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Stadt Ludwigsburg pflastert Wegmarkierungen für Kriegsflüchtlinge mit den Farben der Freiheit

Immer mehr Menschen fliehen aus der Ukraine: Der russische Angriff auf die Ukraine vertreibt immer mehr Menschen, die meisten flüchten nach Polen. Mit Blick auf Moskaus Kriegsführung rechnen Experten mit bis zu zehn Millionen Kriegsflüchtlingen.

Etwa 300 Personen aus dem Kriegsgebiet haben sich in den vergangenen Tagen in Ludwigsburg offiziell angemeldet. Über 700 haben im städtischen Bürgerbüro in der Wilhelmstraße 9 gemeldet. Mehr als 120 sind an private Unterkünfte vermittelt worden. (Stand: 26. März). 40 Prozent der Angekommenen sind im Kindesalter, die sich meistens mit ihren Müttern auf die Flucht machten und deren Väter zurückbleiben mussten, um das Land zu verteidigen.

Die Flüchtlingshilfe der Stadt Ludwigsburg ist seit Beginn der russischen Invasion auf die Ukraine im Dauereinsatz. Und im Rathaus arbeitet man ebenfalls unter Hochdruck daran, die Aufnahme und Versorgung der Schutzsuchenden zu organisieren. Um den ankommenden Menschen soweit wie möglich Unterstützung zu geben sind seit Dienstag in Ludwigsburg die Gehwegmarkierungen für ankommende Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine angebracht. Diese Markierungen bestehen aus den Farben der ukrainischen Nationalflagge. Seitdem die Ukrainer 1991 ihre Souveränität erkämpften, gelten Blau und Gelb als Symbol der Freiheit.

Die Markierungen dienen dazu Flüchtlinge den Weg zum Service-Center der Stadt Ludwigsburg zu zeigen, in welcher sich die Menschen registrieren und gleichzeitig weitere wichtige Informationen zum Aufenthalt in der Barockstadt erhalten.

Weitere Infos für ankommende Kriegsflüchtlinge:

https://www.ludwigsburg.de/sc

red

 

Zoff an der Kasse: Mann drängelt sich vor und gerät mit Frau in handfeste Auseinandersetzung

Im Kassenbereich eines Einkaufszentrums in der Schwieberdinger Straße in Ludwigburg sind am Montagmorgen eine Kundin und ein Kunde aneinandergeraten.

Die 37-jährige Frau hatte sich hinter einem weiteren Kunden angestellt und dabei offensichtlich reichlich Platz gelassen. Den nutzte ein 45-Jähriger aus, um sich zwischen die Frau und dem weiteren Kunden einzureihen. Nachdem die 37-Jährige ihren Vordermann in mutmaßlich rauem Ton auf sein Verhalten angesprochen hatte, entwickelte sich ein Streitgespräch und letztlich eine Rangelei, nach der beide bei der Polizei über leichte Verletzungen klagten. Beide Kontrahenten werden jetzt wegen Körperverletzung angezeigt.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Ludwigsburg verleiht Siegfried Rapp Bürgermedaille

Der Honorarkonsul von Ecuador in Baden-Württemberg und frühere Grünen-Stadtrat Siegfried Rapp wird Träger der Bürgermedaille der Stadt Ludwigsburg. In seiner jüngsten Sitzung hat sich der Gemeinderat für den 69-Jährigen entschieden. Rapp wird diese Auszeichnung im Rahmen der Stadtgründungsfeier am 6. Mai im Residenzschloss erhalten, wie die Ludwigsburger Stadtverwaltung mitteilt.

„Das ist eine angemessene Würdigung für sein großartiges Engagement für den Umweltschutz sowie für das Zusammenleben von Kulturen“, betont Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Als vielseitiger Netzwerker für den Klimaschutz hat er den Namen Ludwigsburg weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht.“ Auch sein unermüdlicher Einsatz für Konfliktlösungen und ein gutes Miteinander sei von unschätzbarem Wert für eine Stadtgesellschaft, so der OB.

Die Klimapartnerschaft der Stadt Ludwigsburg mit Ecuadors viertgrößter Stadt Ambato geht auf die Initiative von Siegfried Rapp zurück. Er gehörte zudem für die Grünen von 2004 bis 2010 dem Gemeinderat an. Seit 2014 ist er Honorarkonsul von Ecuador mit Sitz am Marktplatz. Zwei Jahre später reiste eine Delegation der Stadtverwaltung und des Gemeinderats zum Kongress Habitat der Vereinen Nationen in die ecuadorianische Hauptstadt Quito. Bei dem Programm Habitat handelt es sich um das Wohn- und Siedlungsprogramm der Weltorganisation.

