Polizeieinsatz in Ludwigsburger Einkaufsmarkt: Mann weigert sich, Hausverbot zu akzeptieren

Ludwigsburg – Ein Vorfall in einem Einkaufsmarkt in der Friedrichstraße hat am Dienstagnachmittag einen Polizeieinsatz ausgelöst. Einsatzkräfte des Polizeipostens Oststadt mussten eingreifen, nachdem ein 31-jähriger Mann, der Hausverbot hatte, erkannt wurde. Mitarbeiter des Markts hatten den Mann gegen 13.30 Uhr erkannt und aufgrund seines auffälligen Verhaltens, das auf einen psychischen Ausnahmezustand schließen ließ, die Polizei alarmiert.

Die Polizeibeamten trafen den Mann im Eingangsbereich an und forderten ihn auf, zur nahegelegenen Dienststelle zu begleiten, um die notwendigen polizeilichen Maßnahmen durchzuführen. Doch der 31-Jährige weigerte sich, den Einkaufsmarkt zu verlassen. Die Polizisten führten ihn daraufhin nach draußen. Währenddessen schrie er laut umher und versuchte sich aus den Griffen der Einsatzkräfte zu befreien.

In der Folge musste der Mann vor dem Eingang zu Boden gebracht werden. Nachdem ihm die Handschellen angelegt worden waren, beruhigte er sich. Da er jedoch teilweise äußerst wirre Angaben machte, wurde er letztlich in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.

red

Ein Leben im Dienste der Gemeinde: Konrad Seigfried wird 70

Ludwigsburg – Konrad Seigfried, ehemaliger Erster Bürgermeister von Ludwigsburg, wird am 8. April 70 Jahre alt. Er hat 15 Jahre lang als Erster Bürgermeister von Ludwigsburg gearbeitet und wurde bei seiner Verabschiedung im Frühjahr 2021 von vielen Menschen für seine klare Haltung, seinen starken Willen und seine große Leidenschaft gelobt.

In seiner Karriere hat Seigfried sich durch seine Basisarbeit in der Jugendgerichtshilfe in Frankfurt am Main und Mannheim sowie als Jugendhausleiter in Wertheim und Jugendpfleger im Kreis Miltenberg einen Namen gemacht. 1989 baute er als Leiter das neue Jugendamt in Sankt Augustin bei Bonn auf, wo er 1996 als Beigeordneter für Soziales erstmals in ein Amt als Dezernent gewählt wurde. 2006 folgte schließlich die Station als Erster Bürgermeister in Ludwigsburg. Als solcher Stellvertreter des Oberbürgermeisters und verantwortlich für die Themenbereiche Bildung, Sport, Soziales, Wohnen, Bürgerschaftliches Engagement, Gleichstellung und Feuerwehr.

Seigfried ist bekannt für seine Flüchtlingspolitik und hat sich für eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen in der ganzen Stadt eingesetzt. Er hat auch die Bildung in Ludwigsburg durch die Einführung der Gemeinschaftsschule und den Bau von Kindernestern und Kinder- und Familienzentren entscheidend vorangetrieben. Seigfried hat sich auch für die kommunale Entwicklungszusammenarbeit und den interreligiösen Dialog mit Nachdruck eingesetzt. Als Leiter des Corona-Krisenstabs hat er während der Pandemie in der Stadt herausragende Arbeit geleistet.

Bei seiner Verabschiedung sagte Seigfried, er habe seine Aufgabe stets mit Leidenschaft und hoher Identifikation erfüllt. Er empfand seine Zeit in Ludwigsburg stets als großes Glück und betonte, dass die Stadt die Kultur des Ehrenamtes fördere. Er selbst setzt sich als Vorsitzender des Förderkreises Burkina Faso in Ludwigsburg für eine partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit ein, die er als Beitrag zur Völkerverständigung und als einen Baustein für mehr soziale Gerechtigkeit versteht.

Ludwigsburg Oberbürgermeister Matthias Knecht, würdigte Seigfried als Mentor, Vorbild und Wegbegleiter. Er sagte, er habe Seigfried viel zu verdanken, vor allem im ersten Amtsjahr und während der Corona-Pandemie. Auch andere Mitglieder des Gemeinderats und viele Menschen, die ihn in seinem Amt begleiteten, haben Seigfried bei seiner Verabschiedung mit Lobeshymnen bedacht.

