den Partnerstädten Montbéliard (Frankreich) und Caerphilly (Wales) verdient gemacht. Er hatte eine Vielzahl an Ämtern inne, unter anderem als Vorsitzender des Städtetags Baden-Württemberg und Kreisrat des Landkreises Ludwigsburg.

Berater der indonesischen Regierung

Nach Ende seiner zweiten Amtszeit 1984 wechselte der gebürtige Göppinger als Personalgeschäftsführer zu Wüstenrot. Im Namen der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit beriet er als Leiter von Kommunalprojekten von 1990 bis 1993 die indonesische Regierung bei deren Vorhaben, die Verwaltung zu dezentralisieren.

Herausragend war Ulshöfers Engagement auf dem Gebiet der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit im afrikanischen Burkina Faso. Ludwigsburg und Montbéliard verpflichteten sich 2006, die dortige Stadt Kongoussi im Kampf gegen Armut und Analphabetismus zu unterstützen. So sollte die dortige Grundschule um drei Klassen erweitert werden. Auf Bitte des damaligen OB Werner Spec setzte sich Ulshöfer für die Finanzierung des Schulbaus ein. Er startete zahlreiche werbewirksame und kreative Spendenaktionen, um das Afrika-Projekt in Ludwigsburg bekannt zu machen. Mit großem Erfolg. Auch viele Ludwigsburger Schulen beteiligten sich mit Spenden. Ende 2007 eröffnete Ulshöfer die Grundschule im Rahmen seiner ersten Reise nach Kongoussi.

Pionierarbeit in Burkina Faso

Um das nächste Projekt in Kongoussi zu realisieren, leistete Ulshöfer Pionierarbeit. Für den Bau einer Berufsschule gründete er 2008 den Förderkreis Burkina Faso, dessen Vorsitz er übernahm. Für das Projekt erhielt der Verein Gelder beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. An der Berufsschule wurden anfangs Pumpen- und Zweiradmechaniker ausgebildet, später auch Schneiderinnen. Die Abstimmung mit dem Partner Montbéliard, der parallel in der Nachbarstadt Zimtanga Projekte verwirklichte, war ebenfalls Teil seines Engagements. 2009 weihte er mit einer Delegation aus der Partnerstadt deren Projekte ein.

2012 übergab Ulshöfer den Vorsitz an den Ersten Bürgermeister Konrad Seigfried. Ulshöfer hatte die wichtigsten Grundsteine für das Engagement in Burkina Faso gelegt. Bis heute sind ihm die Menschen in Kongoussi dankbar und verehren ihn, sehen sie doch in ihm den Menschen, der ihren Kindern den Zugang zu Bildung und Ausbildung ermöglicht hat.

red