Baden-Württemberg startet Offensive gegen Lebensmittelverschwendung

Baden-Württemberg will der massiven Lebensmittelverschwendung den Kampf ansagen. Mit einer neuen Strategie und einer landesweiten Aktionswoche will das Land Bewusstsein schaffen: Jeder Deutsche wirft im Schnitt 74,5 Kilogramm Essen pro Jahr weg. Landwirtschaftsminister Peter Hauk fordert ein Umdenken – vom Acker bis zum Küchentisch.

Ludwigsburg (red) – Die Landesregierung hat eine neue Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung beschlossen. Das teilte Minister Peter Hauk am Mittwoch mit.

Die Strategie mit dem Titel `Lebensmittel wertschätzen für eine nachhaltige Zukunft` soll entlang der gesamten Wertschöpfungskette ansetzen und neue Impulse für einen bewussteren Umgang mit Nahrungsmitteln setzen.

Nach Angaben des Ministers fallen in Deutschland jährlich 10,8 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an, wovon etwa 6,3 Millionen Tonnen auf private Haushalte entfallen. Jeder Verbraucher werfe im Schnitt 74,5 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg.

Vor dem Hintergrund von Klimawandel und internationalen Konflikten könne man sich diese Verschwendung nicht länger leisten.

Zu den zentralen Ansätzen der Strategie gehören Aufklärung und Bildung, die Förderung von Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette sowie die Nutzung neuer Forschungserkenntnisse. Parallel findet bis zum 6. Oktober die landesweite Aktionswoche `Lebensmittelretter – neue Helden braucht das Land` statt, die praktische Anregungen für einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln bietet.

Rote Karten und Derby-Drama gegen Kickers: Freiberg bleibt auch im 10. Spiel ungeschlagen

Von Ayhan Güneş

Es war das Spitzenspiel, das zum Skandalspiel wurde: Beim 1:1 zwischen den Stuttgarter Kickers und dem SGV Freiberg hagelte es drei Rote Karten – zwei davon gegen den Tabellenführer. Trotz Unterzahl holt Freiberg einen Punkt und bleibt ungeschlagen an der Spitze der Regionalliga Südwest. Trainer Lushtaku spricht von einer „Fehlentscheidung mit Folgen“ und kündigt Einspruch gegen die rote Karten von Kehl-Gomez an.

Stuttgart – Es war mehr als ein Derby. Es war ein Statement-Spiel. Im Gazi-Stadion auf der Waldau trafen am Dienstagabend zwei Vereine aufeinander, die sich seit Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Platz hinter dem großen VfB liefern. Und der Abend zeigte: Der SGV Freiberg ist gekommen, um zu bleiben.

Auch wenn der beeindruckende Lauf von neun Siegen in Serie erstmals gestoppt wurde – das 1:1 bei den Stuttgarter Kickers war ein deutliches Signal: Der SGV ist die neue Nummer zwei im Stuttgarter Fußball.

Vor rund 4.500 Zuschauern dominierte nicht nur die Kulisse, sondern auch eine Schiedsrichterleistung, die für reichlich Diskussionen sorgte – vor allem beim Freiberger Trainer Kushtrim Lushtaku, der sich nach Spielende sichtlich aufgebracht zeigte. Drei glatt Rote Karten – zwei gegen Freiberg, eine gegen die Kickers – machten das Derby zu einem Spiel mit Seltenheitswert.

Nervöser Start – Rückstand durch Elfmeter

Die erste Halbzeit begann fahrig. „Wir sind nicht gut reingekommen“, gab Lushtaku gegenüber Ludwigsburg24 zu. „Da war zu viel Nervosität, zu wenig Mut, und die Kickers haben es gut gemacht. Sie haben tief gestanden, die Räume zugeschoben – und den Elfmeter clever rausgeholt.“ Der Strafstoß brachte die Hausherren in der 40. Minute mit 1:0 in Führung.