In seiner 45-jährigen Karriere hat Seigfried insgesamt sieben Aufgaben in sechs verschiedenen Kommunen ausgeübt und dabei immer wieder neue Wege beschritten. Konrad Seigfried beteuert bis heute, man müsse in das Gelingen verliebt sein. Er hat seine Arbeit stets mit Leidenschaft und Engagement ausgeführt und sich für eine bessere Welt eingesetzt. Auch im Ruhestand wird Seigfried sicherlich weiterhin aktiv bleiben und sich für die Gemeinschaft einsetzen.

red

Frischer Wind für die Polizei: 117 neue Beamte verstärken Polizeipräsidium Ludwigsburg

Ludwigsburg – Unter dem Motto “Mit Dir sind wir besser!” haben zahlreiche junge Menschen den Aufruf der Einstellungskampagne der Polizei Baden-Württemberg verfolgt und sich erfolgreich bei der Polizei beworben. Mit der größten personellen Verstärkung seit Jahren hat nun das Polizeipräsidium Ludwigsburg 117 neue Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte erhalten.

87 der neuen Polizeikräfte wurden nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung zum 1. März (mittlerer Polizeivollzugsdienst) und 1. April (gehobener Polizeivollzugsdienst) zum Polizeipräsidium Ludwigsburg versetzt und gestern von Polizeipräsident Thomas Wild begrüßt.

Polizeipräsident Wild äußerte sich erfreut und sagte: “Sie wurden sehnlichst erwartet. Bereits seit einigen Jahren befinden wir uns in einer personellen Talsohle, die der Polizei insgesamt und auch uns in den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg beschäftigt hat. Jetzt macht sich die Einstellungsoffensive der letzten Jahre bemerkbar, und wir freuen uns sehr über ihre Unterstützung”.

Zusätzlich zu den 87 neuen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten kehrten auch 22 Polizeioberkommissarinnen und Polizeioberkommissare zurück, die bereits im mittleren Polizeivollzugsdienst dem Polizeipräsidium Ludwigsburg angehört hatten und nach bestandenem Studium ihren Dienst nun in der gehobenen Laufbahn wiederaufnehmen. Sieben Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte wurden auf eigenen Wunsch von anderen Dienststellen zum Polizeipräsidium Ludwigsburg versetzt. Ferner konnte eine weitere Person über eine Sonderlaufbahn bei der Polizei einsteigen und unterstützt künftig die Kriminalpolizei als Wirtschaftskriminalist.

Die Neuzugänge werden in den unterschiedlichen Organisationseinheiten der Schutz- und Kriminalpolizei eingesetzt. Auch die Verwaltung des Polizeipräsidiums erhält personelle Unterstützung: Drei Beamtinnen des gehobenen Verwaltungsdienstes verstärken künftig die Bereiche Recht und Datenschutz sowie Finanzen.

red

Verkehrsbericht für Ludwigsburg: Welche Straßen diese Woche gesperrt sind

Verkehrsbericht gültig ab Montag, 03. April

Eberhardstraße
Die Straße ist in zwei Bauabschnitten vollständig für den Fahrverkehr gesperrt (Verlegung Fernwärmeleitungen). Bauabschnitt 1: von der Eberhardstraße 14 bis zur Ecke Kaffeeberg voraussichtlich bis Mitte März. Bauabschnitt 2: von der Eberhardstraße 14 bis bei der Katholischen Kirche 1 und 2 voraussichtlich ab Mitte März bis Ende April.

Erich-Schmid-Straße
Die Straße ist vollständig für den Fahrverkehr gesperrt (Stammkabelverlegung) bis voraussichtlich bis Anfang April.

Frankfurter Straße / B27
Die Straße ist voraussichtlich bis Anfang April im Bauabschnitt 1 spurweise gesperrt und nur eingeschränkt befahrbar, es kommt zu Beeinträchtigungen in beiden Richtungen (Erschließung Zufahrt Möbelhaus). Fahrrad- und Fußwege sind gesperrt und werden umgeleitet über Junkerleswiesen/Altach.

Friedrichstraße
Auf Höhe der Friedrichstraße 6 ist der Gehweg für den Fußgängerverkehr gesperrt sowie die Fahrspur teils gesperrt bis voraussichtlich Ende Mai.

