Historisches Datum: 30 Jahre Kinderrechte

Der 20. November 1989 ist ein historisches Datum: Die Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet die UN-Kinderrechtskonvention. Sie garantiert jedem Kind den Anspruch auf Schutz, Förderung und Beteiligung, das Recht auf Meinungs- und Religionsfreiheit, auf Bildung und Gesundheit. Ziel ist es, die Lage der Kinder weltweit zu verbessern.

So weit so gut: Die Wahrheit ist aber auch, dass Kinderrechte in Deutschland noch nicht genug Beachtung finden, wie Hilfsorganisationen kritisieren. Die Bundespolitik stimmt dem zu. Aber wie das geändert werden soll, ist umstritten, berichtet Janina Lückoff vom ARD-Hauptstadtstudio.

Als einen “Meilenstein” bezeichnet der Vorsitzende von Unicef Deutschland, Georg Graf Waldersee, die Kinderrechtskonvention: Sie sei “das erste weltweit verbindliche Menschenrechtsabkommen, welches die besonderen Rechte von Kindern garantiert”.

Denn weltweit lebt jedes fünfte Kind beziehungsweise jeder Jugendlicher unter 18 Jahren in extremer Armut. Und laut einer Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation ILO aus dem Jahr 2017 muss fast jedes zehnte Kind arbeiten.

Ralf Loweg

Tag der Kinderrechte: Fakten in Deutschland

Im Jahr 2018 waren rund 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 6,0 Prozent weniger.

Gleichzeitig haben die Jugendämter bei 50.400 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung aufgrund von Gewalt oder Vernachlässigung festgestellt, 10,0 Prozent mehr als 2017.

Anlässlich des Internationalen Tages der Kinderrechte am 20. November 2019 trägt das Statistische Bundesamt (Destatis) die Fakten zur Situation der rund 13,6 Millionen minderjährigen Kinder und Jugendlichen in Deutschland für das Jahr 2018 zusammen.

Ralf Loweg

Formel-1-Legende Niki Lauda ist tot

Die Sportwelt trauert um eine Legende: Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist tot. Das gab die Familie in der Nacht zu Dienstag bekannt.

“In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist. Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich. Sein unermüdlicher Tatendrang, seine Geradlinigkeit und sein Mut bleiben Vorbild und Maßstab für uns alle. Er war ein liebevoller und fürsorgender Ehemann, Vater und Großvater. Er wird uns sehr fehlen”, teilte die Familie mit. Lauda wurde 70 Jahre alt.

Bei Lauda war im vergangenen August eine Lungen-Transplantation vorgenommen worden. Seitdem kämpfte er um seine Genesung und ein Comeback an der Rennstrecke als Aufsichtsrats-Chef des Mercedes-Rennstalls. Trotz einer Reha kam er aber nicht mehr richtig auf die Beine. Im Januar 2019 musste er nach einer Grippe-Erkrankung erneut im Krankenhaus behandelt werden.

Bei Mercedes ist die Trauer um den Verlust groß. Motorsportchef Toto Wolff erklärte: “Unser Mercedes-Team hat in ihm seinen Leitstern verloren. Niki, Du bist einfach unersetzbar, es wird niemals wieder jemanden wie Dich geben. Es war uns eine Ehre, Dich unseren Chairman zu nennen – und mein Privileg, Dich als Freund zu haben.”

Lauda wurde mit Ferrari und McLaren nicht nur dreimal Weltmeister (1975, 1977, 1984), sondern überlebte 1976 auf der berühmt-berüchtigten Nürburgring-Nordschleife einen Horror-Unfall. 55 Sekunden lang saß er in seinem brennenden Auto. Nur 42 Tage nach dem Crash und der letzten Ölung saß er wieder im Rennauto. Aufgrund der schweren Verbrennungen im Gesicht wurde seine rote Kappe sein Markenzeichen. Der Unfall zog aber auch Spätfolgen nach sich. Zweimal musste er sich einer Nierentransplantation unterziehen. mid/arei