Lushtaku reagierte in der Pause, wechselte dreifach – und wurde direkt bestraft: Der eben eingewechselte Pietzsch flog nach einer Notbremse vom Platz (49.). Nur Minuten später folgte auch für die Gastgeber ein Platzverweis. Danach, so Lushtaku: „Haben wir das Spiel übernommen. Wir waren präsenter, mutiger – trotz Unterzahl.“ Die erste Rote gegen Freiberg, räumte er ein, „kann man geben“.

Kehl-Gomez trifft – und fliegt

Der verdiente Ausgleich fiel in der 59. Minute durch Kapitän Kehl-Gomez, der mit einem satten Schuss unter die Latte traf. Danach drückte Freiberg. Lokaj, Petö und Valpoort hätten den Sieg klarmachen können – doch der Treffer blieb aus. „Der Lucky-Punch hat uns gefehlt“, fasste Lushtaku zusammen.

Kurz vor Schluss (89.) dann der nächste Aufreger: Kehl-Gomez unterband einen Konter – und sah Rot. „Diese Karte ist absolut ungerechtfertigt“, so Lushtaku. „Mein Kapitän grätscht an der Mittellinie – das war ein normales Foul, nichts anderes. Und dafür gibt es glatt Rot? Das kann ich nicht akzeptieren.“

Schiedsrichter in der Kritik

Die Kritik am Unparteiischen fiel deutlich aus: „Der Referee war meiner Meinung nach völlig überfordert. In so einem emotionalen Derby mit dieser Kulisse muss man Fingerspitzengefühl zeigen – das hat komplett gefehlt.“

Vor allem die zweite Rote gegen Freiberg stieß Lushtaku auf: „Ein Foul auf Höhe der Mittellinie – und dafür gibt es glatt Rot? Nach zwei Platzverweisen hätte ich mir einfach mehr Umsicht und Augenmaß vom Schiedsrichter gewünscht – und dass er sich nicht von der aufgepeitschten Atmosphäre im Stadion anstecken lässt. Ich bin mehr als enttäuscht.“

Auch die siebenminütige Nachspielzeit sorgte für Unmut: „Das kannten wir schon aus dem Spiel gegen Kassel – damals waren es zehn Minuten. Natürlich müssen wir als Team noch professioneller auftreten. Aber auch die Schiedsrichter stehen in der Pflicht, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, und gerade in so einem Spiel.“

Einspruch angekündigt – Serie hält

Freiberg will Einspruch gegen die Sperre von Kehl-Gomez einlegen. „Er ist für uns fast nicht zu ersetzen“, so Lushtaku. „Es ist bitter, dass er jetzt fehlt – und das wegen einer Fehlentscheidung.“

Trotz des Rückschlags bleibt der Tabellenführer ungeschlagen und mit 28 Punkten an der Spitze der Regionalliga Südwest. Die Kickers konnten den Abstand nicht verkürzen (Platz 9 – 14 Punkte) – und mussten sich einem Gegner beugen, der in der Region längst mehr ist als ein Herausforderer.

Ausblick

Am Samstag wartet mit dem FC Homburg der nächste Brocken. Kehl-Gomez wird fehlen. Doch Lushtaku bleibt kämpferisch: „Trotz aller Widrigkeiten hat meine Mannschaft eine tolle Reaktion gezeigt. Und wir wachsen genau an solchen Spielen.“

„Beispielhaft gebaut“: 21 Projekte im Landkreis Ludwigsburg ausgezeichnet

Vorbildlich geplant, nachhaltig gebaut: 21 Bauprojekte im Landkreis Ludwigsburg wurden von der Architektenkammer Baden-Württemberg als „beispielhaft“ ausgezeichnet – darunter Schulen, Wohnanlagen und Sanierungen. Die Jury lobte das durchgängig hohe Niveau der Entwürfe. Eine feierliche Ehrung der Projekte ist für Februar 2026 geplant.