Gämsenbergstraße/Anschluss Otto-Konz-Weg
Die Straße ist eingeschränkt befahrbar. Der Gehweg ist für den Fußgängerverkehr gesperrt. In diesem Bereich ist der Fahrradverkehr gesperrt zwecks Straßenbau. Dauer der Einschränkungen voraussichtlich bis Mitte April.

Grönerstraße
Wegen Ausbau eines Radwegs bestehen bis voraussichtlich Ende April folgende Einschränkungen: halbseitige Sperrung für den Fahrverkehr von der Grönerstraße 25 bis zur Grönerstraße 33, die Straße ist eingeschränkt befahrbar. Der Gehweg ist für den Fußgängerverkehr gesperrt, ebenso ist dieser Bereich für den Fahrradverkehr gesperrt.

Heilbronner Straße
Wegen Umbau einer Bushaltestelle kommt es voraussichtlich bis Anfang April zu folgenden Einschränkungen: Die Straße ist nur eingeschränkt befahrbar und spurweise gesperrt. Sperrung des Gehwegs, ebenso ist dieser Bereich für den Fahrradverkehr gesperrt.

Hohenzollernstraße
Auf Höhe der Hohenzollernstraße 18 besteht bis voraussichtlich Ende September eine halbseitige Sperrung.

Leonberger Straße
Die Straße ist voraussichtlich bis Mitte April eingeschränkt befahrbar (barrierefreier Umbau der Bushaltestellen).

Martin-Luther-Straße
Die Straße ist halbseitig für den Fahrverkehr gesperrt und nur eingeschränkt befahrbar voraussichtlich bis Ende April (Sanierung der Schadstelle im Leitungsgraben). Die Umleitungen sind vor Ort ausgeschildert.

Schillerstraße
Die Schillerstraße ist für den Fahrzeugverkehr in Richtung Westen befahrbar. Der Radverkehr bleibt in beide Richtungen aufrechterhalten. Der Fußgängerverkehr wird über den Gehweg auf der Südseite geführt. Diese Verkehrsregelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis voraussichtlich Ende 2023.

Quelle: Stadt Ludwigsburg

Arbeitslosigkeit im Landkreis Ludwigsburg leicht gesunken – Frühjahrsbelebung bleibt aus

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Ludwigsburg ist im März um 0,1 Prozent gesunken. Bei der Agentur für Arbeit Ludwigsburg und dem kommunalen Jobcenter Landkreis Ludwigsburg waren insgesamt 10.968 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies sind 15 Personen weniger als im Vormonat und 2.167 Personen mehr als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote blieb wie im Vormonat bei 3,5 Prozent, im Vorjahr betrug sie 2,8 Prozent.

In Baden-Württemberg lag die Arbeitslosenquote bei 3,8 Prozent und in der Region Stuttgart bei 3,9 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist, Stand Ende September 2022, auf 213.858 gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das eine Zunahme um 2.866 oder 1,4 Prozent.

Laut Martin Scheel, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Ludwigsburger Arbeitsagentur, konnten arbeitslose Menschen trotz Rekordbeschäftigung und hoher Nachfrage nach Arbeitskräften nicht so stark von der Frühjahrsbelebung profitieren wie in den Jahren zuvor. Ein qualifikatorisches Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sei dafür in erster Linie verantwortlich. Insbesondere Personen mit Fluchthintergrund fehle es neben Deutschkenntnissen an der Anerkennung ihrer im Heimatland erworbenen Berufsabschlüsse oder an neuen, hier in Deutschland erforderlichen beruflichen Qualifikationen.

Insgesamt lässt sich jedoch festhalten, dass die Arbeitslosigkeit im Landkreis Ludwigsburg weiterhin auf einem niedrigen Niveau bleibt und die Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Die Hoffnung besteht, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessert und auch arbeitslose Menschen von diesem Trend profitieren können.

red

Glice statt Eis: Ludwigsburgs Kunsteisbahn goes Sommer

Ludwigsburg – Die Kunsteisbahn der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim schließt am Sonntagabend, dem 02. April 2023, für zehn Tage ihre Türen. Der Grund sind Umbauarbeiten für die Sommersaison, die bis zum 10. April dauern werden. Während dieser Zeit wird die Eishalle einer Grundreinigung unterzogen und die Bande so aufgebaut, dass die gesamte Hallenfläche von 1.800 Quadratmetern genutzt werden kann. Lediglich ein Bandenmittelstück wird die Glice- von der Rollschuhbahn trennen.