Ergebnis dieser Reise und Folge von Rapps Engagement war auch die Unterzeichnung der Klimapartnerschaft zwischen Ludwigsburg und Ambato. Diese internationale kommunale Partnerschaft ist ein großer Erfolg für die Zusammenarbeit auf Städteebene und eine unverzichtbare gesellschaftliche Aufgabe.

Die Reise von Schülerinnen und Schülern nach Ambato 2019 geht ebenfalls auf die Initiative von Siegfried Rapp zurück. Das hat die Klimapartnerschaft mit Leben gefüllt und gefestigt. Es führte auch zur Gründung der Deutsch-Ecuadorianischen Gesellschaft mit Sitz in Ludwigsburg noch im selben Jahr. Seine Überlegung war, die Klimapartnerschaft in der Stadtgesellschaft zu etablieren und mit Projekten lebendig zu machen. Im Mittelpunkt der Vorhaben stehen Klima- und Artenschutz, die Zusammenarbeit der Städte, die Toleranz auf allen Gebieten der Kultur sowie die Völkerverständigung. Dazu gehört auch die Förderung von Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden. Hier hat Siegfried Rapp eine Basis geschaffen, die es erlaubt, die Zusammenarbeit zu vertiefen und die Verbundenheit der Menschen zu stärken.

Als Mediator ist Siegfried Rapp Gründer und Leiter des Ludwigsburger Instituts für Konfliktmanagement und Mediation (LIKOM). Er ist bundesweit aktiv und hat als Mediator einen ausgezeichneten Ruf. Seit Gründung im Jahr 2001 ist die Bedeutung der außergerichtlichen Beilegung von Konflikten enorm gestiegen. LIKOM betreut auch die unabhängige Melde- und Vertrauensstelle von Amnesty International Deutschland.

red

Pop-up-Store in der Arsenalstraße

Ludwigsburg. Steigende Energiekosten, Versorgungsengpässe und Klimawandel – was kann der Einzelne dagegen tun? Wie kann ich die Energiewende mitgestalten? Wo bekomme ich eine kompetente Beratung rund um das Thema nachhaltige Investitionen für die Zukunft?

Vom 26. März bis Ende September 2022 erhalten Interessierte Antworten auf ihre Fragen im neueröffneten ZUKUNFTSRAUM. Die beiden Initiatoren Kreissparkasse Ludwigsburg und Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim eröffnen am Samstag gemeinsam in der ehemaligen Buchhandlung Aigner in der Arsenalstraße 8 in Ludwigsburg einen Laden auf Zeit, einen sogenannten Pop-up-Store.

Landrat Dietmar Allgaier, Verwaltungsratsvorsitzender der Kreissparkasse Ludwigsburg, ist beeindruckt von der umgestalteten Buchhandlung und findet Worte voll des Lobes für die energiegeladene Kooperation: „Der ZUKUNFTSRAUM in Ludwigsburg ist ein einmaliges, innovatives Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. Er macht die aktuell mehr denn je nötige Energiewende nicht nur greif- und erlebbar, sondern bietet konkrete Maßnahmen an, mit denen jeder Einzelne direkt einen Schritt in Richtung CO2-Neutralität gehen kann. Das kommt wiederum dem gesamten Kreis Ludwigsburg und der Lebensqualität künftiger Generationen zugute.“

Auch Oberbürgermeister Matthias Knecht, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim, äußert sich bei der Eröffnung über das gemeinsame Projekt: „Neben dem gemeinsamen Handeln im Ludwigsburger Klimabündnis gehen Kreissparkasse und Stadtwerke auch mit der Eröffnung des ZUKUNFTSRAUM Hand in Hand. An zentraler Stelle in der Ludwigsburger Innenstadt kann sich jeder informieren, mitmachen und mitgestalten. Und selbst Teil der Energiewende werden.“