Ludwigsburg (ag) – Die Architektenkammer Baden-Württemberg hat 21 Bauprojekte im Landkreis Ludwigsburg als beispielhaft ausgezeichnet. Das teilte das Landratsamt Ludwigsburg nach einem Pressegespräch am Dienstag mit.

Unter den prämierten Objekten sind Wohngebäude, öffentliche Bauten und Sanierungsprojekte aus den Jahren 2019 bis 2025.

Eine siebenköpfige Jury hatte 93 eingereichte Arbeiten begutachtet und nach intensiven Begehungen vor Ort die Auswahl getroffen. Zu den Kriterien gehörten die äußere Gestaltung, die innere Raumbildung, die Einfügung in die Umgebung und Nachhaltigkeitsaspekte.

Besonders überzeugt zeigte sich die Jury vom hohen Niveau der eingereichten Arbeiten.

Unter den ausgezeichneten Projekten sind das Wohnen für Studierende in Ludwigsburg, die Harzberghalle in Großbottwar, die Fuchhofschule in Ludwigsburg und die Umnutzung des Fabrikareals Elbe in Bietigheim-Bissingen. Die offizielle Würdigung der Bauherrschaften und Planenden findet am 10. Februar 2026 statt.

HB Ludwigsburg verpasst Überraschung gegen Alfdorf in letzter Sekunde

Ludwigsburg – Es war ein Heimspiel, das lange nachwirkt: Mit einer couragierten und kämpferisch starken Leistung hat Verbandsliga-Aufsteiger HB Ludwigsburg am Sonntagabend nur hauchdünn den Favoriten TSV Alfdorf verpasst zu stürzen. Vor rund 170 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Sporthalle Pflugfelden unterlag das Team von Trainer Jörg Kaaden dem Meisterschaftsanwärter mit 20:21 – nach einem Treffer ins leere Tor in den Schlusssekunden.

Von Beginn an zeigten die Hausherren, dass sie sich vor dem großen Namen des Gegners nicht verstecken wollen. Früh legte Ludwigsburg mit 3:1 vor, kombinierte mutig gegen die offensive 3-2-1-Abwehr und überzeugte mit mannschaftlicher Geschlossenheit. Marc Weschenbach durchbrach zweimal entschlossen die gegnerische Deckung, während die eigene Defensive kaum etwas zuließ. Nach 16 Minuten ging Alfdorf erstmals in Führung, die jedoch prompt durch einen Gegenstoß von Juri Sawada egalisiert wurde.

Kurz vor der Pause folgte eine spielentscheidende Szene: Zwei Zeitstrafen binnen weniger Sekunden – gegen Finn Würth und Alexander Nicolai – sowie ein verwandelter Siebenmeter brachten Alfdorf zurück. Doch Jonas Krautt, mit sieben Treffern bester Werfer des Abends, sorgte mit einem sehenswerten Treffer für das 12:11 zur Halbzeit.

Nach der Pause blieb es ein Spiel auf Augenhöhe – intensiv, kämpferisch, aber torarm. Beide Seiten fanden immer wieder über die Außen gute Abschlüsse. In der dramatischen Schlussphase hielt HBL-Keeper Michael Bognar einen frech gelupften Siebenmeter und leitete den direkten Gegenangriff ein. Doch der dritte Strafwurf von Krautt fand diesmal nicht den Weg ins Tor – TSV-Keeper und Ex-Bundesliga-Profi Primoz Prost war zur Stelle.

Eine weitere Zeitstrafe zwang die Gastgeber in den letzten Minuten in Unterzahl. Fünf Sekunden vor dem Ende gelang Alexander Nicolai mit einem wuchtigen Wurf unter die Latte der vielumjubelte Ausgleich zum 20:20. Doch Alfdorf konterte sofort: Ein schneller Anwurf, ein weiter Pass – und der Ball schlug mit noch drei Sekunden auf der Uhr im leeren Ludwigsburger Tor ein.