Ab dem 11. April 2023 öffnet die Kunsteisbahn in der zweiten Osterferienwoche um 09:00 Uhr ihre Türen für die Sommersaison. An den beiden Disco-Tagen – dem Disco-Highlight am 14. April und der Kinder-Disco am 15. April – wird ein Live-Gewinnspiel vor Ort stattfinden. Bei Eintritt an der Kasse werden Gewinn-Coupons vom Kunsteisbahn-Team ausgegeben, die ausgefüllt in den Gewinn-Cube geworfen werden können. Mit etwas Glück können zehn Essensmarken für ein Menü direkt bei der Cafeteria vor Ort gewonnen werden. Zusätzlich verlost die SWLB fünf Freikarten für ihre Freizeiteinrichtungen, die bis zu drei Jahren nach Ausstellungsdatum einlösbar sind.

Wer noch mehr Spaß auf Glice haben möchte, sollte sich den Schlittschuhkurs nicht entgehen lassen, der in den Osterferien vom 13. bis zum 16. April um 09:00 Uhr startet. Die Glice- und Rollschuh-Bahn können übrigens auch exklusiv gemietet werden – sowohl von Einzelpersonen als auch von Gruppen oder Vereinen. Eine Stunde kostet pauschal 40 Euro, pro Gast werden zusätzlich vier Euro Eintritt berechnet. Auch die Glice-Bahn für Glice-Hockey sowie die Rollschuhbahn für Inline-Hockey können gemietet werden, wobei Tore und Puks gestellt werden. Weitere Informationen zu den Angeboten rund um Glice, Inline-Hockey und dem neuen Schlittschuhkursangebot finden Sie auf der Website der SWLB.

„Die letzte Saison war eine unvergleichliche für uns“, betont Christian Schneider, Vorsitzender der Geschäftsführung der SWLB. “Insgesamt 53.000 Gäste haben in 2022 unsere Kunsteisbahn besucht. Einhergehend mit der Energiekrise und den per Gesetz von den Kommunen verlangten 20 Prozent Energieeinsparungen hatten wir die Wahl, energieintensive Einrichtungen ganz zu schließen oder, wie in diesem Fall, eine Alternative anzubieten. Mit der Glice-Bahn stand den Winter über eine attraktive und zudem energiearme, „eisfreie“ Freizeitmöglichkeit zur Verfügung.“ Die am 11. April startende Sommersaison dauert bis zu den Sommerferien, dann wird erneut kräftig umgebaut. Schneider zeigt sich zuversichtlich: „Wir möchten im Herbst Eis anbieten – wenn es keine gesetzlichen Einschränkungen gibt.“

red

Erfolg für die Polizei: Gestohlene Baumaschinen aus Ludwigsburg in Bayern gefunden – Tatverdächtige in Haft

Ludwigsburg – Bayreuth. Die Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth hat eine Diebstahlserie von Werkzeugen und Baumaschinen in Ludwigsburg und Kornwestheim aufgeklärt. Dank einer aufmerksamen Streifenwagenbesatzung wurden zwei Männer und eine Frau im Alter zwischen 21 und 39 Jahren festgenommen.

Am 26. März 2023 wurde im Raum Bayreuth ein Renault Master einer Verkehrskontrolle unterzogen. Die Beamten bemerkten, dass das Fahrzeug mit einer großen Menge hochwertiger Werkzeuge und Baumaschinen beladen war. Der Verdacht lag nahe, dass es sich dabei um Beute aus vorangegangenen Diebstählen handelte. Weitere Überprüfungen durch die Verkehrspolizeiinspektion und Kriminalpolizei Bayreuth bestätigten diesen Verdacht: Teile der Ladung stammten aus Einbrüchen in Ludwigsburg und Kornwestheim.