Das Thema Nachhaltigkeit ist bereits seit 170 Jahren ein wichtiger Baustein der Unternehmensphilosophie der Kreissparkasse Ludwigsburg. „Ökonomie, Ökologie und soziale Verantwortung stehen bei uns im Gleichklang. Von diesen nachhaltigen Zielen werden unser Denken und Handeln bestimmt. Mit der Unterstützung von über 10.000 gemeinnützigen Projekten allein seit 2009 engagieren wir uns ökologisch und sozial nachhaltig in unserem Geschäftsgebiet. Wir denken schon heute an ein lebenswertes Morgen. So will die Kreissparkasse bis 2035 CO2-neutral sein. Die Energiewende beginnt zuhause, bei den Menschen, die wir mit unserem umfassenden Leistungsangebot im Landkreis tatkräftig beraten und begleiten: vom Modernisierungskredit ‚Erneuerbare Energien‘ über nachhaltige Geldanlagen bis hin zur E-Bike-Versicherung“, so Dr. Heinz-Werner Schulte, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Ludwigsburg.

Christian Schneider, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWLB, unterstreicht: „Die Ressourcen auf unserer Erde sind begrenzt, es ist unsere Aufgabe sie zu schützen. Der Umstieg auf mehr grüne Energien und nachhaltige Lebensweisen kann klappen, wenn wir genügend Mitmacher haben. Wir als Stadtwerke stellen mit Ökostrom, Ladestationen, Photovoltaikanlagen und smarten Netzen die infrastrukturellen Voraussetzungen für das Gelingen der Energiewende. Wir transformieren schon jetzt ganze Stadtquartiere energetisch für die Zukunft. Wir brauchen jedoch weitere Akteure für die Energiewende. Jetzt sind alle unsere Kunden, Hauseigentümer, Mieter und Autofahrer gefragt, sich aktiv in die Energiewende einzubringen.“

Informationen: www.zukunftsraum-lb.d

Verkehrsbericht für Ludwigsburg: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Verkehrsbericht gültig ab Montag, 28. März

Am Sonnenberg
Wegen Fahrbahninstandsetzung kommt es am Mittwoch, 30. März, auf Höhe der Einmündung Am Sonnenberg / In den Sonnengärten zu einer Vollsperrung mit Umleitung über die Straße In den Sonnengärten.

Bäckergasse
Hier kommt es zu Beeinträchtigung durch punktuelle Aufgrabungen voraussichtlich bis Ende März.

Baltenstraße
Der Kreuzungsbereich Baltenstraße / Hirschstraße ist halbseitig gesperrt und die Spur für den Radverkehr ist in Richtung Fahrtrichtung Osten verengt. Der Bereich zwischen der Hirschstraße und der Westfalenstraße ist voll gesperrt. Es besteht eine Anliegersackgasse zwischen der Westfalenstraße und dem Baubereich. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis September.

Bärenwiese
Riesenrad: Sperrung von etwa 80 Parkplätzen auf der Parkfläche West ab dem 18. Februar bis voraussichtlich Mitte Mai.

Bauhofstraße
Hier besteht bis Ende April eine Vollsperrung zwischen der Bauhofstraße 39 und 45/1.

Besigheimer Straße
Hier besteht voraussichtlich bis Mitte Mai eine Vollsperrung zwischen der Mundelsheimer Straße und der Michaelsbergstraße (Neuverlegung von Fernwärmeleitungen einschließlich Erneuerungen der Gas- und Wasserleitungen).

Eugenstraße
Die Eugenstraße ist voraussichtlich bis Ende Juni zwischen der Hindenburgstraße und der Friedrichstraße vollständig für den Fahrverkehr gesperrt (Sanierung und Aufstockung der Parkgarage des Landkreises).

Gämsenbergstraße
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen der Neckarstraße und der Jugendherberge.
Es erfolgt eine Umleitung über Neckarstraße und Schlösslesweg.

Grönerstraße
Die Grönerstraße ist voraussichtlich bis Anfang Mai halbseitig gesperrt. Im Bereich der Baustelle besteht eine Einbahnstraßenregelung.

Hoferstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Ende Juni zwischen der Martin-Luther-Straße und der Gänsfußallee eine halbseitige Sperrung mit Einbahnstraßenregelung stadteinwärts.

Hohenzollernstraße
Auf Höhe der Hohenzollernstraße 18 besteht bis Ende Dezember eine halbseitige Sperrung.

Hohenzollernstraße / Ludwigsburger Straße (Kornwestheim)
Hier besteht eine Sperrung für den Durchgangsverkehr.