Trotz der bitteren Niederlage zieht der HB Ludwigsburg viel Positives aus diesem Heimspiel. Gegen einen der stärksten Gegner der Liga hielt man über die gesamte Spielzeit nicht nur mit, sondern war dem Punktgewinn zum Greifen nah. Eine Leistung, die Mut macht für die kommenden Wochen.

red

Job-Angst in Baden-Württemberg: SPD und Gewerkschaften warnen vor Kahlschlag in der Industrie

Die SPD und mehrere Gewerkschaften schlagen Alarm: In Baden-Württemberg wächst die Sorge vor massivem Stellenabbau in der Automobil- und Zuliefererbranche. Die Industrie stehe unter Druck, warnen sie – und fordern entschlossenes Handeln von Politik und Unternehmen, um Jobs zu retten und den Standort zu sichern.

Ludwigsburg (red) – Die SPD-Bundestagsfraktion, die SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg sowie die Gewerkschaften DGB, IG Metall und IG BCE haben sich besorgt über die aktuellen Ankündigungen von Stellenabbau in der Automobil- und Zuliefererbranche geäußert. Beschäftigte bangen um ihre Arbeitsplätze, während der Industriestandort Baden-Württemberg unter Druck steht, teilte die Gruppe am Dienstag mit.

In der Erklärung heißt es, dass in dieser schwierigen Phase eine gemeinsame Verantwortung von Gesellschaft, Politik und Unternehmen erforderlich ist.

Die Transformation der Industrie dürfe nicht zu einem sozialen Kahlschlag führen. Es sei notwendig, jetzt in Zukunftstechnologien, Forschung und Innovation zu investieren.

Die Bundesregierung plane, mit Milliardeninvestitionen und einem Sondervermögen den Wirtschaftsstandort zu stärken, wobei auch die Landesregierung gefordert sei, aktiv zu handeln.

Die Unternehmen müssen ebenfalls ihren Teil zur Arbeitsplatzsicherung beitragen. Es wird kritisiert, dass Beschäftigte oft die Folgen von Ergebnislücken tragen müssten.

Die Verfasser fordern, dass gemeinsam mit den Beschäftigten, Betriebsräten und Gewerkschaften tragfähige Lösungen entwickelt werden. Kurzsichtiger Stellenabbau sei keine Lösung für die Herausforderungen der Transformation.

Ziel sei es, Arbeitsplätze zu sichern und Baden-Württemberg als starken Industriestandort in Europa zu erhalten.

So wird das Wetter am Mittwoch in Baden-Württemberg

Hoch über dem Land – aber frisch untenrum: Baden-Württemberg startet herbstlich in den Oktober. Nebel und Hochnebel prägen den Morgen, später zeigen sich Sonne und Quellwolken. Die Temperaturen klettern auf bis zu 16 Grad. Es bleibt weitgehend trocken – nur im Bergland sind vereinzelt Tropfen möglich. Morgen viel Sonne – der Oktober zeigt sich von seiner goldenen Seite.

Ludwigsburg (red) – In Baden-Württemberg bestimmt am Mittwoch ein Hochdruckgebiet das Wetter. Der Tag beginnt mit Nebel oder Hochnebel, besonders in der Südhälfte der Region.

Im Laufe des Tages lockert es jedoch auf, wobei sich ausgedehnte Quellwolken bilden. Gegen Abend zeigt sich zunehmend die Sonne.

Vereinzelt könnten im Bergland ein paar Tropfen fallen, aber insgesamt bleibt es trocken.

Die Temperaturen steigen heute auf 10 Grad in höheren Lagen und bis zu 16 Grad im Oberrheingraben und am Neckar. Es weht ein mäßiger Nordostwind, der in hohen Lagen frische bis starke Böen entwickeln kann.

In der Nacht klart der Himmel verbreitet auf, wobei sich stellenweise erneut Nebel bildet.