In der Heinkelstraße in Kornwestheim wurde zwischen dem 10. und 13. März 2023 ein Baucontainer auf einer Baustelle aufgebrochen. Die Täter entwendeten Werkzeuge und Baumaschinen im Wert von rund 7.000 Euro. Ebenfalls auf einer Baustelle, in der Groenerstraße in Ludwigsburg, brachen die Diebe zwischen dem 24. und 26. März 2023 einen Baucontainer auf und entwendeten Werkzeuge und Maschinen im Wert von etwa 10.000 Euro. Zudem wurden zwischen dem 25. und 26. März 2023 mehrere Baufahrzeuge auf dem Gelände einer Baustelle am Berliner Platz in Ludwigsburg aufgebrochen, aus denen Bauwerkzeuge in unbekanntem Wert gestohlen wurden.

Dank der getroffenen Feststellungen konnten die drei Insassen des kontrollierten Fahrzeugs, eine 21-jährige Frau sowie zwei 22 und 39 Jahre alte Männer, vorläufig festgenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth stellte einen Antrag auf Haftbefehl, welcher auch erlassen wurde. Die drei polnischen Staatsangehörigen befinden sich nun in Justizvollzugsanstalten.

red

Ludwigsburgs Stadtentwicklungskonzept 2023-2033: Zwölf Handlungsfelder für eine lebenswerte und zukunftsfähige Stadt

Ludwigsburg – In seiner gestrigen Sitzung hat der Gemeinderat von Ludwigsburg einstimmig das bisherige Stadtentwicklungskonzept aktualisiert und erweitert. Die zwölf Handlungsfelder der Ludwigsburger Stadtentwicklung mit Leitsätzen und strategischen Zielen sind der Kompass der Stadtpolitik und ein zentraler Teil des Stadtentwicklungskonzepts mit integrierter Bürgerbeteiligung. Die neuen strategischen Ziele wurden in den letzten Wochen in den Ausschüssen des Gemeinderates öffentlich diskutiert und sind die Richtschnur der kommenden zehn Jahre für Ludwigsburg.

Die zwölf Handlungsfelder lauten: Attraktives Wohnen, Kulturelles Leben, Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Vitale Stadtteile, Lebendige Innenstadt, Sozialer Zusammenhalt, Grün in der Stadt, Mobilität, Bildung und Betreuung, Sport und Gesundheit, Klima und Energie und Leistungsfähige und lernende Verwaltung.

Die Handlungsfelder dienen als wichtige Leitplanken für die Arbeit der Verwaltung und des Gemeinderates und geben eine Struktur vor, um die Themenvielfalt in der Verwaltung zu sortieren, zu priorisieren und zu steuern und machen das Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre sichtbar. Die Stadtverwaltung kontrolliert anhand bestimmter Kriterien, ob die Ziele des Stadtentwicklungskonzeptes umgesetzt werden. Diese so genannten Indikatoren wird die Stadtverwaltung noch bis zum Sommer erarbeiten und festlegen.

Im Handlungsfeld „Attraktives Wohnen“ wurde der Aspekt des Gemeinwohls bei der Vergabe von Grundstücken aufgenommen. Im Handlungsfeld „Klima und Energie“ ist das Ziel der Ludwigsburger Klimaneutralität vom früheren Zieljahr 2050 auf jetzt neu 2035 geändert. Im Bereich Grün in der Stadt sollen der „Grüne Ring“ und der Neckar eine wichtige Rolle spielen. Im Handlungsfeld „Sozialer Zusammenhalt“ wurde ein neues Ziel zur Sicherheit im öffentlichen Raum und zur Reduktion von Gewalt formuliert.

Im Handlungsfeld „Wirtschaft, Arbeit und Tourismus“ ist jetzt das Ziel formuliert worden, nicht nur Bestandsunternehmen zu fördern, sondern neue Wirtschaftszweige anzusiedeln und dadurch Fachkräfte zu gewinnen. Im Handlungsfeld „Vitale Stadtteile“ wurden die Ziele des Stadtentwicklungskonzeptes für die Stadtteile konkretisiert und an deren Bedürfnisse angepasst. Die städtische Verwaltung macht zudem mit dem neuen Handlungsfeld „Leistungsfähige und lernende Verwaltung“ deutlich, dass sie sich als moderne Dienstleisterin und Arbeitgeberin versteht.