Klopfer Areal – Erschließung östlicher Bereich der Steinheimer Straße
Hier besteht ab der KW 10 für sechs bis sieben Wochen eine halbseitige Sperrung der Steinheimer Straße, der Verkehr wird mit Baustellenampeln geregelt. Im weiterem Verlauf der Baumaßnahme sind die betroffenen Bauabschnitte voll gesperrt. Die Erschließungsmaßnahmen dauern voraussichtlich bis Ende Oktober.

Kornbeckstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Mai zwischen der Mainzer Allee und der Einmündung Bührerstraße eine halbseitige Sperrung mit Einbahnstraßenregelung in Richtung Bührerstraße.

Kreuzäcker/ Weinsberger Straße
Bis voraussichtlich Mitte April ist die Straße Kreuzäcker ab Höhe Sporthalle Schubartschule bis zur Kreuzung Weinsberger Straße / Grabenäcker voll gesperrt.

Kühäckerstraße
Hier besteht zwischen der August-Lämmle-Straße und Am Hirschgraben bis voraussichtlich Ende Mai eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten (Auswechslung der Gas- und Wasserleitungen einschließlich der Hausanschlüsse).

Leonberger Straße
Auf Höhe der Leonberger Straße 29 besteht bis voraussichtlich Ende März eine halbseitige Sperrung.

Markgröninger Straße
Hier kommt es wegen Instandsetzung von Kanalschachtabdeckungen im Zeitraum vom Montag, 28. März, bis Dienstag, 29. März, zu Beeinträchtigungen.

Mörikestraße / Kreuzung Waldäcker
Hier besteht bis Ende März eine Vollsperrung.

Robert-Franck-Allee / Aldinger Straße (Umbau Radweg)
Der Einmündungsbereich Oststraße ist voll gesperrt. Es ist keine Durchfahrt aus der Oststraße zur Robert-Franck-Allee möglich; Fußgänger und Radverkehr werden umgeleitet. Es besteht eine einspurige Verkehrsführung mit Ampelregelung.

Robert-Franck-Allee / Stuttgarter Straße
Voraussichtlich bis Ende März ist die Rechtsabbiegerspur in die Stuttgarter Straße gesperrt.

Schillerplatz
Wegen Instandsetzung von Fahrbahnschäden kommt es hier zu beengten Platzverhältnissen sowie Änderungen der Fahrspur.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrechterhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.

Schlieffenstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Ende März eine halbseitige Sperrung zwischen der Schwieberdinger Straße und der Grönerstraße, der Verkehr wird über eine Ampel geregelt. Eine Einfahrt in die Grönerstraße von der Schlieffenstraße ist nicht möglich.

Schorndorfer Straße
Am Donnerstag, 31. März, und Freitag, 01. April, kommt es auf Höhe der Schorndorfer Straße 45 zu Beeinträchtigungen wegen Belagssanierung.

Steinheimer Straße
Es besteht voraussichtlich bis Ende April eine halbseitige Sperrung der südlichen Steinheimer Straße. Der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt.

Straßenäcker
Hier besteht bis Ende April eine Vollsperrung.

Walckerpark/Untere Kasernenstraße
Durch die Umgestaltung des Walckerparkes/Untere Kasernenstraße ist der Parkplatz Untere Kasernenstraße gesperrt. Im Bereich Bietigheimer Straße, Untere und Obere Kasernenstraße werden Anwohnerparkplätze ausgewiesen.

Westrandstraße
Es besteht eine Vollsperrung der Mörikestraße zwischen Waldäcker und Wöhlerstraße inklusive des Kreisverkehrs in der Wöhlerstraße. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Der Baumarkt ist erreichbar über die Westrandstraße / Liebigstraße. Es kommt entlang des gesamten Streckenabschnitts zu Behinderungen durch halbseitige Tagesbaustellen.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Stadt Ludwigsburg sucht dringend Unterkünfte für Ukraine-Geflüchtete – Sporthallen als letzte Option