Für morgen ist viel Sonne vorhergesagt, lediglich im Osten können sich im Tagesverlauf einige Wolkenfelder bilden. Es bleibt trocken bei Temperaturen zwischen 10 und 17 Grad.

Der Wind schwächt etwas ab, bleibt aber weiterhin spürbar, besonders im Hochschwarzwald mit starken bis stürmischen Böen.

400 Polizisten im Einsatz: Bundesweite Großrazzia gegen Rockergruppe – auch in Baden-Württemberg

Bei einer groß angelegten Razzia gegen die Rockergruppierung Gremium MC Nomads Bosporus Türkiye durchsuchten Spezialkräfte in Baden‑Württemberg, Bayern und Rheinland‑Pfalz Wohn‑ und Geschäftsräume von 21 Beschuldigten. Mehr als 400 Einsatzkräfte stellten verbotene Abzeichen, Waffen, größere Drogenmengen und weitere Beweismittel sicher. Gegen Mitglieder laufen Ermittlungen u. a. wegen Körperverletzung und öffentlicher Machtdemonstrationen.

Ludwigsburg (red) – Bei einer großangelegten Razzia gegen die Rockergruppierung Gremium MC Nomads Bosporus Türkiye haben Polizeibeamte in drei Bundesländern Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Wie das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Dienstag mitteilte, richteten sich die Maßnahmen gegen 21 Beschuldigte in Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz.

An der Aktion beteiligten sich Spezialeinsatzkommandos und weitere Spezialkräfte.

Die Ermittlungen laufen bereits seit längerer Zeit gegen die Gruppierung. Laut Kriminaloberrat Michael Weiß stehen verschiedene Körperverletzungsdelikte und weitere Straftaten im Raum, die teilweise innerhalb der Gruppierung begangen wurden.

Ein weiterer Grund für das Einschreiten seien öffentliche Machtdemonstrationen der Rocker in sozialen Medien, bei denen verbotene Abzeichen gezeigt und Schusswaffen präsentiert wurden.

“Derartige Machtdemonstrationen dulden wir nicht! Es geht hier nicht um Kleinigkeiten: Wer das sogenannte “Kuttenverbot” missachtet und gegen das Waffengesetz verstößt, setzt sich über geltendes Recht hinweg und begeht Straftaten. Die Polizei wird den Versuch der Rocker, sich selbst rechtsfreie Räume zu schaffen, mit aller Entschlossenheit unterbinden”, unterstreicht Thomas Wild, Leiter des Polizeipräsidiums Ludwigsburg. “Allen Kolleginnen und Kollegen, die am Einsatz beteiligt waren, gebührt mein ausdrücklicher Dank. Nur durch die hervorragende Zusammenarbeit über die Präsidiums- und Landesgrenzen hinweg war es möglich, die heutige Aktion erfolgreich durchführen zu können”, fasst Wild den Einsatz zusammen.

Bei den Durchsuchungen ab 6:00 Uhr morgens beschlagnahmten die Beamten zahlreiche Kleidungsstücke mit verbotenen Abzeichen, verschiedene Waffen, Medikamente und Drogen in größerer Menge. Bei einem 44-jährigen Tatverdächtigen wurde eine mutmaßlich scharfe Schusswaffe sichergestellt, der nun einem Haftrichter vorgeführt wird.

Den polizeilichen Einsatzmaßnahmen ging eine monatelange Planung voraus. Insgesamt waren über 400 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte am Vormittag bis gegen 12:00 Uhr im Einsatz, darunter Kräfte der Polizeipräsidien Ludwigsburg, Konstanz, Stuttgart, Aalen, Reutlingen, Ulm, Pforzheim und Offenburg sowie der Polizeien aus Bayern und Rheinland-Pfalz. Das Polizeipräsidium Einsatz unterstützte in großem Umfang mit über 200 Einsatzkräften des Spezialeinsatzkommandos (SEK) sowie der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten (BFE).

red

Verwendete Quellen: Polizeipräsidium Ludwigsburg / Staatsanwaltschaft Stuttgart

Arbeitslosigkeit im Kreis Ludwigsburg im September leicht gesunken

Im September ist die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Ludwigsburg leicht zurückgegangen. Vor allem junge Menschen profitierten vom Ausbildungsstart. Dennoch liegt die Quote weiter über dem Vorjahresniveau.