Das angepasste Stadtentwicklungskonzept ist ein Ergebnis des Trialogsommers zwischen Gemeinderat, Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft im Jahr 2021, bei dem die Bürgerinnen und Bürger aktiv in den Prozess der Stadtentwicklung mit einbezogen wurden. Nach dem Trialogsommer hatten Gemeinderat und Stadtverwaltung einen inhaltlichen Entwurf erstellt zur Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des aktualisierten Stadtentwicklungskonzepts von Ludwigsburg ist die Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Die Stadtverwaltung hat sich zum Ziel gesetzt, diese Ziele, auch bekannt als die Agenda 2030, in ihre Arbeit zu integrieren und somit zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Das aktualisierte Stadtentwicklungskonzept von Ludwigsburg ist ein wichtiges Instrument für die zukünftige Entwicklung der Stadt und zeigt das Engagement der Stadtverwaltung und des Gemeinderats für eine lebenswerte und zukunftsfähige Stadt. Es bietet klare Leitplanken und Ziele für die Verwaltung und den Gemeinderat, um die Stadtentwicklung in den kommenden Jahren zu steuern und zu priorisieren.

Die integrierte Bürgerbeteiligung im Rahmen des Trialogsommers und der Werkstatt Zukunft hat gezeigt, dass die Meinungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger von Ludwigsburg bei der Entwicklung des Stadtentwicklungskonzepts eine wichtige Rolle spielen. Die Stadtverwaltung und der Gemeinderat haben bewiesen, dass sie bereit sind, gemeinsam mit der Stadtgesellschaft an einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung der Stadt zu arbeiten.

red

 

Papst Franziskus wegen Atemwegsinfektion im Krankenhaus – Covid-19 ausgeschlossen

Papst Franziskus hat sich am Mittwochnachmittag für “einige vorher geplante Kontrolluntersuchungen” in die Gemelli-Klinik begeben. Das teilte das Pressebüro des Heiligen Stuhls am Abend mit. Der Papst habe in den letzten Tagen über Atembeschwerden geklagt.

Das Ergebnis dieser Untersuchungen zeige eine Atemwegsinfektion, die für einige Tage eine angemessene medizinische Behandlung im Krankenhaus erfordern werde, hieß es. Eine Infektion mit Covid-19 wird ausgeschlossen. Noch am Morgen hatte der Papst seine wöchentliche Generalaudienz abgehalten.

Ein daran anschließendes TV-Interview war hingegen kurzfristig abgesagt worden.

red

Neue Regeln für E-Scooter-Nutzende: Stadt Ludwigsburg setzt auf rücksichtsvolles Abstellen

Ludwigsburg – Seit zwei Jahren läuft das Modellprojekt “E-Scooter in Ludwigsburg”. Ab dem 1. April soll das Modellprojekt laut einer Meldung der Stadtverwaltung in den Regelbetrieb gehen. Die beiden Anbieter TIER und Zeus haben sich in einem Vergabeverfahren durchgesetzt und werden jeweils 200 E-Scooter zum Verleih anbieten. Die Stadtverwaltung hat dabei besondere Nachhaltigkeits- und soziale Kriterien festgelegt, wie den ausschließlichen Betrieb mit zertifiziertem Ökostrom und die Verwendung von Elektrofahrzeugen für den Service.

Das Abstellverhalten soll verbessert werden, indem Nutzende beim Abstellen ein Foto des geparkten E-Scooters einsenden müssen. Sämtliche E-Scooter sind mit austauschbaren Akkus versehen, sodass sie nicht zum Laden eingesammelt werden müssen. Zudem müssen die Unternehmen ausschließlich auf festangestellte Mitarbeitende setzen, um bestimmte soziale Standards zu sichern.

Bürgermeister Sebastian Mannl ist erfreut über den Start des Regelbetriebs und betont die Wichtigkeit einer rücksichtsvollen Fahr- und Abstellweise. Die beiden Anbieter TIER und Zeus freuen sich über die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Stadt Ludwigsburg und sind stolz auf das nachhaltige Angebot für die Bürgerinnen und Bürger.

Sollte es Probleme mit falsch abgestellten E-Scootern geben, haben die Anbieter Kontaktinformationen auf ihren Fahrzeugen angebracht und die Stadt bietet eine Kontaktstelle für Fragen oder Beschwerden an. Insgesamt gibt es 13 E-Scooter-Hubs in Ludwigsburg, spezielle Abstellflächen für E-Scooter, die finanziell belohnt werden.

Das Projekt soll die Mobilität in der Stadt weiter optimieren und eine umweltfreundliche Alternative für die sogenannte letzte Meile bieten.

red