Von Uwe Roth

Ein Oberbürgermeister ist auf Wohnungssuche: Matthias Knecht persönlich mietet derzeit alles an, was in Ludwigsburg der Unterbringung von aus der Ukraine geflüchteten Menschen dienen könnte. Dafür nutzt der Rathauschef seine Befugnis der „kurzfristigen Eilentscheidung“. Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung im April darüber nachträglich informiert und gegebenenfalls um Zustimmung gebeten. Die Rathausspitze setzt aber auf „Akzeptanz“ in den politischen Gremien, wenn sich nun Prioritäten verändern, und „die Stadtverwaltung einige Dienstgeschäfte nicht mehr in dem gewohnten Maß erfüllen kann“. Was genau damit gemeint ist, wird sich noch zeigen. Städtische Sporthallen zu beschlagnahmen, um dort ein Bettenlager einzurichten, betrachtet das Stadtoberhaupt jedenfalls als die letzte Option zur Unterbringung von Geflüchteten. Knecht ist nach eigener Aussage guter Hoffnung, dass genügend reguläre Schlafplätze für eine menschenwürdige Unterbringung gefunden werden.

Die bisherige Bilanz stimmt ihn optimistisch: Etwa 300 Personen aus dem Kriegsgebiet haben sich in den vergangenen Tagen in Ludwigsburg offiziell angemeldet. Über 700 haben im städtischen Bürgerbüro in der Wilhelmstraße 9 gemeldet. Mehr als 120 sind an private Unterkünfte vermittelt worden. 40 Prozent der Angekommenen sind im Kindesalter, die sich meisten mit ihren Müttern auf die Flucht machten und deren Väter zurückbleiben mussten, um das Land gegen Putins Soldaten zu verteidigen. Der Oberbürgermeister und die Sozialbürgermeisterin Renate Schmetz sprachen dieser Tage vor Medienvertretern von einer „unglaublichen Hilfsbereitschaft und Solidarität“ in der Ludwigsburger Bevölkerung. Diese beschränke sich nicht allein auf das Spenden von Geld, Klamotten oder Möbeln. Einige Bürger seien darüber hinaus bereit, ihr privates Umfeld zu öffnen, um in der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus beispielsweise in den ehemaligen Zimmern der Kinder Fremde aufzunehmen. Und diese Bereitschaft könne unter Umständen auf eine harte Probe gestellt werden. Knecht befürchtet, es könne bis zu zwei Jahren oder länger dauern, bis der Weg für die Menschen zurück in ihre Heimat möglich werde. Da sei von allen Seiten Durchhaltevermögen gefragt.

Auf mehr private Unterkunftsangebote ist die Stadt angewiesen: Der OB rechnet mit 1000 weiteren Geflüchteten, die in den nächsten Wochen von der Landeserstaufnahmestelle und der Kreisverwaltung an die Stadt verwiesen werden. „Für 500 Personen sind städtisch angemietete Unterkunftsplätze verfügbar“, teilte er als Ergebnis einer ersten Suche mit. Darunter seien Privatwohnungen, Hotelzimmer, von Bauträgern angebotene Unterkünfte sowie gewerblich genutzte Gebäude. Das seit September vergangenen Jahres geschlossene Hotel „Krauthof“ im Stadtteil Hoheneck wird erst einmal nicht abgerissen, sondern reaktiviert. Dafür müssen die Zimmer neu eingerichtet werden. Vor Jahrzehnten war dort während einer Weltmeisterschaft die ukrainische Handballnationalmannschaft untergebracht. Nun ziehen in den „Krauthof“ Landsleute aus einem sehr tragischen Grund und nicht selten traumatisiert, wie Betreuende beobachten.

Die Stadt hat einen Ukraine-Krisenstab eingerichtet, in dem sich Vertreter der städtischen Ämter mehrmals die Woche treffen. Erfahrungen aus den Jahren der Unterbringung von Flüchtenden aus Syrien und der Corona-Pandemie sollen helfen, die Bürokratie gering zu halten. Das Bürgerbüro sucht zusätzliche Räume außerhalb des Rathauses als zentrale Anlaufstelle für Geflüchtete, um „alles aus einer Hand“ regeln zu können. Knecht und Schmetz hoffen auf die Bereitschaft von Eigentümern, in deren Immobilien in der Innenstadt Ladenflächen leer stehen. In den Fußgängerzonen gibt es aktuell einige Geschäfte, die schon viele Monate keinen Mieter mehr haben. Sie könnten eine ideale Lösung sein, um den neu Angekommenen unnötige Behördengänge zu ersparen.