Ludwigsburg – Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Ludwigsburg ist im September leicht gesunken. Nach Angaben der Agentur für Arbeit und des kommunalen Jobcenters waren 13.363 Menschen arbeitslos gemeldet – 381 weniger als im August. Das entspricht einem Rückgang um 2,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 4,2 Prozent, nach 4,3 Prozent im Vormonat. Im Vergleich zum September des Vorjahres ist die Zahl der Arbeitslosen jedoch um 6,2 Prozent gestiegen.

Einen deutlichen Effekt hatte der Start des Ausbildungsjahres: In der Altersgruppe der 15- bis unter 25-Jährigen sank die Zahl der Arbeitslosen um 111 Personen. Auch bei ausländischen Arbeitslosen wurde ein Rückgang verzeichnet – hier sank die Zahl um 281 Personen im Vergleich zum August. Dennoch bleibt der Anteil der Langzeitarbeitslosen hoch: Fast ein Drittel aller gemeldeten Arbeitslosen ist bereits seit einem Jahr oder länger ohne Beschäftigung.

Die Dynamik am Arbeitsmarkt hat sich im Vergleich zum Vormonat belebt. So nahmen 999 Personen eine neue Erwerbstätigkeit auf – das entspricht einem Plus von 23 Prozent. Zudem konnten 636 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch eine Ausbildung oder Teilnahme an einer Maßnahme beenden. Während dies im Vergleich zum Vormonat eine deutliche Steigerung bedeutet, liegt dieser Wert gegenüber dem Vorjahresmonat niedriger.

„Der Arbeitsmarkt kam ohne Schwung aus der Sommerpause. Die strukturellen Anpassungsmaßnahmen im industriellen Sektor halten weiter an, und das insgesamt unsichere wirtschaftliche Umfeld für die Unternehmen wirkt sich weiterhin belastend auf die Beschäftigungsentwicklung aus“, sieht Martin Scheel, der Leiter der Agentur für Arbeit Ludwigsburg die wesentlichen Gründe für die fehlenden Impulse am Arbeitsmarkt.

red

„Cash statt Trash“: Ludwigsburg belohnt Mehrweg-Nutzung mit Einkaufsgutscheinen

Mehrweg statt Einweg: Wer im Oktober in Ludwigsburg Speisen oder Getränke im Mehrwegbehälter kauft, kann bei einer stadtweiten Aktion mitmachen – und wird dafür sogar belohnt.

Ludwigsburg – Nachhaltigkeit, die sich auszahlt: Unter dem Motto „Cash statt Trash“ startet die Stadt Ludwigsburg im Oktober eine Aktion zur Förderung von Mehrwegverpackungen. Wer mitmacht und bei lokalen Bäckereien, Cafés, Imbissen oder Einzelhändlern auf eigene oder Pfandbehälter setzt, kann sich über einen LUIS-Einkaufsgutschein freuen.

Das Prinzip ist einfach: Für jeden Einkauf im Mehrweggefäß gibt es einen Sticker. Wer zehn davon gesammelt hat, kann die volle Karte entweder per Post an die Stadt senden oder als Foto per E-Mail einreichen. Im Gegenzug winkt ein LUIS-Gutschein im Wert von fünf Euro, der in vielen teilnehmenden Geschäften in Ludwigsburg eingelöst werden kann.

Teilnehmen können alle, die Speisen, Getränke oder Lebensmittel in Pfandsystemen wie Recup oder Local to go, in betriebseigenen Behältern oder auch in mitgebrachten Boxen und Bechern kaufen. Die Sammelkarten und Sticker gibt es direkt bei den beteiligten Betrieben.