Neben der Unterbringen haben die städtischen Ämter viel zu organisieren: Zu allererst Sprachkurse und die Betreuung der Kinder. Ältere mit einer Berufsausbildung sollen eine Arbeit finden. Auch wer in der Stadt nicht direkt helfe, werde die Auswirkungen des Krieges zu spüren bekommen, stellte Knecht klar. Der Oberbürgermeister zeigte sich im Pressegespräch hoch motiviert, die Hilfsbereitschaft in der Stadt auf hohem Niveau zu halten. Er spüre angesichts des Kriegstreibers Putin eine Mischung aus Wut und Ohnmacht. Alles sei zu unternehmen, was eine Ausweitung des verheerenden Kriegs verhindere.

Frühlingserwachen-Ausstellung: Blühende Barock in Ludwigsburg lockt mit Schnitzkunst

Mit viel Sonne und warmen Temperaturen ist die Frühlingserwachen-Ausstellung im Blühenden Barock am vergangenen Wochenende gestartet. Und genauso geht es auch weiter: Das Wochenende wird frühlingshaft warm und lädt zu einem Besuch der Ausstellung ein. Dann können die Besucher*innen live dabei sein, wenn Künstler Igor Loskutow von 25. bis 27. März neue Holzfiguren für die Ausstellung schnitzt.

Endlich Frühling! Nach den grauen Wintermonaten ist die Frühlingsausstellung ein farbenfrohes Fest für alle Sinne und weckt die Lebensgeister. Auf dem weitläufigen Parkgelände des Blühenden Barock erleben die Besucher*innen internationale Frühlingsbräuche inmitten wundervoller Blumenarrangements. Es gibt zum Beispiel kunterbunte Riesen-Ostereier mit unzähligen kunstvoll verzierten Eiern zu sehen, zudem einen Schmetterling welcher mit bunten Zitrusfrüchten verziert ist und einen Osterbrunnen, der liebevoll von den Landfrauen Affalterbach mit wunderschönenOstereiern dekoriert wurde.

Am Freitag, Samstag und Sonntag, 25. bis 27. März, ist Kettensägenschnitzer Igor Loskutow zu Gast auf der Frühlingserwachen-Ausstellung. Seit 20 Jahren widmet er sich der Kettensägenschnitzerei und wurde mit Preisen für seine Arbeit ausgezeichnet. Mit der schweren Säge schnitzt er kleinere aber auch monumental große Skulpturen – die Besucher können ihn bei seiner Arbeit beobachten. Zu sehen gibt es eine große Holzbank mit Blumen- und Bienenmotiven sowie eine Säule mit frühlingshaften Motiven.

Am Samstag findet in der Aktionsscheune am Rosengarten (im unteren Ostgarten) um 14 sowie um 15 Uhr ein Vortrag mit dem Direktor des Blühenden Barock, Volker Kugel, statt.page1image49721344

Neu gibt es in diesem Jahr auf dem Gelände des Frühlingserwachens erstmals eine bunte Sandfigur zu sehen: Eine Windmühle mit bunten Tulpenfeldern ziert den Platz vor der Cafeteria am Rosengarten. Das Team der Cafeteria am Rosengarten bietet auf seinen Terrassen ausgewählte Speisen und Getränke und einen beeindruckenden Gesamtüberblick über die Frühjahrsausstellung.

Wer noch etwas für sich oder die Daheimgebliebenen mit nach Hause nehmen möchte, bekommt im Frühlingsshop frühlingshafte Dekorationsartikel und vieles mehr. Der Shop öffnet seine Türen täglich von 11-17 Uhr.

Info: Frühlingserwachen-Ausstellung im Blühenden Barock Ludwigsburg 18. März bis 24. April 2022

red

Vorfall am Ludwigsburger Bahnhof: Unbekannter schlägt mit Golfschläger auf den Kopf von 46-Jährigen

Nach einem Angriff auf einen 46-jährigen Mann an der Musikhalle am Bahnhof Ludwigsburg, ermittelt das Polizeirevier Ludwigsburg wegen gefährlicher Körperverletzung gegen einen bislang noch unbekannten Täter.

Mehrere Zeugen meldeten am Dienstag gegen 15:20 Uhr der Polizei, dass es zu Streitigkeiten und einer körperlichen Auseinandersetzung am Bahnhof in Ludwigsburg gekommen sei. Ein Mann sei mit einem Golfschläger geschlagen worden. Beamte des Polizeireviers Ludwigsburg stellten auf dem Solitudeparkdeck einen 46-Jährigen mit einer Kopfverletzung fest. Der Verletzte schien deutlich unter Alkoholeinfluss zu stehen. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von über drei Promille. Ein hinzugerufener Rettungswagen brachte den 46-jährigen in ein Krankenhaus. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Ludwigsburg

Verkehrsbericht für Ludwigsburg: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Bäckergasse
Hier kommt es zu Beeinträchtigung durch punktuelle Aufgrabungen voraussichtlich bis Ende März.

Baltenstraße
Der Kreuzungsbereich Baltenstraße / Hirschstraße ist halbseitig gesperrt und die Spur für den Radverkehr ist in Richtung Fahrtrichtung Osten verengt. Der Bereich zwischen der Hirschstraße und der Westfalenstraße ist voll gesperrt. Es besteht eine Anliegersackgasse zwischen der Westfalenstraße und dem Baubereich.

Bärenwiese
Riesenrad: Sperrung von etwa 190 Parkplätzen auf der Parkfläche West ab dem 18. Februar bis voraussichtlich Mitte Mai.

Bauhofstraße
Hier besteht bis Ende April eine Vollsperrung zwischen der Bauhofstraße 39 und 45/1.

Besigheimer Straße
Hier besteht voraussichtlich bis Mitte Mai eine Vollsperrung zwischen der Mundelsheimer Straße und der Michaelsbergstraße (Neuverlegung von Fernwärmeleitungen einschließlich Erneuerungen der Gas- und Wasserleitungen).

Bottwartalstraße
Auf Höhe der Bottwartalstraße 75 bis 79 besteht eine halbseitige Sperrung stadteinwärts mit Ampelregelung.

Eugenstraße
Die Eugenstraße ist voraussichtlich bis Ende Juni zwischen der Hindenburgstraße und der Friedrichstraße vollständig für den Fahrverkehr gesperrt (Sanierung und Aufstockung der Parkgarage des Landkreises).

Gämsenbergstraße
Hier besteht eine Vollsperrung zwischen der Neckarstraße und der Jugendherberge.
Es erfolgt eine Umleitung über Neckarstraße und Schlösslesweg.

Grönerstraße
Die Grönerstraße ist voraussichtlich bis Anfang Mai halbseitig gesperrt. Im Bereich der Baustelle besteht eine Einbahnstraßenregelung.

Hoferstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Ende Mai zwischen der Martin-Luther-Straße und der Gänsfußallee eine halbseitige Sperrung mit Einbahnstraßenregelung stadteinwärts.

Hohenzollernstraße
Auf Höhe der Hohenzollernstraße 18 besteht bis Ende Dezember eine halbseitige Sperrung.

Hohenzollernstraße / Ludwigsburger Straße (Kornwestheim)
Hier besteht eine Sperrung für den Durchgangsverkehr.

Klopfer Areal – Erschließung östlicher Bereich der Steinheimer Straße
Hier besteht ab der KW 10 für sechs bis sieben Wochen eine halbseitige Sperrung der Steinheimer Straße, der Verkehr wird mit Baustellenampeln geregelt. Im weiterem Verlauf der Baumaßnahme sind die betroffenen Bauabschnitte voll gesperrt. Die Erschließungsmaßnahmen dauern voraussichtlich bis Ende Oktober.

Kornbeckstraße
Hier besteht bis voraussichtlich Ende Mai zwischen der Mainzer Allee und der Einmündung Bührerstraße eine halbseitige Sperrung mit Einbahnstraßenregelung in Richtung Bührerstraße.

Kreuzäcker/ Weinsberger Straße
Bis voraussichtlich Mitte April ist die Straße Kreuzäcker ab Höhe Sporthalle Schubartschule bis zur Kreuzung Weinsberger Straße / Grabenäcker voll gesperrt.

Kühäckerstraße
Hier besteht zwischen der August-Lämmle-Straße und Am Hirschgraben bis voraussichtlich Ende Mai eine Vollsperrung in den jeweiligen Bauabschnitten (Auswechslung der Gas- und Wasserleitungen einschließlich der Hausanschlüsse).

Leonberger Straße
Auf Höhe der Leonberger Straße 29 besteht bis voraussichtlich Ende März eine halbseitige Sperrung.

Mörikestraße / Kreuzung Waldäcker
Hier besteht bis Ende März eine Vollsperrung.