Ziel: Weniger Einweg – mehr Bewusstsein

Mit der Aktion will die Stadt gemeinsam mit Handel und Gastronomie ein Zeichen setzen: für weniger Müll, mehr Umweltbewusstseinund eine lebenswertere Stadt. Gerade Einwegverpackungen tragen in hohem Maß zur Vermüllung des öffentlichen Raums bei. Die Stadtverwaltung setzt daher auf Bewusstseinswandel durch Anreiz: Jede Mehrweg-Entscheidung zählt.

Alle Informationen zur Aktion, zu teilnehmenden Betrieben und zum Einlösen der Gutscheine finden sich online unter:  ludwigsburg.de/ludwigsburg+bringts+mit

red

Verwendete Quelle: Pressemitteilung Stadt Ludwigsburg

Jugendliche in Ludwigsburg wählen online neuen Jugendgemeinderat

In Ludwigsburg sind Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren aufgerufen, einen neuen Jugendgemeinderat zu wählen. Die Online-Wahl läuft bis 23. Oktober. 34 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich zur Wahl – mit vielfältigen Ideen für ihre Stadt.

Ludwigsburg – Die Stimme junger Menschen zählt: Noch bis zum 23. Oktober können Jugendliche in Ludwigsburg ihren neuen Jugendgemeinderat wählen. Das digitale Wahllokal ist geöffnet – und die Wahl findet ausschließlich online statt.

Wahlberechtigt sind alle Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren, die in Ludwigsburg wohnen oder eine städtische weiterführende Schule besuchen. Abgestimmt wird auf der Website www.jgr-ludwigsburg.de mithilfe von Wahl-TANs, die per Post oder über die Schulen verteilt werden.

Insgesamt treten 34 junge Kandidatinnen und Kandidaten an. Sie stellen sich mit kurzen Porträts und Zielen im Netz unter www.jgr-ludwigsburg.de vor. Jeder Wahlberechtigte hat bis zu 21 Stimmen, die frei verteilt oder auch nur teilweise vergeben werden können.

Im Jugendgemeinderat gibt es eine festgelegte Anzahl an Sitzen für die unterschiedlichen Schularten – darunter zwei Plätze für Gymnasien, Realschulen, Gemeinschafts- oder Förderschulen. Elf weitere Sitze sind unabhängig von der Schulart frei wählbar. Sollten bestimmte Schularten nicht ausreichend vertreten sein, werden diese Plätze ebenfalls allgemein vergeben.

Wahlparty, Konstituierung, Projekte

Die Verkündung der Wahlergebnisse erfolgt im Rahmen einer Wahlparty am Freitag, 24. Oktober, um 18 Uhr in der Villa BarRock (Pflugfelder Straße 5). Die offizielle Einsetzung der neuen Jugendvertretung folgt am 7. November. Im Anschluss geht es für die neuen Mitglieder zur Einführungsklausur nach Bad Urach (21.–23. November), bevor am 25. November die erste konstituierende Sitzung stattfindet – mit der Wahl des Vorstands.

Der Jugendgemeinderat wird für zwei Jahre gewählt und trifft sich mindestens einmal pro Quartal zu öffentlichen Sitzungen. Dabei diskutieren die Mitglieder jugendrelevante Themen, initiieren Projekte und bringen Anträge in den Gemeinderat ein. Ergänzend gibt es offene Arbeitskreise, bei denen auch nicht gewählte Jugendliche mitmachen können.

Mit dem Jugendgemeinderat soll jungen Menschen die Möglichkeit gegeben werden, sich frühzeitig politisch einzubringen und ihre Stadt aktiv mitzugestalten – von Klimaschutz über Freizeitgestaltung bis hin zu Schulfragen und Mobilität.

red

Verwendete Quelle: Pressemitteilung Stadt Ludwigsburg

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