Robert-Franck-Allee / Aldinger Straße (Umbau Radweg)
Der Einmündungsbereich Oststraße ist voll gesperrt. Es ist keine Durchfahrt aus der Oststraße zur Robert-Franck-Allee möglich; Fußgänger und Radverkehr werden umgeleitet. Es besteht eine einspurige Verkehrsführung mit Ampelregelung.

Robert-Franck-Allee / Stuttgarter Straße
Voraussichtlich bis Ende März ist die Rechtsabbiegerspur in die Stuttgarter Straße gesperrt.

Schillerplatz
Wegen Instandsetzung von Fahrbahnschäden kommt es hier zu beengten Platzverhältnissen sowie Änderungen der Fahrspur.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrechterhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2022.

Schlieffenstraße
Hier besteht voraussichtlich bis Ende März eine halbseitige Sperrung zwischen der Schwieberdinger Straße und der Grönerstraße, der Verkehr wird über eine Ampel geregelt. Eine Einfahrt in die Grönerstraße von der Schlieffenstraße ist nicht möglich.

Steinheimer Straße
Es besteht voraussichtlich bis Ende April eine halbseitige Sperrung der südlichen Steinheimer Straße. Der Verkehr wird mit einer Ampel geregelt.

Walckerpark/Untere Kasernenstraße
Durch die Umgestaltung des Walckerparkes/Untere Kasernenstraße ist der Parkplatz Untere Kasernenstraße gesperrt. Im Bereich Bietigheimer Straße, Untere und Obere Kasernenstraße werden Anwohnerparkplätze ausgewiesen.

Westrandstraße
Es besteht eine Vollsperrung der Mörikestraße zwischen Waldäcker und Wöhlerstraße inklusive des Kreisverkehrs in der Wöhlerstraße. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Der Baumarkt ist erreichbar über die Westrandstraße / Liebigstraße. Es kommt entlang des gesamten Streckenabschnitts zu Behinderungen durch halbseitige Tagesbaustellen.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Parken in Ludwigsburg – das müssen Bewohner ab 1. April beachten

Am 1. April 2022 ändert sich die Gebühr für den einjährigen Bewohnerparkausweis. Er kostet dann grundsätzlich 120 Euro statt bislang 30 Euro. Menschen, die Inhaber der Ludwigsburg Card sind, erhalten diesen für 60 Euro. Mobilitätsbeeinträchtigte Menschen mit einem blauen oder orangenen Ausweis bezahlen 30 Euro.

Maßgeblich für die Berechnung der Gebühren ist laut der Stadtverwaltung das Ablaufdatum. Hintergrund dieser Regelung ist, dass der Ausweis tatsächlich für den gesamten Zeitraum gültig ist und nicht bei vorheriger Beantragung frühzeitig an Gültigkeit verliert. Dies gewinnt vor allem bei der neuen Gebühr an Bedeutung. Beantragt zum Beispiel ein Anwohner, dessen Bewohnerparkausweis am 4. April 2022 ausläuft, am 21. März 2022 einen neuen Ausweis, bekommt er diesen mit Gültigkeit ab dem 5. April 2022 für ein weiteres Jahr ausgestellt. Er muss dementsprechend 120 Euro Gebühren zahlen, erklärt die Ludwigsburger Stadtverwaltung.

Wenn ein Ausweis vor dem 31. März abläuft, beispielsweise am 27. März, soll Folgendes gelten: Wird der Ausweis etwa am 21. März beantragt, gilt der neue Ausweis ab dem 28. März und kostet 30 Euro. Dieser gilt dann ein Jahr. Wird der neue Parkausweis aber erst am 14. April beantragt, gilt der neue Ausweis auch erst ab dem 14. April und kostet dann 120 Euro. Mehr Fallbeispiele stehen auf www.ludwigsburg.de/bewohnerparken.

Einen Bewohnerparkausweis erhält, wer in einem Bewohnerparkbereich mit Hauptwohnung gemeldet ist und keinen privaten Stellplatz oder keine private Garage besitzt. Jede Person erhält nur einen Parkausweis, auf dem bis zu zwei Kennzeichen eingetragen werden können. Mitglieder von Car-Sharing-Organisationen erhalten einen Bewohnerparkausweis, wenn ein entsprechender Nachweis über die Mitgliedschaft vorgelegt wird.

red